Jump to content
TabletopWelt

Empfohlene Beiträge

  • Antworten 454
  • Created
  • Letzte Antwort

Top Posters In This Topic

Das Card-Game ist ein eigenständiges Spiel, nicht das was Bismarck beschrieben hat. Soll angeblich deutlich schlechter sein.

 

Das was Bismarck beschrieben hat ist das "normale" Dominant Species. Eine einzige Auflage wurde davon sogar auf deutsch gedruckt. Die sind sind mittlerweile aber nicht mehr so einfach zu bekommen. Auf Boardgamegeek gibt es zwei im Markt, aber da muss man ca. 120€ dafür abdrücken.

 

Die aktuelle Version auf englisch kann man noch zum Händlerpreis bei meinem bevorzugten Onlineshop Spieltraum erwerben. Soweit ich gesehen habe, der einzige Laden in Deutschland, der es aktuell noch im Angebot hat.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wen es interessiert:

 

Dominant Species gibt es auch hier für weniger:

 

http://ugg2nd.de/Verfuegbar/Dominant-Species-4th-Printing.html?force_sid=57f76d7919d8b2996facccc05dea9053&

 

Und die 4th Edition sieht auch irgendwie schicker aus. Da lohnt sich evtl. sogar das Geld. Finde ich aber dennoch arg viel Penunsen für das Spiel. Oder übersehe ich was, was den relativ hohen Preis rechtfertigt?

 

dominantspeciesgrafik1.jpg

 

dominantspeciesgrafik2.jpg

 

dominantspeciesgrafik4.jpg

bearbeitet von Zaknitsch
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Gerechtfertigt wird der Preis dadurch, dass es ein grandioses Spiel ist.

Erklären kann man ihn dadurch, dass man einen halben Baum an Material in der Schachtel hat und es sich um einen Import handelt.

Ich habe bei einem Händler eine Ankündigung einer deutschen Neuauflage gesehen, weiß aber nicht, inwieweit man sich darauf verlassen oder wann man damit rechnen kann.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 53 Minuten schrieb EmperorNorton:

Erklären kann man ihn dadurch, dass man einen halben Baum an Material in der Schachtel hat

 

Ist das tatsächlich so? Also natürlich haben die Komponenten und vor allem das Gewicht einen nicht unerheblichen Anteil am Endpreis (wenn ich nicht total daneben liege, meine ich dass die auch in China produzieren - das Spiel ist also fast um die ganze Welt gereist, bevor es vor bei Dir ankommt), aber wenn ich da ein paar GMT Spiele untereinander vergleiche kann das einfach nicht der ausschlaggebende Faktor sein.

 

Next War: India-Pakistan habe ich mir beispielsweise auch im Spieltraum-Shop gekauft, das war 5€ teurer als Dominant Species. Als ich es dann aus dem Versand Karton geholt habe war ich total erstaunt wie leicht das Spiel ist; sicherlich nichtmal halb so schwer wie Dominant Species. BGG hat ja die Seite umgestellt (meiner Meinung nach verschlimmbessert) und ich finde jetzt nicht mehr wo man die genauen Gewichte nachsehen kann... Andere Spiele wie z.B. Andean Abyss bringen ein ähnliches Gewicht wie Dominant Species auf die Waage, sind aber 20€ günstiger.

 

Ohne da jetzt fundiertes Wissen zu besitzen würde ich vermuten, dass versteckte Kosten wie Autorentantiemen, Spielentwicklung und graphisches Design mit hereinspielen (auch wenn man letzteres von GMT Spielen nicht unbedingt vermuten würde :D ).

