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Barbarus

Freie Marktwirtschaft & Planwirtschaft / Zentralverwaltungswirtschaft

312 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben (bearbeitet)

Zitat

Führen kann ich sie aber trotzdem. Dafür brauchen die natürlich Freiheit in der Planung und Ausführung und ich muß mich auf deren Entscheidung verlassen.

Das ist aber was anderes als ne Idee auf den Tisch werfen und "macht mal" zu sagen, später gern kombiniert mit rotem Kopf, wenn das Geforderte entweder gar nicht oder so nicht möglich ist. Bisschen Wissen über das, was die Truppe eigentlich macht, ist schon wichtig.

Meine Frau ist Regulatorin in der Medizintechnik, die kriegt immer wieder nen Affen, wenn sie den Kunden nachtelefonieren und denen erklären darf, dass das, was das Marketing und Sales ihnen versprochen hat, mit dem Produkt technisch gar nicht geht oder bspw. gewünschte und von den Verkäufern versprochene Änderungen schlicht und einfach illegal wären.

bearbeitet von Bloodknight
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vor 1 Stunde schrieb Bodkin:

Na, nicht unbedingt. Ich hab in meinem Betrieb einige Spezialisten, die in ihrem Gebiet definitiv mehr drauf haben als ich, der Chef. Ich hab auch gar nicht die Möglichkeit deren Vorsprung aufzuholen, denn dafür braucht man schlicht tägliche Übung. Ich kann zwar für Angestellte 1 in der Dokumentation oder Angestellte 2 im Labor im Notfall einspringen, aber ich erreiche nie deren Fertigkeit oder Expertise.

Natürlich könnte ich mich weiter in deren Materie einarbeiten. Die Grenze ist der Sternenhimmel! Ich hab aber noch andere Hobbies... ;) 

 

Führen kann ich sie aber trotzdem. Dafür brauchen die natürlich Freiheit in der Planung und Ausführung und ich muß mich auf deren Entscheidung verlassen.

So oder so ist aber klar, daß ICH den Kopf hinhalten muß, wenn was schief geht - egal, wer den Mist gebaut hat. 

 

 

Ich erwarte nicht, dass der Chef selbst zum Spezialisten wird, aber wenn er nicht selbst vom Fach ist, dann muss er willens sein sich trotzdem mit den Problemen auseinander zu setzen.

Barbarus hat deutlich formuliert, dass er genau das nicht möchte.

Ließ dir bitte also noch mal durch mit welcher Haltung sich Barbarus als Teamleiter sieht.

Und solltest du danach noch der Ansicht sein, dass er ein guter Chef wäre, dann würde ich mich über eine Erklärung dazu deinerseits sehr freue. Wäre auf jeden Fall eine Interessante Sichtweise :).

 

Ansonsten kann ich mich Bloodknight nur anschließen.

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Zitat

Barbarus hat deutlich formuliert, dass er genau das nicht möchte.

Ließ dir bitte also noch mal durch mit welcher Haltung sich Barbarus als Teamleiter sieht.

 

OK, hab ich. Aber ich versteh Barbarus eben nicht so, wie Bloodknight es darlegt:

Zitat

Das ist aber was anderes als ne Idee auf den Tisch werfen und "macht mal" zu sagen, später gern kombiniert mit rotem Kopf, wenn das Geforderte entweder gar nicht oder so nicht möglich ist.

 

Denn Barbarus spricht von den Details, die ihn nicht interessieren.

Zitat

Und es ist definitiv so, dass mich Details der Problemlösung nicht interessieren.

 

Und das kann ich nachvollziehen. Wenn ich als Chef jedes Detail hinterfrage, kann ich es auch gleich selbst machen.

