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Leolyn

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Über Leolyn

  • Rang
    Town Cryer

Profile Information

  • Gender
    Male
  • Interests
    Mortheim, WarhammerFB (8te Edi), Necromunda, Judge Dredd, EDEN, Batman

Converted

  • Spielsysteme
    Warhammer Fantasy
    Mortheim
  1. WIR BAUEN EINEN TURM

    Ich muss mal fragen: Wäre eine Base mit unregelmässigen Rändern nicht viel schöner? Du scheist es als Erde gestalten zu wollen, und da es sich trotzdem vom Tisch unterscheiden würde, wäre da eine unregelmässige Form einfach natürlicher. Aber wenn ich so nachdenke, vermutlich plant der Hochkönig seinen Turm eh nur für Fotosessions
  2. In der verdammten Stadt

    Das Podest... Ich glaube das ist von Roostermodel: https://de-de.facebook.com/Roostermodel/ Habs auf jeden Fall gebaut gekauft. Der Christoph macht viele geniale Sachen aus MDF für den deutschen Markt. Hab von ihm wirklich viel Zeug, am größten meine Hochelfenburg. Momentan planen wir gemeinsam an einer Dunkelelfenburg. Auf Auftrag macht er wirklich fast alles. @obaobaboss: Da sind auch passende "Ausstellungsstücke" geplant Erkennt jemand noch die Schatzkiste?
  3. In der verdammten Stadt

    Nach langer Zeit wieder ein bisschen Gelände fertig: Ein Podest Eine Schatzkiste Beide in Vorbereitung für unsere Mutiny in Marienburg Kampagne in München.
  4. In der verdammten Stadt

    Freut mich dass es euch gefällt. Das Finale kommt in einigen Paketen, da ich gerade nicht viel Zeit habe. Wellentag, 17. Pflugzeit, Imperiales Jahr 2002 Kurz vor Morgengrauen Ich konnte mit jedem Atemzug spüren, wie die leuchtende Teufelsmaschiene im obersten Stock des Tempels an meine Seele zog. Es war ein entsetzliches, kaltes Gefühl und es erfüllte mich mit so einem Schrecken, dass ich kaum einen Schritt tun konnte. Morr verzeih mir, denn dein Diener ist kein Krieger. Wäre ich ein mutigerer und besserer Mann, so hätte ich vielleicht deinen Dienst in den Armeen des Kurfürsten gemacht. Doch ich gestehe hier, vor deinem Angesichte, dass ich einst sehr zufrieden war, die Stelle im großen Tempel von Mortheim zu bekommen, unter so einem bekannten Abt wie Soloman Ventor. Eine ruhige Stelle... damals. Doch nun, du prüfst mich also heute. War unser Abt wirklich diese übergroße Silouhette, die sich da oben gegen das Leuchten der Maschiene abhob? Ich konnte hier und da feine Schleier durch die Luft segeln sehen, die alle in Richtung des Tempels glitten wie Wasser in einem Strudel. Waren Sie das was ich dachte? Die Seelen der Toten, gestohlen bevor unser Herr Sie retten konnte? Drohte das auch mir? Verzweifelt wandte ich mich an Vater Siegbert, der tatsächlich überrascht, aber nicht verwirrt wirkte. Ich erzählte, nein ich beichtete ihm leise meine Pein. Nein, er spüre selbst nichts vom Sog der Mascheine. Und leiser fügte er hinzu "Doch die Gesiter der Toten, die vermag ich auch zu sehen." Dann wieder lauter, dass alle ihn hören konnten: "Diese Maschiene MUSS zerstört werden! Wir werden hier nicht weichen solange ich lebe!" "Nein, bei Sigmar!" bekräftigte Fey Kling. Der Mann wirkte wie verändert, so erfasst von seiner gottgegebenen Aufgabe. Ja, vermutlich war es wirklich egal, welcher Gott hier intervenierte. Hauptsache einer würde es tun. "Bleibt hier Vater. Ich rufe euch wenn es vorbei ist. Und ihr euren Tempel reinigen könnt!" sagte Fey Kling feierlich und befahl seine Meute voran. So brauchte ich eine Sekunde zu vestehen, dass einer fehlte. Der Elf war nicht da! Ich blickte mich panisch um, brauchte einige besonders laute Herzschläge um ihn nur wenige Schritt über mir, auf eine der Ruinen zu entdecken. Seine kalten violetten Augen musterten mich, und wanderten langsam zwischen den abrückenden Hexenjägern und mir. Er holte langsam einen Pfeil aus seinem Bogen und legte es auf die Sehne, die Spitze noch nach unten gerichtet. Plante er mich zu ermorden, wenn die Hexenjäger weg waren? Mein Herz setzte aus. "Keine Sorge Pater, hörte ich plötzlich, wir halten Sie in Schach!" Es war die freundliche Stimme von Herrn Pfefferkorn, den Koch. Ich erkannte ihn auf meiner anderen Seite, hoch auf eine Ruine, zusammen mit dem Armbrustschützen unter den Hexenjägern. Bruder Absolvius, glaube ich. Wobei nur Siegbert aus diesen selbsternannten Hexenjäger ein echter Priester war. Der Elf betrachtete die beiden anderen, ich kann seine zeitlose Mimik kaum lesen, doch ich bilde mir ein, wirklich Bedauern in seinen Augen zu lesen. Dann wandte er sich von mir ab und liess einen ersten Pfeil in den Ruinen fliegen. Irgendwo hörte ich einen Schrei. Wir waren definitiv nicht allein, die anderen Prieser hatten auch Männer gefunden, die Ihnen hierher gefolgt waren. To be continued
  5. Modelle mit mehr als 1 LP bekommt man dann doch mit der Zeit. Dieser Spruch ist tatsächlich eher etwas bescheiden, der mit Haus einreissen oder der Hirschsprung habe ich selber aber als sehr positiv erlebt.
  6. In der verdammten Stadt

