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Nakago

WH40k Die Fahrten der Audacia

485 Beiträge in diesem Thema

Holla, jetzt nimmt es aber fahrt auf!

Das Ende naht!

Kapitel 64

Bittere Verluste!

Position:

Kessel

Yu´vath System

Äußerer Bereich

Sturmboot

Außenbereich der "Ignes et Amnestia"

Zeit: 2 008 786.M41

Die Sturmtore öffnen sich und die Arcoflagellanten werden von der Kette gelassen. Eine Gruppe Schwertdämonen stellt sich in den Weg und wird innerhalb Sekunden zerfetzt. Eine weitere Welle arbeitet sich durch Wände und Decken. Ich eröffnete das Feuer mit Himmelssturm und zerfetze zwei Stück. Geht einfach, wenn man die richtige Waffe hat. Vor zweieinhalb Jahren waren sie kaum tot zu bekommen, heute mähe ich sie mit links nieder. Bruder Obskurus wirkt ausnahmsweise mal was wirklich Sinnvolles und zeigt, dass er gelernt hat, Dämonen zu verbannen. Er räumt das Feld vor uns und greift sogar die umliegende Struktur des Dämonenschiffes an.

Wir sind in ehemaligen Arbeiterquartieren gelandet. Bettgestelle, die bis zur Decke reichen, dominieren den Raum. Aber Arbeiter gibt es hier schon lange nicht mehr. Ich positioniere die Arcoflagellanten so gut es geht an den Ausgängen und im Raum verteilt, da immer wieder Schwertdämonen durch Boden oder Decke sickern. Fidilius fährt die Bombe an Bord des Schiffes. In dem Moment gibt es einen gewaltigen Rumms. Die "Ignes et Amnestia" hat sich zur "Audacia" bewegt und hält diese nun mit ihren schleimigen Tentakeln umschlungen. Ich nehme mal nicht an, dass dies zeigen soll, dass der Dämon was zum Knuddeln braucht. Thronverdammt!

Der Aufprall fegt uns von den Beinen und die Bombe vom Fahrzeug. Zum Glück geht sie nicht hoch. Auf alle Fälle ist der Plan gescheitert und wir können die Bombe nicht zünden, solange die "Audacia" mit der "Ignes et Amnestia" sich im Ringkampf befindet. Nun ist guter Rat teuer. Eine technische Analyse von Zathor Rak rät uns, mindestens vier der von Sebastian Winterscale benannten Punkte zu sprengen, um die Struktur der "Ignes et Amnestia" so nachhaltig zu beschädigen, dass sie auseinander bricht. Nun gut. Wir haben zwei Melterladungen dabei und hoffen im Munitorium des Schiffes weitere Sprengmittel zu finden. Als erstes bewegen wir uns tiefer in die Arbeiterquartiere, welche der erste Punkt wäre. Magister Militaris Ares und Lady Helmchen bleiben mit dreißig Arcoflagellanten zurück, um die inzwischen auf den Wagen zurückgewuchtete Bombe zu verteidigen.

Mit den anderen Flagellanten bewegen wir uns in Richtung der Mitte des Schiffes. Die Gänge und Böden sind mit organischen Material überzogen. Tentakel peitschen scheinbar unkontrolliert, bis sie von der Schneide von Blitzgewitter zerschnitten werden. Reißzahnbewehrte Mäuler schnappen geifernd nach uns und nerven mit Lügen, die perfide mit Wahrheit gewürzt sind. Augen starren hasserfüllt, bis ich sie aussteche. Schwertdämonen kommen uns entgegen, nur um zu lernen, dass sie mir nicht gewachsen sind. Ich bin die Vernichtung des Bösen und meine Taten heiligen mich. Imps schießen immer wieder auf uns zu, aber "Himmelssturm" pflückt sie aus dem Flug. Und die wenigen die nah herankommen, werden von "Blitzgewitter" gerichtet. Der Pfad der Rechtschaffenheit ist mit den Überresten der Verdammnis gepflastert.

Schließlich kommen wir zum Bestrafungszentrum des Inquisitionsschiffes. Das ist nicht für Ketzer, sondern für Arbeiter, die ihre Norm nicht erfüllen. Ein Ort des Grauens, auch ohne dämonischen Einfluss. Der kommt natürlich noch dazu. Von der Decke hängen Käfige, in denen jammernde Gestalten kauern, hocken und stehen. Und ja, das alles gleichzeitig, denn sie haben Dutzende von Armen und Beinen. Ekelerregende Kreaturen, die herzzerreißend mich anflehen, sie zu befreien. "Himmelssturm" setzt ihrem Jammern ein Ende.

Schließlich stehen wir vor einem Engpass, der komplett aus organischen Material besteht. Arme ragen aus den Wänden und grapschen mit ihren Händen. Ein paar Feuerstöße später ist der Durchgang frei. Wir rücken vor und kommen in einen Art Gerichtssaal. Hier erwarten uns zwei berobte Gestalten, deren Gesichter von Kapuzen verborgen sind. Statt Arme haben sie Peitschen und sie treiben drei gar schreckliche Fleischbälle, die aus Unzähligen miteinander verwachsenen Armen und Beinen zu bestehen scheinen, auf uns zu.

Ich hebe "Himmelssturm" und entfessele einen Feuersturm auf den linken Inquisitionsknecht. Vier Löcher werden in seine Kutte gerissen, aber er steckt die Treffer weg. Fidilius gibt Nachschlag, aber das Ding steht immer noch. Die Kugeln greifen uns an. Ich pariere die kraftvollen Attacken und setze gekonnt einen Gegentreffer. Bruder Obskurus schwächt die Kreaturen. Meisterin Puppila versucht den Fleischball vor ihr zu treffen, aber ihre Bemühungen verpuffen leider an der unheiligen Aura dieser Kreaturen. Einer der Peitscher schlägt nach mir und durchdringt mein Schutzfeld. Autsch! Das hat jetzt wehgetan!

