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Athelion

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    spätmittelalt. Burgund (15mm, FoG);
    Österreicher im 7YW (18mm, M&R, DKK)
    Orks (Warmaster)
  1. @Natasake Stimmt. Die neuen sind hässlicher und überladen. Sehen leider wie Plastik-Spielzeug aus, was sie ja irgendwo auch sind - aber muss man ihnen das so sehr anmerken?...
  2. Gefallen mir sehr gut - technisch ganz ausgezeichnet! Aber meiner Meinung nach könnten die viel bunter sein. Da ich mich selbst für die Zeit sehr interessiere, das Hobby aber aufgegeben habe, dachte ich mir, ich könnte ein wenig Inspiration und kunsthistorischen Background beisteuern: Und hier ein Ausschnitt der Ordinnance von 1473 in englischer Übersetzung nach Richard Vaughan, Charles the Bold: PS: Kommt da kein Gras mehr auf die Bases?
  3. Yup. Schwarze Korsaren sind doch "die" Piraten in der Warhammerwelt. Sie sind aber nicht an europäischen Piraten des 17. Jahrhunderts angelehnt, sondern eher ein Mix aus japanisch-chinesischen Piraten und Sklavenjägern der Antike. Vielleicht sind sie ja mit ihren schwarzen Archen auch schon wieder zu gut organisiert, um noch als Piraten zu gelten? (Optisch haben sie nun nicht viel mit den typischen Piraten des ausgehenden 17. Jahrhunderts zu tun. Die phrygische Helmform ist wie bei allen Hoch- und Dunkelelfen an antik griechisch-makedonische Vorbilder angelehnt, der Rest ist Fantasy mit einem Hang zum Asiatischen und - aufgrund von Legging/Lendenschurz - zu nordamerikanischen Wald-Indianern *g*)
  4. Sehr schön! Hier noch ein Link zu einem alten 15mm Burgunder-Armeeprojekt mit einiger historischer Information, die vielleicht interessant sein kann: http://www.tabletopwelt.de/forum/showthread.php?t=127955 lG Athelion
  5. Sehr schön! Die abgesessenen Ritter sind (zusammen mit einigen berittenen Charaktermodellen) dein schönstes Werk bisher, finde ich. Alles sehr sauber gemalt und gute Farbwahl! Das mit dem Bart macht nichts. Zu dieser Zeit waren Bärste meines Wissens nach ohnehin ein no-go. Also dann vielleicht lieber den berittenen Lord Fauconberg einer Rasur unterziehen. Jetzt nur nicht aufhören! Hast du schon ein Spiel mit deinen Yorkern absolviert? Ich komme ganz langsam mit meinen Burgundern auch wieder in die Gänge. Aber zu Weihnachten eröffne ich nebenbei eine zweite Baustelle: Österreicher für den Siebenjährigen Krieg (mit über 50 Mann in 18mm per Battalion! ). Es ist zum Heulen. Und dann kommen die noch aus Australien......
