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Sigur geht zurück in die 80er und wird kalter Krieger


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Heho, in diesem Thread geht's um ein weiteres historisches Projekt von mir. Wie so oft bei diesen Projekten wähle ich ein Thema das sich weit abseits dessen befindet was ich auftragsmäßig so mache, als Ausgleich sozusagen. Das Ganze kam für mich selbst einigermaßen überraschend: 20mm (bzw. 1:72), Anfang bzw. Mitte der 1980er, British Army of the Rhine!

 

Das Regelwerk der Wahl ist Force on Force mit dem Cold War Gone Hot Erweiterungsbuch. Allerdings bin ich auch schon voll freudiger Erwartung was das angekündigte 1945-1990-Supplement für das großartige Chain of Command.

cold-war-gone-hot-1.jpg
Jo, ich bin auch kein großer Fan des Bildes auf dem Buchumschlag.

 

Das Regelwerk wird auch die Wahl des recht großen Maßstabes erklären. Solche Kalter-Krieg-Wird-Arg-Sachen werden ja wegen des Ausmaßes und des Fokus auf mobile Kriegsführung in der Regel in kleineren Maßstäben gespielt (siehe NogegoNs Projekt ;) ), mit einem Haufen Fahrzeugen, Helikoptern, und so weiter. Bei Force on Force finden die Spiele ca. auf Platoon-Ebene statt und das ist auch gut so. Ich bin ein Fan von Skirmishgeschichten, von Infanterie und Dingen die ein Gesicht haben. Das ist vielleicht so ein Empathie-Ding. Natürlich war der Umstand dass recht viele Leute hier in der Gegend schon kleine Sammlungen in 20mm hatten wiedermal ein Faktor in meinen Überlegungen.

 

Ich ging also mit dem mittlerweile gewohnten modus operandi an die Sache: Erstmal sehen, was die andern in der Gegend so haben um rauszufinden wo ich mir meine Nische suche. Dann sehe ich mich um welche von den möglichen Kandidaten die lässigsten Uniformen oder sonst irgendwelche herausstechenden Merkmale besitzen (lustige Hüte, Bärte, bunte Uniformen oder Tarnmuster, eigenartige Fahrzeuge, usw.). In dieser Hinsicht ist der Zeitraum natürlich etwas dünn, denn alle Westallierten haben ja ähnlich ausgesehen. Buh.

 

Also waren die bestimmenden Faktoren im Grunde Verfügbarkeit von Figuren und "was hat mein regulärer Mitspieler überhaupt?" (Antwort: Russen auf Panzern und die NVA in der Mache. Ich glaub die sind immernoch nicht fertig). Folglich waren meine Optionen natürlich schonmal angenehm eingeschränkt. Weil ich scheinbar grad fad drauf war, hab ich mich also für die British Army of the Rhine entschlossen.

 

Briten also. Eh schön. Außerdem hatte sie keiner sonst (außer dem einen der alles hat ;) ), außerdem hatte ich ja bereits Briten für den 2.Weltkrieg, und vielleicht würden sich da ja Bezüge herstellen lassen.

 

baorhqbadge.jpg
BAOR HQ Abzeichen

 

Die Britische Rheinarmee entstand aus den britischen Streitkräften die als Besatzungsmacht nach Ende des zweiten Weltkrieges in Deutschland blieben. Ihr erster Kommandant (und Verwalter der englischen Besatzungszone) war niemand anderer als Feldmarschall Montgomery. Mit der Zeit änderten sich die Aufgaben dieser Formation von Ordnungs- und Administrationszuständigkeiten zu denen einer Schutzmacht, und als im bevorstehenden kalten Krieg die Fronten gezogen und eine bewaffnete Auseinandersetzung mit dem Warschauer Pakt in Europa zu einer konkreten Gefahr wurde wurde die BAOR zu so einer Art erster Verteidigungslinie in Deutschland. Im Kriegsfall wäre die BAOR der Northern Army Group der NATO (NORTHAG) unterstanden.

