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Zavor

Das Erbe einer ganzen Welt

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Kapitel 1


Unsere Geschichte beginnt im späten Frühjahr. Das Ende des Bürgerkrieges, das das Reich der Sonnenelfen entzwei riss, liegt - je nach Chronik und Ansicht - mehr als 250 Jahre zurück. Die Magie als stärker auftretendes Phänomen greift seit gut zwei Jahren um sich. Dass die Landstriche, in denen unsere Geschichte erzählt wird, schnell zur Ruhe kommen werden, dürften selbst die Optimisten bezweifeln...


Bestimmt für Jarn Olofson:

Als Du erwachst und einen Blick durch das Fenster wirfst, das sich seitlich von Deinem Bett befindet, kannst Du erkennen, dass die Sonne schon vor ein paar Stunden aufgegangen sein dürfte. Das Gesöff in dieser menschlichen Siedlung, die sich Deines Wissens nach nah an der Grenze des Einflussgebietes ihres Reiches befindet, hat Dich scheinbar stärker außer Gefecht gesetzt, als Du selbst vermutet hast. Ein spürbarer Druck, begleitet von einem unangenehmen Dröhnen in Deinem Schädel gibt Deiner Befürchtung recht. Korn hätte Dir bestimmt davon abgeraten, Dich zu betrinken. Leider musste er vor dem Wirtshaus angebunden werden, sodass Du ihn nicht befragen konntest. Um so erfreulicher, dass Du in dem von Dir gemietetem Zimmer erwacht bist und nicht mitten in einer Gasse.
Als Du Dich bemühst, wieder klarer im Kopf zu werden, überdenkst Du abermals den Grund für Deinen Aufenthalt: Laut Gerüchten soll in dieser Siedlung eine Person leben, die Dir bei Deinen Tätigkeiten behilflich sein kann. Da Du Dich allerdings schon seit zwei Tagen im Ort aufhältst, kommen Dir so langsam Zweifel. Andererseits sind Deine Quellen normalerweise recht zuverlässig. Es bleiben daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist dies die Ausnahme, die die Regel bestätigt oder aber Du wirst noch ein wenig warten müssen, bis sich diese Person Dir zu erkennen geben wird. Denn schließlich hast Du keinerlei hilfreiche Informationen erhalten. Noch nicht einmal, welcher Rasse die Person angehört.
Wie dem auch sei - da der heutige Tag bereits angebrochen ist, wäre es so oder so keine sinnvolle Idee, aufzubrechen, um weiter zu ziehen. Zumal Korn immer noch vor dem Wirtshaus wartet. Und Du kannst Deinen treuen Begleiter schließlich nicht im Stich lassen. Du nimmst Dir die notwendigsten Gegenstände, die Du für den Tag aller Voraussicht nach benötigen wirst und verlässt das Gästezimmer. Auf dem Weg, um das Gebäude zu verlassen, begegnest Du der Besitzerin, die Dich mit ihren müde wirkenden, aber von einem freundlichen Ausdruck geprägten Augen ansieht und sich erkundigt, ob es ihrem zwergischen Gast besser gehe. Du bejahst diese Floskel höflich, aber auch kurz, denn Dir steht der Sinn gerade nicht nach einem längeren Gespräch.
Als Du vor die Türe trittst, fällt Dir wieder einmal die rustikale Bauweise der Menschen auf, die im Vergleich zu zwergischer Architektur meist eher unbeholfen wirkt. Allerdings verschwindet dieser Gedanke auch so schnell, wie er gekommen war. Nun stellt sich die Frage, wohin sich Dein Gang richten wird: Zurück zum Wirtshaus, um Korn abzuholen? Oder vielleicht doch zu dem kleinen Platz, auf dem Du am vorigen Tag ein paar kleinere Marktstände wahrgenommen hast? Während Du abwägst, dringen lautere Stimmen an Dein Ohr, die ihren Ursprung in einer nahen Gasse haben. Sie klingen aufgebracht. Aber ob Dich das etwas angeht?




Bestimmt für Hannes Schwarzdorn:

Ob Dein jüngster Entschluss nun aus dem Wunsch, eine Veränderung herbeizuführen, oder Deinem Eindruck, die Anzahl der offiziellen Wachmänner in Boltgaard und Umgebung habe zugenommen, heraus geboren wurde, könntest Du jetzt nicht mehr klar beantworten. Wie dem auch sei - nun befindest Du Dich auf den Pfaden, die Dich südwärts führen. Die Erkenntnisse, die Du die Jahre über durch Erzählungen gesammelt hast, lassen Dich wissen, dass Du irgendwann auf eine der größeren Ortschaften des Menschenreiches treffen wirst, namentlich Michaelisstadt. Dort wirst Du wahrscheinlich keinen allzu freundlichen Empfang erhalten, aber schlussendlich ist diese Ortschaft auch nicht Dein Ziel.
Die eine oder andere Stunde des Wanderns zieht vorüber, bis Du auf eine Gabelung stößt, in dessen Mitte ein Wegweiser aufgestellt wurde. Da Du allerdings des Lesens nicht mächtig bist, kannst Du damit nicht allzu viel anfangen. Du blickst zur Sonne, um abzuschätzen, wie spät es wohl sein könnte. Während Du angestrengt nachdenkst, hast Du den Eindruck, dass der Pfad, der geradeaus weiterführt, Dich wohl näher an Michaelisstadt heranführt. Somit erscheint der andere Weg die bessere Alternative zu sein. Wohl möglich liegt in dieser Richtung nur das eine oder andere verschlafene Nest, das von einem "bösartigen Raubritter" aus Boltgaard bestimmt nichts gehört haben wird.

Eine gewisse Freude steigt in Dir auf, als Du feststellst, dass Du mit Deiner Vermutung richtig lagst: Du hast - nicht unweit des Weges, den Du eingeschlagen hattest - eine kleinere Siedlung ausgemacht, die sich nahe eines Waldes befindet. Sollte letzterer sicher sein, könntest Du dort Dein Lager aufschlagen. Oder Du betrittst alternativ die Siedlung, um Deine Vorräte, die sich nicht abseits des Weges auffüllen lassen, wieder etwas zu vermehren. In der Ortschaft befindet sich eine Mühle und etwas, das nach einer Kapelle aussieht - zumindest sind das die Gebäude, die Du von Deiner aktuellen Position erkennen kannst, während Du Dich weiter näherst.




Bestimmt für Naltyrr T'rissaghar De Rillochard:

Als ein gebündelter Lichtstrahl auf Dein Gesicht fällt, wirst Du vergleichsweise sanft geweckt. Für Deine Verhältnisse hast Du in der vergangenen Nacht recht wenig getrunken, weswegen Dein Kater auch kaum spürbar ausfällt. Und doch hast Du dem Wirt genug Bargeld eingebracht, sodass er Dich dort Deinen Rausch ausschlafen ließ, wo Du eingenickt bist, anstatt Dich einfach hinaus zu werfen. So, wie es einem Zwerg widerfuhr, der mit Nachdruck aus dem Schankraum geleitet worden ist. Als Dir diese Erinnerung nach Deinem Erwachen in den Sinn kommt und Du einen Blick auf die Tischplatte vor Dir wirfst, zeugt nichts mehr von Deinem Gelage: Keine Gläser und Trinkbecher mehr, keine verschütteten Flüssigkeiten und keine Krümel der vertilgten Mahlzeit. Alles wurde aufgeräumt, während Du friedlich vor Dir her geschnarcht hast.
Im nächsten Moment wird der Lichtstrahl, der Dich zuvor weckte, jäh unterbrochen und Dein Gesicht in Schatten gehüllt. Du wendest Deinen Kopf in die Richtung, aus der nun eben jener Schatten fällt und vor Dir stehen zwei Gestalten, deren unangenehmer Geruch Dir sofort in die Nase steigt, bevor Du sie hast mustern können. Als Du Deinen Blick auf sie wendest, musst Du Dir eingestehen, dass der Geruch zweifelsohne passend ist: Ihre Kleidung ist verwittert und verdreckt, ebenso ihre Gesichtszüge und ihre Haare. Andererseits haben sie beide etwas Grobschlächtiges an sich und Du kannst erkennen, dass sie beide nicht ganz schwach auf der Brust sein dürften.
Im nächsten Moment beginnt einer der beiden Schläger - wie sie selbst für das weniger geübte Auge leicht zu erkennen sind - zu sprechen: "Seid Ihr dieser Natty... Nalli... Nal... ach, Ihr seid es bestimmt! Kommt mit nach draußen, wir haben mit Euch zu reden." Kurz wägst Du ab, was in der jetzigen Situation zu tun am sinnvollsten erscheint. Allerdings entscheidest Du Dich schnell, dass es keinen Grund gibt, den Schankraum in Mitleidenschaft zu ziehen. Du stehst also auf, ignorierst den Schmerz, den der eher weniger bequeme Stuhl während des Schlafes bei Dir hinterlassen hat und folgst den beiden Gestalten nach draußen. Währenddessen überlegst Du, was es damit auf sich haben könnte. Eigentlich hast Du in jüngerer Zeit nichts angestellt, was diese Art von Konsequenz nach sich ziehen könnte. Schon gar nicht in diesem menschlichen Kaff.
Nach wenigen Minuten seid Ihr in mitten einer typischen Gasse angekommen. Du fragst Dich, ob die beiden wissen, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie wirklich das vorhaben, was Ihrer... "Profession" entsprechen würde. Im nächsten Moment beginnt der Wortführer abermals zu sprechen: "Ihr wisst bestimmt, warum man uns geschickt hat?"




Bestimmt für Koriath Bandolyn:

Während Deiner Wanderschaften hast Du schon das eine oder andere Mal darüber sinniert, ob es sich nicht mittlerweile lohnen könnte, eine Karte anzulegen - eine Karte mit den Orten, an denen Du nicht mehr erwünscht bist. Andererseits gehört das Zeichnen nicht zu Deinen Stärken und außerhalb der Siedlungen der Zwerge und der Lichtelfen werden sich wohl nur sehr selten vollständige Karten auftreiben lassen. Und so verfliegt der Gedanke so schnell, wie er bereits gekommen war.
Seit der einen oder anderen Woche bist Du nun schon im Einflussgebiet der Menschen unterwegs. Die Wahl, in jene Gefilde aufzubrechen, lag auf der Hand: Die Anzahl der so genannten "Magier" scheint hier immer noch am höchsten †“ darüber hinaus ist das Menschenreich immer noch am leichtesten zugänglich, selbst für jemanden mit Deiner persönlichen Vergangenheit. Dennoch musstest Du schon früh feststellen, dass sich die "Magie" hier gänzlich anderen Herausforderungen stellen muss, sodass Du Deine eigenen Fähigkeiten erst einmal für Dich gehalten hast. Obgleich Du zu diesen Dingen eine andere Einstellung hast, legst Du dennoch keinen Wert, mit der Kirche der Menschen in eine Auseinandersetzung zu geraten. Ein durchaus flaues Gefühl steigt in Deinem Magen auf, als Du Dich an diese eine Begebenheit erinnerst, wie Du mehr zufällig denn gewollt einer öffentlichen Anhörung beiwohntest, an dessen Ende ein "Magier" zu einem unerfreulichen Schicksal verurteilt wurde. Seitdem lässt Du auch noch etwas mehr Vorsicht walten, zu welchem Zeitpunkt Du mit welchem Gesprächspartner über diese Thematik sprichst. Unnötiges Aufsehen ist in Deinem Fall nicht unbedingt notwendig.

Als Du eines Nachmittags eine kleine Rast einlegst, um auch Deinen Füßen vom Wandern eine Erholung zu gönnen, musst Du mit einer gewissen Enttäuschung feststellen, dass Deine Vorräte auch schon 'mal zahlreicher in Deinem Gepäck vorhanden waren. Insofern sollte sich zumindest aus diesem Grunde alsbald eine Siedlung - oder behelfsweise ein Bauerngehöft - finden lassen, um Deinen Proviant wieder etwas aufzufrischen.

Glücklicherweise erscheint bereits eine weitere Stunde, nachdem Du wieder aufgebrochen bist, die Silhouette einer Siedlung am Horizont, die zwar ein wenig abseits des Pfades, auf dem Du gerade wanderst, zu liegen scheint, aber zumindest groß genug sein dürftest, damit Du dort eine Unterkunft für die kommende Nacht finden könntest. Das einzige, was Dir allerdings etwas Unbehagen bereitet, ist das, was nach dem Turm einer kleineren Kirche oder Kapelle auszusehen scheint.




Bestimmt für Azhog Rabenschwinge:

Sollten Deine Landsleute jemals zu der Einsicht gelangen, zu expandieren, sollten sie sich ein System einfallen lassen, geordneter vorzugehen, als es Dir derzeit möglich ist. Die Karten und Aufzeichnungen, die das Volk der Orks bisher hat anfertigen können, sind für Deine Aufgaben keinesfalls hilfreich, sodass Du auch darauf verzichtet hast, auf sie zurückzugreifen, als Du Deine Wanderung begonnen hast. Sie hätten Dir sowieso nichts genutzt, wenn Du bedenkst, wie viele Entdeckungen Du bereits gemacht hast, die definitiv nicht auf dem Kartenmaterial eingezeichnet waren. Es wäre schon hilfreich gewesen, wären mehr Deiner Stammesgenossen, die vor Dir auszogen, um die Welt kennen zu lernen, bereits wieder zurückgekehrt. Obgleich diejenigen, die zum Stamm zurückfanden, mitunter vollkommen verwirrt von ihren zahlreichen Eindrücken waren und sich nur noch schwerlich in das Stammesleben wieder integrieren konnten. Zu viele Annehmlichkeiten hatten sie kennengelernt, als dass ihnen zugige Zelte und verdreckte Felle als Schlafgelegenheit noch genügt hätten.
Mit einer gewissen Abscheu denkst Du an die verweichlichten Vertreter Deiner Rasse zurück. Auch Du willst Deinen geistigen Horizont erweitern. Aber die Geister der Natur mögen verhüten, dass Du dabei schwach wirst und Deine Wurzeln vernachlässigst. Andererseits hast Du den Plan gefasst, die Rasse der Orks weiterzuentwickeln, allein dieser Antrieb sollte eine derartige Degeneration verhindern.