  6. Hm, ich denke mal, dass die Kräfteverhältnisse der beiden Kontrahenten-Grüppchen damit gemeint ist. Rott ist wohl die "Rotte", sonst spuckt da das Grimmsche Wörterbuch nur noch einen Fisch und ein mittelalterliches Saiteninstrument aus. Bin zu faul um zu suchen, ob das Wort noch öfters in diesem Zusammenhang in der Lebensbeschreibung vorkommt. Es war also eine Rotte niemals/nicht zwei Pferde stärker als die andere, das heißt wohl, dass keine Gruppe einen großen Vorteil erringen konnte. Es ist ja die Rede von "mocht", also nehme ich an, dass sich das entweder nicht nur auf die "Ausgangsstärke" der Grüppchen, sondern auch auf den laufenden Kampf bezieht; oder aber das "mocht" deutet auf eine ungefähre Schätzung hin. Aber das ist ja auch ein wenig off topic , und wie das dann im Zusammenhang mit dem Vergleich der Pferde in Verbindung steht, weiß ich auch nicht. PS: Erstes FoG Spiel war super! Abgesehen davon, dass Gelände endlich mal Sinn macht, hat mir der Umstand, dass ich das Spiel durch einen Eigenfehler verloren habe, sehr imponiert. Kurzfassung der Ereignisse im Zentrum: Meine Armbrustschützen - die ich als nicht-Plänkler ausgerechnet vor meinen großen Pikenhaufen hinstellen musste - wurden im ungünstigen Moment von einem Langbogen-Pfeilhagel in die Flucht geschossen. Strike 1: Panik beim Pikenhaufen (--> disrupted), Strike 2: Armbrustschützen fliehen durch Pikenhaufen hindurch, der dadurch in größte Unordnung gerät (--> fragmented). Die Piken wurden dadurch völlig nutzlos, weil sie völlig von der Ordnung der Einheit abhängig sind. Eine Runde später (mein General versuchte verzweifelt und erfolglos, die Reihen wieder zu ordnen *g*) waren die gegnerischen Gendarmen auch schon mitten im chaotischen, flüchtenden Haufen. Es gab eigentlich keine Gegenwehr mehr, mein Zentrum war dahin. Meine eigenen Gendarmen mussten an der linken Flanke um ein Feld herummanövrieren (in dem sich feindl. berittene Armbrustschützen und Langbogenschützen ihr Stelldichein gaben) und kamen ein paar Runden zu spät (ich habe es verabsäumt, sie umzuformieren; in Kolonne wären sie viel schneller da gewesen!). An der rechten Flanke kam der Gegner einen Hügel herunter. Dort konnte ich ihn mit Artillerie recht gut auf Abstand halten (sogar eine Einheit Langbogenschützen aufgerieben!), aber auch mein rechter Flügel (vorwiegend Longbogenschützen) bröckelte unter einem entschlossenen Angriff der gegnerischen Piken nach einigem hin und her dahin. Fazit: TOP! Aber da wir noch recht viel nachlesen mussten, hat sich das Spiel etwas gezogen. Dass es mir und meinem Gegner gefallen hat, zeigt alleine der Umstand, dass wir am Abend von Tag 1 (Schlacht noch nicht entschieden) nicht abgebrochen haben, sondern wir haben es am extra anberaumten Tag 2 zu Ende geführt . Weiter geht es wohl leider erst um Weihnachten herum. bis dahin bleibt mir nicht ausreichend Zeit. Das FoG -Renaissance Regelwerk liegt auch schon bereit, aber zuerst einmal muss ich die Burgunder weiter bemalen. Ob ich wohl den ganzen schönen Tercios, Artilleriebatterien und Caracole-Reitern wiederstehen kann?
