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"Eine Armee für Männer - reloaded!"


Empfohlene Beiträge

"Ein gewinnendes Lächeln öffnet Herzen und Türen!"

 

big_smile.jpg

 

Einleitende paar Worte:

Vielleicht kann Euch das charmante Wesen meines derzeitigen Lieblingsmodells für mein „Reloaded!“ gewinnen. 2009 habe ich nach Zusammensammeln all der Grünhäute bereits einen ersten Anlauf unternommen. Verschiedene Gründe verhinderten aber ein richtiges Durchstarten mit regelmässigen Updates. In der Zwischenzeit hat sich in dem Projekt aber einiges getan. Die ein oder anderen Modelle will ich nicht vorenthalten.

Die Idee (samt Dioramaplatte) für dieses Armeeprojekt verfolgt mich seit JAHREN und läßt mich - im Gegensatz zu anderen Projekten - nicht los.

 

Schuld an der Idee sind zwei Ü40er hier im Forum! [Ja, ich oute Euch erneut! ;)]

- Peter ("Isegrimm"), der am Titel des Projekts Schuld ist

- Ralf ("Berock"), der vor 3 Jahren schon das einzig Wahre begonnen und leider nicht vollendet hat (T’Koschi da Hurz).

 

Nämlich...

:ork::fanatic::ork: "EINE ARMEE FÜR MÄNNER - reloaded! :ork::fanatic::ork:

 

Nach über 20 Jahren Warhammer und angesichts der neuen Editionen und Armeebücher stehen inzwischen die Sammelleidenschaft und der Spaß am Spiel klar im Vordergrund. Die Zeit auf Turnieren etwas reissen zu wollen… sind eh lange vorbei. Anscheinend - verfolgt man aktuelle Diskussionen hier im Forum – steht es um die Turnierszene ohnehin nicht so gut. Bei fehlender Spielpraxis aus Zeitmangel heißt es "back to the roots..." Der Spielspaß steht im Vordergrund. Je chaotischer und unberechenbarer, umso besser.

 

Bildergalerie:

Link zu den Charakteren

- Skarsnik & Gobbla

- Nachtgoblin-Waaghboss mit leichter Rüstung und Zweihänder

- Goblin-Gaargboss mit Handwaffe, leichter Rüstung, Schild auf Riesenwolf

- Nachtgoblin-Gaarghboss mit Handwaffe, leichter Rüstung, Schild

- Nachtgoblin-Gaarghboss mit Zweihänder, leichter Rüstung

- Squigheld mit Speer, Schild und Rüstung

- Nachtgoblin-Großschamane "Schtonk"

- Nachtgoblinschamane – Nr. 1

- Nachtgoblinschamane – Nr. 2

- Nachtgoblinschamane – Nr. 3

- Nachtgoblin-AST mit "Bad Moon Banner"

 

Link zu den Kerneinheiten

- 20 Bogenschützen mit Netzgitz -1

- 20 Bogenschützen mit Netzgitz -2

- 45 Nachtgoblins mit Speer und Schild

- 45 Nachtgoblins mit Handwaffe Schild

- 7 Fanatics ("Die Glorreichen 7")

- 7 Wolfsreiter

 

Link zu den Eliteeinheiten

- 10 Squighoppaz

- 2 Speerschleudern

- 1 Goblinstreitwagen

 

Link zu den Seltenen Einheiten

- Kettensquig "Ralf" ;)

- Kamikazekatapult

- Man Mangler (von 1988) als Goblin-Steinschleuder

- Trollriese (Weihnachtsminiatur für GW-Mitarbeiter von 2004)

 

Link zu sonstigen Modellen

- Stinky & Pain: Meine beiden Protagonisten, um meine Armee vorzustellen

- Regimentsfüller: Mein persönlicher Lieblingsschamane aus einer Edition vor langer Zeit mit dem Fanatic-Sondermodel

- Squig-Hopparade... ein Größenvergleich der Squigs in meiner Armee

- Pain, der Degradierte

 

Link zu den Flufftexten (für die, die es interessiert)

 

Tutorials:

In meiner Zeit als Hobby-Sektions-Moderator bin ich vor lauter Moderiererei kaum dazu gekommen ein paar vernünftige banale Tutorials zu machen. Da meine persönliche Zielgruppe zunächst die Warhammer-Neueinsteiger sind, werde ich hier und da ein Tutorial einfliessen lassen. Erwartet aber bitte keine Wunder von mir! ;)

 

Link zum Tutorial: Nachtgoblins bemalen

Link zum Tutorial: Orkrüstungen/Rost bemalen

Link zum Tutorial: Steintrolle bemalen

Link zum Bau eines Dioramabases für die ganze Armee

 

Gruß,

Thomas

 

bearbeitet von Zavor
Korrektur der Formatierung
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Bildersammlung fertiger Charaktermodelle

Skarsnik & Gobbla: 275 Punkte

skarsnikgobbla.jpg

Nachtgoblin-Waaghboss mit Zweihänder, leichter Rüstung: 64 Punkte

garghboss_2_mit_zweih_nder.jpg

Goblin-Gaargboss mit Handwaffe, leichter Rüstung, Schild auf Riesenwolf: 51 Punkte

garghboss_auf_riesenwolf.jpg

Nachtgoblin-Gaarghboss mit Handwaffe, leichter Rüstung, Schild: 34 Punkte

garghboss_mit_handwaffe_schild.jpg

Nachtgoblin-Gaarghboss mit Zweihänder, leichter Rüstung: 36 Punkte

garghboss_mit_zweih_nder.jpg

Squigheld mit Speer, Schild und Rüstung: 84 Punkte

squigheld.jpg

Nachtgoblin-Großschamane - 'Schtonk": 140 Punkte

nachtgoblinschamane_5.jpg

Nachtgoblinschamane – Nr. 1: 50 Punkte

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Nachtgoblinschamane – Nr. 2: 50 Punkte

nachtgoblinschamane_2.jpg

Nachtgoblinschamane – Nr. 3: 50 Punkte

nachtgoblinschamane_1.jpg

Nachtgoblin-AST (evtl. als Bad Moon Banner): 55 Punkte

nachtgoblin_-_ast.jpg

Gesamt: 834 Punkte

bearbeitet von Drukhi
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Bildersammlung fertiger Kerneinheiten

20 Nachtgoblinbogenschützen (inklusive Netzgits) - Einheit 1: 105 Punkte

nachtgoblin_-_bogensch_tzen_2.jpg

20 Nachtgoblinbogenschützen (inklusive Netzgits) - Einheit 2: 105 Punkte

nachtgoblin_-_bogensch_tzen_1.jpg

45 Nachtgoblins (inklusive Netzgitz) mit Speer und Schild: 210 Punkte

nachtgoblins_mit_speer_schild.jpg

45 Nachtgoblins (inklusive Netzgitz) mit Handwaffe und Schild: 210 Punkte

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7 Fanatics ("Die glorreichen Sieben"): 175 Punkte

nachtgoblins_-_die_glorreichen_sieben.jpg

7 Wolfsreiter mit Bögen, Speeren, Kommandoeinheit: 121 Punkte

nachtgoblin_-_wolfreiter.jpg

Gesamt: 805 Punkte fertig

bearbeitet von Drukhi
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Bildersammlung fertiger Seltener Einheiten:

Kettensquig – „Ralf“: 65 Punkte

kettensquig_-_ralf.jpg

Kamikazekatapult - 80 Punkte

kamikazekatapult.jpg

Man Mangler - Steinschleuder - 85 Punke

man_mangler.jpg

Trollriese - 205 Punkte

trollriese_2.jpg

Gesamt: 435 Punkte

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Bildersammlung sonstiger Modelle:

Stinky & Pain

(Meine beiden Protagonisten um meine Armee vorzustellen)

stinky.jpgpain.jpg

„Regimentsfüller“ – Mein Lieblingsschamane aus einer alten Edition vergangener Zeit, gemeinsam mit dem Sondermodell des losgelassenen Fanatics

nachtgoblinschamane_4.jpg

Meine Squig-Hopparade… Im Grunde genommen fehlen jetzt nur noch der Riesensquig von FW und evtl. die Kettensquigs

squig-hopperate.jpg

Mein degradierter Protagonist "Pain"

degradierter_pain.jpg

bearbeitet von Drukhi
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Tutorial: Nachtgoblins bemalen

Benötigte Farben:

Farben für die Haut:

- Orkhide Shade (Foundation Colours) (komplette Haut damit bemalen) (Foundation Colours tendenziell grundsätzlich mit etwas Wasser verdünnen)

- Knarloc Green (Foundation Colours) (bemalen und Tiefen aussparen)

- Thraka Green Tusche (komplett unverdünnt über die ersten beiden Schichten drüber)

- Goblin Green (vorsichtig akzentuieren; Farbe vorher mit einem Hauch Wasser etwas verdünnen und die erhabenen Stellen akzentuieren)

- (evtl. Goblin Green mit Bleached Bone verdünnen und dann 3:1; 1:1; 1:3 Mischungen "blenden" - wirklich nur was für Chars für fließende Verläufe)

- Rotting Flesh (hauchdünn; Farbe 1:4 mit Wasser verdünnt, um den Pigmentanteil im Pinsel zu verdünnen und trocken auftragen)

nachtgoblin-bogensch_tzen_-_wip_3.jpg

Farben für die Kutte:

- Chaos Black (Spraygrundierung)

- 3:1 Chaos Black : Kommando Khaki (beide Farben mit etwas Wasser verdünnt, Pinsel 2x über Zewa abstreifen und vorstichtig akzentuieren)

- 1:1 Chaos Black : Kommando Khaki (beide Farben mit etwas Wasser verdünnt, Pinsel 2x über Zewa abstreifen und vorstichtig akzentuieren)

- 1:3 Chaos Black : Kommando Khaki (beide Farben mit etwas Wasser verdünnt, Pinsel 2x über Zewa abstreifen und vorstichtig akzentuieren)

- Kommando Khaki (hauchdünn; Farbe 1:4 mit Wasser verdünnt, um den Pigmentanteil im Pinsel zu verdünnen und trocken auftragen)

nachtgoblin-bogensch_tzen_-_wip_4.jpg

Farben für die Schuhe, Gürtel, Netze, Kücher, Schwertgriff (Leder im Allgmeinen):

- 1:1 Scorched Brown : Khemri Brown (beide Farben mit etwas Wasser verdünnt, Pinsel 2x über Zewa abstreifen und vorstichtig akzentuieren)

- 1:1:1 Scorched Brown : Khemri Brown : Kommando Khaki (beide Farben mit etwas Wasser verdünnt, Pinsel 2x über Zewa abstreifen und vorstichtig akzentuieren)