Einige Wochen bist Du nun schon unterwegs. Während Du Dich zunächst durch die unbewohnte Wildnis geschlagen hast, Dir verschiedentliche Schlagplätze suchen und Dich mitunter auch mit wilden Tieren herumplagen musstest, fandest Du Dich bald im Einflussbereich einer lichtelfischen Enklave wieder, die Du aber auch bald darauf wieder verlassen musstest. Als Du inmitten eines Waldes aufgegriffen und umzingelt worden warst, konntest Du einer Gefangennahme durch diplomatisches Geschick entgehen. Und doch wurdest Du in gewisser Weise aus dem Hoheitsgebiet der Lichtelfen förmlich herausgeworfen. Die Pfade, auf denen Du anschließend gewandelt bist, haben Dir indes noch kein Ziel aufgezeigt. Du bist zwar einigen Menschen und wenigen Zwergen begegnet, die verschiedentliche Waren in größeren und kleinen Wagen mit sich führten. Insbesondere die Zwerge, die nicht selten gerüstete Begleiter mit sich führten, wirkten auf Dich sehr abweisend. Die Menschen, die Deinen Weg kreuzten, waren weniger feindlich gesonnen und legten eine gewisse Neugierde an den Tag. Doch mehr als der Austausch einiger Floskeln war auch bei ihnen nicht möglich, bevor sie doch eiligst von dannen zogen.

Ein weiterer Tag Deiner Wanderschaft verging und Du wirst dem Umstand gewahr, dass sich dieser Tag bald seinem Ende nähert. Du entschließt Dich, Deinen Blick nach einem geeigneten Platz für die Nacht schweifen zu lassen und kannst in der Nähe einen Felsvorsprung, der Dir einen gewissen Schutz bieten könnte, entdecken. Auf der anderen Seite dürfte es noch ein paar Stunden dauern, bis die Sonne endgültig untergeht - Du könntest also auch noch weiterziehen.




Bestimmt für Robin von Strabruch:

Obgleich das Mitführen von Brutus ein Delikt darstellt, bist Du doch immer wieder erfreut darüber, dass das Pferd Dein treuer Begleiter ist. Um so schneller war es Dir möglich, aus der letzten Ortschaft zu fliehen, in die Du Deine Stiefel gesetzt hast. Du nimmst Dir zwar vor, dass die Zeit am Pranger Dir eine Lektion sein soll, aber Du bist Dir auch nicht allzu sicher, ob dies wirklich so eintreten wird.
Andererseits hattest Du eh nicht vor, dort allzu lange zu verweilen, war auch dieser Aufenthalt nur ein Zwischenhalt auf Deinem Weg nach Michaelisstadt - die Stadt, in der Deine Schwester ihr Leben verbringt. Sie wird und muss Dein erster Anhaltspunkt sein, um das Leben Deiner Familie wieder ins Reine zu bringen. Außerdem soll sich dem Vernehmen nach eine große Bibliothek in der Stadt befinden - die zweitgrößte nach ihrem Gegenstück in der menschlichen Hauptstadt. Vielleicht findest Du dort Antworten auf die Fragen, die Dich schon seit so langer Zeit beschäftigen.

Allerdings wirst Du Dein Ziel am heutigen Tage nicht mehr erreichen, da Dir überhaupt nicht bekannt ist, wo Michaelisstadt liegt und wie weit es von Deinem jetzigen Standpunkt entfernt ist. Zudem verfügen die Pfade im menschlichen Reich noch über sehr wenige Hinweise und Richtungsangaben - soweit es Dir bekannt ist, darf jeder Fürst selbst bestimmen, wie viel er in die Infrastruktur vor Ort investiert. Folglich sind die Straßen, die sich im Umkreis um die Ballungszentren befinden, wesentlich besser gepflegt. Aber in einem solchen Umkreis befindest Du Dich nicht und hast Dich auch schon seit Längerem nicht mehr befunden. Du weißt nur, dass Du nach Osten reisen musst. Andererseits besitzt Du keine Karte und in der Wildnis kennst Du Dich auch nicht allzu gut aus.
Glücklicherweise kannst Du - vom Rücken Deines Pferdes schauend - eine nahe Siedlung entdecken, die Dir sicherlich für eine Nacht einen Unterschlupf gewähren könnte. Schnell ist das Dorf erreicht und Du steigst ab, um Dich in Ruhe umzusehen, Brutus am Zaumzeug geführt dicht hinter Dir. Allerlei Männer, Frauen und Kinder ziehen an Dir vorbei, ihre Kleidung und ihr Äußeres zeigen Dir, dass diese Siedlung weder allzu viele Annehmlichkeiten bieten kann, noch von Handel oder Bergbau großartig profitiert.
Nachdem Du Dich bei einem leicht älteren Mann, der einige Holzscheite unter dem Arm mit sich führt, erkundigt hast, weißt Du, dass sich in der Ortschaft ein kleiner Marktplatz, ein Wirtshaus, eine kleine Kapelle und sogar ein Gästehaus befinden.



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(Die Spoiler dienen in erster Linie der Übersichtlichkeit, damit die Länge des Gesamttextes weniger erschlagend wirkt. Es bleibt natürlich Euch überlassen, ob und wann - vor oder nach dem Erstellen des eigenen Beitrages - Ihr auch die Spoiler, die sich an die anderen Spieler richten, lest.)

bearbeitet von Zavor
Korrektur der Formatierung

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Jarn Olofson - zwergischer Prospektor

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'Was für eine Nacht, schon wieder ein Tag vergeudet mit dem Warten auf eine Kontaktperson, die ich nichtmal erkennen würde' ich reibe mir verschlafen über die Stirn. Die Hand gleitet dann langsam an einer Wange hinab und um den Zeigefinger wickel ich mit einem leichten Ziehen langsam den mittleren der dunkelbraunen Bartzöpfe auf.

 

'Was sagte mein alter Freund und Lehrmeister Bjoern Igrekson noch bei meinem letzten Besuch in Eisentor? - Hier in dieser heruntergekommenen Siedlung, fernab des zwergischen Einflussbereiches könnte ich im Wirtshaus "Zum freundlichen Troubadour" wichtige Informationen zu meiner Suche erlangen.  - Ich hätte mich niemals auf so vage Hinweise verlassen sollen, auch wenn sie von Meister Igrekson persönlich kamen'

 

Ich werfe einen Blick in Richtung des Troubadours 'und erst dieser Name...ein Katzenjammer war das gestern, aber doch nicht die Musik und Dichtkunst eines wahren Troubadours'. Und damit stand die Entscheidung fest. 'Korn wird von dem Schankjungen gut versorgt werden, dafür sorgt schon das Kupferstück, dass ich ihm gestern zugeworfen habe. Bleit also Zeit bis zum Abend um sich etwas die Beine zu vertreten und nicht ausser Form zu kommen.'

 

Ich mache einige langsame Schritt in Richtung des Stimmengewirrs des Marktplatzes und lasse meine Augen dabei wandern 'so etwas nennt man hier in der Provinz also ein Gotteshaus' denke ich mir bei einem Blick auf einen Tempel zu Ehren einer der kleinen lokalen Gottheiten. Dann richte ich die Schritte zielgerichteter in Richtung der Marktstände.

 

Plötzlich dringen aus anderer Richtung aufgebrachte Stimmen an meine Ohren. 'Das müsste doch dort aus der Gasse neben dem Tempel kommen, bestimmt so ein kleinlicher Disput über die Macht der Götter' kopfschüttelnd wende ich mich von der besagten Gasse ab und überquere die Straße um auf der anderen Seite an der Gasse vorbeizugehen in Richtung Markt 'nur zur Sicherheit falls es sich doch um irgendein Gesindel handel, nicht wahr Korn?'

 

Beim dem letzten Gedanken werfe ich einen Blick etwa einen halben Schritt hinter mich, aber dort trottet momentan natürlich kein zotteliges Pony. Wissend nickend gehe ich weiter die Straße entlang. Die rechte Hand legt sich unterbewusst auf den Hammer an meinem Gürtel. Als ich auf Höhe der Gasse bin lasse in Erwartung eines Priesters und eines Ungläubigen den Blick in die Gasse gleiten, bereit dem Priester freundlich nickend zuzulächeln und schnellen Schrittes das Weite zu suchen.

bearbeitet von Delln

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Robin von Strabruch

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Mit Brutus an meiner Seite betrete ich diese Ortschaft, in den Händen meine karge Geldbörse haltend. Nach kurzem durchzählen zu meinem Begleiter gewendet:
 
" Na Dicker... das wird wohl erst einmal die letzte Nacht sein, wo wir ein Dach über dem Kopf haben können. Den Rest brauche ich leider noch um mir was zwischen die Kiefer schieben zu können. Du hast es ja gut. Dir reicht ja ne Wiese." - schlag ihm gegen den großen kräftigen Hals,
" ha ha, und ein bisschen weniger Kraftfutter täte dir eh ganz gut!"
 
Ungeachtet möglicher Reaktionen unterhalte ich mich mit Brutus weiter und wende meine Schritte in Richtung Kapelle. Mit Brutus unterhalte ich mich über die letzten Tage, wie froh ich bin mit einem guten Freund reisen zu dürfen. "Noch nie einen solchen Freund gehabt, der mich auf seinen Schultern durch die Lande trägt. Vielleicht sollte ich doch noch was Kraftfutter für dich besorgen, Dickerchen. Oder was meinst du?"
 
Bei der Kapelle angekommen, lasse ich Brutus davor stehen. Begebe mich dorthinein in eines der Seitenschiffe und knie nieder:
 

"Lieber Herr,
 
ich danke dir dafür, dass du mich
ein weiteres Mal durch die dunkle Nacht geführt
Und mich in den neuen, hellen Tag geführt hast.
 
Mögest du mich aufs neue an einem weiteren
vor allem Bösem bewahren
Und deine Hand schützend auch über meine Familie
und Brutus halten.
 
Beschere uns Glück und vergib uns unsere Schuld,
die wir sicher nicht fähig sind abzuwegen.
 
Amen"
 
Nach einer viel zu geringer Spende und daher mit schlechtem Gefühl verlasse ich anschließend die Kapelle wieder und begebe mich Richtung Gasthaus. Binde Brutus, da man dies so macht, nicht weil er ansonsten weglaufen würde, davor an öffne die Türe und begebe mich hinein. 
 
"Hey-da und einen wunderschönen Guten Abend der Herr/die Dame! Ich und mein Freund hätten diese Nacht gerne ein Dach über dem Kopf. Nur mein Freund hat 4 Beine und ist an die 2 Schritt hoch. Und am ganzen Körper sprießt ihm das Haar. Für ihn wäre wohl ein Stall angemessener. Wenn ihr für uns zwei für diese Nacht noch ein Plätzchen übrig hättet, würde ich dies gerne annehmen."
 
Breit grinsend begebe ich mich weiter in das Gasthaus hinein und hänge meinen Mantel auf. 
 
"Wenn es keine Mühe macht und die Küche nicht erzürnt, noch etwas warmes zu Essen vielleicht und etwas Hafer? Der Hafer kommt aber in den Stall, werter Herr/werte Dame."
 
Wenn wir zwei hier diesen Abend Unterschlupf kriegen würden, werde ich Brutus selber in den Stall bringen. Denn meine Decke möchte ich gerne selber in meinen Schlafraum legen.
 
Nachdem das Nachtlager für beide eingerichtet worden ist, begebe ich mich zunächst in den Schankraum, ordere ein seichteres Bier und würde dann versuchen mit weiteren Gästen in das Gespräch zu kommen. Falls dies nicht möglich ist, würde ich dem Wirt ziemlich direkt eine Frage stellen wollen (das Gespräch mit etwaigen weiteren Gästen, würde auch in diese Richtung zielen):
 
" Wisst ihr, ob es hier in der Nähe Pferdestallungen gibt, die gerade ein paar kräftige Hände gebrauchen können? Oder benötigt der Stadtvogt hier möglicherweise einen Reiter, welcher so schnell reitet wie der Wind? "

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Azhog Rabenschwinge

Orkschamane

 

 

Gedankenverloren stieg Azhog mit sicherem Schritt über einen halb verfallenen Baumstamm und riss dabei ein großes Stück Rinde ab.

An deren Innenseite bewegten sich einige fette, schmackhafte Raupen die er sich während dem laufen in den Mund schob.

Mit größerem Wild hatte er Pech gehabt, daher gab es Raupen, Maden, Nüsse und alles andere was er finden konnte. Azhog war eine Weile einem kleinen Bach gefolgt, daher war sein Lederschlauch gut gefüllt, doch der eher mickrige Bach war unter Felsen verschwunden und daher musste Azhog sich einen neuen Weg suchen.

Die Bäumen waren recht hoch hier, sodass es eher wenig Unterholz gab, was Azhogs vorankommen wesentlich vereinfachte. Er wanderte nun schon länger einsam durch die Wälder und genoss die Natur, jedoch sehnte er sich doch so langsam nach neuen Eindrücken.

Dies war seine natürliche Umgebung, doch Azhog war unter anderem ausgezogen um Neues kennenzulernen.

Einige Farnwedel strichen über seine bloßen Schultern als einen großen Baumstamm umrundete. Es lag etwas Regen in der Luft und deshalb hatte Azhog seinen Umhang eingepackt, er brauchte den Schutz nicht und er sah keinen Sinn darin dass dieser nass wurde.

