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      Die "Law & Order" -Malchallenge   16.11.2018

      Hallo ihr Lieben,   nach dem überraschenden Chaos geht es diesen Monat wieder ordentlich zu! Das Thema für November 2018 lautet nämlich:   "Law & Order"!

      Die konkrete Interpretation des Themas liegt bei euch. Es ist egal aus welchem Genre/Spielsystem die Miniatur stammt oder welchen Maßstab sie hat, Hauptsache sie spiegelt das jeweilige Motto irgendwie wider. Wer mehr als eine Mini bemalen möchte, kann dies gerne tun, allerdings wird aus Gründen der Übersichtlichkeit dann am Ende über die individuelle Gesamtleistung und nicht jede Einzelmini abgestimmt. Basegestaltung ist hierbei nicht verpflichtend, aber gerne gesehen. Ebenso steht es euch frei, ob ihr euren Beitrag mit einer ansprechenden Präsentation oder ein bisschen Flufftext ergänzt. Ihr könnt euch also austoben, wie es Zeit und Motivation zulassen.
      Die Challenge ist offen für jedes System und jedes Bemallevel und läuft bis einschließlich 30.11.18. Anfang Dezember wird es einen Abstimmungsthread geben, in dem ihr bis zum 15.12.18 über euren persönlichen Favoriten abstimmen könnt. [...]   gez. malkavienne    

Sturmprophet

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Über Sturmprophet

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    Male

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  • Armee
    WHFB: Dunkelelfen, Vampire;
    WH40k: Dark Angels; Warmachine: Cygnar, Trollbloods
  • Spielsysteme
    Warhammer 40.000
    Mortheim
  1. Im Nebel jenseits der Berge

