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Mir zeigt bereits dieses Statement, dass Du Dich mit der Thematik nur selektiv beschäftigt hast. Es existiert ein männliches Äquivalent zur Mary Sue, das beispielsweise unter den Begrifflichkeiten Mar

@randis    

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Hm, wenn ich das richtig im Kopf habe war Thor bei Civil War gar nicht dabei (zumindest nach meinem aktuellen stand) - wäre komisch wenn dann sein Intimfeind mitmischen würde (außer in ner "Suicide Squad" Variante von Marvel vielleicht da gibt es ja auch lex Loser ohne Superman, die Batmangegner nur vielleicht mit Batman - ich bin nicht sicher ob der Spinner im Trailer wirklich Batman ist - usw.)...

 

Selbst wenn sie in in Ragnarok über den Slidur gehen lassen, muss dass selbst nicht unbedingt viel heißen - dann gibts als nächstes halt Zombie-Loki...

 

Fraglich ist ja auch wie weit sich Ragnarok an die Mythologische Variante hält - bisher waren die Thor Filme ja nur von Namen und Hammer her damit Assoziiert (mag die Thorfilme zwar nicht so, aber die Heimholung des Hammers hätte ich mir schon angesehen - einfach weil: Chris Hemsworth im Kleid :D ) - ansonsten haben sie die große Attacke Lokis mit Hel, Midgardschlange und Fenriswolf noch als verwertbaren Stoff zur Verfügung.

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vor 6 Stunden schrieb Darius Dunkelmond:

Hm, wenn ich das richtig im Kopf habe war Thor bei Civil War gar nicht dabei (zumindest nach meinem aktuellen stand) - wäre komisch wenn dann sein Intimfeind mitmischen würde ...

 

Ich bin mir nicht ganz sicher, was das mit dem von mir verlinkten Artikel zu tun hat, Darius. Vielleicht kannst Du etwas ausführen, wie Du das meinst.

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In dem Artikel steht doch, als "große Überraschung" Loki nicht bei Avengers: Infinity War dabei sei - ich hatte es jetzt ehrlich gesagt gerade mit Civil War verwechselt und mich darauf bezogen...

 

...denke aber das man bei Avengers: Infinity War eher ne Chance auf "the Guardians of the Galaxy" hat (weil ich auf Thanos als Gegner spekuliere - auch wenn mir nicht gefällt das er in der Endscene von Avengers 2 weiße Sclera (Augenweiß) besitzt und seine Hautstrucktur könnte auch ein wenig besser aufgearbeitet sein.  

 

 

 

hm, wenn ich über die Loki Sache so nachdenke könnte das tatsächlich ein interessanten Film geben - wurden die Mytholigischen Nachkommen lokis schon in den Comics verwurstet/festgelegt, oder sind die frei?

 

Meine Überlegung für einen Plot wäre: Loki kommt zur Erde weil er erfahren hat dass dort eine Antike Waffe namens Nidhöggr verborgen sei auf welche er es abgesehen hat (ob er sie für sich beanspruchen will oder aber vor Thanos zuvorkommen, der ebenfalls an ihm interessiert ist bleibt zunächst offen) - bekannt ist nur, dass eine Person namens Ratatöskr den Schlüssel zu Nidhöggr besitzen soll...

 

...um diesen aufzuspüren vereint Loki mit Hilfe von Hydraüberbleibseln Datenfragmente u.a von Ultron, Arnim Zola u.a. in einer im Web existierend KI namens Jörmungandr, welche ihn bei seinen Zielen unterstützen muss dafür freie Hand bei seinem eigenen Vorhaben (Hydra wieder aufbauen -> Weltherrschafft erlangen) erhält...

 

Ein weiteres Zweckbündnis schließt er mit Wolfram van da Lyk, der in Wirklichkeit ein Alien namens ist welcher intergalaktisch unter dem Namen Fenrisúlfr gesucht wird.