---> (wahlweise kann man ein 2:2:1 und dann 2:2:2 Mischungsverhältnis verarbeiten, was hier auch geschehen ist. Ich werd's künftig nur bei Chars machen, um mir einen Arbeitsschritt zu sparen, da kein wesentlicher Effekt erzielt wird)

- Reines Kommando Khaki (hauchdünn!!!; Farbe 1:4 mit Wasser verdünnt, um den Pigmentanteil im Pinsel zu verdünnen und trocken auftragen)

nachtgoblin-bogensch_tzen_-_wip_5.jpg

Farben für's Holz: (hab mir überlegt, dass "Baumholz aus/in unterirdischen Höhlen einfach anders aussehen müssen)

- Hormagaunt Purple (einen feinen Tropfen Wasser zur Farbe und dann drauf auf's Holz - nicht lang überlegen ;))

- Leviathan Purple (eine der neuen Tuschen von GW - ebenfalls schnell drüber)

- 1:1 Hormagaunt Purple : Kommando Khaki (beide Farben mit etwas Wasser verdünnt, Pinsel 2x über Zewa abstreifen und vorstichtig akzentuieren)

- Reines Kommando Khaki (hauchdünn!!!; Farbe 1:4 mit Wasser verdünnt, um den Pigmentanteil im Pinsel zu verdünnen und trocken auftragen)

Farben für Pfeilfedern:

- 1:1 Hawk Turquoise : Regal Blue

- Spacewulf Grey trocken akzentuieren (bürsten)

nachtgoblin-bogensch_tzen_-_wip_6.jpg

Farben für Metall:

- Boltgun Metal Grundierung

- 1:1 Chaos Black : Bhabab Black drüber

- Scorched Brown mit Wasser 1:6 verdünnt und als Rost in die Tiefen laufen lassen (leider gibt es hier bei den Gobbos nicht viel passendes Metall um zu zeigen, wie gut das aussehen kann. Bei den Blackorks zeig ich mehr davon)

- ggf. Vermin Brown ebenfall mit Wasser 1:6 in die tiefsten Stellen des verdünnten Scorched Brown platzieren

- Metallränder mit Chainmail Silver akzentuieren

- Highlights mit Mithril Silver

Farben für den "Bad Moon":

- Tausept Ocher grundieren

- 1:1 Iyanden Darksun : Golden Yellow akzentuieren

- 1:8 Darkflesh : Wasser (ziemlich flüssig drüberlegen und versuchen, dieses v.a. in den tiefen Schichten und basal liegen zu lassen - siehe Schilder)

- 1:1:1 Iyanden Darksun : Golden Yellow : Skull White akzentuieren

- 1:1:2 Iyanden Darksun : Golden Yellow : Skull White akzentuieren

nachtgoblin-bogensch_tzen_-_wip_7.jpg

Farben für die Zähne:

- Scorched Brown

- Graveyard Earth

- Bleached Bone

Farben für die Augen:

- Red Gore

- Blood Red

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Mehr will ich für Minis zum Spielen auf TTS-Niveau nicht mehr machen. Für Charaktermodelle könnte man es jetzt noch richtig "krachen lassen". Beispiele:

- Saubereres Grundieren (siehe mein Grundiertutorial)

- Oben genannte Zwischenlayer, die ich bei den Kutten weggelassen habe

- Die Lippen mit einer Mischung aus Scab Red und Goblin Green bearbeiten und dann noch akzentuieren

- Den unteren Augenlidern noch Tiefe verleihen mit einer Mischung aus Hawk Turquoise

- rostige Kratzer und Schrammen auf den Schilder platzieren (kommt dann bei den Blackorks)

... usw...

Hoffe das kleine Tutorial ist dem ein oderen anderen eine kleine Hilfe.

Gruß,

Thomas

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FLUFFTEXT - Kapitel 1:

Platz da... wir sind auf der Flucht!!!

stinky_and_pain.jpg

Das da links oben ist Stinky, mein missratener Stiefbruder. Rechts bin ich - Pain ist mein Name. Unten in der Mitte seht ihr meine kleine Werkzeugkiste, in Ihr stecken alle Utensilien um Träume wahr werden zu lassen. Wäre da nicht immer wieder Stinky, der dämlich genug ist, seine Suppe mit einer Gabel auszulöffeln.

Ich selbst bin Supervising Chief Engenieer des größten Waaagh's, den die Welt je gesehen hat! Oder war ich es... ? Das hängt ganz davon ab, ob der Trottel neben mir erneut stolpert, wieder eine Granate fallen läßt und wir damit in diesem dämlichen dunklen Stollen verschüttet werden. Denn bis vor einer Stunde lief alles nach Plan! Gemeinsam standen wir kurz davor die Weltherrschaft an uns zu reißen!

Vor einem halben Jahr habe ich mit einer Gruppe von mir ausgebildeter Grotz-Techniker den ersten Stampfa aus unserem Hanga laufen lassen und in einer kleinen Demonstration vor den Augen der versammelten Orkwaaaghbosse einen SpaceMarine Außenposten in Schutt und Asche gelegt. Der Beginn des großen Plans funktionierte besser als gedacht. Wenige Minuten später konnten wir uns vor Aufträgen für weitere und individuell modifizierte Stampfa kaum noch retten. Die Kohle floss in Strömen und ein eilig zusammengezimmerter Schrotthaufen nach dem anderen konnte vom Stapel laufen. Schrotthaufen! Ja! Ihr habt richtig gehört, denn mehr sind die Dinger nicht. ... schaut Euch so eine große Blechdose doch an.

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Foto und Copyright by GW

Gib dem Ding einen einleuchtenden banalen Namen, zimmer ein paar Stahlplatten zusammen, hol ein paar alte Wummen und Kettensägen von der Müllhalde, entroste sie grob, pepp sie etwas auf, schweiss sie dran, sprüh etwas Farbe drüber, lass sie etwas theatralisch aussehen und fertig. Hauptsache sie machen genug Krach, blasen beim Anlassen hinten eine große Ruswolke raus und hinter den Wummen steckt soviel effektiver Booommmms, dass auch das Hirn eines zurückgebliebenen Orks ein gewisses ordentliches Ausmaß an Zerstörung wahrnimmt. Obendrauf noch eine halbwegs idiotensichere Bedienung der Blechhalde und ab die Post. (Stinky war als Testperson beim Space Marine Außenposten geradezu prädestiniert!)

Einem Ork reicht das, um sich mit dem Ding zu identifizieren. Nachdem die Waaaghbosse mit ihrem überschwändlichen Gegrunze Ihrer Begeisterung genug Ausdruck verliehen hatten, füllten wir sie sicherheitshalber noch mit ausreichend Grog ab. Anschließend ließen wir die großen grünhäutigen Spatzenhirne Knebelverträge unterschreiben, in denen jeder gegen Vorauskasse 10 und mehr Stampfa zu einem vielfachen des eigentlichen Wertes bestellte.

Die Auftragslage stimmte und die Kohle floß. Und ich kann Euch versichern: Sie floss in Strömen!

Meine naiven Techniker waren schnell allein in der Lage die Bedürfnisse der Cretins zu erfüllen. Immer kuriosere Konstruktionen der Stampfa liefen vom Stapel, teils mit dornengespickter Walze, teils mit gigantischem Morgenstern aus den überbleibseln zweier Kuppeldächer alter Sternwarten.

Es wurde Zeit sich aus dem Staub zu machen... natürlich mit der Kohle! Wir hatten genug zusammen um zu Teil 2 meines unübertroffenen Plans überzugehen:

Stinky und ich hatten uns unseren eigenen Hanga bauen lassen und zogen uns hierhin zurück. Denn vor etwas mehr als einem halben Jahr sind wir nach ausführlicher Recherche auf die Überreste eines Hammerhai-Gefechtspanzers-Friedhofs der Tauarmee gestoßen. Das Hauptwaffensystem mehrerer Massebeschleuniger war noch völlig intakt. Allein die Brennstoffzellen der Energiegeneratoren waren defekt. Tragisch... denn neue Brennstoffzellen auf dem Schwarzmarkt kosten eine Stange! Aber Geld spielte ja nun keine Rolle mehr! Bevor der große Waaaghhh der Bosse losging und die Preise auf dem Schwarzmarkt ins unermessliche schossen, schickte ich Stinky los die Brennstoffzellen auf dem Schwarzmarkt zu besorgen, während ich meine Zeit damit verbrachte, die einzelnen in Serie geschalteten Massebeschleuniger zu synchronisieren und die ultimative Waffe zu konstruieren, die uns die Weltherrschaft sichern sollte - den DEFUSILIERER! Ein Traum von einer Waffe, selbst die Eldar wären neidisch auf meiner einer gewesen!

Als Stinky nach Wochen vom Schwarzmarkt mit den Wagenladungen zurückkam war schnell klar, dass er völlig übers Ohr gehauen wurde. Mit 2 Armen voller Gratis-Mörsergranaten präsentierte er unsere leere Börse und gleichzeitig zu wenig Brennstoffzellen für die Energieversorgung des DEFUSILIERERS. Wir waren wieder blank. Ein zweites Mal würden sich die Waaaghhhbosse nicht so leicht übers Ohr hauen lassen. Denn wenn es stimmt, dann läuft der ausgerufene "größte Waaaghhh aller Zeiten" nicht nach Plan. Die ein oder andere Fehlfunktion der schnell zusammengeschweissten Wummen machte den Stampfas ziemlich effektiv den Garaus... zumindest ersparte uns das die ein oder andere Reklamation.

Die 2 Wagenladungen vorhandener Brennstoffzellen mußten also langen. Während ich den Testlauf meines Wunderwerks kaum noch erwarten konnte und die Brennstoffzellen einbaute, durfte ich mir die ganze Zeit Stinkys geschwafel über das Schnäppchen mit den Mörsergranaten anhören, die er verträumt in Händen hielt. Aber auch das endete, als ich den Testlauf des Wunderwerks des größten Engineers aller Zeiten startete! Der gesamte Hangar wurde von den arbeitenden Brennstoffzellen illuminiert! Die Luft um uns herum begann zu vibrieren, eine Brise Ozon säuselte um meine Nase, ich schloß die Augen... ein erhebendes Gefühl und das mit 69% der eigentlich nötigen Brennstoffzellen... ich bin genial!!!

Dachte ich... denn einen Moment darauf setzte ein asynchrones Vibrieren ein, das die ultimative Erfahrung energetischer Harmonie jäh zum Abbruch brachte, gefolgt von einem Aufheulen der Sirene. Eine der Brennstoffzellen, die Stinky besorgt hatte, war defekt und drohte den 7. Energiegenerator in die Luft fliegen zu lassen. Der Lärm wurde immens! Ich schrie Stinky an, den "Stecker" vom 7. Generator zu ziehen und das Teil vom Netz zu nehmen - schließlich stand er dort in der Nähe. Gesagt getan... er spurtete vielversprechend hinüber und hoch auf des Gerüst zum Reaktor... und dabei geschah es: Der Trottel ließ eine seiner heißgeliebten Mörsergranaten vom Gerüst fallen!

