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1 Jahr T9A - wie hat sich meine Meinung zum Projekt und mein Beitrag dazu geändert?

Sir Löwenherz

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Vor ca einem Jahr habe ich mich mit sehr viel Skepsis und durch Jimmy's Berichte und die Abstimmungsergebnisse zu einer Umfrage davon überzeugen lassen, T9A eine Chance zu geben. Ich habe dann als der glühendste AoS Anhänger Bayerns dann das erste T9A Turnier im tiefen Süden abgehalten.

 

Als dies ganz gut ankam, habe ich dann selber meine ersten T9A Spiele gemacht. Vieles war gut, vieles war interessant aber ich hatte auch sehr viel an T9A auszusetzen.

Damals war ich in Privatgesprächen und auch im Forum hier und auf der Homepage wohl einer der eifrigsten und agressivsten Kritiker.

 

Nach einer Zeit kam ich dann bei vielen zur Position, dass fast alles sinnvoll und gut für das Spiel aber halt leider absolut schädlich für das Volk, welches ich damals spielte (Kingdome of Equitaine) war.

 

Ich war trotzdem der Meinung, dass irgendetwas doch mit KoE gehen muss. Ich habe sehr, sehr, sehr viel Experimentiert. Ich habe immer und immer wieder auf die Fresse bekommen. Teils weil ich manches einfach komplett falsch angegangen habe, teilweise weil ich Sachen verwürfelt habe, teilweise weil der Gegner sich rausgewürfelt hat, teilweise weil andere Armeebücher gefühlt (nicht umbedingt wirklich) soviel besser waren als das von KoE  und teilweise auch wegen dem Kavallerieproblem auf mittlerem Spielniveau, teilweise auch wegen dem Deathstar-Meta und die meisten Spiele wohl, weil ich einfach schlecht gespielt habe.

 

Irgendwann als ich der Meinung war, bei KoE wirklich alles probiert zu haben und ziemlich durch war, da fragte ich nach dem Ende eines Turniers, welches ich wieder Mal verkackt hatte, was ich falsch mache.

 

Einer der anderen Spieler dort antwortete und gab mir den Tipp doch mal komplett anders an das Spiel ranzugehen und Überwiedgend oder nur Bauern zu spielen. Ich hatte damals eine sehr festgefahrenr Meinung dazu ob dies funktionieren kann oder nicht. Aber wenn sich ein ETC Spieler die Zeit nimmt, mir diesen Tipp zu geben, dann ist es nur recht und billig, wenn ich mir die Zeit nehme und den Tipp ausprobiere.

 

Und der Testlauf auf einem Turnier lief relativ erfolgreich. Somit bastelte ich weiter und experimentierte sogar mit Einheiten, bei denen mir jeder normale Mensch zustimmen würde, dass sie *piep* sind. Auch diese funktionierten erstaunlich gut in einer entsprechenden Liste.

 

Wenig überraschend, dass sich mit steigendem Erfolg und steigendem Spielspaß die Einstellung zum Projekt als Ganzes verbesserte.

 

Irgendwann (ich glaube noch in der Frustphase) entschied ich mich bei der Übersetzung der Armeebücher zu helfen. Paralell dazu setzte ich mich in vielen Diskussionen sehr kritisch mit dem Projekt auseinander. Gefühlt war dies eine Zeit, in der sich für mich als User einige der Positionsträger im T9A-Forum ziemlich daneben und die Moderatoren dort sehr einseitig verhielten.

 

In dieser Phase sammelte ich vieles an Wissen über den Aufbau und über diverse Funktionen. Im Laufe einer der aktiven und aggressiven Auseinandersetzungsthreads, versuchte damals ein Mod dort (Dreacorium, leider ging er Dezember letzten Jahres von uns, möge er in Frieden ruhen) hinter den Grund meines wütens zu kommen. Statt wild zurück zu beißen oder mich als Troll abzutun beantwortete er jede Meiner Kritiken und kritischen Anfragen geduldig. Dies und die Tatsache, dass sich damals anfing einiges in der Kommunikationsstruktur zu ändern (oder ich anfing sie besser zu verstehen) verbesserte meine Einstellung zum Projekt deutlich.

 

Dann wurde es einem User zu bunt, dass zwar immer wieder von Daten gesprochen wurde, die dies oder jenes zeigen würden, man diese Daten aber nicht zu sehen bekam. Er begann selbstständig Turnierplazierungen von Armeen zu sammeln und zu bewerten. Ich fand dies sehr interessant und unterstützte ihn bei seiner Datensammlung. Gerade die Ergebnisse bezüglich KoE waren für mich sehr überraschend. Bis dahin hatte in der KoE Gemeinde des T9A Forums der feste Glaube vorgeherscht, dass KoE schlecht wären und die 2 guten Plazierungen weltweit, die es gab halt statistische Ausreißer wären.

