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      Die "Law & Order" -Malchallenge   16.11.2018

      Hallo ihr Lieben,   nach dem überraschenden Chaos geht es diesen Monat wieder ordentlich zu! Das Thema für November 2018 lautet nämlich:   "Law & Order"!

      Die konkrete Interpretation des Themas liegt bei euch. Es ist egal aus welchem Genre/Spielsystem die Miniatur stammt oder welchen Maßstab sie hat, Hauptsache sie spiegelt das jeweilige Motto irgendwie wider. Wer mehr als eine Mini bemalen möchte, kann dies gerne tun, allerdings wird aus Gründen der Übersichtlichkeit dann am Ende über die individuelle Gesamtleistung und nicht jede Einzelmini abgestimmt. Basegestaltung ist hierbei nicht verpflichtend, aber gerne gesehen. Ebenso steht es euch frei, ob ihr euren Beitrag mit einer ansprechenden Präsentation oder ein bisschen Flufftext ergänzt. Ihr könnt euch also austoben, wie es Zeit und Motivation zulassen.
      Die Challenge ist offen für jedes System und jedes Bemallevel und läuft bis einschließlich 30.11.18. Anfang Dezember wird es einen Abstimmungsthread geben, in dem ihr bis zum 15.12.18 über euren persönlichen Favoriten abstimmen könnt. [...]   gez. malkavienne    

Darkness

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  1. Darkness' Rollenspiel-Extravaganza

    Ich … hab total übersehen, dass der schon hier war. Hab bloss ins Inhaltsverzeichnis im ersten Post geschaut. Nun, dann löschen wir halt den älteren Post, der hier ist frischer
  2. Darkness' Rollenspiel-Extravaganza