Was folgte läßt sich nicht mit einem Wort beschreiben.... oder doch? "BOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOM!!!"

Eine Welt brach vor meinen Augen zusammen - MEINE Welt! Infernalische Hitze kam auf! Gleißendes Licht flutete den Raum und ließ uns fast erblinden und eine gigantische Druckwelle riss uns von den Beinen. Und plötzlich... Stille... Dunkelheit... Kälte... Leere...

Nach einer Minute flammte neben mir die Flamme eines kleinen Zippo's auf. Stinky's Zippo! Unschuldig lag er neben mir, vom Defusilierer keine Spur. Ich wollte mich gerade auf ihn stürzen, um ihn zu erwürgen, als ich das dämlichste sah, was mir je in meinem Leben vor die Augen gekommen ist...

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Ein vollkommener Spinner mit fanatischem Gesichtsausdruck rannte mit heraushängender, sabbernder Zunge hinter einem verzweifelt davonhoppelnden Squigling her. Verzweifelnd versuchend das kleine Haustier mit weit ausgebreiteten Armen zu fangen und vor Harlequinschellen an Knöcheln, Armbändern und Zipfelmütze nur so schellend und scheppernd!

Hier rannte er vor mir... der personifizierte Wahnwitz eines Grots. Neben ihm verblaßte selbst Stinky. Meine Kinnlade klappte runter wie eine aus den Angeln gerissene Zugbrücke. Sprachlosigkeit... nicht-wissen, ob Lachen oder Weinen. Sämtliche Mordgelüste Stinky gegenüber erloschen beim ersten Anblick. Geistige Leere, ein völliges cerebrales Vakuum angesichts des Szenarios.

Erst als der skurile Jester, sein schepperndes "Jingle Bells" mit sich nehmend, aus den Augen um die Ecke und ausser Sicht bog kam ein Gedanke auf: 'Was zum Henker hat dieser IRRE in meinem Hanger verloren!!!' Vermutlich hätten nun noch stärkere Mordgelüstige als zuvor auftreten müssen. Dem Dasein dieser Kreatur ein Ende zu setzen würde an weit mehr als blanker Gnade grenzen. Womöglich hätte man dadurch einen gehörigen Beitrag zur allgemeinen Völkerverständigung beigetragen...

Doch bewegen konnte ich mich nicht. Der Eindruck des geplatzten Lebenswerks, all die zunichte gemachten Perspektiven... und warum? Alles nur wegen des ebenfalls schwachsinnigen Artgenossens neben mir mit seinem flackernden Zippo! Als er mir dann auf die Schulter tippte, war ich bereit zum Mörder zu werden. Die Faust erhoben und die Zähne fletschend stierte ich auf.... ähhmm.... über ihn hinweg und sah aus der Richtung, aus der der schellenbehängte Schwachmat kam, das fieseste Grinsen, das mir je untergekommen ist.

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Über dem Grinsen fluoreszierend funkelnde Augen. Augen, die sich von der Richtung des scheppernden Artgenossen in der Ferne abwanden ... und uns fixierten! Nein... kein Squigling, kein Squighund, kein Squig, sondern ein offensichtlich überaus hungriger, wild lebender Riesensquig. Intelligent genug, seiner Speisekarte des heutigen Abends 2 weitere Menüpunkte anzufügen.

Ich liess meine Faust fallen... die Kinnlade klappte wieder runter. Vom Erreichen der Weltherrschaft zum Entrͨe der Menüliste eine Riesensquigs in weniger als 5 Minuten. Nein! So sollte es nicht enden... soll er Stinky doch kriegen! Ich rannte los! Wohin... ? Und jetzt dämmerte es mir. Wir waren nicht mehr im Hangar!!! Wir waren in einem besch... Höhlensystem gelandet... vielleicht der Kanalisation? Also wohin... ohne länger zu überlegen rannte ich dem Jester hinterher. Wenn ich ihn und den Squigling einhole, stehen dem gefrässigen Maul hinter mir mit Stinky noch 3 Menüpunkte vor mir auf der Speisekarte.

Stinky kapierte leider ebenfalls sehr schnell, was da auf ihn zustampfte, nahm die Beine in die Hand und hetzte hinter mir her. Noch bevor ich den durch die Höhlensysteme schellenden Jester erreichen konnte wurde ich von Stinky überholt. Verdammt... der Fehler in meinem Plan war schnell offensichtlich. Wenn Stinky sonst schon nicht viel konnte... rennen konnte er. "Lauf Pain, lauf!" dröhnte es durch meinen Kopf. Ein neuer Plan mußte her. Der Jester vor uns kam an eine Gabelung und jagte, den Riesensquig gar nicht bemerkend, nach links dem Squigling hinterher. Ja! Der wird eine leichte Beute. Also schrie ich Stinky vor mir an "Rechts!" das Heil in der Flucht zu suchen und rannte ihm hinterher. Schnell begriff ich den nächsten Fehler meines Ausweichmanövers, als die Bestie weiterhin uns verfolgte...

verfolgungsjagd.jpg

Die Bestie war weit intelligenter als Stinky und der Jester zusammen. Den Clown findet sie in 3 Tagen noch hier unten rumscheppern... wir hingegen könnten entkommen. Verdammtes Biest!

Es blieb uns nichts als schneller zu rennen. Zumindest konnten wir einige Meter gegenüber dem Grot-fressenden Etwas mit den rasiermesserscharfen Zähnen gut machen, als dieses überlegte, wem es nun folgen sollte.

Eine Gelegenheit, die ich nicht ungenutzt lassen wollte! Ausweichplan Nr. 2: Hinter der nächsten Biegung riss ich Stinky mit mir in eine kleine Seitengrotte! Mit einem Hauch Glück rennt das Vieh an ihr vorbei und verschafft uns etwas Zeit. Zeit, um einen ausgeklügelten Plan zu fassen, um aus dem verrückten Schlamassel der letzten 15min herauszukommen. Denn länger konnte ich nicht in diesem Tempo weiterrennen. Stinky wurde von mir also in die kleine Grotte gerissen. Schnell erkannte er, dass es eine Sackgasse war und wollte loskreischen! Jeder weitere Laut seinerseits hätte uns verraten. Also griff ich kurzerhand zum ersten Gegenstand, den ich fassen konnte, um ihn ihm ins Maul zu stopfen! Es war ein Pilz... eine dieser unscheinbareren eukaryoten Lebensformen, die hier in den kalten dunklen Höhlen wohl den idealen Nährboden gefunden haben, um sich mit ihren kleinen Sporen zu vermehren. Ein lächerlicher Pilz, der gerade groß genug war, um Stinky zum Schweigen zu bringen...

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Flufftext: Kapitel 2

Seit diesem Abend hasse ich Pilze! … ob in natura, Soßen, gedünstet oder gar parniert. Je nach Vorliebe arrangiert und mit entsprechenden Gewürzen zubereitet… für die einen ein Gedicht, für mich ein Greul!

Nun... die Sorte, die ich in Stinkys geschwätziges Maul stopfen musste… war mir logischerweise unbekannt. Nennen wir sie der Einfachheit halber "Stinkmorchel". Weisser Stengel, roter Hut mit weisslichen, papulösen Tupfen und auf den ersten Blick unscheinbaren Lamellen. Jedoch - faltet man sie vorsichtig auseinander – leuchten sie dazwischen fein gelb-/grünlich fluoreszierend.

Unmittelbar nach Stinky's "Fütterung" versetzte es mich in ungläubiges Staunen: Stinky verharrte plötzlich in der Pose in der ich ihm die " Stinkmorchel " verabreicht hatte - wohlgemerkt auf einem Bein stehend und mit beiden Händen nach meinen Armen fassend, um mich daran zu hindern weitere " Stinkmorchel " in seinen Mund zu stopfen. Zu spät... die Pilze entfalteten bereits ihre Wirkung. 'Er schweigt! Wir sind gerettet! War für ein Glück!' dachte ich zuerst... dann fingen Stinkys Augen an glasig zu werden, gelber Schaum quoll erst aus seinem linken, dann aus dem rechten Mundwinkel, dann aus der Nase. 'Holla, der Kerl verträgt doch sonst alles, was er frißt!' Für einen Moment war ich verdutzter als Stinky - sofern er überhaupt noch etwas empfinden konnte. Denn es folgte ein imposanter epileptischer Anfall. Er fiel rücklings über, zuckte mit allen Gliedmaßen, doch dann kugelte er durch die kleine Grotte und… machte höllischen Lärm….. Und? „Wer kam in just diesem Moment vor unserer Sackgasse vorbei? Richtig... das vielzahnige Scheusal. Freudig grinsend über die Aussicht eines sich nicht wehrenden Opfers am Boden und eines immer blasser werdenden zurückweichenden Grots in der Ecke schoss das Vieh auf mich los.

'Ok... das war's. Vom Bau der ultimativen Waffe zur Ergreifung der Weltherrschaft zu Menüpunkt 1 eines sabbernden Riesensquigs in weniger als 5 Minuten... wie konnte ich nur so weit sinken‘... . Schon unglaublich, was in Bruchteilen einer Sekunde noch für Gedanken durch ein brilliantes Hirn schießen können.

Aber weit gefehlt! Am Boden verharrte der bis eben noch zuckende Stinky mit fluoreszierend grün leuchtenden Augen. Den Blick auf das erste Lebewesen gerichtet, das durch sein Sichtfeld kam... und das war glücklicherweise NICHT ich, sondern der Squig.

Denn Stinky hatte plötzlich die hirnverbrannte Idee, den Squig am einen Bein zu packen und festzuhalten. Doch so hirnverbrannt, wie es zunächst erschien, war der Gedanke nicht. Ich war völlig überrascht, dass Stinky nun den gepackten Riesensquig mit einer ungeheuerlichen Leichtigkeit gegen die nächste Wand pfefferte. Überraschter als war nur noch der Squig. Kurz vor Erreichen der Beute von den Füßen geholt und mit dem Schädel gegen die Höhlenwand geklatscht. Den Kopfschmerz konnte man dem Vieh ansehen... weitere Kopfschmerzen folgten. Stinky hielt die Bestie problemlos am Knöchel fest und donnerte sie, einem Hammerwerfer gleich, von einer Wand zur nächsten. In seinem Wirbel sauste er aus der Grotte raus... das anfängliche Jaulen des Riesensquigs verschall bald... die dumpfe Schläge auf Höhlenfels dauerten weiter an....