Die Bäume wurden etwas lichter und es schien als würde er sich einer kleinen Lichtung nähern, welche sich im nächsten Augenblick als Felsvorsprung offenbarte, welcher sich aus der Erde bohrte.

Umringt von Nadelhölzern, war der Boden bedeckt mit Nadeln, welche aber nicht durch die dicke Hornhaut von Azhogs bloßen Füßen gelangte.

Kurz überlegte Azhog ob er hier rasten sollte, vielleicht sogar etwas jagen. Einer schwächlicheren Rasse hätte der Felsen Schutz geboten, doch Azhog hatte dies nicht nötig und konnte die Nacht genauso gut in einem Baum verbringen, dort wurde er immerhin nicht von wilden Tieren angegriffen.

Er überlegte auch kurz, sein Totem auf Erkundung zu schicken, verwarf diese Idee aber wieder. Er würde auch gut genug alleine zurecht kommen.

Beim Gedanken an seinen treuen Begleiter warf Azhog die letzte der fetten Raupen hoch in die Luft und die Rinde beiseite. Ein schwarzer Schemen fegte kurz über ihn hinweg und schnappte die Raupe mitten aus der Luft.

Eine Art Bündel aus Bildern, Emotionen und fleischigem Genuss blitzte kurz in seinem Hinterkopf auf und Azhog nickte unbewusst.

Seinen schweren Stab - der für Menschen eine Spur zu groß gewesen wäre - als Hilfe nutzend schritt Azhog rasch und stetig aus und versuchte noch etwas Weg hinter sich zu bringen, bevor die Dunkelheit kam, während sich seine Augen bereits an das langsam schwächer werdende Licht anpassten.

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Hannes Schwarzdorn

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Grinsend schreite ich in Richtung der Siedlung voran. 'Lesen zu können hilft vielleicht, aber einen guten Instinkt ersetzt es nicht.' , schießt es mir zufrieden durch den Kopf. 'Nun sollte ich weit genug entfernt sein, um im Dorf ein wenig verschnaufen zu können. Ein trockener Waldboden ist vielleicht sicher - aber bestimmt nicht so gemütlich wie ein Lager auf dem Boden in einem der Häuser, mit einem Met im Bauch.' Nach einem anstrengenden Tag des Wanderns, der hinter mir liegt, macht sich Zufriedenheit in mir breit, und die Aussicht auf ein paar gastfreundliche Leute, die mir für ein paar Münzen ein Lager und ein Abendessen bieten, verstärkt diese Stimmung beachtlich. 'Trotzdem sollte ich vorsichtig sein. Wenn dieses Nest mir ein bequemes Nachtquartier bietet, dann sicher auch den umherstreifenden Patrouillen und Jagdgesellschaften.'  Doch auch diese düsteren Gedanken können meine Stimmung nicht trüben, der Tag ist schließlich noch jung genug, um möglicherweise noch bei einigen ansässigen Bauern oder dem Müller ein paar Vorräte zu erwerben und allein die Vorstellung von gutem Proviant für die nächsten Tage macht die Not, sich ein neues Versteck zu suchen, erträglicher.

Während mir diese Gedanken durch den Kopf gehen, komme ich mit jedem Schritt der Siedlung näher und ich erkenne die vor mir liegenden Häuser, Scheunen und Ställe immer besser. Nun fällt mir auch die Kapelle zwischen den kleinen Häusern am Ortsrand auf und ich muss schlucken. Es hätte mir klar sein sollen, dass in der Nähe von Michaelisstadt die Kirche, und somit auch ihre Priester selbst in einem solchen Nest vertreten sind, aber jetzt bin ich in Sichtweite der ersten Häuser und es ist zu spät, um umzukehren und in den Wald zu gehen. 'Das wäre verdächtig. Aber trotzdem, auch wenn die Priester miteinander in Kontakt stehen und somit auch über die Liste der Gesuchten informiert sind, vielleicht ist der ansässige Priester ein friedlicher Mann, nicht an der Gefangennahme eines umherziehenden "Raubritters" interessiert und lässt mich, ohne die Wache zu rufen, ziehen... Bevor ich mich allzu tief in den Ort hinein begebe' , beschließe ich, 'werde ich mich bei den ersten Leuten, die ich sehe, nach dem Gemüt ihres Priesters erkundigen. Ich bin zwar kein geborener Schnüffler, einen Bauern werde ich jedoch noch nach seinem Priester fragen können, ohne das ich mich verdächtig mache.'.

 

Alternative 3. Person:

Grinsend schreitet Hannes Schwarzdorn in Richtung der Siedlung voran. 'Lesen zu können hilft vielleicht, aber einen guten Instinkt ersetzt es nicht.' , schießt es ihm zufrieden durch den Kopf. Nun sollte er weit genug entfernt sein, um im Dorf ein wenig verschnaufen zu können und der Sinn steht ihm nach einem gemütlichen Nachtlager in einem der Häuser in der vor ihm liegenden Siedlung. Nach einem anstrengenden Tag des Wanderns, der hinter ihm liegt, macht sich Zufriedenheit in ihm breit, und die Aussicht auf ein paar gastfreundliche Leute, die ihm eine sichere Nacht mit Abendessen für ein paar Goldmünzen überlassen würden, hebt diese Stimmung beachtlich.  Trotzdem, ganz sicher fühlt er sich nicht - ein Dorf zieht auch die hiesigen Patrouillen und Jäger an, und ein solches Zusammentreffen kann er sich sparen, doch selbst diese düsteren Gedanken können seine Stimmung nicht trüben. Da die Sonne noch nicht untergegangen ist, würden einige Bauern oder der ansässige Müller sicher seine Vorräte aufstocken, die es auch einmal gut nötig hätten. Die Vorstellung, auch die nächsten Tage nicht nur von Kräutern, Pilzen und ein wenig getrocknetem Fleisch aus seiner Provianttasche leben zu müssen, macht auch die Suche nach einem neuen Versteck angenehmer und einfacher.

Langsam kommt Schwarzdorn der Siedlung näher und die Häuser, Scheunen und Ställe des Ortes werden größer. Auch die Kapelle am Ortsrand fällt ihm ins Auge und schon sinkt seine Stimmung beträchtlich. Auch wenn es eigentlich klar sein sollte, das in dieser Region nahe Michaelisstadt die Kirche und ihre Priester präsent ist, ist es jetzt zu spät für ihn, in Sichtweite der ersten Häuser umzudrehen und in den Wald zu sprinten. Selbst wenn sich seine Hoffnung bestätigte und keiner in diesem verschlafenen Nest seinen Namen kennen würde, erschiene er damit wohl jedem verdächtig. Trotzdem verschwindet seine Hoffnung nicht. Auch wenn die Priester miteinander in Kontakt stehen und somit auch die Liste der Gesuchten stets aktualisiert wird, hofft Schwarzdorn auf einen friedlich gestimmten Priester. Möglicherweise ließe sich sein Schweigen auch mit Gold aus Hannes' Tasche erkaufen, solange der Mann nicht die Wachen ruft, um ihn festnehmen zu lassen. Auf jeden Fall beschließt er, vor dem Betreten der Ortsmitte sich bei einigen Bauern nach dem Gemüt ihres Kirchenmannes umzuhören. Auch wenn er kein Aushorchtalent ist, einen Bauern nach seinem Priester auszuhören, ohne Verdacht zu erregen, sollte machbar sein.

bearbeitet von Kommissar Trymon

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 Naltyrr T'rissaghar De Rillochard


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Noch einmal betrachtet Naltyrr die beiden Schläger und versucht deren Potential einzuschätzen. Nachdem er sich sicher ist, dass er sich gute Chancen ausrechnen kann, falls es zu einem Scharmützel kommen würde, kann er sich etwas entspannen. Die beiden Prügelknaben bräuchten viel zu lange um ihre langen Schwerter zu ziehen, in der Zeit hätte er längst seinen Rapier mit einem mit tödlicher Eleganz geschwungen.

Doch die beiden Laufburschen sind äußerst groß und deren Schultern recht muskulös. Naltyrr ist sich nicht einmal sicher, wo die Schultern aufhören und deren Hälse anfangen.

 

"Guten Morgen werte Herren! Wie sie bereits richtig festgestellt haben, bin ich Naltyrr. Da ihr bereits Probleme habt, euch meinen Vornamen zu merken, ersparre ich euch meinen vollständigen Namen. Doch es geziehmt sich, einander vorzustellen. Und deshalb wäre es nur angebracht, mir eure Namen zu nennen. Und wenn ihr bereits dabei seid eure Münder zu bewegen, dann erklärt mir bitte noch einmal, wer euch zu mir schickt und warum!"

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Koriath Bandolyn

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Müde taumeln einige verstreute Brotkrumen gen Boden, körnige Erinnerung an einen längst vergessenen Leib alten Zwergenbrotes, welches beinahe so hart zu sein scheint, wie es auch für dieses standhafte Volk der Fall ist. Ein leises Murren, unzufrieden ob der fragwürdigen und keinesfalls stillenden Mahlzeit, erklimmt den Pass der Stille um sich freudlos an den Geschehenissen zu beteiligen, als der Besitzer des notgedrungen Proviantes seine Umgebung in genaueren Augenschein nimmt.

 

Koriath Bandolyn, bekannter Scharlatan, so zumindest seine Kritiker, und selbsternannter Fachmann für das Metahumane weiß nicht mehr genau, wie lange er nun schon unterwegs ist oder aber wann er das letzte Mal einen Ort gesehen hat, welchen er als zivilisiert bezeichnen würde. Gut, der kleine Orkenstamm, Jäger wie in menschlichen Landen zu vermuten ist, hatte sich als weitesgehend friedlicher heraus gestellt, als der wandernde Weise zunächst vermutet hatte, doch zivil konnte man diese engstirnigen Gesellen wohl kaum nennen, wenn sie nur bei der Erwähnung der Möglichkeit, sie könnten wohmöglich ein närrischer Haufen sein, welcher nichts weiter denn Zweigwerk anbetete, wo die Herkunft ihrer schamanistischen Fertigkeiten doch offenkundig weit weniger mystischer Natur und ihr Glauben somit mehr denn fragwürdig war, bereits die Speere zücken.

 

Mit einer leichten Gänsehaut vertreibt Koriath die Erinnerung wieder, allen voran jene, welche ihm das Antlitz des Häuptlings vor Augen führt, welcher noch vor Ort drohte, ihm das Herz eigenhändig aus der Brust zu reißen, wenn er nur ein weiteres Mal so abfällig von den Geistern sprach. Nein, es ist wirklich kein Leichtes der Pionier eines neuen Verständnisses der Welt zu sein, vor allen Dingen nicht momentan, wo die Welt geradezu überfüllt von religiösen Fanatikern und abergläubischen Narren ist, welche sich verzweifelt an die Idee urtümlicher Mächte oder in göttliches Licht getauchte Segen klammern. Und dabei dachte Koriath bereits, die Menschen seien naiv. Nun jedoch, so hofft der zwergische Gelehrte zumindest, hat sich das Glück endlich wieder auf seine Seite geschlagen, wie ihm zumindest der Geruch entfernter Backwaren und die ersten Dächer kleiner Häuser einreden wollen, welche er über den kleinen Hügel hinweg zu erblicken vermag. Nichts weiter als ein vorfreudiges "Endlich" stiehlt sich über die Lippen des Bandolyn als er, beinahe schon übermütig ob der Hoffnung auf ein weiches Bett und echte Nahrung, das vertrocknete Brot zu Boden fallen lässt und sich anschickt, dem kleinen Dorf einen gerechtfertigten Besuch abzustatten.

 

Den Gurt seines Reiserucksacks, ebenso gefüllt mit wichtigen Dokumenten, wie mit anderen Objekten von persönlichem Wert, enger an sich ziehend, beschleunigt der arme Zwerg seine Schritte, nur einen flüchtigen Blick auf den kaum zu übersehen Kirchturm werfend, welcher sein Handeln an diesem Ort scheinbar bereits im Vorfeld zu bestimmen scheint. Eine gesunde Zurückhaltung wird ihm in diesem Kaff, wie Koriath beim Anblick der hohen Zinnen entscheidet, das nun doch nicht mehr so verlockende Dörflein zu bewerten, an der Tagesordnung stehen, doch zu seinem Glück plant dieser ohnehin keinen allzu langen Aufenthalt. Eine geruhsame Nacht, ein wenig Proviant und vielleicht der Hinweis auf den besten Weg in eine der größeren Städte ist alles, was er momentan braucht, und dann würde es auch bereits weiter gehen können. Doch natürlich, bereits wenige Meter nachdem er den unmarkierten Rand des Dorfes hinter sich gelassen hat, das erste Hindernis, nach einer ohnehin nicht umbedingt komplikationsfreien Reise, in Form zweier Hünen, welche wohl entweder nichts besseres zu tun haben oder aber die hiesigen Wächter repräsentieren. Den kurzen Fingerzeichen der beiden zufolge, haben diese Bandolyn wohl für eine spontane Inspektion erwählt, den kleineren Manne vermutlich für leichte Beute haltend um ein wenig ihre Macht spielen zu lassen. Wenngleich natürlich auch die Möglichkeit besteht, dass jene bloß etwas ausreichend Interessantes hinter dem Zwergen entdeckt haben, dem jener omenträchtige Wink tatsächlich gilt.

