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Tarl Martell

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Über Tarl Martell

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  • Geburtstag 02.11.1976

Profile Information

  • Gender Male
  • Interests TT (40k, Frostgrave, BT-AlphaStrike), Brettspiele (Battletech-Classic, diverse andere), RPG (diverse), DvD, Bücher (Sci-Fi und Fantasy)

Converted

  • Armee 40k - Tyraniden
  • Spielsysteme Warhammer 40.000
  1. Hier das erste Kapitel: *** Kapitel – 01 *** Jäger und Beute Autor: O. Sonnenberg Dieses Jahr waren die Herbststürme besonders kräftig. Dennoch waren die Temperaturen für diese Jahreszeit erstaunlich warm. Blitz und Donner begleiteten das tosende Naturschauspiel. Selbst die mächtigen Mammutbäume mussten sich den Gewalten des Himmels beugen und wogten im Wind hin und her. Plötzlich mischte sich das Geräusch von feuernden Infanteriewaffen in die Kakophonie der Natur. Bolter knallten und Lasergewehre zischten. Geworfene Handgranaten detonierten, umher fliegende Schrapnelle zerfetzten Flora und Körper gleichermaßen. Eine stark dezimierte Truppe der Death Guard lieferte sich ein blutiges Gefecht mit ihren Verfolgern. Einem Zug der Imperialen Armee, gut zwei Dutzend Männer und Frauen setzten ihnen nach und versuchten den Chaos Space Marines den Weg ab zu schneiden. Allerdings hatten die Anhänger Nurgles den Vorteil der Technik auf ihrer Seite: Die Optiken ihrer Helme durchdrangen das kalte Zwielicht und die rötlichen Wärmesignaturen der Loyalistenkörper zeichneten sich klar und deutlich vor der dunklen Waldkulisse ab. Blutpocke jaulte triumphierend auf, als seine Salve den Loyalisten von den Beinen hob und ihn in roten Sprühnebel verwandelte. Brüllend trieb er die übrigen Marines zu weiteren blutigen Taten an. Hinter seinen Soldaten schwang Leutnant Amadeus Striker ein kreischendes Kettenschwert und brüllte Befehle. Hinter ihm stand sein Adjutant, Alfred Stettner und dieser hielt mit entschlossenen Blick die Standarte aufrecht. Der Wind zerrte pausenlos am, mit Adamantiumfäden durchwebten, Stoff. Nichts konnte diesen Mann erschüttern, seine Kampfmoral brechen. Er galt als der treuste der Treuen und Amadeus konnte sich immer auf ihn verlassen. Alfreds leben drehte sich nur um eine Maxime: Pflichterfüllung! „Vorwärts ihr Maden oder ich trete euch in die verlausten Ärsche!“, war der Lieblingsspruch des Offiziers. Fast zwanzig Soldaten versuchten nun den Ring zu schließen und das halbe Dutzend Verräter ein zu kreisen. Aber diese aufgeblähten Riesen waren nicht einfach zu töten gewesen. Alleine der Plasma-und Raketenwerfer hatten leichtes Spiel mit ihnen. Schon stieß eine Sprengrakete in ihr Ziel und rieß es auseinander. Verwestes Fleisch, stinkender Eiter und Panzerungsmaterial flogen umher. Blutpocke fletschte seine schwarzen Zähne, als er sich gegen die Druckwelle der Explosion stemmte. Allein die gepanzerten Stiefel deuteten auf den ehemaligen Kampfgefährten hin. Der Champion sah sich um, die imperialen Hunde schwärmten um ihre Flanken herum und würden sie bald eingekesselt haben. Es wurde Zeit zu handeln, er holte sein Seuchenmesser hervor und befestigte es am Lauf seines Bolters. „Beim krankhaften Eiter Väterchen Nurgles! Attacke!“. Dann stürmten sie träge vorwärts, mitten in die Loyalisten hinein. Amadeus klappte sein Unterkiefer herunter. Der Feind machte einen Ausfall! Was sollte das? Die Marines schlugen und hackten um sich, die ersten Soldaten fielen bereits zu Boden. Dann konnte er das zögern seiner Männer sehen. Jetzt wankten und schließlich rannten sie um ihr Leben. Diese Feiglinge!, dröhnte es durch Amadeus Kopf. Er musste etwas unternehmen und zwar schnell! Ohne den Blick von der Szenerie ab zu wenden, rief er seinem Adjutanten etwas zu. „Stephan… Gib das Signal zum Rückzug und neu Sammeln!“. Als nach wenigen Augenblicken immer noch nichts zu hören war, drehte er sich um. An dem Platz wo eigentlich der Adjutant stehen sollte, lag jetzt die Standarte und ein Helm am Boden. Die Stange war zerbrochen, was erstaunlich war, den sie bestand aus gehärteten Spezialstahl. Er trat näher und konnte es nicht fassen. Der treue Stefan war offensichtlich getürmt. Hatte in seiner Eile das Banner in den Dreck geworfen. „Feigling, elender!“, brüllte Amadeus und hob drohend die Faust. Der treueste der Treuen… Wie konnte das sein? Es war sicherlich dem verderbenden Einfluss des Chaos zu zu schreiben. Er fluchte innerlich und wurde dann durch die Schreie der Sterbenden wieder in die Gegenwart zurück geholt. Seine Männer starben und er hielt Kaffeekränzchen mit seinem Gewissen. Amadeus schüttelte diese Gedanken fort und aktivierte stattdessen sein Kettenschwert. Er musste zu seinen Soldaten, sie brauchten ihn! Allerdings wurde er nach zwei Schritten schon getroffen. Nein! Er stockte und sank auf die Knie herab. Etwas hatte sich mit einer ungeheuren Wucht in die beiden Schultern gebohrt. Es schien, als würde seine Nerven förmlich vor Schmerzen explodieren. Er wollte schreien, doch es kam nur gurgelnde Laute heraus und Blut lief heraus. Dann wurde sein sterbender Körper mit einem Ruck in die Höhe gerissen. Blutpocke trieb das infizierte Messer in den Leib seines Opfers und drehte die Klinge mit einem knackendem Geräusch herum. Der Mann starb schnell, während sich sein Fleisch krankhaft verfärbte und zu faulen begann. Schließlich ebbten die Kämpfe wieder ab und die siegreichen Marines brüllten ihren Triumph in die Dunkelheit hinaus. Einige streiften zwischen den Gefallenen umher und gaben noch lebenden den endgültigen Todesstoß. Sei es Loyalist oder Chaosanhänger. Wer nicht mehr laufen konnte, war nutzlos im Kampf geworden. Die Munition wurde aufgeteilt und jetzt waren sie nur noch zu viert. Der Sturm tobte unterdessen weiter und schien mit jeder verstrichener Minute stärker zu werden. Es wurde Zeit! Blutpocke musste weiter, um noch am Angriff auf die nahe Makropole teilnehmen zu können. Das Gemetzel wollte er sich nicht entgehen lassen. „Los weiter, ihr Abschaum!“, brüllte er und sie setzten sich wieder in Bewegung. Etwas bewegte sich schnell und behende durch das Geäst der Baumwipfel. Greifende Klauen fanden guten Halt und der Liktor näherte sich vorsichtig seiner neuen Beute. Er brauchte mehr Informationen, der Schwarm verlangte es von ihm. Unter sich sah er die Beutekreaturen dicht gedrängt stehen und die vorderste brüllte in einem tiefen Brummton. Dann setzten sie sich in Bewegung und da sah der Tyranide seine Chance gekommen. Seine Lobo-Tentakel hielten allerdings noch den aufgebohrten Schädel seines letzten Opfers umschlungen. Ein starker Windstoß ließ einen dicken Ast brechen und dieser traf den Liktor überraschend. Er fiel nach unten und nur durch den raschen Einsatz seiner Fanghaken, konnte er einen unkontrollierten Sturz verhindern. Nur der Kopf fiel hinab und landete inmitten der Chaos Marines. Wütend zischte er und machte sich bereit zum Angriff. Mit einem dumpfen Geräusch schlug der Kopf inmitten der Marines und platze dabei auf. Faulbrand wollte seinem Anführer folgen, doch er stoppte und sah auf die blutigen Überreste hinab. Er rief die anderen zurück und sein Blick ging nach oben. „Was zur heiligen Pestbeule!“, fluchte Blutpocke und sah den Marine nach oben sehen. Dort sah er etwas inmitten des wogenden Laubes. Etwas massiges schob sich dort heraus und ließ sich schließlich fallen, er rieß seine Waffe nach oben. „Achtung!“, warnte er und feuerte. Die übrigen reagierten sofort und schossen ebenfalls. Außer Faulbrand, der Liktor ließ ihm keine Zeit mehr zum reagieren. Er stürzte direkt auf sein Opfer und hämmerte es mit seinem Körpergewicht in den feuchten Waldboden. Sofort schlugen die oberen Fangklauen zu und zerfetzten den Oberkörper. Um ihn herum zischten Boltergeschosse durch die Luft. Ein großteil verfehlte ihn und die Treffer sprengten Chitin aus seinem Panzer. Der Tyranide brüllte und sprang am nächsten Baumstamm wieder hinauf. Blutpocke schrie Befehle und folgte mit der Waffe den Bewegungen des Xenos. Dann war das Vieh wieder verschwunden, als hätte es sich unsichtbar gemacht. „Verflucht!“. Die überlebenden bildeten einen Kreis und sahen sich wachsam um. Wo war der Bastard? Plötzlich fiel unweit etwas schweres in ein Gebüsch und sofort eröffneten sie das Feuer. Fehler! Darauf hatte der Liktor nur gelauert, hatte seine Opfer abgelenkt und ließ sich mitten unter sie fallen. Kaum gelandet, schlug er um sich. Die Beutekreaturen hatten gegen die Schnelligkeit und Stärke keine Chance. Innerhalb von Sekunden war der Kampf schon wieder beendet und überall lagen Körperteile verstreut. Sofort sah sich der Tyranide um, seine Tentakel witterten und fanden das Gesuchte. Einer hatte überlebt oder vielmehr, der Liktor hatte ihm gestattet weiter zu leben. Blutpocke stöhnte. Was war passiert? Plötzlich brach ein Wirbel aus Klauen und Gewalt über sie herein. Er sah sich um, überall lagen Gliedmaße und Innereien verstreut. Gelber Eiter hatte den Boden verfärbt und schwarz werden lassen. Der Champion des Nurgle versuchte sich auf zu richten, doch musste er feststellen, das ihm die Arme abgehackt wurden. Sein modifizierter Organismus hatte bereits damit begonnen die Wunden mit einer wachsähnlichen Substanz zu versiegeln. Der Sturm tobte weiterhin und Blitze erhellten die Dunkelheit, dann schob sich ein Schatten vor seine Sicht. Blutpocke spuckte aus und versuchte nach dem Liktor zu treten, doch dieser ließ sich Zeit. Ging um ihn herum und betrachtete ihn. Dann ging alles ganz schnell… Er packte den Marine und drückte ihn gegen einen Baumstamm. Hob ihn auf Augenhöhe und presste die gepanzerten Flanken zusammen, bis die Servorüstung aufbrach. Blutpocke schrie vor Wut und spuckte seinem Gegner in die ekelhafte Fratze „Du elende Missgeburt! Ersticke an meinen Eingeweiden!“. Der Liktor knurrte und sein Kopf zuckte vor, stülpte das Gewimmel der Lobo-Tentakel über den Schädel seines Opfers. Ihre bohrerartigen Enden tasteten darüber und fanden ihre Ziele. Suchten durch Ohren und Augen ihren Weg, bohrten sich durch den Knochen bis in das Gehirn vor. Blutpocke begann zu keuchen und röcheln, als das Organ allmählich herausgesaugt wurde. Sein Körper zitterte und zuckte. Dann war es vollbracht, der Liktor schleuderte sein nutzlos gewordenes Opfer weg und sein Metabolismus filterte die Informationen heraus. Diese wurden in Pheromone umgewandelt und als Duftspur in die Luft abgegeben. Anschließend tauchte er wieder in den Baumwipfeln unter. Seine Aufgabe war noch nicht erfüllt, er brauchte noch mehr Informationen. Wenige Stunden später landeten drei Valkyrien auf einer nahen Lichtung und gepanzerte Tempestus Scions des Astra Militarum heraus. Sofort sicherten sie das Gelände und ein schwarzer Marine trat in ihre Mitte. Es war ein Mitglied der elitären Death Watch und Ordo Xenos der Inquisition. Bruder Leonard sah sich um und betrachtete das Gemetzel. Ein Technikeradept des Ordo gesellte sich zu ihm und untersuchte den Platz. Dazu wurden einige Geräte verwendet und als der Mann fertig war, übergab er Leonard ein Datapad mit den Ergebnisse. Dieser fletschte die Zähne, sie waren zu spät. Aber zum Glück war die Spur des Xenos-Organismus noch relativ frisch. Sie folgten den Spuren, den ihnen der elektronische Schnüffler anzeigte. Dieser Bio-Scanner war eine der durchaus nützlichen Erfindungen aus dem Gefolge des Inquisitors gewesen. Mit ihm ließen sich Pheromone feststellen, die sich in der Luft und am Boden befanden. Noch bevor sie den Waldrand erreichten, konnte man bereits den entfernten Geschützdonner hören. Schließlich blieb der Marine stehen und sah über die weitläufige Ebene hinweg. „Beim heiligen Thron!“, stellte er fest. Vor ihnen, einige Kilometer entfernt, ragte die Stadt in die Höhe. Wie eine gigantische Nadel stach sie in den Himmel und ragte bis in die Wolken hinein. Hinter ihm standen die Scions und betrachteten ebenfalls die Makropole im Lichte des Gewitters. Im Gelände um sie herum und an ihren Flanken konnte man die Mündungsfeuer zahlloser Geschütze erkennen. Soldaten erschienen in der Ferne als kleine Punkte und die ganze Szenerie ähnelte eher einem Angriff wilder Ameisen auf einen Termitenbau. „Aufsitzen. Es gibt viel zu tun!“, befahl Leonard ungerührt. Dann machte sich die Truppe wieder auf den Weg. Die Jagd war noch nicht beendet!
  2. Hi, nach laaanger Pause von 40k und GW hat mich die 8. edition wieder angefixt und neugierig gemacht. Habe jetzt meine Tyraniden, die dem Verkauf meiner Sammlung entgangen waren, wieder hervor geholt. Auf meinem Rechner schlummerten außerdem einige Geschichten und habe damit begonnen, diese zu überarbeiten, da mir die ursprünglichen Versionen nicht mehr gefallen hatten. Sie sollen sich um den Fall des Imperialen Systems Silvathal drehen. Verschiedene Gruppen sind dort unterwegs, mit eigenen Zielen. Ich werde erst einmal drauf los schreiben und sehen wo mich der Pfad hinführen wird xD Viel Spaß beim lesen
  3. AoS