  7. Jaja, schon klar. Nur was das Sprichwort genau sagen will verstehe ich nicht. Die Quelle ist übrigens voll von kleinen Raubzügen und Details. Wer nachlesen will oder es nicht bis zum nächsten Ausschnitt erwarten kann: die Lebensbeschreibung wurde 1859 gedruckt und ist hier als Digitalisat verfügbar: http://books.google.de/books?id=Ua0LAAAAIAAJ&pg=PA1&source=gbs_toc_r&cad=4#v=onepage&q&f=false
  8. Ein Geplänkel Es ist an der Zeit für eine Stimme aus der Vergangenheit, die sich sehr gut mit Kriegsführung auskannte. Wieder einmal meine ich damit Wilwolt von Schaumberg (ca. 1450-1510), einen fränkischen Ritter, der uns eine mit kriegshandwerklichen Details gespickte Lebensbeschreibung hinterlassen hat. Auch ein Burgund-Bezug ist da, hat sich Wilwolt doch bei der Belagerung von Neuss, und während Karls Lothringenfeldzug im burgundischen Heer verdingt verdingt. Vor der Schlacht bei Grandson hat Wilwolt "Urlaub" genommen: "in dem batten Wilwolt, der her dis buechs, graf Ber von Helfenstain, her Hanns von Münkwitz und Conz von Haubitz, nach dem sie zwai ganze jar sumer und winter zu velt gelegen ir harnisch verdorben, die klaider an iren leibe erfault und der pfertzeug zu nichten worden, die widerumb zu peßern, sich ire diener und knecht zu klaiden, mit den pferten zu risten, vier wochen umb urlaub, die im geben." Wilwolt ist also nach Speyer gereist, um seine Ausrüstung aufzubessern, und hörte dann dort von der schrecklichen Niederlage des Burgunderherzogs. Er kehrte nicht mehr ins burgundische Heer zurück. 12 Jahre später steht Wilwolt im Dienste Herzogs Albrechts von Sachsen und nimmt zwischen 1488 und 1490 am Krieg in Brabant, Flandern, und Holland teil. König (später Kaiser) Maximilian I. hatte durch seine Heirat mit Maria von Burgund, der Tochter Karls des Kühnen, Flandern geerbt. Die Beziehung zwischen den meisten flämischen Städten und Maximilian war aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern will, ausgesprochen schlecht. Ich mache das Ergebnis kurz: Maximilian wird 14 Wochen lang in der Stadt Brügge gefangen gehalten, während sein Vater Kaiser Friedrich in Köln ein Reichsheer sammelt. Maximilian stimmt einem Vertrag zu, widerruft ihn sobald er wieder frei ist, das kaiserliche Heer belagert ergebnislos Städte, und die Franzosen mischen mit, um Maximilian das burgundische Erbe streitig zu machen. Die ganze Region versinkt für Jahre im Krieg. 1489 verließ Maximilian den Kriegsschauplatz. Die ganze Verantwortung lag nun bei Herzog Albrecht von Sachsen, der 1488 zum Generalstatthalter in den Niederlanden ernannt worden war. In diesem Kontext kämpft auch Wilwolt in den Niederlanden. Mittlerweile ist er in der Karriereleiter hochgeklettert und ist selbst Hauptmann (oft hat er vorher das Kommando über Büchsenschützen). Kriegsführung, das heißt in 90% der Fälle: Kleinkrieg und Belagerung. Offene Feldschlachten sind eine Seltenheit. Ich habe eine Stelle herausgesucht, die uns den Kleinkrieg sehr detailliert vor Augen führt: "Darnach bald batten die von Mechel [Mechelen?, Stadt in Flandern] den herzogen, in [ihnen] einen zeug [einen Zug/Abteilung], damit si ir getrait abschneiden und sicher einbringen möchten, zu leihen; verordent er, hern Wilwolten mit zwai hundert pferden, und als sichs verzoch, verdros in [ihn] den ganzen tag darob zu halten, bevalch hern Marxen von Hain den zeug, nam sechzig der wolgerüsten zu sich, trabt für Lofen [anderer Ort], besach, ob er da ichts schicken möcht." Wilwolt hat also den Befehl, mit 200 Reitern