 

Doch kann der ohnehin weniger beliebte Wanderer dieses Risiko eingehen, nun wo er endlich wieder zivilen Boden unter seinen Füßen weiß?  Dass ein so kleines Dorf überhaupt über genügend Mannesstärke verfügt, um sich mit derartigen Kontrollen aufzuhalten, überrascht den Zwergen doch ein wenig, aber andererseits nähert sich die Nacht und mit dieser auch die Notwendigkeit auf einen gewissen Schutz vor potenziell finsterem Gesindel. Denn wer, wenn nicht diese tapferen Gesellen, sollte sonst das wertvolle Farmgut schützen, welches vermutlich den einzigen Schatz von zumindest noch theoretischem Wert in dieser Einöde repräsentiert? Ein kurzer Griff durch die kurzen Haare, diese zumindest ein wenig zu richten, bevor er sich den Autoritäten zu stellen hat, ölt Koriath bereits seine Silberzunge und tastet, nur für den Fall der Fälle, nach seinem Geldbeutel. Auf die ein oder andere Weise wird ihm Einlaß gewährt werden, dessen ist er sich sicher, wenngleich die Hoffnung auf einen reibungslosen Ablauf bereits beim Anblick der tumben Gesichter dieser.... Individuen, einen herben Dämpfer erleidet. Vielleicht lässt sich ja doch leichter ein Weg durch den Erdengrund schneiden, überlegt Koriath in bedächtiger Eile, den Gedanken jedoch ebenso schnell verwerfend, wie er gekommen ist, in Anbetracht der somit steigenden Gefahr, eventuelle Aufmerksamkeit zu erregen, ganz von dem Risiko abgesehen, unter irgend einem Abort zum Vorschein zu kommen. Nein, hier und heute ist der Gelehrte auf nichts weiter angewiesen, denn die Schärfe seines Verstandes als auch der hoffnungsvollen Ignoranz seiner potenziellen Gesprächspartner. Zumindest in dieser Hinsicht scheinen seine Chancen also nicht allzu schlecht zu liegen....

bearbeitet von Liskit

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Bestimmt für Jarn Olofson:

Bevor Du Dich der Gasse zuwendest, kreuzt noch ein junger Mensch Deinen Weg, den Du allerdings nicht weiter beachtest, zumal er auch Dir keine überschwängliche Beachtung schenkt - sieht man einmal von einem knappen Nicken des Kopfes als Zeichen des Grußes ab. Das Zuschlagen der Türe in Deinem Rücken signalisiert Dir, dass die Person das Gasthaus betreten hat, während Du Dich bereits der Gasse, aus der die Geräusche an Dein Ohr gedrungen waren, näherst.

Als Du Deinen Blick einigermaßen zurückhaltend in den schmalen Pfad zwischen zwei mittelhohen Gebäuden, deren bessere Tage sicherlich schon eine Dekade her sein müssen, wirfst, erkennst Du schnell, dass Deine Vermutungen falsch waren: Um die Ecke lugend erkennst Du drei Personen, von denen zwei der dritten gegenüberstehen. Die beiden Menschen - zumindest vermutest Du anhand ihrer breiten Statur, dass es sich dabei um solche handelt - wirken auf Dich recht bedrohlich, was die andere Person aber nicht aus der Ruhe zu bringen scheint. Diese kannst Du leicht anhand ihrer feinen Gesichtszüge, schlanken Gestalt und nicht zuletzt den spitzen Ohren als Elf identifizieren. Ihre gräuliche Hautfarbe lässt Dich annehmen, dass es sich dabei um einen dieser abstoßenden Schattenelfen handelt.

Von dem Gespräch, das diese scheinbaren Kontrahenten mit einander führen, hast Du bisher nicht viel mitbekommen. Doch nun, wo Du näher am Geschehen dran bist, schnappst Du einige Wortfetzen auf, die darauf hindeuten, dass die Menschen den Schattenelfen einer Tat beschuldigen und die Schuld hierfür einfordern.

Während Du Deine Beobachtungen machst, blickt der vermeintliche Schattenelf in Deine Richtung - zumindest er scheint Dich nun ebenfalls entdeckt zu haben. Ob dies ein Vor- oder Nachteil für Dich ist, steht bedrohlicherweise noch nicht fest.

Bestimmt für Robin von Strabruch:

Wäre Dir nicht bereits beim Betreten der Stadt aufgefallen, dass diese Siedlung über keine großen Reichtümer verfügt, hättest Du diesen Umstand spätestens bei der Kapelle bemerkt: Der Innenraum ist hier und da mit Schmutz bedeckt und die Fenster haben auch schon bessere Tage gesehen. Du kannst beim besten Willen nicht einschätzen, wie oft dieses Gotteshaus in Benutzung ist und es scheint auch niemand anwesend zu sein, den Du hättest fragen können. Schlussendlich findest Du jedoch einen kleinen Bereich, in dem Du Dein Knie vor dem von Dir erwählten Gott beugen kannst, ohne Deine Hosen mit weiterem Schmutz besudeln zu müssen.

Während sich die Sonne immer näher der Mittagsstunde nähert und Du nicht lange nach Verlassen der Kapelle auch das Gasthaus gefunden hast, bedeutest Du Deinem treuen vierbeinigen Begleiter, erst einmal vor dem Hause zu warten. Dein Versuch, ihn anzubinden, braucht einige Minuten: Es kommt scheinbar selten vor, dass Reiter in die Stadt einkehren, wodurch die typischen Balken, die es dafür bräuchte, ein Pferd anzubinden, fehlen. Unzufrieden wählst Du eine Alternative aus.

Währenddessen tritt ein Zwerg aus dem Gasthaus und schaut sich zunächst ein wenig um. Er sieht etwas mitgenommen aus, da seine Augen von dunklen Rändern umspielt werden und seine Hautfarbe im Gesicht etwas blass wirkt. Vielleicht hat er zu viel getrunken - nach dem, was Du von diesem Volk weißt, wäre dies durchaus möglich. Du nickst ihm knapp zu, als Du ihn passierst. Den Gruß erwidert er jedoch nicht, da er abgelenkt zu sein scheint.

Als Du das Gasthaus betrittst, ist auch hier sofort die Ärmlichkeit der Bewohner anzusehen: Zwar ist das Haus sauber gehalten, doch sehr schlicht eingerichtet und die Holzböden hätten nach Deiner Ansicht eigentlich schon gestern erneuert worden sollen. Deine Skepsis weicht jedoch, als Dich eine ältere Frau begrüßt, der das Gasthaus zu gehören scheint. Sie lächelt und versucht ihre von Anstrengungen gezeichnete Mimik zu überspielt, als sie Deinen Wünschen lauscht. Mit einer leisen Stimme antwortet sie Dir: "Verzeiht mir, werter Herr, aber ich kann Euch nur eine bescheidene Unterkunft anbieten. Es ist mir leider nicht möglich, Euch mit Speis und Trank zu versorgen, hierzu müsstet Ihr das Wirtshaus aufsuchen. Dort könnt Ihr auch nach einer Bleibe für Euren Vierbeiner fragen, denn einen Stall besitze ich nicht."

Und tatsächlich kannst Du lediglich einige Türen sowie eine Treppe erkennen, die von diesem Raum abgehen. Eine Küche oder gar einen Platz, in dem sich Gäste zusammenfinden können, kannst Du nicht ausmachen.

Bestimmt für Azhog Rabenschwinge:

Deinen Schritt fortsetzend kannst Du wenige Momente, nachdem Du über einen Schlafplatz nachgedacht hast, ein entferntes Wolfsgeheul hören. Ein Grinsen umspielt Deine Lippen, wenn Du bedenkst, über was Du kurz zuvor nachgedacht hast.

Der Pfad vor Dir verliert indes immer mehr an Qualität, was Dich vermuten lässt, dass er nicht allzu häufig genutzt wird oder sich schon lange niemand um ihn gekümmert hat. Ob Du Dich wieder von den bevölkerten Teilen dieser Region entfernst? Du kannst Dir keinen Reim darauf machen, was es damit auf sich hat. Bisher hast Du noch zu wenig Erfahrungen mit den anderen Völkern dieser Welt gesammelt. Obgleich diese Versäumnisse weniger Dir zuzuschreiben sind als Deinen anvisierten Gesprächspartnern, die es meist vermieden haben, Deine Initiativen nach einem Austausch aufzugreifen.

Während Du Dir diese Gedanken machst, überhörst Du das Geraschel nahe des Wegrandes, das sich durch das Unterholz des Waldes, an dem Du vorbeiziehst, auf Dich zu bewegt. Im nächsten Moment spürst Du, wie Dein rechtes Bein nach hinten gezogen wird, als es durch einen Gegenstand berührt wird. Den folgenden Sturz kannst Du nicht verhindern, versuchst Dich aber noch abzustützen, um den überraschenden Fall zumindest etwas abzufedern. Dennoch landest Du unsanft auf dem Kieselpfad vor Dir und spürst leichte Schmerzen kurzzeitig Deinen Körper durchströmen. Als Du versuchst, Dich aufzurichten, hörst Du das typische Geräusch, das eine Schwertklinge von sich gibt, wenn sie aus einer Scheide gezogen wird. Eine unangenehm klingende Stimme befielt Dir in ruhiger Tonlange, auf dem Boden zu bleiben und Dich umzudrehen.

Du kommst der Aufforderung nach und richtest Deinen Blick auf diesen überaus unfreundlich wirkenden Kerl: Es ist ein Mensch, dessen Kleidung schon an vielen Stellen Flicken aufweist oder noch beschädigt ist. Er ist unrasiert und seine Haare sind ebenfalls äußerst ungepflegt. Das Schwert, dessen Spitze auf Dich gerichtet ist, hat schon lange seinen Glanz verloren und wirkt auf einen Ork wie Dich auch nicht allzu bedrohlich. Dennoch dürfte Vorsicht geboten sein, denn der Mann weist eine durchaus kräftige Statur auf. Dein Gegenüber verzieht seine Miene, als er Dich mustert. Dann platzt es aus ihm heraus: "Eh, wat bist du denn für 'ne Kreatur? Biste in Farbe gefallen oder wat? Na, is' ja auch egal - gib' mir dein Geld!" Du bist also einem Wegelagerer zum Opfer gefallen, der offensichtlich noch nie zuvor einen Ork gesehen hat.

Bestimmt für Hannes Schwarzdorn:

Als Du in das Blickfeld der ersten Bewohner gerätst, die sich am Rande der Siedlung aufhalten, bemerkst Du, dass sie von Deiner Erscheinung eingeschüchtert sind oder sie als unangenehm empfinden - also keine Reaktion, die Dir fremd wäre und die sich für Dich auch schon häufig genug als hilfreich erwiesen hat. Eine Stadtwache kannst Du unter den Menschen der Stadt auf den ersten Blick nicht ausmachen, was Dich auf jeden Fall ein wenig beruhigt. Dein Aufenthalt dürfte somit weniger anstrengend ausfallen.

Allerdings tust Du Dich schwer, die Informationen, die Du Dir erhoffst, einzuholen, denn die Bewohner bewegen sich lieber von Dir weg, als Dich zu begrüßen, geschweige denn, Dir Deine Fragen zu beantworten. Du verziehst die Mundwinkel und beginnst, Dich ein wenig zu ärgern. Auch, wenn Dir diese Art von "Startschwierigkeiten" keinesfalls fremd sind, kommen sie Dir doch jedes Mal unnötig und sehr anstrengend vor. Und so musst Du erst einmal darauf verzichten, Deine Neugierde in Bezug auf das geistige Oberhaupt dieser Siedlung befriedigen zu können. Während Du durch die Gassen schreitest, die 'mal mehr, 'mal weniger gut zugänglich sind, dringen Stimmen an Dein Ohr, die auf einen kleinen Marktplatz schließen lassen. Die Inhaber der Stände müssen Dir Antwort geben! Schließlich können sie nicht einfach verschwinden, ohne fürchten zu müssen, man würde ihnen ihre Waren entwenden.

Als Du das, was Du für einen Marktplatz hältst, erreichst, bietet sich jedoch ein jammervolles Bild: Lediglich drei Stände sind dort zu finden, deren Holzkonstruktionen nicht allzu stabil aussehen. Von Deiner Position aus kannst Du einen mittelalten Mann erkennen, der Getreideprodukte verkauft. Ein anderer steht hinter einem Stand mit einigen, wenn auch kleineren Fleischstücken und eine Frau bietet einige Gemüsesorten feil. Eigentlich eine annehmbare Auswahl für eine Siedlung wie diese. Und dennoch befinden sich nur wenige Bewohner in der Nähe der Stände, um die Lebensmittel zu kaufen. Selbst Du als ausgestoßener Wanderer scheinst besser betucht zu sein als die Menschen hier.

Bestimmt für Naltyrr T'rissaghar De Rillochard:

Die beiden Männer schauen sich gegenseitig an und derjenige, der bisher noch nichts gesagt hat, zuckt kurz mit den Schultern. Die beiden Schläger können mit Deiner gehobenen Sprache wohl nur wenig anfangen, was Dich allerdings keinesfalls überraschen kann. Bevor Du eine Antwort erhältst, spuckt der Andere - begleitet von einem verächtlichen Schnauben - auf den Boden.

Dann stemmt er die Hände auf die Hüften und raunt Dir zu: "In unserem Gewerbe hält man es nicht so mit... Etikette, reiches Bürschchen." Das Wort Etikette spricht Dein Gegenüber aus, als sei es etwas, das man verachten müsste. Indes amüsiert es Dich, dass er Dich als Bürschchen bezeichnete, ist es doch wahrscheinlich, dass Du sogar älter bist, Deiner Herkunft wegen aber wie ein junger Mann wirkst. Allerdings lässt es Dich aufhorchen, dass er Dir Reichtum unterstellt. Insofern scheint er wirklich recht gut über Deine Vergangenheit Bescheid zu wissen - oder zumindest Teile davon. "Und wenn es danach ginge, hättet Ihr meine Frage erst einmal beantworten müssen." Der Schläger bricht in ein kurzes, dreckiges Lachen aus. Ob dieser verbale Konter seinerseits ein seltener heller Moment war oder ob er intelligenter ist, als er scheint, muss sich indes noch herausstellen. Mit einer kurzen Verzögerung stimmt auch der andere Mensch in das Gelächter ein, obgleich Du vermutest, dass er dies nur seiner Stellung wegen tut, nicht, weil er verstanden hat, was gemeint war.