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Imperial Settlers:

Mit jeder Erweiterung wird es eigentlich noch interaktiver. Aber auch im Grundspiel wird bei uns meist gut gegeneinander gespielt. Wenige Angriffe gibt es eigentlich nur bei Spielen mit Anfängern. Mein Persönlicher Rekord liegt bei 128 und das ist schon verdammt gut. 400 muss derjenige schon wie ein junger Gott gespielt und der Rest geschlafen haben. In der Regel gibt es immer gute Möglichkeiten und Gründe einem Gegner Gebäude wegzuhauen. Wir spielen uns aber aber meist auch gut durch unsere Fraktionsdecks durch (selbst mit zusätzlichen Erweiterungskarten). Klassischer Fehler ist übrigens sich nicht um massiven Kartennachschub zu kümmern und sich bei der aktuellen Kartenhand festzubeißen.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dominant Species wurde gestern beim Zaki im Wohnzimmer gesichtet "leider" stand aber Rollenspiel auf dem Programm :naughty:

 

 

Da das hier ja quasi der "Allgemeine" Brettspielthread ist und ich nicht weiß wohin damit:

 

 

 

Dachte das könnte hier ein paar Interessieren und ich weiß ja, dass nicht jeder immer alle Forenbereiche im Blick hat.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dominant Species

 

Bisher nur 2 Klassen gegeneinander antreten lassen, um die Spielmechanik zu verstehen. 

 

Und war direkt begeistert. Man ahnt beim ersten Steinchen setzen auf der Aktionsleiste, das dies noch große Folgen haben wird. Man ahnt aber Null, wie das sich durch die ganze Runde ziehen wird. Sehr sehr gut. Ich freue mich schon tierisch darauf, dies mal in größerer Runde zu spielen. 

 

Die Aufmachung des 4th Printing sagt mir auch sehr zu. Ich denke die Originalversion wäre bei mir nicht so gut angekommen. Bin da doch eher ein visueller Typ. 

 

"Witzige" Erkenntnis aus dem Spiel: 

 

Als dann schließlich schon eine relativ große Tundra ausgebreitet war, wurde mir erst mal bewusst, wie heftig "Wasteland" ausfallen kann, wenn dort die falschen/richtigen Ressourcen drauf liegen. Und wie wichtig es dann gewesen wäre, schon im Schritt "Abundance", eine Runde zuvor, dort eine Ressource zu nehmen. Oder wie falsch es war, die Klasse so spezialisiert aufzubauen... oder... oder... oder... ;D 

Auf jeden Fall ist sie von der absolut Spielfeld dominierenden Klasse zum dicken Verlierer und Aussterber mutiert. ;)

 

Ein Frage habe ich aber:

 

Domination - "One Domination per tile per turn". 

 

Ich kann als Spieler schon mehrere Domination pro Zug durchführen. Darf zum Punktezahlen aber nur ein Feld pro Zug wählen (also ein Feld nie doppelt). Ich darf also auch pro Zug mehrere Domination-Karten spielen, oder?

Das Spiel endet also schnelle, je mehr Domination gewählt wurde, richtig?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 6 Stunden schrieb Zaknitsch:

Ich kann als Spieler schon mehrere Domination pro Zug durchführen. Darf zum Punktezahlen aber nur ein Feld pro Zug wählen (also ein Feld nie doppelt). Ich darf also auch pro Zug mehrere Domination-Karten spielen, oder?

Das Spiel endet also schnelle, je mehr Domination gewählt wurde, richtig?

So haben wir das verstanden, ja.

 

Du darfst mehrere Gebiete werten, aber nicht das gleiche mehrfach.

Du darfst danach dann natürlich auch mehrere Karten auspielen (sofern du der dominierende Spieler bist, du kannst ja auch ein Gebiet werten, das einfach nur haufenweise Punkte bringt, und jemand anders bekommt die Karte).

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 7.5.2016 um 09:20 schrieb Zaknitsch:

Dominant Species

 

...

 

Was muss ich machen, damit du das zur RPC mitbringst? ;)

 

@Bismarck

Habe gerade die letzten Seiten nachgelesen. Wenn du es erlaubst, versuche ich deinen ersten Post irgendwie schön und übersichtlich hinzubekommen.