die Bauern bei der Einbringung des Getreides zu schützen. Und das dauerte natürlich solange, dass dem ach so tatendurstigen Wilwolt langweilig wurde. Also stellte er eine kleine Spezialtruppe aus 60 der bestgerüsteten Reiter zusammen, übergab das Kommando über den Rest an Marx von Hain, und ritt mit seiner kleinen Truppe los nach Lofen [?], das wohl zum Feind (in diesem Falle die Franzosen) gehörte. Vielleicht ließ sich ja Beute machen. "Nu waren vil wegen [Wagen] von der selben stat heraußen, die auch getreit einfürten; macht seine gesellen gürig [gierig?], guet zu gewinnen. Gedachten nit, das ander leut, die iren zu verwarenn, auch hielten, ranten uber die bauern, also, das her Wilwolt nit mehr dan sechzehen pferde bei sich behielt, spanten die die wagenpfert aus und viengent die bauern." Und tatsächlich sind auch die Bauern im Umkreis von Lofen gerade damit beschäftigt, das Getreide einzuholen. Wilwolts Reiter sind unvorsichtig und überfallen die Lofener Bauern, nur 16 Reiter halten sich zurück und bleiben direkt bei Wilwolt. Es scheint vor allem um die Pferde zu gehen: an Pferden herrscht eigentlich immer Mangel. Sie sind ähnlich wie Rüstung eine wertvolle Investition. Ein echtes Schlachtross kostet bis zu 20 mal so viel wie ein Arbeitspferd, und war für viele einfachen Edelknechte oder Ritter unerschwinglich. Sie nahmen auch gerne die Arbeitspferde, wie wir in diesem Beispiel sehen. Und dann kommt es, wie es kommen musste: "In dem brechen fünfzig kürüser [Kürißer/Kürassiere;von der Brustpanzerung Küriß], die ob den iren hinter ainer kirchen gehalten hetten, her für. Nu waren sein [Wilwolts] gesellen ob dem gwin zustreit [zerstreut?]. Gedacht her Wilwolt, solt er fliehen, so würden aintweder seine gesellen oder er niderligen, das im alle sein tag spotlich; vermeint, vill bößer [besser] wer, rittelich under augen treffen; wie es darnach gieng, mocht ime doch nit spotlich nachgesagt werden. Hielt also der veint wartent. Sein gesellen, die zustret gewest und geplindert hetten, tetten sich auch, so sie ehst mochten und aufs best, bei in und zusamen." Es brechen also etwa 50 gepanzerte feindliche Reiter hinter einer Kirche hervor, während Wilwolts Männer noch zertreut und mit dem Plündern beschäftigt sind. Wilwolt überlegt kurz, ob er die Flucht ergreifen soll, entscheidet sich dann aber, weil er natürlich so ein toller Ritter ist und in einer Lebensbeschreibung ja nichts anderes stehen kann, dem Angriff die Stirn zu bieten. Seine plündernden Männer versuchen sich so schnell wie möglich wieder zusammenzuschließen. "Der Franzosen haubtman nach irer manir lies, was das pfert laufen mocht, daher faren; gegen dem her Wilwolt, als er in die nehen kam, seuberlich hausiert [hausieren = Pferdegangart; Wilwolt scheint also entgegen geritten zu sein]. Aber der Walch, nach dem er mit seinem spies hern Wilwolten weit uberlangt, draf in so hart, das der spies zu drümmern gieng und sich her Wilwolts pfert, als ob es uber rück ausfallen wolt, wendet. Die andern trafen mit seinen gesellen und wart im gar ein redlich ainspennig knecht herab gestochen. Nu schlugen sie sich von baiden tailn umb den knecht, der noch unversunnen lag, herinden, und mocht ein rott nit uber zwai pfert, den die ander, sterker sein. Ist gemeins sprichwort, das ein gueter anrichter mer, dan zwen arbater schaffen." Es kommt also zu einem Zusammenprall, bei dem Wilwolt einen ordentlichen Treffer abbekommt - aber auch nur, weil sein Gegner mehr Reichweite hatte.... . Ein Knecht/Page