Dann allerdings verfinstern sich die Mienen wieder und der Wortführer ergreift abermals das Wort: "Ihr wisst sehr gut, was Ihr getan habt und wer uns schickte - also tut nicht so unwissend. Ihr habt zwei Möglichkeiten: Entweder bezahlt Ihr Eure Schuld freiwillig oder aber wir holen uns Euer vieles Geld, nachdem wir Euch alle Knochen gebrochen haben." Während der Mann diese Drohung ausspricht, erkennst Du im Augenwinkel, wie sich eine Bewegung im Rücken Deines Gegenübers abspielt. Du konzentrierst Deinen Blick und erkennst einen Zwergen, der um die Häuserecke in Eure Richtung schaut.

Bestimmt für Koriath Bandolyn:

Bei näherer Betrachtung kannst Du erkennen, dass es sich bei den beiden Männern nicht um Stadtwachen handelt, da sie keine einheitliche Uniform tragen oder ein sonstiges Erkennungsmerkmal mit sich führen, das sie als Mitglieder einer gemeinsamen Einheit auszeichnet. Du bist Dir allerdings nicht sicher, ob dies in Anbetracht des Umstandes, dass sie ihre Aufmerksamkeit Dir gewidmet haben, ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist. Du versuchst, Dir nichts anmerken zu lassen und näherst Dich den beiden, immer noch mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass Du ihre Gesten falsch interpretiert hast.

Diese Hoffnung wird jedoch vollends zerstört, als Du von demjenigen angesprochen wirst, der zuvor auf Dich gezeigt hatte. Er offenbart ein Grinsen, bevor er mit heiser wirkender Stimme krächzt: "Was ist denn mit deinem Bart geschehen, Kurzer? Musstest du ihn unterwegs verspeisen?" Beide Männer brechen in ein Gelächter aus, das Du aber regungslos zur Kenntnis nimmst. "Ihr Zwerge seid doch immer so stolz auf Eure Bärte", spricht der Andere, "da scheinen wir hier doch jemanden zu haben, der ihn sich abnehmen musste." - "Oder er wurde ihm abgenommen" mutmaßt wieder der Erste. Selbst, wenn Du bisher die Gelegenheit erhalten hättest, zu antworten, wäre Deine Erwiderung wohl ungehört geblieben, denn die beiden haben Dich scheinbar nur zum Anlass genommen, ein mehr oder weniger sinnvolles Gespräch über Zwerge abzuhalten.

Doch dann wendet sich der Mensch Dir wieder zu. "Hier, Kleiner, nimm diese Münze - du hast sie nötiger, als ich. Aber gib nicht Alles auf einmal aus." Im nächsten Moment schnippt er Dir ein Kupferstück zu, das Du ohne Probleme auffängst. Du überlegst kurz, ob Du noch etwas sagen willst, aber da sind beide ob der letzten Äußerung wieder in ein Gelächter ausgebrochen und scheinen Dich sowieso nicht mehr zu beachten.

So weit ist es nun schon gekommen - man hält Dich für einen Landstreicher, einen Bettler. Das Ganze erscheint Dir noch surrealer, als Du Dich umblickst und die Bewohner der Stadt betrachtest: Du kannst niemanden erkennen, dessen Kleidung auf große Reichtümer schließen lassen. Auch die Häuser haben allesamt schon bessere Tage gesehen. Bei einigen von ihnen ist sogar dieser Umstand noch anzuzweifeln. Zumindest wirst Du so für eine mögliche Unterkunft nicht viel bezahlen müssen.

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Jarn Olofson

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Jarn schüttelt leicht seinen Kopf sodass seine Zöpfe ins schwanken geraten 'ein Schattenelf' schießt es ihm durch den Kopf. Die letzten Worte des einen der Menschen hallen in seinem Gedächtnis nach während sich sein Blick verfinstert. ' "Entweder bezahlt Ihr Eure Schuld freiwillig oder aber wir holen uns Euer vieles Geld, nachdem wir Euch alle Knochen gebrochen haben." '

 

Langsam, um nicht gesehen zu werden, zieht er sich hinter die Hausecke zurück, seine Hand legt sich wieder auf den Kopf seines Hammers. 'Ich sollte mich nicht in die einfachen Angelegenheiten dieser "Herren" einmischen, dieser dreckige Schattenelf wird diese Abreibung wahrscheinlich wirklich verdient haben. Unschuldig ist er auf keinen Fall, nicht wahr Korn?.' Bei dem letzten Gedanken muss er unwillkürlich hämisch lächeln.

 

So schnell und leise ihn seine Zwergenbeine tragen huscht Jarn an der Gasse vorbei und richtet seinen Blick starr auf den Marktplatz. Die Sonne steht schon wieder ein Stück höher am Himmel. Es scheint, soweit Jarn das mit seinen Wetterkentnissen und dem Wissen über diese Region sagen kann, ein schöner Frühlingstag zu werden. Weit ausschreitend blinzelt er die Sonnenflecken in seinem Sichtfeld weg, 'so ganz werden sich meine Zwergenaugen wohl nie an die Helligkeit der Sonne gewöhnen. Aber die von ihr ausgehende Wärme hat schon etwas für sich muss ich zugeben'.

 

Je näher er dem Marktplatz kommt, desto mehr hat er die Geschehnisse in der Gasse vergessen. Ein kleiner Bummel über den Markt wird ihm guttun und die restliche Wirkung des Alkohols der vergangenen Nacht verfliegen lassen. Heute Abend würde er sich etwas zurückhalten müssen. 'Das Bier war sowieso nicht gerade das Beste, selbst nach menschlichen Maßstäben'.

 

Auf dem Markt lässt er seinen Blick über die dargebotenen Waren schweifen. Er erwartet hauptsächlich Nahrungsmittel und einfache bäuerliche Kleidung vorzufinden. Als er die 3 jämmerlichen Stände erblickt scheinen sich seine Vermutungen zu bestätigen. Immerhin gibt es etwas Gemüse und Jarn beschließt der Bäuerin einige Möhren für Korn abzukaufen. "Da wird mein Freund sich begeistert drüber hermachen, habt Dank gute Frau und möge euch das Licht lange scheinen."  Im Anschluß versucht er eine Flasche Korn für sein Reisegepäck aufzutreiben. Den überaus großgewachsenen Mann mit dem ungepfelgten Äußeren und der Augenklappe mustert er kurz misstrauisch. Könnte das der Kontaktmann sein? Ein Dörfler ist das sicher nicht. Immer wieder lässt Jarn seine Augen zu dem Mann wandern.

 

Falls nichts weiter passiert würde er sich nach einiger Zeit auf den Weg zurück zum 'Troubadour' machen um nach Korn zu sehen, die Möhren zu überreichen und selbst auch reichlich zu MIttag zu essen. Etwas von dem dünnen Menschenbier würde er sich dabei auch zu Leibe führen.

bearbeitet von Delln

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Azhog Rabenschwinge

 

Azhog ist in die Welt hinaus gezogen um mehr über andere Völker zu lernen und einen Platz für sein Volk in der Welt zu finden.

Doch bisher begegnete er nur Vorurteilen und Missgunst. Ein Dämpfer nach dem anderen, wieder und wieder.

Jeder andere Ork würde vermutlich schon längst in rasender Wut auf alles einschlagen, doch ein Teil von Azhogs Erziehung beinhaltete die absolute Kontrolle über sich selbst.

Doch dieser mickrige Räuber der nun vor Azhog steht und ihm mit diesem Stück Eisen bedroht lässt Azhogs Selbstkontrolle in einer Welle aus roter Wut ertrinken. Er kann förmlich fühlen wie das tote Stück Metall, welches man aus der Erde entrissen hat die Ströme der Natur unterbricht und diese tote Aura lässt ihn eher zurück zucken vor dem Räuber als die Gefahr welche von diesem ausgeht.

Der Mann ist zwar kräftig, doch hat Azhog wenig bedenken, dass er nicht mit ihm fertig werden würde - würde er selbst nicht gerade auf dem Boden liegen mit einer Waffe vor seinem Gesicht.

Es wäre vermutlich klüger mit dem Mann zu reden und ihm zu verdeutlichen, dass es bei Azhog nichts zu holen gibt.

Doch ob es an der generellen Situation, all den bisherigen Fehlschlägen oder an der Wut über seine Unachtsamkeit liegt - oder an der Summe dieser Teile - die Welle aus heißer Wut lässt Azhog seine Selbstbeherrschung vergessen wie es nur jedem wilden Ork gut zu Angesicht gestanden hätte.

Azhogs rote Augen scheinen mit einem Mal heller sein, förmlich zu glühen.

Noch während er von der Waffe auf dem Boden zurück weicht, indem er rückwärts ähnlich einer Spinne krabbelt, tastet Azhogs nach seinem Stab, der mit seinem eisenharten Holz und großen Gewicht auch Azhogs Waffe darstellt. Doch selbst damit liegt Azhog immer noch am Boden. Die Welle der Wut lässt jedoch auch alle Vorsicht und Zurückhaltung vergessen und Azhog lässt seinen anderen Waffen freien Lauf.

Mit einem Krächzen stürzt ein schwarzer Pfeil aus der Luft direkt hinter dem Räuber und zielt auf dessen ungeschützten Kopf.

Mit Schnabel und Krallen hackt ein schwarzbefiederter Schemen mit roten Augen auf den Wegelagerer ein. Mehr erschrocken als ernsthaft verletzt dreht sich dieser um und schlägt mit dem Schwert in der Luft herum, doch das schwarze Biest ist bereits wieder in den Baumkronen verschwunden.

Man muss dem Mann zu Gute halten, dass er schnelle Reaktionen hat, denn er will sich schon wieder zu Azhog umdrehen, da er schnell begreift dass von diesem eine größere Gefahr ausgeht. Noch kann er Azhog am Boden erwischen, oder zumindest in einer ungünstigen Haltung, denn ein Rascheln zeigt an, dass Azhog nicht untätig auf den Boden sitzen bleibt.

Doch als der Wegelagerer seinen Körper wieder zurück drehen will, gehorcht zwar sein Oberkörper, aber seine Füße bleiben stehen und bewegen sich nur äußerst zäh. Ein Blich nach unten zeigt, dass kleine Wurzeln und Schlingpflanzen seine Füße bis zu den Knöcheln umschließen und festhalten.

Überrascht blinzelt der Räuber einmal und reißt dann seine Füße mit einer kleineren Kraftanstrengung aus der behindernden Flora.

Bevor er sich weiter zu Azhog drehen kann, lässt ihn ein Krächzen unwillkürlich wieder nach oben schauen, doch schnell bemerkt er seinen Fehler und dreht sich vollends zu Azhog um.

Das Einzige was der Wegelagerer aber im Moment von Azhog wahrnimmt, sind die förmlichen glühenden Augen, welche immer näher kommen, sowie den massiven zweihändig geschwungenen Stab, welcher in einem Halbkreis seitlich mit noch größerer Beschleunigung auf ihn zielt.

Azhog hätte wohl weglaufen können - und vielleicht auch besser sollen - aber momentan regierte die Wut auf diesen erneuten und absolut unnötigen Rückschlag.

Es gibt wohl nicht, was weiter entfernt sein könnte von Azhogs Plänen und Wünschen als der Kampf mit einem Menschen, aber momentan war dies Azhog vollkommen egal. Er besteht nur aus Wut und Instinkten. Die heiße, urtümliche Wut eines Orks und die Instinkte eines Raubtieres und Jägers.

bearbeitet von Belgarath112

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Hannes Schwarzdorn

Der schwache Andrang auf die vergleichsweise reichhaltigen Stände verwundert mich. Diese Menschen müssen wirklich sehr arm sein. Bestimmt werden sie ausgebeutet, schießt mir durch den Kopf. Ich versuche den bösartigen Gedanken, das mir dieser Zustand vielleicht nützlich sein könnte, zu verdrängen und trete ein paar Schritt auf den Getreidestand zu, um nicht nur ein paar Fragen über Land und Leute zu stellen, sondern auch etwas zu essen zu kaufen. Auch wenn mir ein Stück frisches Gemüse gerade deutlich verlockender vorkommt, im Wald, wo ich bestimmt bald wieder landen werde, wächst Brot deutlich seltener. Außerdem ist der Verkäufer bereits etwas älter und besitzt scheinbar eine Bäckerei, eine Mühle oder zumindest ein Feld in der Nähe, bestimmt weiß er einige nützliche Dinge über die Umgebung, die mir dienlich sein könnten. Handeltreibende wie er wissen oft von guten Verstecken für ihre Waren oder einen Ausgestoßenen wie mich, patrouillierenden Zöllnern und Soldaten oder auch nur einem guten Gasthaus mit Schlafmöglichkeiten und einem guten Bier. Gerade für einen sicheren Platz zum Schlafen wäre ich sehr dankbar. Bestimmt kann er mir helfen, vom Stand aus kann er mir ja schlecht ausweichen.

bearbeitet von Kommissar Trymon

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Naltyrr T'rissaghar De Rillochard

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"Ob der Zwerg wohl zu den Schlägern gehört?†œ, schießt ein Gedanke durch  Naltyrrs Kopf: „Nein das glaube ich nicht, sonst würde er in meinem Rücken stehen! So dumm ist der Schlägertrupp auch nicht, dass sie nicht wissen, wie man jemandem eine Falle stellt. Aber was macht er dann hier? Weiß er etwas? Weiß er was die Schläger von mir wollen? Oder ist das nur ein Schaulustiger, welcher gerne eine Schlägerei sehen würde!"
„Los antworte du Made!†œ, brüllt ihn der Schläger an und reißt Naltyrr aus seinen Gedanken.
„Ok, ihr habt gewonnen. Ich gebe euch das Geld, aber ich muss es aus meinem Rucksack holen!†œ Um seine Aussage zu unterstützen nimmt der Elf seine Hände nach oben und nach einem kleinen Nicken der Schläger nimmt er seinen Rucksack nach vorne. Doch kaum hat er diesen in den Händen, schmeißt er sein Gepäckstück, dem vermeintlichen Anführer entgegen. Mit einer flinken Bewegung lässt er seinen Gehstock von der linken, in die rechte Hand gleiten um dem anderen Schläger damit an die Schläfe zu hauen. Dieser verdreht, aufgrund der Wucht und Präzision des Schlages, seine Augen und kommt ins Taumeln.
„Verdammt, der hätte eigentlich umfallen müssen. Das ist eine ganz schön zähe Ratte!†œ, denkt Naltyrr und schlägt mit seinem linken Fuss in die Kniekehle des Anführers. Dieser knickt ein und fällt auf die Kniee, den Rucksack immer noch in der Hand haltend. Naltyrr rammt dem Mann sein rechtes Knie in die Brustmitte, worauf dieser laut aufstöhnt und zu Boden geht und schwer atmend liegen bleibt. Mit einem erneuten Schlag auf die Schläfen geht auch der andere Angreifer zu Boden.
Naltyrr spührt eine innere Wut in sich aufsteigen, gern würde er ein Messer ziehen und den beiden die Kehle aufschneiden, doch er ballt seine Fäuste so fest, das seine Knöchel weiß werden und beruhigt sich.