    Salü, naja wir benutzen AzyrComp (nur für den Armeeaufbau) und sind damit sehr zufrieden Das Zusammenstellen der Armeen ist einfach (ohne komplizierte Rechenformeln) und geht flott von der Hand. Man muß die Regeländerungen ja nicht benutzen. Ist ja keine Pflicht. Grüße
  4. AoS

    Sehen ganz gut aus Jo, die Köpfe nehmen denen dieses Kalte und sind in der Tat etwas 'sympatischer' ^^
  5. AoS

    Jo so sehe ich das auch. das man zb mit 1D6+1(modi.) die 6+ erreichen muß und das sich die 6+ selber nicht verringert. Soll ja auch nicht zu einfach sein. Das hieße, bei Rend-2 würde keine tödliche Verwundung unter normalen Umständen ohne Modis zustande kommen. Oder seh ich des jetzt richtig so?
  6. AoS

    Steht ja da: Jedesmal wenn du einen Schutzwurf von 6 oder mehr für eine Einheit Ogres mit Ironfists ablegst. Heißt (bzw. nach meiner Auffassung): Ich denke, die +1 Modi. bezieht sich zwar auf den Schutzwurf, aber damit ist wahrscheinlich eher der aus zu führende Würfelwurf gemeint und nicht der feste Schutzwert von 6+. Aber wen dem nicht so ist, dann wär so ein gebuffter Oger-Igel im Gelände arg unangenehm O.o
  7. AoS

