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Shadowrun 5. Edition


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Mit entsprechenden Techniken, Geräten und Expertenwissen ist es durchaus vorstellbar, dass so etwas dann "on the fly" gemacht wird. Wobei man eben auch nicht immer erfolgreich ist. Genau das wird durch die Regeln dargestellt.

...und je eher so etwas eben ohne große Vorbereitung und alles möglich ist, desto mehr wird der Bedarf nach Möglichkeiten wachsen, eben dies zu unterbinden. Sei es nun durch Abschirmung, kompletten Verzicht auf Wireless-Kram oder ähnliches. Shadowrunner sind ja nicht der Nabel des Universums; Polizei- und Sicherheitskräfte haben auch Bedarf sich vor solchen Tricks zu schtzen.

Letzten Endes landen wir nur wieder bei einer Frage des Wettrüstens.

Hintergrundtechnisch ist es auch absolut plausible das:

1) die großen Konzerne jede kleine Firma die so etwas macht sofort einstampfen würden.

2) das der Aufwand Cyberware zu produzieren so groß ist, dass sich eben niemand ausser großen Konzernen da rantrauen kann. Es kann auch jetzt niemand plötzlich anfangen Prozessoren zu bauen um Intel und AMD konkurrenz zu machen weil die notwendigen Investitionen nur von einem wirklich großen Konzern gestemmt werden könnten.

1) Nope. Die großen zehn sind mächtig. Aber nicht so mächtig, dass sie mal eben jeden vom Markt fegen konnten. Allein die bereits offiziell ausgearbeitete Konzernwelt ist einfach zu groß, als dass so etwas klappen könnte.

2) Die reine Produktion von Cyberware ist schon viertklassigen Dritte-Welt-Unternehmen möglich. Dafür gibt es im Fluff genug Belege. Schicke Titel und Multi-A-Status sind nett anzusehen aber hier definitiv nicht nötig.

SR spielt in einem fiktiven Universum und hat sich nunmal entschieden was in ihrem Universum möglich ist und was nicht.

Was das Mögliche und Unmögliche angeht, widerspricht sich SR da gerne mal selbst ;)

Also können wir das Thema jetzt endlich beenden?

Du kannst jederzeit aufhören, mitzulesen oder -zuschreiben. Ich persönlich finde das Thema interessant.

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...und je eher so etwas eben ohne große Vorbereitung und alles möglich ist, desto mehr wird der Bedarf nach Möglichkeiten wachsen, eben dies zu unterbinden. Sei es nun durch Abschirmung, kompletten Verzicht auf Wireless-Kram oder ähnliches. Shadowrunner sind ja nicht der Nabel des Universums; Polizei- und Sicherheitskräfte haben auch Bedarf sich vor solchen Tricks zu schtzen.

Letzten Endes landen wir nur wieder bei einer Frage des Wettrüstens.

Und der aktuelle Stand ist nunmal das Häcker Cyberware häcken können, also wo ist das Problem?

Ausserdem gehst du von der falschen Annahme aus das man gegen alles einfach mal eine Gegenmaßnahme entwickeln kann. Gegen manches kann ggf. nie eine Gegenmaßnahme entwickeln wenn man nicht die Technologie grundlegend ändert und gegen anderes kann die Entwicklung einer wirksamen Gegenmaßnahme viele Jahre dauern und dann kann es wieder passieren das diese nur für einen Monat richtig funktioniert.

1) Nope. Die großen zehn sind mächtig. Aber nicht so mächtig, dass sie mal eben jeden vom Markt fegen konnten. Allein die bereits offiziell ausgearbeitete Konzernwelt ist einfach zu groß, als dass so etwas klappen könnte.

Doch sie sind so mächtig und die offiziell ausgearbeitete Konzernwelt steht dem nicht im Widerspruch. Es passiert nur selten das sich die großen 10 über ein Thema so einig sind, dass sie geschlossen da vorgehen. Wenn sie es sind, dann können sie das aber durchaus und noch einiges mehr. Glücklicherweise gibt es nicht allzu viel über das sie sich so einig sind, sonst sähe das SR Universium ziemlich anders aus.

2) Die reine Produktion von Cyberware ist schon viertklassigen Dritte-Welt-Unternehmen möglich. Dafür gibt es im Fluff genug Belege. Schicke Titel und Multi-A-Status sind nett anzusehen aber hier definitiv nicht nötig.

Kommt auf die Cyberware an, auch da gab es schon immer Einschränkungen und was ich in der Hinsicht im Kopf habe ist alles noch vor 2070. Ob das bei der neuersten Generation immer noch der Fall ist, ist fraglich.