    Die Ritter der heilenden Flamme Habe zwar keine neuen bemalten Figuren, doch dafür eine Geschichte. Etwa seit Januar lief bei uns intern eine Mortheim Kampagne, die Hüter der Seelen. Das Booklet findet ihr anbei. Und da es Kampagnenpunkte für begleitende Spielberichte gab, habe ich auch fleissig dazu im Strategenforum geschrieben. Ihr bekommt nun hier die ganze Geschichte der Ritter der Heilenden Flamme (Hexenjäger), erzählt von Vater Borrin Fatalismus, einen Kleriker des Morr. Aus dem Tagebuch von Vater Borrin Fatalismus, Seite 168 Bezahltag, 8. Vorhexen, Imperial year 2001. Als ich nach Mortheim zurückkam fand ich die Stadt so vor, wie ich sie mir in meinen schlimmsten Träumen nicht vorgestellt hatte: nicht nur ein zerschmetterter Schatten seiner Selbst, sondern mehr wie eine Wasserleiche, aufgedunsen mit Brackwasser und voller finsterer Krankheiten. Sie wartet nur auf die Berührung eines Unwissenden und ihn mit ihrer Pest zu infizieren und ihn mit in ihrem nassen Grab zu ziehen. Die neuen Siedlungen um die Stadt herum sind auch bereits voll mit Gier, Korruption und Verrat infiziert, eine schier endlose Zahl von Männern und Frauen kommt jeden Tag an, wird von Mortheim aufgesogen und kehrt nie mehr aus seinen brandschwarzen Mauern zurück. Wie viele Tote wohl ohne Morrs Segen auf den alten Straßen liegen? Alleine kann ich nicht hineingehen, denn selbst Morr wird mich dort nicht solange schützen können, bis ich zum Tempel vorgerückt bin. Ich brauche Hilfe, aber erstmal einen Dach über den Kopf und einen warmen Eintopf. Konigstag, 9. Vorhexen, Imperial year 2001. Da dieser verdammte Greis Lagus schon im Hause des Totengräbers von Sigmarshafen Zuflucht gefunden hat, musst ich woanders hin. Morrs Wege müssen wahrlich endlos sein, wenn dieser alte Tattergreis immer noch am Leben ist. So werde ich erstmal in einer der Tavernen unterkommen müssen. Angestag, 10. Vorhexen, Imperial year 2001. Im "Feuchten Halbling" ist das Essen bei weitem eines Halblings nicht würdig, nur der Schimmel an den Decken und Wänden macht Jeden feucht, der länger hier drin wohnt; ein direkter Weg in einem Grab. Doch von meinem Tisch in der Ecke beobachte ich nun schon eine geraume Weile das Kommen und Gehen der ungewaschenen Abenteurer aus allen Ecken unseres zerstrittenen Landes. Morgens rücken sie aus und betreten die Stadt, Abends kommen sie zurück und verprassen ihren Fund, doch sind sie meist weniger Mann als am Morgen weggegangen sind. Und ihre Toten bringen sie fast nie mit zurück... was für eine Schande. Festag, 11. Vorhexen, Imperial year 2001. Heute habe ich mich mit Vater Siegbert unterhalten, einem Mann des Sigmar. Er hat eine durchdringende, barsche Stimme, doch in seinem Grunde scheint er die Menschen zu lieben. Wir haben uns auf Anhieb verstanden, denn er sieht schon lange, wie dringend Morrs Segen in Mortheim gebraucht wird. Siegbert und ein berechneter Mann namens Feykling haben eine kleine Truppe Hexenjäger und Gesindel um sich versammelt, und ab morgen werde ich mich Ihnen anschließen. Ich habe lange genug gewartet; nun muss ich meinem Schicksal folgen. Wellentag, 12. Vorhexen, Imperial year 2001. Mein Kopf schmerzt ordentlich... so ein Oger Dolchstoss ist nichts für einen alten Mann wie mich. Ohne Vater Siegbert wäre ich wahrscheinlich gleich am ersten Tag meiner Rückkehr verblutet. Ich muss lernen vorsichtiger zu sein. In den Ruinen sind wir eine Bande entflohener Sklaven begegnet. Alles abgehärtete, kampferprobte Männer, die in den Kampfgruben ihr Geld verdienen. Sie waren schwer in der Unterzahl, ich glaube sogar 2:1 unterlegen. Ich ging ihnen entgegen um sie zu überzeugen, einfach ihres Weges zu ziehen. Das war wohl schon zu spät, denn Sie standen schon unter dem Beschuss von Feyklings Männer. Der schon verwundete Oger stürmte mich einfach brüllend und ließ Schläge auf mich einregnen. Dann gingen mir kurze Zeit später die Lichter aus. Als ich aufwachte war alles vorbei. Vater Siegbert hatte mich verbunden und kümmerte sich nun um Bruder Prosperus, der ebenfalls von den Gladiatoren verprügelt wurde. Er wird wohl noch einige Tage das Lager hüten müssen. Doch dabei war es auch geblieben. Die Hexenjäger waren noch vollzählig. Doch mein Peiniger, der unbekannte Oger, lag tot in den Staub. Nicht dass ich ihm das je gewünscht hätte. Niemand wollte den massigen Kadaver tragen, so konnte ich ihm nur die ersten vier Sakramente geben. Morr empfängt auch diese dummen Geschöpfe, würde dieser alte Narr Lagus sagen. Mal sehen. Erst danach zeigten sie mir noch eine Leiche. Eine Frau, eine Matriarchin der Schwesternschaft. Ob die Geschichte der Hexenjäger stimmt, und die Frau sie zuerst angegriffen hat, das kann ich nicht sagen. Doch sie hatte viele Narben, sie hat wohl in ihrem Leben oft gekämpft. Heute hat ihr einer von Feyklings Hunden die Kehle herausgerissen, und ihr Licht ausgelöscht. Der furchtbare Anblick rührte keinen der selbsternanten "Ritter der heilenden Flamme"; sie spuckten auf Sie und beschimpften Sie als Hexe. Irgendwie freue ich mich, dass Sie die Frau nicht lebend in die Finger bekommen haben. Auch ihren Leib wollten sie nicht mitnehmen, ihre Leiche hatten Sie offenbar schon geplündert. Zwei der Zeloten hatten am Ende meiner Rede dann doch genug Angst vor Morr, um für mich die Leiche der Frau zu tragen. Siegbert und besonders Feykling warfen mir finstere Blicke zu, doch sie hatten genug Respekt vor meinem Gott um mich nicht zu behindern. Zurück in Sigmarhafen habe ich dafür gesorgt, dass die Frau alle 9 Sakramente erhielt und anschließend mit auf einem Scheiterhaufen kam, denn zwei Reikländerbanden schon für ihre 3 Toten des Tages gekauft hatten. Hier wird soviel gestorben, dass ein Holzfäller namens Utrecht in Sigmarhaven einen Feuerbestattungsgeschäft unterhält. Jeden