fällt vom Pferd und findet sich nun zwischen den kämpfenden Reitern wieder. Unter oder zusätzlich zu den 60 Reitern waren also auch Pagen mit von der Partie. Was mit dem "gemeinen Sprichwort" gemeint ist, verstehe ich nicht wirklich. Wahrscheinlich geht es hier um den Stärkevergleich zwischen Schlachtrössern und "Arbeitspferden"? Oder aber, was wahrscheinlicher ist: es bezieht sich auf den folgenden Teil. Es geht darum, dass eine gute Taktik mehr wiegt, als zahlenmäßige Überlegenheit? Die Gelegenheit nutzt Wilwolt für einen kleinen Exkurs über die Aufgaben eines Anführers: "Es lait auch in kriegshandlung nit daran, das ein haubtman vast [sehr, stark] zabell [zabeln: strenge und hastige arbeit, sich abarbeiten; heute gibt es noch das Wort "zappeln" in einem etwas anderen Kontext] und fecht [fechtet, kämpft]. Er sol aufsehen haben, wie sich an allen orten der streit, sturmb oder handlung mit den veinden helt, und wo gebricht, ersetzen, ein iedlich ordnung zu rechter zeit anbringen, die leut kecklich [lebhaft, feurig, mutig] und menlich anschreien, ob er mangl oder geprechen sieht, die leut underrichten, wie si sich aus dem haufen weren und ir wer gebrauchen sollen, sol sich auch selbst zu fechten nichts, sonder seins leibs not zu wern underfahen." Ein guter Haubtmann ist also nicht zum Kämpfen da (und wenn, dann nicht um Beute zu machen, sondern nur zur Verteidigung seines Lebens), sondern er soll stets den Überblick bewahren, Lücken in der Ordnung rechtzeitig erkennen und schließen, und er soll seine Männer "kecklich und menlich" anbrüllen. Und Wilwolt ist natürlich ein schlauer, guter Anführer: "Derhalb auch Wilwolt seiner gesellen fechten eben abschatzt [abschätzt], sach, das sie den kürüsern weder mit hauen oder stechen nichts abgewinnen mochten; den, wo die manglung am grosten, rückt der werd [?] haubtman hin zue, mant die seinen, sagt in, das si zu den pferden gedenken, die nider stechen sollen, den wo die pfert legen, mochten in die man in irem schweren harnisch nit entweren." Wilwolt sieht, dass seine Männer nicht viel gegen die gepanzerten Gegner ausrichten können, also gibt er ihnen die Anweisung, auf die Pferde der Gegner zu schlagen. Warum die Reiter nicht selbst auf diese Idee gekommen sind? Nun, vielleicht verleitet die Aussicht auf Beute beide Seiten dazu, nicht auf die Pferde zu schlagen? Wahrscheinlich auch, dass man den Gegner lieber gefangen nehmen als töten wollte (Stichwort: Lösegeld) - ritterlich, so wie wir uns das heute vorstellen, ist daran aber gar nichts. Es geht um wirtschaftliche und damit verbunden auch soziale Existanzgrundlagen (Pferd, Rüstung, Lösegeld). Und wir dürfen nicht vergessen, dass das Gefangennehmen auf "wertvollere" Gegner beschränkt war. Gegenüber dem Fußvolk etwa, wurde gar keine Nachsicht gezeigt. Aber zurück zum Kampf: "Also wurden den Franzosen so vil hengst ernider und wunt gestochen, das sie wichen musten und fluhen auf ein holweg, nit ver [fern] von in, darinnen sie bei achtzig fueßknechten ligen hetten, und als sie dieselben den allerma [Alarm] schlagen hörten, her Wilwolt und die seinen, dan die veint ein halt [Wilwolt benutzt halt auch für Hinterhalt] verstoßen [verstoszen ist im diesem Sinne wohl "verbergen/verstecken"], tetten gemach und sich wider zusammen, den wo sie die raisigen weiter getrungen, wern sie zwischen dieselben ir fueßvolk und in den engen weg, da sie nichts schaffen und schwerlich von in kumen mügen." Wilwolts Plan geht auf: durch die neue Taktik werden die französischen