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TabletopWelt

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Nach beinahe 10 Jahren Abstinenz von Warhammer Fantasy Battle bin ich nun aus der Chaoswüste zurückgekehrt und schare nach und nach eine immer größer werdende Bande von wutschäumenden, wahnsinnigen Anhängern des Khorne um mich.

An dieser Stelle könnt ihr bei Interesse beobachten, wie der tobende Kriegshaufen entsteht und wächst - von den bescheidenen Anfängen bis zur aktuellen Streitmacht im Wert von über 2000 Punkten.

Bei der Bemalung habe ich einen gehobenen bis sehr gehobenen Tabletopstandard zum Ziel, und zu meinen Stärken zähle ich auch komplexere Umbauten, ein Auge für Details, und auch Modellierkünste - aber das endgültige Urteil überlasse ich euch!

Meine Inspiration für den Look der Armee (Design, Farbe, Farbtiefe und Kontrastschärfe) ist das Gemälde auf Seite 7 des Armeebuch Krieger des Chaos. Ich bin ein notorische Farbmischer und beschränke mich immer auf eine überschaubare Palette.

Ich bin kein Fan von quietscheroten Rüstungen bei Khorne (oder sonstwo, wo viel Rot verwendet wird) und orientiere mich am klassischen Farbschema für Khorne: Rot, schwarz und messingfarben. Die Rüstungen werden zum größten Teil schwarz beziehungsweise schwarz-metallisch mit scharfen Kantenakzenten in silber. Der Anteil roter Rüstungselemente ist ein Indikator für den Status des Kriegers in den Augen Khornes. Je höher in der Hierarchie er steht, desto größer ist der Rotanteil. Die roten Rüstungselemente erhalten ein dunkles, kräftiges Rot, fast schwarz in den Vertiefungen und Khorne Red an den schärfsten Akzenten. Die Kanten der roten Rüstungselemente sowie alle Verzierungen wie zum Beispiel aufgenietete Runen werden wie abgestumpftes Messing bemalt.

 

 

Als erstes gibt es ein paar Anekdoten zur Nachtstahllegion und einigen Persönlichkeiten der Legion.

 

Zitat
Todfeinde

 

     Tagelang schon folgten sie den Spuren entlang der Schwarzen Zähne - einem schroffen Streifen von scharfkantigen, obsidianfarbenen Felsen, die sich wie die verfaulten Zähne eines gierig weit aufgerissenen Mauls bis zum Horizont erstreckten. Im Norden jenseits der Felsen brodelte finster das Reich des Chaos. Seit Tagen waren sie ohne Kampf und Blutvergießen, und Angh'rel spürte die bohrenden, lauernden Blicke seiner Krieger, die nur auf das kleinste Zeichen der Schwäche warteten, die seinen Tod bedeuten würde. Lange konnte sie die bloße Aussicht auf einen glorreichen Kampf nicht mehr im Zaum halten, selbst hier nicht, so nahe am Dunklen Reich, wo der Blick der Götter physisch zu spüren war.

     Ein zorniges Knurren entkam Angh'rels Kehle, als er im Schatten eines der weit in den revoltierenden Himmel ragenden Felsen auf die malträtierten Überreste einer namenlosen Kriegerbande stieß. Er lief zwischen den am Boden verstreuten Kriegern entlang und musterte ihre Verwundungen. Er kannte das Blutwerk inzwischen zu gut - es war die unverkennbare Handschrift von Seleph de Ray, dem verkommenen Champion des Herren der Gelüste und seinen Höllenpeinigern. Doch etwas war anders als bei den niedergemetzelten Kriegerbanden, auf die sie bei der Verfolgung der Höllenpeiniger in den vergangenen Monden gestoßen waren. Angh'rel ging neben einem verkrümmt am Boden liegenden Krieger in die Knie und lauschte. Aus dem schwarzen Helm drang leise ein rauhes, reibendes und andauerndes Röcheln an sein Ohr. Langsam wurde Angh'rel bewußt, dass dieser Krieger in absoluter Agonie schrie, nur dass er schon tagelang so daliegen mußte, und seine Stimme inzwischen vom andauernden Todesschrei völlig zerstört war. Er erhob sich und nickte seinen Kriegern wortlos zu. Die Klingen der Nachtstahl-Bande bereiteten den Todesqualen der gefallenen Krieger ein schnelles Ende, und das Röcheln aus dutzenden Kehlen, das im Chor wie der eisige Wind klang, verstummte.

    Als die Tat vollendet war dürstete es seinen Kriegern erst recht nach Blut. Langsam umringten sie Angh'rel. Würde dies sein Ende sein, oder das seiner Kriegerbande? Sein Griff festigte sich um den Schaft seiner Axt, und er spürte, wie seine spitzen Zähne sich in seine Lippen gruben und der Geschmack von Blut sich metallisch auf seine Zunge legte. Der rote Nebel begann ihn zu umfangen, als seine Krieger langsam noch, aber entschlossener den Kreis um ihn enger zogen - still und lauernd.

     In diesem Moment drehte sich der Wind aus der brodelnden Schwärze jenseits der scharfkantigen Felsen, und trug flüsternd das Echo einer schrillen, geckenhaften Kakophonie in ihre Mitte. Seine Krieger verharrten, als sie das Geräusch bemerkten, und Angh'rel lauschte ein weiteres Mal angestrengt in dem Versuch, eine Richtung auszumachen. Schließlich richtete er sich aus seiner abwartenden Haltung auf und deutete mit seiner Axt die Flanke des Felsen entlang. Auch seine Krieger vernahmen jetzt deutlich das, was ihn selber bereits mit Abscheu und jede Faser seiner Muskeln mit einem brennenden Verlangen nach Tod und Zerstörung erfüllte: Das ferne, vom Wind verzerrte Jauchzen, Quietschen, Kreischen und aufgekratzte Grölen erregter Anhänger des Slaanesh. Endlich! Seleph war nicht weit, und bald schon würde er in Reichweite von Angh'rels Axt sein.

     Sofort führte er seine Männer wieder an und hielt sie davon ab, einfach in blinder Wut drauflos zu stürzen. Die Anhänger des Slaanesh waren flink und stellten sich nur dann zum Kampf, wenn es ihnen danach beliebte. Also machte es Angh'rel seinen Kriegern vor und lenkte seinen Zorn in Bahnen, um ihn mit größtmöglicher Wucht über seine Feinde zu bringen. Dazu schlichen sie sich im Schatten des Felsen ans Lager der lärmenden Feinde, um so nahe an sie heranzukommen, dass ihren Feinden keine Möglichkeit mehr zum Rückzug blieb. Besonders leise waren sie dabei nicht - Rüstungen und Waffen klapperten, und so mancher seiner Krieger hatte Mühe, im glühenden Haß stumm zu bleiben - doch der Feind war lauter in seiner sinnesberauschten Ahnungslosigkeit.