 

Einheiten der BAOR waren im norddeutsdchen Tiefland (inkl. der berühmten Fulda Gap) stationiert, das als der wichtigste Korridor eines möglichen sowjetischen Angriffs angesehen wurde. Dieses Szenario war Grundlage für diverse technische Entwicklungen wie taktische Nuklearwaffen oder die A-10 Warthog.

Probable_Axes_of_Attack.jpg
NATO-Annahmen über sowjetische Angriffe

 

Die Truppenstärke der BAOR änderte sich über die fast 50 Jahre ihres Bestehens, doch die durchschnittliche Stärke belief sich auf 50.000 bis 55.000 Mann (plus deren Familien, ziviles Personal, usw.). Neben dem Verteidigungsaspekt spielte die BAOR eine wichtige Rolle beim Aufbau britisch-deutscher Beziehungen nach dem 2.Weltkrieg, u.a. ein jährliches öffentlich zugängliches Fest und eine Art Versicherung, dass Westdeutschland im Kriegsfall nicht kampflos aufgegeben werden würde. Von US-Seite wurde die Militärstrategie der BAOR oft kritisiert, da sie im Ernstfall (der sich meist als groß angelegte Offensive der Sowjetkräfte ausgemalt wurde)  als Verschwendung von wichtiger Kampfstärke angesehen wurde.

 

Nach Ende des kalten Krieges und damit einhergehender Budgetkürzungen wurde die BAOR aufgelöst und in die British Forces Germany umgewandelt. Das Ende der permanenten Stationierung von britischen Streitkräften in Deutschland ist für 2019 geplant.

 

bearbeitet von Zavor
Korrektur der Formatierung
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So viel zur Einführung. Kommen wir zu den Miniaturen!


Zuerst natürlich die Infanterie:

platoon.jpg

 

Hier also mein Zug. Der ORBAT für einen mechanisierten Schützenzug Anfang der 1980er wird verwendet, also gibt's drei Infantry Sectionsund eine Command Section. Die Infantry Sections bestehen aus 9 Mann (inkl. eines Fahrers, also sind abgesessen zu Fuß nur 8 unterwegs), die Platoon Command Section (51mm Mörser, ein Platoon Sergeant, ein Platoon Commander, ein Funker und ein Runner). Ich hab auch gleich ein Team mit einem Blowpipe-Raketenwerfer, zwei GPMG-Teams als schwere MGs und zwei zusätzliche Figuren als Artilleriebeobachter, Scharfschützen, Panzerbesatzungen zu Fuß, oder sonstwas. Es ist niemals eine schlechte Idee eine Handvoll Extrafiguren zu haben. Man braucht sie früher oder später.


Hier ist ein Größenvergleich mit anderen Figuren, damit ihr die 20mm-Kerle ca. einordnen könnt:
sizecomparison.jpg

10mm-Musketier (Irregular Miniatures), 15mm Sowjetinfanterie (Battlefront), 20mm BAOR Schütze (Elhiem Miniatures), 28mm Apocalypse Survivor (Wargames Factory). Lustige Truppe.


Hier sind die Fahrzeuge:
britannia.jpg

Samt und sonders von Britannia Miniatures. Die Fahrzeuge sind alles ein dicker Klumpen Resin, hie und da eine Luke oder eine Waffe in Metall zum ankleben. Drehtürme sind separate Resinteile. Vier FV432, eines für je eine Rifle Section und die Platoon HQ section (da ist dann auch noch zusätzlicher Platz für ein GPMG team, Scharfschützen, etc.). Ich muss zugeben, dasss ich die FV432 eher aus Gründen der Vollständigkeit und weil sie so nette Unterdogs sind eingekauft habe. Auf die Distanzen auf denen FoF-Spiele stattfinden ist die Infanterie in der Regel schon abgesessen.


baor1fv432cwelshguardsforum.jpg

 

... ein FV107 Scimitar Aufklärungsfahrzeug (ein leichter Panzer mit einer 30mm-Maschinenkanone und MG. Die sind immernoch im Dienst.)