Was das Mögliche und Unmögliche angeht, widerspricht sich SR da gerne mal selbst ;)

Klar Widersprüche gibt es immer bei solchen Sachen. Wäre ja auch ein Wunder wenn es sie nicht gäbe. Aber in diesem Punkt sind die Widersprüche einfach nicht so groß wie du sie hier darstellst und das ist der Punkt an der Ganzen Sache.

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@Angar: hast du das neue Regelwerk schon vorliegen? Ich bezog mich auf folgende Aussage aus dem Pegasus Forum, da ich das Regelwerk noch nicht mein Eigen nenne(und derzeit auch recht skeptisch bin, ob ich das haben möchte). Dort schreibt Apple, dass die Geräte eben doch explizit mit der Matrix verbunden sein müssen, um die optimalen Boni zu erhalten.

In der 4. war es in der Tat so, dass es ausreichte, wenn bestimmte Geräte mit DEINEM Netzwerk verbunden waren.

Da hab ich das so gelöst, dass mein Sam ein implantiertes Kommlink im Kopf hatte, welches keinen Wireless Empfang hatte und mit der restlichen 'Ware fest verdrahtet war, da ich nicht wollte, dass jeder Hansel an meinen Reflexboostern rumschraubt. Für Matrixverbindungen hatte ich dann ein Handgelenkkommlink. Von Außen kommende AR in den Cyberaugen ging dann natürlich nicht, aber dafür hatte ich eine entsprechende Brille.

Das es bei einiger Cyberware Sinn macht, dass sie über DNI gesteuert werden muss, steht außer Frage, aber warum nun über die Matrix(falls der werte Apple das richtig wiedergegeben haben sollte)??

Wenn die Vermutung, man wolle Programmierer halt im Kampf nützlich machen und das nun auf Biegen und Brechen umzusetzen, stimmt, find ich das persönlich :facepalm:. Was macht denn ein Face in Kampfsituationen? MMn. ist der Hacker dazu da, den Alarm zu unterbinden, respektive die Sicherheitsmaßnahmen zu koordinieren.

Grundsätzliche Verständnisfrage zu deinen Aussagen: Ein begabter Hacker/Programmierer/Bastler mit dem richtigen Equipment kann auf einen Rechner zugreifen, der nicht mit dem Internet verbunden ist und keineWLan-Antenne besitzt?

bearbeitet von W0LF
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Wenn die Vermutung, man wolle Programmierer halt im Kampf nützlich machen und das nun auf Biegen und Brechen umzusetzen, stimmt, find ich das persönlich :facepalm:.

Das dürfte der Gedanke dahinter gewesen sein. Mit der Umsetzung dieses "Alles hat seinen Preis" geht es mir ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm. Denn seien wir mal ehrlich: das letzte womit sich ein SR-Spieler beschäftigen will, sind moralische Fragen.

Aber bald wissen wir mehr, dann die deutschen Bücher stehen wohl kurz vor der Auslieferung. ;)

Nachtrag nachdem ich das von Apple gelesen habe. ::rotfl: Was zur Hölle haben die Autoren da geraucht? Naja, ich wische jetzt mal den Kaffee vom Monitor.

bearbeitet von ehron
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Wenn die Vermutung, man wolle Programmierer halt im Kampf nützlich machen und das nun auf Biegen und Brechen umzusetzen, stimmt, find ich das persönlich :facepalm:. Was macht denn ein Face in Kampfsituationen? MMn. ist der Hacker dazu da, den Alarm zu unterbinden, respektive die Sicherheitsmaßnahmen zu koordinieren.

Ich fürchte, genau das ist der Punkt. Nachdem man Decker aus dem Solo-Run-Konzept geholt hat, will man sie jetzt in jeder Situation nützlich machen. Als ob das noch nicht der Fall wäre in einer Welt, die vor kabellosem Scheiß nur so strotzt.

Mit der Situation des Faces ist das allerdings nicht voll vergleichbar. Hacker zu sein erfordert mehr Investition in Spielwerte. Attribute, Fertigkeiten, Geld, und so weiter. Ein Face braucht nicht so viel Investition, lässt sich dadurch leichter mit anderen Charaktertypen kombinieren und läuft somit weniger Gefahr sonst nutzlos zu sein.

Denn seien wir mal ehrlich: das letzte womit sich ein SR-Spieler beschäftigen will, sind moralische Fragen.