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Position:

Kessel

Yu´vath System

Äußerer Bereich

"Ignes et Amnestia"

Arbeiterquartiere

Bestrafungszentrum

Zeit: 2 008 786.M41

Das gibt Rache! Ich erwidere seine Attacken und meine Klinge wird zweimal von einem unheiligen Schutzfeld aufgehalten. Fidilius prügelt mit seinem Schockstab auf eine von diesen Kreaturen ein und verwundet es. Die Viecher versuchen uns weiter anzugreifen, scheitern aber kläglich. Bruder Obskurus versucht etwas, was aber keinen Effekt hier hat. Meisterin Puppila klopft eines der Fleischbällchen mit ihrem Energiehammer zu Schnitzel. Das Peitschending greift mich an, aber diesmal bin ich gewarnt. Ich weiche dem Hieb aus und meine Riposte tötet es. Ha, die Rache ist mein!

Als nächstes schneide ich das anhängliche Chaosding in Scheiben. Der Kampf kippt nun schnell zu unseren Gunsten. Nach und nach kämpfen wir das letzte der Fleischbällchen nieder und Bruder Obskurus überrascht uns, in dem er den letzten Inquisitionsschergen mit seinem Psistab erschlägt. Wir sichern den Bereich und Techpriester Fidilius legt die Melterladung. Ich hoffe mal, dass diese Ladung ausreicht, diesen Schwachpunkt strukturell so schwer zu beschädigen, dass sich die "Audacia" lösen kann.

Ich lasse den Zeitzünder aktivieren und gleiche den Countdown mit der "Audacia" ab. Die ist derweil unter massivem Druck, da an mehreren Stellen Dämonen ins Schiff fluten. Meine Truppen halten aber stand. Ein sehr bedenklicher Nebeneffekt des Chores ist, jeder hier ausgelöschter Dämon wird anschließend in den Chor gesogen. Bruder Obskurus hat alle Hände voll zu tun, diesen negativen Einfluss zu neutralisieren. Je mehr Kropszeug wir hier töten, desto schwieriger wird es werden. Und hier gibt es verdammt viele Dämonen.

Die Bombe detoniert. Eine deutliche Erschütterung läuft durch das Schiff. Aber der Schaden hält sich in Grenzen und der Ausbruchsversuch der "Audacia" scheitert schon, bevor er überhaupt anläuft. Wir müssen wohl noch weitere Stellen sprengen. Der nächste Punkt befindet sich im Maschinenraum. Inzwischen haben wir die Hälfte der uns begleitenden Arcoflagellanten eingebüßt. Einige sind vernichtet, andere stürmen einfach aus unserem Befehlsradius hinaus.

Schließlich kämpfen wir uns erfolgreich zu dem Maschinenraum durch. Hier steht alles in Flammen. Aber das ist kein normales Feuer, sondern die Flammen haben die Farben eines Regenbogens. In der Mitte des Raumes steht ein Thron aus, ja genau, Flammen! Darauf thront ein Gnom, dessen Kopf aus einem riesigen Auge besteht. An seinem Hals ist ein kleiner Mund, mit dem er sprechen kann.

Das Kerlchen trägt den Namen Karkos, Leser der Flammen und ist der Steuermann dieses Schiffes. Lady Anagai hat er schon lange nicht mehr gesehen. Sie scheint wohl doch kein Teil dieses Schiffes zu sein. Das ist nicht gut, den Nihilus zu zünden bringt also gar nichts. Da er so redselig ist, frage ich ihn etwas aus, da er auch noch ein Eingeweihter ist.

"Die "Audacia" diente nie dazu, den letzten der Yu´vath zu vernichten! Die Kammer des Chores ist sein Gefängnis, nicht mehr und auch nicht weniger", erklärt er uns und die Zeit des Redens ist vorbei.

Er beschwört ein Dutzend Flammenwesen, die wie Menschen aus Flammen aussehen. Ein durchaus bizarrer Anblick. Ich hebe Himmelssturm zu hoch und verfehle den kleinen Gnom auf dem Flammenthron. Meisterin Puppila haut eines der Flammenmännchen mit einem Schlag um. Aber der steht noch ein paar Sekunden etwas kleiner wieder auf. Alle Männchen sind etwas kleiner geworden, wahrscheinlich hängen sie irgendwie zusammen. Die Flammenmännchen gehen in die Offensive und ein Schlaghagel prasselt auf uns ein. Gut! Sollen sie mich nur im Nahkampf binden, werden schon sehen, was sie davon haben!

Während wir uns mit den Flammenwesen prügeln, bricht Techpriester Fidilius zu einer Steuerkonsole durch und erweckt den Maschinengeist des Antriebes. Brummelnd erwacht die Maschine aus einem Jahrhunderte währenden Schlaf, da dieses Schiff durch dunkle Hexerei und nicht durch gesegnete Maschinen des Maschinengottes angetrieben wurde.

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Position:

Kessel

Yu´vath System

Äußerer Bereich

"Ignes et Amnestia"

Maschinendeck

Zeit: 2 008 786.M41

Derweil liefert sich Bruder Obskurus mit dem Gnom ein psionisches Duell. Sie werfen sich gegenseitig finsterste Hexerei an den Kopf, die an in den meisten Fällen nichts Offensichtliches bewirkt.