 

@all

Wie kommt ihr alle so oft zum Spielen? Habt ihr feste Spieleclubs? Feste Spieltermine?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 17 Minuten schrieb N8mahr:

Wenn du es erlaubst, versuche ich deinen ersten Post irgendwie schön und übersichtlich hinzubekommen.

Gerne. Ich weiss nicht, wie das geht, und alle Links sind kaputt.

 

@viel spielen

Ich hab zwei feste Treffen pro Woche. Eine nerdigere Spielerund für sowas wie Dominant Species, und einen offiziellen Spieleclub, da kommen dann eher die Sachen auf den Tisch, die man in 30-60 Minuten wegspielen kann.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sorry für Doppelpost, aber ich wollte hier auch mal wieder ein Review einstellen und wollte den vorher gehenen Post nicht dafür editieren....

 

Millennium Blades

Ich möchte auch gerne mal wieder ein Review schreiben und zwar zu dem letzten Kickstarter, der bei mir zu Hause angekommen ist: Millennium Blades. Ich möchte anmerken, dass dieses Review nach 2 gespielten Partien erfolgt. Es ist also etwas fundierter als ein erster Einblick nach einem Spiel, aber nicht so belastbar wie die Meinung von jemand, der bereits über 15 Partien hinter sich hat…

 

Was ist Millennium Blades?

Millennium Blades ist ein Brettspiel in dem es um Personen geht, welche ein CCG spielen. Es wird auch als „CCG-Simulation“ betitelt. Jedoch spielt es sich sehr viel mehr wie ein Brettspiel denn wie ein CCG.

pic2468179_md.jpg

Das Spiel kommt mit mehreren Spieltableaus. Jeweils eines für jeden Spieler (beidseitig für die beiden Phasen einer Spielrunde), eines für den „Store“, in dem man neue Booster kauft und eines für den „Aftermarket“, in dem man Karten verkaufen und das dort liegende Angebot auch kaufen kann. Weitere Bestandteile des Spiels sind ein Bogen mit Pappmarkern, pro (Spieler-)Farbe drei Holzmarker in Würfelform, (Papier-)Geld und Karten. Viele Karten!  Und das ist auch gut so, denn das Spiel wird hauptsächlich mit Karten gespielt.

Die Karten unterscheiden sich in vier Kategorien: Charakter-Karten, Deck-Boxes, Accessories und Singles. Die letzten drei bilden den Stapel der Karten, welche in dem Spiel zur Verfügung stehen, während die Charakter-Karten zum einen die besonderen Fähigkeiten des Spielers, den man repräsentiert auflistet und sogenannte „Friendship“ Karten beinhalten, welche man beim Tausch zwischen Spielern nutzen kann, um den besagten Tausch attraktiver zu machen (Friendship Karten sind am Ende des Spieles Siegpunkte wert).

 

pic2499618_md.jpg

 

Viele Aspekte, welche seinerzeit während des Kickstarters angepriesen wurden klangen merkwürdig, bzw. ich war mir nicht sicher, wie man diese Aspekte in einem Brettspiel, welches man immer wieder spielen kann umsetzen will (wie z.B. das kaufen und öffnen von Karten-Boostern).  Jedoch wurden diese Aspekte recht schlau umgesetzt. Z.B. das angesprochene „öffnen“  der Booster: Auf der Rückseite aller Karten (mit Ausnahme der Charakter Karten) ist ein Bild aus dem Set aus dem die Karte kommt abgebildet (zusätzlich zu ein paar anderen Infos zu dem Set, wie z.B. Preis, Rarity des Set’s und Verteilung der darin vorkommenden Karten). Im Store werden immer 10 verschiedene „Booster“ angeboten: verdeckte Karten, von denen man nur die Rückseite sieht. Wenn man nun einen solchen „Booster“ kauft nimmt man die Karte auf die Hand (und füllt den Store wieder auf). Dies repräsentiert das „öffnen“ dieses Boosters. Hierbei wird gesagt, das die Karte, welche man nun in seinen Vorrat aufnimmt die Rare-Karte des Boosters repräsentiert. Commons und Uncommons werden über die Deckboxen (welche ebenfalls in den Sets enthalten sind) dargestellt und stellen sozusagen die Grundstrategie des Decks, welches man baut dar. Aber dazu später mehr!