Tag baut er drei große Scheiterhaufen auf und verkauft die Plätze darauf an die Gruppen der Abenteurer und Hexenjäger, die in der Stadt Quartier bezogen haben. Heute Abend haben alle 3 Scheiterhaufen gebrannt; dreizehn Tote, an nur einem Tag. Aus dem Tagebuch von Vater Borrin Fatalismus, Seite 170 Markttag, 1. Nachhexen, Imperiales Jahr 2002 Die armen Teufeln hier müssen in der letzten Nacht so fast jedes Kupferstück verprasst haben, das sie in den letzten Monaten eingenommen haben. Aller Laster wurde in der vergangenen Nacht ausgiebig gefrönt, als ob der alte Fürst noch leben würde und Mortheim wieder dem Wahnsinn anheim gefallen wäre. Ich blieb auf meinem Zimmer, denn zu Feiern wollen die Menschen meistens keinen Diener Morrs um sich haben. Tatsächlich war der Wirt aber so vorausschauend, dass er mit Essen und einen kleinen Krug wein auf mein Zimmer schicken lies. Erst gegen morgen war ich so müde vom Radau, Geschrei und Gestöhne, dass ich in einem bleiernen, tiefen Schlaf fiel. Als ich aufwachte, dachte ich dass ich einer der ersten wäre, die schon wach seien. Über Sigmarhafen lag einen selige Ruhe, die ich kaum anders zu beschreiben weiss. Alle hatten sich verausgabt. Dann zerriss das Wehklagen eines Weibes die Stille, und ich wusste, dass jemand tot war. Nur wenige Minuten später kam die magere, rot zopfige Tochter des Wirts auf mein Zimmer, mit roten Augen und unfähig, etwas zu sagen. Sie brachte mich zum Schlafgemach ihrer Eltern, die beide tot auf blutigen Laken waren. Das Zimmer war nicht durchwühlt, doch ein kleiner Geheimfach war im Fussboden unter einem Waschschrank offen. Es war mir nicht schwer zu verstehen: Nicht alle Halunken dieser Stadt hatten gestern Nacht getrunken. Eine besonders perfide Seele hatte gewartet, und einen der Männer überfallen, die in dieser Nacht am meisten verdient hatte: einen Wirt. An den gefesselten Händen des Wirts und dem Knebel seiner Frau konnte ich erkennen, dass der Dieb ihn wohl mit dem Leben seiner Frau erpresst hatte, das Geheimnis seines Geldversteckes zu verraten. Doch das hatte dem armen Mann nicht genutzt, denn der Dieb hatte nicht Wort gehalten. Ich gab beiden die 9 Sakramente, danach ging ich zu Utrecht, der mit seinen beiden Söhnen bereits dabei war, zwei Scheiterhaufen zu bauen. Ich fragte ihn, ob er glaube dass die Abenteurer nicht zu betrunken wären, um heute nach Mortheim zu gehen. Er sagte doch, tatsächlich. Doch heute Nacht seien noch zwei Wirte gestorben, und jede Familie zahle für einen eigenen Scheiterhaufen. Nun werden es 3 Scheiterhaufen sein. Der Mörder hat eine blutige Nacht gehabt. Und mir Morrs Arbeit überlassen. Aubentag, 10. Nachhexen, Imperiales Jahr 2002 Die Nachwirkungen des großen Besäufnisses zu Neujahr haben bei vielen der selbsternannten Abenteurer hier lange Spuren hinterlassen. So lang, dass die meisten die Wirtshaus-Morde zum 1. Nachhexen auch heute noch nicht wahrgenommen haben. Sie sehen täglich so viele neue Gesichter, dass den meisten gar nicht auffällt, dass sogar der Wirt ein anderer geworden ist. Die zwei Töchter des Wirtes haben nun mehrere Tage versucht, den Laden am laufen zu halten, doch ganz ohne Bargeld konnten sie die Vorräte nicht so schnell ersetzen, wie die (zum Teil schlechten) Kunden sie verbrauchten. Außerdem wurden die rauen Männer in der Schänke schnell handgreiflich, als sie begriffen, dass die zwei Jungen Dingern gar keinen Schutz mehr haben. Die Mädchen gerieten immer mehr in Problemen, und so hat unsere Wirtschaft, der "Löcherige Kessel" hat seit gestern Abend einen neuen Besitzer. Ich bin schon recht gespannt zu sehen, welcher Mann heute durch die Tür treten wird. Marktag, 11. Nachhexen, Imperiales Jahr 2002 Utherich Nuwald ist jetzt der neue Besitzer des "Löcherige Kessels". Er ist ein Bär von einem Mann und spricht mit der Zunge des Nordens. Irgendwo von der Grenze zwischen dem Middenland und dem Ostland, würde ich sagen. Bin ja schon ein bisschen herum gekommen. Er hat wilde braune Haare und macht als Kämpfer sicherlich einiges her, doch als Wirt .... Die zwei Töchter des Wirts hat Utherich als Schankmaiden eingestellt, und seinen Einstand mit einer Runde aufs Haus eröffnet. Seine Kundschaft, Abenteuer aus dem ganzen Imperium und sogar aus dem entfernten Tilea, jubeln ihm jetzt zu. Ein kluger Zug von ihm. Auch wenn mir mein altes Gefühl sagt, dass unser neuer Wirt gar nicht die hellste Kerze am Grab ist... Aber ich lasse mich ablenken. Ich bin hier, um zum Tempel vorzustossen, wo MEIN Schicksal auf mich wartet. Es sollte mich wenig kümmern, woher Utherich Nuwald, ein ungewaschener Nordmann, ein sack voll Gold für eine so begehrte Trophäe wie eine der Tavernen in Simarshafen hat. Ich muss definitiv diesen Trunkenbold Feykling aufsuchen, und ihn und seine Fanatiker zu Bewegung auftreiben! Festtag, 16 Nachhexen, Imperiales Jahr 2002 Fast zwei Wochen haben die Hexenjäger und ihre Fanatiker gebraucht, um sich von den Folgen des Besäufnisses in der Neujahrsnach soweit zu erholen, dass ich sie wieder dazu bewegen konnte, in die verdammte Stadt zu gehen. Wahrscheinlich hat Feyklings leerer Beutel ihn viel mehr zur Tat bewogen den meine Bitten. Selbst so ein selbsternannter Edelmann wie er hat es nicht leicht, so lange eine Meute von Männern durchzufüttern. Und Hunden! Die Hunde darf man nicht vergessen, denn seine grausigen Bestien machen den Eindruck, als würden Sie Kinder fressen, wenn sie kein blutiges Fleisch von ihm bekommen. So betraten wir endlich wieder die wahnsinnigen Straßen der Stadt, und bewegten uns zum Totenkopfviertel. Und dort, gleich vor den Toren des alten Gefängnisses, begegnete uns der Wahnsinn! Aus den Straßen gegenüber begannen die Gehörnten auf uns zuzumarschieren, eine Rotte Tiermenschen, von denen ich bisher nur ihn