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Sir Leon

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Alle erstellten Inhalte von Sir Leon

  1. Es kam ja leider nie zu einer Aussage, weil John Huff eben bereits am 28.5., also 2 Wochen später, in der Schlacht von Haw's Shop fiel. Haw's Shop war ein Massaker, die blutigste Reiter-Schlacht im Bürgerkrieg, gemessen an den beteiligten Streitkräften. Hampton, einer der möglichen Nachfolger Stuarts, sollte ermitteln, wo Grant und die Yankees abgeblieben waren und zog mit 4 unterbesetzten Brigaden aus. Dabei stießen die grauen Reiter auf die isolierte blaue Brigade von Davies. Hampton, der ja eigentlich aufklären sollte, sah hier eine Chance, die Union zu schwächen. Seine abgesessenen Reiter hatten Brustwehren errichtet, doch als er erkannte, dass es nur eine Yankee-Brigade war, sandte er das 2nd Virginia als Stoßtrupp aus. Bevor die Rebellen aber vollends angreifen konnten, erreichte eine weitere Unionsbrigade unter Irving Gregg (dem Vetter von Divisions-Kommandanten David McMurtie Gregg) das Schlachtfeld und brachte seine Männer sofort neben die von Davies. Das 1st Pennsylvania, unterstützt von zwei Batterien, machte kurzen Prozess mit dem aufgesessenen Angriff der grauen Reiter. Später wurde berichtet, dass die 200 einsatzfähigen Männer aus Pennsylvania zusammen knapp 18.000 Patronen mit ihren Spencer-Gewehren verschossen hatten. Das Regiment ging später sogar dazu über, mit den Revolvern weiter zu schießen, da die Läufe der Gewehre abkühlen mussten. Davies hingegen ließ seine Männer gegen das unerfahrene 4th South Carolina anreiten. Ironischerweise kam den Rebellen dabei ihre schlechte Ausrüstung zu Gute. Die grünen Burschen aus South Carolina waren mit gezogenen Vorderladern ausgestattet, also Waffen der Infanterie. Die Feuerrate war schlecht, die Reichweite aber deultich höher, womit Davies' Männer effektiv gegen verschanzte Infanterie anritten. Auch der Angriff schlug fehl, er verlor 256 Mann an die Rebellen. Davies' Säbel wurde in zwei Teile geschossen und sein Pferd büßte den Schweif ein, er überstand den Angriff aber unverletzt. Hampton, sich seiner numerischen Überlegenheit bewusst, entwarf einen Plan, die beiden blauen Brigaden aufzureiben, als unerwartet die Brigaden von Custer, Merrit und Devin das Schlachtfeld erreichten. "Hardhitter" Devin und Custer ließen ihre Männer abgesessen aufmarschieren und Custer ging sofort zum Angriff über, um Davis eine Pause zu verschaffen. Im intensiven Feuer der Rebellen verlor Custer 41 Soldaten (einer davon war Huff) und sein Pferd. Derweil meldte ein Reiter Hampton, dass Yankee-Infanterie das Schlachtfeld erreicht hatte. Durch Gefangene von Davies' Einheiten hatte Hampton inzwischen erfahren, wo sich die Union Army befand, sein Auftrag war also erfüllt, also begann er mit dem Rückzug, um nicht durch einen Infanterieangriff flankiert und überrollt zu werden (tatsächlich handelte es sich bei der Infanterie um die abgesessenen Reiter von Devin). Hamptons Rückzug war gut organisiert und begann im Norden, sollte die Linie einmal bis nach Süden entlanglaufen, das Manöver wurde aber von Custer sofort durchschaut. Er wartete ab, bis nur noch das 20th Georgia Bataillon isoliert die Stellung hielt und griff es an. Dabei fiel der Colonel des Regiments und viele Soldaten aus Georgia gingen in Gefangenschaft. Davies schloss sich Custers Attacke an und die gerade im Rückzug befindlichen unerfahrenen Soldaten aus South Carolina wurden dadurch so aufgeschreckt, dass sie in wilde Flucht verfielen. Selbst Kompanien lösten sich komplett auf, sodass noch Tage später einzelne Trooper erst zur Truppe zurückfanden. Der Norden verlor hier 365 Mann, die Verluste des Südens sind unklar, belaufen sich aber wohl auf rund 370 Mann. Der Norden hatte gezeigt, dass es nun endgültig mit der Überlegeneheit der Rebellenreiter zu Ende war, Hampton hingegen beanspruchte den Sieg für sich, da er seinen Auftrag erfüllt hatte.