    Monsterhearts ist powered by the Apocalypse, d.h. ein Spiel das auf dem Regelsystem von Apocalypse World basiert. Nachdem das entsprechende Review bisher nur auf meinem Blog war, gibt's hier erstmal den Eintrag zu Apocalypse World selbst bis ich das Review von Monsterhearts geschrieben hab: Apocalypse World von D. Vincent Baker Apocalypse World ist ein Spiel aus dem Jahr 2010, geschrieben von D. Vincent Baker und verlegt von seiner Firma Lumpley Games, die auch die Archive von The Forge, eine der größten Indie-Game Communities, verwaltet. Das pdf mit den reinen Regeln des Spiels kann auf seiner Website kostenlos heruntergeladen werden, während das volle Buch mit zusätzlichen Hilfestellungen für Spieler und Spielleiter beispielsweise auf DriveThru gefunden werden kann. Das Regelsystem – Powered by the Apocalypse – ist sehr stark auf das Erzählen einer Geschichte bzw. eines Genres, in diesem Fall das Leben in einer postapokalyptischen Welt, ausgerichtet und auf entsprechende erzählerische Konventionen ausgerichtet. Apocalypse World hat 2010 und 2011 mehrere Awards als Indie RPG gewonnen, unter anderem mehrfach als Spiel des Jahres, und wurde in den folgenden Jahren von vielen anderen Rollenspielautoren aufgegriffen und gehackt, was von Vincent Baker ausdrücklich ermutigt wird. Powered by the Apocalypse ist sehr leicht modifizierbar und an diverse Genres anpassbar. Die Spiele sind zwar alle untereinander nicht kompatibel (eben wegen jener individuellen Anpassung) aber alle teilen sich die Fixierung auf ein Genre, Regeln, die das Vorantreiben der Geschichte in einer bestimmten Weise propagieren, die Interaktionen und Verhältnisse zwischen den Charakteren und einen nur in Grundzügen ausgearbeiteten Hintergrund, der während des Spielens von den Spielern und der Spielgruppe ausgefüllt werden wird. Hintergrund Die damalige Welt ist vor einem halben Jahrhundert untergegangen wegen … irgendwas … und die Menschen leben nun in einer postapokalyptischen Wüste. Möglicherweise gibt es etwas, das der Psychische Mahlstrom genannt wird, und das vielleicht Auslöser, Folge oder vielleicht nur Symptom des Weltuntergangs war und jetzt die Menschheit beeinflusst. Wer weiß das schon? Antwort: die Spielgruppe und der Spielleiter. Apocalypse World verwendet einen auf das absolut Nötigste reduzierten Hintergrund und geht davon aus, dass die Spielgruppe vor dem Spielen nicht all zu viel wissen muss. Stattdessen haben die verschiedenen Playbooks diverse kleine Aufhänger für Plots, die verwendet werden – oder auch nicht: Wenn beispielsweise kein Brainer oder Child-Thing in der Spielgruppe vorkommt, sind psychische Kräfte sekundär und der Psychische Mahlstrom kann genau so gut nicht existieren oder längst vorbei sein. Wenn ein Waterbearer in der Gruppe vorkommt, dessen Besonderheit ist, dass er Zugriff auf eine saubere Wasserstelle hat, dann sollte es in dieser Kampagne von Apocalypse World wichtig oder zumindest auffällig sein, dass Wasser im Normalfall verseucht ist. Wenn ein Faceless vorkommt, der aus einer Kultur kommt, in der Gasmasken und ähnliche Gesichtsverhüllungen wichtig sind, dann sollte das möglicherweise mal eine Bedeutung gehabt haben und nicht nur dem reinen Coolness-Faktor entspringen. Vielleicht war die Apokalypse ein Weltkrieg und Giftgasanschläge waren nicht selten … Diverse Regeln in Apocalypse World erlauben es den Spielern, Fragen zu stellen, entweder einander oder dem Spielleiter. Diese Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden und wenn der Gefragte keine Antwort weiß, weil diese Frage bisher nie aufgetaucht ist, dann muss er sich eine völlig neue Antwort überlegen und dadurch einen neuen, wahren Fakt über die Welt schaffen, wodurch der Hintergrund wieder ein Stück größer wird. Regeln Nachdem Apocalypse World das erste Spiel Powered by the Apocalypse war, sind seine Regeln die Blaupause, auf der alle anderen PbtA-Spiele aufbauen. Im einfachsten Sinne ist AW ein Spiel, bei dem die Spieler und der Spielleiter eine Geschichte erzählen und sobald in der Erzählung etwas vorkommt, das durch eine der Charakteraktionen („Moves“) abgedeckt ist, wird gewürfelt. Erst wird die Interaktion mit anderen Charakteren oder der Welt erzählt bzw. initiiert, dann wird gewürfelt und festgestellt, ob die Interaktion erfolgreich ist und dann entsprechend weitererzählt. Alle Moves werden auf 2W6+Attribut gewürfelt, wobei eine 6 oder weniger ein Misserfolg sind (worauf der Spielleiter einen seiner Moves anwenden darf, der das Leben für die Charaktere verkompliziert), eine 7-9 sind „ein Erfolg, aber …“ (bei dem die Charaktere entweder nur ein kleines Erfolgserlebnis haben oder ein großes, das mit Kosten verbunden ist) und ein 10 oder mehr sind voller Erfolg. Das Würfeln liegt vollkommen in der Hand der Spieler, der Spielleiter fasst die Würfel erst gar nicht an. Dieses System hat zwei Vorteile: zum einen treibt es die Spieler und die Geschichte voran – egal, wie gut jemand ist, wenn man etwas hinkriegen möchte, muss man würfeln und das kann immer schief gehen, was dem Spielleiter eine Möglichkeit gibt, einzugreifen. Ein stabiler Status Quo kann und soll in Apocalypse World nicht existieren. Zum anderen ist das Würfeln äußerst abstrakt und mit einem einzelnen Wurf kann eine ganze Szene beschrieben werden – wenn jemand den Move „Kampf“ („do battle“) einsetzt, bestimmt ein Wurf den Ausgang des Kampfes, egal ob es sich im ein Sparring Match zwischen zwei Freunden, ein Duell zwischen zwei Gegnern oder einen tagelangen Grabenkampf zwischen zwei Gangs handelt. Spieler haben Zugriff auf eine Reihe unterschiedlichster Moves, die mögliche Aktionen sehr breit beschreiben und jeweils einem Attribut zugeordnet sind. „Cool“-Moves ermöglichen es, die Kontrolle über sich oder eine Situation zu behalten und unter Stress zu handeln. „Hard“-Moves sind aggressive Aktionen, egal ob es sich dabei um Einschüchterung oder tatsächlichen Kampf handelt. „Hot“-Moves verführen, manipulieren oder kontrollieren andere Personen. „Sharp“-Moves ermöglichen es, Personen und Situationen zu verstehen und Probleme mit Grips zu lösen. „Weird“-Moves beruhen auf dem Einfluss des Psychischen Mahlstroms und erlauben es, Visionen zu empfangen oder andere seltsame Dinge zu tun. NSCs in Apocalypse World sind sehr viel „verwundbarer“ als Spielercharaktere, weswegen zumindest ein Teil des Spiels darin besteht, dass die SCs miteinander wetteifern und ihre Moves gegeneinander einsetzen: in einer postapokalyptischen Einöde versucht jeder, soviel Einfluss zu bekommen wie möglich und für sich selbst den besten Deal auszuhandeln. Aus diesem Grund sind die Beziehungen zwischen den Charakteren auch sehr wichtig, was natürlich dazu führt, dass es auch dafür Regeln gibt. Neben dem Einfluss von History/Hx, die ich weiter unten beschreibe, bedeutet das vor allem: Sex. Jeder Charakter (bzw. jeder außer einem) hat einen speziellen Sex-Move, den er automatisch anwendet, wenn er Sex mit einem anderen Charakter oder einem NSC hat. Die Effekte dieser Sex-Moves können entweder abstrakt (der Gunlugger bekommt +1 auf seinen nächsten Move und kann, wenn er will, auch seinem Partner +1 auf dessen nächsten Move geben) oder konkret (der Brainer setzt eine schwächere Variante seines Moves „Deep Brain Scan“ ein) sein, bringen aber meistens irgendeinen Vorteil. Der Regelkomplex zu den Sex-Moves und ihres Einflusses auf das Spiel ist zwar Geschmackssache und jede Spielgruppe muss sich überlegen, ob und wenn ja, auf welche Weise sie ihn einsetzen möchte, aber meiner Ansicht nach passt die Weise, wie Sex in die Welt eingebunden wurde, sehr gut zum Hintergrund und die Jeder-gegen-Jeden-Stimmung. Außerdem wird ja niemand gezwungen, Sex mehr als ein dezentes fade to black zu widmen. Wie bereits im oben beschrieben, können Spieler Fragen stellen. Diverse Moves erlauben es, Fragen über SCs, NSCs, Situationen oder die Welt zu stellen und erweitern die Apocalypse World jedes Mal. Da die Antworten auf solche Fragen niemals die gleichen sind, ist jedes Spiel in der Apocalypse World anders. Die Spieler stellen zwar deutlich häufiger Fragen als der Spielleiter, allerdings beantworten Spieler und Spielleiter Fragen etwa in gleichem Maße – und keiner hat das Recht, ein Veto gegen die Antwort eines anderen einzulegen (außer die Antwort widerspricht einer bereits gegebenen Antwort). Apocalypse World ist ein typisches Sandkasten-Setting, in dem sich die Spieler frei ausbreiten können, während der Spielleiter vor allem improvisiert und keine Handlungsstränge vorbereiten sollte. Nachdem die Spieler die aktivsten Personen am Spieltisch sind, ist der Spielleiter – der Master of Ceremonies – in Apocalypse World auf eine sehr reaktive Haltung beschränkt: Er füllt er die Welt mit Orten, NSCs und Gefahren, soweit sie für die Handlung oder die Spielercharaktere wichtig sind. Die meisten antagonistischen Elemente im Spiel werden als „Threats“ beschrieben und können Einzelpersonen, Personengruppen, widrige Lebensumstände (Seuchen, etc.) oder unfreundliche Landschaften sein. Sie ähneln in ihren Regeln den Spielercharakteren und haben bestimmte Motivationen (bzw. unveränderbare „Verhaltensweisen“ bei Lebensumständen oder Landschaften) und Moves, die auch die einzigen Moves sind, die der Spielleiter mit ihnen anwenden darf – was vor allem dann passiert, wenn die Spielercharaktere bei einem Move schlecht würfeln. Jeder einzelne Move des Spielleiters setzt wiederum die Spieler in Zugzwang, die irgendwie darauf reagieren müssen („Was machst du / macht ihr?“), und treibt so die Handlung voran. Ein simples, aber geniales Mittel, Charaktere in Zugzwang zu bringen, sind Lebenshaltungskosten: jeder Charakter muss zu Beginn jeder Spielsitzung Geld für Kost und Logis ausgeben. Wenn er kein Geld hat, muss er sich entweder von einem anderen Spieler durchfüttern lassen oder einen Gig (eine Arbeit annehmen), was beides zu Handlungsaufhängern führt. Charakterentwicklung Charaktere Powered by the Apocalypse sind besonders: jeder Charakter erhält eine bestimmte Rollenbeschreibung (ein „Playbook“ in Apocalypse World) und in jeder Spielgruppe taucht jedes Playbook nur einmal auf. Playbooks können Berufe (ein Angel ist ein Mediziner, ein Battlebabe eine professionelle Kämpferin, eine Show ein Rockmusiker), Einflusssphären (ein Hardholder ist der Chef einer Siedlung, ein Hocus der Führer eines Kults) oder Befähigungen (ein Brainer hat psychische Kräfte, der Savvyhead ist ein Mechaniker) sein und jedes von ihnen hat eine ganze Reihe Sonderregeln und einzigartige Moves. Playbooks sind kurz: vier A5-Seiten, maximal 5, auf denen Charakterbogen, alle Regeln und Charaktererschaffung zusammengefasst sind. Die Charaktererschaffung ist schnell und einfach: der Spieler wählt einen Namen, eine kurze Beschreibung des Aussehens und welche der 4 möglichen Attributsverteilungen er haben möchte, zwei (in seltenen Fällen einen oder drei) Moves einzigartig für dieses Playbook, erhält seine Anfangsausrüstung (meist mit ein bis drei Optionen) und das war’s im ersten Schritt schon. Im zweiten Schritt setzen sich die Spieler zusammen und bauen ihre gemeine Vergangenheit (Hx – History) auf: jeder Spieler stellt seinen Charakter vor, stellt eine Handvoll Fragen („Wer von euch hat mir das Leben gerettet?“, „Wer von euch gehörte mal zu meiner Gang?“ usw.) und schreibt die Namen der entsprechenden Charaktere und den entsprechenden Hx-Wert auf seinem Charakterbogen. Interaktionen während des Spiels verändern die Hx-Werte, außerdem kann jeder Charakter am Ende einer Spielsitzung einen einzelnen anderen Charakter bestimmen, der seinen Hx bezogen auf den ersten Charakter um +/-1 verändert. Sobald ein Charakter Hx-3 oder Hx+4 mit einem anderen Charakter hat – also ihn gut kennengelernt hat oder ihn völlig missverstanden hat – hat er einen Aspekt des anderen Charakters verstanden, setzt Hx auf 0 /+1 zurück und bekommt 1 XP. Charaktere können auch die Aktionen anderer Charaktere unterstützen oder behindern (und ihnen entsprechend +1 oder -2 geben) oder verwundete Charaktere heilen und verwenden dazu den aktuellen Hx-Wert statt eines Attributs. (Diese Behinderung des anderen Charakters ist übrigens die einzige Verteidigung im PvP-Situationen: aktive Moves werden gegen SCs und NSCs eingesetzt, reaktive/defensive Moves nur gegen NSCs, da Moves durch ihr Würfeln absolute Ergebnisse erzielen und deshalb keine zwei potentiell absolute Moves aufeinandertreffen sollen/dürfen.) Am Ende der Charaktergenerierung müssen und zu Beginn jeder Spielsitzung können (wenn ein Spieler das so möchte) Attribute als wichtig markiert werden: Jeder Spieler (A) wählt einen der Charaktere mit dem höchsten Hx-Wert auf seinem Bogen und fragt dessen Spieler (B), welches Attribut er für den Charakter von (A) am interessantesten findet. Nachdem alle Spieler das gemacht haben, bestimmt der Spielleiter ein zweites Attribut für jeden Charakter, und beide werden auf dem Charakterbogen markiert. Ein Charakter bekommt auch jedes Mal 1 XP, wenn er eines seiner beiden markierten Attribute in einem Wurf einsetzt. Sobald ein Charakter 5 XP hat, gibt er diese für Fortschritt („Advance“) aus: jedes Playbook hat 10 mögliche Fortschritte und der Charakter kann jeden spezifischen Fortschritt (erhöhe ein bestimmtes Attribut, erhalte einen neuen Move, etc.) nur einmal erhalten. Sobald ein Charakter 6 oder mehr Fortschritte hat, kann der Spieler einen der speziellen Erweiterten Fortschritte wahrnehmen: diese können eine Handvoll Basic Moves verstärken (besonders großer Erfolg bei 12+), der Spieler kann einen zweiten Charakter erschaffen, den Charakter in Sicherheit bringen (und damit aus dem Spiel entfernen) oder den Charakter zu einem anderen Playbook wechseln lassen. Wechselt ein Charakter ein Playbook, verliert er alle Moves, Sonderregeln und Ausrüstung, die er von seinem früheren Playbook bekommen hat, kann allerdings alle Fortschritte behalten, die es Sinn macht zu behalten, weil sie mittlerweile Teil des Charakters sind, vor allem natürlich Attributsverbesserungen. Beispielcharakter: Gli, ein Child-Thing Es kauert am Boden, sein Körper ungewaschen und seine Kleidung nur ein Haufen schmutziger Lumpen. Aber trotzdem ist dieses Kind-Ding kein verlassenes Waisenkind, das bettelt, um zu überleben. Ohne dass man sagen könnte, was genau es ist, jedem ist klar, dass da etwas ist, das absolut nicht stimmt: irgendwas in den Proportionen des Körpers, der Symmetrie des Gesichts oder den Augen ist auf unheimliche Weise fremdartig, nichtmenschlich. Wenn sich jemand dem Kind-Ding nähert und mit dem Wesen spricht, sieht es einen lange an und gibt geflüsterte Antworten. Es ist ein schlaues Ding und hat ein Talent, andere einzuwickeln und zu manipulieren. Vielleicht wäre es praktisch, zu sehen, ob man seine Talente einsetzen kann … Gli ist ein Child-Thing, eine jener Kreaturen, die am Rand der Siedlungen der Menschen auftauchen. Niemand weiß, woher sie kommen und was sie eigentlich sind, und das einzige, das die Kind-Dinger sagen, ist dass die Menschen sie gemacht haben. Dass sie die Zukunft sind. Gli scheint eine Art Späher oder Spion für etwas oder jemand zu sein, aber niemand konnte bisher rauskriegen, für wen. Alle Versuche, Gli zu fangen oder zu untersuchen, sind bisher fehlgeschlagen, da Gli immer im letzten Moment verschwand. Die Leute in Oasis Haven wissen bisher nicht mal, ob Gli ein Junge oder ein Mädchen ist (oder ob das bei den Kind-Dingern, oder bei allen oder nur einigen Kind-Dingern, überhaupt eine Rolle spielt), aber sie haben sich nach und nach an Glis Kommen und Gehen gewöhnt. Stats: Cool = 0 Hard -1 Hot +1 Sharp +1 Weird +2 Moves: Spezial: Psychovore Herzschlag der Mutter Im Wind Schnüffeln Das Child-Thing ist das einzige Playbook, das keinen speziellen Sex-Move hat. Stattdessen kann das Child-Thing Dinge fressen, die anderen gehören – Metall, Plastik, Strom, Kunst, Menschen, Gedanken – und die Besitzer dadurch besser kennenlernen: Gli erhält Hx+1 mit dem entsprechenden Charakter, wenn Gli eines dieser Dinge stiehlt und auffrisst. Gli kann Im Wind Schnüffeln, um eine zusätzliche Frage zu stellen, wenn Gli eine Situation liest, um sie besser ausnutzen zu können. Gli kann sich auch in den Psychischen Mahlstrom zurückziehen, an den Herzschlag der Mutter, wo Gli für einige Zeit sicher vor der Welt ist, wo Gli geheilt wird, zu anderen Orten reisen oder sie beobachten kann. Ausrüstung: Bau scharfes Ding (2-Schaden, Hand) Bumerang (2-Schaden, Hand, langsam) Lumpen (1-Rüstung) Kleinzeug (1-Handel) Glis Bau ist die ausgehöhlte Hülle einer alten Cirrus. Das Flugzeug ist schon seit langem geplündert und kann nicht wieder flott gemacht werden, aber hat immer noch genügend Drähte, Metall- und Plastikstücke, die Gli zum Handeln verwenden kann. Die abgestützte Cirrus hat sich tief in den Boden gegraben und wenn sich jemand durch die verbogene Nase der Cirrus zwängen würde – jemand kleines und agiles, wie ein Kind – dann würde er einen fremdartigen unterirdischen Platz finden, geschaffen aus dunklem, unzerkratztem Glas, mit schummrigem, wechselhaftem Licht und seltsamen, glühenden Symbolen. Hier lebt Gli … und Glis Geschwister, vielleicht ein oder zwei Dutzend, alle anders aber trotzdem ähnlich. Hx: Mme Olga, die Hardholderin: +1 Daze, der Brainer: +1 Taupe, der Maestro d‘: +1 Oasis Haven ist ein krankheitsverseuchtes Dreckloch neben einer uralten Mülldeponie. Die Hälfte der Bewohner sind Arbeiter, die tagein, tagaus den Müll nach verwertbaren Relikten der Vergangenheit durchsuchen, die andere Hälfte sind brutale Schläger, die von Zeit zu Zeit die umliegenden Siedlungen und Farmen plündern, um Oasis Haven am Leben zu erhalten. Im Zentrum von Oasis Haven befindet sich Taupes „Oasis of Joy“, in denen der gerissene Maestro d‘ Vergnügungen aller Art unter die Leute bringt. Die Anführerin von Oasis Haven ist Madame Olga, eine knallharte Geschäftsfrau, die den Ort kontrolliert, indem sie sich der Loyalität der stärksten Schläger versichert, eine vorgeblich gerechte Regierung propagiert und Dissidenten mit Gewalt oder den hirnschmelzenden Fähigkeiten Dazes, ihrer rechten Hand, einschüchtert oder ihnen von Taupe einen letzten tödlichen Drogencocktail mixen lässt. Seit einiger Zeit überlegt das Trio, ob sie Glis Fähigkeiten für sich einsetzen können. Daze hat Glis psychovore Fähigkeit entdeckt, was ihn zu einem ausgezeichneten Spion für Mme Olga machen würde … oder für Daze, sollte er sich entscheiden, ein besserer Anführer als sie zu sein. Was keiner in Oasis Haven weiß, ist das Gli ein Krieger ist. Die Wölfe des Mahlstroms haben den Child-Things den Kampf erklärt und jagen sie. In den Siedlungen der Menschen ist Gli zumindest teilweise sicher, denn hier können die Wölfe nicht wirklich gegen Gli vorgehen: die Wölfe müssen ihre Masken tragen oder die Menschen würden sehen, dass sie aussehen wie Insekten, bluttriefend und mit jeder Bewegung malmende Geräusche von sich geben. Gli versucht herauszufinden, ob sich in Oasis Haven einige der Wölfe eingenistet haben und ob es möglich ist, sie unbemerkt umzubringen … Glis zukünftige Fortschritte: Wild Weird +1 Wütend, knurrend, kreischen, beißend und höchstwahrscheinlich tollwütig Cool +1 Hard +1 Rudelführer, Gang (+diszipliniert, +mobil, -Flucht) Draufgänger Visionen des Todes Gnadenlos Vom Tod berührt Wilde Wesen wie Gli und Glis Geschwister können überall Nahrung finden und die seltsamsten Dinge fressen und müssen deshalb kein Geld für Lebensunterhalt bezahlen. Ist Gli wütend, knurrend, kreischen, beißend und höchstwahrscheinlich tollwütig, kann Gli +Weird statt +Hard zum Einschüchtern würfeln. Eines Tages wird Gli groß und stark werden, dann wird Gli ein Rudelführer sein und Glis Geschwister in den Kampf gegen die Wölfe des Mahlstroms und alle anderen Gefahren führen! Normalerweise können Charaktere zwei Moves aus anderen Playbooks erwerben, Child-Things können sogar vier fremde Moves klauen: Als gnadenlose (Battlebabe) Draufgänger (Driver) sind Gli und Glis Geschwister im Kampf schreckliche Gegner (Rüstung/Schaden +1). Mit den Visionen des Todes (Battlebabe) weiß Gli schon vor einem Kampf, wer überlebt oder stirbt, und mit den vom Tod berührten (Angel) Opfern des Kampfes kann Gli Omen und Prophezeiungen aus dem Psychischen Mahlstrom ziehen.
  3. Darkness' Rollenspiel-Extravaganza