 

Wie spielt man Millennium Blades

Ohne jetzt hier die Regeln zitieren zu wollen, hier der grobe Ablauf des Spieles:

pic2990525_md.jpg
Gespielt wird über drei Runden, wobei jede Runde zwei Phasen hat: Die Deckbuilding Phase und die Tournament Phase. Die Deckbuilding Phase ist zeitgesteuert und dauert 20 Minuten. Innerhalb dieser 20 Minuten sind alle Spieler gleichzeitig an der Reihe Die Tournamentphase ist dann Rundenbasiert und wird in Sitzreihenfolge abgehandelt.

Zu Beginn der Deckbuildingphase bekommt jeder Spieler 30$ und 6 Booster aus dem Store. Ausserdem wird die erste von zwei „Meta-Karten“ umgedreht, welche anzeigt, welche Karten in der kommenden Turnierphase Bonuspunkte bekommen. Dann wird ein 7 Minuten Timer gestartet. In dieser Zeit können Spieler neue Karten aus dem Store oder dem Aftermarket kaufen, Karten an den Aftermarket verkaufen, Karten zu Promos „fusionieren“, eine Sammlung erstellen, mit anderen Spielern handeln oder an ihrem Deck bauen. Dies klingt ziemlich wild und verwirrend, aber in den beiden Spielen,  welche ich bisher gespielt habe lief diese Phase eigentlich recht gut und ohne große Probleme ab. Nach Ablauf der 7 Minuten bekommt jeder Spieler noch einmal 6 Booster aus dem Store (geschenkt), die zweite Meta-Karte wird umgedreht und ein weiterer 7 Minuten Timer gestartet. Auch in diesem Timer kann man alle Aktionen machen, wie in den ersten sieben Minuten der Runde. Nach Ablauf dieses 2. Timers wird ein letzter 6 Minuten Timer gestellt. In dieser Zeit dürfen keine Karten mehr in den Aftermarket verkauft werden, damit jeder Spieler eine faire Chance hat, die Karten, welche es im Angebot gibt zu sichten und ggf. zu kaufen. Nach Ablauf dieses dritten Timers ist die Deckbuilding Phase zu ende. Zu diesem Zeitpunkt muss jeder Spieler ein gültiges Deck für die Turnierphase besitzen! Ein gültiges Deck besteht aus maximal einer Deckbox, maximal zwei Accesories und genau acht Single Cards. Am Ende der Deckbuilding Phase werden dann noch die Sammlungen, welche man in der Runde erstellt hat gewertet (eine Sammlung ist eine Reihe von maximal 8 Karten, welche alle einen unterschiedliches Star-Rating haben und alle das gleiche Element oder den gleichen Type haben).

pic2946156_md.jpg

Dann wird das Tableau umgedreht und die Tournamentphase beginnt. In dieser werden zuerst alle Deckboxen und Accessories aufgedeckt und dann, reihum von jedem Spieler eine Karte gespielt aus seinem vorher zusammengestellten Deck gespielt. Zusätzlich dazu darf man noch eine Aktion durchführen (kein muss). Aktionen erhält man von ausgespielten Karten oder (teilweise) durch seine Charakterkarte. Der Kniff an der Geschichte ist: Wenn ich die Aktion einer Karte durchführe, so wird diese „geflipped“, sprich umgedreht. Geflippte Karten gelten als leere Karten (also ohne Star-Rating, Set, Type, Element etc.) und haben somit in der Wertung des Turnieres keine Bedeutung. Sie zählen aber weiterhin als Karte, welche einen Slot im Tableau belegen. Mögliche Aktionen können sein andere Karten zu flippen, Den Store oder den Aftermarket zu manipulieren oder mit anderen Spieler zu „clashen“. Bei einem Clash nehmen sich alle beteiligten Spieler die oberste Karte des Stores, drehen diese um und addieren das Star-Rating dieser Karte zu dem ihrere am meisten rechts liegenden, offenen (also nicht geflippten) Karte (die sogenannte „Top-Card“). Wer das höhere Ergebnis hat gewinnt den Clash und bekommt die entsprechende Belohnung, welche bei der Aktion, welche den Clash durchgeführt hat dabei steht. Karten können aber auch noch andere Sonderfertigkeiten haben als Aktionen: Manche haben „Ongoing“ Fähigkeiten, welche so lange gelten wie sie offen im eigenen Tableau liegen, manche beeinflussen die nächste Karte, die man selbst spielt und andere haben einen besonderen Effekt, solange sie die Top-Card sind.