     Als sie so nahe waren, dass die Luft selber in die Lustlaute der Slaaneshi einzustimmen schien, gab es für die Anhänger des Khorne kein Halten mehr. Mit blutrünstigen, unartikulierten Gebrüll und gnadenlos kreisenden Äxten gingen sie auf die überraschten Feinde los. Angh'rel wurde zufrieden Zeuge, wie zwei der völlig berauschten Krieger des Herrn der Gelüste augenblicklich in Stücke gehackt wurden und mit einem Ausdruck der Ekstase zu Boden gingen, doch andere waren so schnell bei ihren Waffen, dass der Kampf versprach, verbissen zu werden. Ausgezeichnet!

     Seine Zähne knirschten als seine Axt sich mit einem boshaften Fauchen in die rosÍ©farbene Rüstung eines Höllenpeinigers verbiss. Zwei, drei schnelle Hiebe ließen Stahlsplitter durch die Luft fliegen, bis der nächste Treffer schließlich Sehnen, Muskeln und Knochen schmeckte und in einem blutroten Sprühregen den Arm seines Gegners von der Schulter trennte. Ein reflexartiger Rückhandschlag grub sich tief in den sinnlichen Mund eines zweiten Höllenpeinigers, der in Angh'rels Rücken zum Schlag ausgeholt hatte. Angh'rel's Welt war nun tiefrot. Seine Axt knurrte und fauchte unablässig, und jeder seiner Hiebe fällte einen Gegner in einem Schwall aus Blut und einem Regen heißer Funken. Um ihn herum krachte Stahl und hallten Kampf- und Todesschreie vom schwarzen Felsen wieder. Doch wo war Seleph?

     Angh'rel blickte sich um und versuchte den Champion des Slaanesh im blutroten Nebel auszumachen. Hier und dort glaubte er ihn im Augenwinkel erkennen zu können, doch wenn er sich dorthin wandte, war er schon wieder verschwunden. 'Seleph!' brüllte er frustriert, doch sein Brüllen erstickte zu einem schmerzerfüllten Ächzen, als eine scharfe Klinge ihren Weg zwischen zwei Rüstungsplatten fand. Seine Axt hieb reflexartig in diese Richtung, als er sich umdrehte, doch der Champion des Slaanesh war zu schnell für seine Axt. Dort stand er - oder sie? Seleph leckte das Blut von der langen, eleganten Klinge in seiner Hand, und Angh'rel spürte, wie ein beißender Schmerz langsam von seiner Wunde in den Rest seines Körpers kroch.

    Seleph hob seine Klinge in der Verhöhnung eines Kriegergrußes und schlug schnell wie eine Viper zu. Angh'rel hatte Mühe, den Schlag von seinem Ziel abzulenken, da stieß Seleph auch schon wieder zu - und dieses mal traf er. Es war ein Stich, keine große Verwundung, doch der Schmerz raubte Angh'rel beinahe die Sinne, und er ging in die Knie. Er erkannte, dass Seleph zu schnell war. Noch vermochte Angh'rel einen Schmerzschrei unterdrücken, aber wie lange noch? Die Vorstellung, so wie die in endloser Agonie röchelnden Krieger zu enden entflammte seinen Zorn aufs neue. Er beobachtete, wie Seleph ihn umtänzelte, den Moment des nahenden Triumphes auskostend. Angh'rel fasste einen Entschluss. Er konzentrierte alle Kraft, die ihm noch blieb, in seine Arme und machte Anstalten, sich mühsam vom Boden zu erheben.

     Auf diesen Moment schien Seleph nur gewartet zu haben. Er stieß erneut zu, und traf Angh'rel zielsicher unter der Armbeuge. Der beißende Schmerz fraß sich in seine Brust, und Angh'rel schrie dieses mal, was Seleph mit einem erregten Jauchzen erwiederte. Sein Jauchzen wich aber der Überraschung, als Angh'rel die Klinge seines Widersachers zwischen Torso- und Oberarmpanzerung einklemmte und mit dem Panzerhandschuh fest umklammerte. Sein linker Arm vollbrachte gleichzeitig den entscheidenden Hieb und zerschmetterte das rechte Bein seines Gegners, der mit einem freudigen Aufschrei in die Knie ging. Angh'rel biss die Zähne zusammen und erhob sich wieder. Der beißende Schmerz ließ auch nicht nach, als Selephs Klinge aus seiner Armbeuge glitt, doch langsam hob er seine Axt, und ließ sie auf den vor ihm knienden Champion des Slaanesh niedersausen. Stahl brach auf, und Seleph stöhnte erregt in Erwartung des Schmerzes. Angh'rel holte zum nächsten Hieb aus, und zum nächsten, und noch einem. Selephs Lustschreie wurden irgendwann panisch, als die Erkenntnis des drohenden Endes schließlich durch das Rauschen seiner Ekstase drang. Angh'rel aber war taub gegenüber dem erst panischen, und dann wimmernden, flehenden Gekreisch seines Gegners. Seleph wirkte auf ihn bloß wie eine hilflose, gestrandete Meereskreatur, die unter seinen unablässigen Hieben nur stumm den Mund öffnete und wieder schloß, bis sein Leib vollkommen zerstört war.

 

Zitat
Der Pfad des Kriegers

 

    Gunther war nicht weniger erschöpft als die Männer seiner Kompanie, doch er zwang sich, aufrecht zu stehen, anstatt sich auf seine Kampfaxt zu stützen und auszuruhen, wie es seine müden Muskeln verlangten. Seine Männer - Söhne und Väter des Imperiums allesamt - blickten Rat und Hoffnung suchend zu ihm auf; soviele müde Augen in verschmutzten Gesichtern. Er kannte so manche mit Namen, und es waren nicht mehr viele, die noch übrig waren. Entschlossen wandte er seinen Blick von ihnen ab zum Waldrand unter ihnen. Zwischen den Bäumen loderten hier und dort noch Feuer, und inmitten des brodelnden Qualms bot sich das wirre Schattenspiel des Rückzugsgefechtes dar, das dort noch tobte. Gelegentlich zerschnitt das Klirren von Stahl oder ein verzweifelter Todesschrei die gespenstische Stille der Abenddämmerung. Manche seiner Männer erschauderten dabei, doch er fühlte sich nur noch stumpf und taub und verharrte regungslos. Jahr um Jahr hat er seine Kompanie unter dem Banner des Grafen gegen die einfallenden Nordmänner geführt, und der Klang des Kämpfens und Sterbens war ihm in dieser Zeit vertrauter geworden als Gesang und Gelächter.