    Ich vergess' Details relativ schnell wieder, das einzige, was ich mir auf lange Zeit merken muss / kann / will, sind die Grundinformationen und die sind deutlich weniger umfangreich. Außerdem geh ich die Sache meistens von hinten an: ich mag's Charaktere zu bauen und ich schau mir eher die Sachen im Regelwerk an, die sich auf die Charaktere und ihre Interaktion mit der Welt beziehen. Dir fällt vielleicht auf, dass ich die regeltechnischen Aspekte auf Spielleiterseite (Monsterkapitel, etc.) meist relativ knapp behandle - das ich auch eher das, was ich in nem Rollenspiel zuletzt lese. Ich mag meine Charaktere (meistens), auch wenn ich die meisten niemals aktiv spiele und dementsprechend hab ich ein "persönliches Interesse" an ihnen, was es natürlich auch leichter macht, sich die Sachen zu merken. tl;dr: Nö. Lang: Das ist ne schwierige Frage und bevor ich die Antwort geschrieben hab, hab ich erstmal ziemlich lang drüber nachdenken müssen. Ich könnte dir zwar beantworten, welches Spiel ich am meisten mag (DSA4), aber das ist eine extrem gefühlabhängige Antwort (ich spiel mit meinen besten Freunden seit 20 DSA! Scheiß auf all die kleinen Macken im Regelsystem! Wir haben Spaß!), ebenso wie das Spiel, das ich am wenigsten mag (D&D3), das natürlich ebenfalls gefühlsabhängig ist (nie hab ich mich in einem Rollenspiel so sehr gelangweilt wie als Lv1 Magier in einer Party mit mehreren Kämpferklassen nachdem ich meinen einen Zauber pro Tag verbraucht hatte ...). Ich vermute mal, dass du mit "System", den reinen Regelteil meinst. Hm … ich weiß, ich weiß, die GNS-Theorie ist nicht ohne Kritiker und hat ihre Schwachpunkte, aber ich denke, es ist zumindest hilfreich als Herangehensweise: Ist ein System eher gamistisch (d.h. als Spiel aufgebaut, mit Gewinn/Niederlage-Systemen, Ressourcenmanagement, Risiken, Strategien), narrativ (d.h. als Unterstützung zum Geschichtenerzählen) oder simulationistisch (d.h. als Simulation einer fiktionalen Wirklichkeit)? Ich kann dir nicht mal sagen, welcher Aspekt mir am wichtigsten ist. In der tatsächlichen Ausübung am Spieltisch sind mir die gamistischen Episoden (vor allem Kampf) am unwichtigsten und lästigsten - aber andererseits, ich genieße es, an meinen Charakteren zu feilen und sie auf genau diese Episoden möglichst gut vorzubereiten, weil ein Charakter, der in "Stresssituationen" wie eine gut geölte Maschine läuft ist halt was wirklich feines. Die Grundlagen der Designideen hinter Exalted 3 sind beispielsweise wirklich sehr gut, aber die Ausführung ist meiner Ansicht nach katastrophal: Ex3 wollte wie Magic: the Gathering sein, aber in Wirklichkeit ist es MtG-und-du-must-mindestens-75%-nutzlose-Karten-im-Deck-haben. Hmmm … ich weiß wirklich nicht. 7th Sea and Godbound sind zwei relativ gamistische Systeme und trotzdem ziemlich unterschiedlich und ich mag sie beide. Narrative Systeme drehen sich vor allem um Charaktermotive und Charakterentwicklung. Theoretisch sind alle World / Chronicles of Darkness-Spiele narrativ, da sie sich um die menschliche Situation durch monströse Sichtweise drehen … allerdings sind die tatsächlichen Regeln dafür nicht immer hilfreich. Außerdem sind die meisten Systeme, die sich "Charakterentwicklung" auf die Fahnen geschrieben haben, in Wirklichkeit nur ne Abfolge von Niederlagen und Tragödien durch deren Erleben sich der Charakter weiterentwickelt. Ich geb ja zu, das Schwierigkeiten Charakter bilden, aber das heißt noch lang nicht, dass es tragisch sein muss und diesen Teil wiederum ignorieren die meisten Spiele. Das mir am besten gefallende narrative System, das ich bisher besprochen habe, ist Chuubo's Marvelous Wish-Granting Engine, eben weil es nicht ständig mit Drama und Tragödie daherkommt. SImulationistische Systeme nehmen gern mal den Spieler aus dem Charakter raus, sprich der Spieler identifiziert sich weniger mit dem Charakter, sondern steuert eher den Charakter anhand gewisser erzählerischer Strukturen durch das Spiel, wobei oftmals ein Genre emuliert wird. Ich mag zwar Analyse und Anwendung von Erzähltechniken, Genrekritik und Tropen, allerdings bin ich keine großer Fan davon, mich von meinen Charakteren abzutrennen. Von den stark genreemulierenden Spielen, die ich bisher in diesem Thread besprochen habe, gefällt mir zwar Blue Rose am besten, aber ich geb' gerne zu, das es ein nicht sonderlich simulationistisches System ist. Vom rein technischen Aspekt würde ich Monsterhearts (powered by the Apocalypse) als ein weitaus besseres simulationistisches Spiel ansehen, vielleicht sogar eines der elegantesten und besten Spiele überhaupt, die mir bisher untergekommen sind, auch wenn mich persönlich das Thema des Spiels relativ wenig interessiert*. Ähm. Ja. Hoffe die Antwort kann wenigstens ein bisschen weiterhelfen. Für Diskussionen zu Gametheorie und ähnlichem steh ich übrigens immer gern zur Verfügung * Young Adult Supernatural Highschool Drama. Besteht Interesse, dass ich's mal hier vorstelle?
  4. Darkness' gruslige Rollenspiel-Halloweenparade