Dann sieht Naltyrr, wie sich der Zwerg abwendet  und schnell auf den Marktplatz verschwinden will. Er nimmt seinen Rucksack an sich und durchsucht rasch die zwei Menschen auf Hinweise über deren Herkunft und Auftraggeber.
Dann nimmt er die Verfolgung des Zwerges auf. Naltyrr sucht den Schutz im Schatten der Häuser oder im Gemenge, aber stehts hat er einen Blick auf den Zwerg. Es scheint so als suche er jemanden. "Vielleicht eine Stadtwache oder den Schlägerboss!", geht es dem Schattenelf durch den Kopf. Doch dann sieht er, wie der Zwerg Möhren kauft. Sein Gespräch mit der Marketenderin war kurz: "Zu kurz um Informationen auszutauschen!"
Anschließend zieht er weiter und Naltyrr kommt es so vor, als sucht er immer noch irgendetwas oder irgendwen. Doch schließlich kehrt der Zwerg um und kommt in die Richtung des Schattenelfs. Schnell zieht sich dieser in eine kleine dunkle Nische zurück, den Blick immer noch auf den kleinen Mann gerichtet. Dann verfolgt er ihn weiter, als dieser den Markt, durch die kleine Gasse, verlässt.
Nachdem sie den Lärm des Marktes hinter sich gelassen haben und die Gasse frei von unfreiwilligen Zuhörern war, stellte er den Zwerg:
„Wer seid ihr und was wisst ihr über diese Schläger, die mich gerade bedroht haben?†œ
 
bearbeitet von LastKnight

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Jarn verlässt schlendernd und in Gedanken bei der Auswahl seines etwas verspäteten Frühstücks den Marktplatz. Seine kurzen Schritte führen ihn in Richtung des Wirtshauses.

Als die großgewachsene Gestalt des Elfen aus dem Schatten der Nische auftaucht zuckt Jarn erschrocken zusammen. Seine freie Hand fährt hoch zu seiner Brust, während die andere den Griff um die Möhren verstärkt, die beinahe ihrem Griff entglitten wären. Seine Augen ziehen sich zusammen als er den Schattenelfen als solchen erkennt. 'Beim Licht! Was will dieser verfluchte Mistkerl von einem Elfen?'

Auf die Worte Naltyrrs antwortet er nach kurzer Pause in einem langsamen Tonfall: "Nun, auch wenn man sich unter zivilisierten Völkern zunächst selbst vorstellt will ich euch diese Unhöflichkeit verzeihen." Er mustert den Elfen und schätzt ihn als durchaus überlegenen Gegner ein, zumal er selber bis auf seinen kleinen Hammer und ein Brotmesser in seinem Beutel unbewaffnet ist.

"Man nennt mich Jarn Olofson und ich bin Prospektor der ehrenvollen Gilde der Bergleute aus Eisentor..." kurz denkt er nach "...Steineklopfer würdet ihr wohl sagen. Mit den Gestalten von vorhin habe ich nicht zu schaffen noch kenne ich ihre oder euren Namen."

bearbeitet von Delln

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Robin von Strabruch

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"Habt Dank nette Gastfrau. Doch ohne meinen Brutus will ich wirklich nicht schlafen. Wenn ihr noch einen Platz auf einer Wiese für ihn frei hättet, würde ich eventuell noch auf das Angebot zurück kommen. Aber für´s erste, werde ich versuchen für meinen Brutus einen Schlafplatz zu suchen. Vielleicht bis später."

 

Ich begebe mich dann erst einmal wieder hinaus. Dieses Örtchen scheint es tatsächlich nicht gut getroffen zu haben. Den Göttern wird nicht anständig gehuldigt und fürs treue Reittier wird hier auch nicht die gebührende Achtung geschenkt. 

 

"Na Dicker. Für dich finden wir schon noch einen anständigen Schuppen."

 

Dann wende ich mich mit Brutus an meiner Seite dem Gasthaus erst einmal wieder ab. Schaue mich ratlos um. 

 

"Hmm... was mit diesem Zwerg wohl war? In diesem Gasthaus hat er sich offensichtlich nicht betrunken."

 

Anschließend schaue ich mich nach der Alternative Wirtshaus um und ob dies "pferdefreundlicher" ist und begebe mich auf die Suche nach diesem.

 

"Ja, mein Dicker. Wenn wir auch dort nichts finden, finde ich schon eine Scheune. Mit dem schnell genug weg kommen haben wir ja mittlerweile unsere Erfahrung."

 

Brutus schnaubt und Ich lache, während wir gemeinsam Richtung Wirtshaus ziehen, bzw. dieses erst einmal suchen. 

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Naltyrr T'rissaghar De Rillochard
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Naltyrr schaute den Zwerg etwas misstrauisch an, doch er konnte keine Lüge in seinen Augen erkennen und er hat schon einige Lügner in seinem Leben getroffen. Er selbst war da keine Ausnahme.

"Verzeiht mir mein unhöfliches Benehmen!" Der Schattenelf verbeugte sich und merkte wie er sich entspannte. Er muss wohl unbemerkt seine Hand um den Griff seines Rapiers gelegt haben, als er das merkte, nahm er auch diese weg von seiner Waffe.

"Mein Name Naltyrr T'rissaghar De Rillochard, ich wollte euch keine Angst machen, doch ich hatte vermutet, dass ihr etwas mit den Schlägern zu tun habt. Ich habe selber keine Ahnung wer diese Typen waren und was diese von mir wollten! Ich würde das gerne wieder gut machen, wenn ihr nichts dagegen habt! Was kann ich tun, damit ihr unsere Begegnung, nicht schlecht in Erinnerung behaltet?"

bearbeitet von LastKnight

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Jarn Olofson

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Jarn scheint den ersten Schock überwunden zu haben und sein Unmut gegenüber Schattenelfen scheint die Oberhand zu gewinnen. "Angst? Das ich nicht lache! Überrascht habt ihr mich lediglich ihr hinterhältiger Schurke von einem Schattenelfen." 'Also halt wie alle Schattenelfen - ein verkommener Haufen von einem Volk'. "Mich interessieren eure Geschäfte nicht. Und euer Name interessiert mich ebensowenig."

Bei den letzten Worten des Elfen horcht er allerdings auf und sein Gesicht entspannt sich etwas "Nun, ich will mal nicht so sein. Auf ein Bier und einen Korn im Troubadour könntet ihr mich einladen, auf dass der Schreck aus den Gliedern fährt."  'Laut dem einen der Schläger soll der Kerl ja Geld haben, da schadet es nicht ihm etwas davon abzuluchsen.'

"So Kommt" Aus den Augen lassen wird er diesen Schattenelfen dennoch nicht, der soll ruhig mal ein paar Schritte vorgehen. Mit einer einladenden Handbewegung weist er dem Elfen den Weg in Richtung des Wirtshauses "Nach euch."

bearbeitet von Delln

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Koriath Bandolyn

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Leicht in sich hinein schmunzelnd, als er seinen Fehler erkennt, amüsiert sich der ermüdete Zwerg kurzweilig über seine Erweiterung eines bekannten Sprichwortes, indem er beweist dass Irren tatsächlich auch zwergisch sein kann. Im selben Atemzuge jedoch tadelt sich dieser bereits für diesen unansehnlichen Patzer mentaler Vernebelung, seine kindliche Freude über einen derartig schlechten Scherz, welcher eindeutig auf die lange Wanderung zurück zu führen sein muss, einen Gelehrten seines Kalibers schlichtweg beschämend. Ja, ein warmes Bett oder doch zumindest ein bequemer Stuhl scheinen im Augenblick weit wichtiger noch zu sein als alles andere, allem voran die groben Knaben, welche offenkundig ein paar Krüge zu viel eingeworfen haben, vermutlich in der Hoffnung die Leere zu füllen an der andere Personen ihr Selbstwertgefühl transportieren. Ihnen eine auch nur geringfügig gehaltene Parolie zu bieten, nun da Koriath sie nicht mehr als Bedrohung für seine fortschreitende Reise betrachtet, wäre kaum mehr denn eine gar unnötige Verschwendung, ohnehin gering gehaltener Energiereserven, über welche der jüngst Verspottete sparsam zu verfügen gedenkt. Entsprechend entscheidet dieser, die silberne Zunge, welche zuvor noch gedachte das ungeschlachtete Gestein ihrer Herzen zu ummanteln, lieber dort zu verwahren wo sie sich zwar weniger heimisch fühlt, aber zur selben Zeit auch nicht Gefahr läuft, diese unbedeutende Misere länger hinaus zu zögern, als notwendig. Matt lächelnd sieht der Zwerg zu seinen erwählten Peinigern auf, als jene sich bemühen, begrenzten Geistreichtum auf seine Kosten zum Besten zu geben, in Gedanken bereits abgeschweift zu weit wichtigeren Überlegungen über die Natur der Magie und ihrer Anwendungsmöglichkeiten.

 

Erst vor Kurzem, so erinnert sich der Wanderer, hatte er einem alten Baumeister den Vorschlag gemacht doch einfach einige frische Felsen aus dem Boden zu ziehen, anstatt sich auf die langwierigen Einführungsmethoden der menschlichen Straßen zu verlassen, eine Idee welche nichts weiter denn fraglich gehaltene Verwirrung erntete. Als der selbsternannte Zweifler des Arkanen ihm daraufhin einige Erklärungen zu Mechaniken und Methodik offen legen wollte, hatte jener ihn nur mit einer mehr denn unfeinen Geste von dannen gehetzt, mit strenger Stimme darum bittend seine "verfluchte Kunst" von ehrlichen Leuten fern zu halten.

Ein weiterer, leider in seiner Form nicht seltener Rückschlag für Koriath, der nur erneut zeigte dass das einfache Volk nicht bereitwillig verstehen würde, welchen Nutzen man aus der "Magie" ziehen konnte, wenn man nur aufhörte sie zu deifizieren. Vielleicht, so denkt der Brünette bei sich, einen kurzen Vermerk zu seinem Bart aufschnappend, den einer der Beiden scheinbar in seine Richtung wirft, gibt es ja eine bessere Methode um die denkenden Wesen dieser Welt eines Besseren zu belehren. Nur eventuell.... ja, vielleicht wenn es ihm gelingt die Weltensteine .... die Kirche würde ein Problem werden, doch um diese konnte man sich kümmern .....

 

Weiter jedoch kommt der nachdenkliche Gelehrte nicht in seinen, vergleichbar finsteren, Überlegungen als ein schwächlicher Aufprall gegen seine stramme Brust ihn aus Visionen einer fürchterlichen und doch zu gleichen Teilen so verlockenden Zukunft reißt. Ein matter Schein, nun wirklich gülden kann man ihn wohl nicht gerade nennen, vielleicht eher ein abgestandenes Braun, unter dessen altersschwacher Fassade sich noch irgendwo die Erinnerung an alte Glorie verbirgt, streift kurz das Sichtfeld des erwachenden Zwergen als sich die ungeschlachteten Grobiane auf den Weg machen. Wie aus einem wachenden Instinkt heraus findet das kleine Objekt, nun deutlich als eine Münze zu erkennen, ihren Weg in die Hand des Mannes, als dieser sie vorsichtig betrachtet. "Immerhin spendierfreudig sind die Landmenschen, das muss ich ihnen lassen...." äußert sich Koriath, wohl das erste Mal an diesem anstrengenden Tage, in mehr als einem Räuspern oder einsam gehaltener Worte, während er das geringe Kleinod zwischen seinen Fingern tanzen lässt. Behutsam gleitet die Münze auch sogleich in den verarmten Geldbeutel, bevor sich sein Besitzer erneut umsieht, die aufmerksamen Augen wieder dem eigentlichen Ziel entgegen bringend, für welches er das abseits gelegene Dorf überhaupt betreten hat. Irgendwo hier muss sich doch eine Taverne oder anderweitige Unterkunft finden lassen....