 

Nun, dies war wenigstens seinen Daten und seiner Analyse nach nicht so. Dies führt bei mir zu der Erkenntnis, das KoE anscheinend doch nicht *piep* waren, sondern ich sie nur einfach nicht spielen konnte. Fast sofort hörte ich mit dem Ranten auf und konzentrierte mich wieder auf "Listen-", "Meta-", "Statistikanalyse" und Theoriehammer. (In diese Zeit fiel auch meine Frage, was ich den falsch machen wüde.)

 

Im Nachhall der Armeeanalysen durch User wurden der Torunament Support und die Datenanalyse des T9A-Teams deutlich mehr promoted, mehr Helfer gesucht und da man langsam aber sicher genügend Daten sammelte um etwas auszusagen wurde auch der erste Report des Daten Analyseteams geplannt. Ich bewarb mich für den Tournament Support und wurde überraschenderweise genommen. 

 

Die nächste Zeit verbrachte ich damit, Turnierorgas anzuschreiben und Turnierergebnisse in die entsprechenden Formulare einzugeben und Turnierergebnisse aus T3 and anderswo abzuschreiben.

 

Dann wurde ein Team gesucht, welches ein Ausschreibungsverfahren für die jährlichen T9A Masters und für offizielle Turniere entwickeln sollte. Dies klang interessant und ich bewarb mich. In einem sehr arbeitsreichen Prozess, in dem ich viele der anderen Mitarbeiter zu schätzen lernte, entwarfen wir das Tournament Pack und bereiteten ein Scoring Sheet und ein Evaluation Sheet vor.

 

Dann kamen die Arbeiten dazu wegen 1.2 bzw. den individuellen Armeeanpassungen und Tests der User etwas zur Ruhe. Im Vorfeld des TGH MAsters erfuhr ich, dass das KoE Board nur noch einen Community Supporter hatte. Bei der Strukturanpassung zu 1.2 waren die Armeebuch Teams weggefallen und das ehemalige Armybook Comitee hatte sich anderen Aufgaben zu gewendet. 

 

Ich bewarb mich als KoE Community Support. Dies wurde relativ schnell jemand anders. (Jurid, der diese Rolle auch tatsächlich geduldiger und besser ausführt als ich dies für Koe hätte machen können.) Beim Panel auf dem TGH wurde dann die doch relativ niedrige Besetzung der Armee Community supporter noch einmal erwähnt. Kurzentschlossen habe ich mir dann Mr. Gobbo gekrallt und ich einfach gefragt, für welches Volk den am dringendsten Supporter gesucht wurden.

 

Letztendlich waren dies die Saurian Ancients. Also habe ich mein Bewerbungsgesuch umgeschrieben, von KoE auf Saurian Ancients. Dann kam erneut eine Neuorganisierung der Strukturen. Dabei habe ich mich wieder für den Tournament Support gemeldet und als Leiter beworben. Letztendlich wurde ich in ebiden Funktionen genommen. Was ich da jetzt alles in diesen Funktionen mache, dazu mehr nächste Woche.

 

Also, was hat 1 Jahr T9A bei mir verändert? Vom Skeptiker und Kritiker habe ich mich zum verstehen und verändern Woller hin entwickelt. Also ich mag AoS immer noch sehr, gerade mit dem Generals Handbook, aber ich mag T9A auch sehr und tue für beides, was ich kann um sie zu promoten und zu verbessern.



5 Kommentare


Recommended Comments

Sehr interessant. Wie du weißt, ist mein Werdegang bzgl. des KoE Spiels ja ähnlich zu deinem :ok:.

 

Ansonsten Respekt für dein Engagement! Weiter so! :)

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Interessant zu lesen und schön, dass dich Draecarion näher zum Projekt bringen konnte. Sein Begräbnis war ziemlich bewegend und so unglaublich traurig der Anlass auch war, war es uns (und mir im besonderen) umso mehr ein Anliegen persönlich vor Ort zu sein und seiner Familie und Freunden zu zeigen wie sehr wir ihn als Kollegen und 9th Age Enthusiasten geschätzt haben.

 

 

Auch wenn wir bisher schier Unglaubliches erreicht haben vergisst man in all dem Trubel, dass wir lediglich 1 1/2 Jahre alt sind und all das was bisher war nur die ersten Schritte in eine wirklich tolle Zukunft sein werden :)

 

 

LG

Philip

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Als "alter" Warhammerspieler würde mich deine Meinung zu folgenden Fragen interessieren.