Mit offener Kinnladen blieb ich in der Höhle zurück, bestaunte die Pilze. Nach 10min kam Stinky zurück. In der einen Hand hielt er, einer Hammelkeule gleich, den Unterschenkel der Bestie... das Fluoreszieren seiner Augen war verschwunden. Bevor er noch einen Ton von sich geben konnte, kippte er vornüber. Komatös lag er da - der perfekte Proband!

Als ich mich so über ihn beugte, um ihn näher zu inspizieren, stach mir ein spitzer Gegenstand in die Seite.

"Ia da habbd gemoschdt da Kleina von da Libelingszsquig von da Waaaghboosz! Ia mitkomma!"...

Mein Blick über die Schulter verhieß nichts Gutes!

umzingelt.jpg

Eine Horde komplette Horde Wahnsinniger, auf- und abhopsend und auf Höhlensquigs, gekleidet in vergleichbaren Karnevalskostümen, wie der zweibeinige Aberwitz, der vor einer viertel Stunde noch an uns vorbei und mit fanatischem, alles weitere ignorierenden Blick hinter seinem Squigling herjagte.

Wo zum Henker waren wir? Für eine vermaledeite Karnevalsveranstaltung waren auch diese Gesellen viel zu skuril gekleidet! Ich meine... schaut Euch doch mal diese albernen und unpraktischen Kutten an! Dann diese zähnefletschenden "Reittiere". Man stellt sich eher die Frage, wer hier mit wem ausritt. Gerade diejenigen, die sich mit ihren nackten Ärschen gerade noch auf den Biestern flasch herum sitzend halten konnten. Der eine schwang ein dämliches Holzschwert, das viel zu modrig aussah, als dass es aus einer Spielwarenabteilung stammen konnte. Dann auch noch dieser dämliche Akzent, vergesellschaftet mit der Intonation und Didaktik debiler Cretins. Lange Rede kurzer Sinn: Die in meinem Rücken plötzlich aufgetauchten Herrschaften wirkten einfach zu "echt", um ein Alptraum zu sein. Spätestens der Stich des einen mit seiner rostigen Klinge in meine Seite bestätige meine Befürchtung in keinem grotesken Albtraum zu stecken.

Allmählich dämmerte mir zudem, dass ich hier nicht nur das "Wo?", sondern auch das "Wann?" in Frage zu stellen hatte.

Weitere Gedanken über diese überaus interessante Überlegung konnte ich nicht anstellen. Denn der vermeindliche Anführer dieser geistigen Tiefflieger verlieh mit einem erneuten Schwung seines rostigen Hackebeils seiner Aufforderung erneut Nachdruck. Ich wich kurz zurück und überlegt mir den in meiner linken Hand verbliebenen 'Stinkmorchel' selbst zu schlucken, lies es aber dann aber dabei bewenden.

Wenn ich ehrlich bin, war meine wissenschaftliche Neugierde geweckt, ob es sich bei diesen 10 Prachtexemplaren, um prähistorische Neandergrots handelte...

Ich wollte zunächst mal ihren angeblichen Boss abwarten, um das weitere Vorgehen zu planen. So fügte ich mich, liess mich fesseln und mitschleppen. Stinky wurde angeleint und hinterhergeschleift. Unterwegs legte ich mir bereits ein paar Ausreden parat, die das Dahinscheiden des Lieblingssquigs als "tragischen Unfall" rechtfertigen sollten.

Meine Gedanken schweiften rasch ab. Wer weiss wie groß ihre Sippschaft ist... Offensichtlich debil sollten sie leicht zu manipulieren sein. Ein Funke Hoffnung keimte auf... eine neue Perspektive, ein neuer Plan!

bearbeitet von Drukhi
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Flufftext: Kapitel 3

Eine ganze Weile wurden wir von den hoppsenden Neandergrots in Karnevalskostümen durch die gewundenen Gänge eines beachtlichen Höhlensystems geführt. Allmählich dämmerte mir, dass es - sieht man mal von den Umständen ab, dass Stinky gerade das Lieblingsschosstier eines debilen Karnevalistenhäuptlings zermatscht hat - sich durchaus um einen Glücksfall handelte auf unsere Eskorte getroffen zu sein. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hätten wir uns hoffnungslos in diesem Gewölbe verlaufen. Wer weiss, worauf wir sonst noch gestoßen wären...

Wo wir gerade bei "Dämmern" sind... Stinky kam so nach und nach wieder zu sich, blieb stumm und nachdenklich und konnte sich offensichtlich nicht an seine "Heldentat" erinnern... dafür schaute er mich immer wieder argwöhnisch an. Stoisch liefen wir vor den 10 Gesellen auf ihren hüpfenden Squigs her, wobei allesamt einen gehörigen Respekt vor Stinky hatten und ich dafür von dem stumpfen Spießen umso häufiger gepisackt wurde. Außerdem blieb Stinky im Gegensatz zu mir angeleint. Wer weiss wofür das gut war...

Immer weiter ging es durch die Höhlen zwischen den Stalagmiten hindurch. In der Distanz konnte ich weitere Kapuzenträger auf einer Felsformation ausmachen, die lauthals miteinander zofften. Allesamt ausgerüstet mit Bögen.

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Anscheinend hätten sie von ihrer Warte die größere Höhle in die wir nun kamen von ihrem Posten aus überwachen sollen. Beim späten Anblick der Squigpatroullie bezogen sie rasch wieder ihre Posten. Immer mehr schwarzgekuttete Grotze kamen mit ihren Bögen nun hinter anderen Felsen hervor.

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Von mindestens 3 Dutzend wurden wir neugierig umringt und begafft, als wir oben ankamen... und ihr "Boss" liess entsprechend nicht lange auf sich warten. Mit einem Satz landete vor uns plötzlich ein fetter riesiger Höhlensquig!

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Der Stein unter seinen scharfen Klauen knirschte, sabbernd leffzte er sein überdimensioniertes Maul und präsentierte sein rasiermesserscharfes Beisswerkzeug. Ja.... der war nochmal eine Nummer größer, als das von Stinky an die Wand geklatschte Exemplar. Der Geselle auf dem Riesensquig bereitete mir ernsthafte Sorgen... von Intelligenz schien er nicht gesegnet zu sein. Aber wo kein/kaum Hirn, da neigt man auch zu Kurzschlußhandlungen... v.a. wenn man auf einem Riesensquig sitzt, diesen anscheinend auch noch zu reiten weiss und vor einer Schar Kuttenträger den großen Macker raushängen lassen muss. Der Kerl senkte seinen Spieß und deutete in unsere Richtung:

"Ia da habbd gemurkst Squig von da Waaaaaaghhboss! Gnorf sich froid üba Findaloohn füa Euch! Ia toth said!"

"Nun mal langsam main Besta! Äs musz sich hia um ain Miszfahständnisz handäln!" (Ich hasse es noch heute mich auf dieses Niveau herabgelassen zu haben)...

"Wia sint auf da Duachraisä! Wia sint... ähhh... wia sint..."

"... Schamanän!" Platzte es aus Stinky mit einem irren Funkeln in den Augen heraus...

Mir fiel die Kinnlade runter... jetzt dreht er völlig ab... jeglicher Plan dahin! Ich erwürg ihn!!! Verdammte Pilze!!!

Betretenes Schweigen kehrte um uns herum ein... Wer hätte das gedacht... sie glauben an okkulten Schwachsinn... die ganzen Grotse um uns herum kuckten verdaddert vom einen zum anderen. Dann wurde es unruhig. Schlecht artikuliertes Stimmengewirr erhob sich bis in die hintersten Reihen. Bis ein aberwitzig dämlich dreinschauender Grot mit heraushängender Zunge geholt wurde...

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..., der an den eigentlichen Häuptling dieses Grothaufens herantrat und diesem etwas ins Ohr flüsterte. Die dümmliche Miene des Häuptlings erhellte sich sogleich und verkündete:

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"Dann Ia mitkomma un bewaisän da Waaaghbosss! Sonst Ia toth und Gnorf bekomma Belonung"!

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Flufftext: Kapitel 4

Während Stinky's Augen genauso wild funkelten, wie die ihres debil dreinschauenenden Oberpriesters, gingen mir alsbald die Augen über! Ich wollte noch protestieren... Jener "nette Grot" mit seinem Beilchen...

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...machte mir jedoch mit einem kurzen Blick klar, besser die Klappe zu halten und weiterzulaufen. Ich ging zusehends zu Stinky auf Distanz. Sollte er doch alleine ins Verderben rennen! Assistenten und Probanden dieses Kalibers findet man schließlich an jeder Straßenecke. Noch während ich über einen "Plan B" nachdachte, sammelte Stinky im Vorbeilaufen und möglichst unscheinbar "Stinkmorchel"-Pilze ein und stopfte sich diese in alle möglichen Taschen. Was zum Henker hatte dieser Schwachkopf vor? Im Gegensatz zu mir schien er aber bereits einen Plan aus diesem Schlamassel zu haben. Sein Blick verriet aber unmissverständlich, mich hierbei nicht einbeziehen zu wollen.

Was also tun?

Nach einer Weile des Marsches dröhnte ein unheimliches Jaulen durch das Höhlensystem. Die Kuttengrots um uns herum schienen dadurch nicht sonderlich beunruhigt. In der Entfernung huschten mehrere Schatten durch die Höhle, die alsbald vor uns Halt machten.

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Nach kurzer Unterredung mit Gnorf, jagte Ihr Anführer...

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mit seiner Bande rasch davon, um den - wie nannten sie ihn ehrfurchtsvoll - Waaaghboss über unsere Ankunft in Kenntnis zu setzen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit durch die Unterwelt gelangten trafen wir auf immer mehr Kuttengrots. Stinky's Taschen waren inzwischen prall mit Pilzen gefüllt. Überaus dreist grinsend schritt er stolz und selbstbewußt neben mir her. Seinem Blick wich ich allerdings aus. Von mir erhält er keine Genugtuung!

Schließlich kamen wir an. Vor uns tat sich eine der wohl größten unterirdischen Grotten auf. Der Tunnel aus dem wir kamen liess uns auf einer Art Empore über der vor uns liegenden "Stadt" herauskommen. In wüßtem Durcheinander standen marode Behausungen neben windschiefen Zelten. Dazwischen Käfige und Gehege mit wilden Squigs und diesen Höhlenhunden. Schnell wurde offensichtlich, dass es Unmengen dieser Kuttengrots geben musste.