Reiter zur Flucht gezwungen. Wie sie mit so vielen niedergestochenen Hengsten fliehen konnten, ist mir allerdings ein Rätsel. Ersatzpferde? Gefangene, von denen Wilwolt nichts erzählt? Wilwolts Leute verfolgen den Gegner bis in einen Hohlweg, wo sie auf 80 Fußknechte stießen. Woher weiß Wilwolt das so genau? Sah er sie, oder hörte er nur den Alarm schlagen? Als guter Anführer sah Wilwolt freilich, dass auf dem engen Weg seinen Reitern gegen das Fußvolk kein Erfolg beschienen sein würde. Er sammelte seine Männer von der Verfolgung. "Darumb wart durch den haubtman wider auf die walstat gerückt, der lies spies, schwert und ander wehr, der den veinden vill empfallen, wider auflesen. Die Franzosen rückten in mit irem fuesvolk nach. Her Wilwolt entweich. gedenkent, sie sollen sich wider vor den knechten tun, was aber ir meinung nicht. Da er Wilwolt das merkt, nam er sein gefangen, den herrn von Pferdershaimb mit sich, zoch mit seinem vortl weck, schickt nach dem andern zeug hinter im haltend verlaßen, im under augen zu ziehen. ob ein gerueter zeug sich von Loffen aus, als er besorgt, vinden würd, das er damit nit ubereilt würde, den im die seinen vast mühd und verwundt." Wilwolt lässt seine Männer den Rückzug antreten. Dort, wo vorher das Geplänkel stattgefunden hatte, sammelte man freilich die im Gefecht verlorene Ausrüstung auf. Dann bin ich mir nicht ganz sicher: Wilwolt wollte anscheinend zurück zur größeren Truppe, die die Bauern beschützte. Seine Männer waren da aber anderer Meinung und wollten noch weiter in der gefährlichen Position ausharren und Beute machen. Wilwolt aber, so hat es den Anschein, hatte bereits genug - im wahrsten Sinne des Wortes: Immerhin hatte er einen Gefangenen gemacht (?), mit dem er nun von dannen zog. Als guter Hauptmann machte er noch den größeren Zug darauf aufmerksam, dass seine Männer weiter vorn geblieben waren, und dass man aufpassen sollte, falls frische gegnerische Truppen heranrücken würden. Natürlich braucht es auch noch weitere Gründe (und die müssen ja nicht einmal erlogen sein), warum Wilwolt nicht bei seinen Männern ausgeharrt hatte: "Im was auch sein hengst totwunt, der am dritten tag dar nach starb. Es hat ein iedlicher reitersman zu bedenken, das si sich zu baiden tailn hart erbeiten und schlahen haben müßen, den under klainen zeugen, als die gewest, vermischen niemant die straich [hier wohl im Sinne von Waffengang, Treffen?], das in haubtschlahen nit geschiecht, da müßen die vordern glider fechten, kombt etwan der sechst oder zehent man nimmer zu schlagen; den wolchen haufen die vordern glider gedrennt und weichens gezwungen, gewondlich gedenken [vielleicht decken, oder doch denken?] die hindern den wegsten, und tretn irs pfats, das da nit gesein mocht, den da was vast man an man, wie das vor gehört, het sich ieder des seinen zu wern und was ein sölch hert schlahen gewest, davon vor nit vill gehört." Ich kann mir daraus nur folgenden Reim machen: Es war ein sehr harter Kampf, weil man im Geplänkel (in kleinen Zügen), anders als in einer großen Schlacht (in Haubtschlachten), nicht auf die hinteren, nicht-kämpfenden Glieder zurückfallen konnte und nicht von ihnen abgelöst wurde. Zum Abschluss eine idyllische kleine Lagerszene - Belagerungsalltag:
  9. Oh, die Piken habe ich mir auch bei Donnington mitbestellt - bin zu faul, mir die selbst zu machen. Sie sind alle 5 cm lang, sehr robust, und obendrein gefährlich (!) spitz . Einzig das Löcherbohren in die kleinen Fäuste war ein wenig nervenaufreibend.