Nachdem alle Spieler keine Karten mehr spielen können endet die Tournament Phase und die Score Effekte aller Karten treten in Kraft. Diese Score Effekte (neben anderen Effekten, wie z.B. Clashs) geben einem Spieler für dieses Turnier Ranking Points. Wer am Ende des Scorings die meisten Ranking Points hat gewinnt das Turnier und bekommt, entsprechend einer Tabelle festgelegt, Siegpunkte. Hierbei ist es wichtig, dass das erste Turnier weniger Siegpunkte gibt als die folgenden (Das 1. Turnier  verleiht dem Sieger z.B. 21 Siegpunkte, das dritte schon 42!). Der zweite bis (maximal) fünfte Platz bekommen dann entsprechend weniger Siegpunkte. Danach wird das Tableau wieder umgedreht und die nächste Deckbuilding Phase beginnt (es sei denn, es war bereits das dritte Turnier, denn danach endet das Spiel).

Bei Spielende sind dann noch jeweils 4$ 1 Siegpunkt wert. Wer am Ende die meisten Siegpunkte hat, der hat gewonnen.

 

Mein persönliches Fazit

Wie man sich ggf. schon denken kann mag ich dieses Spiel (ansonsten hätte ich kein so ausführliches Review geschrieben). Die großen Bedenken, welche ich im Vorfeld hatte (z.B. so viele Karten und nur wenige Dopplungen… das ist meistens kein gutes Zeichen und Erstspieler sind davon immer völligst überfordert; zeitgleiches spielen mit Karten, welche man aus einem gemeinsamen Pool kauft ergibt meistens Hektik und ist eigentlich nicht mein Ding) wurden bereits bei der 1. Partie zur Seite gewischt: Level 99 hat es geschafft, alle Karten gleich zu strukturieren und alle Effekte in der gleichen Schreibweise zu formulieren, so das man, wenn man diese Struktur einmal „durchschaut“ hat auch neue Karten sehr schnell lesen und verstehen kann. Lediglich die teilweise sehr schönen Flavour Texte kommen zumindest bei der 1. Partie zu kurz, weil man sich da auf andere Dinge konzentriert.

Auch das zeitgleiche Spielen verlief in beiden Partien wesentlich weniger hektisch und unkontrolliert wie befürchtet. Ich würde sagen: In diesem Spiel funktioniert es sogar! Zumal es für Situationen, in denen zwei Spieler zeitgleich zur gleichen Karte greifen Regeln gibt, wer diese Karte bekommt. Sicherlich: Neue Spieler sind hier etwas im Nachteil gegenüber Spielern, welche das Spiel XX mal gespielt haben. Diese erkennen nämlich ggf. gute Karten im Aftermarket schon am Bild und kaufen diese, während der Neuling sich erst einmal den Text durchlesen muss. Dies ist aber (in meinen Augen) nur ein geringer Nachteil. Zumal es so viele verschiedene Karten gibt, das man sicherlich sehr viele Partien gespielt haben muss, um alle (guten) Karten auswendig zu kennen.