     Eine Bewegung fuhr durch die Reste seiner Kompanie und riss Gunther aus seinen Gedanken. Etwas am Waldrand hatte die Aufmerksamkeit seiner Männer auf sich gezogen. Aus dem Unterholz dort unten brachen einer nach dem anderen hünenhafte Krieger hervor, die sich am Waldrand sammelten. Seine Männer hatten schon den ganzen Tag gegen die in Felle und Leder gekleideten Nordmänner gekämpft, aber Gunther hatte Vertrauen, dass sie noch einmal gegen die Barbaren bestehen würden. Er kniff die Augen zusammen und wurde mit Schrecken gewahr, dass diese Hünen dort unten aber nicht in Leder, sondern von Kopf bis Fuß in schwarzen Stahl gehüllt waren. Der orangfarbene Feuerschein aus dem Wald, der ihre stählernen Silhouetten scharf umriss, ließ diese Krieger sogar noch größer und finsterer erscheinen. Sie führten ebenfalls Hellebarden, doch ihre Waffen waren grotesk vergrößerte Zerrbilder der Waffen, die seine eigenen Männer trugen. Über ihren Köpfen bewegte sich ein unnatürliches Banner, von dem in der aufziehenden Dunkelheit lediglich zwei Augenschlitze zu erkennen waren, die wie die Glut eines heruntergebrannten Feuers glühten und von einer boshaften Intelligenz erfüllt zu ihm hinauf starrten.
 
     "Schützenlinie!", bellte Gunther in Antwort auf die stumme Herausforderung vom Waldrand. Augenblicklich kam Bewegung in seine Kompanie. Gunther gesellte sich zum Bannerträger der Hellebardiere, die sich um diesen herum formierten. Zur linken Seite des Regiments sah er, wie die Musketenschützen eilig ihre Waffen luden. Unten am Waldrand setzten sich die stahlgepanzerten Krieger in Bewegung. In ihrem Rücken krachte etwas Großes mit einer Wucht aus dem Unterholz, dass ganze Äste splitterten und durch die Luft taumelten. Auf einer monströsen Metallbestie saß ein gepanzerter Reiter, der unverkennbar der Anführer der Krieger sein mußte und nur mit Mühe sein zorniges Reittier zügeln konnte, dessen Hufe tiefe, brennende Furchen in die Erde gruben. "Musketen bereit!" hallte es von links, und Gunther hob die Hand, bereit, das Zeichen zum Feuern zu geben. Er ertappte sich dabei, wie er mit den Zähnen knirschte vor Anspannung. Mit einem solchen Gegner hatte er es noch nie zu tun, doch er hatte schon so manche Schreckensgeschichte gehört, die man sich in den Feldlagern über die Krieger des Chaos erzählte. In diesem Moment wurde ihm bewußt, dass er nicht bereit war, zu sterben. Er würde kämpfen bis zum letzten und diese Nacht überleben!

     Die Krieger des Chaos hatten die Distanz inzwischen halbiert und stürmten nun den Hügel hinauf, die Hellebarden im Anschlag. Ihre blutrünstigen Schlachtrufe verliehen ihnen den Klang von tollwütigen Wölfen. Als die anstürmenden Krieger nur noch ein dutzend Schritte von den Hellebarden seiner Männer entfernt waren, senkte Gunther abrupt seine Hand. Die Luft war augenblicklich vom Krachen der Musketen und Schwaden beißenden Pulverrauchs erfüllt, der jegliche Sicht nahm. Zufrieden hörte Gunther aber das Splittern von Stahl und die zornig aufjaulenden Todesschreie, als die Geschosse ihr Ziel fanden. Nach einem Augenblick tödlicher Stille jedoch stürzten die nachrückenden Angreifer ungebremst aus dem Pulvernebel und schmetterten in Todesverachtung mitten in die Hellebarden seiner Männer. Das Stahlgetöse, Rufen und Schreien war ohrenbetäubend. Der Aufprall sandte eine Erschütterung durch die Formation, die er mit jeder Faser seines Körpers spüren konnte, und in nur wenigen Augenblicken hatten die finsteren Krieger in ihrer Furie die erste Reihe seiner Formation so gut wie zerschmettert und drohten nun, seine Männer in Einzelkämpfe zu verwickeln.

     "Haltet die Formation!", brüllte Gunther gegen den Schlachtenlärm. Neben ihm wandte sich einer der jüngeren Hellebardiere zur Flucht, Panik in den Augen. "Kämpfe, oder stirb!" blaffte Gunther ihn zornig an und stieß den Jungen grob zurück ins Kampfgetümmel. Wenn sie die Flucht ergriffen, so wußte er, würden sie gnadenlos überrannt werden. Der Bannerträger neben ihm wurde vom Wogen des Kampfes so fest gegen Gunther gestoßen, dass er beinahe den Boden unter den Füßen verlor. Um nicht den Halt zu verlieren, stemmte er sich gegen seinen Bannerträger und wandte sich um. Da erkannte er, dass sein Bannerträger keinen Kopf mehr hatte. Hastig griff Gunther nach dem Feldzeichen, bevor es in den Dreck fallen konnte. "Alle Mann zu mir!" Eine handvoll der älteren, erfahreneren Hellebardiere gingen um ihn herum in Formation. "Kämpft! Kämpft! KÄMPFT!!!" brüllte Gunther so laut, dass seine Stimme sich überschlug. Er sah den Jungen, den er zurück in den Kampf gestoßen hatte, wie er mit einem gewagten Schlag seiner Hellebarde einem in schwarzen Stahl gehüllten Krieger, der ihn um zwei Köpfe überragte, die Beine zertrümmerte. Der fallende Krieger riß den Jungen mit sich zu Boden und Gunther wurde Zeuge, wie er mit seinem Panzerhandschuh auf das Gesicht unter ihm einschlug, wieder und wieder, bis nichts mehr vom Antlitz des Jungen übrig war als blutige Knochensplitter in einem zerbeulten Halbhelm. Erst dann brach der Krieger tot über seinem Bezwinger zusammen.

     Als Gunther sich umblickte erkannte er, dass sie den ungestümen Ansturm der Chaoskrieger fürs erste gebremst haben. Aber zu welchem Preis! Sie brauchten Unterstützung, oder sie würden aufgerieben werden. Er drängte sich hinter der kämpfenden Frontlinie entlang und schrie nach dem Musiker. Gunthers Rufen wurde erhört, und sein Musiker löste sich aus dem Kampfgetümmel. "Geb' das Signal für Verstärkung!" befahl er knapp und nahm sogleich den Platz seines Musikers in der Kampflinie ein. Der helle Trompetenton hallte mehrfach über den Kampflärm in die Abenddämmerung hinaus. Gunther hoffte, dass noch kampffähige Regimenter in Hörweite waren und ihnen zu Hilfe eilen konnten. Wie als Antwort auf das Signal schmetterte plötzlich etwas brutal in die Flanke der Formation. Eine handvoll seiner Hellebardiere wirbelten schreiend durch die Luft, bevor ihre zerschmetterten Leiber in die eigenen Männer krachten. Dort, wo sie vorher gestanden haben, klaffte nun eine gefährliche Lücke in der Flanke, und darin thronte der in rot gepanzerte Anführer ihrer Gegner auf seiner metallenen Monstrosität wie eine blutige Axt in einer tiefen Wunde.

     Entsetzen gesellte sich nun zur Ermüdung seiner Männer und raubte ihnen den Mut. Sie wandten sich zur Flucht und wurden einer nach dem anderen gnadenlos niedergemacht. Einige kämpften tapfer weiter, aber ihre Verzweiflung war dem rasenden Wüten ihrer Gegner nicht gewachsen. Über das Gemetzel hinweg traf Gunthers Blick auf den des gegnerischen Anführers - einem dunklen Glühen wie das zweier kleiner Kohlestücke in einem pechschwarzen Helm. Der Anführer schlug mit seiner bluttriefenden Axt gegen seine gepanzerte Schulter und hob seine Waffe zum Kriegergruß in Gunthers Richtung. Gunther erwiderte den Gruß mit grimmiger Entschlossenheit, und stürmte mit erhobener Axt auf seinen Gegner zu. Keiner der Krieger des Chaos stellte sich ihm in den Weg, und ihr Anführer setzte sein höllisches Reittier in Bewegung, um seinen Angriff zu erwidern. "STIRB!" brüllte Gunther, als er den Messinghufen des Monsters auswich und einen gekonnten Schlag gegen den Waffenarm seines erhöhten Gegners ausführte. Der erwiderte den Hieb mit einem ungestümen Gegenschlag und durchtrennte den Schaft von Gunthers Kampfaxt, bevor sein Hieb sein Ziel finden konnte. Die Wucht des Gegenangriffs trieb den Anführer aus Gunthers Gesichtsfeld. Als er sich schnell umdrehte, erwischte ihn der augenblickliche Rückhandschlag seines Gegners stumpf aber brutal am Helm. Gunther taumelte...

 

 

     * * * * * * * * * *


     ...und sah sein eigenes Blut spritzen, elendig langsam, und es riss den Vorhang der Welt beiseite, wie er sie kannte. Gunther fing seinen langsamen Sturz mit seinen Händen ab und landete auf seinen Knien. Die Erde unter ihm war blutgetränkt, und aus dem blutigen Morast ragten überall zersplitterte Waffen, Helme, zerfledderte Standarten, und die Schädel und Knochen zahlloser Gefallener. Die Luft selber schmeckte metallisch, und der Himmel über ihm schimmerte im finsteren Rot und Schwarz der in ewigem Streit tobenden Wolken. Als Gunther sich ächzend erhob erkannte er, dass blutiger Dunst an seiner Rüstung kondensierte und sich in dünnen Rinsalen sammelte. Das Schlachtfeld erstreckte sich in alle Himmelsrichtungen, und aus der Ferne drang der Klang von Kriegshörnern und Trommeln an sein Ohr. Gunther bemerkte, dass er sich auf einem Pfad befand, der über das Feld aus Knochen, Schädeln und Trümmern führte. Er sah die Kämpfe und Schlachten, die hinter ihm lagen. Er sah die Überreste der Feinde, die er im Namen des Imperiums erschlagen hat. Für Sigmar. Als er weiter zurückblickte sah er, wie er sich mit seinem älteren Bruder im Kampf mit Holzstöcken gemessen hatte. Und noch weiter zurück sah er die Schlachten aus lange vergangenen Zeiten, von denen sein Großvater ihm an langen Winterabenden erzählt hatte. Der Kampflärm drang an seine Ohren - und das Rufen. Für den König! Für das Imperium! Für Sigmar! Der Wind riss die Rufe von den Lippen unzählbarer und längst vergangener Krieger und Soldaten, und verzerrte sie in ein archaisches Heulen und Bellen, das den Himmel erfüllte, sich dort zu einem Gewittergrollen verdichtete und schließlich guturale Worte formte - ein irres, wahnsinniges Dröhnen, das sich immer und immer wieder wiederholte, bis in alle Zeiten: Blut für den Blutgott! Schädel für seinen Thron!

     Gunther bemerkte, dass er nicht mehr alleine war. Der letzte Soldat aus seiner Kompanie stand an seiner Seite. Die Krieger des Chaos hatten sie umringt und schienen auf etwas zu warten. Sie strahlten hell in diesem Reich des Blutvergießens. Manche flackerten, andere glühten. Doch sie alle wurden überstrahlt von einem beständigen, weißblendenden Gleißen. Gunther hob seine Hand, um seine Augen vor dem schmerzenden Licht zu schützen, und da erkannte er für einen Moment die Silhouette des Anführers der Krieger des Chaos inmitten dieses Gleißens. Der verharrte regungslos und starrte Gunther aus seinem schwarzen Helm an. Gunthers Waffenbruder an seiner Seite schien von alledem nichts mitzubekommen und hielt schützend sein Schwert vor sich, wissend, dass dies seine letzten Momente in dieser Welt sein würden. Gunther hob die runenverzierte Axt eines gefallenen Kriegers des Chaos auf. Er würde nicht kampflos sterben! Als er die Axt aufhob, begann seine Hand hell zu flackern. Der Anführer der Krieger des Chaos kam langsam auf die beiden zu, und Gunthers Griff festigte sich um seine Axt. Sein Waffenbruder wendete sich ihm zu, und flüsterte mit ruhiger, gefasster Stimme: 'Für Sigmar!' Doch der Wind riß die Worte von seinen Lippen und erstickte sie im Bellen und Jaulen über ihnen. Die Wahrheit zersplitterte Gunthers Verstand, und er lachte, lachte wie ein Wahnsinniger. Seine Welt zersprang, und sein Zorn rang den törrichten Mann nieder, der er einst war. Ein letztes Schluchzen entkam ihm, bevor das Dröhnen, Jaulen und Heulen seinen Geist für immer erfüllte. 'BLUT FÜR DEN BLUTGOTT!' brüllte er, und grub seine neue Axt in das Gesicht seines einstigen Waffenbruders, der mit einem Ausdruck des Verrats zu Boden ging.

     'Schädel für seinen Thron!' hörte Gunther zum ersten Mal die Stimme seines neuen Anführers hinter ihm, tief und klar. Als er dem letzten Mann seiner einstigen Kompanie den Kopf von den Schultern nahm, glitt Gunthers Blick nocheinmal über das ewige Schlachtfeld. Abertausende gefallener Krieger starrten ihn aus ihren leeren toten Augenhöhlen an. Dann kehrte er zurück in die Welt der Sterblichen.