    So hier ist wieder das 2. Kapitel: ~~~ Kapitel Zwei: Verrat! ~~~ Die Welt drohte an diesem Tage unter zu gehen, als der Gewittersturm über die Blackspire Mountains hereinbrach und sich lautstark austobte. Kalter Regen fiel herab und verwandelte die kleinen Gebirgsbäche in reißende Fluten. Rasch verwandelten sie sich zu reißenden Strömen und ergoßen sich in die Täler, wobei sie alles mit sich nahmen, was sich nicht in Sicherheit bringen konnte. Ohrenbetäubende Donnerschläge rollten über die Landschaft und ließen den Boden erbeben. Grelle Blitze tauchten erhellten das Zwilicht und sprengten uralte Felsformationen mit einem berstenden Knall auseinander. Inmitten dieses Wetterinfernos kämpfte sich eine kleine Menschengruppe durch den Paß und trotzte der Witterung. Vorne weg humpelte ein alter Mann, gekleidet in eine schwere Robe. Er stützte sich auf einen schlichten Holzstab ab und murmelte unverständliche Worte vor sich her. Hinter ihm folgte ein kleiner Troß Bediensteter, welche mit seiner Ausrüstung zu kämpfen hatten und dabei fluchten. Inmitten der Soldaten hatte man ein Dutzend junger Frauen aneinander gefesselt und sie schluchzten aufgrund ihrer ungewißen Zukunft. Etwa zwei Dutzend angeheuerter Kämpfer sorgten für den Schutz auf diesem Marsch und wachsam behielten sie die Umgebung im Auge. Immer wieder hielt der Alte Mann inne und strich sich nuschelnd durch den filzigen Bart. Er sah sich um und der Blick seiner eiskalten Augen ließ jeden frösteln und sich mit unbehagen abwenden. Er schien die Umgebung zu studieren, suchte nach etwas und schließlich setzte er seinen Weg weiter fort. Ein jämmerliches wehklagen begleitete jeden seiner Schritte, als die gefangenen Frauen wieder ihr Klagelied anstimmten. Nikodaemus lächelte bei diesen Tönen und sie wärmten seine schwarze Seele besser auf, als es ein prasselndes Lagerfeuer jemals vermag. Die Söldner folgten ihrem neuen Auftraggeber ohne sonderlich viele Fragen gestellt zu haben, was für ihr wohlergehen sicher auch gesünder war. Eine fürstliche Entlohnung wurde ihnen versprochen und das war dem Hauptmann genug. Seine Männer hatte er Stillschweigen schwören lassen und so zog die gemischte Truppe durch die Blackspire Mountains ihrem Ziele entgegen. Der kalte Wind zerrte an ihrem Umhang und einige male wäre sie fast abgerutscht, doch Isyr Dunkelherz hatte jedesmal neuen Halt gefunden. Jetzt war sie den Menschen schon über eine Woche lang gefolgt, um zu ergründen welches Ziel ihr Anführer wohl anstrebte. Natürlich hatte die Assassine damals diesen Auftrag angenommen, so wie man es von ihr auch erwartet hatte. Außerdem war das mal wieder eine Gelegenheit gewesen, um den Intrigen bei Hofe entfliehen zu können. Sie verstand sich zwar als Werkzeug der Mächtigen, hatte aber hingegen keinerlei Sinn für ihr höfisches und heuchlerisches Gehabe auf den Bällen und Festen gehabt. Ihr war ein ehrlicher Kampf lieber, auch wenn ein vergifteter Dolch in den Rücken oftmals die bessere Alternative bot. Sie mußte unwillkürlich über diese widersprüchlichen Gedanken lächeln. Widersprachen sie sich doch zu sehr mit ihrer Profession als meisterhafte Mörderin und den Lehren des Tempels. Ihrem Auftrage zufolge sollte sie einen menschlichen Zauberer namens Nikodaemus verfolgen und bis zu seinem Ziele verfolgen. Isyr mußte dann herausfinden, was er dort wollte und ihn dann anschließend beseitigen. Als Beweis sollte dem Tempel der Siegelring des Mannes genügen. Anschließend würde sie in die Hauptstadt zurück kehren und auf einen Schreckenslord namens Asray Sturmklinge warten. Dort sollte sie sich ihm anschließen und beobachten. Er galt bei Hofe als Traditioneller und hing den uralten Idealen der Dunkelaelfen aus den nahezu vergessenen Zeiten nach. Sollte es in naher Zukunft zu einer Verschmelzung aller drei Aelfenvölker kommen und Sturmklinge sollte sich dem Verweigern, dann würde Dunkelherz seinem Leben ein langsames und schmerzvolles Ende bereiten. Als Warnung für all jene, die ebenfalls auf denselben Pfaden wandelten und es sich dann zweimal überlegen sollten, ob sie sich der Vereinigung verweigerten. Dann hatten sie nur noch zwei Auswahlen: Anschließen oder Sterben! Isyr war das egal, sie hielt nichts von der verwirrender Politik und führte immer nur die Aufträge aus, welche man ihr auftrug. So würde es auch diesmal geschehen. Asray Sturmklinge marschierte im vorderen Viertel der Armee. Er sah zum brodelnden Himmel hinauf und wenn er eines hasste, dann waren es diese unberechenbaren Stürme und Unwetter in diesem Gebirge. Aber immer noch besser als die tödlichen Glutstürme des Reiches Aqshy, jenseits der Feuerportale. Sie waren jetzt seit einer guten Woche unterwegs und bis zu ihrem Versteck sollte es nochmal zwei Tage dauern, außer der Sturm würde weiter an Stärke zunehmen. Dann müßten sie in einer der zahlreichen Höhlen und Stollen Sicherheit zu suchen. Seine Krieger hatten sich in lederne Umhänge gehüllt, um wenigstens etwas Schutz vor dem Regen zu haben. Aufmerksam sah er sich um, diese zerklüfteten und mit alten Minenschächten durchsetzten Felswände boten ein ideales Gelände für einen sorgfältig geplanten Hinterhalt. Ab und zu kamen sie an einer kleinen, verlassenen Siedlung vorbei. Anscheinend waren es die ehemaligen Behausungen der Bergleute. Eine kleine Truppe aus Schwarzen Reitern ritt als Kundschafter voraus, um sie vor möglichen Hinterhalten zu warnen. In diesen Bergen lebten allerlei Kreaturen und bösartiger Monster. Die meisten davon waren gefährlich oder so zahlreich, dass sie einen selbstmörderischen Angriff auf eine Dunkelaelfenstreitmacht durchaus wagen würden. Da sind zum Beispiel die zahllosen Stämme der Grotze, die sich in den aufgegebenen Stollen eingenistet hatten. Diese kleineren Verwandten der Orruks ließen keine Gelegenheit aus, arglose Reisende zu Überfallen. Diese kleinen Scheusale bedeuteten allerdings keine große Gefahr für seine Krieger. Anders sah es da schon mit den fetten Ogors aus, welche in