    The World of Synnibarr Happy Halloween, alle miteinander. Nach der letzten, doch eher deprimierenden Spielvorstellung hab ich heute mal wieder was in die Richtung “so schlecht, dass es lustig ist”: The World of Synnibarr. Raven C. S. McCracken (geiler Name, oder?) hat die erste Edition ‘91 rausgebracht, die zweite Edition zusammen mit seinem Kumpel Bryce Thelin ‘93 und schließlich hat er 2013 einen erfolgreichen Kickstarter für Synnibarr Invicta, die dritte Edition, durchgeführt, welche schlussendlich August 2018 veröffentlicht wurde. Da wollte wohl jemand Exalted 3 imitieren *hust* Die dritte Edition ist immer noch relativ schlecht und möglicherweise werde ich mal dazu ein Review machen, aber dieser Text liegt nunmal schon länger auf meiner Festplatte rum, also kriegt ihr heute ein großes Review zur zweiten Edition. TWoS ist sehr, sehr 90er Jahre. Es hat alles, was man sich wünschen kann: einen absolut dämlichen Hintergrund, Regeln, die keine Sau braucht, Regeln, die auf keine Weise ausbalanciert sind, und natürlich die Beteuerung des Autors, dass dieses Spiel das beste und intelligenteste und wasweißichste überhaupt ist, ganz im Gegenteil zu all den anderen Spielen, die der ungebildete Pöbel spielt (und du möchtest doch kein Mitglied des ungebildeten Pöbels sein, oder?). Hintergrund: Also, vor langer Zeit gabs da diesen Magier, der so supertoll war, dass er zum Gott des Lichts wurde. Der ist dann durch die Universen geschlendert, irgendwann zur Erde gekommen und hat dann einen Avatar seiner selbst geschaffen, der wohl Jesus war. Dann hat WahrscheinlichJesus die Menschheit regiert, während Lichtgott abzogen ist, um sich dem Kampf der anderen Götter gegen das ultimative Böse anzuschließen. Der Kampf wurde beendet, als sich die Götter zusammen mit dem ultimativen Bösen in der Dimension der Götter weggeschlossen haben. Diese eher kurzsichtige Aktion wiederum hat dazu geführt, dass die Naturgesetze an einigen Orten verrückt gespielt haben und die Erde bald durch irgendeinen interstellaren Sturm oder so was zerstört worden wäre. IchdenkesistJesus konnte leider die Menschheit nicht in ein anderen Sonnensystem teleportieren, weswegen er den Mars genommen und in ein gewaltiges doppelt-Erd-großes Raumschiff verwandelt hat, die Lebewesen von der Erde da rein gebeamt und dann losgeschickt hat, damit sie ein anderes Sonnensystem ohne Gefahren finden. Dieser hohle Raumschiffplanet ist die Synnibarr. Und damit die Synnibarr ohne Probleme ankommt, hat VermutlichJesus die 20 Abenteurergilden geschaffen, die Probleme lösen sollen. Die Synnibarr ist losgeflogen, hat sich durch etwa 50000 Jahre Hintergrund und Historie (die uns McCracken ausführlich erzählt) gearbeitet, bis sie schließlich im Orbit eines Friedensplaneten angekommen ist und seitdem da rumhängt. Weil natürlich ständig Dinge falsch gelaufen sind und MöglichweiseJesus aus nicht näher spezifizierten Gründen nicht da war, um auf die Synnibarr aufzupassen, gab’s jede Menge Kriege, technische Fehlfunktionen, Invasionen durch Aliens und/oder Dark Lords und nen Haufen anderer Probleme. Heute ist die Gesellschaft der Synnibarr etwa 700 Jahre nach dem letzten “Dunklen Zeitalter” wieder in Ordnung und ein wilder Mix aus den Genres Sword & Sorcery, High Fantasy, Superhelden und Space Opera findet sich auf der Oberfläche und in der Hohlwelt. Nach der Hintergrundeinführung bietet TWoS ein ausführliches Kapitel zum Thema “Was ist Rollenspiel”, das allerdings nichts tatsächlich erklärt, sondern ausschließlich die Transkription einer Spielsitzung ist. Und sowas von langweilig, dass ich zwei Tassen Kaffee für neun Seiten gebraucht hab. Es erzählt die nicht wirklich spannende Geschichte wie MAGE, DRAKE und NINJA ein dröges Abenteuer auf einer Insel erleben, das von FATE ausgewürfelt wurde. Ähm. Ja. Die Sache ist so: Spieler und Charakter werden nur durch die Kurzfassung des Klassennamen des Charakters benannt, während der Spielleiter als FATE bezeichnet wird. Alle vier sind völlig persönlichkeitslose Hüllen, lediglich in einem Nebensatz wird angedeutet, dass Spieler und/oder Charakter von NINJA möglicherweise weiblich ist. Die gefühlte am häufigsten verwendete Aktion ist, dass FATE auf einer Zufallsbegegnungstabelle würfelt, um die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses zu ermitteln, dann nochmal würfelt, um zu sehen, ob diese Wahrscheinlichkeit eintritt, und das Ergebnis dann verwendet, um den Plot zu basteln. Freie Plotgestaltung durch den Spielleiter ist anscheinend ein unnötiger Luxus in Synnibarr, dem Spiel das, Zitat, "die Vorstellungskraft nicht einschränkt", Zitat Ende. Das Spiel schränkt den Spieler gewaltig ein. Regeln: Synnibarr ist ein angebliches Multi-Genre-Spiel, was in guter 90er-Jahre-Tradition bedeutet, dass es nicht ein paar wenige, relativ leicht an unterschiedliche Situationen anpassbare Regeln hat (wie beispielsweise FATE), sondern zehntausend kleinteilige Regeln, damit man wirklich jeden Mist regeltechnisch simulieren kann. Außer der Mist, der den Autor nicht interessiert, der deswegen keinerlei Regelunterstützung hat. Zwischen den Hintergrund- und Spielbeispielkapiteln gibt’s ein Glossar. Muss man leider lesen, da hier zwar nicht notwendigerweise Begriffe erklärt werden, sich aber wichtige Regeln finden, die sonst nirgendwo im Buch wiederholt werden. Sollte sich eine Regel weder im Glossar noch im erwarteten Kapitel noch als ausführlicher Eintrag unter einer Fertigkeit finden, viel Glück, sie ist sicher irgendwo im Buch, sind ja bloß 500 Seiten. Indexlose Seiten. Das Regelsystem verwendet (meistens) ein prozentbasiertes W100-Würfeln-System. Fixe Schwierigkeiten müssen ÜBERwürfelt werden und entweder die Schwierigkeit oder der Wurf oder manchmal auch beide werden möglicherweise durch Attribute, Fertigkeiten oder äußere Umstände modifiziert. Fertigkeitsbasierte Schwierigkeiten müssen UNTERwürfelt werden und auch hier können verschiedene Modifikatoren entweder Wert oder Wurf verändern oder auch nicht. Kurz gesagt, außer “nimm nen W100” gibt’s nichts am Spielsystem, das sich durch alle Aspekte des Regelsystems zieht. Was es definitiv NICHT gibt, ist eine Möglichkeit, eine Probe auf einen Attributswert abzulegen. Vermutlich weil es keine einzelne Möglichkeit gibt, den gleichen W100-Mechanismus auf sieben Attribute anzuwenden, von denen fünf etwa so um die 18 liegen, eines sich aus zwei anderen errechnet und das letzte oftmals dreistellig ist. Das Fehlen dieser Regel ist ein gewaltiges Problem, aber dazu später. Das Kampfsystem - sind wir ehrlich, dafür sind wir alle hier - verwendet eine Mischung zwischen "Vorteil" (wer attackiert zuerst?) und Attackenzahl (in wie vielen und welchen der 12 Angriffssegmente einer einzelnen Kampfrunde kann man attackieren?). Attacken werden als W100 + fertigkeitsabgeleiteter Bonus + attributabgeleiteter Bonus gegen einen durch äußere Umstände der Attacke (wie weit weg ist der Gegner, wie schnell, welche Waffe?) Zielwert gewürfelt. Überwürfelt, in diesem Fall. Dann kann möglicherweise der Gegner ausweichen oder parieren, oder auch nicht, je nachdem wie gut der Angreifer gewürfelt hat, in jedem Fall sind Parade/Ausweichen wieder Würfe gegen Schwierigkeiten, die nichts direkt mit dem bekämpften Gegner zu tun haben. Wenn Schaden angerichtet wird (dieser ermittelt sich aus Waffe, Stärke, stärke-abgeleitetem Schadenmultiplikator, Geschwindigkeit der Attacke und/oder des Attackierenden) und dieser mehr als 1% der maximalen LP des Ziels kostet, muss ein FATE-Wurf (das ist ein Rettungswurf. Hat rein gar nichts mit dem Spielleiter zu tun) durchgeführt werden, oder das Ziel stirbt. Der Schaden von Fernkampfangriffen ermittelt sich aus Geschwindigkeit und Gewicht des Projektils, wobei Schusswaffen meistens fixe Werte haben (manchmal modifiziert durch Munition), während Wurfwaffen Reichweite und Geschwindigkeit aus dem Verhältnis von Projektilgewicht und Tragkraft des Charakters errechnen. Tragkraft wiederum hängt vom Stärkewert des Charakters ab und Stärke ist jenes eine Attribut das gerne mal drei- oder in seltenen Fällen sogar vierstellig wird. Mit den absurd hohen Schadenszahlen, die in TWoS erreicht werden können, ist es deshalb gut, wenn Charaktere so viele “Zehntel” wie möglich haben. “1/10” ist ein Effekt, der es erlaubt Schaden zu zehnteln bevor man ihn erleidet. Die Anzahl von Zehnteln, die ein Charakter hat, bestimmt, wie oft derselbe Schaden gezehntelt wird: also “1x 1/10” bedeutet 10% Schaden, “2x 1/10” ist 1% Schaden (1/10 x 1/10), “3x 1/10” ist 0,1% Schaden (1/10 x 1/10 x 1/10) und so weiter. Maximal kann ein Charakter vier 1/10 auf natürliche Weise und weitere vier 1/10 aus Ausrüstung haben … im Idealfall kann der Charakter also jeden Schaden unter 99.999.999 ignorieren, da immer abgerundet wird. Es gibt einen Haufen übernatürlicher Fertigkeiten aller möglicher Wirkungseffekte, die fast immer einer bestimmten Machtquelle / Anwendungsweise zugeordnet werden: Alchemie (technisch aussehende Magie), Chi-Effekte (Kraft von innen), Erdkraft (Kraft von der lebenden Umwelt), normale Magie, Psi (mentale Fähigkeiten) und Mutationen (natürliche Fähigkeiten, die gerne mal Effekte der anderen Klassen imitieren). Alles andere ist Technologie, wobei sich Technologie hauptsächlich dadurch auszeichnet, dass es keine spezifischen FATEwürfe gegen ihre Auswirkungen gibt, während Charaktere oftmals teilweise Resistenzen gegen die anderen Mächte haben. Es gibt Orte auf der Synnibarr, auf denen die eine oder andere Kraftquelle nicht funktioniert. Inklusive Technologie. Was DAS jetzt wieder für die Naturgesetze bedeutet, wird nicht weiter erklärt. Darüber hinaus gibt es noch Göttliche Macht (die natürlichen Fähigkeiten von Göttern) und Venderant Nalaberong (Magie, die die Übergötter verwendet haben, das Multiversum zu erschaffen). Die beiden sind mächtiger als die anderen Kraftquellen und meistens immun gegen deren Auswirkungen und gegeneinander. V.N. ist eine Sprache, die von jedem erlernt werden kann, wenn er die Schrift sieht oder die Sprache hört und ihm ein Ego-Wurf gelingt. Ego ist das siebte Attribut. Und nachdem es, wie oben erwähnt, keine Regel für Attributsproben gibt, kann nach dem reinen Regeltext V.N. nie erlernt werden und alle Regeln für V.N.-Benutzung sind dementsprechend hinfällig. Was effektiv bedeutet, dass die Alchemistenklasse drei Viertel ihrer Fähigkeiten nie einsetzen kann. Auf jeden Fall kostet die Anwendung von Übernatürlichen Fertigkeiten temporär Konstitutionspunkte (alles zwischen ¼ Punkt bis zum etwa 3, allerdings ist manchmal auch 0 möglich, vor allem bei Mutationen) mit Ausnahme von Psi-Kräften, die Psipunkte verbrauchen. Warum dieser Unterschied? ¯\_(ツ)_/¯ Alle verbrauchten Punkte regenerieren sich nach einer längeren Rast und wenn man etwa ein Zehntel seines Körpergewichts in Nahrung zu sich genommen hat. …. Okay … ich bin jemand, der gerne und viel isst, aber das erscheint mir doch etwas übertrieben. Charakterentwicklung: Synnibarr bietet nicht ein, nicht zwei, sondern ganze vier Systeme zur Charaktererschaffung an. Und statt dass es verschiedene Optionen zur Erschaffung der gleichen Charaktere sind, produziert jedes System andere Charaktere. Bah. Alle Systeme starten gleich: Der Spieler würfelt sieben W20, um sieben vorläufige Attributswerte zu ermitteln. Alle Ergebnisse, die kleiner als 8 sind, werden nochmal gewürfelt, bis sie 8 oder höher sind. Dann werden die zwei kleinsten der sieben Werte gestrichen und stattdessen ein einzelner Wert ausgewürfelt, der solange nochmal gewürfelt wird, bis das Ergebnis größer ist als der höhere der beiden gestrichenen Werte. Idealerweise hat man dann sechs Werte von 8 bis 20 (einfach sechsmal 2W6+8 würde mehr oder weniger das Gleiche erreichen, ist aber wohl nicht komplex genug). Als nächstes sucht sich der Spieler eine Charaktererschaffungsoption für seinen Charakter aus: Option 1) Die Abenteurergilden: Die zwanzig Gilden sind jeweils feste Rassen/Klassenkombinationen, die alle spezielle Fähigkeiten erhalten, Zugriff auf eine gemeinsame “Grundausbildung” an Fertigkeiten und die nach Hintergrund alle von WahrscheinlichJesus geschaffen wurden. Wie genau Ican'tbelieveit'sJesus als Avatar des ultimativen Guten genau diese 20 Gilden vor mehr 50000 Jahren geschaffen haben soll bleibt ein Rätsel. Zwei der Gilden haben "nur für extrem böse Charaktere"-Optionen, drei weitere erwähnen in ihrem jeweiligen Hintergrund, dass sie von dem Mitglied einer anderen Gilde erschaffen wurden und eine Gilde ist ausschließlich für eine Rasse, die erst viele Jahrtausende später geschaffen wurde … auf alle Fälle kommt da irgendwas nicht hin. Was ziemlich blöd ist, wenn man bedenkt, dass der Hintergrund aus Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben ist. Die Gilden sind Alchemisten (Menschen; magisches Adeptus Mechanicus), Amazonen (Menschen; Sororitas mit Space Marine-Biomods), Aquarianer (Aquarianer; Aquaman), Bio Syntha Cyborgs (Cyborgs; Bedienungspersonal der Synnibarr in fünf Varianten), Bogenschützen (Menschen; kunstproduzierende Hippie-Robin Hoods), Chameleondrachen (humanoide Drachen; können zwischen verschiedenen Drachenspezies wechseln und deren Fähigkeiten einsetzen), Flügelmänner (Alorianer; geflügelte humanoide Nahkämpfer), Gnome (Gnome; magische Hippies), Magierkrieger (Menschen; Magier, können nicht wirklich kämpfen), Mutanten (Menschen; haben Mutationen), Ninjas (Menschen; kriegen nen Haufen der Stealth-Fähigkeiten anderer Gilden, aber schlechter), Psielfen (Elfen; Psylocke), Riesen (Riesen; Luftschiffpiraten), Schamanen (Menschen; extreme stereotype Indianerhippies), Schattenkrieger (Menschen; Psi-Jedi), Schattenmeister (Menschen, Psioniker), Tiger, gold / rot (Menschen; Comicsuperhelden bzw. Comicsuperschurken), Tigermagier, gold / rot (Menschen; Tigersuperhelden/schurken mit Zauberkräften), Wermenschen (Menschen; superlangweilige alchemistische Leibwächter, die sich nicht in Tiere verwandeln können) und Zwerge (Zwerge; können magische Hämmer werfen). Option 2) Grundrassen: diese Option dröselt einige Gilden in Rasse und Klasse auf und erlaubt es manchen Rassen, andere Klassen anzunehmen. Es müssen immer noch die nötigen Mindestattributwerte der Gilden erfüllt werden. Warum die ersten beiden Optionen nicht in eine zusammengefasst werden und es schlicht und einfach Rassenbeschränkungen für einzelne Gilden gibt (“Aquaman: nur für Leute, die unter Wasser atmen können”), keine Ahnung … Für die nächsten beiden Optionen kann der Spieler seine Attribute beliebig verteilen und ermittelt, wie viele Fertigkeitspunkte er zu Spielbeginn erhält. Option 3) Gildenlose Abenteurer: das sind Abenteurer, die eine noch kleinere Rassenauswahl als Option 2 haben, aber dafür Fertigkeitspunkte einsetzen können, um sich eine Rasse und Mutationen und/oder kybernetische Verbesserungen zu kaufen. Da einige dieser Dinger im späteren Spiel extrem teuer sind, ist “ich starte bereits als halber Borg”, eine der besten Möglichkeiten, an Cybernetics zu kommen. Die Option einen Gildenlosen Abenteuer mit Mutationen zu spielen, existiert zwar, ist aber vollkommen unnütz, da die Mutantengilde effektiv genau das Gleiche ist, bloß in allen Belangen besser … was, wenn man genau ist, ebenfalls auf Bio Syntha Cyborgs zutrifft, wenn ich mir's genau überlege ... Option 4) Rassenvarianten: Die letzte Option schließlich erlaubt es dem Spieler, mittels Fertigkeitspunkten eine Nichtgildenrasse aus 30 Optionen aus dem Monsterkapitel zu kaufen und dann beispielweise Rocket Racoon, einen mutierten Lizoiden oder einen … menschlichen … herrgottschläftderverdammtelektor … Shaolinmönch zu spielen. Diese Rassen kommen alle mit jeder Menge Vorteile und eignen sich manchmal ausgezeichnet dazu, das Spiel auszuhebeln. Nachdem der Spieler seine Option gewählt, seine Attributspunkte verteilt und bei Option 3 und 4 Fertigkeitspunkte für seine Rasse ausgegeben hat, errechnet er einen Haufen abgeleiteter Werte: Würfelmodifikatoren oder Zielwert für bestimmte Würfe, seine Attacken- und LP-Zahl und schließlich Ego, das siebte Attribute, das sowas wie Charisma oder so ist. Anschließend kauft der Charakter für seine übriggebliebenen Fertigkeitspunkte Fertigkeiten und bei Option 3 auch andere Verbesserungen. Alle Charaktere können zufällig Mutationen oder psychische Kräfte haben (die wiederum zufällig ausgewürfelt werden) und müssen eine Aura haben. Die neun Auren stellen mehr oder weniger die moralische Grundausrichtung des Charakters da (gutgutgut - gutgut - gut - gutneutral - neutral - neutralböse - böse - böseböse - böseböseböse) ändern sich aber auch emotions- und situationsbedingt ständig. Wenn ein Charakter im Einklang oder gegen seine Aura handelt, erhält er gute und schlechte Karmapunkte, die er und FATE verwenden können, um Ausweichwürfe automatisch ge- oder misslingen lassen. Stirbt ein Charakter und hat auch nur einen einzigen guten Karmapunkt, bekommt der nächste Charakter des Spielers +2 auf alle Attribute. Ein Charakter, der bereits ohne diesen +2 Bonus mit mindestens 20 in fünf seiner Attributen startet, ist der Abkömmling eines Gottes und kann später mal zu einem vollwertigen Gott werden. Er ist bereits in dem Sinne unsterblich, dass er nach seinem Tod lediglich eine Handvoll Level verliert und dann irgendwo respawnt. Gottesabkömmlinge können außerdem zwei Gilden beitreten. Charaktere erhalten XP durch Aktionen, die Schwierigkeiten überwinden, und erhalten pro Stufe Verbesserungen auf verschiedene Würfe, weitere Verbesserungen jede xte Stufe und eine Handvoll Fertigkeitspunkte. Auf Stufe 45, 71 und 110 kann man versuchen zu einem Unsterblichen, Halbgott oder Gott aufzusteigen, indem man einen Gott anhaut und um ne harte Queste mit anschließender Beförderung bittet. Schaltet ein paar neue Fähigkeiten frei, Bonusklassen und ein paar Zehntel. Beispielcharakter: F’Rost’y, ein Eislott Ich hab keine Ahnung, was genau ein Eislott ist. Ich denke, es ist sowas wie ein Elementar oder Dämon oder so. Es wird erwähnt, dass es verschiedene Lotts gibt, aber WAS sie sind, wird nirgends erklärt. Vollkommen egal, ich hab den Kerl wegen seiner besonderen Fähigkeiten genommen. F’Rost’y sieht aus wie die Eisskulptur eines männlichen Menschen, ist allerdings gute zweieinhalb Meter groß. Er trägt ne reißerische Toga, die einen guten Blick auf sein unglaublich männliches, gefrorenes Brusthaar freilässt, düst auf nem Luxusjachtluftschiff durch die Gegend und hat die Kajüte voller Blutorangen, weil ich noch Startergeld übrig hatte und ne vitaminreiche Ernährung wichtig ist. (F’Rost’y hat übrigens keinen Fernseher auf dem Luftschiff, weil auf Synnibarr ein einzelner solarbetriebener Fernseher den Gegenwert von mehr als 400 Luftschiffen hat.) Attribute: Konstitution 19 Stärke 216 Agilität 20 Geschicklichkeit 14 Intelligenz 14 Weisheit 12 Ego 26 Abgeleitete Werte - Fest: Lebenspunkte: 2190 Attacke / Runde: 2 Schaden: x75 Tragekraft: etwa 5 Tonnen Überraschung: 85% / 80% / 75% / 55% Fallen finden: 20% Der Überraschungswert muss überwürfelt werden, um beispielsweise einem Hinterhalt zu entgehen. Je nachdem wie gut die überraschungsgenerierende Fähigkeit des Überraschenden ist, muss F'Rost'y einen anderen Wert verwenden. Abgeleitete Werte - Wurfmodifikatoren: Initiative: +1 Angriff: +1 Ausweichen / Parade: +6 FATE-Würfe: gegen Magie / Psi: 10% gegen Alchemie / Chi / Mutationen: 64% gegen Erdkraft: Immun gegen metabolischen Schock: 48% Fertigkeiten Infiltration: 35% + 0 Kampf, Ausweichen / Parade: 0 Kampf, Fernkampf: 0 Kampf, Nahkampfwaffe: 0 Kampf, fortschrittliche Waffen: 0 Kampf, Ringen: 0 Kampf, unbewaffnet: 16 Lesen: (ja) Nachahmen: 40% + 0 Schleichen: 40% + 0 Schreiben: 20% + Ego + 0 * 5 Schwimmen, Grundlage: (ja) Überfall: 35% + 1 Verkleiden: 35% + 0 Verstecken: 35% + 0 Lesen und Schwimmen gehören zu den fertigkeitspunkt-unabhängigen Fertigkeiten: entweder hat der Charakter die Fertigkeit und kann sie ohne Probleme einsetzen (es wird gewöhnlich nicht auf sie gewürfelt) oder eben nicht. Auf Schreiben wird nur dann gewürfelt, wenn man als Autor Geld machen möchte. Alle Kampffertigkeiten geben pro 4 Fertigkeitenpunkten +1 auf die entsprechenden Würfe. Nachdem F’Rost’ys Hauptkampftechnik das Anfassen von Gegnern ist, hat er lediglich unbewaffneten Nahkampf. Alle anderen Fertigkeiten haben eine Grunderfolgschance, die mit steigenden Fertigkeitspunkten nach oben geht und unterwürfelt werden muss. Mutationen (Geringer) Angriff +25% (Geringer) Tesseract (Geringer) Unsichtbarkeit (Größer) Kontrolle von Körpermolekülen (Größer) Metamorph (Haupt) Thermale Kinesis / Kälte “Mutationen” sind sowohl Fähigkeiten, die nichtmenschliche Rassen natürlich haben (beispielsweise die Flügel eines Alorianers), als auch tatsächliche Mutationen, die durch die Strahlungslecks des Hauptreaktors der Synnibarr immer wieder entstehen. Die natürlichen Mutationen eines Eislotts sind “Thermale Kinesis / Kälte” (kann Umgebungstemperatur absenken, Gefrierblitze als Fernkampfattacke, Erzeugung eines Eisschildes), “Metamorph” (Gestaltwandlung in ein anderes Wesen: kopiert alle Werte und natürliche Fähigkeiten des neuen Wesens und heilt eigene LP vollständig) und “Kontrolle von Körpermolekülen” (völlige oder teilweise Wandlung des eigenen Körpers in Gegenstäde oder Zustände wie Nebel, Rauch, etc.). Der beste Effekt dieser dritten Mutation ist natürlich, das F’Rost’y drei Zehntel erhält und damit jeden erlittenen Schaden auf 1/1000 des Ursprungswerts reduziert. Die geringeren Mutationen erhöhen F’Rost’ys Angriffswurf, erlauben ihm in Sichtbereiche zu telportieren (Tesseract) und sich selbst unsichtbar zu machen. Diese Mutationen sind keine natürlichen Fähigkeiten eines Eislotts, sondern zufällig während der Charaktererschaffung aufgetaucht. Stufenabhängige Anpassungen: Jede Stufe: +1 Angriff, -1% Überraschung #3, -2% Überraschung #4, +5 Fertigkeitspunkte, +1% FATE gegen Alchemie / Chi / Mutationen, +1W6*100 LP Jede 2. Stufe: +1 Ausweichen / Parade, -1% Überraschung #1 und #2 Jede 7. Stufe: +1 Attacke Jede 14. Stufe: +1 Initiative Wie ihr oben gesehen habt, dürfen Wesen FATEwürfe gegen die Auswirkungen von Mutationen bzw. Angriffe durch diese durchführen. Explizit keine Mutation ist die spezielle Fähigkeit von Eislotts, Dinge und Personen ohne jegliche Kosten, Aktivierungswurf oder irgendeine andere Einschränkung durch Berührung sofort einzufrieren. F’Rost’y ist ein unsichtbarer, teleportierender Kämpfer mit einem Gesamtbonus von +29 auf Angriffswürfe, der ausschließlich unbewaffnete Nahkampfwürfe durchführt (gelingen bei Wurfergebnis 30+), deren Effekt Instant-defeat ist und alle Save-or-die Würfe umgeht. Sollte er aus irgendeinem Grund diese Strategie nicht einsetzen können, kann F’Rost’y immer noch seine Blutorangen nehmen, sie mittels Metamorph in irgendein Lebewesen mit nem halben Zentner Gewicht verwandeln (ein kleiner Orangenbaum or so) und sie mit etwa eineinhalbfacher Schallgeschwindigkeit bis zu sechseinhalb Kilometer weit schmeißen und dann pro Baum so um die 66000 Schadenspunkte anrichten. Willkommen auf Synnibarr, allerseits.
  5. Darkness' Rollenspiel-Extravaganza