 

 

Die komplette Nachtstahllegion in ihrer aktuellen Pracht (aktuell um die 2200 Punkte):

 

Army1.jpg

 

Army2.jpg

 

 

Angh'rel, der Unbesungene - Kriegsherr des Khorne und Anführer der Nachtstahllegion:

 

1Anghrel.jpg

 

 

Die Hellebardiere der Nachtstahllegion, angeführt von Angh'rel's Bannerträger, dem stummen Herold:

 

2Warriors_3.jpg

 

 

Die Großklingen der Nachtstahllegion, angeführt von Gunther, dem Verräter:

 

3Warriors.jpg

 

 

Die Ritter der Nachtstahllegion:

 

4Knights.jpg

 

 

Die Oger der Nachtstahllegion:

 

5Ogres.jpg

 

 

Der Streitwagen der Nachtstahllegion:

 

6Chariot.jpg

 

 

Der Riese der Nachtstahllegion:

 

7Giant.jpg

 

 

DANKSAGUNG

 

So ein Projekt nährt sich auch stark von den Ideen, Anregungen, und der Hilfe anderer Hobbyisten oder einfach nur Zaungucker. Aus diesem Grunde an dieser Stelle jetz mal ein großes Danke an die Mitverfolger, Anreger, Kritiker, In-den-Arsch-Treter, Unterstützer und Lober - ohne euch sähe hier nichts so aus wie es ist.


Besonderer Dank gilt:

Devilz_Advocate

Für seine Imperiums- und Trophäenbitz, die als Schlachtmüll nun auf den Bases der Armee eine neue Halde gefunden haben.

idrawl

Der meine überzähligen Moloche gerne in den weiten Steppen seines Armeeprojektes grasen lässt, und im Gegenzug seine Schädelbrecher-Reiter in dieses Armeeprojekt als Kriegerfussvolk strafversetzt hat.

Dizzyfinger

Der mir nach Sichtung meines Projektes einfach mal ein paar coole Bitz zukommen lassen hat. Dafür werde ich mich noch angemessen revanchieren!

 

bearbeitet von Zavor
Anpassung der Threadtags
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Super, dass Du das Projekt so schnell gestartet hast.

Abo, ein Daumen hoch für die Krieger und ein WOW!!! für das Banner :)

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Einen weiteren Anhänger hast du in mir gefunden, da bleibe ich auf jeden Fall dran. Das Banner macht einen großartigen Eindruck und ich bin auf die gesamte Armee später sehr gespannt!

Cheers,

Jaensch

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Das Banner macht einen großartigen Eindruck und ich bin auf die gesamte Armee später sehr gespannt!

Dem schließ ich mich an- das Banner ist erste Sahne :ok:

Die Verziehrungen an den Rüstungen passen und gefallen auch- am meisten gefällt mir von denen der Champion.

Also ich werde auf jeden Fall dranbleiben :)

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Erstmal Danke an euch alle für das Interesse und das positive Feedback - das hebt die Motivation und Begeisterung die man einfach braucht, um ein solches Projekt durchzuziehen! :ok:

Sind die Hellebarden von den Demis?

Nein. Die Hellebarden bestehen aus verschiedenen Teilen: Die Stangen sind aus Speerschäften der Dunkelelfenkrieger, die Axtblätter mit dem rüstungsbrechenden Dorn auf der gegenüberliegenden Seite sind die Axtköpfe aus den Chaoskrieger Gussrahmen, und die Stoßspitzen sind die Spitzenbits aus dem Chaoskrieger Gussrahmen.

Die Khornerune über dem Chaosstern an der Standarte besteht aus mehreren Bogenelementen der Dunkelelfen Repetierarmbrüste mit einem von einem Chaoskrieger Axtblatt heruntergeschälten kleinen Schädelornament in der Mitte (so kommen auch die 4 kleinen Schädelornamente an die 'Axtklingenhörner' des Einheitenchampions - der besteht übrigens insgesammt aus mehr als 30 Einzel- und Kleinteilen, die ich zusammengeschustert habe...)

Jetzt warte ich noch auf meinen Khornegeneral auf Moloch, der sollte heute oder morgen endlich geliefert werden (bestellt letzten Montag), den werde ich nämlich als nächstes bemalen, denn ich fange immer gerne mit dem Kopf der Armee an, um eine Messlatte für die Armee zu legen. Hoffentlich ist der Guss (Finecast - bibber...) in Ordnung!

Grüße,

Euer Alex

bearbeitet von Zweiundvierzig

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Du hast im KdC Bereich die Latte ja schon hoch angesetzt - und sie anscheinend gekonnt überspringen. Die Jungs sind wirklich gut geworden! Tut sich noch was an der Standarte? Grad die Köpfe und Bronzeaufsätze auf bzw. neben dem eigentlichen Banner sehen noch unfertig aus. Dieselbe Frage zu den Bases - tut sich da auch noch was? :)

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Du hast im KdC Bereich die Latte ja schon hoch angesetzt - und sie anscheinend gekonnt überspringen. Die Jungs sind wirklich gut geworden! Tut sich noch was an der Standarte? Grad die Köpfe und Bronzeaufsätze auf bzw. neben dem eigentlichen Banner sehen noch unfertig aus. Dieselbe Frage zu den Bases - tut sich da auch noch was? :)

Ja, die Jungs sind fast fertig, wie über den Bildern (nach meiner Textwand...:D) geschrieben. Ich dachte ich poste sie schonmal so, damit ihr sehen könnt, was ich meinte und wohin die Reise geht.

Wenn das Regiment (oder wenigstens die zweite Reihe) fertig ist, gibt's neue Bilder. Dazwischen aber sehr wahrscheinlich erstmal vom General. :)

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Schön, schön. Mal schauen wies hier so weitergeht. Khorne ist immer gut.

Würd mich noch über größere Bilder freuen.

Ich find die Figuren schon mal sehr interessant, werd aber trotzdem bisschen Kritik dalassen. ;) Wenn auch konstruktive!

Das Farbschema kann funktionieren, sogar ziemlich gut, denk ich. Du hast ja geschrieben, dass die Minis noch in Arbeit sind, aber was mich besonders stört sind die Bases (oder besser gesagt das vom Champion).

Du hast mehr oder weniger ein 2 farbiges Schema (Rot und Braun). Den Ansatz find ich gut, hab ich selber auch so ähnlich und kann richtig geil ausschauen. Aber bitte, bitte mach die Bases nicht auch braun. Auch wenn du nur eine sehr eingeschränkte Farbpalette verwenden willst, brauchts bei den Bases doch einen stärkeren Kontrast zur restlichen Mini. So kann man Base und Mini nicht wirklich voneinander abgrenzen und das Gesamtergebnis wirkt für den Betrachter sehr unruhig.

Die Umbauten find ich bis jetzt sehr gelungen und gut umgesetzt. Bin gespannt auf die Fackel-Idee. Meiner Meinung nach würden die Flammen beim bestehenden Typen noch etwas größer und lodernder besser wirken.

Die Standarte ist echt toll geworden, bin beeindruckt.