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An einem "Versammlungsplatz" wurde einem dicken, kleinen Barträger vor einer johlenden Menge wohl gerade der Prozeß gemacht. Dahinter befand sich das größte "Bauwerk" der Grotte. Eine alte steinerne Treppe führte vom Versammlungsplatz hinauf zu einer gigantischen Zeltdachkonstruktion, die verschiedene Ebenen alter Mauerreste einbezog. Ja... eines "Großhäuptlings" dieser Grotse durchaus würdig.

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"Da nunta gähn!"

Am Vorplatz angekommen schien der Barträger, den alle liebevoll "Stump'n" nannten bereits das zeitliche gesegnet zu haben. Wenn man bedenkt, dass jeder der weit über hundert Kuttenträger irgendeinen spitzen Gegenstand dabei hatte, den er dem inzwischen Bartlosen überziehen wollte.... kein Wunder.

"Nur'n tota Stump'n is' 'n guta Stump'n. Un' bessa als 'n tota Stump'n is' nur'n sterbenda Stump'n, der sagt, wo seine Kumpelz sind."

Vor dem Haupthaus hingen an etlichen Pfählen Bärte und über die Maßen große Rattenköpfe. Hier war also Vorsicht geboten!

Ausserdem schien ein dreist grinsender Halbmond eine besondere Bedeutung in diesen Hallen zu haben. Ob auf Schilden oder über Zelten... selbst auf Standarten ist der ständig zu finden.

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Recht zügig wurden wir von Kuttengrots in die Haupthalle des Bauwerks geschuppst. Am anderen Ende der Halle stand im Schatten ein unwirklich von Kerzen schwach beschienener zackiger Thron. Daneben starten uns 2 gelb-grünlich leuchtende Augen an... die Stille wurde vom Thron her von einem Knurren aus tiefster Kehle und hastigen Schritten Richtung Ausgang hinter uns durchbrochen. Die Kuttengrots verdünnisierten sich, sobald sie uns abgeliefert hatten.

Mit einem "Ia kniien voa Waaaghboss von Karak Äit Pieks!" warfen sie hinter sich die Türe zu und waren draussen.

"Hä?!?" entfuhr es Stinky

Sogleich wurde er von 2 Energieblitzen vom Thron niedergestreckt. Sich windend und verkrampfend zappelte er am Boden. Ich schaltete schneller und warf mich gleich auf die Knie. 'Interessant! Sie haben Taser - also doch keine Steinzeit!' ging es mir durch den Kopf.

"Das war für das Abschlachten meines Squigs! Er war in der Arena bislang ungeschlagen und versprach zu einem Prachtexemplar heranzuwachsen!"

Ein erneuter Energieblitz und Stinky stönte vor Schmerzen nur mehr auf... "und der ist für das zögern hinzuknien! Wer seid Ihr und woher kommt ihr, dass ihr Skarsnik von Karak Eight Peaks nicht kennt!" Beim zweiten Aufblitzen konnte man den Grotgroßhäuptling auf dem Thron kurz gut erkennen...

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... die Blitze kamen aus einer Art Dreizack geschossen.

An einer, hoffentlich kurzen und stabilen Eisenkette hielt er einen knurrenden noch gefrässigeren Riesensquig in Schach, als wir ihn bislang kannten.

Trophäenbesetzte Kutte, scharfe Züge, klare Aussprache, kein debiler Akzent... gewohnt zu sagen, wo es lang geht.

... der Kerl hier sass nicht umsonst auf dem Thron!

"Mein Name ist Pain, meines Zeichens Ingenieur und das ist Stinky, er ist mein nichtnutziger Ex-Techniker...."

ZZZZAAAAAAPPPPP.... und ich wurde ebenfalls niedergestreckt.

"Tststststs... man lügt Skarsnik nicht an! Man sagte mir Ihr hättet Euch als Schamanen ausgegeben!" und er kam langsam mit seinem sabberndem Riesensquig an der Leine näher. Unfähig etwas zu sagen oder uns zu bewegen musterte er uns aus nächster Nähe. "Nun, was haben wir hier... zwei seltsam verkleidete Vögel. Zwei Goblins... der eine offensichtlich mit Grips, jedoch ein Lügner, der andere etwas beschränkt, dafür mit ungewöhnlichen Kräften und in der Lage es mit einem Riesensquig aufzunehmen. Seid Ihr einfach nur dämlich? Zur falschen Zeit am falschen Ort? Oder seid Ihr nur ein Mittel zum Zweck? Eine erneute List der Skaven?"

Vor sich hingrübelnd durchsuchte er Stinkys Taschen, in denen er außer all den "Stinkmorcheln" nichts fand, und wagte es zudem meinen Werkzeugkoffer zu öffnen.

"Interessant, interessant... ein 'Schamane' und ein 'Ingenieur'! Wie wäre es mit einem Wettstreit? Ihr bekommt jeder eine Werkstatt und einen Helfershelfer zugeteilt. Baut mir binnen einer Woche eine Waffe und zeigt wozu Ihr nütze seid... ansonsten überlasse ich Euch meinem wahren Lieblingssquig!" und er verwies über die Schulter hinter ein paar Gitterstäbe, hinter denen ein abgrundtiefes Grollen entgegendonnerte...

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Flufftext: Kapitel 5 - der Wettstreit

Ein Wettstreit sollte also über unser beider (Über-)Leben entscheiden:

Der Meister gegen den Lehrling!

Der Erfahrene gegen den GlücksPILZ!

Genie gegen Wahnsinn!

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Kriegsmaschinen mußten her! Dass dies kein Selbstläufer würde, war mir von vornherein klar. Stinky ist zu unberechenbar (geworden)… zumindest in letzter Zeit. Unter Kontrolle hatte ich ihn seit der Pilzverkostung jedenfalls nicht mehr… . Der kleine Gauner sann auf Rache! Dessen war ich mir sicher!

Kriegsmaschinen… woher nehmen, wenn nicht stehlen… oder… noch viel banaler formuliert: Woraus??? Kein Stahl, keine Legierung, ganz zu schweigen von einer Energiequelle… nicht mal Schwarzpulver gab es in diesem Loch! Es gab nur meinen genialen Verstand und meine Werkzeugkiste. Nein… es galt auf die Grundregeln der elementaren Physik und Mechanik zurückzugreifen. Nach einem Tag der Sondierung blieb mir nur auf halbvermodertes Holz, Seile und ein paar verrostete alte Rüstungen zurückzugreifen. Hier und da ein paar Nägel und Hufeisen. Alles zusammen eingetauscht gegen ein Zippo und meine letzten 8 Zigaretten… Ich wollte ohnehin das Rauchen aufgeben.

Mit meinen erworbenen Utensilien verkroch ich mich in meine mir zugewiesene Werkstatt. Nach einer Weile des Sitzens vor dem – wie nenne ich es - … dem Haufen voller Schrott, keimte so nach und nach eine Idee auf. Mit ein paar kurzen Strichen im Staub wurde eine Arbeitsskizze angefertigt und schließlich die vorhandenen Materialien auf Vollständigkeit nochmals überprüft. Mit etwas Glück sollten sogar zwei „Kriegsmaschinen“ drin sein… und so legte ich los. Bereits 4 Tage vor Fristablauf waren meine beiden „schweren Waffen“( man verzeihe mir diesen lächerlichen Begriff für einen Haufen recycleten Schrott) fertig!

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Mal sehen, was der Nichtsnutz zu Wege bringt!

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Fortsetzung zum “Wettstreit”:

Was der Nichtsnutz von “Ex”-Lehrling zuwege brachte blieb lange ein Geheimnis. Wie ich strolchte er am ersten Tag auf der Suche nach Materialen durch die Stadt. Mir war nur nicht klar, wovon er sich die Materialien eintauschen wollte, die er zum Bau einer „Waffe“ benötigte… ganz zu schweigen vom Werkzeug!

Am Abend sah ich ihn jedenfalls in seine Werkstatt zurückkehren. Mit der einen Hand winkte er mir rachsüchtig grinsend zu und deutete dann auf das, was er in der anderen Hand hielt – einen großen Kupferkessel! Was auch immer er damit vorhatte… ich hatte besseres zu tun. Schließlich wollte ich frühzeitig fertig werden.

Nicht einmal eine Stunde nach seiner Ankunft waberte ein infernalischer Gestank an meiner Werkstatt vorbei. Beim Blick nach draußen sah ich die Rauchschwaden aus Stinky’s Werkstatt kommen. Da ist ihm wohl was angebrannt. Mit einem großen Kessel zu kochen will halt gelernt sein. Ich hielt in meiner Arbeit inne… aber was zum Geier kocht der Kerl… kocht er um sein Überleben? Nein Pain… lass den nun hustenden Wahnsinnigen nebenan wo er ist und werkle hier mal lieber weiter! Wo war nochmal der Hobel?

… und was, wenn der Gestank beabsichtigt war? Biologische Waffen! Nein, nein… „erstunken“ ist noch niemand!

Irgendwann verzogen sich die Schwaden und ich verlor mich in meiner Arbeit. Die Skizzen waren gemacht und die Speerschleudern befanden sich bereits im Rohbau. Als ich am kommenden Morgen (Tag 2 des Ultimatums) mit meinem Werk fertig war und vor die Tür ging, war vom Rauch nichts mehr zu sehen. Dafür roch es süßlich…? Nein, würzig…? Als ich mich gerade fragte, um welche Zutaten es sich handeln konnten, kam er freudestrahlend aus seiner Hütte gerannt. Mit der einen Hand hielt er sich im Laufen den Hut fest, in der anderen Hand hielt er ein kleines Döschen. Ohne mich eines Blickes zu würdigen rauschte er in die Stadt hinunter. Als ich in seiner Werkstatt nach dem „Rechten“ sehen wollte, wurde ich ziemlich schnell von 2 Kuttengrotzen mit rostigen Speeren am Eintritt gehindert. „Skarsnik sagt Du nix hia valorän! Das die Hütte vom großen Schamanän!“ Mann sind die Typen leichtgläubig!

Es sollte spät werden, als Stinky wieder aus der Stadt hochkam… diesmal hatte er mehr als nur einen Blick für mich über – sogar mit Daumen hoch und Augenzwinkern schritt er an mir vorüber! Es dauerte nicht lange, bis jener mir bereits bekannte „Grotpriester“ ebenfalls zu Stinkys Hütte gesprintet kam und dann darin verschwand.

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Mit großem Hallo und wildem Gelächter ging das „Gekoche“ wieder los, begleitet von Urlauten. An Tag 3 kam der Kuttenpriester nicht mehr nur allein, er hatte sogar 3 „Lehrlinge“ mitgebracht… der Abend wurde zu einer kleinen Privatparty, nichts in der Welt schien Stinky erschüttern zu können. Wobei… wenn man schon abdanken muss, dann kann man sich doch nochmal eine schöne Woche mit Gleichgesinnten machen. Grinsend verließen ihn seine 4 Gäste wieder, jeder mit einem Döschen in der Hand.