    Ich mag zwar sehr, was ich in der 4. Edition sehe, aber ich - und nicht nur ich - sehe einige Probleme und Schwachpunkte. Schauen wir mal, wie viel C7 nach dem Feedback der Spieler noch für die eigentliche fertige Version anpasst.
  6. Darkness' Rollenspiel-Extravaganza

    Ich hab das Buch erst vorgestern bekommen und bin noch am durchlesen, also dauert's ein bisschen. Ich find's schon deutlich besser als die 3. Edition, vor allem, da es weniger Kleinteile hat und keine Spezialwürfel braucht. Und sollte Cubicle7 es wirklich durchziehen, eines Tages spielbare Dunkelelfen zu produzieren, wie sie es angekündigt haben, hätten sie einen gewaltigen Stein bei mir im Brett
  7. Darkness' Rollenspiel-Extravaganza

    Wie schon im anderen Thread angedeutet, werde ich als nächstes Monsterhearts besprechen. Es sollte immerhin ein Beispiel geben, das Sex nicht so verhunzt wie es F.A.T.A.L. und Wraeththu tun. Danach - sollte das Interesse bestehen - Warhammer Fantasy RPG 4. Edition.
  8. Darkness' gruslige Rollenspiel-Halloweenparade

    Möglicherweise sollte ich mal Monsterhearts besprechen. Das Genre - übernatürliche YA Romance / Drama - ist zwar so überhaupt nichts was mich als Spieler groß interessiert, aber immerhin ist es ein Spiel, das solche Sachen wie Beziehungen, Sex und Sexualität nicht nur in den Mittelpunkt stellt, sondern das sogar auf eine ordentliche, durchdachte und eigentlich sogar außerordentlich gute Weise macht.
  9. Darkness' gruslige Rollenspiel-Halloweenparade