Eigentlich nicht. Auch Shadowrunner sind Menschen und haben Moralvorstellungen. Die einzusetzen, damit zu spielen, sie herauszfordern kann viel zum Charakterspiel und der Storyentwicklung beitragen.

Das grundsätzliche Konzept dazu, so wie es in Hintergrund und Regeln bisher umgesetzt war, war allerdings schon immer ziemlich unausgereift.

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@Angar: Ich hoffe du hast dich von meinen Aussagen nicht angregriffen gefühlt, war nicht meine Absicht, im Gegenteil würde ich mich über Antwort deinerseits freuen, da ich derzeit sehr schwanke zwischen:

- 20 Euro ist ein Angebot seitens Pegasus, das belohnt werden sollte(Sozusagen als sozialistische Maßnahme günstiges Rollenspielsystem für alle!!).

- entschlackte(und zum besseren Spielfluss optimierte) Regeln in vielen Bereichen

vs.

- o.g. Kritikpunkte, die ich zwar hausregeln könnte, aber was wieder einen zusätzlichen Aufwand bedeutet

- umschgeschriebener Fluff(mMn. nicht elegant)

Die Negativpunkte beruhen jedoch primär auf Gerüchten, daher wäre es echt schön, Gewissheit in die eine oder andere Richtung zu bekommen.

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- 20 Euro ist ein Angebot seitens Pegasus, das belohnt werden sollte(Sozusagen als sozialistische Maßnahme günstiges Rollenspielsystem für alle!!).

Was haben günstige Grundprodukte zum Anfixen mit Sozialismus zu tun? Das ist kapitalistisches Marketing in Reinkultur.

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Was haben günstige Grundprodukte zum Anfixen mit Sozialismus zu tun? Das ist kapitalistisches Marketing in Reinkultur.

Der niedrige Preis relativiert sich auch ein bisschen wenn man weiß, dass das Buch deswegen auch in 5er-Boxen angeboten wird. Damit jedes Gruppenmitglied sein eigenes Regelwerk kriegen kann.

Man kann sein GRW natürlich trotzdem einzeln kaufen, ich fand's nur irgendwie bemerkenswert. Hab ich bisher noch nicht so erlebt.

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Der niedrige Preis relativiert sich auch ein bisschen wenn man weiß, dass das Buch deswegen auch in 5er-Boxen angeboten wird. Damit jedes Gruppenmitglied sein eigenes Regelwerk kriegen kann.

Man kann sein GRW natürlich trotzdem einzeln kaufen, ich fand's nur irgendwie bemerkenswert. Hab ich bisher noch nicht so erlebt.

Dadurch relativiert sich aber nicht der Preis ;).

Edit:

Meine "sozialistischen" Einschätzungen hab ich mal als pm versandt.

bearbeitet von W0LF
Ergänzung
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@Angar: Ich hoffe du hast dich von meinen Aussagen nicht angregriffen gefühlt

Nö, warum sollte ich mich dadurch angegriffen fühlen? Hatte jetzt nur nicht mehr hier rein geschaut.

Zu deiner Frage:

Ein Gerät muss nicht explizit mit der Matrix verbunden werden, sondern ein Gerät das kommuniziert ist implizit mit der Matrix verbunden. Vom praktischen her kein Unterschied, aber der Punkt ist einfach der, dass alles was elektronisch kommuniziert Teil der Matrix wird. Die Matrix ist eben nicht wie unser Internet mit dem man sicher verbindet.

Das was mit dem Internet (und anderen Netzwerken) vergleichbar wäre sind die sog. Gitter. Da gibt es lokale, nationale und Konzerngitter die quasi jeweils deren Netzwerke darstellen, mit diesen musst du dich nicht verbinden. Allerdings sind diese und auch deine Geräte (sofern Kommunikation eingeschaltet ist) Teil der Matrix.

Die beste Analogie die mir gerade einfällt wäre die Gesselschaft: sofern du dich nicht komplett abschottest bist du Teil der Gesselschaft (Matrix), ob du nun willst oder nicht. Deswegen musst du aber nicht Mitglied im Kegelverein (irgendein Netzwerk) sein. Die Matrix ist in SR ja auch etwas lebendiges, es wird ja auch im Fluff desöfteren beschrieben, dass niemand mehr die Matrix wirklich komplett versteht.

Man kann auch von einem Gitter auf Icons in einem anderen Gitter zugreifen (was aber erschwert ist), oder man kann in ein anderes Gitter eindringen. Sobald man allerdings etwas verbotenes macht bekommt einen sog. Overwatch Score, der wird bei jeder weiteren illegalen Handlung erhöht, sowie zusätzlich automatisch einfach mit der Zeit erhöht bis man seine Verbindung kappt. Dieser Score stellt dar wie Nahe die "Matrixpolizei" an einem dran ist wenn sie einen bestimmten Wert erreicht wird man erwischt und aus der Matrix geprügelt.