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Bestimmt für Jarn Olofson und Naltyrr T'rissaghar De Rillochard:

Gemeinsam macht Ihr Euch in Richtung des Wirtshauses auf, allerdings prägt Schweigen Euren Fußmarsch zum Gebäude. Zu stark ist die angespannte Situation zwischen Euch spürbar. Die Abneigung des Zwergen gegenüber dem Schattenelfen wurde bereits deutlich zur Sprache gebracht. Allein, dass dieser auf die provokanten Worte in ähnlicher Weise bisher nicht reagiert hat, verhinderte eine Eskalation. Auf der anderen Seite mangelt es dem Zwergen nicht an Mut, sich gegenüber jemandem, der aus einer Konfrontation gegen zwei kräftig wirkende Menschen ohne offensichtliche Wunden hervorgegangen ist, derart zu äußern. Jedem von Euch fällt auf, dass der jeweils Andere den Weg zum Wirtshaus zu kennen scheint, denn die Schritte des Begleiters sind sicher und lassen darauf schließen, dass er sich dem Gebäude nicht das erste Mal nähert.

Auf dem Weg, der auch am Wirtshaus vorbeiführt, hat sich die Anzahl der Passanten inzwischen ein wenig im Vergleich zu den früheren Stunden des Tages vermehrt und der Eine oder Andere von ihnen scheint bereits die erste Lust auf ein Getränk zu verspüren. Von Euren jeweiligen Besuchen wisst Ihr jedoch, dass sich die wenigsten der Bewohner die wirklich akzeptablen Gebräue leisten können. Vor dem Gebäude ist zudem ein Pony angebunden, dessen Anwesenheit In Anbetracht der ärmliche Ortschaft einen eher überraschenden Anblick bietet. Der Zwerg scheint dabei einen besonders prüfenden Blick auf das Tier zu werfen. Dem Schattenelfen bleibt aber verborgen, wie dieser Blick zu deuten ist. Stehen bleibt keiner von Euch, stattdessen tauscht Ihr ab und zu eher misstrauische Blicke mit einander aus, denn so ganz geheuer ist Euch die jeweilige Begleitung nicht.

Als Ihr den Innenraum des Wirtshauses betretet, schlägt Euch der typische Geruch entgegen, vermengt mit warmer, leicht abgestandener Luft. Sowohl Gerüche als auch Wärme stammen von den ersten Kunden, die bereits Platz genommen haben. Auch das Feuer, das in der Ecke prasselt, erfüllt die Luft. Von einem Nebenraum sickert der Geruch von Alkohol in den Schankraum. So im Licht des Wirtshauses fällt jedem von Euch plötzlich ein, dass Ihr Eurem jeweiligen Begleiter nicht zum ersten Mal begegnet seid. Ihr erinnert Euch, dass sich Eure Blicke bereits am gestrigen Abend kurz kreuzten. Ihr wart aber jeweils mit anderen Dingen beschäftigt, als dass Ihr dem jeweils Anderen nähere Beachtung geschenkt hättet.

Kaum, dass Ihr den Schankraum betreten habt, kommt Euch die Schankmagd entgegen: Eine junge Menschenfrau, die noch eher jugendliche Gesichtszüge trägt. Als der Blick des Schattenelfen auf sie fällt, errötet sie leicht und dem Zwergen fällt ein, dass sein Begleiter dem jungen Ding bereits am gestrigen Abend den Kopf ein wenig verdreht hatte. Dieser Gedanke drängt den Zwerg zu einem abfälligen Augenrollen, während die Schankmagd nur Augen für den eleganten und aus ihrer Sicht exotischen Schattenelfen zu haben scheint.

Bestimmt für Azhog Rabenschwinge:

Der Umstand, dass sich die Situation in nur wenigen Momenten zwischen Dir und Deinem Gegenüber verändert hat, lässt dessen zuvor gezeigte Selbstsicherheit verpuffen. Du siehst, wie das Schwert in seiner Hand stark zittert und selbst ob der Dunkelheit scheint es Dir, dass der Wegelagerer für einen Moment nicht Herr seiner Blase war. „W-w-wa-at bist du?! L-l-lass mich in Ruhe, du Dämon! Weg mit dir!†œ Deinem Wunsch leistet Du natürlich keine Folge, zu sehr brodelt in Dir das Adrenalin, zu sehr bist Du zum Kampf bereit. Und doch stürzt Du Dich nicht auf den Menschen, vielmehr willst Du die Aura der Angst, die Du bei ihm erzeugst, schüren, sie fester um ihn ziehen, ihn spüren lassen, dass er einen gewaltigen Fehler begangen hat. Je näher Du kommst, desto heftiger zittert der Arm des Mannes, bis plötzlich das lädierte Schwert zu Boden fällt und mit einem Klirren dort aufschlägt. Im selben Moment macht der Mann auf dem Absatz kehrt und wendet sich zur Flucht, stolpert dabei fast über seine eigenen Füße und rennt mit einem von Entsetzen geprägten „Aaaaaah!†œ den Pfad entlang, so schnell es geht von Dir weg. Diese Reaktion nimmt Dir einen Teil Deiner Wut und Du widerstehst dem Wunsch, abermals die Ranken einzusetzen. Du bist Dir sicher, dass dieser Mensch seine Lektion gelernt hat und es sich in Zukunft zwei Mal überlegen wird, am späten Abend einen Passanten zu überfallen.

Als sich Dein Kampfesrausch langsam verflüchtigt, entspannt sich auch der Fokus Deiner Sinne wieder und breitet sich auf Deine gesamte Umgebung aus. Das Erste, was Dir in die Nase steigt, ist der unangenehme Geruch von Urin und dort, wo der Mann zuletzt stand, hat sich der Untergrund etwas dunkler gefärbt. Der Boden und auch der Pfad um Dich herum ist durch den Einsatz Deiner magischen Kräfte etwas aufgewühlt. Doch der stärkste Hinweis auf den - doch schlussendlich kurzen - Schlagabtausch ist das Schwert, das vor Dir auf dem Boden liegt, kalt und unnatürlich, wie jede dieser Waffen in Deiner Wahrnehmung erscheint. Du bemerkst, wie Dich diese Waffe - so abgenutzt sie auch sein mag - in ihren Bann zieht. Einige Moment starrst Du auf das Schwert und überlegst, was Du nun damit anstellen sollst, als Dich plötzlich ein vertraut klingendes Krächzen aus Deinen Gedanken reißt. Als Du Deinen Blick zu Himmel richtest, erkennst Du, dass die Sonne mittlerweile komplett untergegangen ist.

Bestimmt für Hannes Schwarzdorn:

Der Mann scheint zunächst ebenfalls von Deiner Erscheinung stark eingeschüchtert zu sein. In seinem Blick erkennst Du die Sorge, dass Du ihn auszurauben gedenkst. Doch als Du mir ruhiger Stimme den einen oder anderen Laib Brot orderst und ihm ein paar Münzen auf die Holztheke legst, kannst Du den Stein, der von seinem Herzen purzelt, förmlich hören. Du scheinst sogar ein dünnes Lächeln auf seinen leicht aufgesprungenen Lippen zu erkennen, was Dir ein wenig Mitleid abringt.

Routiniert verwickelst Du ihn in ein Gespräch, darauf bedacht, es wirken zu lassen, als sei Deine Neugierde etwas ganz Banales und diene nur dem Zweck, einen unbekannten Ort etwas besser kennen zu lernen. Ob es daran liegt, dass der Händler Dein Verhalten nicht durchschaut oder einfach nur froh ist, dass er sich mit jemandem austauschen kann, bleibt schwerlich zu beurteilen. Doch in Anbetracht der Informationen, die er Dir preis gibt, bleibt es auch schlussendlich egal, wie es zu seiner Redseligkeit kommt:

Du erfährst, dass dieser Ort schon seit Längerem keine Zuwendung der größeren Siedlungen erhält und die Bewohner dadurch kaum Möglichkeiten haben, Geld zu erwirtschaften. Er scherzt zwar, dass somit auch das Risiko von Banditen und Wegelagerern sehr niedrig liegt, aber Du spürst sofort die Bitterkeit, die in diesem Scherz liegt. Dein Gegenüber weiß zu berichten, dass er es sogar noch recht gut hat, da er auf Grund seiner Erzeugnisse kein Hunger leiden muss. Aber Du siehst ihm an, dass auch seine Situation keinesfalls als annehmbar bezeichnet werden kann. Was Dich allerdings überrascht, ist der Umstand, dass Dir der Mann nicht von der typischen Geschichte erzählt, dass das Dorf von einem gierigen Ortsvorsteher oder Bürgermeister ausgebeutet worden ist, der hohe Steuern verlangt. Vielmehr entsteht bei Dir der Eindruck, dass diese Ortschaft schlicht und ergreifend einfach vergessen worden ist. Du lässt Dir Dein Erstaunen nicht anmerken, aber diese Erzählung wühlt Dich schon ein wenig auf. Eigentlich könntest Du Dich freuen, dass Du an diesem Ort vor offiziellen Beamten und Soldaten sicher bist, aber der Teil in Dir, der nicht zu dem Raubritter gehört, leidet mit diesen Männern, Frauen und Kindern.

Dein Gesprächspartner verweist Dich zum Schluss auf ein Gasthaus sowie ein Wirtshaus. Letzteres kannst Du - als er Dir die Richtung weist - bereits von Deinem jetzigen Standort aus sehent. Als Du die zwei Laib Brot, die Du gekauft hast, an Dich nimmst, fügst Du den Münzen, die den Kauf abschließen sollen, noch zwei weitere hinzu. Zum Einen, um für die Auskünfte zu danken und zum Anderen, um Deinem Mitleid wenigstens etwas gerecht zu werden. Als Du Dich verabschiedest und der Verkäufer ob Deiner Großzügigkeit ein volles Lächeln auf seine Lippen legt, stellst Du Dir die Frage, ob Du Dir erst ein Zimmer im Gasthaus sichern willst oder Deinen inneren Aufruf mit einem Bier lindern möchtest.

Bestimmt für Robin von Strabruch:

Du kannst die Enttäuschung im Gesicht der Frau sehen, die Dein Entschluss, die Miete des Zimmers aufzuschieben, in ihr hervorgerufen hat. Aber darauf kannst Du in diesem Moment keine Rücksicht nehmen, denn Deine Prioritäten sind in Bezug auf Deinen vierbeinigen Begleiter klar. Und solange Du Dir seiner Möglichkeit, in Ruhe zu rasten, nicht sicher bist, steckst Du Deine Bedürfnisse erst einmal zurück. Dein Abschied scheint aber eine gewisse Hoffnung in der Besitzerin des Gasthauses zu wecken, dass Du ihr doch noch ein paar Münzen einbringst.

Als Du Brutus wieder losbindest und mit ihm an Deiner Seite wieder auf die Pfade der Ortschaft einschwenkst, erinnerst Du Dich an die Wegbeschreibung, die Du erhalten hast, als Du das Dorf betreten hattest. So findest Du recht schnell zum Wirtshaus, das sich alsbald in Dein Blickfeld schiebt. Anhand der kleineren Menschenmenge, die sich - in Anbetracht der langsam sinkenden Sonne - vor dem Gebäude zu sammeln beginnt, wäre die Einrichtung wohl auch ohne Wegbeschreibung leicht zu finden gewesen. Du kannst aber auch etwas Anderes vor dem Gebäude entdecken, was Deinen Gemütszustand zu heben weiß: Solltest Du nicht irgendeiner Sinnestäuschung unterlegen sein, kannst Du dort einen weiteren Vierbeiner entdecken, der seelenruhig vor dem Wirtshaus an einen typischen Balken angebunden ist. Zugegeben - es scheint eine kleinere Kreatur zu sein, vielleicht ein Pony. Aber wenn man sich dort eines Ponys annimmt, wird man sich auch eines richtigen Pferdes annehmen können.

Weitere Schritte machst Du auf das Gebäude zu, da schiebt sich ein gar ungleich aussehendes Paar in Deine Blickrichtung, als ein Zwerg und eine schlanke, hoch aufgeschossene Gestalt gemeinsam den Weg in Richtung des Wirtshauses einschlagen. Du kannst keinen von ihnen wirklich gut erkennen, aber zumindest der Haarschopf des Zwerges kommt Dir bekannt vor. Bedenkend, dass Du bisher noch nicht allzu viele Vertreter dieses Volkes in der Ortschaft ausgemacht hast, bestünden gute Chancen, dass es derjenige ist, den Du bereits zuvor beim Gasthaus angetroffen hast. Aber das herauszufinden, wirst Du in Kürze Gelegenheit haben, als beide in das Wirtshaus eintreten, von dem Du ebenfalls nur noch einige Meter entfernt bist. Während Du dem Gebäude näher kommst, kannst Du auch erkennen, dass es sich bei dem Tier tatsächlich um ein Pony handelt.

Bestimmt für Koriath Bandolyn:

Noch etwas irritiert, wenn auch finanziell ein wenig aufgebessert wagst Du Dich tiefer in die Ortschaft hinein. Die Menschen um Dich herum nehmen wenig Notiz von Dir, was allerdings auf die allgemein gedrückte Stimmung zurückzuführen ist, weniger auf Deine Person. Während Deiner Wanderschaften hast Du schon sehr viele Siedlungen kennen gelernt, auch und gerade die der Menschen. Doch keine erzeugte eine so niedergeschlagene Stimmung wie diese. Selbst die Kinder, die hier und da zu erblicken sind, scheinen ihren Spieltrieb verloren zu haben und sitzen in den Häusereingängen oder schlendern ebenfalls lustlos durch die Gassen. Selbst mit der entbehrungsreichen Reise, von der Du Dich hier ein wenig zu erholen gehofft hast, die Dir aber gerade stark in den Knochen steckst, hast Du bessere Laune vorzuweisen als die meisten der Bewohner dieser Ortschaft.