    Wraeththu Ich leide für euch (nur dass ihr’s wisst). Als erstes eine Erklärung: “Wraeththu” scheint die re-anglizierte Verschriftlichung der japanisierten Aussprache des englischen Wortes “Wraith” zu sein und wird in Deutsch “Räi-su” ausgesprochen (2edgy4u) Die Wraeththu - zu deren grusligen Details ich noch kommen werde, keine Sorge - sind eine Schöpfung der englischen Schriftstellerin Storm Constantine, die die entsprechende Büchertrilogie ‘87 bis ‘89 veröffentlichte. Mrs. Constantine ist heute eine der bekanntesten gothic / dark fantasy-Autorinnen Englands und hat übrigens auch die Intro-Geschichten für Mage: Dark Ages und Mage: Sorcerer’s Crusade der alten Welt der Dunkelheit beigesteuert. Das Rollenspiel selbst kam 2005 bei Immanion Press, Mrs. Constantines eigenem Verlag, raus und war eigentlich gar nicht geplant. Eigentlich wollte sie eine Settingbibel schreiben, mit der sie den ganzen Wraeththu-Fanfic-Schreiberlingen, die es überraschenderweise gibt, zur Hand gehen wollte. Dann schlugen ihr die Chefredakteure von Immanion Press, Lydia Wood und Gabriel Strange (mittlerweile die Strange-Woods, ), vor, daraus ein Rollenspiel zu machen, und Mr. Strange zog ein paar selbstgeschriebene Regeln aus ner Schublade. Constantine hat das Ganze wohl abgenickt und das ist der Grund, warum ich jetzt diese Tragödie durchexerzieren muss. Hurra. So um 2003 rum, als das Rollenspiel noch im Produktionszustand war, begann sich am Horizont das Ende der alten der Welt der Dunkelheit abzuzeichnen, als White Wolf beschloss, das Weltende, das seit nem Jahrzehnt jetzt gleich sofort bald kommen wird, tatsächlich eintreten zu lassen. Mit dem Ende des Platzhirschen im urban / dark fantasy Genre im Blick, beschloss Mr. Strange, ein bisschen die Werbetrommel für das in Bälde erscheinende Wraeththu RPG zu rühren. Wobei er sich möglicherweise ein bisschen ungeschickt angestellt hat. Sozusagen *hüstel* Frei zitiert: “Hey, WoD-Spieler, ihr solltet alle Wraeththu spielen, weil unser Spiel eigentlich das einzig™ wahre™ Original™ für Dark Fantasy ist, Constantines Werk eigentlich die geistige Grundlage für die gesamte WoD ist und deshalb eure geliebte WoD sowieso nur ne Billigkopie von dem ist, was wir produzieren. Im Gegensatz zu den Deppen, die für euer sogenanntes “Lieblingsspiel” schreiben, haben wir nicht nen Haufen Plotholes produziert und deswegen müssen wir nicht unser Spiel durch ein Weltende kaputtschreiben, also kommt alle zu uns, damit ihr endlich ein richtiges™ Rollenspielerlebnis habt.” Das hatte jetzt nicht das erwartete Medienecho zu Folge, also … äh … beziehungsweise nicht ganz die Art von Medienecho, die sich Strange gewünscht hat und wenn ihr euch mal ne vergnügliche Stunde machen wollt, könnt ihr die alten Wraeththu-Threads auf rpg.net lesen, in denen die Presseankündigung verrissen wird und Strange versucht, sich mit äußerst durchschaubaren sockpuppet-accounts zu verteidigen. Naja. Wir wollen hier ja über das eigentliche Spiel reden und dementsprechend, auf geht’s: Das RPG begrüßt uns mit einem Cover, auf dem ein kunstvoll aussehender (aber im Kampf meiner Ansicht nach eher zu leicht zerbrechlicher) Dolch vor einer Blume zu sehen ist. Behalten wir das einfach mal im Hinterkopf, ok? Möglicherweise kommen wir ja drauf zurück. das heißt, garantiert. Leider. Hintergrund: Der Hintergrund des RPGs basiert natürlich auf den Wraeththuromanen, ist aber an einigen Stellen breiter ausgearbeitet, was seiner Herkunft als Settingbibel geschuldet ist. Nachdem allerdings das RPG einige Jahre vor den Romanen spielt, existieren einige Informationen “ingame” noch nicht, inklusive einiger Dinge über die Wraeththu. Nachdem mich das Spiel in einigen Bereichen doch eher … … nennen wir’s euphemistisch mal “verblüfft” … hat, hab ich mir den ersten Roman angetan und meinegütewardermist hab mir dort zusätzliche Informationen besorgt. Aaaalso. In nicht allzu ferner Zukunft hat Mutter Erde genug davon, dass die Menschen ständig Kriege führen, notorisch nichterleuchtet sind und sich halt wie ein riesen Haufen Arschlöcher aufführen. Dementsprechend schickt sie eine Reihe schlimmer Naturkatastrophen, unheilbarer Seuchen und internetfressender Computervi- …. was, ehrlich? Oooo-keh. Glauben wir’s einfach mal ... und beginnt, die Menschheit auszurotten, damit der Weg für eine viel bessere™ Spezies frei ist: die Wraeththu. Wo genau die Wraeththu herkommen, wird nie so richtig geklärt, allerdings gibt's ein paar Erklärungsansätze: zufällige Mutation, gezielte Genmanipulation (erfolgreich oder Unfall) oder vielleicht auch das Eingreifen von Aliens und/oder Engeln, möglicherweise in Gestalt fliegender weißer Pferde. Ja, das habt ihr richtig gelesen. Sei es wie es sei, folgendes ist bekannt: die Wraeththu tauchten als erstes in Nordamerika als Mitglieder obdachloser Straßengangs auf und verbreiteten sich von den Ballungszentren der USA über die Amerikas und Europa, während die menschliche Zivilisation den Bach runterging. Dazu haben die Wraeththu zuerst durch Sabotage und später offenen Krieg auch kräftig beigetragen. Während die Romane zu einer Zeit spielen, in der die Geschichte der Menschheit bereits zu Ende ist und die Wraeththu nur noch die restlichen Überlebenden beseitigen müssen, spielt das Rollenspiel während des Kriegs. Allerdings wird das Spiel nicht müde zu erwähnen, dass die Wraeththu sowieso gewinnen werden und es deshalb absolut unpassend wäre, eine Kampagne zu spielen, in der den Wraeththu tatsächlich effiziente menschliche Gegner gegenüberstehen. Sind ja bloß Menschen und die sind nicht toll und können ja nichts, im Gegensatz zu den besseren™ Wraeththu. Aber eigentlich gehts in dem Spiel ja nicht um Handlung, sondern um Sex, also ist das Fehlen von Problemen kein - äh - Problem. Obwohl die Wraeththu alle viel klüger™ und besser™ und schöner™ und toller™ sind als die ekligen Menschen, geht die ganze Welt den Weg des Dodos: nach dem Fall der menschlichen Zivilisation haben sich die Wraeththu in halbnomadisierende Stämme geteilt, die die Überreste der Menschen plündern und sich damit am Leben halten. Weil sie augenscheinlich zu dämlich sind, sowas wie einen Pflug zu benutzen und damit einen Bauernhof zu betreiben (außerdem wäre sowas viel zu profan für die Wraeththu). Glücklicherweise haben die Wraeththu jede Menge Dieautorinwilldasso und können damit alle Ressourcenknappheiten unwichtig machen und sich auf den Sex konzentrieren. Eines der Dinge, die mich in Geschichten wirklich extrem ankotzen, ist protagonistenzentrierte Moral. Dass jemand als “gut” definiert wird und dann alles, was er tut als gut und richtig abgestempelt wird, egal was er macht. Das ganze Wraeththu-Universum ist voll von diesem Mist und damit meine ich nicht nur das Rollenspiel, sondern auch die Romane. Die Wraeththu werden als viel schöner™, viel besser™, viel stärker™ und sowieso viel perfekter™ als die zurückgebliebenen Menschen beschrieben. Jemand, der so hübsch™ ist und dem die Autorin so viel Zucker in den Arsch bläst, der kann ja nicht böse sein, und wenn er irgendwann mal was moralisch Fragwürdiges macht, dann ist das entweder nur ein Fehler, der verziehen werden muss, oder die andere Person, die es als moralisch fragwürdig empfindet, ist eben nicht erleuchtet genug, um zu erkennen, dass der Wraeththu recht hatte. Mit allem. Das Rollenspiel legt zwar noch ne Schippe drauf und sagt explizit, dass Wraeththu moralisch immer im Recht sind, aber das ist alles schon deutlich in den Romanen angelegt: Wraeththu bringen Menschen zu hunderten um? Schon ok, höhere Spezies, die dürfen das. Menschen wehren sich? DAS IST BÖSE! Wie können sie sich nur dem Willen der Wraeththu widersetzen??? Menschen sind rassistisch und führen Kriege gegeneinander? Wieder Mal typisch für eine Spezies, die so dumm und unerleuchtet ist und deshalb ausgerottet gehört. Wraeththustämme führen Kriege gegeneinander, weil der andere Stamm woanders wohnt, anders ausschaut und ne andere Kultur hat? Is halt so, kann passieren, kein Problem. Ist ja kein Rassismus oder so. Das ist es, was mich ehrlich gesagt am meisten an diesem Ding aufregt. Nicht das miserable Regelsystem, nicht Stranges überhebliches Gehabe und auch nicht der relativ langweilige Plot des Romans und der ständige Sex. Und nachdem mir jetzt leider wirklich nichts mehr einfällt, um die Sache noch weiter rauszuzögern, muss ich mich wohl jetzt den Wraeththu widmen. Na toll. Die Wraeththu sind ein Haufen menschenartiger, großgewachsener Glam Rocker, die alle auf der eher männlichen Seite von Androgyn angesiedelt sind und sich wünschten, sie wären so cool wie Ziggy Stardust Gott im Himmel, ist das Artwork schlecht. Sie sind funktionale Zwitter, deren Geschlechtsorgan sowohl “ausgefahren” als Penis als auch “eingefaltet” als Vagina agieren kann und ausschaut wie eine Anemone oder Blume. ... Bingo! Richtig erinnert! Das Cover des Buchs zeigt einen überzüchteten, absolut unpraktischen Dolch und einen Wraeththu-Ständer. Passt symbolisch sehr gut zur Kombination von Stranges katastrophalem Regelsystem und seinem anscheinend bevorzugtem Spielstil. Aaaaanyway. Ich hab gehört, dass die Wraeththuromane eine Zeit lang vor allem in der Trans*-Community beliebt waren, mit ihrer Beschreibung von Wesen, die sich nicht den klassischen zwei Geschlechtern zuordnen lassen. Ob sie das heute das auch noch sind, wage ich zu bezweifeln. Immerhin gibt’s bessere Charaktere und Geschichten zu dem Thema und nach meiner bescheidenen Meinung sind die Wraeththu sowieso keine besonders gute Metapher für Trans*-Menschen, egal wie oft Constantine (und Strange) das “sie sind total männlich UND weiblich” beschreiben. In meinen Augen jedenfalls liest sich der erste Roman wie ne eindeutig schwule Coming-out Geschichte / Romanze und alles in allem präsentieren sich die Wraeththu doch deutlich mehr durch männliche Geschlechterrollen und Charaktereigenschaften. Die Tatsachen, dass alle Wraeththu mal menschliche Männer waren und dass post-humane Frauen niemals zu Wraeththu sondern zu einer ganz anderen Spezies werden, hilft hier nicht wirklich weiter. Allerdings besteht sowohl das Rollenspiel als auch Constantines Website als auch der gute Mr. Strange vehement darauf, dass die Wraeththu definitiv nicht homosexuell sind, weil das wäre ja dann beinah … schwul und sowas will ja keiner spielen. No homo und so. Ich bin mir jetzt auch nicht sicher, ob die typische Trans*-Person, eine mörderische, arrogante, offensichtlich intellektuell zurückgebliebene Spezies so sehr als Repräsentation für sich selbst empfinden würde, bloß weil diese Dinger nicht traditionell männlich/weiblich sind. Aber ehrlich gesagt, in dem Thema steck ich zu wenig drin und sollte einer der Leser hier ne andere Meinung haben, gerne PN an mich (oder öffentliches Post), ich lass mich gern korrigieren. Aber lassen wir das beiseite. Zurück zum Thema. Sex. Wie bereits angedeutet, Wraeththu entstehen aus dem Sex mit Menschenmännern … Also, um genau zu sein: ein Wraeththu schneidet einen Mann auf, lässt sein eigenes Blut in dessen Körper laufen, wartet, bis eine Mutation einsetzt und hat dann Sex mit dem armen Kerl, weil ohne Sex ist die Mutation meistens tödlich verläuft oder einen wahnsinnigen Halbwraeththuzombie zurücklässt. Und NATÜRLICH ist so eine Umwandlung was Tolles, immerhin ist Wraeththuwerden besser als Menschsein, also ist es NATÜRLICH auch keine Vergewaltigung, wenn der Wraeththu dem Mann das “Geschenk” mit Gewalt aufzwingt. Der Kerl weiß es ja nur nicht, dass er es eigentlich wollte. … und müssen als biologische Notwendigkeit Sex zum Überleben haben und können durch rituelles Gepimper ihre Magie verstärken. (Ach? Hab ich nicht erwähnt, dass Wraeththu zaubern können? Tschuldigung. Also: Wraeththu können zaubern. UND haben psychische Kräfte. Jetzt wisst ihr Bescheid.) Nachdem Sex so wichtig ist, hat der ewig hilfreiche Mr. Strange ein ganzes Kapitel dem Thema Sex und Rollenspiel gewidmet. Hier versucht er Wege aufzuzeigen, wie der Spielleiter seine Gruppe dazu erziehen kann, dass Sex nicht nur mit “ja, mein Charakter hat gepoppt, passt schon” abgehandelt wird. Tatsächlich, so O-Ton Mr. Strange, ist es wichtig, dass sich die Spieler ausführlich Gedanken darüber machen, welche sexuellen Vorlieben ihre Charaktere haben, mit welchen anderen Charakteren, vorzugsweise von anderen Spielern, sie regelmäßig rammeln und vor allem, dass die Spieler diese Szenen einander auch ausführlich beschreiben, darauf eingehen und das große Swingerfest in der Knatterbar ausspielen. Ich bin ziemlich sicher, dass Strange dieses Kapitel nur mit einer Hand geschrieben hat. Übrigens, so Mr. Strange, statt dem großen, partyinternen Rudelbumsen kann man auch das tolle Vergewaltigungsfest nach der Gefangenname von nem Haufen Männer ausspielen - immerhin schlägt Mr. Strange vor, dass Charaktere mit “dunklen Gelüsten” und dem Bedürfnis nach den unschöneren Seiten von Sex definitiv nicht nur NSCs sein sollen, sondern auch gerne auch Spielercharaktere, die endlich mal zu ihrem Recht kommen können und so richtig schön …. ach, scheiß drauf, ihr wisst, was ich meine. Das ist übrigens nur teilweise auf dem Mist von Strange gewachsen. Während in den Romanen die Tatsache, dass sowas in der Welt vorkommt, zwar nicht ausgeblendet wurde, ist die Haltung, dass sowas toll ist und für die Spielercharaktere durchaus erstrebenswert, lediglich im Spiel vorhanden. Äh … was soll ich sonst noch erzählen? Hm … nun, es gibt ein Kapitel zum Thema LARP, in dem Strange mehrfach darauf hinweist, dass Wraeththu nicht echt ist, auch wenn man das so spielt, und man nicht mit Spielzeug- oder gar echten Waffen rumlaufen soll, weil das gefährlich sein könnte. Kein Kommentar zu LARP-Sex. Der einzige Lichtblick ist das Kapital zum Thema “was ist Rollenspiel” zu Beginn des Buchs. Das ist sogar ziemlich gut geschrieben und hat verwertbare allgemeine Einführungen und Hinweise für Spielleiter und Spielleiter. Schlecht ist das Buch eigentlich nur da, wo es sich um die Wraeththu dreht … was in diesem Fall gewaltiges Pech ist Regeln Das Storm System verwendet den W20, mit dem kleiner/gleich dem geprobtem Fertigkeitswert gewürfelt werden muss, modifiziert durch einen von einem Attribut abgeleitetem Modifikator (oder dem Durchschnitt von zweien) und durch die Schwierigkeit der Situation. Die verwendeten Attribute sind Stärke, Gewandtheit, Ausdauer, Wahrnehmung, Intelligenz und Willenskraft, die Fertigkeiten eine relativ standardmäßige kleinteilige, lange Liste. Für Menschen liegen alle Werte zwischen 1 und 20, für Wraeththu zwischen 1 und oben offen (weil “sie sind eine junge Spezies und kennen ihre Grenzen noch nicht”. Sollte jemand in dieser Argumentation einen Fehler finden, sein Pech.). Für ein so regellastiges Spiel, das gleichzeitig so viel Wert auf Dauerorgeln soziale Interaktion legt, hätte ich eigentlich mehr soziale Regeln erwartet, aber von ein paar unterwältigenden Fertigkeiten zum Thema Überreden abgesehen gibt’s da nichts. Das heißt, nun, also eigentlich, wenn ich’s mal ganz genau nehmen, es gibt sowas ähnliches wie eine zentrale soziale Regel. Das wraeththu-only Attribut Composure. Fassung. Das ist gewissermaßen das Selbstvertrauen eines Wraeththu und da Selbstvertrauen sexy macht auch irgendwie sein Charismawert - nicht, dass das Attribut groß als solcher verwendet wird. Oder für irgendwas anderes. Außer natürlich um den, nach den Worten Mr. Stranges, größten Feind der Wraeththu zu bekämpfen. Nihilismus! Nicht Menschen (LOL, die doch nicht!) und nicht andere Wraeththu sind die einzige Bedrohung, sondern das grauenhaft Gefühl der Verzweiflung und Sinnlosigkeit, das die Wraeththu überkommt, wenn sie begreifen, dass sie aus Menschenmännern gemacht werden, die aber irgendwann mal ausgehen werden und ihre junge Spezies deshalb nach kurzer Zeit wieder aussterben wird! (Anmerkung: was - wie üblich - nicht wirklich ein Problem ist. Ein paar Jahre nach dem Zeitabschnitt des Spiels lernen Wraeththu, wie sie sich auf die korrekte Weise gegenseitig die Palmen schütteln müssen, um Eier zu legen). Dieser Nihilismus führt dazu, dass die Wraeththu nach und nach Fassung verlieren, was nur durch regelmäßigen Matratzentango aufgehalten und umgekehrt werden kann. Ansonsten werden sie immer depressiver, zurückgezogener, unattraktiver und sterben am Ende als hässliche Mauerblümchen durch traurige Unterficktheit. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie befriedigend es war, diesen Satz zu schreiben. Das Kampfsystem ist ein konfuses Chaos aus viel zu viel “wir sind besser als andere Systeme und machen alles ganz anders!”. Es fängt damit an, dass Charaktere zwar einen zu gleich/unterwürfelnden Waffenfertigkeitswert verwenden, aber statt dem Attributsmodifikator wie bei allen anderen Proben wird stattdessen ein anders errechneter Kampfmodifikator angewendet, aber auch nur, wenn der Charakter eine Spezialisierung in seinem Waffenfertigkeitswert auf diese spezielle Waffengattung hat und außerdem können maximal so viel Punkte des Waffenfertigkeitswerts eingesetzt werden wie der Charakter im passenden Kampfstil hat. Also … ein Charakter benötigt anscheinend die Fertigkeit “Stumpfe Waffen”, kriegt aber nur seinen Kampfmodifikator, wenn er tatsächlich “Stumpfe Waffen (Keule)” hat und kann von seinem Fertigkeitswert maximal Fertigkeit “Stil: Einhändiger Kampf” Punkte verwenden, um zu bestimmen, was er jetzt würfeln muss. Fernkampfwaffen benötigen übrigens keinen Stil, weil … äh … isso. Statt dass jetzt ein Schwierigkeitsmodifikator auftaucht - wie es bei anderen Proben wäre - darf der Gegner nach einer gelungenen Attacke einen Ausweichen/Verteidigenwurf ablegen. Ich habe keine Ahnung, wie das geht, weil die Kampfregeln wild über eineinhalb Kapitel verteilt sind und es Mr. Strange wohl entgangen ist, das diese irgendwie doch meiner Ansicht nach wichtige Information vergessen wurde. Der ständig verwendete Name Ausweichwurf impliziert, dass es eine Ausweichenfertigkeit geben sollte, auf die gewürfelt wird, dem ist aber nicht so. Sollte eine andere körperliche Fertigkeit das irgendwie übernehmen, wird es jedenfalls bei den Fertigkeitenbeschreibungen nicht erwähnt. Sollte sich die Spielgruppe auf irgendeine Möglichkeit des Ausweichens geeinigt haben, wird Schaden gemacht. Erst an der Rüstung (die dadurch langsam zerstört wird, weil jeder diese Gegenstandshaltbarkeitsregeln liebt), dann am Kämpfer. Das heißt, wenn der Angriff nicht durch ein paar wirklich bescheuerte und meiner Ansicht nach nicht probegespielte Regeln zur Schadensverminderung durch Schaden-an-Rüstung-verursachen beim Schlagen durch mehrere Schichten Rüstungen hindurch nach vier Unterhemden gestoppt wird. Verursachter Schaden vernichtet geringere HP (“lesser wounds”), deren Anzahl sich mit Stärke / Ausdauer verändert, und wenn diese auf 0 fallen, wird der Charakter ohnmächtig. Für jeweils 10 verlorene geringere HP verliert der Charakter auch 1 seiner 15 (für Menschen: 10) größeren HP (“major wounds”) und wenn diese auf 0 fallen, ist er tot. Es gibt ein paar Wege (besonders mächtige Waffen oder Kampftechniken), kleine Mengen größeren Schaden direkt anzurichten, zusätzlich zum geringeren Schaden der Attacke. Ob geringere HP unter 0 fallen können bzw. ob man überhaupt noch geringere HP verlieren kann, wenn man keine mehr hat, ist nicht geklärt. Logisch gesehen vermutlich ja, weil theoretisch sollte es ja möglich sein, jemand zu töten, aber die Regeln sagen nichts Explizites und implizieren eher das Gegenteil und dementsprechend sieht’s tatsächlich so aus, als wäre ein ohnmächtiger Charakter unverwundbar. In dem Kampfsystem ist es eigentlich so gut wie unmöglich, genügend direkten größeren Schaden anzurichten, um jemand umzubringen, bevor er ohnmächtig wird. Das Magiesystem ist Scheiße. Was für eine Überraschung, hm? Ich hab wirklich keine Lust, die Details zu erklären, also nur so viel: das System ist von Mage: the Ascension geklaut. Es verwendet einige thematische Einflussgebiete (Elemente, Energieformen, etc.) als Modifikatoren für den Wurf auf Manipulation, den Basis-Magiewert. Der Spieler beschreibt den gewünschten Effekt, der Spielleiter legt ne Schwierigkeit fest und dann wird halt gewürfelt. Wird schon irgendwie passen. Allerdings hat das System in einigen Teilen zu ungenau ausgearbeitete Regeln und in anderen Teilen welche, die offenbar überhaupt nicht getestet wurden. Jeder Spieler mit ein bisschen Grips kann das System in fünf Minuten aushebeln. Das System verwendet irgendein unsinniges Gebrabbel über Ordnung und Chaos und ein nötiges Gleichgewicht um sowas ähnliches wie das Paradoxsystem von M:tAs zu basteln. Wenn ein Wraeththu mit seiner Magie zu “unnatürliche” Effekte hervorruft, haut ihm das Universum auf die Finger. (Und natürlich ist auch dieser Teil der Regeln ein völliger Griff ins Klo: das “Paradox” bestraft das Endergebnis, aber explizit nicht die Methode. Beispiel: wenn ein Wraeththu eine Festung zerstören möchte, sollte er sie nicht disintegrieren, weil es hochgradig unplausibel ware, dass sich eine Festung einfach so in Luft auflöst und deshalb gibt’s Paradox. Würde stattdessen ein Erdbeben stattfinden, wäre es sehr plausibel, dass die Festung in sich zusammenfällt, also wäre ein Erdbeben(Methode)-Zauber zum Festungzerstören (Endergebnis) nicht paradoxgefährdet … ob ein Erdbeben in dieser Gegend plausibel oder überhaupt möglich ist, ist natürlich vollkommen egal. Auf die gleiche Weise ist es deutlich einfacher und ungefährlicher, gleich die komplette vergangene Zeitlinie zu manipulieren, damit irgendjemand vor nem Jahr beschlossen hat, hier eine Imbissbude zu bauen, die heute aufmacht und deshalb kostenloses Abendessen verschenkt, als dass man jetzt einen Stein in ein Butterbrot verwandelt.) Und leider: da die Wraeththu ihre floralen Dödel nirgends raushalten können, können sie natürlich durch Sexrituale besser zaubern. Und sogar noch um ein Vielfaches besser, wenn sie beim Zaubern jemand rituell zu Tode vergewaltigen, aber immerhin haben Menschen dann wenigstens einmal einen Nutzen, richtig? Normalerweise ist das Spiel dazu gedacht, Wraeththu zu spielen, allerdings können auch Menschenmänner gespielt werden (solange sich die Spieler im Klaren sind, dass sie dann böse sind und verlieren müssen) oder Menschenfrauen, die vorgesehen sind als … als … nun ja … nennen wir’s beim Namen, die als fag hags mit den Wraeththu als ihren schwulen besten Freunden durch die Gegend ziehen, sich in sie verlieben und sie trotzdem nie haben können, aber immerhin können die Wraeththu die schwachen, menschlichen Frauen beschützen, weil die das ja nicht alleine können. Großartig. Die Charaktererschaffung beginnt mit 20 Fragen zu menschlicher Herkunft, Wraeththuverwandlung und zukünftigen Plänen des Charakters. Spieler - soweit sie Wraeththu spielen - wählen sich einen Stamm aus, der zumindest ein klein bisschen als “Klasse” funktioniert und entsprechende Boni gibt, was ziemlich dämlich ist, da die Stämme von der Größe ihres Verbreitungsgebiets eher ganzen Nationen entsprechen und die meisten Stämme sowieso nicht gerne zusammenarbeiten, weshalb gemischtstämmige Gruppen eigentlich nicht funktionieren sollten. Man kann dabei so interessante Stämme spielen wie die medusaartigen Colurastes, die kleine Jungs entführen und zu Wraeththu machen (“aufgeschlitzt und vergewaltigt zu werden ist für Kinder weniger traumatisch!”), die als moralisch verkommen beschriebenen Varr (“Wir sind eine Militärdiktatur, benehmen uns wie Menschen und haben Geschlechterrollen!”) und natürlich Mrs. Constantines Lieblinge, die Gelaming (“Wir sind besser und mystischer und geheimnisvoller und sexier als alle anderen Wraeththu und unsere fliegenden, transdimensional reisenden, weißen Pferde sind ein Symbol, dass wir vom Schicksal auserwählt wurden!”). Der nächste Punkt ist reine Systemschinderei: Körpergröße. Die ist frei wählbar und der Spieler muss keine Generierungspunkte oder irgendwelche anderweitig beschränkten Ressourcen zahlen, um die körperliche Maximalgröße zu erhalten. Da mit steigender Körpergröße auch die Körpermasse steigt … … und mit der Körpermasse die Menge an durch Sexmagie speicherbare Zauberkraft … … und die Menge an Zauberkraft beeinflusst wie gut ein Wraeththu zaubern kann … … und die jeweilige Meisterschaft in Magie die soziale Stellung des Wraeththu in seinem Stamm oder der Party festlegt … ... ist jeder Spieler, der nicht die Maximalgröße wählt, sowohl regel- als auch hintergrundtechnisch gearscht. Attribute starten auf 4 (für Menschen auf 3), der Spieler kann sechs W6-Ergebnisse auf sie verteilen, erhält 3 Punkte durch seinen Stamm und kann bis zu 10 weitere Freebie-Punkte beliebig einsetzen oder für spätere Schritte aufheben. Also starten Attribute durchschnittlich bei 8~10, was keinen Modifikator auf Würfe gibt. Je nach Intelligenz und Willenskraft erhalten Wraeththu unterschiedlich viele Fertigkeitspunkte, durchschnittlich so um die 50. Bei einem W20-Unterwürfeln-System will man wohl mindestens eine 50% Chance haben, irgendwas hinzukriegen, was bedeutet, dass ein funktionierender Starterwraeththu etwa 3-5 Nicht-Kampf-Fertigkeiten und eine Waffe + Stil beherrscht, was natürlich einen äußerst mageren Charakter hervorbringt. (Es gibt ne Variante mit Punktkaufsystem, deren Regeltext so schlecht ausformuliert ist, dass die Spieler entweder keine Freebie-Punkte kriegen oder die Charaktere durchschnittlich eineinhalb mal bessere Werte als im Würfelsystem haben, je nachdem, wie die Spielgruppe den Absatz verstehen will.) Danach kommen die sekundären Werte, wie Energie (Ausdauer), Psyche (der Basiswert für ihre psychischen Werte), Fassung und der Manipulation (Magiewert) …. und … ach, scheiß drauf. Ich hab keine Lust mehr. Beispielcharakter: Ryq, ein überhebliches, post-humanes Arschloch Stamm: Obliviata Die Obliviata sind ein Stamm, der von den anderen Wraeththu verachtet wird, weil sie so anders sind als die übrigen Wraeththu und ne andere Kultur haben (nicht vergessen, das ist kein Rassismus, weil das wäre menschlich.) Die Obliviata sind die nicht ganz so schönen schwarzen Schafe der Wraeththugesellschaft, weil sie keine Männer vergewaltigen, sondern nur freiwillige Konvertiten aufnehmen, weil sie neugeborene Wraeththu mit Schönheitsfehlern nicht rituell verbrennen und außerdem einen Gott anbeten, den die anderen Stämme nicht anbeten (wobei sich das Buch sowieso nicht entscheiden kann, was die Wraeththu jetzt spirituell machen, da sie es anscheinend irgendwie schaffen, gleichzeitig SOWOHL die real existierenden Götter der vorchristlichen menschlichen Religionen und vergöttlichte Wraeththu zu verehren und super-spirituell zu sein ALS AUCH militante Atheisten zu sein, weil ja Religion menschlicher Mist ist, der historisch immer nur Probleme gebracht hat. Tatsache ist nur, dass die Obliviata als nomadisierender Wüstenstamm mit einzelnem Gott so ne Art Islampersiflage darstellen und deshalb per Autorenwort moralisch falsch liegen. Oder so. Was weiß ich, was Constantine und Strange aussagen wollten). Auf alle Fälle sind die Obliviata ein ungewöhnlich toleranter Stamm, die sich auch mit einer Engelsgeduld Problemfällen widmen, was wohl auch der Grund ist, warum sie Ryq bisher nicht rausgeschmissen haben. Richie - Richard - war der Sohn eines US-amerikanischen Diplomaten, der in den nahen Osten entsandt wurde, seine ganze Familie mitnahm und dann irgendwie dort steckenblieb als die Menschheit zu Grunde ging. Richie war ein neureicher, arroganter Schnösel, der nicht einsehen wollte, warum er von zuhause weg musste und in ein Land ziehen, dass er als Drecksloch unter seiner Würde ansah. Dementsprechend beschloss er, seinen Vater so sehr zu enttäuschen, wie es nur geht und suchte gezielt nach “falscher Gesellschaft”. Diese rumstreifenden, vandalisierenden Banden kamen ihm grad recht, um es seinem Alten mal so richtig reinzuwürgen. Und als er dann noch die Chance bekam, Mitglied einer höheren Spezies zu werden, war seine Rache perfekt. Also … bis auf die Tatsache, dass sein Vater starb bevor er erfuhr, dass Ryq jetzt einer dieser nichtmenschlichen Punks ist, das Ryq keine Ahnung hat (und vor allem nicht haben will), wie man in einem Nomadenstammt lebt, und dass sein geliebter Porsche zum einen ausgebrannt ist und es zum anderen sowieso kein Benzin mehr gibt. Heutzutage verbringt Ryq seine Zeit damit, an anderen rumzumotzen, über die Ungerechtigkeit der Welt zu klagen und wenn er ohne Sex nicht sterben würde, hätte er schon längst versucht, die Obliviata zu verlassen. Größe / Gewicht: 1,95 m / 102 kg Werte / Modifikator: Stärke 8 (-) Gewandtheit 7 (-) Ausdauer 10 (-) Wahrnehmung 12 (+1) Willenskraft 11 (+1) Intelligenz 7 (-) Sekundäre Werte: Energie 23 Psyche: 6 Fassung: 10 Manipulation: 6 Widerstand: 1 HP (geringer / größer): 32 / 15 Fertigkeiten / Modifikator durch Attribute: Tierkunde (allgemein) 5 / +1 Chemie 5 Sprache (Obliviata) 10 Fährtensuchen 8 / +1 Wissen (Wraeththu) 6 / +1 Autofahren 10 / +1 Lippenlesen 8 / +1 Hypnose / 9 +1 Magie: Wasser +1 Plasmatisch +1 Ressourcen: 1 Vorteile: Beidhändig, Déjà vu, Magiesinn, Vollkommene Fassung Ryq kann durch seine Magie Wasser und Elektrizität manipulieren, wobei ersteres praktisch ist, aber für ihn zu sehr nach Arbeit aussieht, und letzteres außer als Waffe wenig Sinn macht und Ryq kein Talent als Kämpfer hat - aber die Obliviata haben ihn trotzdem mal als Wächter des Stamms eingeteilt, immerhin kann er sich dann wichtig vorkommen und mault nicht ständig an allem rum. Würde er sich anstrengen, wäre Ryq vielleicht gar kein so schlechter Mystiker. Er kann Magie weitaus besser spüren als die meisten anderen Wraeththu und er scheint Zugriff auf unbewusste, kollektive Erinnerungen zu haben, die ihm von Zeit zu Zeit ungewöhnliche Erinnerungen und Kenntnisse zukommen lassen (tatsächlich ist Déjà vu ein ziemlicher mieser und vollkommen überteuerter Vorteile: Ryq muss magische Energie einsetzen und hat mit seinen jetzigen Werten eine Chance von 1 auf W20, eine Fertigkeit auf einem Wert von W20 zu kriegen). Ryq hat nicht wirklich viele Freunde in seinem Stamm und dementsprechend nicht so oft Sex wie die anderen Obliviata. Glücklicherweise ist er so selbstverliebt gefasst, dass ihm das nicht sonderlich viel ausmacht.
  10. Darkness' gruslige Rollenspiel-Halloweenparade