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Ist konstruktive Kritik nicht die einzig legitime? ;)

Bei den Basen gebe ich Dir Recht - ich bin noch unentschlossen. Ich denke ich sollte sie heller machen, ich möchte aber keine Schneebases machen. Vielleicht heller mit ein paar Bücheln vertrocknetem Gras...

Das ruft nach Workshopping (ich meine damit nicht unbedingt Einkaufen im Games Workshop :D).

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Uuuuuh...ich bleib hier mal dran, das verspricht, gut zu werden!

Gefällt mir zumindest soweit gut. Die Umbauten, v.a. Champion und Standarte, sind charaktervoll und passend sowie handwerklich sauber umgesetzt.

Beim Farbschema bin ich gespannt - an den Rüstungen hab ich nichts auszusetzen,

aber du musst aufpassen, dass du dich vielleicht besser für kontrastierende Bases entscheidest und mit den Brauntönen.

Beim Fell an den Mänteln funktioniert das so gut, die Handschuhe und sowas hätte ich viel dunkler gehalten - erster Gedanke war schwarz, aber wenn die Mäntel/Umhänge schwarz sind wird das schnell zu viel. Dann würde ich auf ein dunkles Braun gehen,

schau dir bei Gelegenheit mal die GW Farbtöne "Mournfang Brown" (wahrscheinlich zuviel Rotanteil) und "Dryad Bark" an, gerade letzteres, evtl. etwas abgedunkelt und dann entsättigt mit grau gemischt akzentuiert, könnte dem Farbschema zuträglich sein.

Probier das doch mal aus.

Das funktioniert so durchaus auch und sich an den Artworks im Buch zu orientieren find ich gut und löblich, aber diese gelbbraunen Töne sind farblich recht nah an deinen messing/goldenen Rüstungskanten.

Ansonsten solltest du zumindest mit dem Base-Schema und sehr bleichen Knochen gegensteuern. Sind mal wieder Minis, die man live sehen und in die Hand nehmen müsse, um das Farbschema vollends beurteilen zu können.

Aber schöner Start für ein Chaosprojekt, freu mich schon auf den Molochgeneral.

Hier würde es mich freuen, wenn du ich am Studioschema von GW orientieren würdest,

das ist sagenhaft.

Ach ja:

Bin gespannt auf die Fackel-Idee. Meiner Meinung nach würden die Flammen beim bestehenden Typen noch etwas größer und lodernder besser wirken.

Finde ich auch. Gute Idee, aber die Flammen dürften ruhig etwas höher lodern.

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Beim Fell an den Mänteln funktioniert das so gut, die Handschuhe und sowas hätte ich viel dunkler gehalten - erster Gedanke war schwarz, aber wenn die Mäntel/Umhänge schwarz sind wird das schnell zu viel. Dann würde ich auf ein dunkles Braun gehen,

schau dir bei Gelegenheit mal die GW Farbtöne "Mournfang Brown" (wahrscheinlich zuviel Rotanteil) und "Dryad Bark" an, gerade letzteres, evtl. etwas abgedunkelt und dann entsättigt mit grau gemischt akzentuiert, könnte dem Farbschema zuträglich sein.

Probier das doch mal aus.

Das funktioniert so durchaus auch und sich an den Artworks im Buch zu orientieren find ich gut und löblich, aber diese gelbbraunen Töne sind farblich recht nah an deinen messing/goldenen Rüstungskanten.

Ansonsten solltest du zumindest mit dem Base-Schema und sehr bleichen Knochen gegensteuern. Sind mal wieder Minis, die man live sehen und in die Hand nehmen müsse, um das Farbschema vollends beurteilen zu können.

Danke für das Feedback. Die Fotos sind nicht so perfekt (Blitzlicht) und den Fotos nach stimme ich Deinen Vorschlägen zu. Gut für mich ist, dass die Handschuhe, Stiefel und Gürtel in Natura ein dunkleres, desaturiertes Braun haben. Ich werde demnächst mal richtig gute Fotos bei nem Kumpel machen, der ne richtige Profikamera und Ausrüstung hat.

Good News: Mein Khorne General auf Moloch ist gerade angekommen. :yeah: Ich muß Glück haben, nach allem was ich schon Schlechtes über Finecast gehört habe. Meine Valkia hatte so gut wie keine Gussgrate und keine Fehler, nur der Speer war leicht gebogen, was leicht zu beheben war.

Der Guss des Khorne Generals auf Moloch ist nach genauerer Inspektion so gut wie perfekt: Keine verbogenen Teile, keine Fehler oder Blasen, und so gut wie keine Gussgrate. Hut ab! :ok:

So, jetzt wird gebastelt...

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Nach zwei Wochen unfreiwilligem Hitzefrei vom Bemalen gehts nun endlich wieder voran. Der Armeegeneral nähert sich der Fertigstellung. Mit dem Foto bin ich immer noch nicht so zufrieden, ich denke, ich brauche eine Lightbox (indirektes Rundumlicht) für richtig gute Fotos. Aber es vermittelt einen Eindruck davon, wie das fertige Modell nächste Woche aussehen wird.

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bearbeitet von Zweiundvierzig

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Nochmal ein close-up vom General (fertig) und ein Fototest, der mir ganz gut gefällt - die Farben im Foto sind nun nicht mehr so überbelichtet wie bei den Fotos von den ersten Kriegern, sondern ganz nah am Original. Jetzt fehlen noch die finishing touches am Juggernaut und das Base, und das Modell ist fertig. Ach ja, das Schild und die Axt fehlen auch noch.

attachment.php?attachmentid=215008&d=1376309543

post-43358-1394927312011_thumb.jpg

bearbeitet von Zweiundvierzig
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Bisher gibts da nichts zu beanstanden, klassisches Farbschema sauber umgesetzt.

Das wird ein eindrucksvoller General und wenn du so weitermachst ein weiteres tolles Chaosprojekt hier im Forum.

Hau weiter rein!

PS: Wenn ich Zeit gefunden habe, meine Tzeentchianer mal weiterzumalen, würden die sich glaube ich gerne mal mit ihren "Erzfeinden" prügeln.

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Kann ich mich nur anschließen: toll. :ok:

Ich mag die Goldumrandungen der Rüstungen echt gern. Hat definitiv was.

Wenn du dich nicht schon zu sehr drauf verfahren hast, was denkst du über etwas düstereres Gold? Bei der Rüstung geht das klar, aber beim Helm ist mir das fast zu 'elfisch' hell. Noch mal ordentlich mit Schwarz drüber und die Mini ist gleich noch ein Stück bedrohlicher. :bking: So als Vorschlag.

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@Aquila: Wenn du den Molochreiter meinst mit dem Gold, ich denke das sollte so bleiben, damit man bei all den Details und Farben durch solche Helligkeitsunterschiede einigermaßen Fokus in den Gesichtsbereich bekommt.