scimitar01.jpg

 

... und, nur weil es sich gehört, ein Chieftain:

chieftain.jpg

 

Bei Einführung war er einer der modernsten Kampfpanzer der Welt, mit einer unerreichten 120mm Kanone mit gezogenem Lauf und innovativer State-of-the-Art Panzerung. Das Problem ist, dass der Chieftain 1966 in Dienst gestellt wurde und mit Anfang der 80er begann sich beim Chieftain das Alter bemerkbar zu machen. Er blieb bis Mitte der 1990er und darüber hinaus im Dienst, wurde aber letztendlich durch die Typen Challenger I und II ersetzt. Der Challenger wurde Mitte der 1980er in Dienst gestellt, doch ich wollte auf Nummer Sicher gehen und außerdem: Wer will schon der Spieler sein, der immer mit dem Neuesten und Besten was der Zeitraum zulässt antanzt? Der, der ohne Königstiger nicht aus dem Haus geht, Hopliten immer mit Spartanern gleichsetzt und wenn's Napoleonisch wird für sich keine anderen Optionen als die alte Garde sieht? Bah, Humbug.

Apropos - Britannia Miniatures: Sehr, sehr nette Firma. Gemeinsam mit meiner Bestellung bekam ich gemeinsam mit einem handgeschriebenen Briefchen fünf Schützenmodelle aus ihrer (auf der Website nicht gelisteten) BAOR-Reihe zugesendet. Coole Sache, danke an Grubby von Britannia Miniatures!



Nach dem Putzen stellte ich die Burschen gleich auf Bases aus Centstücken (irgendwo muss man sie ja anbringen. :P ):

based.jpg

Die Fahrzeuge stelle ich nicht auf Bases.

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FoF in 20 mm mit schönem Zinn.

 

Ich spiele ja auch eher die Philosophie, nicht ausschließlich das "Uberzeug" ins Feld zu führen. Es dürfen gerne auch mal ältere und schwächere, aber dafür eben klassisches Standardmaterialien sein. Da lasse ich doch mal direkt ein Abo da. :)

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FoF in 20 mm mit schönem Zinn.

 

Ich spiele ja auch eher die Philosophie, nicht ausschließlich das "Uberzeug" ins Feld zu führen. Es dürfen gerne auch mal ältere und schwächere, aber dafür eben klassisches Standardmaterialien sein. Da lasse ich doch mal direkt ein Abo da. :)

Donkeschön. :) Diese Elhiem-Maxerln sind schon sehr, sehr super. Die besten 20mm-Püppchen die mir bekannt sind. Die von Britannia sind okay, aber nicht ganz so fein. Passen sich allerdings recht nett ein.

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Du falsch hier. Das Yalu river, nix Rhein!

 

:D Laß doch mal das ganze Projekt rüber zu den "historischen Projekten" schieben. Gleich neben meinen Thread am besten ;) Hier in der Rubrik hat sich mehr so das FAQ und die allgemeine Diskussion angesiedelt. Wäre echt schade, die schönen Minishier vereinsamen zu lassen :respekt:

 

Habe ich mal erwähnt, daß meine Modellbau- und Bemalhose aus DPM ist? :D

Dutch DPM, um korrekt zu sein, Stoffqualität und Schnitt sind einfach um Welten besser als das britische Material. Europäischer, sozusagen :ok:

 

Gruß NogegoN

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@Desaster: Niemand würde es wagen über einen Saxon zu lachen. :o Jou, das mit dem Saxon und diversen anderen lustigen Dingen hab ich mir schon paarmal überlegt. Bei meiner üblichen Quelle für Fahrzeuge gibt's den ja nicht, nur bei S&S. Und wenn ich bei denen mal bestelle würde das schnell ausarten. Der Saxon ist eh auch cool. Sieht bisschen wie die Sportvariante vom FV432 aus. :D Und das Problem des Maßstabs besteht ja immer. Bei 20mm auf einem 6'x4'-Tisch braucht man ja eigentlich nie battle taxis, zumindest nicht die britischen. Das waren ja mehr Transporter als echt IFVs (wie das monströse BMP).
 