Fenrisúlfr entstammt einer Rasse gefürchteter Assasinen und Gestaltenwandler, die normalerweise einem strengen Kodex folgen, Fenrisúlfr ist allerdings ein Soziopath der seine Raubtiernatur nicht ständige unterdrücken kann und will, weshalb er zum Maniac wurde. Er hat eine Vorliebe dafür seine Opfer mit Lügen und Täuschung zu manipulieren bevor er sie schließlich verschlingt, was ihn auch zu einem Riskanten Partner für Loki macht...

 ...allerdings ist er als van da Lyk ein erfolgreicher Unterweltbroker mit connections zu den meisten bedeutenden Mafia-Familien - obwohl ihm dort kaum jemand wirklich traut (er steht im Ruf zum Spaß Zwietracht zu stiften und Konflikte anzuzetteln), würde sich kaum jemand offen gegen ihn stellen - van da Lyk weiß einfach zu viel von jedem und alle Attentatsversuche auf ihn sind bisher nicht nur gescheitert, ja sie scheinen ihm sogar spaß zu machen.

 

die Letzte in Lokis "kleiner Familie" ist Helena von Dracul. sie wurde vor mehreren hundert Jahren als Rumänische Prinzessin geboren - das zarte Mädchen neigte zu derpresionen und schnitt sich mit 16 aus Liebeskummer die Pulsadern auf...

...jedoch war es ihr nicht vergönnt zu sterben - nach 3 tagen erwachte sie (zum entsetzen der Trauerwache)wieder zum leben. Von nun an alterte sie nicht mehr und ist praktisch unsterblich und erwacht selbst wenn ihr Körper völlig zerstört wird nah 3 Tagen irgendwo ihn der Nähe ihres ersten todesorts wieder vollkommen genesen (auch wenn das Psychisch labile Mädchen dazu neigt, zu versuchen, Stressituationen per Selbstmord zu entgehen).

Hel (die als seht zarte Junge Frau meist in einem viktorianischen Trauerkleid auftritt) ist ansich nicht böse, sondern entspricht in vielerlei Hinsicht dem zwar gebildeten aber ansonsten fast unschuldigen kleinen "Vögelchen", welches vor Empathie und Nächstenliebe geradezu "überläuft"...

...allerdings hat sie in den vielen Jahren ihres Lebens ein sehr verklärtes Bild des Todes entwickelt in dem sie nichts als Erlösung sieht und Leben nur als Leid.

Ihr Wunsch ist es, wo sie doch selbst keine Erlösung erfahren kann, so doch wenigstens allen anderen Erlösung zu bringen, in der Hoffnung Gott möge sie dann endlich auch aus ihrem Jammertal befreien...

 

 

Ok, damit haben wir ein interessantes Team (mit hohem Spannungspotential) und den Anfang eines Plots - müsste sich doch nen nettes Comeback für Loki draus spinnen lassen.  

 

.        

      

     

bearbeitet von Darius Dunkelmond
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Interview

 

Filmstarts.de hat mit den beiden Russo-Brüdern ein ausführliches Gespräch zum Civil War-Film geführt. In diesem geben die beiden Regisseure Auskunft darüber, warum sie deutsche Städte als Schauplätze gewählt haben, welche Inspirationen aus Comics stammen und wie es dazu kam, dass sie sich bereit erklärten, auch die Infinity-Filme zu verwirklichen.

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Am 6.4.2016 um 23:00 schrieb Zavor:

... und wie es dazu kam, dass sie sich bereit erklärten, auch die Infinity-Filme zu verwirklichen.

 

Ein gutes Stichwort: Die beiden Gebrüder haben durchsickern lassen, dass sowohl Thor, als auch der Star-Prinz (und damit wohl auch die übrigen Guardians) aller Voraussicht nach beim Showdown gegen Thanos mit von der Partie sein werden. Insbesondere der Übergang zwischen Rangnarök und Infinity War soll dabei eine besondere Rolle spielen.