Ich bin von einer Horde dieser Flammenmännchen umringt und schlage auf sie ein oder pariere einige ihrer Angriffe. Aber selbst meinem hochwertigen Schutzfeld gelingt es nicht, mich vollständig zu schützen und ich ziehe mir einige schmerzhafte Verletzungen zu. Aber Schlag für Schlag schwäche ich sie, bis sie anfangen, zusammen zu brechen. Schließlich steht keiner mehr von ihnen und ich strecke den verdammten Gnom mit Blitzgewitter nieder, nachdem ich ihn erreicht habe. Und damit ist Karkos Leser der Flammen, Geschichte und fällt in zwei Hälften geteilt in sich zusammen. Nun ja, leider nicht ganz, denn er hängt jetzt im Chor fest und sorgt kurzzeitig für Randale, bis er von Bruder Obskurus und dem Rest des Chores unter Kontrolle gebracht werden kann. So langsam füllt sich das Reservoir des Chores zu einem Punkt, wo ein Überschwappen möglich ist.

Wir ziehen weiter in Richtung des Munitorum des ehemaligen Inquisitionsschiffes. Schließlich explodieren die Triebwerke durch Überlastung, aber der "Audacia" gelingt es wieder nicht, sich aus der Umklammerung zu lösen. Thronverdammt! Dafür werden wir ganz schön durchgeschüttelt und einiges in unserem unmittelbaren Umfeld geht zu Bruch.

Bruder Obskurus heilt uns und es geht weiter. Wir kommen zu einem Gang, an dem an den Wänden Bilder hängen. Sie zeigen immer das Ende einer Auseinandersetzung. Hier sind die Ergebnisse der Questen ausgehängt, die Lady Anagais Spieler im Laufe der Jahrhunderte ausgetragen haben. Ich sehe Wrath Umbold, wie er vom Halbling ermordet wurde. Ich sehe mich über ein Meer aus Schlangen hervorragen. Und ich sehe ein Bild, wie ich einer Frau in Servorüstung unterliege, die eindeutig die Insignien der Inquisition trägt. Das sieht nicht gut aus. Aber davon lass ich mich nicht demoralisieren. Ich bin Flavion Conari und nichts in dieser Galaxis oder aus dem Imperatorverdammten Warp vermag mich aufzuhalten!

Wir erreichen das Munitorum und werden von zwei Wesen erwartet, die nur aus Waffen zu bestehen scheinen. Ein großer Haufen von gefährlichen Schusswaffen, deren Läufe bedrohlich in unsere Richtung weisen. Bruder Obskurus erledigt diese fast im Alleingang. Gut gemacht! Wir können vier uralte Hochenergielaser und einen uralten Raketenwerfer mit Munitionszuführung bergen. Das hat sich ja schon gelohnt.

Techpriester Fidilius verkabelt ein paar der seit anderthalb Jahrtausenden hier herumstehenden Geschosse und setzt einen Zeitzünder. Ich gleiche den Countdown mal wieder mit der "Audacia" ab. Bis jetzt konnten alle Angriffe abgewehrt werden und die Besatzung ist noch guter Dinge. Jedenfalls die, welche noch nicht wahnsinnig geworden sind. Nicht gut!

Wir gewinnen Abstand und dann geht ein gewaltiger Rumms durch das Schiff. Würden wir nicht schon auf dem Boden liegen, uns hätte es von den Beinen gefegt. Die "Audacia" gibt Schub und hätte es beinahe geschafft. Aber leider geht auch der dritte Versuch in die Hose. Thronverdammt!

Jetzt sind nur noch zwei Punkte übrig. Die sehr weit und sicherlich gut verteidigte Brücke oder das Konfesorium, wo ein Bild meinen Tod verheißt. Beides wird hart werden, aber das Konfesorium liegt näher. Und ich habe keine Angst vor einer Prophezeiung. Ich bin meines eigenen Glückes Schmiedes!

Wir kommen nun fast unbehelligt voran, als wollte der Feind, dass wir diese Richtung einschlagen. Nun, sie wissen so oder so, dass wir genau dorthin wollen oder müssen. Hier kommen wir in Bereiche, wo die Statuen imperialer Heiliger unberührt sind. Als würden sie immer noch eine heilige Aura ausstrahlen. Das ist seltsam in einer solch bizarren, vom Chaos korrumpierten Umgebung.

Wir kommen an acht Gestellen aus Adamantium vorbei, an denen je ein Inquisitor in Servorüstung gefesselt ist. Obwohl, verschmolzen wäre der richtige Ausdruck. Münder und Augen sind ihnen zugenäht worden. Irgendeine unheilige Kraft hält sie wohl schon seit anderthalb Jahrtausenden in diesen Zustand. Eine schreckliche Art zu scheitern. Das mag mir als mahnendes Beispiel dienen. Mit dem notwendigen Hass im Herzen betrete ich die entweihte Kapelle im Herzen des Konfesoriums.

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Position:

Kessel

Yu´vath System

Äußerer Bereich

"Ignes et Amnestia"

Konfessorium

Zeit: 2 008 786.M41

Vor einer geschändeten Statue des Imperators kniet eine Frau in Servorüstung mit den Insignien der Inquisition. Man braucht kein Genie zu sein um diese Person als Inquisitorin Mikea Urati zu identifizieren, Lordkapitän der "Ignes et Amnestia", eine der treibenden Kräfte hinter dem Angevin Kreuzzug und zu Lebzeiten voreilig selig gesprochen. Definitiv zum Erzfeind übergelaufen. Und es scheint sich dabei nicht um Lady Anagai zu handeln. Irgendwie fühle ich, dass dies nicht ein und dieselbe Person ist.

"Inquisitorin Mikea Urati nehme ich an?", frage ich sie.

"Sieh an, Conari. Ihr habt es also bis hier her geschafft."

"Lordkapitän Conari! Soviel Zeit sollte immer sein! Warum habt Ihr die Seiten gewechselt? Warum habt Ihr das Licht des Imperators verlassen?"

