Welcome to TabletopWelt

Registriert euch jetzt um kompletten Zugang zur Tabletopwelt zu erhalten. Sobald ihr registriert und angemeldet seid, könnt ihr nicht nur mitlesen, sondern auch selbst Beiträge verfassen. Ihr könnt dann euer Profil konfigurieren, werdet Ansehen bei der Community sammeln und immens viel Spaß haben! Diese Nachricht verschwindet, sobald ihr euch angemeldet habt.

Darius Dunkelmond

Benutzer
  • Gesamte Inhalte

    2.477
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Ansehen in der Community

741 Good

1 User folgt diesem Benutzer

Über Darius Dunkelmond

  • Rang
    Erfahrener Benutzer
  1. Wobei sich dort viele vermutlich selbst eher als Opfer des Systems sehen, nach dem Motto: "In Wirklichkeit bin ich ja ganz anders... ...ich komme nur zu selten dazu." Schlussendlich ist das aber nicht mal falsch: der Links-libertäre Vorwurf an die Gesellschaft lautet, dass sie ihre Negativen Aspekte aufgrund ihrer eigenen Struktur stabilisiert. D.h. wenn das politische Establishment "Unehrliche, karrieregeile und pseudo-moralische" ist,so liegt das daran, dass man dort dadurch einen Vorteil hat. Ist ja auch ein altes Argument gegen (pseudo)-Meritokratie: D.h. die Herrschaft des Erfolgreichsten/würdigsten etc. macht spätestens dann keinen Sinn mehr wenn das Establishment definiert was Erfolg, Würdigkeit etc. ist...
  2. Ja, und Stalin, Pol Pot usw. waren auch keine echten Kommunisten usw. ... Der Technokratievorwurf ist in verschiedenen Kreisen* ein Kampfbegriff, vergleichbar dem Neoliberalvorwurf der Linken. Als Technokratisch werden dabei Werthaltige Entscheidungen und Maßnahmen bezeichnet, welche eine demokratische und/oder parlamentarische Auseinandersetzung und Legitimation mit dem Verweis auf Sachzwänge zu umgehen oder durch sogenannte** Expertengremien etc. zu ersetzen suchen. *(lese es oft bei liberalen, libertären aber auch diversen eher konservativen) **(zu dem Thema gibt es oft verschiedene Fachmeinungen, von denen z.t. auch nicht nur eine Wahr ist, da man bei einem komplexen Sachverhalt verschiedene Schwerpunkte setzen kann. Der Technokratievorwurf zielt hier darauf ab, dass eine politische Entscheidung scheinbar wissenschaftlich legitimiert wurde, in Wirklichkeit aber nur in best positivistischer Manier, einfach nur alles zusammengetragen wurde, was das gewünschte Ergebnis stützt und alles was dazu im Widerspruch steht, ignoriert, relativiert oder verächtlich gemacht zu haben geschweige denn überhaupt einen ernsthaften falsifikationsversuch unternommen zu haben <- die Kritik ist halt selbst nicht Technokratie freundlich)
  3. @John Tenzer: Zu Merkels Regierungsstiel gibt es gerade nen ganz gutes Interview https://www.novo-argumente.com/artikel/merkels_fluechtlings_politik_hatte_ein_legitimitaetsdefizi
  4. Das nennt man Autonomie und ist ansich was positives (weniger positiv ist halt dass sie nicht für jeden gleichermaßen gilt; daran ist zu arbeiten, aber dennoch ist es besser als wenn sie für gar keinen gelten würde). Och an der Finanzierbarkeit liegt es nicht, sondern eher daran wie es geschieht; sowie einem in der Bevölkerung vorherrschenden Staats und Gesellschafts-Verständniss bei dem sich links-libertäre Vordenker wie Thomas Paine im Grabe umdrehen müssen... Wie gesagt: Das gesellschaftliche Grundverständniss der Bevölkerung ist ein Problem und dabei in meinen Augen weniger das Zerfleischt sein in Links und Rechts sondern der ausgeprägte Staatspositivismus/Obrigkeitshöhrigkeit, bzw. halt Kohlberg Stufe3 Denken, was jedwede Diskursethik von vornherein zum Scheitern verurteilt ("Autorität macht das Gesetz, nicht Wahrheit" <- Hobbes)... Jetzt fühle ich mich tatsächlich selbst etwas