 

Im Großen und Ganzen funktioniert das Spiel sehr gut! Es ist flüssig und macht alles richtig. Außerdem ist es „etwas besonderes“, bzw. etwas „eigenes“. Zumindest ich und auch keiner aus meiner Spielergruppe kennt ein Spiel mit ähnlichen Mechaniken (sicherlich, manche finden sich irgendwo bei anderen Spielen wieder, ich sage auch nicht, das mit Millennium Blades das Rad neu erfunden wurde). Auch wenn es ein CCG-Thema hat, so ist es doch auch für Spieler interesant, welche noch nie ein CCG gespielt haben (wahrscheinlich so wie Zug um Zug oder Railroad Tycoon für Leute interessant sind, die noch nie eine eigene Eisenbahnlinie gebaut haben). Hinzu kommt noch der Witz, welcher dem Spil inne wohnt: Nahezu alle Sets haben ein Vorbild (Yu-Gi-Oh, James Bond, Tales from the Crypt, Martial Arts Filme, Final Fantasy, berühmte Musiker und viele, viele mehr!). Alle mit leicht abgewandelten Namen und leicht karrikaturiert machen viele Karten einfach Spaß, wenn man sie sich anschaut. Sicherlich gibt es Menschen, die so etwas nicht mögen. Ich gehöre nicht dazu! Auch das jedes Set eine andere Strategie fördert (das "Martial Arts"-Set z.B. hat sehr viele Karten, mit denen man clashen kann oder Clashes boosten, die Karten aus dem "Harry Potter" Set manipulieren Aftermarket und Store usw.). Da man insgesamt dem vorhandenen Core Set immer 12 weitere Sets hinzu fügt (aus einem Pool von ca 30 Sets) kommen hier auch immer neue Synergien und Strategien zustande.

Aktuell ist es eines der Spiele, die ich gerne immer wieder auf den Tisch bringen mag. Ich vergebe auf BoardGameGeek schon recht häufig 7 Sterne und auch relativ schnell 8, wenn mir ein Spiel wirklich gut gefällt. Millennium Blades bekam nach der 1. Partie von mir 9 Sterne und diese Wertung bleibt auch nach dem 2. Spiel bestehen. Ich kann es Leuten, welche Spiele, in denen man seine Züge mit den Mitteln, welche man zur Verfügung hat optimieren muss gerne spielen und mit einem gewissesen „Push-your-luck“ Element leben können wirklich empfehlen (wenn man eine Karte mit einem bestimmten Type oder Element braucht und man findet keine, egal wie viele Karten man kauft und niemand will sie mit einem handeln, dann kann eine Deck-Idee schon einmal nach hinten losgehen oder zumindest nicht so effektiv sein, wie man es gerne hätte).

Einzig die angegebenen 2 Stunden Spieldauer treffen zumindest beim 1. Spiel nicht zu. Ich atte mit Regeln erklären 3 Stunden einkalkuliert. Die 1. Partie (mit 5 Spielern) dauerte etwas länger ( 3 ¼ Stunde meine ich) und die zweite Parte (mit drei Spielern, ich war der einzige, der es vorher schon einmal gespielt hatte) dauerte fast genau 3 Stunden (ggf. 2 3/4h). Ohne Regeln erklären kommt man wahrscheinlich auf 2,5 Stunden, wenn alle wissen was sie tun und mit weniger als 5 Spielern könnten die 2 Stunden allerdings durchaus erreichbar sein!

 

(Die Bilder stammen alle von der Millennium Blades Galerie auf BoardGameGeek)

bearbeitet von Killer Power
Falsche Tag-Setzung
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Neuerwerb:

Aufbruch zum roten Planeten

https://peterrustemeyer.wordpress.com/2016/05/05/angespielt-aufbruch-zum-roten-planeten/

Wir "kämpfen" um Rohstoffe auf dem Mars. Das läuft über einen süßen kleinen Kartenmechanismus, über den wir Astronauten in Raketen packen und auf die Reise schicken, gepaart mit einer mehr oder weniger starken Bonusaktion. Zwischendurch werden immer wieder Punkte für Mehrheiten in den Marsprovinzen vergeben, und damit es nicht zu seicht wird, halten wir geheime Ziele und Siegbedingungs-veränderungs-Karten.