Es kommt halt auf die Dringlichkeit und die Größe des Problems an. Im entspannteren Alltagstrott reicht auch einfach mal die Erfolgsmeldung, aber das Wie ist nicht unbedingt notwendig. Aber selbst wenns knallt muß ich mich doch auf die lagebezogenen Schwierigkeiten konzentrieren, sonst würde ich mich doch völlig verzetteln. Als Chef ist man nicht unbedingt kleinteiliger Teamleiter, sondern viel eher abstrakter Arbeitsgruppen-Koordinator. Das war glaube ich was Barbarus meinte.

 

Aber klar, um Abstrahieren zu können, braucht man auf jeden Fall ein fundiertes Grundwissen. Das Gesamtkonzept muß der Chef sogar besser verstanden haben als "nur" ein Teamleiter. Und natürlich muß ein Chef im Zweifel etwaige Probleme irgendwie lösen und sich selbst reinfuchsen, auch wenn er keinen Bock drauf hat.

 

Meist reicht aber auch eine Nutzen-Kosten Rechnung - muß ich mich jetzt echt durch den Ordner Hilfsmittelversorgung quälen, oder lassen wir es drauf ankommen? - entscheidet dann UND trägt die Konsequenzen. Positiv wie negativ. 

 

Ich hatte Barbarus nicht so verstanden, daß er seiner hörigen Arbeitsgruppe ein unlösbares Problem vor die Füße knallt und er sich dann bis zur termingerechten Erfolgsmeldung in sein Künstleratelier zurückzieht.

 

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Japp. Bodkin versteht mich.

Es war genau so gemeint. Ich interessiere mich für das Gesamtbild aber nicht für die Details der Problemlösung.

 

Und das macht schon irgendwie nen guten Teamleiter aus. Dass er das Gesamtbild im Auge behält und einzelne Leute mit einzelnen Problemen betreut.

Ich war ein paar mal in so einer Situation und Vertrauen in die Fähigkeiten der "Untergebenen" zu haben, scheint mir schon irgendwie der Schlüssel zum Erfolg zu sein.
Deswegen seh ichs auch so, dass man als "Chef" nicht alles so gut wie die Anderen oder gar besser können muss...
Man muss einfach nur gut darin sein, die Leute zu ihren jeweiligen Höchstleistungen zu bringen. Das ist in meinen Augen wichtig.

Das tut man, indem man den Leuten in ihrem jeweiligen Feld genug Freiräume lässt, ihnen Verantwortung zumutet und so zeigt, dass man Vertrauen in ihre Fertigkeiten hat.

 

Nichts motiviert mich beispielsweise so sehr wie das Wissen, dass jemand Vertrauen in meine Fertigkeiten setzt. Und das verstärkt sich noch, wenn es sich bei diesem Jemand um jemanden handelt, den ich mag und respektiere.

Genau dieses Gefühl würde ich in meinen Angestellten wecken wollen, wenn ich irgendwo Chef wäre.


Und ich glaube auch, dass das genau das Gefühl ist, das Menschen im politischen Diskurs bräuchten, wenn es darum ginge, die Gesellschaft neu zu gestalten. Dass man Respekt vor ihrer Meinung und Fähigkeiten hat und ihnen deshalb diese Verantwortung zutraut.
In dem Moment neigen Menschen nämlich auch dazu, nicht mehr bloß an sich selbst zu denken.

 

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vor 44 Minuten schrieb Barbarus:

Genau dieses Gefühl würde ich in meinen Angestellten wecken wollen, wenn ich irgendwo Chef wäre.

 

Das lädt doch geradezu zu einem Experiment ein :D Wer hat Lust dazu? Stimmt bitte mit dem Karma-Reputation Button dazu ab (damit es keinen Post-Spam gibt), dann erarbeite ich auch zeitnah die Aufgabenstellung.

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Geschrieben (bearbeitet)

@Bodkin Im Grunde gebe ich dir schon recht. Nur hinterlässt Barbarus mit seinen Äußerungen immer wieder den Eindruck, dass bei ihm alles was nach seiner Ideenvorstellung kommt bereits "Details" sind.

 

@dunkelgelfuegel hat das in seiner Zusammenfassung zum Diskussionsverlauf schon recht anschaulich dargestellt finde ich. Aber wie er schreibt leicht polemisch und übertrieben; also sollte man sich fairerweise die komplette Diskussion durchlesen um sich ein eigenes Bild zu machen.

Aber genau das habe ich getan und genau darauf beziehe ich mich auch mit meinen Äußerungen.

bearbeitet von Equilibrium
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Mag sein. Ich hab die letzte Seite nur überflogen und bin an Barbarus, zitierten Absatz hängen geblieben. ;)

 

 

Btw: mich läßt die Vorstellung nicht mehr los, bei einem von mir angesetzten Brainstorming, mittendrin zu sagen: "Boah ey, da hab ich jetzt echt keinen Bock mehr! Den Kleinscheiß macht ihr jetzt gefälligst mal selbst!" und dann einfach rausgehen! :lol2:

 

 

 

 

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Eine der herrlichsten Szenen die ich im Berufsleben erleben durfte.

 

Der Geschäftsführer des Kunden erzählt und erzählt. Nimmt die Brille ab, reibt sich die Augen.

 

"So, lang genug geredet, kriegt ihr das jetzt alleine hin? Darf der Papa jetzt in den verdienten Urlaub gehen?" 

 

Steht auf und geht.

 

Ich musste mich so zusammenreißen nicht laut loszulachen.

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Gut kommt auch am Mittwoch einfach mal zu sagen: "So, meine Damen! Dann bis Montag! Tschüss!"

 

Das Entsetzen in "Bist du weg?!" Wer kommt denn dann??"  - unbezahlbar! :D

 

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Am 10.10.2017 um 08:58 schrieb Thannock:

 

Jetzt aber mal konkret, was wird denn Essentielles nicht angeboten, was angeboten werden könnte? Ich kenne dort nichts. Ich kann alles Nachfragen was ich will. Wenn allerdings die Nachfrage nach dem Produkt bei einer Einheit liegt, dann wird der Nutzen den ich davon habe sehr wahrscheinlich unter den Kosten liegen.

 

 

 

z.B. Chlorhühnchen, Genfood, in Zukunft Atomstrom, Fugu (japanischer Kugelfisch) und wie ich lesen musste - Tomaten: http://www.zeit.de/2017/37/tomaten-supermarkt-geschmack

 

Staatliche Einfuhrverbote oder hochschwellige Zulassungsbeschränkungen entstehen dabei aber eben nicht einfach aus staatlicher Willkür, sondern in enger zusammenarbeite mit diversen Lobbyverbänden (die staatliche Willkür besteht hier primär darin, welche Lobby das sagen hat und welche gerade "böse" ist) - das Chlorhühnchenverbot ist mWn nicht auf Fachliche Gründe sondern primär auf die Intitiative der europäischen Geflügelzüchterverbände zurück zu führen und stellt ein klassisches Beispiel für Marktprotektionismus der Hersteller dar; ähnlich sieht es beim laufenden versuch des Glyphosphatverbots aus, wobei es sich um eine Initiative der Bio-Lobby handelt nur dass es dort eine starke Gegenlobby im europäischen Raum gibt, die dass hoffentlich verhindern kann...

 

Anderes Beispiel ist die Drogenpolitik (Alkohol ist ok, andere leichte Drogen aber verboten) - der Markt wird da nicht über die Nachfrage reguliert sondern über die Einflussnahme der Anbieter von Konkurrenzprodukten, die in Kollaboration mit meist mehr oder weniger Konservativen Regierungsvertretern, entweder Verbote durchsetzen oder zumindest so auf die Marktbedingungen einwirken, dass es Kleinanbieter schwer haben indem sie z.B. im Namen des "Verbraucherschutzes" viele Hürden nehmen müssen, die für Kleinstbetriebe unattraktiv sind...