angegriffen -> sowohl der Professionsinterne Anspruch der Sozialen Arbeit ist ein definitiv andere als auch das Gehalt der meisten alles andere als "gut verdienend" einzustufen (das ist nen Studiengang) und viele Arbeiten deutlich härter als manch anderer mit diesem Einkommen (je nachdem in welchem Bereich man tätig ist natürlich). Was wie gesagt eher am "wie" liegt. Ich bin jetzt weder völlig Umverteilungsaffin noch Averse; halte aber durchaus nicht unerhebliche abgaben für legitimierbar (im Grunde arbeite ich hier legitimatorisch mit einen Steuer-Konzept, das prinzipiell auf "Agrarian Justice" aufbaut). Allerdings gehören die eingenommenen Steuern den Bürgern (in dem Modell nicht unbedingt denen die sie Zahlen, sondern allen)und der Staat stiehlt sie ihnen indem er sie in Unsinn investiert (und dazu zählt eben bestimmt nicht die Soziale Arbeit - da wären mehr Wirksammkeitsstudien u.ä. zwar durchaus wünschenswert und werden von den Professoren auch gefordert; aber prinzipiell hat ein Sozialarbeiter sein Gehalt mehrfach wieder raus gearbeitet, wenn er z.B. auch nur für 2-3 Personen davon abhalten kann, Kosten für eine Unterbringung hinter schwedischen Gardinen zu verursachen etc.)
  5. Das "richtigerweise" würde ich in Zweifel ziehen, wenn ich mir das Gießkannenprinzip anschaue was da verfolgt wird. Genauso liegt das Desinteresse oftmals nicht unbedingt am Lehrinhalt, als vielmehr an der Unterrichtsform, dem Lehrer, dem Klassengefüge und der Vorgeschichte (man kann Kindern auch sehr nachhaltig beibringen, dass sie in etwas schlecht sind und das sie es nicht mögen - das Desinteresse geht da nicht zwangsläufig vom Schüler aus. (J. Watson mag in seiner rein Behavioristischen Anschauung noch etwas naiv gewesen sein; lag aber auch nicht so daneben wenn es nicht um die Top-Elite des Jeweilgen Bereichs geht; eine gute 1 zu 1 betreung durch einen fähigen Coach dürfte aus so manchem "schlechten Schüler" einen ziemlich guten und ggf. selbst wieder einen Coach machen können - bei zunehmender Automatisierung sollten wird ansich auch mehr kapazitäten für derartiges haben)... Nö, bzw. nur indirekt - man will zwar gelobt werden andererseits auch herausstechen - habe eigentlich immer versucht mir was ungewöhnliches einfallen zu lassen (und war dann tief traurig wenn mal tatsächlich nur Mist dabei rum kam; oder der Lehrer den Ansatz einfach nicht mochte)... Prinzipiell gehört Gedichtsanalyse in der Schule nun mal ehe in den Bereich kreatives Schreiben, da ist das ärgerliche eher, dass es als was anderes verkauft wird, oder eben auch Lehrer z.t. was anderes darunter verstehen (ohne dass das was sie darunter verstehen sinnvoller wäre). Insgesamt sind Spaß und Inhalt sind kein Widerspruch, der entsteht meist durch Rahmenbedingungen und Didaktik - Schulen gleichen da eher Massenabfertigungsanlagen bei denen es weder darum geht, dass bestmögliche aus dem einzelnen herauszuarbeiten noch ein humboldtsches Bildungsideal umzusetzen; das die Lehrer in Didaktik teilweise echte blinzen sind, die es einfach nicht schaffen die Lebenswelt der Kinder kreativ in den Unterricht mit einzubauen bzw. mit dritten Ärger bekommen, wenn sie das andererseits tun, weil irgend jemand meint Sexualkunde und Erdkunde dürften nichts mit einander zu tun haben, auch wenn die Pubertierenden es sich viel besser merken, wenn es um das Liebesleben interkontinentaler Platten geht und Gebirge das Ergebnis sexueller Ausschweifungen sind und wenn im Sportunterricht "Ninja-Techniken" statt Völkerball unterrichtet werden, gibt es spätestens dann ärger wenn sich jemand verletzt (verletzte gibts auch im normalen Curriculum, aber dort scheint es dann nicht an der Lehrform zu liegen)...