Tag 4 wurde kurios… keiner beachtete meine beiden Speerschleudern, die ich auf dem Versammlungsplatz bereits stolz zur Präsentation hatte aufstellen lassen. Stattdessen pilgerten die 4 vorgenannten Spießgesellen mit einem ganzen „Reisebus“ weiterer Kuttenträger den Hügel zu Stinky’s Werkstatt hoch. Eine wilde Orgie nahm ihren Lauf! An Schlaf war nicht zu denken. Stinky wurde zum Stadtgespräch!

An Tag 5 traute ich meinen Augen nicht. Der Pilgerstrom riss nicht ab, sondern wurde nur noch größer! Interessant war jedoch, dass all diejenigen Gäste vom Vortag Gegenstände mitbrachten. Der eine einen Hammer, der nächste eine behelfsmässige Säge… wieder einer ein paar Bretter oder Nägel, einen Eimer Pech, mehrere trugen sogar massive Pfähle. Nach Abgabe der Utensilien in Stinky’s Baracke kamen sie, jeder für sich mit einem Döschen wieder heraus und präsentierten es Stolz all jenen, die vor der Hütte noch anstanden. Und nun dämmerte es mir… süßlich-würzige Schwaden, kleine Döschen, verquerer Handel und ein Haufen Kuttenträger die zu dämlich sind, um illegalen Stoff unauffällig in ihren Kutten verschwinden zu lassen. Aber was heißt hier schon legal. Der Hund entwickelt sich zum verdammten Dealer! Und sein Absatzmarkt wird unermesslich, wenn diese Geröllheimer nicht zufällig an einer Überdosis krepieren!

An den Abenden der Tage 5 und 6 fand keine Party mehr statt… der Strom Kuttengrotze zu seiner Baracke, blieb tagsüber bestehen. Inzwischen lag vor seiner Hütte eine Müllhalde an Schrott und einzelner Nützlichkeiten. Nachts sägte, hobelte und hämmerte er durch. Am Morgen des siebten Tages war kein hämmern mehr zu hören. Lediglich der Kuttenpriester mit seinen 3 Gesellen erschien und überreichte Stinky ein verschnürtes Stoffbündel, verneigte sich ehrfürchtig und machte sich von dannen.

Kurz darauf sollte mich zum ersten Mal an diesem Tag der „Schlag“ treffen. Stinky erschien in neuem Ornat:

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Oder sollte ich besser Großschamane „Stinky“ sagen? Ich erfuhr wenig später, dass der Pöbel ihn bereits dazu erhoben und zu ihrem persönlichen Favoriten erklärt hatte. Mir wurde flau im Magen! Als Stinky von der Allgemeinheit erblickt wurde, hallten Freudenschreie „Schtonk! Schtonk! Schtonk!“

Was ging hier nur vor? Stinky, oder soll ich nun „Schtonk“ sagen, winkte nur einmal kurz und sofort kam eine Horde Freiwilliger, die ihm liebend gerne behilflich waren, seine „Waffe“ zum Versammlungsplatz zu bringen.

Was zum Henker hat er sich mit diesem Ding nur einfallen lassen???

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Am Versammlungsplatz angekommen wurden wir bereits von Skarsnik, seinem reizenden Squig Gobbla und 1000enden weiterer Nachtgoblins empfangen. Das Gejohle war groß, als sie „Schtonk“ erblickten. Skarsnik erhob lediglich eine Augenbraue, als er ihn in seinem neuen Kostüm erblickte.

„Nun, ihr hattet 7 Tage Zeit… ihr habt beide etwas gebaut, lasst uns sehen, ob ihr zu mehr als Squigfutter taugt! In der Nähe befindet sich ein kleiner Außenposten der ‚Rotnasen‘. Ich bin gespannt, ob ihr sie mit den Geräten hier beeindrucken könnt!“

Er ließ die beiden Speerschleudern und das Stinky’s „Etwas“ Schultern und auf ein Plateau in einer etwa 2km entfernten großen Grotte bringen. Von hier aus hatte man eine wirklich gute Artilleriestellung mit gutem Überblick über die beiden zu- bzw. abführenden Stollen. Ab und an, so Skarsnik, kämen hier Rotnasenpatroullien durch. Wer zuerst eine erblicke, hätte den ersten Schuß. Wer mehr Rotnasen erlegt, überlebe den Tag… damit zog er sich zurück und genoß die Szenerie von seinem mitgebrachten Thron aus dem Hintergrund.

Mehr brauchte Skarsnik auch nicht zu sagen… Aus meinem gut bestückten Allzweckwerkzeugkoffer zog ich mein Infrarotfernglas. In so einer Situation sollte man seine gegebenen Vorteile nutzen. Nach 25min des Wartens erblickte ich „Rotnasen“-Patroullien … und zwar gleich 2 Trupps! Der eine umfasste 16 Mann und kam aus dem linken Stollen, der andere 8 Mann und kam aus dem rechten Stollen. Ohne zu zögern, signalisierte ich „Feindkontakt“ und erhielt die Freigabe für den ersten Schuß auf die 16 Mann mit beiden Speerschleudern. Ich liess die beiden Gerätschaften ausrichten, wartete einen günstigen Moment ab, gab letzte Instruktionen und liess abfeuern. Der erste Bolzen verfehlte knapp, der zweite machte doch glatt aus 5 Rotkutten Schaschlick. Die 11 verbliebenen Rotkutten flohen in den Stollen zurück.

Der große „Schtonk“ hatte inzwischen den zweiten Pulk Rotkutten aus 8 Mann entdeckt. Den Aufruhr am anderen Ende der großen Höhle hatten die verbliebenen Rotkutten ebenfalls bemerkt, so dass sie Ihre Formation auflockerten und vorsichtig um jeden Stalaktiten späten. Fein, fein… die werden kaum zu treffen sein.

Stinky liess sich davon aber kaum irritieren. Auf einen Wink, kamen gleich mehrere Freiwillige seiner neu gewonnenen Jünger herbeigeeilt. An einem zurrte er ein Schmetterlingskostüm fest und setzte ihm einen Stahlhelm auf. Ehe der ‚Gekrönte‘ sich dieser umsehen konnte wurde ihm von „Schtonk“ noch ein der Stinkmorchelpilz in den Rachen gestopft. Inzwischen hatten die weiteren Freiwilligen die Rampe eingeseift und spannten den langsam in Rage kommenden ‚Schmetterling‘ in das Gerät ein.

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Auf Stinky’s “FEUER!” wurde das ‘Geschoss’ losgelassen!

‚Fly like an eagle!‘

Mir fiel die Kinnlade runter. Zunächst wurde der Unglücksrabe einfach nur in die Höhe nach vorne geschossen. Dann begann er wie wild zu flattern und segelte darauf kurze Zeit gackernd unter der Höhlendecke. Das Echo des wildgewordenen Huhns dröhnte von allen Wänden wieder. Die Rotkutten kauerten nun erst recht hinter einigen Stalagmiten und schauten angespannt in Richtung des anderen Stolleneingangs. Selbst wenn man es Ihnen gesagt hätte… sie hätten nie und nimmer geglaubt, dass die Gefahr im wahrsten Sinne des Wortes ‚in der Luft‘ lag. Das Geschoss hatten inzwischen seine Opfer entdeckt…. Hörte auf zu kreisen, klappte die Flügel ein, setzte zur Bombe an und traf! Durch mein Fernglas konnte ich erkennen, dass 4 Rotkutten das Zeitliche segneten… und der Rest in die Stollen floh.

Meine Güte! ‚Schtonk der Wahnsinnige‘ hatte eine Abschussvorrichtung für noch Wahnsinnigere entworfen. Skarsnik applaudierte lachend aus dem Hintergrund… die weiteren Zuschauer johlten. Skarsnik wurde aber rasch wieder ernst und befahl alle toten Nachtgoblins von der einen wie von der anderen Stelle der Grotte hochzuschaffen, um den Sieger des Wettstreits zu ermitteln. Schließlich hätte sich sein Lieblingssquig heute noch einen Leckerbissen verdient!

‚5:4 Rotkutten! Tja meine lieber Großschamane, das war Dein erster und letzter großer Auftritt!‘ dachte ich bei mir, als unterhalb des Plateaus plötzlich „5 zu 5 – Unentschieden“ hochgerufen wurde. „Soso, ein Unentschieden!“ grübelte Skarsnik.

Moment Mal… so kann ich mich doch nicht verkuckt haben! 5 für meine Ex-Techniker???

Ich begriff: „HEEEE!!! 4+1 sind 5!!! Diese Narren haben die ‘Bombe’ mitgere…”

ZZZAAAAAPPPPPP!!!

Mein Satz sollte unbeendet bleiben… der ‚Taser‘ (die Energieblitze) des Waaaghbosses trafen mich erneut.

„Wenn ich Unentschieden sage, dann herrscht ein Unentschieden, verstanden! Dann wird der Sieger eben nächste Woche ermittelt! Ihr beiden Stümper werdet mir in der kommenden Woche eine ‚Steinschleuder‘ kreieren. Laßt Euch was einfallen! Außerdem wirst Du für Dein unverschämtes Benehmen neu eingekleidet!“

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Der Wettstreit – Teil 2: „Eine Frage der Ehre!“

Ehe wir uns auf den Rückweg nach Karak Eight Peaks machten, warf Skarsnik jedem von uns beiden noch ein kleines Säckel Münzen zu. Anscheinend wollte er verhindern, dass sich Stinky unter seiner Herrschaft zum Drogenbaron etablierte. Wie auch immer… an diesem Abend wollte ich einfach nur vergessen und die paar Kröten kamen gerade Recht, mir damit behilflich zu sein.

Meine beiden Leibwächter begleiteten mich weiterhin auf Schritt und Tritt… und waren gerne bereit mich in die übelste Spelunke der Stadt zu begleiten. Im ‚verfaulten Kürbis‘ nutzte ich auch gleich die Gelegenheit die beiden auf billigen Fusel einzuladen. Das Zeug schmeckte grausig, war aber hochprozentig genug, um den grausigen Geschmack nach dem zweiten oder dritten Schluck zu vergessen. Die Schmach des heutigen Tages konnte ich aber nicht so schnell vergessen. Nach 5 oder 8 weiteren Schnäpsen wurde der Wettstreit zu einer „Frage der Ehre!“ ausgelobt. Die Flucht sei keine Alternative! Über 2 weiteren Schnäpsen bedauerte ich die sinnlose Existenz meiner beiden Wächter…, was diese überraschenderweise noch einsahen, bevor sie unter die Tische kippten.