@Sir Wulf: Das ist Kartoffelpüree von Pfanni, nur anstatt der Milch verwendet man Holzlei- ähnein, das ist so eine Acrylpaste von Vallejo. Ich verwende die recht gern auf Figuren die kleiner sind als 28mm als Basis, weil sie sehr feinkörnig ist. Also auf den Bases, nicht den Figuren selbst. :P Gröbere Textur kann man dann immernoch hie und da drauftun. Ist nicht ganz billig, ist bisschen eine Patzerei, aber praktisch.
 
*** Disclaimer: Weil ich's glaub ich noch nicht erwähnt habe: Alles was hier im Thread zu sehen ist ist mehr eine Zusammenfassung des Aufbaus meines Zuges. Der Großteil ist vor etwa 1,5 Jahren passiert, deswegen etwas gestrafft. Ich füge nach wie vor neue Modelle und Spielberichte hinzu, aber etwas weniger regelmäßig. ***
 
 
Nach dem ganzen Putzen und Löcherfüllen bei den Fahrzeugen (die Britanniamodelle sind schon hübsch, aber Lufteinschlüsse gibt's nicht wenige) hab ich das zentrale Platoon und den Scimitar fertiggemalt:
Zwei Rifle Sections, eine auf Patrouille, eine kämpfend:
plt1.jpg
 
Hier ist der Scimitar Aufklärer, die dritte Rifle Section und die Platoon Command Section (plus dem Blowpipe-Team zur Luftabwehr):
plt2.jpg
Nahaufnahme vom FV432-Fahrer. Ich mag die Sonnenbrille sehr; leider hab ich vergessen einen ordentlichen Schnurrbart drunterzusetzen. Meinen Recherchen zufolge sollte mindestens ein Viertel der Mannschaften Schnurrbärte tragen, aber bei der Infanterie sähe man die eh nicht wegen all der Tarnfarbe im Gesicht. Aber der Fahrer hier wäre natürlich ein Superkandidat. Vielleicht denk ich mal dran und verpasse ihm noch einen. Ursprünglich war er ein Crewmodell für ein anderes Fahrzeug, aber damit die FV432-Fahrer nicht alle gleich aussehen hab ich den Kopf ausgewechselt und Barett und Kopfhörer modelliert.
pltdetail1.jpg
 
Hier noch eine Nahaufnahme vom FV432 mit offener Luke. Hier trägt der Fahrer den Helm für Panzerbesatzungen anstatt des regulären Baretts.
pltdetail2.jpg
Ihr könnt außerdem sehen, dass der Paintjob nicht so dolle ist. Das Ding ist, dass ich mein eigenes Zeug meist unter größerem Zeitdruck male. Außerdem: Die 1980er hatten an theoretisch nett zu Malendem viel zu bieten, aber das Militär gehört nicht unbedingt dazu. Die investierte Zeit hätte glaub ich nicht viel beigetragen zu einem netteren Look.
Hier noch eine vierte Section aus Figuren die ich noch übrig hatte. Ich kaufe immer mindestens eine section/gruppe/squad mehr als erforderlich. Man braucht immer irgendwelche Extrafiguren um irgendwas Szenariospezifisches oder sonstwas darzustellen. Die Verlustmarker sind leider auch recht wichtig, besonders beim verdammten Force on Force im verdammten kalten Krieg gone Hot, weil alle so unglaubliche Feuerkraft dabei haben, und Fehler sehr rasch und sehr schnell bestraft werden. :P Außerdem noch ein GPMG auf Dreibein. Die Sandsäcke hab ich selbst genketet, und evtl. sind sie mir etwas groß geraten. Oh well.
 