"Weil ich gesehen habe, wie ein Wesen so unglaublich mächtig ist, dass es innerhalb eines Liedschlages mit nur einem einzigen Gedanken Millionen auslöschen kann. Wie können wir Menschen da behaupten, die Galaxis gehöre uns? Das Wesen, das Ihr Lady Anagai nennt, hat mir die Augen geöffnet über die Galaxis, wie sie wirklich ist. Wie unbedeutend wir Menschen sind. Es ist alles so sinnlos, was wir tun." Gut, ich muss einen Befehl formulieren, um mit einem Lanzenschlag Millionen von Leben umzubringen. Aber deswegen sind wir Menschen nicht unbedeutend. Die gute Frau hat wahrlich einen Dachschaden.

"Euer Glaube ist so schwach? Wie konntet Ihr dann je Inquisitorin werden?", frage ich sie und als Antwort greift sie an. Aus ihrem Rücken wachsen sechs spinnenbeinartige Extremitäten, mit denen sie angreifen oder parieren kann. Holla!

Meisterin Puppila schießt und die Inquisitorin schwebt schon beinahe trotz ihrer schweren Servorüstung an der Garbe vorbei. Aber dann bin ich dran, durch mein Schwert fließt der Zorn des Imperators! Zwei kräftige Hiebe bringen sie zum Bluten, während ihr kraftvoller Schlag an meiner Parade abgleitet. Fidilius schießt zuerst auf sie und trifft sie sogar einmal. Bruder Obskurus versucht sie zu schwächen, was ihm auch hin und wieder gelingt.

Nach dem fulminanten Beginn wird die Sache recht zäh. Die meisten Attacken werden von ihren Spinnenbeinen abgewehrt. Und die wenigen, die daran vorbei kommen, scheitern an ihrem guten Kraftfeld. Thronverdammt!

Allerdings ergeht es ihr auch nicht besser. Ihre Schläge prallen an meinen Paraden ab, auch wenn es mir selten gelingt, eine Riposte ins Ziel zu bringen, damit sie wiederum parieren muss. Schließlich hört sie auf mit ihren Spinnenbeinen zu parieren und greift mit ihnen an. Diesem Schlaghagel kann ich nichts entgegen setzen und werde schwer verwundet. Bruder Obskurus heilt mich zwar sofort, aber nicht wirklich gut und die verdammte Inquisitorin setzt vehement nach. Ich bekomme jetzt zwar jede dritte Attacke durch, aber sie setzt mich immer stärker unter Druck. Sie trifft ein weiteres Mal hart und ich taumle zurück, sie setzt nach und gerade so kann ich parieren. Dann testet sie mein Schutzfeld, was leider versagt und verwundet mich zum Glück nur oberflächlich. Die Heilung von Bruder Obskurus ist nur Kosmetik. Angeschlagen löse ich mich aus dem Nahkampf, nachdem ich meine Rachegelüste überwunden habe. Das ist eine dieser seltenen Augenblicke, wo ich mich aus meinen Nahkampf aus eigenem Willen löse, lösen muss. Ihre Art mit den sechs zusätzlichen Gliedmaßen zu kämpfen ist etwas, was ich nicht kontern kann.

Ich hebe Himmelssturm und lasse ihn für mich sprechen. Seine Worte sind explosiv und scharf. Sie ist schwer verwundet, genauso wie ich. Voller Hass greift sie mich an. Im letzten Moment weiche ich aus, mache einen schnellen Ausfallschritt und spieße sie seitlich auf.

"Noch keiner meiner Gegner hat mich so gefordert!", zolle ich ihr Respekt. Sie mag gefallen sein, verdammt im Angesicht des Imperators, aber sie war mir überlegen und ich bin ehrlich genug, das auch zugeben zu können. Trotzdem habe ich sie nun doch besiegt.

"Das nützt Euch gar nichts!", meint sie voller Hass und stirbt. Und schwupps, ist sie im Chor zu einem weiteren Problem geworden, was mächtig für Ärger sorgt. Thronverdammt!

Bruder Obskurus hat jetzt eine dritte Fraktion, die für Aufruhr sorgt, da sie nicht einfach in den Pool der Dämonen flutscht, wie das andere Kroppzeug bis jetzt. Aber der Astropath bekommt das irgendwie hin, dass er auch diesmal die Kontrolle darüber behält.

Fidilius legt die nächste Melterbombe und wir machen, dass wir von hier wegkommen. Ich nehme als Beweis die Rosette, das säulenförmige Symbol der Inquisition von der Inquisitorin mit. Immerhin war auf sie und das Schiff ein Vermögen als Kopfgeld ausgesetzt. Meisterin Puppila schnappt sich ihren Säbel, Bruder Obskurus ihre Archäotech Laserpistole. Ich hätte gerne ihren gesamten Körper samt Rüstung mitgenommen, aber so bleibt es halt beim Kopf, den ich auch noch mitnehmen lasse. Nichts wie weg hier!

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Kessel

Yu´vath System

Äußerer Bereich

"Ignes et Amnestia"

Mitteldeck

Zeit: 2 008 786.M41

Ich hoffe mal, dass diese Sprengung reichen wird, die Struktur der "Ignes et Amnestia" zu zerstören. Während wir noch durch die Gänge hasten, lasse ich schon mal den Nihilus zurück ins Sturmboot schaffen. Mir ist schleierhaft, wie diese Waffe Lady Anagai töten soll. Wir könnten zwar jetzt noch zur Brücke stürmen, aber ich schätze mal, sie ist ein richtiger Dämon und gar nicht an Bord dieses Schiffes. Vielleicht ist die "Ignes et Amnestia" nur ein riesiger Köder, um den Nihilus zu verschwenden. Offensichtlich will sie ja nicht, dass der Yu´vath getötet wird. Mit dieser Waffe schaffen wir das wirklich. Keine Überreste, keine Probleme!