Als ich das Thema ‚Flucht‘ ansprach gesellte sich aber ein 'depressiv' dreinschauender Ork zu uns an den Tisch. Seit uns die Explosion in diese prähistorische Unterwelt verschlagen hatte, der erste seiner Art. Sein Name war Gnar… wie sich herausstellte hatte er seit 2 Monaten niemanden zum 'Moschen' mehr.

Damals sei er von seinem Waaaghboss mit einem Geschenk an Skarsnik aus der Oberwelt hier runtergeschickt worden. Anscheinend hatte er ein Bündnis zwischen den Waaaghbossen arrangieren sollen. Den genauen Wortlaut hatte er aber ebenso vergessen, wie den Weg zurück. Seither lungere er hier unten herum…

Obwohl ich schon einiges intus hatte, war mir schnell klar, dass ich diesem Muskelprotz mit Spatzenhirn wieder einen 'Sinn' weiterzuleben geben könnte. Mit dem Säckel Münzen sollte ich ihn eine Weile halten können. Genauso überredete ich meine beiden Wächter, ihrem sinnlosen Dasein ein Ende zu schaffen. Bereitwillig wollten sie mir als Besatzungsmitglieder der Steinschleuder helfen… für ein entsprechendes Entgeld.

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Gnar brachte mich und meine Wächter nach durchzechter Nacht in die Baracke. Am Folgetag begann die erneute Planung. Diesmal musste alles perfekt laufen!

Skizzen waren schnell entworfen, die Grundmaterialien wurden ebenfalls für wenig Geld herangeschafft. Stinky war direkt froh die Müllhalde vor seiner Hütte für wenig Geld entschlackt zu bekommen…

An Tag 3 der Frist war der Rohbau der Steinschleuder fertig. Zufrieden war ich allerdings nicht. Klar… es funktionierte…. Doch ich wollte mehr! Ich wollte viel mehr! Ich wollte Stinky bzw. Schtonk im Mark treffen und ihm die Fans abspenstig machen. ‚There’s no buisness, like showbuisness!‘

Also begann ich alte Metallrüstungen zu zerlegen, und wieder neu zusammenzudengeln… die Kriegsmaschine sollte richtig Eindruck machen!

Am Abend des 4 Tages stand die Gesamtkonstruktion, am 5. Tag wurde Der Pinsel geschwungen. Schließlich gilt die Farbe „gelb“ hier unten als „mächtig“ oder „magisch“.

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Der Wettstreit - "Eine Frage der Ehre!":

Einen Tag vor dem Zeitlimit war meine Steinschleuder also fertig! Es blieben nahezu 24 Stunden mit dem Ding zu üben, die Crew einzuarbeiten - sofern das mit den beiden Wächtern überhaupt möglich ist. Ich wollte jedoch nichts unversucht lassen. Einer meiner Wächter fand heraus, wo das "letzte Gefecht" stattfinden sollte und er brachte mich dorthin. Es handelte sich um eine vergleichbare Höhle... deutlich höher, so dass das Kuppeldach der Höhle nicht einzusehen war. Für einen sauberen Distanzschuss mit dem Katapult also geeignet. Perfekt, ohne zu zögern nahm ich meine präparierten Markierungen zur Hand und steckte das Terrain ab.

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Am folgenden Morgen wartete ich mit meiner Crew und unserer Steinschleuder am Versammlungsplatz. Ja... das Ding machte echt Eindruck! Die fiese Fratze war ein Ding... die gelbe Farbe schien die Gemeinschaft der Kuttenträger aber schwer zu beeindrucken!

Auch Skarsnik schien vom Anblick unseres Geräts durchaus angetan. Er ging in Ruhe um das Katapult herum, mit leicht nach recht geneigtem Kopf mass er es ab, nickte zufrieden und sah in die Runde... Stinky fehlte noch immer! Als Skarsnik ihn holen lassen wollte, sah man ihn den Hügel seiner Barracke zu uns herunterkommen. In seinem neuen albernen Kostüm, gemächlichen Schrittes, ein Liedchen vor sich hinpfeifend und ... ALLEIN! Keine Crew, kein Katapult!

"Nun, großer Schtonk, gedenkst Du mit bloßen Händen gegen dieses hübsche Katapult anzutreten?!?" Skarsnik ironische Frage war messerscharf gestellt. Man läßt Typen wie ihn nun einmal einfach nicht warten!

"Mit bloßen Händen? Ich?? Nein, nein... es ist alles bestens vorbereitet. Wir können gehen." Erwiderte er gelassen.

Warum ist der Knabe so ruhig? In jedem Fall schien er ebenfalls herausbekommen zu haben, wo unsere Waffen getestet werden sollten. Mir schwante Schlimmes... der kleine Nichtsnutz wird doch wohl nicht meine gesteckten Fähnchen entfernt oder gar versetzt haben!?!

Es blieb mir nichts anderes übrig, als mich dem Tross anzuschließen, der mein einfaches Katapult mit sich zog. Der selbstsichere und grinsende Blick von Stinky machte mich rasend. Mit etwas Glück erwürge ich ihn, bevor er dem Squig zum Fraß vorgeworfen wird!

Zu meinem Erstaunen kamen wir tatsächlich in der Höhle an, die ich präpariert hatte. Ich war aber ehrlich verblüfft, dass meine Fähnchen überhaupt nicht versetzt worden waren... Fein, was will ich mehr!

"Nun, ihr Taugenichtse! Dann bezieht Stellung! Da ich bislang nur eine Steinschleuder sehe, hat der Techniker die erste Wahl, in welcher Ecke der Höhle er Stellung beziehen will."

'Was will ich mehr! Besser kanns ja kaum laufen!' ging es mir durch den Kopf... also liess ich meine Jungs das Katapult in eine Position bringen, von der ich die Markierungen gut einsehen konnte.

Als meine Crew mit dem Katapult Stellung bezogen hatte, erläuterte Skarsnik den Wettstreit:

"Die Regeln sind ganz einfach: Wem es von Euch beiden gelingt, die Steinschleuder des anderen mit einem Wurf zu zerstören, hat gewonnen. Der Verliere wird von mir heute Abend zum Fressen geladen! Da der große Schamane wohl kein Gerät geschaffen hat, sollte er sich nun mit einem Kiesel bewaffnen und in die andere Höhlenecke verziehen!" Skarsnik gemeines Grinsen wurde nur von dem Meinen übertroffen! Das wird ein Fest.... doch Stinky grinste nur zurück: "Meine Steinschleuder und meine Crew sind doch schon längst da!" Er nahm zwei Finger in den Mund. Nach einem gellenden Pfiff wies er in die andere Ecke der Höhle.

In der Entfernung konnten wir einen alten Bekannten auf einem Findling rumhoppsen und diesen Winken sehen.

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Hinter und v.a. weit über ihm löste sich ein Schemen von der Wand! Weit über dem Kerlchen sahen uns 2 grünglühende Augen an. Mit donnerndem Stampfen wurde der Schemen ersichtlich - Stinkys "Steinschleuder":

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Halleluja... Skarsnik und mir fiel die Kinnlade ebenso runter, wie der gesamten versammelten Kuttenträgermannschaft! Was zum Henker...

Skarsnik fasste sich am schnellsten: "Na, das dürfte interessant werden! Ihr kennt die Regeln! Ihr solltet lieber anfangen!"

'Lieber anfangen!' Der Typ hatte Nerven! Mein Crew liess sich überraschenderweise auch nicht lumpen. Der kleine verschossene Felsbrocken war schon abgeschossen und in der Luft... alle Köpfe verfolgten in weitem Bogen den Flug. Das Ding flog und flog und.... traf das Knie des Ungetüms... prallte nicht nur harmlos ab und zerbarst! Stinky lachte schallend.

'Alles klar, daher Stinkys Zuversicht!' Das Ungetüm liess sich indessen Zeit. Auf Geheiss des kleinen Kuttenpriesters wurde dieser von dem Monstrum hochgehoben und auf dessen Schulter abgesetzt. Meine Crew spannte derweil Ihre Vorrichtung erneut... . Dein kleine Kerl auf der Schulter des Riesentrolls wies in eine bestimmte Richtung und auf einen bestimmten gigantischen Felsbrocken. Nach einiger Zeit des "Überlegens" stapfte das Vieh darauf zu und hob ihn auf Befehl nach und nach in die Höhe.

In diesem Moment war mir klar, was zu tun war: Ich rannte zu meiner Crew und liess sie neu justieren: "Holt den kleinen Kuttenbrunzer von dem Vieh runter!" schrie ich Sie an und begann unser Katapult neu auszurichten, als der Felsbrocken am anderen Ende der Höhle gerade in die Höhe gehoben wurde.

Fertig justiert schrie ich nicht einmal mehr "Feuer!", sondern entriegelte nur noch. Der zweite Felsbrocken flog durch den Höhlendom... und mit einem Klatschen wurde der kleine Drecksack von der Schulter des Ungetüms geholt. "Ein Drecksack weniger!" entfuhr es mir... meine Crew johlte mit.

Wie zur Salzsäule erstarrt stand der Riesentroll da... nach einer Weile sah er links auf seine Schulter, kein Schamanä... sah rechts auf seine Schulter, kein Schamanä... erblickte hinter sich an der Wand einen roten Fleck mit Kutte... schien zu überlegen... lange zu überlegen... visierte uns an... kniff die Augen zusammen... setzte zu einem ohrenbetäubenden Brüllen an... liese den Felsen fallen und stapfte mit bebenden und immer schneller werdenden Schritten schnurgerade auf uns zu!

Ohne zu überlegen schmiss ich mich mit Gnar hinter den nächsten Findling in Deckung, während die beiden Wächter schreiend in Richtung Höhlenausgang rannten. Anscheinend machten sie genug Lärm, denn der Trollriese jagte Ihnen schnurgerade hinterher, an mir, Gnar und dem Katapult vorbei... und in die Unterwelt davon. Die Wächter wurden nicht mehr gesehen...

"Das ist jammerschade!" durchbrach Skarsnik nach einer Weile die eingetretene ehrführchtige Stille. "Wir haben schon wieder ein Unentschieden! Keine 'Steinschleuder' wurde zerstört und mein Squig geht heute wieder leer aus! Es läuft also auf einen neuen Wettstreit hinaus: Die Skaven neigen in letzter Zeit dazu immer dreister zu werden. Aber wie Ratten nun mal so sind... sie verlieren den Mut, wenn beim Nahkampf auf Ihren Seiten zu raschen die Fetzen fliegen. Erreicht man das, verschwinden sie schneller in ihre Gänge, als sie gekommen waren. Wie wäre es, wenn Ihr mir als nächstes etwas schafft, was in die Pulks dieser Ratten so richtig eine Bresche schlägt!"

(to be continued)

bearbeitet von Drukhi
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Der Wettstreit – Teil 3: Die „glorreichen Sieben“!