den höher gelegenen Tälern hausten und lebten. Asray war schon einige male gegen sie zu Felde gezogen und die Verluste, auf Aelfischer Seite, waren jedesmal immens hoch gewesen. Jeder Sieg war mit den Leben unzähliger erkauft worden, aber das hatte den Schreckenslord nicht großartig gekümmert. Letztendlich zählte nur das Ergebniss und es interessierte niemanden bei Hofe, wieviele Aelfen dafür gestorben waren. Dann schweiften seine Gedanken wieder zu der gefangenen Menschenfrau ab. Es hatte einigen Unmut innerhalb der Offiziersränge gegeben, ausgelöst durch den dunklen Paladin Tuluhr, seinem Stellvertreter. Er, Asray Sturmklinge, hatte nach dem erfolgreichen Angriff auf die Karawane seinen eigenen Befehl mißachtet: Keine Gefangenen! Die junge Frau hatte er dennoch verschont und Fesseln lassen. Ihn hatte der Mut des Mädchens beeindruckt, zweifellos aus purer Verzweiflung geboren und so hatte er sein Recht als Anführer in Anspruch genommen. Allerdings hatte ihr Anblick auch uralte Erinnerungen aus den dunkelsten Winkeln seines Bewußtseins an die Oberfläche geholt. Jedesmal wenn er dann daran zurück dachte, verschlechterte sich wieder seine Stimmung. Seine Tochter war, nach menschlichen Maßstäben, im gleichen Alter gewesen wie sie und ebenso furchtlos. Bis zu jener Nacht, der Todesnacht, ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten und von den Tempeln weiterhin am Leben erhalten. Hexenkriegerinnen tobten dann durch die Straßen der Dunkelaelfenstädte und verschleppten jeden, der ihnen in die Hände fiel. Dabei scheuten sie auch nicht davor zurück, in verschlossene Häuser ein zu brechen. Die Bewohner endeten dann normalerweise auf den zahlreichen Opferaltären der Tempel. Manchmal wurden auch junge, sehr schöne, Elfenfrauen entführt und selbst zu einer Hexenkriegerin erzogen. Zu einer Braut Khaines, einem der uralten und fast vergessenen Elfengötter. Dem einstmaligen Gott des Blutes und Mordens. So geschah es auch mit Asrays Frau und Tochter. Während seiner Abwesenheit waren die Hexen in das Herrenhaus der Famillie Sturmklinge eingedrungen und nach einem kurzen Kampf gegen die Leibwächter, hatten sie alle Überlebenden entführt. Außer seiner Schwester, die in einem der schwarzen Türme des Konvents lebte, gab es niemanden mehr. Das war vor ungefähr einhundert Jahren geschehen und mit jedem weiteren Jahr, verblassten die Erinnerungen immer mehr und Asray klammerte sich dann an die kläglichen Reste. Einzig der Rachedurst blieb unverändert am Leben und richtete sich gegen die Tempel. Sollten die Seelen der Priesterinnen Slaanesh als wohlschmeckende Mahlzeit dienen! Asray schüttelte seinen Kopf, um sich wieder auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Ihre Zuflucht war nicht mehr weit entfernt. Als er gerade Tuluhr zu sich befehligen wollte, ertönte ein Horn vor ihnen im Paß. Dann setzte ein lautes, wildes Geschrei ein, welches sogar den Sturm übertönte. Der Schreckenslord sah sich um und entdeckte auf den Kämmen der Steilwände zahlreiche kleine Gestalten „Achtung!†œ, schrie er. Dann erschienen weitere Angreifer und strömten zahllos die Hänge hinab oder quollen aus den dunklen Minen- und Höhleneingängen heraus. „Achtung!†œ, schrie Alrik Donnerbach und sein Breitschwert kreiste über den Kopf, als der Sturm das entfernte Heulen und Schreien zu ihnen trug. Die Söldner reagierten sofort und sicherten die Flanken, ihre Schützen suchten die Felswände nach möglichen Zielen ab und der Mörser wurde abgebockt. Nikodaemus hielt verwundert inne Diese Narren! „Warum laßt ihr halten? Hauptmann.†œ, erkundigte er sich mit zorniger Stimme und der Angesprochene kam eilig zu ihm herüber „Mein Herr. Ich befürchte einen Angriff über die Hänge hinweg und aus den Stollen heraus.†œ, dabei deutete er mit seiner Waffe auf die entsprechenden Stellen. Der alte Mann tat diese Erklärung allerdings mit einem Kopfschüttel ab „Weiter. Wir müßen weiter! Das Vorhaben gewährt keinen Aufschub!†œ, drängte er und Alrik ließ widerwillig Marschaufstellung einnehmen „Wie ihr es wünscht!†œ, murrte er. Trotzdem ließ er die Hänge im Auge behalten und schickte eine kleine Abteilung voraus, um den Weg vor ihnen aus zu Spähen. Er hatte keine Lust, sein Leben in dieser trostlosen Gegend zu beenden, inmitten von Dreck und Felsen. Er wollte, das sein Tod etwas Ruhmreiches war und von dem man sich in den Tavernen noch viele Jahre später erzählte. In einem gewissen Rahmen war es sogar eine Art der Unsterblichkeit! Solange man sich die heldenhafte Geschichte des Hauptmann Alrik Donnerbachs immer wieder erzählte, lebte sein Geist stets weiter. Er lächelte bei diesen Gedanken und seine Laune besserte sich etwas. Dann sah er sich den alten Mann von hinten an, dazwischen befand sich sein bucklige Diener. Die restliche Dienerschaft hatte es vorgezogen, sich dem Troß an zu schließen. Der Alte schein ein merkwürdiger Kautz zu sein. Er hatte seinen Haufen angeheuert, um in diesen Bergen irgend etwas zu suchen. Nur was er zu finden beabsichtigte, das hatte er für sich behalten und eigentlich ging es Alrik auch nichts an. Manchmal war es besser, nicht all zu viele Fragen zu stellen und den Mund zu halten. Er hatte schon von anderen Kompanien gehört, dessen Anführer zu neugierig gewesen waren und dann spurlos verschwanden. Man mußte heut zu Tage in den Reichen vorsichtig sein und aufpassen, von wem man angeheuret wurde. Seitdem die Horden des Chaos ihr Unwesen trieben, fand man sich nur all zu leicht am falschen Ende einer Klinge oder Armbrust wieder. Für Alrik spielten diese Überlegungen keine Rolle, den er brauchte das Gold des Alten. Sie hatten schon seit Wochen keinen neuen Auftag mehr gehabt und allmählich zeigten sich Auflösungserscheinungen. Die ersten Kämpfer hatten die 'Silberschwerter' bereits verlassen. Deswegen war der Hauptmann über jede Münze froh, die in ihre Soldtruhe gespühlt wurde. Nur die jungen Frauen machten ihm Sorgen: Auf Befehl des Alten führte man sie an einander gefesselt und