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Quadruplepost! :D

 

Neben dem Trailer zu Doctor Strange hat Marvel auch zwei Clips aus Civil War veröffentlicht:

 

- Just like we practiced

- New recruit (Ant-Man ist gleich wieder in seinem Element)

 

Darüber hinaus wurde nun auch der - zumindest in den USA geführte - Untertitel des kommenden Spider-Man-Films veröffentlicht. Dabei könnte "Homecoming" auf eine Comic-Reihe anspielen. Ich bin indes gespannt, ob auch für diesen Filmtitel eine (unnötige) Version für den deutschen Markt angefertigt wird, wie bereits bei den Captain America-Filmen oder dem zweiten Thor-Film geschehen.

 

Und Kevin Feige wäre nicht er selbst, wenn er nicht schon sehr weit in die Zukunft schauen würde. Nach bisherigem Stand sollte das MCU zumindest bis 2019 Bestand haben. Doch das reicht ihm nicht: Wie bekannt wurde, startet 2020 die vierte Phase! Welche Filme es genau geben wird, ist noch nicht bekannt, aber die Guardians of the Galaxy dürften wohl ihren dritten Film bekommen.

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Wie in meinem letzten Beitrag verlinkt, wird das MCU aller Voraussicht nach bei der Anzahl der Filme weiter wachsen. Doch nun steht ein angedachter Film erstmals in Frage:

 

Betroffen ist die Inhumans-Verfilmung, die ursprünglich für Juli 2019 angedacht war und nach dem Infinity Wars-Zweiteiler stattfinden sollte. Eine Veröffentlichung wurde nun erst einmal auf Eis gelegt. Die Hintergründe hierzu liegen noch im Dunkeln und derzeit ist noch nicht klar, ob das Projekt in Gänze gestrichen wurde oder lediglich auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.

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Auch, wenn es bei Age of Ultron sehr gut geklappt hat, möchte ich Euch dennoch anhalten, sich nicht durch die Freude (oder den Ärger) über Civil War übermannen und hinreißen zu lassen, einen möglichen Spoiler zu hinterlassen. Sofern Ihr also Eure Einschätzen teilen möchtet, vergesst bitte nicht, die Spoiler-Funktion zu nutzen. Danke sehr. :)

 

Ferner hat Robert Downey Jr. seine Bereitschaft signalisiert, auch nach dem Infinity War als Tony Stark im MCU in Erscheinung zu treten. Selbst ein vierter Iron Man-Film scheint seitens des Schauspielers nicht mehr gänzlich ausgeschlossen.

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Naja, das Genre "Superhelden" an und für sich basiert darauf, dass Leute, die besser sind als andere, außerhalb des Gesetzes agieren. Und so toll die damit erzählten Stories auch sind, in der wirklichen Welt ist die Vorstellung von Leuten, die sich einfach nicht an Regeln halten und solche Fähigkeiten besitzen, ziemlich erschreckend. Immerhin sind Gesetze nicht dazu da, um irgendjemand zu schikanieren, sondern um das friedliche  Zusammenlebens von Menschen zu regeln. Wenn man eine Superhelden-Geschichte liest oder anschaut ignoriert man den inhärent problematischen Teil des Genres ganz automatisch - man hinterfragt ja auch nicht bei Harry Potter ob's jetzt wirklich Magie gibt.

 

Spoiler

Das Problem in CW ist dass hier eigentlich genau diese Sache hinterfragt werden soll (Tony:"Wir müssen uns an Regeln halten" / Steve:"Wir dürfen uns nicht von Regeln einschränken lassen, weil wir besser sind") aber der Film selbst eindeutig nicht bereit ist, ausreichend mit dem Genre zu brechen, um diese Frage angemessen zu behandeln.  Die gesamte Weise, wie der Film erzählt wird, basiert auf dem klassischen Muster "Superheld macht was er will und das ist auch richtig so" - das unterminiert Tony's Position und macht sie von vornherein falsch. Von der Bildsprache über die Musik (Steve kriegt triumphierend Musik, Tony nicht) bis  zu der Szene mit dem Handy, in der Steve unterschwellig als der großzügige Gewinner dargestellt wird, auf den Tony zugehen muss. Und natürlich die Tatsache, dass jeder einzelne Teilsieg, den Tony erringt, nur dadurch zustande kommt, dass er sich eben nicht an Regeln hält und damit schon durch sein Handeln Steve Recht gibt.