    Kalquan mochte Skinks. Zwar gaben sie ständig ihre hellen Klicklaute von sich und konnten auch mit ihren geschäftigen Gewusel seinen Unmut auf sich ziehen, doch letztendlich umgaben ihn diese flinken Kreaturen seit der Kroxigor das erste Mal das Licht dieser Welt erblickte. Damals stieg er mit ihnen aus dem pulsierenden Warm des Burtteiches heraus und er wusste instiktiv, dass die Skinks seine kleineren Brüder waren. Sie waren sehr gut zu ihm. In den schwülen Abendhitze, wenn die zahlreichen Stechmücken des Dschungels am schrecklichsten waren kamen sie zu ihm und rieben die empfindlichen Stellen zwischen seinen harten blauen Schuppen mit Sumpfschlamm ein. Ebenso konnte er sich darauf verlassen, dass seine Brüder ihm regelmäßig die fürchterlich schmerzhaften Blutwürmer aus den Ohren zogen, denn seine großen ungelenken Händen waren zu dieser Feinarbeit nicht fähig. Die größte Zuneigung galt jedoch jenen seiner Brüder, die ihm an den härtesten Arbeitstagen, an denen Kalquan von Sonnenaufgang bis Untergang schwere Steinfelsen durch den Sumpf schleppen musste, Abends noch einen schmackhaften Zuatlfisch ans Ruhelager brachten. Dankbar versuchte er sich jedesmal die Gesichter seines aufmerksamen Brutbruders zu merken, doch die Skinks erschienen ihm immer gleich und er konnte sie einfach nicht auseinanderhalten. Außerdem strengte ihn große Denkarbeit zu sehr an. Nur wenn die zahlreichen Feinde der Alten näher rückten war auf die Skinks wenig Verlass. Kalquan fragte sich wie so kleine Wesen eine so große Angst entwickeln konnten, aber wer war er die Pläne der Alten zu durchschauen. So standen seine kleinen Brutbrüder aufgeregt in der Schlachtreihe neben ihm und schnatternden ununterbrochen. Ihre blauweißen Kämme waren als Warnsignal aufgerichtet und er konnte ihre Angst wittern. Kalquan wusste nicht viel, aber er wusste was zu tun war um die Skinks von der Angst zu heilen. Der Kroxigor richtet seine mächtige Steinaxt auf die nahenden Reihen des Gegners und stieß ein dumpfes Brüllen in die Mangroven aus. Noch ehe sein langezogener Kriegsschrei verhallt war fielen unzählige Skinks in das Gebrüll mit ein.
  2. Grüß euch! Wie man in vielen Diskussionen hier sehen kann, sind die meisten sehr enttäuscht über den langweiligen "nur" bösen Hintergrund der Dunkelelfen. Ich denke ebenso, dass ihr tragisches Schicksal viel mehr zu bieten hat als Opfer für Khaine und wollte diese Gedanken mit meinem neuen Projekt der einer Dunkelelfenarmee in Einklang bringen. In meinen Augen traten viele Dunkelelfen zu Zeiten des Bruderkrieges auf Malekiths Seite weil sie annahmen des Richtige zu tun. Er war der einzige, der sie aus diesen turbulenten Zeiten retten konnte und sein Anspruch auf den Thron hatte etwas legitimes. Damit soll keinesfalls der Eindruck entstehen, dass die Druchii eigentlich im Recht sind, aber ich will mit ihren guten Absichten beginnen und sie im Laufe meines Projekts immer mehr an ihre Grenzen kommen lassen. Hass und Wut sollen auch die edlen Geister zermürben. Bilder folgen Morgen. Erstmal etwas Hintergrund: Lautlos fielen die schweren Schneeflocken auf den Balkon, dessen schwarzer Stein kaum mehr zu erkennen war. Trotz der enormen Höhe des Wachturmes war nur wenig mehr in der eisigen Nacht zu erkennen als das Tanzen der weißen Flocken im Wind, nicht einmal der Mond drang durch dieses wilde Treiben hindurch. Nur weit entfernt war das Rauschen des eisgrauen Meeres zu vernehmen. Kathaldor trat ins Freie und nahm einen tiefen Atemzug, der seinen trüben Geist ein wenig belebte, doch keinen seiner schwermütigen Gedanken verjagen konnte. Seine feine Hand berührte die schneebedeckte Brüstung des Balkons. Der Stein war immer kalt, selbst im kurzen Sommer nur ein wenig wärmer als in den langen Wintern im Norden Naggaroths. Die Berührung zauberte das kurze traurige Lächeln des Herren von Ethendril, dem Turm des Willens, auf sein Gesicht. Dies hier war sein Reicht - der östlichste Wachturm des Frostlandes. Mitten im Nichts und hunderte Meilen von dem entfernt was heutzutage als Zivilisation betitelt wurde. Dass ein Hochgeborener von seinem Rang hier herrschte war seinem Volk völlig unerklärlich, manch einer flüsterte damals als er sich freiwillig für das Oberkommando über die östlichen Türme meldete, er habe den Verstand verloren. Was wollte ein Druchiifürst so weit entfernt von der Sicherheit der befestigten Städten, ihren Intrigen und Feierlichkeiten? Das konnte er sich selbst nicht einmal beantworten. Sein Blick schweifte nach Süden, irgendwo jenseits des Trügerischen Meeres saß sein Volk und ergötzte sich an ausschweifenden Nichtigkeiten, die ihnen alle Würde beraubte. Wie die wilden erlabten sie sich an Folter, ehrlosem Verhalten und Betrug. Mit stechendem Schmerz dachte Kathaldor an Malekith, seinen einst so stolzen König, der dies alles geschehen ließ, nichts gegen jene Barbarei des Khainekultes unternahm und es mittlerweile sogar diesem Abschaum des Slaanesh gestattet