    Nein, nein, DSA funktioniert. Bei Wraeththu dagegen kommt es in jedem einzelnen Kampf zu einer Situation, in der eine absolut grundlegende, nötige Regel fehlt und nicht weitergekämpft werden kann, wenn die Spielgruppe sich nicht eine Hausregel bastelt. Aber jetzt gibt's keine weiteren Spoiler mehr von mir bis das Review kommt
  11. Darkness' gruslige Rollenspiel-Halloweenparade

    ... nunja ... dass Kampfsysteme unter ihrem eigenen Powercreep zusammenbrechen, ist ja nichts neues (Nicht wahr, Exalted?) oder dass sie wegen übermäßigem HP/Defensiv-potential in stundenlanges langweiliges Würfeln ausarten auch nicht (Gell, D20? Und Exalted.), aber dass ein Kampfsystem nicht die Regeln hat, einen Kampf tatsächlich zu beenden, sondern nach einiger Zeit einfach, äh, nun, ähm, mir fällt kein besseres Wort ein als "abschaltet", ist mir doch neu.
  12. Darkness' gruslige Rollenspiel-Halloweenparade

    Meine Güte, ist das Ding miserabel geschrieben. Herr im Himmel, warum wollte ich das nur so dringend lesen? Nun gut, wenn "frühstmöglich" bestellt wird, dann versuch ich entsprechend zu liefern. Kann trotzdem ein bisschen dauern, das Buch hat 440 Seiten und es zieht sich.
  13. Darkness' gruslige Rollenspiel-Halloweenparade

    Leute! Leute, Leute, Leute!!! Ich hab's endlich, nach so vielen Jahren, geschafft, eine Kopie von diesem gruslig schlechten Wraeththu zu finden! Kanns kaum erwarten, das Ding zu verreißen. Aaaaaaber …. wollt ihr das zu Halloween lesen oder früher?
  14. Darkness' Rollenspiel-Extravaganza

    Nix zu sehen, bitte weitergehen ...
  15. Themenwechsel: Zu Beginn des Threads hab ich mal gescherzt, daß ich F.A.T.A.L. vielleicht mal als grusliges Negativ-RPG an Halloween bespreche. Bestünde Interesse daran, daß ich mal eines der schlechtesten RPGs aller Zeiten (nicht notwendigerweise F.A.T.A.L. - es gibt leider noch ne ganze Reihe mehr) verreiße? Inklusive Charaktererschaffung, versteht sich (tatsächlich verwendbare Regeln vorausgesetzt). F.A.T.A.L.: Gration
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