Wir erreichen das Sturmboot und der Countdown läuft ab. Die Explosion erschüttert das schwere Schiff. Die Triebwerke der "Audacia" laufen auf Volllast. Es gibt einen Ruck und die "Ignes et Amnestia" zerbricht einfach in zwei Teile. Wir lösen uns von dem sterbenden Schiff und trieben in einer Wolke aus Trümmern. Althea startet unsere Triebwerke und bringt uns raus. Die "Audacia" hat sich derweil aus dem Griff der Tentakel gelöst. Nun greifen uns wieder kleine Rochen an. Die Munitionsvorräte unserer schweren Waffen haben schon rapide abgenommen, aber wir klemmen uns hinter die Kontrollen und geben dem Dämonenpack eins auf dem Weg. Die "Audacia" eröffnet nun das Feuer auf das erste Bruchstück des zerstörten Dämonenschiffes. Derweil bringt uns Althea heil zurück an Bord meines Schiffes. Endlich wieder daheim, auch wenn ihre Landung ziemlich ruppig verläuft.

Aber der Kampf ist noch nicht vorbei. Sofort eile ich hoch zur Brücke und leite das Feuer auf das andere Bruchstück. Salve aus Salve fährt in die Trümmer und sprengt sie in immer kleinere Stücke bis nur eine riesige Masse auseinandertreibender Trümmerstücke übrig geblieben ist. Eine kleine Flotte von acht Eldarschiffen hat inzwischen die restlichen Stryxiskarawanen nieder gekämpft. Auch einen Großteil der Rochen.

Machenko von der Fregatte "Hohes Risiko" meldet, sie hätte im Trümmerfeld einen Mond gefunden, auf dem es deutliche Strukturen der Bebauung gibt. Sofort weise ich sie an, großen Abstand zu diesem Objekt zu halten, da diese wohl das Versteck des letzten Yu´vath ist. Endlich haben wir ihn gefunden. Die Zeit der Entscheidung ist gekommen.

In dem Moment ertönt ein Sicherheitsalarm vor der Brücke. Wir werden angegriffen! Thronverdammt! Ich dachte, der Astropathische Chor hätte die Dämonen unter Kontrolle? Gefechtslärm ist von der vor der Brücke befindlichen Sicherheitsstation zu hören, der aber nach wenigen Augenblicken verstummt. Dann wird das Sicherheitsschott aus den Angeln gerissen. Offensichtlich hat Lady Anagai die Bühne betreten und sie scheint stinkesauer zu sein. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber es ist Josephina, welche die Brücke betritt. Noch während ich mit meinem Schock kämpfe, ertönt ihre Stimme.

"Conari! Ihr habt mich wirklich wütend gemacht! Wirklich wütend! Seit Jahrhunderten war ich nicht mehr gezwungen, diese stinkende und schmutzige reale Ebene zu betreten. Ich habe Euch alles gegeben, um diese Mission zu erfüllen! Ihr seid ein verdammter Narr, zu glauben, sich gegen mich stellen zu können!"

"Du fiese Bestie! Du gemeines hinterlistiges Miststück! Vierhundert aktive Psioniker an Bord dieses Schiffes und Ihr wählt ausgerechnet meine Konkubine?", frage ich aufgebracht.

"Als Strafe für Euren Ungehorsam!" Dafür wird diese Höllenschlampe büßen!

"Was wollt Ihr wirklich mit dem Yu´vath anstellen. Ihn von mir vernichten zu lassen, war nie Euer wahrer Plan!"

"Da habt Ihr Recht! Die "Audacia" wird seinen weltlichen Körper zerstören und sein Bewusstsein hier fangen. Ihr habt keine Ahnung, wie mächtig diese Kreatur erst werden wird, wenn ich sie gezähmt und zu meinem Werkzeug gemacht habe. Mit ihm werde ich die Galaxis mit Wandel überziehen. Es wird so herrlich werden! Aber genug Zeit mit Reden verschwendet! Zeit zu sterben, Conari!" Mit diesen Worten zerreißt es meine Konkubine und heraus tritt ein riesiges geflügeltes Wesen, was an einen Vogel mit einem großen Schnabel erinnert. Thronverdammt!

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Kessel

Yu´vath System

Äußerer Bereich

"Audacia"

Brücke

Zeit: 2 008 786.M41

"Ja! Zeit für dich zu sterben, Miststück!", rufe ich und Himmelssturm lässt meinen Worten Taten folgen. Immerhin drei Projektile treffen und der Zorn ist mit mir! Ein guter Anfang! Althea hat leider nicht so viel Glück, auch wenn sie gut trifft, kann nur eines ihrer Geschosse das Kraftfeld überwinden und hinterlässt keine Wunde. Anagai beschwört ein Höllenfeuer auf den unteren Teil der Brücke! Crewmitglieder erleiden dort einen schrecklichen Tod! Lady Marati befindet sich in ihrer Eldarkleidung auf der Brücke und wirft aus sicherer Entfernung kleine leuchtende Sternchen auf die Dämonin. Ob die wirklich Schaden machen, kann ich nicht erkennen. Aber ich weiß diese Geste der Hilfe durchaus zu schätzen.

"Räumt die Brücke! Schafft die restlichen Flagellanten her!", befehle ich mit ruhiger Stimme in diesem Inferno. Äußerlich bin ich ruhig, aber innerlich tobt in mir die Hölle. Erst jetzt wird mir klar, wie sehr ich meine Konkubine eigentlich geliebt habe. Techpriester Fidilius hat auch kein Glück dabei, das Kraftfeld zu überwinden. Nun denn. Bruder Obskurus versucht sich mit einem psionischen Duell zu messen, unterliegt aber leider.

Lady Anagai versucht unheilige Hexerei gegen mich einzusetzen, aber in den Strahl wirft sich mein tapferer Brückenoffizier Leutnant Renard Exton der schon einen Arm für mich geopfert hat. Jetzt opfert er Körper und Seele für mich. Thronverdammt! Der arme Kerl verwandelt sich in eine Chaosbestie, um die sich Althea mit ihrem Hammer kümmert. Meinem Sturmbolter gelingt es nur einmal eine Lücke zu finden und reiße eine weitere Wunde. Fidilius verfehlt komplett. Auch Bruder Obskurus kann nichts ausrichten.