  6. Aye, umgekehrt ist halt die Frage in wie fern es im Sinne eines Kindes wäre, welche ohne rechtzeitige Abtreibung entstanden wäre, wenn es ansich nichts weiter als ein reines Instrument des Beziehungserhalts wäre... ...solche Geschichten pissen mich auch an, sind aber in meinen Augen eher ein Argument für als gegen Abtreibung (innerhalb des gesetzlichen Zeitrahmens), denn würde aus sowas ein kind entstehen, tut es mir einfach mal Leid. Unsere Differenz dürfte hier sein, dass ich eben nicht leben ansich für Schützenswert halte (dann wären Legionellen auch Schützenswert); auch nicht menschliches leben (dann wäre ein aus menschlichen Zellen wachsender Tumor ebenfalls schützenswert), sondern lediglich lebende Menschen, wobei für mich der Mensch eben jemand ist der unter anderen Umständen nicht einfach als Tod wäre (meint nicht sterbend, meint auch nicht so gut wie Tod oder quasi Tod; sondern so Tod das es ok wäre da das Herz raus zu nehmen, wenn er den Organspendeausweis hat).
  7. Naja, diese Form von Gott ist meiner Ansicht nach auch eher ein Versuch Erfahrungen der eigenen Selbstunwirksamkeit zu umgehen indem man versucht im Sozialen funktionierende Techniken 8geschenke, Unterwerfung etc.) über den Mittler eines Gottes auf die Natur anzuwenden. Das macht Psychologisch gesehen Sinn (einige würden sagen: genauso wie Persöhnlichkeitsstörungen als Bewältigungsstrategie Sinn machen), sehe ich aber auch sicher nachvollziehbaren gründen dennoch als kritisch an.... Oh, da gibt es durchaus einig interessante Ansätze - egal ob bei Kant oder Schleiermacher. Nur ähneln die in meinen Augen alle ein wenig der Entdeckung eines Seewegs nach Indien durch C. Columbus, der das Entdeckte einfach für Indien hielt, weil er ja danach gesucht hatte... Das was da meist als "Gott" gefunden wurde entspricht in meinen Augen eher dem was A. Camus das "Absurde", nannte, was aber von diesen Herren in ihrem beharren darauf, den "Sinn" außerhalb des Menschen verorten zu wollen, nicht als dieses erkannt werden konnte...
  8. http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-02/syrien-frankreich-macron-giftgas-angriffe Macron versucht hart dazustehen, dürfte aber Probleme haben da wieder unbeschadet raus zu kommen... Interessant wird, wie "die gezielten Angriffe" aussehen, d.h. welche Fraktionen davon profitieren werden.
  9. Naja, die USA wollte ja schon mal vor Jahren nen Ersatz für das M16 beschaffen, was dann mWn gecancelt wurde, als man feststellte, dass nichtamerikanische Hersteller die Ausschreibung gewinnen dürften... ...wie wahrscheinlich ist es dass sich Trump in dieser Situation die neu Bewaffnung der Army wieder auf die Aggenta setzt? ...ist ja nicht so, dass man mit den JSF und der Zumwaltklasse (der Designer und Trumps Friseur könnten Klassenkameraden gewesen sein) zwei Haushaltlecks in dem Bereich hätte und zudem einen neuen Langstrecken-Bomber und die Ersätztung der Flugzeugträger durch kleinere Modelle Planen würde und dann noch das Drohnenprogramm ebenfalls weiter entwickelt werden will... ...ok, da würde so was vermutlich nicht mal mehr ins Gewicht fallen.