Kneipenerzählungen hörte. Und Ihnen voraus rannten viele kläffende, mutierte Hundebestien, die sich auf uns stürzen wollten! Und hier beeindruckte mich der Hexenjäger Hauptmann zum ersten Mal. Er schrie seinen Männern zu: "Eine Goldkrone für jeden Mann, der mir so eine Bestie erschlägt!" Und die Männer jaulten vor Freude! Doch die währte kurz, denn plötzlich sprang aus dem Tor des Gefängnisses ein riesiges Mutiertes Biest, das wie ein Gigant in die Hundemeute fuhr. Ich brauchte wirklich Augenblicke zu erkennen, dass er sogar noch Männer als Begleitung hatte; mickrige, mutierte Bucklige, die noch die Jutesäcke der Gefängnisinsassen am Leibe hatten! Die Hunde der Tiermenschen jaulten und bissen, doch zwei der 3 waren schon erschlagen, als die ersten Tiermenschen sich mit Gebrüll in den Kampf stürzten. Und noch mehr ihrer Hunde! "Wartet noch Männer! Wir schicken die Hunde!" befahl Feykling und rückte langsam näher, während er seine eigenen Bestien von den Ketten lies. Auf dem kleinen Platz vor dem Gefängnistor gabs inzwischen ein wildes Beißen und Hauen, während der Wegewächter Nachtmann und der Hexenjäger mit der Armbrust immer wieder Bolzen ins Gemenge feuerten. "Angriff"! befahl dann auch Feykling, und irgendwie überraschte es mich gar nicht, dass er selbst nur einen Tiermensch angriff, der schon benommen am Boden lag.... Seine restlichen Männer stürzten mutig voran, der Flagellant griff sogar mit wirrem Predigtgesang die riesige Bestie an, die schon mehrere Tiermenschen und Hunde zu Boden geschickt hatte, und nun sich gerade dem Größten der Tiermenschen zuwandte. Ich hielt mich zurück, denn ich war mir sicher, an diesem Tag würden meine Dienste wieder gebraucht werden. Der Mutant schmetterte den Flagellanten zu Boden, während es in der Mitte unklar war, wer die Oberhand gewann. In einer Ruine auf der anderen Seite des Platzes brach plötzlich Feuer aus, und ich war nicht überrascht, zwischen den Flammen einen weiteren Tiermenschen und einen Mutanten in schwarzer Kutte zu erkennen. Sie wollten gerade den Flammen entkommen, als eine riesige Spinne aus der Dunkelheit in die Gasse hinter der Ruine trat, und Ihnen den Weg versperrte. Die beiden riefen jaulend durch die Flammen auf den Platz, und bevor ich mich versehen konnte, nahmen alle Tiermenschen Reißaus. Sie hatten auf dem Platz auch schreckliche Verluste erfahren, ihre Moral war gebrochen. Vermutlich hatte auch der große Tiermensch die Flucht den Klauen des Mutanten vorgezogen. Umzingelt und allein, zog sich jetzt der riesige Mutant auch in den Schatten der Gefängnisruine zurück. Er war sichtlich verletzt, und ich war mir sicher, die selbsternannten Ritter der heilenden Flamme werden ihn jagen und dem Feuer übergeben. Doch ich sollte wieder überrascht werden. Feykling dachte gar nicht daran, das Biest zu verfolgen, er predigte nur laut über den Sieg der Wahren über die Bestien. Er ließ dieses Vieh eindeutig gerne entkommen... Den er ließ die Umgebung durchsuchen, aber nicht das Gefängnis. Und er zahlte seiner Bande sogar das versprochene Kopfgeld, denn sie hatten 3 der mutierten Hunden sogar selbst erlegt. So sicher traue ich ihrer Prahlerei nicht, doch der Hexenjäger Hauptmann schien das auch nicht allzu genau zu nehmen. Er ließ die toten Hunde häuten, vermutlich um die Felle als Trophäen zu verkaufen. Sogar den Kopf eines gefallenen Tiermenschen sammelte der Hauptmann persönlich ein. Einer seiner Kameraden fand zwei Häuser weiter einen kleinen verlassenen Marktplatz, wo sie sogar noch einige Goldstücke und brauchbare Waren fanden, genauso wie 4 dieser grausigen grünen Morrsteinsplitter. Es war ein sehr sonderbarer Tag, und ein grausiges Gefecht. Und was mich tatsächlich am meisten überrascht, ich musste am Abend niemanden aus dieser Bande bestatten. Bestimmt das nächste Mal. Backertag, 3. Jahrdung, Imperiales Jahr 2002 Als ein Mann Morrs bin ich es eher gewöhnt, dass die Menschen mich meiden und Angst vor mir haben, besonders wenn die Aufmerksamkeit meines Gottes auf mich gelenkt ist. Mich kann nach so vielen Jahren Dienst an den Toten wenig erschüttern. Zumindest dachte ich das. Denn heute habe ich selber gespürt, wie sich meinen Nackenhaare sträuben, es lief mir eiskalt den Rücken herunter. Er lief auf zwei Beinen, hatte feinste, wenn auch fremdartige Kleidung an, ja er konnte sogar lächeln. Und doch hatte er nichts Menschliches! Vor etlichen Jahren habe ich Elfen aus der Ferne gesehen, abgesandte Händler aus Marienburg, die den Grafen in Mortheim besucht haben. Doch heute, heute habe ich einem Elfen in die Augen gesehen. Und dort war nur Fremdartigkeit! Tiefe, dunkle Seen reinstem Violett, mit goldenen Sprengseln. Tief und unergründlich, kalt und ohne Interesse. Als Bruder Siegbert voller Feuer von Sigmars Auftrag sprach, betrachtete diese Fee ihn wie ein Kind, das von seiner Sandburg erzählt. Ja, es war Arroganz. Doch es war auch weit mehr als das. Hinter diesem Lächeln steckte so viel mehr Erfahrung, dass ich es mit der Angst zu tun bekam. Mir war so bange, dass ich sündigte, Morr verzeihe mir! Einen Augenblick lang dachte ich: "Gleich wird dieses Wesen den Mund aufmachen, und mir in seiner wunderschönen Stimme erzählen, dass unsere Götter nur Kinder seiner Götter seien... Und ich würde es ihm glauben..." verzeih mir mein Herr, dein Diener ist schwach gewesen! Dabei redete der Elf kaum, die meiste Zeit strich er behutsam mit einem bösartigen gezackten Messer aus schwarzem Stahl über ein gerades Holzstück. Das sollte wohl später mal ein Pfeil werden, so wie die vielen, die mit feinsten Falkenfedern befiedert in seinem blattbestickten Lederköcher warteten. Für dieses Holz hatte er mehr Interesse als für uns alle, ja sogar mehr als für Feyklings Angebot, ihm eine Weile als Kundschafter zu dienen. Der Elf blieb dem