in die Herzen der Druchii Einzug zu erhalten. Auch wenn er es sich nicht eingestehen konnte, aber Kathaldor verließ das Kernland von Naggaroth weil er den Anblick seiner gefallenen Brüder nicht länger ertragen konnte. Wie konnte das alles nur geschehen? Waren sie nicht das Volk von Nargarythe, stolze Krieger, die einst dem Chaos und seinen Dienern verächtlich ins Gesicht lachten? Sein Blick zog von Süden nach Osten, ging weit über das Meer und seine Finger klammerten sich krampfartig um die Brüstung. Oh ja, er wusste wem sie das zu verdanken hatten. Voller Hass konnte er keine klaren Gedanken mehr fassen. Dort trüben saßen sie auf ihrer Insel, die Verräter, Bruderschlächter und Feiglinge. Sie, die es wagten sich noch Asur zu nennen und die letzten Reste der wahren Elfen in dieses garstige Land des Nichts vertrieben hatten. Wie von Sinnen richtete Kathaldor seinen Blick in den Wind und schwor wie er es in jeder dieser hasserfüllten Nächte tat, dass er seine Rache nehmen würde und wenn es das letzte war was er tun sollte. Wieder einmal kreisten seine Gedanken an jene dunklen Tage zurück an denen Schicksal geschmiedet und Verdammnis erreicht wurde. Die Diener des Hauses Laisanur warfen sich beunruhigte Blicke zu, während sie die Stimmen des Hausherren und seines ältesten Sohnes aus dem Ratssaal dringen hörten. Einst hatte sich niemand mehr geliebt wie diese Beiden, doch in den letzten Monaten war ihr Verhältnis vergiftet von den grausamen Umständen, die sie umgaben. "Ich verlange von dir, als meinem Stammhalter, dass du meine Befehle erfüllst!", donnerte es doch die schwere Eichentür. "Vater, seht Ihr nicht, dass Fürst Malekith nun jeden Mann benötigt, der für ihn Kämpfen kann." - "Malekiths Pläne sind irrsinnig, er wurde von dem verdorben was er einst besiegen wollte. Er wurde böswillig..." Zum ersten Mal in seinem Leben unterbrach Kathaldor seinen Vater Anthil: "Wer sind wir?", donnerte er den Herren des Hauses Laisanur an. "Wer sind wir, es zu wagen Malekiths Absichten zu hinterfragen? Hat er nicht den schändlichen Verrat des Sinneskultes aufgedeckt, ist er nicht umgeben von Hass und Verrat? Sogar seine eigene Mutter übergab er der Gerechtigkeit. Ist das der Dank unseres Volkes für einen Prinzen, der uns jahrhundertelang treu gedient hat?" Seit der Bekanntgabe Anthils sich im heraufziehenden Bürgerkrieg auf die Seite Caledors zu stellen herrschte rege Aufregung innerhalb des Geschlechts von Laisanur. "Ich habe meine Entscheidung weise gefällt und es ist mir nicht leicht gefallen, Kathaldor, wahrlich nicht leicht gefallen", sprach sein Vater traurig und musterte den Sohn durchdringend. Jener konnte seinem Vater und Brüdern nicht mehr in die Augen schauen und starrte auf den weißen Marmorboden. "Morgen wirst du deine Brüder in die Schlacht führen und mit dem nahenden Heer aus Chrace vereinigen. Man soll wissen, dass das Haus Laisanur nicht zu den Verrätern gehört!" Langsam hob Kathaldor seinen Blick und betrachtete lange seinen Vater und jeden seiner sechs Brüder, seine Stimme bebte vor Zorn und war nur wegen der angespannten Stille des Saales zu hören. "Wir ... haben einen Eid geschworen. Wir sind die Söhne Aenarions und Nargarythes. Dieser Eid ist unser Leben. Ich werde unser Heer nicht gegen unsere eigenen Truppen führen." Balinsath, der Zweitälteste, sprang erregt auf: "Das ist Hochverrat!" Kathaldor musterte ihn kühl: "Nein, das ist Loyalität. Noch heute werde ich aufbrechen und mich Malekiths Kampf für Ulthuans Freiheit anschließen." Und an seine verbleibenden Brüder gewannt fragte er voller Hoffnung: "Wer von euch wird mir folgen?" Jene blickten ihn entgeistert an und brachten keinen Ton hervor. Nach einem kurzen unbehaglichen Schweigen wusste Kathaldor, dass das nicht mehr seine Familie war. "So ist das also!", flüsterte er als ob man ihm einen tödlichen Stoß verpasst hätte. "Lüge und Betrug, auch bei meinem eigenen Blut mit dem ich schon so viele Schlachten gefochten habe." Er wandte sich ab und durchquerte den Saal um seiner Familie für immer den Rücken zu kehren. Kurz vor der Tür hörte er ein Stuhlrücken über dem Steinboden. Sein jüngester Bruder Elendar erhob sich zaghaft und bleicher als der weiße Marmor im Gesicht. Elendar war seit Kindestagen von dem Wesen seines ältesten Bruders eingenommen und hatte immer versucht seine Achtung zu erringen. Kathaldor wusste wie schwer seinem schüchternen Bruder dieser Schritt gefallen sein musste. "Setz dich, Elendar!", bellte Fürst Anthil fassunglos durch den Raum. Doch jener lief zitternd auf seinen Bruder zu und mit jedem Meter den er ihm näher kam wurde sein Gang fester. Kathaldor reichte ihm traurig lächelnd den Arm zum Kriegergruß und gemeinsam schritten sie durch die Eichentüre. Ein letztes schmerzerfülltes "Setz dich!" wurde von den zufallenden Torflügeln verschlungen. Das nächste Mal würden sie ihren Brüdern auf dem Schlachtfeld gegenüber stehen.
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