Sie zupft an Schicksalsfäden und würgt mir damit einiges rein. Alte Wunden reißen wieder auf und ich bin ziemlich schwer angeschlagen. Mein Sturmbolter wütet weiter, aber wieder kommt nur ein Projektil durch. Nicht gut! Dafür hat Fidilius mit seinem Plasmawerfer größeres Glück. Todesmutig stürmt Bruder Obskurus mit seiner PSI Waffe mit Lady Anagai in den Nahkampf, aber seine Attacke prallt wirkungslos ab. Blaue Horrors greifen uns aus dem Feuer heraus an, aber die erste Welle wird von Althea und mir zerschmettert.

Der Dämon versucht den lästigen Psioniker im Nahkampf zu töten, scheitert aber an der harten Panzerung von Bruder Obskurus. Unser Schneemännchen besteht aus Eisstahl. Seine Gegenattacke verpufft dabei ebenso. Ich schieße weiter und von den nächsten drei Salven kommen ganze zwei Projektile durch. Momentan spielt Lady Anagai lieber mit Bruder Obskurus, da sie seine PSI Waffe fürchtet.

Weitere Horrors greifen an, die aber Meisterin Puppila abgewehrt werden. Fidilius stürmt todesmutig ebenfalls in den Nahkampf, kann mit seinem Stab aber nicht wirklich was ausrichten. Lady Anagai beschwört eine Feuerlohe, welche Bruder Obskurus oberflächlich ankratzt und Fidilius beinahe tötet. Allerdings beginnt Bruder Obskurus nun zu schmelzen. Nicht gut!

Lady Anagai hat genug davon, mit meinen Lakaien zu spielen, teleportiert und ploppt direkt vor mir auf. Ihr Schnabel rast auf mich zu, aber ich kann ihn gerade so mit meiner Klinge abwehren. Puh! Dahinter steckt eine wahnsinnige Kraft. Riposte geht leider fehl. Dafür trifft sie mich mit ihrem großen Stab nur einmal. Ich pariere ihre langsame Attacke und gebe ihr mit Donnerwetter gleich noch einen auf den Weg. Nur wenige haben einen Nahkampf mit mir bisher lange überlebt. Und zwei weitere Attacken finden ihren Weg zu ihrem Körper. Der Imperator ist mit den Seinen! Der Hass und die Trauer in meinem Herzen geben mir die Kraft, mich dieser Abscheulichkeit ohne Furcht zu stellen!

Meisterin Puppila schlägt nun ebenfalls mit ihrem Energiehammer wuchtig auf diese Ding ein. Bruder Obskurus gesellt sich zu uns und nur Fidilius hält sich schwer angeschlagen und reparaturbedürftig etwas im Hintergrund und schießt mit seinem mannigfaltigen Waffenarsenal auf diesen verdammten Dämon! Der Großteil der Brücke ist nun endlich evakuiert und eine weitere Wachmannschaft unter Wachtmeister Loredo greift ein. Sie beginnen auf das Ding zu schießen. Lady Anagai gibt den Wachen den Befehl, das Feuer auf uns zu eröffnen und unter dem Bann der unheiligen Hexerei tun sie das auch. Wieder mal schramme ich knapp am Tod vorbei. Thronverdammt!

Ich lande zwei weitere Treffer und schwäche die Kreatur so, dass Bruder Obskurus endlich mit seiner PSI-Waffe trifft. Er kommt durch und schafft sich zu fokussieren. Das ist zu viel für Lady Anagai und der Dämon zerspringt in tausend blaue Scherben. Nun wird ihr Bewusstsein in den Chor gezogen.

"Ich kann sie nicht aufhalten!", ruft Bruder Obskurus mit letzter Kraft. Wir rennen alle zum Thron und ich entsperre die Klappe, welche den Sprengkopf für den Chor enthält.

"Vergib mir!", meine ich zu dem Astropathen und drücke den Knopf, drehe ihn um ein Viertel im Uhrzeigersinn und dann komplett nach unten. Kurz zuvor beginnt Bruder Obskurus von innen heraus blau zu leuchten, dann zerspringt er wie zuvor der Dämon. Das dürfte auch Lady Anagai nicht überleben, ihr Bewusstsein in vierhundert Teile zu spalten und dann gesprengt zu werden. Wir haben gesiegt, aber der Sieg war teuer erkauft.

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Kessel

Yu´vath System

Äußerer Bereich

"Audacia"

Brücke

Zeit: 2 008 787.M41

Die Feuer sind gelöscht, die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Ich habe die Knochenschinder herbeordert und einen ihrer Torpedos in unsere Ladeluke bringen lassen. Die Thuleaner haben den Nihilus darauf montiert und die Waffe ist scharf. Die "Audacia" bringt sich in Position. Einen Torpedo aus einer Ladeluke abzufeuern wäre im Raumkampf absoluter Schwachsinn. Aber wir zielen ja auf einen Mond. Der weicht weder aus, noch schießt er zurück.