Hexenjäger sogar so lange eine Antwort schuldig, dass ich sehen konnte wie Feykling rot anlief. Es kostet den selbstverliebten Hauptmann wohl unvorstellbare Mühe, zu warten und sich zu zügeln. Doch schließlich nahm der Elf mit einem zweifachen Nicken an, bevor er sich ganz und gar in seiner Schnitzarbeit vertiefte. Wir waren entlassen. Und wir verließen seine Kammer auch so schnell wir konnten. "Wieso wollt ihr dieses Ding in eure Dienste haben?" fragte ich Bruder Siegbert, als wir die Holztreppen hinunter eilten. "Er braucht unser Gold nicht, dafür ist es zu wenig. Allein sein Mantel ist ein Vermögen wert, bestickt aus Sommerblättern... Es ist ganz deutlich dass er aus eigenen Gründen hier ist, die er uns nie sagen wird! Er ist ein gottloses Wesen!" Und sowas sage ich wirklich selten. Der Sigmarit schien auch nicht von dem Elfensöldner begeistert, das konnte ich deutlich in seinem Gesicht sehen. "Feykling ist sich sicher, dass dieser Elf ihn reich machen wird..." murmelte er schließlich. Wellentag, 8. Jahrdung, Imperiales Jahr 2002 Gestern erreichten wir den Friedhof von Sankt Voller wohl nach der Mittagszeit, doch hatte ich nur meinem knurrenden Magen, um die Tageszeit zu schätzen. Er beschwert sich seit Jahren um die Mittagszeit. Esse ich etwas, beschert er mir Blähungen, doch knurrt er auch bei einem ausgefallenen Mittagessen. Der Himmel über Mortheim war mit schweren, tiefhängenden Wolken verhangen, die wie gelbe, unnatürlich grüne und leuchtend blaue Fetzen sich umeinander wanden. Sie bewegten sich kaum im Wind und tauchten die Stadt in schrecklichem Licht, das stets seine Farbe änderte und die Ruinen noch bedrohlicher wirken lies. In dem bunten Tageslicht wirkten die mir einst so vertrauten Grabsteine fremd, und auch die große Statue des Heiligen Voller, ein Grundstein unserer Priesterschaft und Inspiration für so viele Morr-Novizen seit Jahrhunderten. "Schaut euch herum, Männer!" rief Feykling mit seiner schönen, befehlsgewohnten Stimme aus "Wir nehmen ALLES mit, was etwas wert ist!". "Das ist ein Garten Morrs." sagte ich ruhig, und blickte dem Hexenjägerhauptmann direkt in die Augen. Seine schwarzen Augen im blasen Gesicht wurden zu Schlitzen, und er hielt meinen Blick schweigend eine Weile. Seine Meute merkte die Anspannung und die Männer begannen, verstört in der Nase zu bohren, sich von einem Bein auf dem anderen zu wiegen, ihre Waffen zu prüfen oder den bunten Wolken mit den Blicken zu folgen. Alles, bloss nicht uns anschauen. Lediglich die Blicke Vater Siegberts und des schrecklichen Elfen fühlte ich auf mich ruhen. Tatsächlich störten sie mich mehr als Feyklings hasserfüllter Blick. Doch plötzlich wandte der Hexenjäger seinen Blick ab und befahl: "Lasst bloss die Gräber in Ruhe ihr Hunde, wir sind Männer der Götter, bei Sigmar!" dann ging er brummend davon. Vater Siegbert nickte erleichtert, auch die Männer atmeten auf und fingen gierig an zu suchen. Der Elf schlenderte langsam davon, seine Augen auf dem Boden gerichtet, und auch der Wegewächter lenkte seinen Gaul und trottete langsam nach Westen. Ich blieb eine Weile stehen und blickte mich um, ich hatte gar kein Interesse, mich an den Plünderungen der Männer zu beteiligen. Mehrere Gräber standen offen, er war offensichtlich, dass im letzten Jahr viele Grabräuber hier am Werk gewesen waren. Oder gar Schlimmeres: Nekromanten! Weit im Süden sah ich, wie ein einsamer Leichnam sich aus einer Grube erhob und langsam durch offene Haupttor davonschlürfte. Hier rief die Pflicht wieder. Ich folgte dem Leichnahm der einst eine Frau war langsam aber entschlossen und begann, die heiligen Litaneien zu singen. Ich holte sie erst eine Querstraße südlich des Friedhofs ein. Ich war überrascht zu sehen, dass Vater Siegbert und sein neuer Kettenhund Furius mir gefolgt waren. Und noch überraschter war ich über den wachsamen Blick des kahlen Zeloten, der offensichtlich der Zombie und meiner Sicherheit galt. Der talentierte Hühne, der vor seinem Leben als Zelot des Sigmar Steinmetz in Averheim gewesen sein soll, schob sich sogar ein bisschen zwischen mich und die Zombiefrau, während ich wieder meine innere Ruhe fand und meine Litanei fortsetzte. Irgendwann, als ich den neuten Segen beendete, brach der Zombie zusammen, und ich war mir sicher, ein erleichtertes Seufzen zu vernehmen. Jetzt musste man ihren Leichnahm noch zurück zu ihrem Grab bringen. Anfänglich zögerten meine Begleiter, doch dann packten Sie mit an, Siegbert die andere Schulter und der Zelot die Beine. Hoffentlich zerbricht uns der alte Körper nicht und zerfällt, dachte ich mir. Die Frau war wohl schon mehrere Monate vor dem Einschlag des Kometen unter der Erde gekommen. Langsam schritten wir zurück zum Friedhofstor von Sankt Voller. Und immer lauter drangen Rufe und das bösartige Gekläffe von Hunden zu uns herüber; die Truppe am Friedhof wurde angegeriffen! Wir legten die Frau auf dem Boden und rannten schnell weiter zum Haupttor. Von uns aus waren die Angreifer weitestgehend verdeckt durch die Ruine der alten Friedhofskapelle. Oben in der Ruine hatten sich auch einige fremde bucklige Bogenschützen verschanzt, die sich mit dem Elfen und den Hexenjägern ein Fernkampfduell lieferten. Wir rannten so schnell wir konnten, doch als sich meine beiden Begleiter in die Reihe der Kämpfenden eingliederten, erstach der Hexenjäger Prospero mit seinem Doclch einen buckeligen Kerl in einem bunten Kapuzenmantel in den Rücken, und ließ ihn blutend liegen. Er wirkte auf mich wie ein schmutziger Karnevalsclown oder ein billiger, kranker Wahrsager. Ein Raunen ging durch die Feinde, zwei gewaltige Muskelmänner, groß fast wie Oger und mit gewaltigen Keulen, fingen plötzlich an mit kindischen krächzenden Stimmen zu schluchzen. Auf beide Seiten gab es schon verluste, doch die