 

1) Aus deinem Post lese ich heraus, dass die klassische Spielweise der Bretonen mit vielen Rittern und ein paar Bogenschützen in T9A nicht mehr erfolgreich umgesetzt werden kann. Stattdessen sind nun z.B. Listen erfolgreich, die hauptsächlich auf Bauern setzen. Verstehe ich das richtig? Wenn ja, findest du das gut und wie würdest du diesbezüglich ehemalige Bretonenspieler zu T9A motivieren, die an ihren Ritterarmeen hängen?

 

2) Ich habe mich ehrlich gesagt mit der Version 1.3 noch nicht näher beschäftigt (da andere Systeme für mich im Moment höhere Priorität genießen), aber ich durfte letztens feststellen, dass Hochelfen inzwischen "kaltblütig" sind. Der Slann als Zauberer wird angeblich auch immer schwächer und Giftbeschuss sowie Monster können bei den Saurians nur noch in vergleichsweise geringem Maße mitgenommen werden. Was macht deiner Meinung nach die Echsen noch besonders im Vergleich mit anderen Völkern?

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1) Der Build, der tatsächlich größere Schwierigkeiten hat ist viele Ritter und sonst nichts. Herohammer, Royal Airforce oder combined Arms funktioniert dagegen schon. Probleme bereiten einem halt die Standfestigkeit der Gegner (dürfte durch 1.2 abgenommen haben), Elfen mit 2Handwaffen, die nach Initiative und damit vor einem zuschlagen und halt auch gegnerische Todessterne. All dies lässt sich mit Trebuchets deutlich abmildern. Leider bin ich die statistische Ausnahme, bei der die Trebuchets entgegen der Statistik einfach nicht treffen.

Armeen, die hauptsächlich auf Ritter basieren, funktionieren dann, wenn sie überwiegend auf das Erfüllen der Missionsziele hin gespielt werden und die Trebuchets bzw. Bowmen halbwegs statistisch treffen. Kick and Rush mäßig den Gegner stürmen funktiniert eher nicht, während vorichtiges taktieren, ausweichen, umlauern und Nadelstichartig sich die leichten Punkte vom Gegner krallen und das Missionsziel holen doch ganz gut funktioniert.

Ich war dazu mit KoE meist nicht geduldig genug.

Bei Kavalerie-Rittern muss man sehr sorgfältig einzelne starke Elemente vor dem Gegner abschrimen und an der richtigen Stelle zum Einsatz bringen. Bauern und KoE Infantrie hat einfach sehr viele Synergien mit sich selber, bzw. der Relique und mit Infanterie Charakteren. Dazu kommt einfach die Masse, welche dafür sorgt, dass man die Zeit hat Fehler und schlechte/gute Würfelphasen auszugleichen/auszusitzen.

Ritter KoE ist immer noch populärer als Bauern KoE, aber ich persönlich bekomme es halt nicht zum laufen, während zum Beispiel beim TGH Cup die meisten KoE Listen Ritterarmeen waren und überwiegend besser abschnitten als meine Bauern, aber dies waren auch bessere Spieler als ich.

 

2) Magie wurde in 1.2 deutlich abgeschwächt. In 1.3 wieder etwas gestärkt. Man braucht halt einen Plan und muss Magielehre und Armeeliste aneinander anpassen. Je nach Liste kann Druidentum (heilen von Monsters, monströser Kav, monströser Inf, vieler Modelle mit mehreren Lebenspunkten), Pyromanty (hohes Vernichtungspotenzial gegen wenig gerüstete Gegner), Alchemie (hohes Vernichtungspotenzial gegen Gegner mit guter Rüstung), Divination (ein rund um Sorglos packet, für Armeen, die en aneinander stehen), ... schon ziemlich viel machen.

 

Der Slann (Cuatl) kann immer noch ziemlich stark in Sachen Magie aufgerüstet werden. Da macht ihm keiner etwas vor.  Magie ansich ist überwiegend etwas schwächer als früher, aber der Slann ist im Machtgefüge der Zauberer immer noch an der alten Stelle.

 

Meine aktuelle Liste hat 3 Monster und 6 monströse Kavalleristen. Wenn ich es drauf anlegen würde, dann bekäme ich wohl 4 Monster (2 große und 2 kleine) und noch mehr monströse Kavallerei / Infanterie halbwegs sinnvoll rein. Letztendlich spielt deutschlands erfolgreichster Echsenspieler (nicht ich) Monstermash.

 

Gift wurde auf maximal 30 % der Armee fest gelegt. In die selbe Kategorie fallen noch andere Elemente des Verpisser und dann zusammenzieh spielstiels. Seit 1.3 geht auch wieder Gift im Kern. Für die 1 300 Punkte in Gift bei einem regulären Spiel kann man wenn man es will 120 und mehr Schuss Gift bekommen. Letztendlich sind halt die Skink Plänkler mit Gift nicht mehr Kern, aber halt Rank and File mit Gift schon.

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