 

Alles in allem hat sich Civil War ein interessantes Thema ausgesucht, war aber meiner Ansicht nach nicht bereit, sich wirklich damit auseinander zu setzen. Watchmen und Supermann versus Batman haben das irgendwie besser gemacht. Of course, YMMV und dementsprechend soll sich jeder den Film anschauen und selbst entscheiden, ob er gut ist. Meine Freunde, mit denen ich im Kino war, mögen ihn.

 

bearbeitet von Zavor
Anpassung des Spoilers (abgesprochen)
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Ich komme gerade aus dem Kino. Respekt! Ich hatte nicht viel erwartet und wurde dennoch enttäuscht. Unglaublich wie viel Potential ein Film verschenken kann. Ich habe mich mitten im Film tatsächlich bei dem Gedanken erwischt, zwischendurch zur Snackbar zu gehen und mir doch ne Tüte Popcorn und nen Bier zu holen. Ich habe noch nie mitten im Film den Saal verlassen um neue Snacks zu holen ... 

 

Ne, Marvel, das war nix. Zur Verteidigung des Films muss ich sagen, dass es zu einem großen Teil die Schuld des Studios ist, mit großen Namen (Civil War!) hohe Erwartungen zu wecken, die der Film dann einfach nicht erfüllt. Da ich das schon von anderen Marvel-Filmen (Age of Ultron, Days of Future Past) gewohnt bin, hatte ich von Anfang an meine Erwartungen runter geschraubt, aber das Marvel dann wirklich die Dreistigkeit besitzt diese Schulhofprügelei als Bürgerkrieg zu verkaufen, verschlägt mir dann doch die Sprache.

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Ich denke mal, solange du die Comicvorlage nicht kennst und dich einfach nur 2,5 Stunden lang von einer belanglosen Superheldenprügelei berieseln lassen willst, musst du dir da keine großen Sorgen machen.

 

Bei mir ist der Frust wohl hauptsächlich der, dass ich als Comicleser halt das Mega-Event Civil War kenne, das alleine in Deutschland 41 Ausgaben umfasst (darunter etliche Sammelbände mit bis zu einem dutzend Original-US-Ausgaben) und halt einfach bombastisch war. Dass das nicht in einem Film gepackt werden konnte, schon gar nicht in ein Universum, das gerade mal ein Dutzend Charaktere umfasst, war mir von Anfang an klar, aber dass es dann so stark nach "gewollt, aber nicht gekonnt" aussieht, hätte ich dann doch nicht erwartet. Das Comic-Event war ein Ereignis, dass das ganze Marvel-Universum verändert hatte. Teams und Familien zerbrachen, auf beiden Seiten gab es Todesfälle, der komplette Status Quo wurde umgeschrieben.

 

Um es mal etwas anschaulicher für nicht-Comic-Leser zu formulieren:

Stellt euch vor, man hätte George R.R. Martins "A Song of Ice and Fire" als abendfüllenden Spielfilm herausgebracht, anstatt eine Serie mit etlichen Staffeln, oder alle Harry Potter-Bände in einem Film verwurstet. 

 

Hätte man den Film jetzt einfach nur "Captain America 3" genannt, fänd ich ich wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht.

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So, ich habe den Film am gestreigen Abend gesehen. Gegen 20:45 Uhr saß ich im Kinosessel, gegen 00:40 Uhr war ich wieder in meiner Wohnung - und Letztere ist nicht allzu weit vom Kino entfernt. Der Film ist also nicht unbedingt kurz geraten. ;)

 

Spoiler

Für mich ist dieser Film ein weiteres MCU-Highlight. Aber ich bin auch bekanntlich ein großer Fan von Marvels Film-Universum, von daher ist das eben verfasste Eingangsstatement wohl wenig überraschend. Vor allem aber war es für mich ein intensiver Film, da ich die Sichtweisen beider Konfliktparteien verstehen konnte.