  2. Auf keinen Fall. Es kann durchaus vorkommen, dass sich z. B. der Plänklerschirm des 5th dem Angriff der anderen Regimenter angeschlossen hatte. Manchmal waren auch Regimenter schlicht nicht da, wo die Generale dachten. Andererseits Schein Alger kein Augenzeuge gewesen zu sein.
  3. Also, dass John Huff Stuart erschoss, geht auf den Bericht von Colonel Alger zurück, der dies in einem Bericht zur Schlacht schrieb. Seine Schlussfolgerung, dass es Stuart gewesen sein muss, der da erschossen wurde, stützt sich darauf, dass Huff einen General verwundete, der von einem großen Stab begleitet wurde. Da der Süden kein Flaggensystem hatte, konnte Alger den Offizier nicht identifizieren. Custer übernahm Algers Darstellung später, wohlwissend, dass die zeitliche Abfolge Huff ausschließen muss. Die Schlacht begann damit, dass Custer mit drei Regimentern eine Rebellenstellung berittene angriff und nahm. Stuart führte das 1st Virginia zu einem Gegenangriff, Vertrieb Custers Männer und als diese sich zurückzogen, wurde Stuart tödlich verwundet. Er wurde vom Feld gebracht, die Rebellen wurden von einer Gegenattacke gestoppt und zogen sich schließlich zurück. Problem ist, dass Custers Angriff vom 1st und 7zh Michigan und vom 1st Vermont vorgetragen wurde. Ferner war Stuart von seinem Stab getrennt worden. Das 5th war erst dabei, als Stuart vom Schlachtfeld gebracht worden war. Für Huff spricht, dass er ein sehr guter Schütze war und zuvor im 1st Sharpshooter Regiment gedient hatte. Die Widersprüche fielen auch damals schon auf, konnten aber auch durch eine Aussage Huffs nicht aufgelöst werden. Er fiel zwei Wochen später in der Schlacht bei How's Shop.
  4. Und natürlich spricht viel mehr dagegen, dass es wirklich Huff war, als dafür. Möchte dazu jemand mehr wissen?
  5. Das 5th Michigan Volunteer Cavalry Regiment ist aufgesessen!
  6. Hier ist die Szene als Gemälde dargestellt. Huff ist der Trooper im Vordergrund.
  7. Danke. Das 5th hatte es ziemlich in sich. Erst im Dezember 1862 in den Dienst gestellt, sah es erste Feindkontakte im Juni 1863 und zeigte sofort, dass es auch im Norden fähige Reiter gab. Bereits in der Schlacht von Gettysburg kämpften die Soldaten des 5th Michigan wie abgebrühte Veteranen, obwohl sie erst vier Wochen vorher das erste Gefecht gesehen hatten. Russel A. Ager, Colonel des Regiments, würde später Gouverneur von Michigan, dann US-Kriegsminister und Senator. Jonas H. McGowan, ein einfacher Soldat, saß später im US-Repräsentantenhaus. Der Soldat William Mann brachte es später zu einem wichtigen Zeitungsverleger. Der berühmteste Soldat des 5th dürfte aber wohl John A. Huff sein. Der Soldat aus Kompanie E erschoss am 12. Mai 1864 mit seinem Revolver den CS-General J. E. B. Stuart.
  8. Klar, hier schon einmal eine Auswahl: Halt wieder alles schnell-schnell. An die Füchse muss ich nochmal dran. Sie sind auch leider etwas mehr gelbstichig, als rötlich, aber gut, nächstes Mal. Gehen die jetzt eher Richtung Falben.
  9. Sehr gute Sache. Wenn alles gut geht, schaffe ich die Reiter am Wochenende.
  10. Also, irgendwie liegt auf den Burschen ein Fluch... Weiße Tupfer durch den Lack. Die beiden hat es am schlimmsten erwischt, etwa 5-6 Reiter brauchen dahingehend Nacharbeiten.