 

Einfach mal das Angebot unserer Wochenmärkte und das eines Südostasiatischen Wochenmarkts vergleichen - da entspricht vieles sicher nicht deutschen Hygiene Standards, aber ich habe selbst die Wahl, welche Anforderungen ich in dem Bereich an die Ware stelle und meine Sicherheit wird nicht wieder als Vorwand verwendet um meine Freiheit zu beschränken (beim Pilze Sammeln muss ich doch auch selbst entscheiden, wie gut ich diesen oder jenen kenne und ob ich es riskieren kann ihn zu essen - auf dem Markt darf ich das aber nicht...)     

    

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Wieviele von den Dingen fordert der Verbraucher denn konsequent? Also wie groß sind die Gruppen die z.B. Chlorhähnchen wollen? 

 

Ich glaube in dem Fall verwechselst du Ursache und Folge. Genauso ist der Grund  warum du auf dem deutschen Wochenmarkt keine Hähnchenfüße und Schnäbel bekommst mitnichten dass Herr Tönnies die so gerne nach China verschifft, sondern weil die keiner kauft und es sich für die 3, 4 Exoten die die kaufen würden nicht lohnen würde die anzubieten.

 

Prinzipiell ist es auch für Kleinanbieter nicht schwer ein Produkt anzubieten. Wenn man das selbst vermarktet ist das meist problemlos möglich. Probleme kann es dann geben wenn man an die Supermarktketten liefern will und dann  die ganze Zertifizierungsgeschichte an den Knochen hat.

 

 

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Chlorhühnchen und Genfood würden sich aber genauso wie Genfood verkaufen, wenn man sie vernünftig vermarkten könnte - die starke Antichlorhühnchen-Lobby entstand ja eben daraus, dass davon auszugehen war, dass relevante Teile des Geflügelmarktes davon übernommen werden könnten (weil Chlorhühnchen in der Produktion günstiger sind da bei den Haltungsbedingungen gespart werden kann, weil die Nachbehandlung frühere Sünden zu korrigieren vermag) und viele Hersteller insbesondere von Geflügelprodukten natürlich früher oder später auf ein qualitativ gleichwertiges Produkt zu niedrigerem Preis wechseln würde und die "Church of Moralic eating" zwar laut aber dennoch nicht die mehrheit der Kunden darstellt. Die nachfrage wäre hier also durchaus vorhanden gewesen nur eben nicht im Sinne von "ich muss das unbedingt essen!" sondern im sinne von, "sobald es angeboten wird und billiger ist, werde ich es essen!"...

 

...und genau dort versagt das Prinzip einer nachfrageorientierten Marktregulierung: Die Nachfrage ist zwar Vorhanden, aber ist eben keine "dringende Nachfrage" (der Kunde ist mit dem bisherigen Anbieter nicht Perse unzufrieden, aber auch nicht so zufrieden, dass dieser sicher seiner Marktanteile sicher sein kann), während auf der Anbieterseite ein dringendes Bedürfnis besteht Konkurrenten die einen echten Vorteil hätten, auf einem ansich schon gesättigtem Markt nicht zuzulassen (schlussendlich kann hier nur noch verdrängt werden).

Konkurrenten die wirklich das gleiche anbieten können da sicher nicht so einfach von den etablierten blockiert werden; aber wenn ich auch geschichtlich überlege wie Inovationen die den Statusquo des herrschenden Establishments gefährden konnten stets behandelt wurden obwohl ein ausreichender bedarf bestand oder sich gebildet hätte, wenn sie zugelassen werden; würde ich durchaus von einer regulation durch die bestehenden Anbieter sprechen (seien es alternative Religionen, alternative Herrschafftssysteme bzw. alternativer Herrscher, Schusswaffen in Japan, neue Möglichkeiten der Fortbewegung, neue Möglichkeiten das Patentrecht umzuinterpretieren usw. usf. )...               

bearbeitet von Darius Dunkelmond
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