 

Allerdings kann ich durchaus die kritischen Stimmen verstehen, wie sie auch von Darkness und Jericho artikuliert worden sind. Denn ein Film - selbst dieser Länge - reicht nicht aus, das zentrale politisch-moralische Thema ausreichend abzudecken und dem Zuschauer näher zu bringen. Da hätte es wohl mindestens einen Zweiteiler gebraucht und selbst dann wäre der Erfolg dieses Plans nicht gesichert gewesen. Schlussendlich war es für mich möglich, bei allen Personen, die sich zum Thema geäußert haben, einigermaßen nachvollziehbar, wie sie zu ihrer Sichtweise gekommen sind. Dabei musste man aber auch die vergangenen Filme im Hinterkopf behalten. Und man musste ab und an etwas konstruieren. So erscheint mir das Argument von Vision, dass die Stärke der Avengers größere Gefahren hervorrufen, zwar in sich stimmig (zumal Thor während des ersten Avengers-Film bereits eine ähnliche Aussage getätigt hat), aber nicht als ein schlüssiges Argument für die Vertragsunterschrift. Die zentrale Argumentation von Captain America, die auf der Unterwanderung von S.H.I.E.L.D. durch Hydra basiert, lässt erkennen, warum er zu dieser Sichtweise kommt. Und doch hat die Konklusion Lücken. Denn schlussendlich kann sich auch die Sichtweise der Avengers durch irgendwelche Gründe ändern. Und dann sind sie vielleicht nicht mehr die Guten, sondern die Bösen, die man bekämpfen muss. Konsequenterweise müsste er also darauf drängen, dass seine Mitstreiter und er selbst aus der aktiven Arbeit ausscheiden, da sie selbst über Macht verfügen - übermenschliche Macht sogar.

Schade finde ich es, dass bei manchen der Protagonisten kaum oder gar nicht bekannt geworden ist, warum sie sich auf die Seite schlagen, auf der sie stehen. So habe ich beispielsweise nicht herausgehört, warum sich Hawkeye und Ant-Man auf Caps Seite schlagen. Ich habe meine Vermutungen, aber hier hätte man durchaus etwas mehr Aufwand investieren können.

 

Die Regisseure haben bereits den zweiten Captain America-Film in einer politischen Atmosphäre gehalten und betonten stets, etwas Ähnliches widerholen zu wollen. Schlussendlich kann man den Versuch anerkennen, ein Thema dieser Art in einer Comic-Verfilmung, die normalerweise als ein Action-Film mit einer klaren Schwarz-Weiß-Verteilung daher kommen, unterzubringen. Durchweg gelungen ist es allerdings nicht, zumal die Vertragsunterzeichnung zwar den Rahmen bildet, aber - so zumindest meine Wahrnehmung - nicht der Fokus der Story war. Das Hauptaugenmerk lag auf der Jagd, bzw. dem Schutz des Winter Soldiers. Black Panther hat sich eigentlich nur darauf konzentriert, der Vertrag selbst schien für ihn keine besondere Bedeutung zu haben.

 

So gesehen kann ich auch verstehen, warum sich manch Zuschauer an dem Titel stört. Wie Jericho schon richtigerweise erwähnt hat, ist der Civil War in den Comics eine ganz andere Hausnummer und erschüttert das Marvel-Universum in seinen Grundfesten. Und obgleich der Film ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf das MCU nimmt (Cap und Mitstreiter sind dem Gesetz nach nun Gesetzlose und werden wohl erst einmal im Untergrund agieren), ist der "Impact", wie man im Englischen zu sagen pflegt, weit weniger stark als dies in der Comicvorlage der Fall ist. Einen Civil War haben wir nicht gesehen (allerdings auch keine "Schulhofprügelei"), sondern eine Konfrontation zwischen denjenigen, die einer bestimmten Person zur Flucht verhelfen wollten und denjenigen, die dies zu verhindern suchten. Wäre ein anderer Titel gewählt worden, würde man sich daran wahrscheinlich weniger stören.