 

 

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So, gemütlich hingesetzt und die letzten drei neu gelernten Spiele beschrieben.

 

Abenteuerland

https://peterrustemeyer.wordpress.com/2016/05/22/angespielt-abenteuerland/

Fantasysetting, Zeug sammeln und Monster umhauen, aber recht simpel und abstrakt.

Nach ein paar Spielen: Szenario 1 ist ein netter Absacker, die anderen will ich dann doch mal anspielen, trotz spielbox-Verriss.

Für mich definitiv kein Pflichtkauf, aber ein nettes Spiel.

 

Animals on board

https://peterrustemeyer.wordpress.com/2016/05/22/angespielt-animals-on-board/

Teilen und kaufen von Tierplättchen mit verschiedenen Werten.

Sieht simpel aus, ist es auch irgendwie, aber doch ziemlich "grüblig".

Ich bin wertungstechnisch irgendwo in der Mitte.

 

Kune v Lakia

https://peterrustemeyer.wordpress.com/2016/05/22/angespielt-kune-v-lakia/

Chaotisch gemeines Duellspiel, ein "Deckbuilder im weitesten Sinne".

Mehr Spiel drin, als die kleine Schachtel vermuten lässt. Ich glaube, es ist ein wenig unfair und unausgegoren, aber es macht mir Spaß, und das ist alles, was zählt.

 

 

bearbeitet von Bismarck
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Spielst du nicht mehr? Ich schreib hier zwar wenig, da ich für Kritiken dann doch wieder zu wenig spiele, aber ich Spiele doch ganz gerne und hoffe auf neue Perlen!!

 

Da fällt mir ein: zaki, Wann spielen wir mal Dominant Species?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Euphoria (Stonemaier Games)

Lange Version: https://peterrustemeyer.wordpress.com/2016/07/09/angespielt-euphoria/

 

Kurze Version:

Euphoria ist ein Worker Placement Spiel, angesiedelt in einer dystopischen zukunft à la "Brave New World".

 

Alleinstellungsmerkmal ist für mich, dass dieses Placement nicht restriktiv ist: Wenn ein Mitspielerwürfel auf einem Feld liegt, darfst du dich - je nach Feld - dazustellen oder ihn wegschubsen (was gut für den Mitspieler ist). Dass die Arbeiter Würfel sind, wird in erster Linie dafür genutzt, um ihre "Intelligenz" darzustellen. Wenn man Arbeiter zurücknimmt, muss man sie würfeln, fällt das zu hoch aus, erkennt der Arbeiter, wie scheiße die Welt ist, und rennt weg. (Daher "Worker", nicht "Dice Placement", hierfür müsste die Augenzahl mehr Einfluss auf die Aktionen an sich haben)

 

Ansonsten ist es der übliche Kram: Tausche kleine Rohstoffe gegen große, große gegen Siegpunkte. Wer davon zehn hat, gewinnt.

 

Ich denke, das Spiel hätte großes Potential gehabt, verschenkt aber zuviel davon.

 

Es ist überbalanciert, man kann eigentlich nix falsch machen. Das hat zur Folge, dass der Sieg am Ende stumpf an ein paar zufälligen Gegebenheiten hängt.

Eine davon, "bei einem Pasch bist du nochmal dran", ist so offensichtlich falsch, dass ich absolut nicht nachvollziehen kann, warum das im Spiel ist.

 

Es ist etwas materialüberfrachtet, es gibt tonnenweise verschiedene Rohstoffe, die auf eigentlich gleiche Art und Weise auf symmetrischen Feldern eingesetzt werden.

Das liegt zum Großteil an der Kickstarterkampagne, denke ich. Die Rohform wäre imho besser gewesen.

 

Das Thema ist halbgar implementiert, hier hätte viel, viel mehr kommen können und müssen.

 

Ich bin bei einer entäuschten 4-5/10.

 

 

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind.