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TabletopWelt

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Wie alles begann...

Neulich stand ich im GW in Essen, als ein Kumpel herein schneite und mich fragte, ob ich FoW-Spieler kennen würde. Nun, kannte ich nicht, aber das Stichwort löste natürlich einiges aus. Endlich mal Mitstreiter für ein historisches Tabletop im direkten Umfeld. Leute, mit denen ich schonmal gespielt hatte, sehr hilfreich. Okay, FoW war bis dato kein Thema für mich, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und vielleicht wird es ja doch besser, als ich bisher erwartet habe.

 

Anschließend wurden einige Listen durchwühlt und eine Einkaufsliste erstellt. Noch sind keine Modelle da, aber mein mitteilsames Naturell sorgte dafür, dass ich den Thread dazu jetzt schon aufmache.

 

Warum Kanadier?

Ich gebe zu, dass man die nicht unbedingt gleich auf der Rechnung hat, aber die Kanadier werden beim Thema 2. Weltkrieg irgendwie gerne übersehen und vor allem unterschätzt. Der kanadische Strandabschnitt mit dem Codenamen "Juno" war nach Omaha am besten verteidigt. Die stoischen Kanadier arbeiteten sich aber über 10 Kilometer ins Landesinnere vor - weiter als alle anderen Invasionsmächte. Zu Kriegsende hatten die Kanadier die viertgrößte Luftwaffe und die drittgrößte Flotte der Welt. 1.000.000 Kanadier dienten in den Streitkräften und damit etwa 10% der Gesamtbevölkerung.

 

All das ist durchaus eine beeindruckende Leistung für ein Land, das nur etwa 1,1 Einwohnern pro Quadratkilometer (Stand 1942). Dazu kommt mein Hang zu den weniger gewöhnlichen Themen im Tabletop. Ich will immer ein bisschen was besonderes in meine Armeen einbringen. Im Falle von FoW waren mir die Finnen für den Anfang etwas zu speziell, die Kanadier sind da genau richtig. Und ich kann meine Lieblingsmodelle unverblümt einsetzen: britische Infanterie und Sherman-Panzer. Engländer mit Shermans! Was gibt es besseres?

 

Der Hintergrund - Kanada und der 2. Weltkrieg

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Am 10. September 1939 erklärte das kanadische Parlament dem 3. Reich den Krieg. Somit war es Kanada, welches den Krieg zu einem Weltkrieg machte. Gleichzeitig war es die erste eigenständige Kriegserklärung der kanadischen Regierung. Zunächst war die kanadische Armee aber nicht in direkte Kampfhandlungen verwickelt. Die Marine versorgte England mit dringend benötigten Kriegsmitteln und schickte das I. Corps zur Verteidigung der Insel aus. Außerdem waren Flugzeuge der RCAF an der Schlacht um England bteiligt. Außerdem musste Kanada auch seine eigenen Küsten gegen Bomber aus Japan und deutsche U-Boot-Angriffe verteidigen.

 

Einen echten Namen machten sich die Kanadier erst mit Dieppe. Etwa 5000 Kanadier des II. Corps und 1000 britische Commandos landeten im besetzten Frankreich. Zwar endete die Landung in einem Desaster, aber die Alliierten gewannen so wichtige Erkenntnisse über die Möglichkeiten einer späteren Invasion in Frankreich.

 

Kanadische Soldaten verteidigten das englische Hong Kong gegen japanische Soldaten, nahmen an der Invasion auf Italien und in der Normandy teil. Ihre bdeutenste Leistung war aber das eigenständige Schlagen der "Schlacht an der Scheldemündung". Hier besiegten die Kanadier die deutschen Streitkräfte in den Niederlanden, öfneten wichtige Häfen und ermöglichten so den Angriff auf Norddeutschland.

 

Was wird es geben?

In meiner gewohnt gelassenen (oder trägen) Art wird es hier nach und nach eine kanadische Armee aus dem Jahren 1944 und 1945 zu sehen geben. Es wird ein Teil der 4. Infanterie-Division. Dazu nutze ich die Liste aus dem Buch "Turning Tide". Es wird das 29. Infanterie Regiment - das South Alberta Regiment. 1942 wurde es von einem reinen Infanterieregiment zu einem gemsichten Verband aus Panzern und Infanterie umgebaut. Das South Alberta nahm nicht an der Landung in der Normandy teil (es landete erst 2 Wochen später in Frankreich), wohl aber bei allen weiteren wichtigen Aktionen der kanadischen Streitkräfte. Kurz vor der Landung war das Regiment mit neuem Material ausgestattet worden. Standardpanzer war nun der neue Sherman V und nicht mehr die wenig konkurrenzfähigen englischen Infateriepanzer.