inmitten seiner Krieger mit, obwohl Alrik sie im Tross für besser augehoben fand. Allerdings schienen sie für seinen Auftraggeber von äußerster Wichtigkeit zu sein und diesbezüglich war mit ihm auch nicht darüber zu diskutieren. Er hoffte nur, das sie keine all zu große Ablenkung für seine Leute darstellten. Sonst müßte er doch noch einmal mit seinem Auftraggeber ein ernstes Wort reden müßen! Er sah ansonsten die Kampfkraft geschwächt. Was ihn aber absolut nicht behagte, den in der Nähe des Alten fühlte er sich jedesmal unbehaglich. Irys duckte sich instinktiv und sah sich um. Ihre scharfe Sicht konnte die Menschen unter sich klar ausmachen, wie sie eine Verteidigungsstellung einnahmen und sich umsahen. Auch sie hatte das entfernte Geschrei der Grotze gehört, aber gewußt, das die Grünlinge keine unmittelbare Gefahr bedeuteten. Sie hatten bereits eine andere Beute gefunden. Sie kicherte amüsiert über diese Einfälltigkeit der Kurzlebigen und nutzte die Gelegenheit, um einen Bissen zu sich zu nehmen. Sie machte es sich soweit bequem, wie es die Felswand zuließ und wartete erst einmal ab. Was wollten die Menschen nur mit den Frauen in ihrer Mitte? Zweifellos hatte der alte Zauberer ein hohes Interesse an ihnen, sonst ließe er sie nicht so gut bewachen. Als die Formation sich wieder in Bewegung setzte, leisteten die Frauen keinerlei Gegenwehr, sondern folgten ihrem Aufpasser wie dressierte kleine Hunde. Sie würde erst einmal abwarten, bis es ihr die Zeit schließlich doch noch offenbarte. Für das erste war es besser, die Gefesselten ihrem unbekannten Schicksal zu überlassen. Sollte Irys sie in diesem tödlichen Gebirge befreien, dann würden sie keinen Tag lang überleben. „Flanken sichern! Schützen vor!†œ, brüllte Asray über den Lärm hinweg und zog seine Waffen aus ihren Rückenschlaufen. Kreischende Grotze stürzten einer Lawine gleich den Hang hinunter und schwangen dabei ihre primitiven Waffen. Ein halbes Dutzend Trolle watete durch ein Meer aus grünen Leibern, als die wogenden Wellen an ihnen vorüber schwappten und sich in den Paß ergossen. Die Repetierarmbrüste forderten einen hohen Blutzoll von den Angreifern, als die schwarzen Bolzen ihre Reihen mit jeder weiteren Salve lichteten. Schließlich hatte es die Besatzung der Speerschleuder geschafft, sie auf ihrem Karren auf zu protzen und zu laden. Zwischen den Grotzen sprangen fleischige Bälle den Aelfen entgegen und geifernde Mäuler präsentierten unzählige Zähne. Die Kriegsmaschine konnte gerade noch eine Salve abfeuern, bevor sich die anbrandende Welle an den Schilden der Aelfen brach und einige der Wichte durch den Schwung ihres Sturmlaufes sogar über die Linie hinweg getragen wurden. Sie landeten dann inmitten der Verteidiger und sprangen kreischend wieder auf ihre kurzen Beine. Zu einem Angriff bekamen sie allerdings keine Gelegenheit mehr, den die Speerträger stachen jeden einzelnen von ihnen ab. Asrays Krieger stemmten sich gegen den Ansturm und schlugen zu, kämpften um ihr Leben. Sie bildeten einen Abwehrkreis und selbst die Schützen stürzten sich mit gezückten Dolchen in den Nahkampf, während die Kriegsmaschiene von ihrer erhöhten Position auf die angreifenden Trolle feuerte und zwei von ihnen zu Fall brachte. Allein die Echsenritter konnten sich einen blutigen Pfad durch die Angreifer mit ihren Schwertern hacken und dabei schrie Tuluhr vor wilder Kampfeswut. Als sein Trupp sich schließlich aus der Umklammerung gelöst hatte, formierten sie sich in einiger Entfernung neu. Die Klinge des Paladins hatte dabei eine blutige Ernte eingefahren und seine Ritter waren nicht minder untätig gewesen. Einige seiner Männer griffen bereits nach den Lanzen und sahen ihn erwartungsvoll an. Das Banner flatterte stolz im Wind und der Hornbläßer setzte sein Instrument an die Lippen, bereit das Signal zur Attacke zu geben. Doch der dunkle Paladin hob seine Faust und sie hielten sofort inne „Wartet!†œ. Diesmal waren es die Dunkelaelfen, die mit dem Rücken zur Wand oder besser mit den Planwagen und Karren hinter sich kämpften. Ihr Schreckenslord brüllte Befehle und befand sich ebenfalls an vorderster Front. Die Zahl der Grünlinge schien unendlich und ihre Schoßtiere tobten wie Dervische in den Reihen der Verteidiger. Für jeden getöteten Grotz, nahmen zwei weitere den Platz seines Vorgängers ein und zu ihrem Glück waren diese kleinen Scheusale keine guten Kämpfer gewesen. Auf der linken Flanke brach gerade einer der beiden letzten Trolle durch die Linie der Aelfen und schwang seine mächtigen Fäuste gegen die Speerschleuder und ihrer Besatzung. Diese zogen gezackte Klingen, da das Ungetüm für einen Schnellschuß bereits zu nahe heran gekommen war. Aber gegen die Stärke des Monsters hatten sie nicht den Hauch einer Chance gehabt. Der erste wurde durch einen Fausthieb fortgeschleudert und verschwand schreiend in der tobenden Horde, dem zweiten biß das Ungeheuer einfach den Kopf ab und schluckte ihn herunter. Asray fluchte und löste sich aus der Linie, um sich der neuen Gefahr zu stellen. Er stürmte auf die Bestie zu und landete einige saubere Treffer. Der Bergtroll unterbrach grollend sein blutiges Mahl und nahm das Opfer seiner letzten Attacke bei den Beinen und schwang es wie eine Keule über seinem Kopf. Der Schreckenslord konnte gerade noch ausweichen, als die improvisierte Waffe auf ihn zuraste und der Leib des Toten blutspritzend auf den steinigen Boden aufschlug. Einige der Ochsen und Pferde hatten vor einer handvoll Squigs gescheut, welche sie geifernd angriffen und die Kutscher konnten ihre panische Flucht nicht verhindern. So stürmten die Tiere in die kämpfende Menge hinein und trampelten Freund wie Feind in Grund und Boden. Leider konnten die Löcher von den Dunkeaelfen nicht schnell genug geschlossen werden und so wurde ihre Streitmacht gespalten. Die Grünlinge hatten diese Situation sofort zu ihrem Vorteil ausgenutzt und die Preschen erweitert. Es sah jetzt sehr schlecht für die Aelfen aus, wo waren die Ritter? Doch