  11. Seltsamerweise gab es an zwei Reitern etwas Farbabrieb. Trotz Kunststoff werde ich die Burschen also unbedingt lackieren, wenn alles gut geht, im Laufe der Woche nach der Arbeit. Leider ist die IT auf der Arbeit abgeschmiert und ich konnte am WE nicht alles erledigen, was ich mir vorgenommen hatte, da gehen also noch ein paar Abendstunden für drauf, denn meine Deadline verschiebt sich natürlich dadurch nicht... Das Sommerprojekt startet in ein paar Wochen und dafür muss ich noch eine Handvoll Miniaturen vorbereiten, das reicht aber bis September. Ich könnte also versuchen, noch die abgesessenen Reiter im Juni zu bemalen. Das sind nur zwölf Mann und in meiner besten Zeit war sowas in 2-3 Malabenden erledigt. Möglicherweise habe ich die aber erst wieder ab dem 24.6., wenn die Sommerferien losgehen. Wie ihr seht, sind die Burschen auch hier einzeln basiert, um ggf mal einen Skirmisher mit ihnen zu spielen.
  12. Der Hornist hat diesmal einen Apfelschimmel bekommen. Tusche ist drauf, Highlights und Bases, dann Fahnen und weiter mit den gleichen Burschen zu Fuß.
  13. Nach "Indigene Völker" und "Indigene Völker II" ... ... sehen Sie dieses Jahr in ihem Lichtspielhaus: "Indigene Völker III" Um es fair zu halten, weil es letztes Jahr ja nur Indianer gab, gibt es diesmal nur Azande. Auf der Liste stehen: - 1 Prinz - 1 Kriegshäuptling - 1 Hornist - 1 Heiliger Krieger - 6 Askari - 5 Krieger - 3 Zivilisten oder 5 Ruga-Ruga
  14. Grundfarben sind drauf, Strong Tone als nächstes, dann Bases, Lack und Fahnen. Und dann geht es an die abgesesse Version.
  15. Muss vielleicht nochmal ans Reißbrett, was die Kavallerie angeht. Die Regimenter waren schon gar nicht so klein und dabei aber auch nicht gleich groß. 1st Michigan: 502 Mann, davon 10 gefallen, 43 verwundet, 20 vermisst. 5th Michigan: 770 Mann, davon 8 gefallen, 30 verwundet, 18 vermisst. 6th Michigan: 611 Mann, davon ein Mann gefallen, 26 verwundet, ein Mann vermisst. 7th Michigan: 461 Mann, davon 13 Mann getötet, 48 verwundet, 39 vermisst.
  16. Pferde sind alle grundgefärbt.
  17. Ich glaube nicht, dass bei Saga weniger los ist, ich kenne da schon einige Vereine, die Turniere aufziehen und auf YT ist dazu ja auch was los. Aber es ist halt wieder arg gespalten zwischen Turnierszene und Rest.
  18. Naja, wenn ich wem erst erklären muss, warum ich mit präkolumbianischen Pazifikkulturen nicht gegen IDF-Figuren spielen möchte, dann hat der eh eine ganz andere Vorstellung vom Hobby als ich. Tatsächlich ist sowas wie Lion Rampant noch viel simpler als Saga, finde ich. Mein Problem mit Saga sind ja auch - Ära des Hannibal ausgenommen - viel weniger die Regeln als dass in Deutschland vorzuherrschende Verständnis vom System als reine Wettkampf-Klitsche ohne Bezug zum Hintergrund.
  19. Ich habe eher das Gefühl, dass es mehr Saga wird, aber vor allem Turniere und da trennt sich die Community ja oft in den unsichtbaren Histo-Spieler- und den sichtbaren Turnierspieler-Teil. Inzwischen gibt es ja auch wieder epochenübergreifende Turniere und da bist du als Histo-Spieler dann in der Regel spätestens raus. Goten gegen Normannen würde ich mir nicht antun. Kreuzritter gegen Wikinger auch nicht. Ich denke auch, dass Saga dahingehend die historisch interessierten Spieler einfach an Burn and Loot, Clash of Spears, Lion Rampant und ähnliches verloren hat. Ära des Hannibal bediente ja schon sehr den Wettkampf und kaum noch die Historie.
  20. Jeder Pinselstrich zählt und ihr wisst es ja schon von anderen WIPs: es sieht erst einmal schlimm aus, bevor es fertig wird. Die drei Füchse haben Grundfarbe.
  21. Ein Marker für verdeckte Aufstellung. Bei Muskets and Tomahawks gibt es die Möglichkeit, Einheiten verdeckt aufzustellen. Man bekommt für so einen Trupp dann zwei Marker, muss vorher aufschreiben, welcher der Trupp und welcher der Köder ist. Danke. Bin bis hier auch sehr zufrieden. Crucible Crush/Pulp Figures aus dem Flint and Feather System. So in der Art...
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