Allerdings ist hinter der Wahl des Titels sicherlich auch ein marktstrategischer Gedanke gewesen. "Civil War" ist dem geneigten Comicleser ein Begriff und zieht sicherlich noch etwas mehr, bzw. vermag den Hype noch etwas stärker zu befeuern. Ein ähnliches Phänomen hatte aber auch Age of Ultron parat (wurde schlussendlich doch ein sehr kurzes Zeitalter). Dass dieser Civil War nicht so umfassend werden würde wie in den Comics, dürfte aber wohl jedermann klar gewesen sein, der sich mit dem MCU beschäftigt hat. Es fehlt allein schon eine Vielzahl an Figuren, die derzeit noch nicht im MCU existieren und möglicherweise auch niemals werden ("dank" des Rechte-Chaos).

Ja, ich kann es verstehen, dass man sich am Titel und der dadurch möglicherweise eigens befeuerten Erwartungshaltung stört. Aber das als einen großen Kritikpunkt darzustellen - das kann ich leider nicht nachvollziehen.

 

Fern ab davon bin ich voll überzeugt. Der Showdown zwischen den beiden "Teams" hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Allein die Giant-Variante von Ant-Man! Ja, es war nur ein Dutzend von Personen beteiligt. Und doch hatte es dieser Kampf in sich! Allgemein wussten die Action-Sequenzen durch die Bank weg zu überzeugen - aus meiner Sicht seit jeher eine ganz große Stärke des MCU.

 

Darüber hinaus bin ich ebenfalls angetan von den Ersteindrücken, die ich von Black Panther und Spider-Man gewonnen habe. Gerade Ersterer gibt eine spannende Figur ab, da er sehr kühl und distanziert, aber auch fokussiert wirkt. Und er ist - wenig überraschend - ein Nahkampfmonster. Ich denke, man kann sich auf seinen Solo-Film im Frühjahr 2018 freuen.

Diejenigen, die meine Ansichten zu manchen Marvel-Helden kennen, wissen, dass ich kein Freund von Spider-Man bin, da mir die weinerliche Attitüde in ihrer Intensität auf den Nerv geht. Aber bei diesem Spider-Man liegt der Fokus (noch?) nicht auf den emotionalen Aspekten des Charakters, sondern vielmehr auf seiner großen Klappe und seinem Hang zur Nervensäge. Und diese Version liegt mir! Somit schaue ich auch seinem Solo-Film positiv gestimmt entgegen, zumal mir der Schauspieler zunächst einmal nicht missfallen hat.

Positiv überrascht bin ich auch von Helmut Zemo. So ganz klar war ja noch nicht, welche Rolle diese Figur im Film spielen wird. Und auch nach dem Film ist dies noch nicht in Gänze gelüftet. Man darf also sicherlich gespannt sein, wie es mit dieser Figur weiter geht und ob Daniel Brühl mehr Relevanz eingeräumt bekommt als der letzte deutsche Schauspieler (Thomas Kretschmann als Baron Wolfgang von Strucker). ;) Dass er sich Helmut Zemo in seiner Tarnung als Herr Müller auswies, brachte mich fortwährend zum Grinsen, da ich bei diesem Namen immer hieran denken muss. :D

 

Schlussendlich kann ich jedem, der bisher mit dem MCU-Filmen im Durchschnitt zufrieden war, ohne Frage empfehlen. Ja, er hat seine Schwächen, aber ich empfinde das Gesprächs- und Diskussionspotential auch als eine Art Lob am Film, nicht nur als Kritikpunkt.

 

Ich hoffe, dass Euch diese Wall of Text nicht zu sehr erschlagen hat. ;) Aber das kennt der geneigte Leser spätestens seit meiner Review von Batman v Superman ja schon. :D

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Hm, war gestern im Film und muss sagen: Für nen "normalen" Superheldenfilm echt gut, aber die Kritik von Jericho und Darkness ist nicht nur nachvollziehbar sondern es ist mir als jemand der die Comicvorlage nicht kennt auch bereits aufgefallen...