bunte Gauklertruppe, die von Anfang an nicht groß an der Zahl war, hatte wohl mit ihrem Anführer auch den Kampfwillen verloren. Die zwei hässlichen Riesen packten ihre Verletzten wie einen Vater und der schmutzige Zirkus machte sich in den Gassen davon. Unsere Männer jubelten, nur Feykling drückte sich noch immer mit dem Rücken in der Türnische eines kleinen Mausoleums, seine Pistole fest umklammert. Ganz so, als habe er sich eben dort vor den beiden riesigen Muskelbergen mit ihren zweihändigen Waffen versteckt. Wenn das ging, dann war der Hexenjägerhauptmann sogar noch blasser als sonst. "Sie sind weg, Hauptmann!" brüstete sich Pastorius stolz. "Das ICH den Hexer erledigt habe hat den Mutanten das Genick gebrochen!" Der unerfahrene Armbrustschütze hatte wohl in seinem Hass und im Eifer des Gefechts die beiden Riesenkerle nur wenige Schritt von ihm entfernt bis zum Ende glatt übersehen... Doch Feykling nicht, die Angst vor dem Tod wich erst langsam aus seinem Gesicht. Ich kenne diese Angst. Ich sehe sie immer wieder, fast jeden Tag. Wellentag, 16. Jahrdung, Imperiales Jahr 2002 Heute dachte ich schon, Utherich Nuwald, der neue Besitzer des "Löcherigen Kessels" würde mich vor die Tür setzen. Die ältere Tochter der toten Wirtsleute hatte gestern endlich den Mut gefunden, aus ihrer "Sklaverei" in seiner Kammer zu fliehen und Schutz in meinem Zimmer zu suchen. Es ist wirklich selten, dass lebende Menschen meine Hilfe brauchen ... oder wollen. Es dauerte nicht lange, bis der betrunkene Riese Uterich das bemerkte, er kam mit einem riesigen Knüppel in der Hand angestürmt. Mit seinen blutunterlaufenen riesigen Augen, dem zotteligen blondgrauen Haar und seinem Geschreie kam er mir fast vor wie einer der Tiermenschen Bestien, die mir zuletzt vor dem Gefängnis begegnet waren. Der neue Wirt war so unglaublich wütend auf das Mädchen... Vielleicht hat er ihre Eltern getötet? Ich konnte mich nur in der Tür stellen und meine ganze Autorität aufbieten. Selbst in seinem Zustand konnte er erkennen, dass er einen Diener Morrs vor sich hat. Er brüllte, beschimpfte das Mädchen, schwang seinen riesigen Knüppel... Und ich blickte ihn die ganze Zeit nur an. Schließlich knickte der Nordmann ein, kaum ein gottesfürchtiger Lebender hier um Mortheim möchte wirklich den Zorn Morrs auf sich ziehen. So gab Nuwald auf, zog fluchend von dannen, und ich ließ ihn wissen, dass das Mädchen nun unter meinem und Morrs Schutz steht. Das wird den Grobian hoffentlich davon abhalten, mein Zimmer zu betreten und sich das Mädchen zu nehmen. Jetzt muss ich nur schnell ihre kleine Schwester finden, das Kind ist kaum 9 Winter alt. Und sie scheint sich vor dem Streit versteckt zu haben. Hoffentlich kommt sie zu mir, oder ich entdecke sie bevor der Trunkenbold seinen Rausch ausschläft und die Taverne nach ihr auf dem Kopf stellt. Aubentag, 17. Jahrdung, Imperiales Jahr 2002 Bei allen Göttern, wo ist dieses kleine Kind? Nirgends eine Spur von ihr, sie ist wie vom Erdboden verschwunden ... Backertag, 4. Pflugzeit, Imperiales Jahr 2002 Meine Visionen werden immer stärker, gestern Nacht sah ich im Traum Soloman Vantor auf dem Podest am Henkersplatz. Er streckte die Hände in den Himmel und schrie wie von Sinnen, um ihn herum wirbelten die Geister der Toten unter einem Himmel verhangen mit tief grünblauen Wolken. Als ich erwachte war ich schweisgebadet, meine neue Mitbewonnerin brachte mir ein Glas Wasser und ich brauchte ein bischen, um Morrs zeichen zu deuten. Ich musste zum Henkersplatz. Ich motivierte Fey Kling erst als ich beiläufig erwähnte, dass neben dem Platz eine Kapelle der Schwesternschaft stand, so wie das Geschäft eines bekannten Juwelliers. Dann aber, war der Hexenjäger Feuer und Flamme. Seine Gefolgschaft betrat wieder geschlossen das Totenkopfviertel, nur den Elfen hatten sie niergends auftreiben können. Und das, obwohl er schon Bezahlug kassiert hatte. Sonderbares, falsches Feenvolk, hatte ich damals schon gedacht... Als wir dort ankammen stellte ich fest, dass die Geister der Gerichteten wirklich erwacht waren. Eine tonlos schreiende, blas durchscheinende Frau raste über den Platz wütend auf mich zu! Ich versuchte ihr auszuweichen, doch sie raste durch mich hindurch, ich spürte ihre Verzweiflung ... und ihren HASS!? Wieso sollte Sie mich hassen? Die meisten Ruhelosen Geister, selbst die im Dienste Finsterer Kräfte, sind meistens froh einen Diener Morrs zu begegnen. Als die Gequälte Seele durch mein Leib raste, setzte sie eine gewaltige Kraft frei, die mich gegen die nächste Wand schleuderte. Nach dem Schmerz wusste ich nichts mehr. Erst später erwachte ich aus meiner Benommenheit, ich hörte Vater Siegberts Gebet und spürte, wie meine Schmerzen sanft einer bleiernen Müdigkeit wichen. Die Schlacht war wohl vorbei, denn ich vernahm Jubelrufe bekannter Stimmen. Dann wurde ich vom Straßenwächter auf seinem Pferd gezogen, der mich zurück in die Stadt brachte. Unterwegs erzählte er mir, dass auch eine Truppe Südländer, Tileaner dem Akzent nach, auf dem Platz erschienen waren. Trotz des Beschusses liess Fey Kling zum Henkerspodium vorrücken; sprach er vomselben Mann den ich kannte? Die Söldner aus dem Süden erlitten im Handgemenge der Mitte einige Verluste und auch eine Riesenspinne stürzte sich von Hinten auf ihre Schützen. "Willkommen in Mortheim, arme Fremdlinge", dachte ich mir. Als ihre Donnerbüchse auch noch fast wirkungslos verpuffte, seien die Südländer dann doch entmutigt geflüchtet. "Eigentlich ein guter Tag", dachte ich, bis ich, gestützt durch den Wegewächter, wieder mein Zimmer im "Löcherigen Kessel" betrat. Mein Schützling war weg, und ihre wenige Habe auch. Angestag, 15. Pflugzeit, Imperiales Jahr 2002 Ein vertrauenswürdiger kleiner Kerl, dieser Herr Kupferkessel. Und das nicht nur, weil