Wir werden von Stryxis auf allen Frequenzen angefunkt. Der Tenor ist immer der Gleiche. Sie fordern, dass wir sofort ihr System verlassen und ihren Gott in Ruhe lassen. Sie drohen, sie flehen und sie versuchen zu bestechen. Ihr Gewinsel ist jämmerlich. Auf maximale Reichweite beginne ich einen mehrstündigen Feuersturm auf den Mond mit den Makrokanonen zu entfesseln. Breitseite auf Breitseite zerstöre ich alle Strukturen auf der Oberfläche. Mir ist klar, dass ich damit den Yu´vath nicht töten kann. Aber ich will keine Waffensystem dort haben, die mein Torpedo abfangen könnten. Schließlich lasse ich das Feuer einstellen und boote den Torpedo aus. Ein Guncutter zieht ihn heraus und bringt den Torpedo mit dem Nihilus in Position. Dann bringt sich der selbstmörderische Maschinengeist des Torpedos auf Kurs und beschleunigt langsam aber stetig seinem Ziel entgegen. Auf dem Holoschirm schaue ich zu, wie der Marschflugkörper aufschlägt und es passiert... nichts Sichtbares. Aber ich bekomme von Lady Helmchen bald Bescheid, dass nichts mehr auf dem Mond lebt. So geht er hin, der letzte der Yu´vath, vollkommen unspektakulär. Gerade habe ich eine Spezies ausgelöscht. Wir haben den ultimativen Endsieg errungen. Lady Anagai ist zersplittert, die Yu´vath vernichtet und die "Ignes et Amnestia" zerstört. Aber die Trauer über Josephina, Bruder Obskurus und Leutnant Renard Exton überschatten meine Freude über diesen Sieg.

Es ist vorbei! Endlich vorbei! Tief atme ich mehrmals aus und ein. Versuche zu begreifen, was das nun bedeutet. Ich habe das Schicksal geschlagen. Einen der gefährlichsten Xenos vernichtet und damit seine Rasse ausgelöscht. Aber ich wünschte trotzdem, ich wäre Lady Anagai nie begegnet. Letztendlich hatte ich nie eine Wahl. Wäre ich damals in der Klause ihren Ruf nicht gefolgt, sie hätte mich auf andere Weise behelligt. So wie sie das mit jedem Kapitän der "Audacia" seit Jahrhunderten gemacht hat. Ein Spielstein in einem Spiel und ich habe gerade den Spieler erledigt. Ich hoffe, dass ihre Fragmente von all jenen ausgelöscht worden sind, die sie seit Jahrtausenden gequält hat. Sie hat ja nicht nur Wesen dieser Ebene versklavt, sondern auch einige des Warps. Und ich hoffe, dass sie auf diese Gelegenheit gelauert haben und diesen Moment der absoluten Schwäche genutzt haben, um es diesem Dämon heim zu zahlen. Oder vielleicht hat sich auch der Imperator nun ihrer angenommen. Wer weiß das schon.

Lady Marati gratuliert mir als erste. Ich kann stolz auf mich sein. Ja, das kann ich. Mehrere gewaltige Bedrohungen für die Menschheit, für die Weite habe ich ausgelöscht, aber der Preis war zu hoch für meinen Geschmack. Der Warpsturm um uns bricht zusammen und tausende von Systemen sind nun wieder frei zugänglich. Die Eldar setzt zu einem ihrer Schiffe über, der Vorhang über dieses Stück ist gefallen. Wir scheiden in Freundschaft und gegenseitigem Respekt. Ich habe viel gelernt und betrachte dieses Xenos als mein Freund. Es gibt gute Xenos, das weiß ich jetzt nun!

Das erste System, das ich anschließend entdecke, nenne ich Josephina. So wird später auch meine zweite Tochter heißen. Carmina hat überlebt, auch wenn sie ziemlich durch den Wind ist. Es wäre klüger gewesen, für dieses Gefecht alles überflüssige Personal zu Hause zu lassen. Aber wirklich sicher ist es nirgendwo. Wie auch immer, hinterher ist man ja immer schlauer. Zu Ehren von Bruder Obskurus benenne ich die ehemalige "Leerenstürmer" in "Bruder Obskurus letzter Triumph" um, die Besatzung nennt das Schiff aber bald nur noch "Bolt". Im Kessel erschaffe ich mir ein zweites Reich und werde der mächtigste Mann der Weite. Meine geliebte Frau, ja aus unserer Zweckehe wird eine große Liebe, schenkt mir sieben Kinder, vier Söhne und drei Töchter.

In den nächsten Jahren kolonisiere ich über hundert Welten. Allen meinen Gefolgsleuten und Vassalen überlasse ich schließlich ein System, auf dem sie Gouverneure meines Reiches sein dürfen.

Aber der Krieg lässt mich nicht los und ich kämpfe in vielen. Ich rotte den Klan der Saynays aus. Lösche die Flotte des Gesichtslosen Fürsten und die des Engelstöters aus. Aber tötet man den einen Kriegsherrn des Chaos, kommt ein neuer, mit neuen Schiffen, neuen Männern, neuen abscheulichen Taten.

Mit der Zeit habe ich mich auch mit Calligos gut verstanden. Wir haben unsere Interessensphären aufgeteilt und auch viele gemeinsame Projekte angestoßen. Die Orks von den Hunert Hunert Zähnen haben wir ordentlich verprügelt. Aber wirklich vertreiben konnten wir sie leider auch nicht.

Ein stetiger Strom neuer Siedler dringt seit vielen Jahren auf meinen Schiffen in die Weite, denn diese Menschen wissen, dass ich sie niemals als Sklaven verkaufen würde. Sie müssen viele Jahre in meinen Diensten arbeiten, um den Transfer zu bezahlen, aber hier in der Weite erwartet diese tapferen Menschen ein lebenswertes Leben.

Dies waren die Abenteuer von Flavion Conari. Befreier von Maleziel. Verteidiger von Damaris. Träger des Blauen Sterns. Vollstrecker der Kirche. Auslöscher der Techhäresie auf Illusk. Zerstörer von Frevel. Dämonentöter. Vernichter des letzten Yu´vath. Freund der Eldar. Lordkapitän der "Audacia". Ehemann, Vater und Begründer einer Dynastie.