  10. Die Argumentationsschiene scheint zunächst logisch entpuppt sich aber ebenfalls als Nebelkerze, sobald man gesetzliche Grenzziehungen ansich betrachtet: Genaue grenzen z.B. bei Jugendschutz, Kindergeld, Volljährigkeit; Geschäfts und Straffähigkeit aber auch bei vielen anderen Dingen - das ist eine Argumentation bezüglich gesetzlicher Grenzziehungen im allgemeinen, nicht aber eine zu Abtreibungen im besonderen. Schlussendlich kann man hier nur schauen ob hinreichend Puffer/Spielraum gelassen wurde... Geht halt meiner an sich nach am Thema vorbei, weil die Frage eben tatsächlich ist ab wann Mensch (Individuum), was dann tatsächlich schützenswert ist und wie Lange lediglich Bestandteil des Weiblichen Körpers ohne eigene Individualität (da ist sie dann in der gleichen Verantwortung wie bei ihrem Bauchspeck; für den sie sicher großteils selbst verantwortlich ist, woraus aber keinerlei ethisches Dilemma entsteht, wenn sie ihn absaugen lässt) Ein Ansatz den nicht nur ich Links als auch rechts Ablehne - hier die Begründung: https://www.novo-argumente.com/artikel/verteidigung_des_individuums
  11. In Bezug auf Sachverhalte wo sie wesentlich gleich sind, sind sie gleich zu behandeln - ich sehe hier nicht wo eine rechtlich relevante unterschiedliche Behandlung geboten wäre; sind die stunden des einen denn weniger wert als die Jahre des Anderen? So kann z.B. auch bei der palliativen Behandlung eine teure Operation durchaus angebracht sein um einem sterbenden in seinen letzten tagen oder Wochen noch einmal Entlastung zu verschaffen; die Diagnose ist hier nur in sofern wesentlich, als dass z.b. mögliche Langzeitnebenwirkungen der Medikamente vernachlässigbar sind. Ich sehe aber bei der Abtreibung den wesentlichen Unterschied noch nicht, der Umstand dass der der eine Körper ein Mensch werden könnte ändert hier nichts daran, dass er noch keiner ist und dass wiederum ist das für pro oder Kontra Abtreibung entscheidende... Ich finde es vor allem in Bezug auf den Auslöser der Diskussion interessant, wo es ja darum ging, dass amerikanische "Gesinungstests" nur in Amerika funktionieren würden und sich dann dennoch hier um ein Typisches US-Thema so eine erbitterte Diskussion entspinnt <- die herrschende Meinung mag eine Andere sein, die Positionen in den entsprechenden Milieus scheinen sich hingegen doch zu ähneln...
  12. Denke ich auch, nur wird das Ministerium auf keinen Fall so eine Klage wollen: Das Problem mit dem Diskriminierungsvorwurf ist halt ähnlich wie mit dem Vergewaltigungsvorwurf - bereits die Klage kann rufschädigend sein; dass hatten wir in Soziologie bei Stigmatisierung - dabei geht es eben nicht um Nachweisbare Schuld sondern das "Recht" jemanden aufgrund eines mit dem Vorwurf nicht Kausal zusammenhängenden Merkmals oder Verhaltens im höheren Maße verdächtigen zu "dürfen" als jemanden Anderen... Persönliches Beispiel wäre mein Schwager der wegen seines Südländischen Aussehens (er ist Brasilianer) von einem älteren paar einfach als Flüchtling deklariert wurde und größte Empörung auslöste, als er darauf hinwies, dass es sich bei ihnen ebenso um Wirtschaftsflüchtlinge aus Osteuropa handeln könne... Ein klassisches Beispiel ist auch eine Studie aus dem vorigen Jahrhundert wo damals noch 70% der US-Amerikanischen Eltern kein Problem hatten, wenn ihre Tochter mit einem Heterosexuellen Lehrer auf Klassenfahrt geht, wohl aber wenn sie ihren Sohn mit einem schwulen Lehrer auf Klassenfahrt schicken. Prinzipiell kann man viele Beispiele bilden, was einem extrem unangenehm ist, selbst wenn die eigene Unschuld dabei belegt werden kann (Jugendamt an der Tür, weil irgend ein Nachbar meinte eine Kindeswohlgefährdung sei nicht auszuschließen; wenn man an der Kasse vom Ladendetektiv angehalten und gebeten wird, mal bitte die Taschen auszuleeren; seine Anwesenheit rechtfertigen zu müssen, wenn man sich als Nichtelternteil auf einem Kinderspielplatz aufhält, oder, was hier vielleicht einigen schon passiert aber mittlerweile besser geworden ist; sich dafür rechtfertigen zu müssen in seiner Freizeit "Killerspiele" zu zocken anstelle Fußball zu schauen und dabei Bier zu trinken, wie es sich ansich gehört bzw. wir sind hier in einem Tabletopforum)... Das Problem bei der PC ist jetzt, dass sich hier die Katze in den Schwanz beißt: Der berechtigte Vorwurf der Stigmatisierung aufgrund konservativer Erwartungen, wird selbst zum Stigmata - aus der berechtigten Ablehnung von Hexenjagden entsteht eine Hexenjägerjagd - übrigens nicht unbedingt zum tatsächlichen Vorteil der Hexen...