Du siehst erst einmal davon ab, Passanten nach den entsprechenden Einrichtungen, die einen Platz zum Ausruhen bereithalten, zu befragen und wagst auf eigene Faust ein paar Schritte innerhalb der Grenzen des Dorfes. Alsbald stößt Du auf etwas, das wohl ein Marktplatz zu sein scheint. Allerdings ist dieser ebenso karger Natur wie der Rest der Ortschaft. Lediglich drei Stände kannst Du ausmachen: An einem wird von einem bereits älter aussehenden Mann Brot verkauft, ein weiterer scheint einige Fleischstücke bereits zu halten und am dritten Stand versucht eine Frau Gemüse Feil zu bieten. Der einzige Kunde, der sich in der Nähe der Marktstände befindet, ist ein hoch gewachsener Mensch, gerüstet in einen Harnisch, der allerdings schon einige Abnutzungserscheinungen aufweist. Diese Art Ritter ragt unter den ärmlichen Bewohnern der Stadt zweifelsfrei hervor, wie es ein Hügel inmitten eines Waldes täte. Unweigerlich fragst Du Dich, was es mit dieser Gestalt auf sich haben könnte. Seine Ausrüstung deutet darauf hin, dass er selbst Gast in dieser Ortschaft ist oder ihr vielleicht vorsteht, da er der Einzige zu sein scheint, der über einen gewissen Besitz verfügt.

Du verfolgst für einen Moment seine Schritte, nachdem er sich von dem Marktstand gelöst hat und von dannen zieht. Sein Gang scheint in Richtung eines Gebäudes abzuzielen, vor dem sich eine kleine Ansammlung von Menschen zu sammeln beginnt. Deinen Erfahrungen nach kann dies meist nur auf zwei Dinge hindeuten: Entweder wird dort sogleich etwas besonderes geschehen oder aber bei dem Gebäude, vor dem die Bewohner stehen, handelt es sich um einen Wirtshaus. So oder so erscheint es Dir als sinnvoll, Dich diesen Gebäudes ebenfalls zu nähern, um zumindest herauszufinden, was dort vor sich geht oder aber die benötigte Entspannung einzufordern, sollte es sich wirklich um ein Wirtshaus handeln.

bearbeitet von Zavor
Inhaltliche Korrektur

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Naltyrr T'rissaghar De Rillochard

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"Ich grüße euch holde Maid! Habt ihr denn einen schönen Platz für meinen Begleiter und mich. Die staubige trockene Straße lässt uns dursten! Ich denke ein kühles dunkles Bier wäre nun angebracht. Darf ich euch auf einen Umtrunk einladen?"

Wenn der Zwerg ja sagt fährt der Schattenelf fort:

"Also zwei kühle dunkle Biere für uns!" Naltyrr zwinkert der jungen Dame noch zu, da er bereits ihre Gesichtsröte bemerkt hat. Anschließend setzt er sich in an einen Ecktisch an die Wand und zieht eine Pfeife aus einem kleinen Täschchen und fängt an diese zu stopfen.

"Habe ich dem Zwerg unrecht getan, dass ich ihn sofort verdächtige? Ist das die Natur meines Volkes oder habe ich mir diese Eigenheit selbst zugelegt?", denkt sich  Naltyrr und merkt, wie seine Schuldgefühle an ihm nagen. Er versucht sich nichts anzumerken und verwickelt den Zwerg in ein Gespräch:

"Was führt euch hierher? Ein Zwerg in der Menschengegend ist wohl ebenso seltsam wie ein Schattenelf bei den Menschen!"

 

 

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Ich würde weiter schreiben, wenn Delln geantwortet hat.

bearbeitet von LastKnight

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Azhog Rabenschwinge

 

Nur mit Mühe kann Azhog dem machtvollen Impuls widerstehen den flüchtenden Räuber zu verfolgen.

Als der Kampfrauch abklingt, erkennt Azhog schamhaft, dass er in das übliche Verhaltensmuster seiner Rasse verfallen ist.

Blinde Kampfeswut!

Seine antrainierten Instinkte hatten glücklicherweise für zu seinen Gunsten gearbeitet, aber Azhogs Ziel ist es, immer einen klaren Verstand zu behalten. Blindes Wut wird weder ihn noch sein Volk in eine neue Zukunft führen, höchstens in eine sehr kurze mit einem gewaltsamen Ende.

Wie hatte er sich von einem einfachen Räuber dermaßen aus dem Gleichgewicht bringen lassen können?

Leise fluchend schiebt Azhog das Schwert mit seinem Stab unter einen nahen Blätterhaufen und verbirgt es mit einigen weiteren Zweigen.

Dann sucht er sich eine geschützte Stelle an einer großen Eiche und sein Geist schwebt empor, verlässt den Kerker seines Körpers.

Ein Gefühl von Freiheit, das erhebende Gefühl der Luft und den Flügeln, sowie ein natürlicher Jagddrang überflutet seine Sinne.

Doch dies waren altbekannte Gefühle und Azhog drängt sie mit einer kurzen Willensanstrengung zurück.

Der dunkle Wald breitet sich unter ihm aus, mit einer Klarheit, die seinen eigenen Sinnen niemals möglich wäre. Azhog hält Ausschau nach einem geeigneten Ziel für seine weitere Wanderung. War irgendwo ein Lichtschein, eine Lichtung oder sonst etwas interessantes? Falls er nichts entdecken kann, würde er sich einfach in der Nähe einen Schlafplatz suchen.

Er steigt höher, genießt die Strömungen des Windes - und findet sich mit einem fast schmerzhaften Ruck in seinem Körper wieder.

Zu weit, zu hoch.

Es hatte lange gedauert bis Azhog immerhin soweit war, doch er spürte dass seine Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind. Allerdings musste dieser Blick wohl derzeit reichen, bis Azhogs Kräfte weiter gewachsen sind.

bearbeitet von Belgarath112

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Im vorbekommen reicht Jarn die Möhren an Korn weiter. "Lass es dir schmecken alter Freund!"

 

Im Wirtshaus rollt Jarn bei dem schwüllstigen Gerede des Elfen mit den Augen. Auf die Frage Antwortet er mit einem kurzen "Ja, dafür sind wir doch hier!"

 
 
Dann folgt er Naltyrr an den Tisch und lässt sich ebenfalls nieder.  'Was mache ich hier eigentlich...mit einem Schattenelfen ein Bier trinken...immerhin ist es umsonst.'
 
 
 
Auf Naltyrrs "Was führt euch hierher? Ein Zwerg in der Menschengegend ist wohl ebenso seltsam wie ein Schattenelf bei den Menschen!" antwortet er zunächst nichts und blickt den Elfen immernoch aus verkniffenen Augen heraus an. "Wie ich euch schon sagte, ich weiß nicht von euren Geschäften hier und will davon auch nicht wissen. Doch meine Geschäfte gehen euch ebensowenig an."

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Robin von Strabruch

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"Hier scheint man besser auf Besuch wie dich eingestellt zu sein", begebe ich Brutus zu verstehen.

 

"Ich werde mal kurz reingehen und schauen was hier für dich möglich ist. Aber etwas Hafer und Obst wird sich schon auftreiben lassen. Vielleicht verstehst du dich ja auch gut mit dem Kleinen da", und ich nicke in Richtung Pony. 

 

"Außerdem scheint hier was mehr los zu sein, als dort wo wir her kommen."

 

Ich binde Brutus neben dem Pony fest und klopf ihm noch ein-zwei mal freundschaftlich auf die Flanke. Anschließend versuche ich heraus zu finden, was diese Menschenmenge verursacht, bzw. einfach hinein zu gehen. 

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Man sieht wie Jarn innerlich mit sich ringt, 'ein Schattenelf....aber er könnte ja der versprochene Kontaktmann sein. Meister Igrekson wird nicht umsonst von dieser Gegend gesprochen haben.'

 

Nach einem kurzen Moment des Zögerns schaut er dann von der Tischplatte auf, fährt mit seinem Finger noch gedankenverloren der Maserung nach. Dann räuspert er sich "Und nun seid Ihr derjenige der mir verzeihen muss, da ich nun selber nicht gerade freundlich war. Wie bereits gesagt, mein Name ist Jarn Olofson. Ich bin Prospektor der Bergmannsgilde aus der mächtigen Stadt Eisentor, dem Sitz der Hochkönigs meines Volkes." voller stolz festigt sich seine Stimme je mehr er sagt.

 

"Mich führt ein Hinweis auf bestimmte Rohstoffe, gewisse Steine", seine Augen fixieren kurz die seines Gegenübers und scheinen ihn zu ergründen, "und Erze in diese Gegend. Sagt treibt ihr euch des Öfteren in diesem Wirtshaus oder in dieser Gegend herum? Man schien euch hier ja zu kennen." spielt er auf die beiden Schläger an.

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Hannes Schwarzdorn

Immer noch ein wenig verwundert gehe ich auf das Wirtshaus zu. Wenn diese Siedlung so verlassen ist, werden sie auch später noch ein Zimmer für mich frei haben., denke ich. Außerdem drängt sich der Durst und das Verlangen, ihn mit einem in den Wäldern so sehr vermissten Bier zu stillen, immer mehr in den Vordergrund.

Nachdenklich komme ich dem Wirtshaus näher. In einem Wirtshaus sammeln sich auch alle vorbeiziehenden Reisenden. Möglicherweise entdecke ich jemanden, mit dem sich auch gemeinsam der nicht mehr ferne Abend verbringen und lachen lässt.

So oder so bin ich beruhigt durch die Abgeschiedenheit und traurig über die Armut des kleinen Dörfchens.

Ich sollte aber aufpassen, das mir mein Mitleid nicht zum Verhängnis wird. Mit einem Schlag misstrauisch beschließe ich, am Abend doch nicht so viel zu trinken wie ich mir vorgenommen hatte (auch wenn ich meine eigentlichen Absichten beibehalte) und jede dunkle Seitengasse, an der mich mein Weg vorbeiführt, im Blick zu behalten. So arm die Menschen hier auch sind, ich darf sie nicht unterschätzen.

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Den ungebührlichen Vorfall mit den beiden Menschlingen bereits ebenso weit hinter sich gelassen, wie seine alte Heimat, begibt sich der wandermüde Zwergenforscher voran, in schlichter Neugier die schwächlich anmutende Bevölkerung musternd. Es ist jedoch nicht die körperliche Schwäche, welche Koriath nachdenklich stimmt, sind doch viele der ach so stolzen Landbewohner vermutlich nicht immer auf der Höhe, nach einem längeren Arbeitstag auf den Feldern oder wo auch immer die guten Menschen dieses, wie unserem lieben Zwergen nun auffällt, für ihn namenlosen Dorfes ihren Tätigkeiten nach gehen. Viel mehr ist es die erdrückende Schwere, welche diesem Ort anlastet, eine melancholisch wirkende Stimmung, die dem selbst nicht unbeschadeten Wanderer weit vertrauter zu sein scheint, als einigen seiner weniger .... philosophisch veranlagten Brüder des Steines. Etwas nagt an diesen Menschen, dies ist mehr denn nur offensichtlich, selbst für den etwas gemarterten Bandolyn, dessen Gedanken momentan nicht umbedingt um Themen wie die Nächstenliebe kreisen, etwas dass unweigerlich die Neugierde des Forschers zu wecken weiß. Vermutlich, so mutmaßt er, handelt es sich bloß um eine Frage der viel zu hohen Abgaben oder aber übermütige Räuberbanden, welche dem Dorf zu schaffen machen. Simples und eigentlich doch fast schon Alltägliches für einen Landbewohner, denkt sich Koriath müde, und somit eigentlich nichts, was eine derlei niedergeschlagene Stimmung erzeugen sollte. Aber schaden kann es sicherlich nicht, zumindest ein wenig herum zu fragen, ein Unterfangen für welches das nächstbeste Rasthaus, selbstverständlich rein zufällig, nicht umbedingt der schlechteste Anhaltspunkt sein mag.

 

Langsam schlendert der brünette Zwerg, hat er es doch nun wirklich nicht eilig, den kargen Marktplatz entlang, kurzweilig sogar verlockt, sein neu gewonnenes Kleinod gegen eine echte Mahlzeit einzulösen. Verlockend durchaus, wäre da nicht die Tatsache, dass er nicht weiß, wie hoch die Gebühren für einen ausreichenden Platz in der hiesigen Raststätte ausfallen wollen, vor allen Dingen in Anbetracht der fragwürdigen Umstände. Nein, die Völlerei kann warten, entscheidet er bei sich, bevor sein Augenmerk auf einen Menschen fällt, der wohl im schlechtesten Falle als hünenhaft für den Zwergen bezeichnet werden muss. Gewandet in, wenn man die umliegenden Persönlichkeiten als relativen Vergleich nimmt, hohe Regalien, sticht dieser Krieger wohl noch stärker aus der fehlenden Masse hervor, als ein Zwerg ohne vollen Bart. Eine gewisse Faszination diesem gar aufragenden Soldaten, denn etwas anderes kann er in dieser Aufmachung wohl kaum sein, gegenüber kann sich Koriath wohl kaum verneinen, und als dieser sich langsam in Bewegung setzt, findet sich der schlechter ausgestattete Wanderer kurzerhand in seinem entfernten Windschatten wieder. Einige Zeit lang geht dieser Reigen, bis ein anderes, vergleichbar auffälliges Gebäude in Sicht gerät. Auffällig jedoch vor allen Dingen aufgrunde der zahlreichen Menschen, welche sich vor diesem tummeln, vermutlich der Grund für den eher kargen Martkplatz, den Koriath zuvor noch besucht hatte. Lange braucht es nicht und die Neugierde des Zwergen hat bereits sein Handeln übernommen, und statt eher vorsichtigen Schrittes hinter dem Ritter zu schlendern, beschleunigt er seine Schritte, so dass er über kurz oder lang vermutlich auf gleicher Höhe mit diesem angelangen dürfte. Denn immerhin würde es weit leichter werden, den Grund für diesen Auflauf zu erahnen, wenn man sich neben dem hünenhaften Rüstungsträger befand und nicht etwa hinter diesem.

 

"Hm, das wollen wir uns doch einmal genauer ansehen....."

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