 

...ich muss dazu sagen, dass die Kommentare hier zumindest in sofern sehr hilfreich sind, da ich ansonsten meine Überzogenen Erwartungen dafür verantwortlich gemacht hätte, dass ich keine tiefgreifende Auseinandersetzung zum Thema Freiheit gebot bekam wo dann mein altes Anime vs. Zeichentrick Klischee gegriffen...

 

 

Ich selbst tendierte zwar auch im Vorfeld zu CAs Seite* muss aber zugeben, dass keine der beiden Seiten vernünftig dargestellt wurde, da die Konkrete Situation die allgemeinen Standpunkte zu dem Thema völlig in den Hintergrund treten ließ: 

 

Spoiler

die Freiheitsberaubung Scarlet Witchs durch Vision und der Typ vom Weltsicherheitsrat, waren auch nochmal vor allen dazu geeignet um Ironmans Position noch ungerechter erscheinen zu lassen... 

 

Insofern ist mein Fazit auch: Für nen Amerikanischen Superheldenfilm nicht schlecht, aber der Thematik auch nicht Ansatzweise gerecht werdend...

 

...und mein Standpunkt bleibt nach wie vor: Setzt es als hochwertigen Zeichentrick um! Der Erfolgsdruck und die Sachzwänge die durch die hohen Kosten einer Realfilm-Produktion entstehen (und es z.B. genauso wenig erlauben eine FSK18 in kauf zu nehmen wie einfach mal nen 3 Teiler zu machen) tun den Filmen nicht gut.    

 

 

 

 

*Weniger weil ich Gesetze und Regeln geringschätze, sondern eigentlich wegen dem was Black Panther in seiner Position zu Politikern recht gut formuliert -> schlussendlich will ich als Ergebnis eines Disskurses zu dem Thema stufe 6 und nicht stufe 4 von Kohlbergs Stufenmodell der moralischen Entwicklung sehen - Politiker bewegen sich hingegen auf den untersten 4 Stufen, wobei die Prio zu steigen scheint je niedriger die stufe ist - also: 1. Wird es mir schaden? 2. kann ich davon profitieren? 3. Wird es von meiner Lobby honoriert? 4. Ist es Regelkonform? - während 5. ist es unter allgemeinen Ethischen Gesichtspunkten vertretbar? und 6. verstößt es auch im weiteren Sinne nicht gegen hochschwellige universalistische Prinzipien wie den Kat.-I., das Verhältnismäßigkeitsgebot, den Gleichheitssatz, den Utilitarismus etc. eher keine rolle spielen)...

bearbeitet von Darius Dunkelmond
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vor 42 Minuten schrieb Darius Dunkelmond:

 

...und mein Standpunkt bleibt nach wie vor: Setzt es als hochwertigen Zeichentrick um! Der Erfolgsdruck und die Sachzwänge die durch die hohen Kosten einer Realfilm-Produktion entstehen (und es z.B. genauso wenig erlauben eine FSK18 in kauf zu nehmen wie einfach mal nen 3 Teiler zu machen) tun den Filmen nicht gut.

 

Deine Sympathie in allen Ehren, aber da vergleichst Du auch weiterhin Äpfel mit Birnen. Diese Medien unterscheiden sich deutlich voneinander. Sie können einander weder ersetzen, noch sprechen sie das exakt gleiche Publikum an.

 

Darüber hinaus bringen Zeichentrick-Serien nicht zwangsläufig die höhere Qualität mit sich. Wie bei jeder medialen Umsetzung hängt es nicht vorrangig von dem Medium selbst ab, sondern von den Menschen, die das jeweilige Erzeugnis schaffen. Selbst eine dreiteilige Zeichentrickumsetzung ist keine Garantie dafür, das Thema adäquat vorzustellen, ebenso wenig, wie es ein dreiteiliger Real-Film wäre. Fern ab davon, dass die aktuellen Marvel-Serien, die im Zeichentrick umgesetzt werden, bei weitem nicht so erfolgreich sind wie die Real-Filme.

 

Die Vermutung, dass man nur das Medium wechseln muss, um den besseren Outcome zu haben, halte ich für im besten Fall für idealistisch, im schlimmsten Fall für naiv.

 

bearbeitet von Zavor
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