 

Meine erste Einkaufsliste

Um von allem etwas zu haben (und weil ich einfach mal wieder viel Geld ausgeben will), ist meine Einkaufsliste recht durchwachsen. Es gibt Geschütze, Fußlatscher und Kettenautos. Dummerweise haben die Jungs vom SAR Shermans - und sonst fast nichts. Um nicht nur mit einem einzigen Panzertypen herumzufahren, habe ich auch meine Panzerabwehr auf Ketten verfrachtet. Der chrakteristische M10 (die USA sind eben näher an Kanada, als England) findet also auch seinen Weg in meine Truppe. Dazu eine bunte Mischung durch alle Gewichtsklassen der englischen Artillerie - die Engländer waren hierbei weltklasse und auch die Amerikaner übernahmen viele ihrer Geschütze. Dazu noch eine Infanterie-Kompanie und - natürlich - eimerweise Shermans (falls ich das noch nicht gesagt hatte...).

 

bearbeitet von Zavor
Korrektur der Formatierung
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Naja, da ich viele Shermans brauche, vor allem Plastic Soldier Company. Da bekomm ich 5 Shermans für 20 Euro. Das muss BF erstmal nachmachen (wobei ich gehört habe, dass sie das tatsächlich vorhaben). Ansonsten wird es wohl erstmal bei BF bleiben.

Die britische Infanterie (Kanadier sind ja von der Uniform und Ausrüstung her ja Briten in Brown Violett :D) für den LW von BF sind schon Geschmackssache. Ich mag sie - andere haben daran kritisiert, dass die mit ihrer Körperform eher zu den Briten aus Flintloque passen. :D (Als Beispiel). Andererseits hat sich das bei neueren Figuren (die Irish Guard Infanterie aus der Market Garden Release-Welle (BR812) und den Commonwealth Truppen von Cassino) wohl gelegt.

Forged in Battle hat noch recht schöne Briten und Peter Pig (auf dem Link sind BF und Peter Pig soweit ich das erkennen kann gemischt) auch - wie immer eine Frage des Geschmacks. :ok:

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Yeah, FoW. Das gibt schon mal Vorschusslorbeeren:ok:

Ein Wort noch zur Panzerabwehr: Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Kanadier mit englischen Lafetten ausgerüstet; also Archer/Valentines, nur die Shermans, Jeeps, Laster und die Muni kam von den Amis...

Aber das müsste ja in dem Buch dann stehen.

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Och, das passt schon. Ich bin recht schmerzfrei. Nur drehe ich bei den ganzen /%&§/(!§ Carriern durch... kauft man sich da ernsthaft jede Version in Platoon-Stärke?

Waren das nicht immer max. 3x3 Carrier, wobei man dann einen Zug durch diese s****** nervenden Wasp ersetzen kann? Habe allerdings nicht das "neue" Allie Buch da.

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Auch auf die Gefahr hin zum Leichenfledderer zu werden. Bekommt man hier auch noch mal Bilder zu sehen.

Hab vor ein paar Monaten selbst mit FOW angefangen und finde es irgendwie schade, dass es fast keine FOW Projekte gibt (sondern meist eher Bolt Action).

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@ EMM

flamesofwar.de ist die deutschsprachige Anlaufstelle für FoW, hier posten die meisten der Jungs eher nicht ;) . Einige FoW Projekte finden sich im P500 und als kleiner Tipp, schau mal im englischsprachigen FoW Forum vorbei, mehr Inspiration ist in Sachen FoW kaum zu finden.

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Hehe... lustigerweise habe ich heute folgendes eingekauft:

- Operation Market Garden

- 3 Zvezda Matadore

- Feuer frei! (kommt aber erst noch... hab aber schon die englische Ausgabe :))

Zusammen ergibt das hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft eine kanadische Panzertruppe. Genug Shermans und infanterie hab ich jedenfalls.

Aus den deutschen Männchen in der Box werde ich eine 0815-Wehrmachtstruppe machen, um ggf. gegen Leute ohne Armee spielen zu können.

Die Fallschirmjäger, die den Boxen noch beiliegen, werden wohl eine Armee für einen Kumpel, der nur spielen, aber nicht malen oder basteln will.

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