  10. So, da ist sie endlich, die erste Hälfte des (kleineren) Pikenhaufens. Die endgültige Version wird dann 4 Reihen tief stehen. Ich habe mich um einen Kompromiss aus Geschwindigkeit und Qualität bemüht. Aber am Ende dauert doch alles immer länger... Bis auf drei Mirliton-Kerle in der zweiten Reihe sind alle New Era Donningtons. Morgen stehen ein paar winzige erste Spiele FoG/Impetus an! *freu* Mal schauen, ob der Haufen gesprengt wird.
  11. Juhu! Ein zweites Fog-Projekt! Sehen natürlich super aus! Besonders schön finde ich auch die Bases. Bist du da mit Graveyard o.Ä. über ein dunkles Braun gegangen? Und woher kommt das schöne Gras?
  12. So, endlich habe ich wieder Zeit für meine Blechdosen! Neuigkeit 1: Das Banner wurde erneuert. Die Gendarmen brauchten einfach ein größeres und schöneres. Ich habe einfach die Freezywater-Flaggen eingescannt, verkleinert, auf Fotopapier ausgedruckt und dann noch nachbearbeitet (Gelb wurde zu Gold - das war vielleicht eine Arbeit!, Schattierungen für das Rot). Neuigkeit 2: Ich bin mit der ersten Hälfte des Pikenierhaufens (=4 Bases von 8) bald fertig. Endlich habe ich mich zu einer Fließbandmalweise durchgerungen! Dadirch leidet die Qualität natürlich ein Bisschen, aber dafür habe ich irgendwann mal eine bemalte Armee! Ich präsentiere die Ergebnisse so schnell wie möglich! Bin gerade noch beim Ausprobieren der Stoffarben. Auf vielen Buchminiaturen tragen die Kämpfer recht dunkle und gedämpfte Töne: sehr tiefes dunkles Blau, Fleisch-Rosa-Farbe, Samtrot, Schwarz, Brauntöne. Ich muss also ein Bisschen Abstand von diesen superknalligen Farben nehmen.
  13. Ja, also, ich will hier ja niemanden in die Bredouille bringen. Nur Fantasy zu machen ist ja auch ganz und gar legitim. Das mit der Vielfalt stimmt natürlich, d.h. wenn mal etwas Historisches dabei sein sollte, dann wäre es sicherlich besser, immer nur ein System vorzustellen. Es gibt ja je nach Epoche (Ancient und Medieval - Pike and Shot - Linear - Napoleon - ? - WWs) und Ausrichtung (eher in Richtung Skirmish oder lieber in richtung Masse) ganz unterschiedliche Spiele, die sich z.T. auch mit unterschiedlichen Miniaturen-Maßstäben spielen lassen. Ein leichter Einstieg wäre sicherlich Warhammer Ancient Battles (ist ja auch sehr aktuell, da gerade neue Edition 2.0!) oder - von den Regeln auch eher simpel - Impetus. Zugegeben kenn ich bisher nur Warhammer Ancient Battles (alte Edition), Field of Glory und Impetus. Da als kleine News: Im September kommt "Field of Glory Renaissance" heraus ("Field of Glory" bildet die Zeit von den Babyloniern bis ca. 1500 ab, Field of Glory Renaissance wird so bis in die Zeit von Ludwig XIV gehen, also im Wesentlichen besondere Regeln für die damals eingesetzten Pikenformationen etc. bieten), und ein neues Armeeheftchen (15th Jahrhundert -Listen) für Impetus.
  14. Ja, ja, ja! Sicher doch! Viele (oder vielleicht sogar die meisten?) Tabletopper kennen hist. TT wahrscheinlich nur wenig! Wie sollen sie denn da erkennen, wie toll das ist?! Megapotato als Medium der Erleuchtung, von der Einsteigerdroge Warhammer zum richtig harten Stoff, muharhar!
  15. Oh mann! Ich wünschte mir mal einen Beitrag über Tabletops im historischen Bereich! Gibt ja genug davon! Bei mittlerweile 18 Folgen voller Elfen, Zwerglein, Drachen, Piraten und Orks wäre das mal angebracht, finde ich!
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