Gespielt am 04.10.2014

Spielleiter: Stefan

SC:

Flavion Conari Freihändler

Althea Puppila Meisterin der Leere

Bruder Obskurus Astropath

Fidilius Techpriester

EP: 2000

Besiegte Feinde:

Lady Anagai

ca. 6 Horrors

"Ignes et Amnestia"

2 Peitschendämonen

3 Dämonische Fleischbällchen

1 gefallene Inquisitorin

1 Hutzelmännchen

12 Flammenmännchen

unbekannte Anzahl an Schwertdämonen

Der letzte der Yu´vath

Beute:

Das Raumgebiet um Kessel

400 Verkäufe Kopfgeld für die "Ignes et Amnestia"

1 Säule der Inquisition

1 Archäotech Raketenwerfer

1 Archäotech Laserpistole

1 Energieschwert

1 Stab der Anagai

1 Amulett der Anagai

Verluste:

Bruder Obskurus

Konkubine Josephina

Der arme Leutnant Renard Exton

Tausende Namenloser Crewmitglieder

Gedanke des Tages

Der zweite Teil des Finales. So endet es also um 23.00 Uhr am 04.10.2014. Eine Ära ist zu Ende gegangen. Bitter der Triumph. Wir haben gesiegt, aber der Preis war hoch. Der Endkampf war knackig, der Verlust von Josephina traf mich mitten in mein Herz. Snüff! Ich werde sie vermissen. Auf einem Schiff mit über vierhundert aktiven Psionikern ausgerechnet jene zu besetzen, die keine Kräfte einsetzt, ist natürlich flufftechnisch recht grenzwertig. Auch ein großer Dämon ist gewissen Gesetzen unterworfen. Dämonen können nun mal nicht nach Belieben hin und her flutschen, sondern brauchen einen Zugang. Ein Psioniker kann als Portal dienen, aber dafür muss er eine Kraft einsetzen, sprich Warpenergie kanalisieren.

Aber wir waren erfolgreich und das Wichtigste, es hat mir riesigen Spaß bereitet. Leider ist es nun vorbei. Ich hätte gerne noch das eine oder andere Projekt angestoßen. Aber es hat nicht sollen sein.

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an unseren Spielleiter Stefan. Er führte uns in Shadowrun durch die halbe Welt, besonders am Ende durch China. In den Forgotten Realms erforschten wir Sembia und bestanden ein großartiges Abenteuer. Nun haben wir die Koronusweite erforscht und die Menschheit vor einem mächtigen Feind bewahrt. Es war mal eine coole Abwechslung, unglaublich mächtig zu sein.

Und natürlich auch riesiges Dankeschön an meinen Lektor SHOKer, der immer schnell alle Kapitel bearbeitet hat.

Flavion zu spielen hat mir großen Spaß gemacht. Frech und arrogant, ohne Furcht, aber mit viel Tadel. Schneidig und galant. Ein wahrer Held und ein kleiner Schuft. Ich werde auch ihn vermissen. Es war eine schöne Zeit, ich wollte sie nicht missen.

Das System Freihändler hat ziemlich viele Macken. Eine innere Balance ist nicht wirklich zu erreichen. Das Machtlevel innerhalb der Gruppe kippt sehr schnell in Richtung der psionisch Aktiven. Über andere Bücher gibt es zwar Abwehrmaßnahmen, aber 20% mehr Schutz ist nicht wirklich viel. OK, Bruder Obskurus hat durch den Chor Wahnsinnsboni auf alles bekommen, trotzdem war er quasi unsterblich dank Telekinetsichen Schutzschild, der sogar einen Melter zu einem Witz macht. Also eine Waffe, die jeden anderen mit mathematischer Sicherheit von Voll ins Minus bringt.

Tja, und natürlich hier noch ein großes Dankeschön an alle Leser, die mir bis jetzt die Treue gehalten haben. Die mich auf dieser Reise begleitet haben.

Momentan werkle ich noch an einer Bonusgeschichte, frei von mir erfunden, die ein Crossover mit Star Wars beinhaltet.

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Danke dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast.

Dein Schreibstil hat mir wieder überaus gut gefallen und ich habe jedem neuen Teil entgegengefiebert. Natürlich auch größtes Lob an euren Spielleiter, der eine großartige Geschichte ermöglicht hat.

Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich Flavions Erlebnisse nicht so mitreißend und packend fand wie Kiaras Abenteuer. Dafür um einiges mehr Action, Raumschlachten, Blut und Morde und sogar nur ein mal Space Marines, schön episch inszeniert (zumindest in der Geschichte).

Ich freu mich schon auf die Bonusgeschichte.

 

Nun noch die Frage der Fragen: Gibt es schon ein Neues Projekt von deiner talentierten Feder?

 

Viele Grüße

Avalus

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Danke dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast.

Dein Schreibstil hat mir wieder überaus gut gefallen und ich habe jedem neuen Teil entgegengefiebert. Natürlich auch größtes Lob an euren Spielleiter, der eine großartige Geschichte ermöglicht hat.

Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich Flavions Erlebnisse nicht so mitreißend und packend fand wie Kiaras Abenteuer. Dafür um einiges mehr Action, Raumschlachten, Blut und Morde und sogar nur ein mal Space Marines, schön episch inszeniert (zumindest in der Geschichte).

Ich freu mich schon auf die Bonusgeschichte.

 

Nun noch die Frage der Fragen: Gibt es schon ein Neues Projekt von deiner talentierten Feder?

 

Viele Grüße

Avalus

Vielen herzlichen Dank für dein liebes Feedback. Hier auf Fanfiction.de findest du meine neusten Projekte:

http://fanfiktion.de/u/Nakago

bearbeitet von Nakago
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Danke für diese tolle Geschichte und deine Mühen. Schade das es vorbei ist. Hat echt Spaß gemacht es zu lesen und macht Laune auf mehr. Mal gucken was du noch so geschrieben hast.

 

Gruß

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