der Halbling so ein unglaubliches Hühnchen in Weinsoße kochen kann... oder diesen feinen Lauch...sossé?? Von den Marillenknödeln ganz zu schweigen. Anfangs war ich echt überrascht, dass der knausrige Fey Kling so viel Geld für das Essen seiner Truppe auszugeben bereit ist. Doch dann freundete ich den kleinen Kerl aun und mir wurde bewusst, wie wenig er dem kleinen Koch zahlt; das grenzt schon an Ausbeutung! Doch die Kochkünste und die Charisma Vater Siegberts haben einen weiteren Flagellanten in Fey Klings Truppe gelockt. Er verstörender Mann, sicher schon lange von dieser Stadt in den Wahnsinn getrieben. Er trägt den Kopf eines Mannes mit sich, mit dem er dauernd leise Gespräche führt.... Er sagt, das sei Sigmars Geschenk an ihm, doch an dem seitlich zertrümmerten Kopf würde ich sogar wetten, dass er dem Mann selbst den Schädel eingeschlagen hat. "Niemand hat etwas von der Wirtstochter gefunden, Vater." sagte Herr Kupferkessel. "Niemand außer mir." Plötzlich hatte der Halbling meine Aufmerksamkeit wieder. "Ihr habt sie gesehen?! Wo?" "Nun, nicht genau ich, sondern mein Cousin Janlo. Er arbeitet als Koch für eine Taverne im Drecksloch. Tja..." Der kleine Halbling wirkte verstört und zögerte, so dass ich ihm helfen musste: "Keine Sorge mein Sohn, ich bin ein Diener Morrs. Ich bin Leid gewöhnt." In diesem Fall, stimmte das vielleicht nur halb. Ich hatte wirklich gehofft, diesen Mädchen helfen zu können. Endlich sprach der Halblingkoch weiter: "Es tut mir leid, Vater, aber er hat die beiden Schwestern dort auf dem Sklavenmarkt gesehen." Wir schweigen beide. Als plötzlich, in der anderen Ecke der Schänke, ein kaltes kristallernes Lächeln ertönte. Ich blickte den Elfen namens Falkenauge an und erkannte schokiert, dass er über uns lachte. Obwohl der Spitzohr 3 Tische in der vollen Schänke entfernt war, hatte er uns belauscht! Und lachte uns aus, während er langsam seinen dunklen Dolch mit gezackter Klinge reinigte. Wieder liessen mich seine unmenschlichen Augen erschaudern. Tiefe, dunkle Seen reinstem Violett, mit goldenen Sprengseln. Tief und unergründlich, kalt, doch diesmal von böser Freude erfüllt. Der Elf hatte den Mädchen das angetan? Eine Feengestalt die mit Sklaven handelte? Hier mitten im ... bruderkriegentzweiten, gesetzlosen, Sigmars Zorn erlebenden Imperium? Wellentag, 17. Pflugzeit, Imperiales Jahr 2002 Mittagszeit Heute waren Fey Klings Männer wieder im Totenkopfviertel, auf der Suche nach Soloman Vantor. Die Hexenjäger kämpften wohl wieder am Friedhof des Heilligen Voller, beschützten es vor den Tiermenschen. Vater Siegbert will den Anführer der Bestien sogar eigenhändig erschlagen haben. Voller Begeisterung erzählt er mir, wie er, nur beschützt von zwei der Hunden, zwei Tiermenschen gegenüber trat und beide besiegte! Natürlich lasse ich den Sigmarpriester höflich zuende erzählen, seine Worte würden unseren Schutzheilligen erfreuen. Wenn sie denn so wahr sind. Fey Kling habe gutes tacktisches Geschick bewiesen. Die versprengten Hexenjäger wären geteilt geblieben und so auch die Bestien aufgeteilt, die ursprünglich gefährlich einen dicken Pulk bildeten. So hätten die Hexenjäger gezielt die kleineren Tiermenschengruppen angegriffen, geschlagen und den Pulk gemieden. Aus einer ungünstigen Ausgangslage, ja einer sicheren Niederlage sei so ein glorreicher Sieg geworden... Vater Siegbert übertreibt sicher mal wieder, ganz bestimmt war da auch viel Glück im Spiel gewesen. Dass FeyKling persönlich heroisch gekämpft hätte, das nehme ich mal so hin, auch wenn ich es selber bisher nie sah. Gut ist, dass die Hexenjäger keine Verluste zu beklagen hatten. Ich nicke freundlich und warte, bis sein Redefluss ein bisschen nachlässt, um ihn meine wirkliche Neuigkeit zu erzählen. Ich erzähle ihm, was ich heute im Tagtraum erfahren habe. Ich erzähle ihm, dass ich nun weiss wo Soloman Vantor wirklich ist. Er war nie weg gewesen. Er ist immer noch im Tempel, und dort müssen wir ihn finden. Und ich erzähle ihm auch alles, was ich über die Anderen geträumt habe. Über die falschen Priester, die auch da draußen smit ihren Schergen sind. Morgen wird die Stunde kommen. Und ich brauche seine Hilfe ein letztes Mal. Nun schweigt Vater Siegbert. Er nickt immer wieder kaum merklich, dann haut der kahlköpfige Mann plötzlich mit der Faust auf dem Tisch, dass die Bierkrüge springen. "Wir werden morgen an eurere Seite sein, mein Freund!" sagt er mit fester Stimme. "Lasst mich nur machen." Dann steht er auf und ich sehe, wie er entschlossen zu Fey Klings Tisch geht. Wellentag, 17. Pflugzeit, Imperiales Jahr 2002 Kurz nach Mitternacht Jetzt traue ich meinen Augen nicht. Wirklich nicht. Feykling glüht fast for gottesfürchtiger Begeisterung und ich bin selbst wirklich zutiefst überrascht, was ihm in so kurzer Zeit gelungen ist. Er hat heute einen Gladiator angeheuert, der an die Stelle des Wegewächters getreten ist, der uns schon letzten Monat verlassen hat. Der Grubenkämpfer ist ein vernarbter, grobschlächtiger Veteran, der früher in Mortheim, danach in den Arenen von Drecksloch kämpfte. Rakinus heißt er, ein schweigsamer Kerl. Auf meine Frage ob er die beiden Schwestern gesehen habe antwortete er nur: "Wenn die Mädchen da waren, dann betet zu Morr für sie, Vater. Sie werden den Tod als Erlösung empfinden." Und vor einigen Augenblicken öffnete sich die Tür wieder. Nacheinander verstummen die Gespräche im "Löcherigen Kessel". Sigurt der Schlitzer, der berüchtigste Meuchenmörder diesseits des Reiks, ist eben eingetroffen. Und er hat sich zu Fey Kling und den Elfen an dem Tisch gesetzt. Ja, ich traue meinen Augen nicht. Doch ich glaube, Morr lächelt mir zu. Heute, ganz bald, werde ich es wissen. Das Kampagnenfinale ist heute Abend. Die Hueter der Seelen_Regeln_v5.pdf
  7. In der verdammten Stadt