Asray mußte sich erst einmal darum kümmern, selbst am Leben zu bleiben. Er wich weiteren Schlägen des Trolles aus und versuchte schwerere Verwundungen an zu bringen. Leider schlossen sich die kleineren Wunden wieder schnell genug, als die regenerative Fähigkeit des Trollfleisches zum tragen kam. Sturmklinge fluchte und atmete erschöpft, den nächsten Hieb konnte er zwar kommen sehen, aber sich nur halb aus der Schlagrichtung drehen. Dadurch streifte ihn der geschwungene Angriff und schleuderte dadurch den Adligen benommen zu Boden. Siegessicher grinste das Ungeheuer und trat über den Aelf, um ihm den Todesstoß zu versetzen. Doch dann bebte und zuckte der massige Körper, als ihn etwas mehrfach in den Rücken traf und den Brustkorb nach vorne wölbte. Dann stießen die widerhaken besetzten Spitzen der schweren Bolzengeschosse durch die zähe Lederhaut. Die Wucht der Einschläge trieb den sterbenden Troll taumelnd nach vorne und mit einem letzten Seufzer kippte er schließlich nach vorne. Asray rollte sich zur Seite und sprang auf die Füße, um nicht von dem schweren Leib getroffen zu werden. Verwundert sah er dann zu dem Karren der Kriegsmaschine hinüber und erkannte die junge Menschenfrau am Feuerhebel. Zum Glück hatte die ehemalige Besatzung ihr Gerät noch einmal laden können, bevor sie ein überaus brutaler Tod ereilte. Die beiden sahen sich einige Augenblicke an, ehe die Schlacht wieder seine Aufmerksamkeit verlangte. In der Nähe entstand ein blutiger Tumult, als es den Grotzen schließlich gelungen war, den Schildwall der hoch gewachsenen Krieger auf zu brechen. Das Resultat war ein grauenhaftes Blutbad, als die kleinen Grünlinge in die ungeschützten Flanken stachen und schlugen. Einer nach dem anderen vielen sie ihren grob geschmiedeten Messern, Äxten und Schwerten zum Opfer. Der Boden war glitschig vom vergossenen Blute und die Lebenden stolperten über die Körper der Toten. Asray kämpfte verbissen, doch die Übermacht war erdrückend und bald bestand seine Hundertschaft nur noch aus einer Handvoll Überlebender, die schnell dahinschmolz. Doch erfüllte ihre grimme Entschlossenheit den Schreckenslord mit Stolz. Keiner der Krieger streckte die Waffen und kämpfte stattdessen bis zum letzten Atemzug weiter „Kämpft! Kämpft bis zum ruhmreichen Tode!†œ, feuerte er sie an. Doch dann jagte plötzlich ein glühender Schmerz durch seinen Körper, er hustete und röchelte. Die Welt drehte sich vor seinen Augen und dann sackte der Aelf wieder auf ein Knie herab und konnte gerade noch einem hämisch grinsenden Grotz mit blutiger Waffe den Kopf vom Rumpfe trennen. Dann legte sich ein roter Schleier über sein Sichtfeld und er verlor das Bewußtsein, noch ehe er im Dreck landete. Das letzte was Asray noch hörte, war das Siegesgebrüll der kleinen Scheusale. Dann schlossen sich Sturmklinges Augen endgültig und er versank in ewiger Dunkelheit. Tuluhr hatte in aller Seelenruhe mit angesehen, wie die Dunkelaelfenstreitmacht förmlich abgeschlachtet wurde und zufrieden lehnte er sich im Sattel seiner Kampfechse zurück. Brachhus war etwas unruhig, da er das vergossene Blut roch. Einige der Ritter sahen sich unschlüssig an, aber niemand wagte es, das Wort zu erheben „Wir kehren in die Bloodholes zurück!†œ. Leider muß ich die Kunde über den Tod unserer ruhmreichen und tapferen Anführerin in unsere Zuflucht tragen und das Kommando übernehmen! Bis ein neuer Lord erwählt wurde!, dachte er bei sich. Er sah die anderen Aelfen seiner Truppe an und sie senkten allesamt das Haupt, um ihm Respekt und Anerkennung zu zollen. Dann trieb er Brachhus seine Sporen in die Flanken und in einem gemächlichen Trab verließen sie den Schauplatz des Geschehens. Der dunkle Paladin lächelte und kicherte boshaft Endlich! Der Sturm schien endlich an Kraft zu verlieren und die Wolkendecke riß an mehreren Stellen auf. Das goldene Licht der Abenddämmerung Chamons wich allmählich einer tiefen Schwärze der aufziehenden Nacht. Funkelnde Sterne glitzerten über ihnen und langsam kehrte wieder die Still über die Blackspire Mountains zurück. Die Söldner atmeten erleichtert aus und Alrik hatte seinem Auftraggeber das Zugeständnis einer Ruhepause abringen können. In flachen Kuhlen wurden Feuer entfacht, an denen sich die Männer und Frauen aufwärmen konnten. Einige von ihnen holten kleine Kessel hervor und kochten einen dicken Haferschleim. Der Troß bildete eine kleine Wagenburg um den Lagerplatz herum und Wachen wurden eingeteilt. Die Frauen hatte man in einem der sechs Planwagen untergebracht und mit Ketten gesichert. Nikodaemus hatte sich in einen der anderen Gefährte zurück gezogen, um sich seinen Studien zu widmen. Dort wollte er auch die nächsten Schritte zu planen, wenn siebald ihr Ziel erreichen würden. Der Söldner gähnte und hielt sich nur noch mit seinem Speer aufrecht. Das Unwetter und der Gewaltmarsch hatten ihr übriges dazu beigetragen, das die Männer am Ende ihrer Kräfte waren. Alrik war froh, das der Angriff nicht ihnen gegolten hatte. In seinem Zelt vertrieben einige Kerzen etwas von der Kälte und der Hauptmann machte sich Notizen in sein Tagebuch. Schließlich sollte sein Leben für die Nachwelt erhalten bleiben und für sich selber, falls es Schwierigkeiten mit einem Auftragsgeber geben sollte. Nur noch eine leichte Brise zupfte an der Zeltplane und ließ flache Wellen über den Stoff tanzen. Langsam wurde er ebenfalls von der Müdigkeit übermannt und schloss das kleine Büchlein, legte es in den Rucksack zurück. Er hoffte, bald wieder in die Zivilisation zurück zu kehren und einen weniger kalten Auftrag zu finden. Immerhin waren sie bisher von Kämpfen verschont geblieben, was ihn etwas verwunderte. Galten die Blackspire Mountains doch als eine der Brutstätten des Bösen. Er bemitleidete die armen Teufel, die jetzt dort draußen im Dreck verbluteten oder im Suppentopf landeten. Schließlich schüttelte er die Gedanken weg und drehte sich auf den Rücken. Dann glitt er langsam in einen unruhigen Schlaf hinüber.
  8. AoS