Spelunken eignen sich ideal, um unverblümt die Wahrheit zu erfahren. Mit Alkohol gelöste Zungen erzählen einfach mehr! So erfuhr ich so manches über das Volk der Skaven.

„Hintahältig und gämain, grabn vilä Tunnäl, tauchän imma in Scharän auf, sind sonst die größtän Feiklinga.“ Ich sah mich unvermittelt um… all die Kuttengrots machten keinen besseren Eindruck.

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„Listigä klainä pälzigä Nager, stinkändä Rattn aus da Kanalisation, elände Warpsteinfrässa…“

Warpstein??? Interessant… noch nie gehört! Nach meinerseits weiteren spendierten Runden Ale erzählte man mir beim Kartenspiel von grün leuchtenden Steinen. Gefährlicher Stoff, wohl vor Energie nur so strotzend und teils explosiv! Soso… hatte Stinkys Ungetüm nicht… ?

Ganz in Gedanken versunken zeigte ich dem mir am Tisch gegenübersitzenden Wolfsreiterhäuptling ‚Hen Bur‘ und der versammelten Mannschaft meine Spielkarten. Die Menge johlte… und ‚Hen‘ stapfte wutschnaubend davon. Mein orkischer Bodyguard ‚Gnar‘ hatte vor Lachen Tränen in den Augen. „Gork mosch mich, Mork ist mit dia! Hab sälten so ein Blatt gesähn!“ Anscheinend sind 4 gelbe Halbmonde in dem Spiel etwas Besonderes! „Jätz hast Du däm armän Hen seine Höllänhundä abgaknöpft!“

Moment mal… ‚Höllenhunde‘ ??? … Mir schwante nichts Gutes! Den Viechern bin ich doch schon mal begegnet!

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So kam es wie es kommen mußte… Ich konnte nur froh sein, dass sich Gnar der beiden Köter gleich annahm, die mir vor der Kneipe hinterlassen worden waren. Mit der Peitsche gelang es ihm schnell den Biestern Respekt einzuflösen. Zwar ausschließlich vor ihm, denn sie schnappten nach mir, aber immerhin. 2 weitere hungrige Mäuler galt es nun zu stopfen… na prächtig, damit hatte ich 3 Hansel ander Backe, die mir in den nächsten Wochen die Haare vom Kopf fressen würden. Es sei denn….

Tja, es sei denn ich erschlage mehrere Fliegen mit einer Klappe! In mir reifte ein weiterer genialer Plan! Was sagte Skarsnik nicht gleich? ‚Erschafft mir etwas, das eine Bresche in die Reihen der Skaven schlägt!‘ Na klar! Nichts leichter als das!

Ab nächsten Morgen galte es in der Werkstatt wieder den Hammer zu schwingen. Gnar selbst sollte sich um die Köter kümmern. 2 Tage benötigte ich für mein neuestes Gerät, einen weiteren, um mir Zaumzeug für die Köter anfertigen zu lassen. Am 4. Tag fand ich den am Grund des Aleglasses befindlichen Wolfsreiterhäuptling. Der Verlust seiner Hundä machte ihm offensichtlich schwer zu schaffen. Rotzbesoffen wie Hen war, war es ein Leichtes ihn als Wagenlenker für mein neu konstruiertes Gefährt zu gewinnen.

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Der Gute war mit seinen beiden Kötern wiedervereint so glücklich, dass er an den verbleibenden beiden Tagen vor dem finalen Showdown zwischen Stinky und mir auf dem Streitwagen etliche, und teils blutige Runden über den Versammlungsplatz heizte. Schnell hatte er ein Gefühl für die Wendigkeit des Gefährts entwickelt. Das Funkeln in seinen Augen verriet schnell, dass er sich nun zu Besserem berufen fühlte, als seine ehemaligen Wolfsreiterkollegen. „Toth un Fadäärbän!“ brüllte er mit mordlüsternem Funkeln in den Augen, als er über den Platz hinwegheizte. Selbst Skarsnik liess sich vorzeitig blicken, um das Konstrukt anerkennend in Augenschein zu nehmen. Sichtlich zufrieden, liess er einen Teil seiner Armee für den Folgetag zum Abmarsch bereitmachen. Neben Streitwagen wurden unter anderem die Speerschleudern, mein Katapult und Stinkys Kamikazeschleuder bereitgemacht…

Am Morgen des 7. Tages erwartete Skarsnik und mich wieder eine Überraschung! Nein… Stinky kam nicht zu spät! Er schritt überpünktlich seinen ‚Schamanänhügäl‘ herunter.

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In der einen Hand hielt er seinen Woodoo-Stab, in der anderen einen Kessel voller Stinkmorcheln. Er kam jedoch nicht allein, sondern mit 7 Kuttengrots im Schlepptau. „Das sind die ‚glorreichen Sieben‘!“ Mich zerriss es fast vor Lachen…, denn seine 7 Jünger schritten eher wie Sträflinge einher. An Ihre Füße waren offensichtlich sehr schwere Eisenkugeln gekettet und die zogen die ‚Glorreichen‘ stöhnend hinter sich her.

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„Na, dann wollen wir doch mal sehen, welche Überraschung uns der große Schamane heute nun wieder präsentieren will!“ Sichtlich zufrieden liess Skarsnik den gesamten Tross abrücken.

Nach einer halben Woche der Reise durch die Unterwelt trafen die beiden Heere aufeinander. Ein beeindruckendes Aufeinandertreffen grüner Fieslinge und listiger kleiner Nager. Mit wenigen Worten umriß Skarsnik die Situation:

„Das dort hinten ist der Kriegsherr der Skaven. Ratgit mit seinem Rattenoger!

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Um ihn werde ich mich später selbst kümmern! Eure Aufgabe ist der große Skavenblock im Zentrum seiner Armee. Ich will sehen, wie ihr ihn auseinandernehmt!“

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Ja… ein ordentlicher Haufen Nager! Das könnte knapp werden! Als Skarsnik den Befehl zum Angriff gab, heizte Hen Bur mit meinem Streitwagen auf den Pulk Skaven zu. In ihrem Vormarsche hielten sie inne. Ich kann nicht sagen, was sie am Weitermarsch mehr hinderte… Hen Burs „Toth und Fadäärbän!“ Geschrei oder das Gefährt selbst. Stinkys ‚Glorreiche Sieben‘ versuchten verzweifelt mit Hens Höllenhunden Schritt zu halten, verloren aber zusehends an Boden. Schließlich blieben sie ganz stehen, und kramten aus Ihren Taschen etwas Wegzehrung aus. Jeder einen Stinkmorchelpilz! In dem Augenblick wurde mir klar, was Stinky im Sinn hatte! Einen Moment später erwachten die 7 zu „Leben“. Völlig von Sinnen fingen sie an, die lästigen Bleikugeln an Ihren Knöcheln scheinbar mühelos um sich herum im Kreis zu schwingen. Von allem Ballast befreit wirbelten sie mühe- und furchtlos auf die Skavenhorde zu, die bei dem Anblick vollends stehen blieb. Hen Bur staunte nicht schlecht, als er von einem „wirbelnden Etwas“ überholt wurde und trieb seine Höllenhunde zu noch größerer Eile an! Doch es war zu spät… im nächsten Augenblick schlug die schwere Bleikugel von Stinkys zweitem ‚Wirbelwind‘ im rechten Wagenrad ein und bereitete seiner Fahrt ein unsanftes Ende.

„SCHIEBUNG!“ schrie ich, „Der Hund arbeitet mit unlauteren Mitteln!!!“ und stürzte mich auf Stinky. Ich sollte ihn nicht erreichen… ein ZZZZZAAPPP!!! Aus Skarsnik Dreizack stoppte mich erneut.

Als ich am nächsten Tag zu mir kam, war die Rede von einem großen Sieg! Dass Skarsniks Reich erneut um ein großes Stück gewachsen ist, war Nebensache… alle sprachen von den ‚Glorreichen Sieben‘!

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… erneut gedemütigt wurde ich vor Skarsnik geschleppt. Was hatte ich diesen Drecksack Stinky satt!!!

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Und so standen wir nun erneut vor Skarsniks Thron. Der dummdreiste, unlautere Mittel einsetzende Drogendealer ohne jeden Funken Ehre im Leib… und ich… die rachsüchtigste Grünhaut, die die Welt je gesehen hat!

Skarsnik sah wohl die Luft zwischen uns knistern und schmunzelte souverain.

„Das war wohl wieder nichts! Mein Squig geht erneut leer aus…“

Stinky wollte schon protestieren, besann sich angesichts des Dreizacks jedoch eines besseren.

„Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man glauben, Ihr sprecht Euch ab! Nun, die Skaven haben sich nach Skavenblight zurückgezogen, so dass ich die Stellungen unter Tage mit Euren ‚Errungenschaften‘ ausreichend sichern kann. Es ist aber an der Zeit, ein paar alte Rechnungen über Tage zu begleichen. Hmmm… ich lasse Euch diesmal freie Hand. Ihr habt einen Monat Zeit und könnt gehen wohin ihr wollt. Überrascht mich!“

(to be continued)

bearbeitet von Drukhi
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Da wird ein Projekt wiedererweckt, das mir schon damals sehr gut gefallen hatte. Hoffentlich kommt dir diesmal nichts dazwischen!

Den Ralf bekomm ich auch bald und übrigens bietet der Hersteller mittlerweile auch ein zweites Modell an.

Solltest du also einen zweiten Kettensquig brauchen, solltest du dich unbedingt an den Hersteller von Ralf wenden ;)

Viel Erfolg!

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@all:

So... soweit erst einmal zu Ende editiert. Ihr könnt mich jetzt mit konstruktiver Kritik überschütten. ;)

@Sijun:

Du wirst lachen... ich hab den Kettensquig nicht umsonst "Ralf" genannt. Das "Vieh" lag eines Tages plötzlich in meinem Briefkasten... ein Geschenk von einem gewissen "Ralf" aus dem Forum. Leider ist der Squig nicht sonderlich sauber gegossen und daher waren 2 Stunden Greenstuff- und Schleifarbeiten nötig, um ihn schlußendlich grundieren und dann bemalen zu dürfen. Wenn Du mir die Adresse des Verkäufers nochmal per PN zukommen lassen könntest, wäre ich Dir aber sehr dankbar!

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Hat er mir auch schon, der nette Sijun! ;) Man (ich) sollte halt nicht alles verschlampen.

Kritik: Das Bild in Post "11" wird nicht angezeigt. Ebenso eines in Post "10".

Was steht bei Deinen "Mannen" denn als nächstes auf dem Programm? Orks, Monster, Trolle?

bearbeitet von Isegrimm
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