Auch Entfernung spielt eine Rolle, es ist leichter Geräte zu manipulieren vor denen du direkt stehst, während die Manipulation vom anderen Ende der Welt stark erschwert ist.

Ich hoffe das hat dir eine grobe Idee vom Häcken in SR5 gegeben und erleichtert dir deine Entscheidung für oder gegen SR5.

Grundsätzliche Verständnisfrage zu deinen Aussagen: Ein begabter Hacker/Programmierer/Bastler mit dem richtigen Equipment kann auf einen Rechner zugreifen, der nicht mit dem Internet verbunden ist und keineWLan-Antenne besitzt?

Theoretisch ist das möglich, aber wirklich sehr sehr schwierig. Man braucht jedenfalls keine Angst haben, dass jemand so etwas bei einem macht. Mir ist jetzt auch keine nicht theoretische Arbeit bekannt wo so etwas mal gemacht wurde.

bearbeitet von Angar
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Danke für die ausführliche Antwort. Das mit den Gittern erinnert mich an SR3 und ist mir in SR4 so nicht begegnet. Der Matrixfluff klingt in der Summe wieder in sich schlüssig. Ist der Fluff von 4 auf 5 eigentlich tatsächlich "verbogen" oder eher weiterentwickelt worden?

[...]

Theoretisch ist das möglich, aber wirklich sehr sehr schwierig. Man braucht jedenfalls keine Angst haben, dass jemand so etwas bei einem macht. Mir ist jetzt auch keine nicht theoretische Arbeit bekannt wo so etwas mal gemacht wurde.

Angst habe ich diesbezüglich keine, im Gegenteil finde ich die Möglichkeiten eher faszinierend. Hast du Links auf entsprechende Paper, oder evtl. Schlagwörter für eine Internetsuche?

Grüße

W0LF.

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Ich hatte mal einen kleinen Artikel vor paar Jahren gelesen. Ich glaube es war auf einer der IEEE Seiten oder in ihrem Newsletter. Leider weiß ich nicht mehr wo genau, hatte vor ein paar Monaten schon mal versucht den wieder zu finden.

Aber rein von der Theorie her ist es eigentlich recht simpel. Alles was Strom leiten kann ist automatisch ein Empfänger für elektromagnetische Signale und könnte diese auch senden. Wenn du dann die richtigen Signale verschickst könnte ein elektronisches Gerät diese Empfangen und als Befehle interpretieren.

Ein einfaches Beispiel hat vermutlich fast jeder schon mal erlebt. Wenn man ein Handy neben (ältere) Boxen legt, dann wird man wenn man einen Anruf oder eine SMS bekommt ein ganz bestimmtes Geräusch aus den Boxen hören. Das ist schon im Prinzip nichts anderes als was ich vorher geschrieben habe: das Signal für das Handy wird auch in den Boxen empfangen, obwohl diese ohne eine "eigentliche Antenne" gebaut wurde, und als ein Ausgabesignal interpretiert was zu eben jenem Geräusch führt. Auf ein anderes Signal würden die Boxen wiederum anders reagieren und ggf. ein anderes Geräusch produzieren. Wenn man sich jetzt die Mühe macht könnte man ein entsprechendes Signal erzeugen durch das dann sogar ein bestimmtes Lied aus den Boxen ertönt.

Natürlich sind Boxen da ein realtiv einfaches "Opfer" für so einen Hackangriff, aber prinzipiell kann man auch Signale erzeugen um z.B. einzelne Bits in den Registern eines Prozessors umzudrehen. Davon ausgehend lässt es sich dann im Prinzip auch beliebig erweitern.

bearbeitet von Angar
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So, mein Buch (deutsches SR5 plus deutsche Limited) kam gerade an. :)

Du hattest ja schon ein paar Tage Zeit.

Darf man erfahren, wie denn die Qualität des normalen Buches ist? Also Bund, Soft- oder Hardcover, fallen Seiten heraus, etc.