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Ja, da bin ich derselben Meinung wie Devilz_Advocate. Das Rot und das 'Messing' beim Reiter ist etwas leuchtender als beim Moloch, und das Gold/Messing soll ja als Kontrast zum dunklen Rot die Formen der Rüstung hervorheben. Mit einem stumpfen Gold/Messing meine ich nicht die Helligkeit, sondern die Leuchtkraft (oder das Fehlen derselben) - ich hoffe, dass meine Worte Sinn haben...

Heute habe ich das Halsband des Molochs und den Kopf bemalt. Da ich die Platten und großen Elemente des Kopfes komplett in Messing mache, stumpfe ich das flächig sehr dunkel ab (so ein wenig NMM auf True Metal). So sind die oberen Teile der vertikalen Flächen hell, und die unteren dunkel mit einem Verlauf von hell/glänzend zu dunkel/stumpf). Ich denke, ich werde in den nächsten Tagen endlich fertig mit dem Teil (ich peile Donnerstag als Tag der Fertigstellung an). Der General ist halt schon sowas wie ein Centrepiece und macht 425 Punkte, da sollte man meiner Meinung nach auch etwas länger dran rumpinseln. :D

@Devilz_Advocate: Ja, man kann gerne mal eine Prügelei unter unseren Minis für die Zukunft ins Auge fassen, Giessen und Frankfurt sind ja nicht gerade eine Weltreise. Erzfeind? Ja zugegeben, Khorne ist wahrscheinlich der unter den vier Großen, der am wenigsten mit den anderen klarkommt...

Slaanesh: Killt ihn/sie/es!

Tzeentch: Igitt, alles Hexer!

Nurgle: Träger Sack!

Oh man, Archaons Kriegsrat muß wirklich eine stressige Angelegenheit sein... :lach:

bearbeitet von Zweiundvierzig

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Joa, mit Helligkeit meine ich bei Metall natürlich die Stärke der Lichtreflexion - in jedem Fall macht es wenn überhaupt dann bei diesem Modell v.a. im oberen Bereich des Reiters Sinn, um einen Fokus zu bestimmen.

Ich ziehe demnächst etwas näher Richtung Frankfurt, es biedert sich also fast an.

Hätte ich Spaß dran. Würd ich aber gerne erstmal bisschen was bemalt haben.

Aber gerade Spiele gegen schon bemalte Armeen anderer Chaosgötter wären da was sehr schönes fürs Auge (und Fluffbunnies wie mich).

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Ich ziehe demnächst etwas näher Richtung Frankfurt, es biedert sich also fast an.

Hätte ich Spaß dran. Würd ich aber gerne erstmal bisschen was bemalt haben.

Yupp, ich spiele auch lieber mit/gegen bemalte Armeen. Man kann ja auch erstmal kleinere Spiele ins Auge fassen und hat dann immer ein Ziel vor Augen.

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Oh man, Archaons Kriegsrat muß wirklich eine stressige Angelegenheit sein...

:verbot: Ich verweise gerne auf die Fan- Fiktion "Markus der Madige"- die Streitereien untereinander lässt man beiseite, wenn man dem Chaos ( und vor allem den Auserählten des Chaos) dienen kann. :ok:

Auserdem hat Archaon alle Male, also kann er die Streiterein ganz einfach beenden. :chaos:

@Treffen

Also ich hoffe wirklich das das Treffen zu stande kommt, und hoffe auch auf Schlachtberichte. :ok:

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Meine Meinung ist im Prinzip zwar unerheblich, weil GW machen kann was sie wollen, aber ich halte die Idee von einem Anhänger des Chaos mit ALLEN Malen für nicht besonders durchdacht.

Ein Mal ist etwas, was man nicht einfach nur bekommt, sondern was man durch die Ausrichtung seines Lebens auf die Ideale einer Chaosgottheit auch erlangt, es funktioniert also immer in beide Richtungen.

Die Nordmänner der Warhammer Welt glauben an alle Chaosgötter, und die Mehrheit wird wohl unentschieden sein und huldigt jeder Gottheit in passenden (oder unpassenden) Lebenslagen. Sich EINER der Gottheiten zu verschreiben kann dazu führen, das Mal dieser Gottheit zu erlangen. Ein Nordmannkrieger zum Beispiel glaubt an alle vier Götter. Jetzt kann er sich zum Beispiel bewußt entscheiden, seine Existenz Khorne zu verschreiben. Er hört deswegen nicht auf, an die anderen zu glauben, aber er richtet seine Existenz, Entscheidungen und Verhaltensweisen auf die Ideale aus, die Khorne gefällig sind. Dazu gehört zum Beispiel das Bestreben, jeden Tag das Blut würdiger Gegner zu vergiessen, am Besten von anderen (ebenbürtigen) Kriegern, oder das von Magiern und Hexern, denn er hasst diese so wie sein Schutzpatron. Das Schlachten von Babys und anderen Wehrlosen gefällt Khorne nicht (was so manche Fluff-Schreiber wohl zu vergessen scheinen), also sollte er sich hüten, Khorne Babyschädel zu opfern, sonst hat er bald Bluthunde am Arsch kleben. Khorne schätzt Initiative und Wagemut, und hat für verkomplizierte Pläne nichts übrig, genausowenig wie für Intrigen oder Ablenkungen, zum Beispiel fleischliche Gelüste. Das Handeln von Khorne Anhängern ist stets nach außen gerichtet. Auch das Quälen von Bezwungenen ist Khorne nicht gefällig, da dies doch nur dem eigenen (sadistischen) Lustgewinn dient, und das ist ja zum Beispiel Slaaneshs Domäne.

Wenn ich mir nun überlege, dass Archaon ALLE Male hat, müsste er eigentlich ein nicht mehr funktionsfähiger Vollschizo sein, der tägliches Blutvergiessen gepaart mit einer brutalen Kriegerehre verfolgt und Magier sowie Hexer hasst und Magie sowie Hexerei verachtet, aber gleichzeitig selber Magier ist und Hexerei anwendet, und es bevorzugt Gegner mit List und Intrigen zu bezwingen und niemals in Stagnation und Hoffnungslosigkeit zu fallen, gleichzeitig aber Kraft aus Hoffnungslosigkeit und der Erkenntnis, das alles einmal endet gewinnt, und...