    Kann ich ebenfalls nur empfehlen und die bisherigen Spiele waren alle gut austariert
  9. Salü, Steht ja im Regeltext der Fähigkeit: Wenn der Carnosaurier ein Monster mit den 2 Attacken der Forelimps trifft (also 2x auf die 3+ bei voller Gesundheit), dann erhält er für die nachfolgenden Attacken der Jaws im selben Zug +2 auf deren Trefferwürfe gegen dasselbe Ziel. Grüße
  10. Ich meine das Spielgefühl, das zumindest für mich die Dunkelelfen jetzt stimmiger sind. Die einzelnen Sonderregeln find ich passend zu den Einheiten und kann mich mehr auf sie einlassen (identifizieren?). Ich hoffe ihr versteht wie oder was ich meine, kann es irgendwie nicht so ganz in Worte fassen -.-
  11. Ich finde gut, das ich durch AoS wieder meine Dunkelaelfen rausholen konnte. Jetzt kann ich sie so spielen, wie ich es vom gefühl her immer machen wollte. Die Regeln finde ich in Ordnung und das das Spiel nicht so komplex ist. An Magie find ich ebenso gut, dass sie nicht so Spieldominierend war wie früher bei WHFB. Für die Armeeaufstellung benutze ich allerdings das SAGA-ähnliche AzyrComp System und wir sind damit bisher gut gefahren. P.s.: @templer: Kannst du deinen EIfer bitte mal etwas bremsen. Anderen Leuten Suizid vor zu schlagen find ich nicht gerade die feine Art und dieses Verhalten/extrem Missionarische wirft ebenfalls ein schlechtes Licht auf die AoS-Community. Kann es sein, das du der Chef einer gewissen AoS-Gruppe bei FB bist? Deine Einstellung kommt mir irgendwie bekannt vor *kopfkratz*
  12. Mit diesem dunklen/düsteren Farbschema gefallen sie mir eher, als diese ollen GoldenBoys.
  13. AoS