  13. Ich bin nach wie vor bei meiner Ursprünglichen Argumentation: Was von seinen Hirnfunktionen her als Toter Mensch gilt wenn es an Maschinen hängt, kann nicht plötzlich bereits ein lebender Mensch sein wenn man die Maschinen durch eine Nabelschnur ersetzt. die Entscheidung ob Lebend oder Tod, kann doch nicht davon abhängen in welcher Umgebung man sich gerade aufhält... Das Argument von Tanzbear sehe ich hingegen als Nebelkerze: Von einem "Abgetriebenen Menschen zu sprechen", setzt bereits etwas Voraus was ja aber der Streitpunkt ist; dass ist so wie wenn ein Bio-Vertreter von nicht biologisch angebauten Lebensmitteln bereits als "unverhältnismäßig gesundheitsgefährdende Konsumgüter" spricht - d.h. seine Deutung wird bereits als gegeben hingestellt und damit jedwede andere Ansicht als "Dämlich" definiert - ob es sich bei dem was fristgerecht abgetrieben wird um einen Menschen handelt oder lediglich um etwas, dass zu einem Menschen würde, wenn man es in Ruhe ließe, ist ja eben der Streitpunkt. Handelt es sich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht um einen lebenden Menschen, hat er als solches eben auch noch keine Menschenrechte. Würde man so eine Argumentation konsequent zu ende verfolgen landet man irgendwann dort, Frauen das Recht abzusprechen nicht Schwanger zu sein, da man damit dem potentiellen Menschen, der aus der Eizelle entstehen könnte, damit ebenfalls die Existenzberechtigung abspräche... Hinzu kommt, das es sich wiederum um eine verdeckt religiöse Argumentation handelt; da es der Natur einen höheren Zweck unterstellt - damit könnte man auch Nusskuchen als "entartet" o.ä. darstellen weil es ja der natürliche Zweck der Nuss sei; ein Busch zu werden... ...hier wird einfach Gott durch die "Natur" ersetzt und ihr ein gerichtetes und normativ bewertbares handeln unterstellt; dafür gibt es einen Begriff, der nennt sich "Biologismus".
  14. Ich nicht, aber obwohl in den letzten Jahren viel Demonstriert wurde, findet sich da einfach nichts wo ich mitlaufen würde, weil halt überall Klientel mitmarschiert mit dem ich mich nicht gemein machen will - da setze ich lieber auf unpolitischer Veranstaltungen die Spenden für irgendwas sammeln - da kann man zwar auch immer über die träger streiten; aber zumindest steht da kein fragwürdiges bzw. unterkomplexes Statment selbst im Mittelpunkt. Die Typen währen witzig wenn sie nicht genauso traurig wie die Gegenseite währen - ich erinnere mich immer wieder an nen Antifa-flyer wo von "neoliberalen-Technokraten" die rede war <- Technokraten sind Statisten bzw. Etatisten, was sich mit liberal (egal wie Neo*) einfach nicht verträgt
  15. Die Antifa demonstriert doch nicht gegen Inhalte, sondern gegen die welche sie vertreten. Das ist Einerseits nicht ganz unberechtigt, da unter einem Slogan am ende verschiedenstes verstanden werden kann; so kann es z.B. auf einer Demonstration "für den Weltfrieden" schnell mal dazu kommen, dass am Ende US- und Israel-Flaggen verbrannt werden und Demos gegen Merkel sind sind in diesen Tagen eben auch oftmals Anlaufstellen für Höckes & Co. ... ...andererseits ist dieses: "Bei Demonstration X geht es nicht nur um X sondern um XYZ" ein grundlegendes Problem; weil man in aller Regel nicht unbedingt mit dem feind seines Feindes befreundet sein will, sich aber kaum dagegen währen kann, vom ersten Feind zu einem solchen erklärt zu werden und das hat man rechts wie auch links und zwar bis weit hinein ins ansich nicht übermäßig radikale Spektrum. Und bei Demonstrationen geht es eigentlich schon seit langem nicht mehr darum für oder gegen was da Demonstriert wird, sondern nur noch darum wer zu der Demo aufgerufen hat - bei einer Demo die über "tichyseinblicke" organisiert wird (ich kann den Artikel nicht lesen, weil Paywall) war eigentlich abzusehen dass die AfD dagegen demonstriert egal ob Merkel dort befürwortet oder abgelehnt wird...