    Das wären alle Modelle, die ich Juli geschafft habe: Immerhin ist ein Mortheim Familiar für meine Besessenen-Bande dabei.
  8. Z. B. im März 2020, wenn es in München wieder den Ruf gibt, ein zweitägiges Mortheimevent. Hier findest du auf den Seiten 7 und 8 des Threads einige Bilder von diesem Jahr:
  9. WIR BAUEN EINEN TURM

    Fantastisch, der Grollbuchführer und der Siegeszwerg!!
  10. Alle Ideen klingen geil! Planst du eine Kampagne oder hast du eine Mortheim Spielergruppe? Denn als Fan von Erfolgserlebnissen würde ich sagen: Banditen fertigmalen und Erfolg geniessen. Danach aus den oberen drei Optionen und den Hexenjägern auswählen. Ich wüsste schon, wofür ich stimme
  11. Meine kleine Mortheim-Seifenblase im Warp

    Absolut verständlich. Hätte mich auf alle Fälle sehr gefreut.
  12. Was für eine coole Truppe!!! Respekt!
  13. Landi's Allerlei

    Ich kannte mal einen MDF-Hersteller, der Räder im Angebot hatte... finde ich nur gerade nicht. Vielleicht kann jemand helfen? Für den Altar würde ich auch überlegen, die Räder selbst zu bauen und mit Ausschnitten aus dünner Pappe schichtweise zu verziehren. Ist etwas Arbeit, aber das Ergebnis ist einzigartig.
  14. Landi's Allerlei

    Ui, Imperium!! Eine meiner liebsten WHF Armeen. Da freue ich mich auf mehr.
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