    Salü, naja, wir sind jetzt auf das SAGA ähnliche System AzyrCom umgestiegen und bisher ganz zufrieden damit. Endlich wieder mal an Armeelisten rumschrauben ^^ Grüße
  14. AoS

    Salü Halte das wie SerialMoM. Ich finde, das steht doch ganz klar in den Regeln drinne: Letzte Seite, Abschnitt Schaden zufügen, erster Absatz. Da muß der Spieler der Zieleinheit die verwundungen zuteilen wi eer es für richtig hält und weiter in der unteren Hälfte des Absatzes steht: Zitat: "Wenn einer Einheit Schaden zugefügt wird (sprich der Spieler der Zieleinheit die Wunden verteilen muß) und du einem Modell eine verwundung zuteilst, musst du fortfahren, diesem Modell Verwundungen zuzuteilen, bis es entweder Tot ist oder keine weiteren Verwundungen mehr zugeteilt werden müssen." Zitat Ende. Vielleicht möchte man sich das 'schön'reden ^^ für die eigenen Einheiten mit mehr LP's. Aber wenn ich das Oger-Beispiel noch einmal aufgreife, dann hätt ich wahrscheinlich keine große Lust dagegen zu spielen. Die wären quasi untötbar. In punkto Trolle ist das anscheinend eine Sonderregel der besagten Trolle und betrifft nur diese Scroll und ist keine allgemeine für Oger, Sigmarines usw. Grüße
  15. AoS

    Naja, wahrscheinlich müßen die GW-Store-Sklaven die Platten nach Feierabend zuhause in ihrer wenigen Freizeit bemalen und nicht während der Öffnungszeiten. Wird biissel stressig: Verkaufen, beraten, Testspiele machen, Regale nachräumen und dann noch die Platte fertigmalern O.o Is ja schlimmer als im Lebensmittelhandel xD