Und dann natürlich die Übersetzung, beziehungsweise wie verständlich ist der Spaß denn beschrieben? Im Zweifelsfall würde ich nämlich immer noch zu der (teureren) englischen Variante greifen, wenn die "billige" deutsche Version zu nichts taugt. :)

mfg, IceWind

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Ich hatte eigentlich vor, hier zum Wochenende hin einen Thread zu Ersteindrücken aufzumachen, aber ein paar kurze Stichworte kann ich ja hier schonmal verlieren:

Das Buch ist ein vollfarbiges Hardcover auf Hochglanzpapier mit Lesebändchen, das sauber gebunden ist. Den niedrigen Preis merkt man der Materialqualität absolut nicht an. Das Layout gefällt mir ausgesprochen gut und bis auf ein oder zwei kleine Ausrutscher ist auch das Artwork sehr ansprechend und stimmig (wieso ausgerechnet bei den Archetypen zwischen all den Bilder im "realistischen" Stil ein Bild von Laubenstein reingerutscht ist finde ich sehr seltsam).

Die Übersetzung ist gut und Rechtschreibfehler sind mir nicht aufgefallen (und gerade bei letzterem reagiere ich sehr empfindlich). Handwerklich gibt es da also nichts auszusetzen. Die einzelnen Abschnitte sind bis auf wenige Ausnahmen gut beschrieben. Ein paar Punkte (z.B. die Berechnung der Limits oder die Notation von Proben) hätte man meiner Meinung nach aber einfacher erklären können, das liest sich komplizierter als es wirklich ist.

Bisher bin ich erst mit den Themen Regelgrundlagen, Charaktererschaffung und Fertigkeiten durch und befasse mich gerade mit den Kampfregeln. Die Kurzgeschichten habe ich allerdings nicht gelesen.

Soweit mal das allgemeine. Die inhaltliche Beurteilung fällt mir etwas schwer, da ich mit Shadowrun ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis habe. SR2 war damals meine erste große Rollenspielliebe, die mich mit den späteren Büchern von SR3 etwas angezickt und mir dann mit SR4 mit Anlauf in die Eier getreten hat. Daher versuche ich mir eine Meinung auf Basis absoluten Ignorierens der vierten Edition zu bilden.

Dazu ein paar Brocken wie sie mir gerade einfallen:

- Der grundsätzliche Würfelmechanismus (Würfelpool in der Regel aus Attribute + Fertigkeit + Mods gegen MW 5+, Erfolge zählen, fertig) ist simpel und geht gut von der Hand, bei den Wertebereichen mit denen SR5 arbeitet (IIRC Attribute bis 10, Fertigkeiten bis 12, dazu noch Mods und was weiß ich) gibt es da eine starke Tendenz zum Buckets-of-Dice-Problem.

- Die Limits (harte Begrenzung der maximal möglichen Erfolge einer Probe) finde ich eigentlich ganz gut, auch wenn sie wohl in erster Linie zur Behebung eines Problems eingeführt wurden das ich nie als Problem gesehen habe (Stichwort Freak Rolls).

- Charaktererschaffung läuft über Prioritätensystem

- Das Kampfsystem halte ich mit drei Würfen zur Abwicklung eines Angriffs (Angriff, Verteidigung, Schadenswiderstand) für nicht mehr zeitgemäß.

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Es gibt die verrücktesten Dinge. Ich habe mal irgendwo einen Artikel über eine Angriff auf IBM bzw. Lenovo Thinkpads mit LED-Leuchte im oberen Bildschirmrand gelesen. Selbige ist mit einer Leitung im Bildschirmrand mit dem Tastaturcontroller verbunden und wird direkt über selbigen ohne Involvierung der CPU oder gar irgendwelcher Software angesprochen. Sprich: Durch die entsprechende Funktionstaste kann man das Ding ansteuern, völlig egal welches Betriebssystem auf dem Rechner läuft und auch ohne dass man dafür Treiber oder dergleichen bräuchte.

Hacker des CCC haben nun den Tastaturcontroller mit einer modifizierten Firmware betankt, die einerseits eine Keylogger-Funktion enthielt, andererseits - und jetzt kommt der abgedrehte Teil - die Leitung der LED-Leuchte als Antenne benutzt haben um sämtliche Tastatureingaben des Benutzers an einen interessierten Empfänger in der Nähe zu funken. Dazu musste die LED-Leuchte allerdings aktiviert sein, wenn ich mich recht erinnere. Dass die Lampe tatsächlich blinkt, sieht man nicht, da die Frequenz zu hoch ist.

Die Schwierigkeit bei diesem Angriff ist sicherlich, dass es nicht so ohne weiteres möglich ist, die Firmware des Controllers zu überschreiben. Es ist aber finde ich trotzdem ein gutes Beispiel einer konkreten Attacke, die auch funktioniert, wenn ein Rechner komplett offline ist - zumindest theoretisch.

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