...Worauf ich hinaus will: Zu glauben, dass das Mal eines Chaosgottes nichts weiter als ein einfacher Effekt ist wie ein Rettungswurf (ja, wenn du stolperst und ein Tzeentchanhänger bist rettet dich Tzeentch vor dem Hinfallen - ist alles so geplant ;)), oder eine Fliegenwolke, bedeutet sehr oberflächlich zu bleiben. Was wirklich passiert ist, dass sich vor allem die Psyche und die Persönlichkeit eines Anhängers, der sich einem der Götter verschreibt, ins Extreme verzerrt und zu einem Spiegel für die Urängste, -ambitionen und -gefühle wird, die die jeweilige Gottheit verkörpert (siehe die spieltechnische Umsetzung der Male des Khorne und des Slaanesh). Das ist es auch, was letztendlich zu dem Thema der verdammten Seelen führt. Die ganze Metaphysik ist in den beiden alten Realms of Chaos Wälzern wirklich toll nachvollziehbar vermittelt worden, und nur eine extreme Verwässerung dieses Inhalts lässt ein unplausibles Konstrukt wie Archaon überhaupt zu. Deswegen kann der Herr der (l)ätzenden Tage mir gerne gestohlen bleiben. :notok:

Sorry für die Textwand, aber wenn man im Kontext der Warhammer Welt mal über die Bedeutung der Chaosgötter und ihrer Anhänger über bloße Spieleffekte hinaus nachdenkt kommt man beim Armeekonzept nur zu zwei wirklich funktionierenden Ergebnissen: EINE Gottheit für die ganze Armee, oder KEINE Gottheit für die ganze Armee. :D Ich will damit NICHT sagen, dass Mischungen spieltechnisch Unsinn sind, ich finde es nur sehr schade, dass die fluffmißachtenden Armeen in denen zum Beispiel Khorne Krieger neben Slaanesh Kriegern latschen spieltechnisch stärker sind als wirklich flufforientierte Armeen, die nur einer Gottheit (oder keiner im speziellen) folgen.

So, das waren die Nachtgedanken eines notorischen Fluffbunnies :lach:

Peace, äh, sorry Khorne - ich meine natürlich... KRIEG!

(Hoffentlich liest die Inquisition nicht mit - aber wer rechnet schon mit der, besonders der spanischen?)

bearbeitet von Zweiundvierzig

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@zweiundvierzig,

also erstmal zu deiner Textwand- deine Aussagen sind logisch aufgebaut und man kann ihnen folgen. Erstmal vorweg, leider habe ich die Realms of Chaos- Bücher nicht, also kann ich diese nicht "nutzen". Ich habe nur das Armeebuch der 7. und 8. Edition gelesen und kann diese demenstsprechend nutzen.

Aber das Motiv des "Ewig Auserwählten" ist eigentlich nicht neu. Archaon ist nur der "neuste" Erwählte. Voher gab es unter anderem Asavar Kul. Wie du bereits gesagt hast, ist das Mal eine Manifestation, dass man sich einem Gott verschreibt und damit sein Leben danach ausrichtet. Aber was ist, wenn man sich nicht einem Gott verschreibt, sondern allen- was sich als "Mal des (ungeteilten) Chaos" manifestieren würde. In der 6. Edition, glaub ich, bestand ja die Möglichkeit, das "Mal des ungeteilten Chaos" zu "vergeben". In der 7. Edition gab es ja diese Möglichkeit nicht mehr- etweder EIN Got oder KEIN Gott. Und eigentlich trägt Archaon weder das Mal des Khorne, Tzzentch, Nurgle, Slaanesh. Seine erste Prüfung war das Mal des (ungeteilten) Chaos zu erhalten. Damit beteurte der ehemalige Sigmarpriester seinen alten Glauben abzuschwören und an die Chaosgötter zu beten. Mit seinen Taten stieg er in der Gunst aller Götter. Man muss nämlich sehen, welche Ziele verfolgt Archaon damit. Er will nicht wie andere Krieger in den Dämonenstand erhoben werden. Dies wäre am "einfachsten", wenn man sich einem einzigen Gott verschreibt. Nein, Archaons Zeil ist die Vernichtung der zivilisierten, und in seinen Augen verschweichlichten, Welt. Dies kann er aber nicht mit nur einer Gottheit bewerkstelligen, sondern nur mit allen. Es geht ihn um das Chaos allein und nicht sich nur einem Aspekt zu verschreiben.

Aus diesem Grund ist die Wahl des Mals des ungeteilten Chaos besser gewählt als nur einen Gott. Auch soll mit Archaon unterstrichen werden, dass das übergeordnete Ziel sein sollte, die Welt ins Chaos zu stürzen- nicht sich durch Bruderkriege zu schwächen. Doch ein Khorne- Krieger würde noch niemals einem Champion mit dem Mal des Tzeentch oder des Slaanesh gehörchen und umgekehrt genauso.

Daher war die einzig logische Variante ihm das einheitliche Male des Chaos zu geben, um seine Sonderstellung zu unterstreichen.

PS: Ich wollte eigentlich keine Disskursion über Archaon starten...

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Kein Problem, Xeral. Ich bin halt ein die-hard Anhänger der alten Feindschaften und Rivalitäten zwischen den Chaosgöttern, aber betrachte die Angelegenheit trotzdem immer mit einem Augenzwinkern ;):D. Im Prinzip gibt es keinen Grund zur Diskussion, und ich begrüße unterschiedliche Meinungen, auch zu Dingen im Fluff des Hobbies. Ich überspitze auch gerne mal ironisch meine Meinungen, ist aber nie böse gemeint, falls das jetzt so rüberkam. :)

Das mit dem ungeteilten Chaos für Archaon kann ich akzeptieren und so macht es auch Sinn, blöd ist eben nur, dass er spieltechnisch die Male aller vier Götter bekommt, und außerdem heutzutage Krieger des Khorne neben Kriegern des Slaanesh latschen können (oder Krieger des Tzeentch neben denen des Nurgle). Ich finde halt, da geht viel Charakter verloren, und gerade für den habe ich die verrückte Warhammer Welt doch lieben gelernt. Umso mehr freut es mich, dass es augenscheinlich immer noch sehr viele Spieler gibt, die ihre Armeen am Fluff ausrichten anstatt sich nur an spieltechnischen Vorteilen zu orientieren (und an letzterem ist letztendlich auch nichts auszusetzen). :ok:

Edit möchte noch hinzufügen:

Zur Zeit der Realms of Chaos Bücher gab es meiner Erinnerung nach (und ich habe mich mit denen ausgiebig beschäftigt) noch keinen Auserwählten aller vier Götter (sicher nicht als Figur mit Spielwerten und Sonderregeln). Wenn es einen Einfall des Chaos gab dann deshalb, weil sich das Reich des Chaos von den zerstörten Warptoren an den Polen ausgedehnt hat und so die Stämme, Chaoskrieger und Kriegerbanden vor sich her gen Süden trieb. Bei einem solchen Ereignis haben sich Banden und Stämme, die demselben Schutzpatron oder einem der beiden tolerierbaren folgten sicher auch verbündet, und es sind so auch größere Chaosarmeen entstanden. Diese Variante gefällt mir persönlich auch viel besser, weil sie das Chaos als eine ziellose zerstörerische Urgewalt darstellt. Aber DAS ist eben Geschmackssache, nun da GW diesen Aspekt mit dem Auserwählten geändert hat.

bearbeitet von Zweiundvierzig

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