 

bearbeitet von Sigur
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Schau mal hier, da gibt es Bilder vom Saxon:

http://winterof79.blogspot.co.nz/2011/06/rh-models-saxon-apc.html

Und hier alternative Hersteller:

http://winterof79.blogspot.co.nz/2011/06/saxon-apc.html

 

Btw, wusstet ihr dass sie es geschafft haben diese rollenden Särge an die Ukraine zu verticken?

https://medium.com/war-is-boring/britain-s-ugliest-cold-war-vehicle-is-back-in-ukraine-154aad7d2179#.5322tf2dy

bearbeitet von Desaster
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Oh, da muss ich den Saxon mit irgendeinem CRV(T)-Teil verwechselt haben. :D Ja, ist schon was Eigentümliches.

 

Okay, der erste AAR. Einige Wochen nachdem meine Figuren so halbwegs fertig waren haben wir ein Spiel gewagt. Die Regeln sind wie gesagt Force on Force, alle Details und das Szenario aus dem Cold War Gone Hot Zusatzbuch.

Im Originalszenario geht es um die Überbleibsel eines niederländischen Infanteriezuges die irgendwo in Westdeutschland in einem Bauernhof verschanzt sitzen (natürlich wird von einem sowjetischen Angriff ausgegangen :-P ) und ausbrechen müssen während ein russischer Infanteriezug sie umzingelt und zu neutralisieren versucht. Nachdem ich meine Fahrzeuge dabei hatte und mein Mitspieler ohnehin noch keine BMPs fertig hatte haben wir einfach die Seiten getauscht, so dass die Russen in der Farm saßen und die Briten sie aufzumischen versuchten.
 

Anstatt der Holländer hatten wir also einen regulären russischen Zug (ohne Fahrzeuge und Zugskommandaten). Das bedeutet: Drei Infanteriegruppen von je 7 Mann. Ich hatte zwei Rifle Sections zu je 8 Mann zur Verfügung und drei Transportfahrzeuge. Ich hab einen sehr dummen Fehler gemacht, und die Szenarienbeschreibung falsch gelesen (bester AAR ever, ich weiß :D ). Ansich hätte ich natürlich auch eine dritte Section haben sollen, aber egal. Zum Regeln wiedererlernen reichte es.

 

Jedenfalls war die Situation von Anfang an haarig. Verschärft wurde das dadurch, dass ich nur drei FV432 dabei hatte, und die was Waffen-, Umschmeiß-, Majestäts- und Militärische Stärke (kurz: WUMMS) angeht den vom Szenario vorgeschriebenen BMP-2 natürlich nicht gleichkommen. Da wären drei Scorpions oder Scimitars passender gewesen. Das BMP-2 hat ja eine fiese 30mm-Maschinenkanone und Panzerabwehrraketen wo das FV432 gerade mal mit einem von Hand zu bedienenden MG aufwarten kann.

BMP-2_FI_01.jpg
BMP-2


533500_md-.jpg
FV-432
 

Hier das Szenariosetup laut Buch:

fofscenario.jpg

Die drei Sowjetgruppen sitzen in den Gebäuden in der Mitte und müssen sich innerhalb von 8 Zügen über die westliche Tischkante absetzen. Zusätzlich gibt's Siegpunkte für zerstörte Fahrzeuge und verwundete/getötete gegnerische Soldaten. Die britischen Transportfahrzeuge kommen von Norden rein, zwei Rifle Squads von Osten, und eins von Süden. Wie gesagt, in unserem Fall war es nur eine Squad von Osten her.

Generell lief alles ca. so ab wie das zu erwarten war. Nachdem den Russen das Schießen zu fad geworden war haben sie sich endlich aus dem Haus begeben und sind gemütlich über ihre Tischkante davongejoggt.

Das genauere Setup unseres Tisches war leicht abgewandelt. Nur ein zentrales Haus (das Dicke im Hintergrund haben wir nur der Zierde wegen aufgestellt) und bisschen mehr Wald.

Gleich nachdem mein erstes FV432 abgeschossen worden war. Die Besatzung war aber wohlauf, sind rausgekrochen und haben sich davongemacht.
fofphoto1.jpg

Rechts könnt ihr sehen wie meine Burschen (in grün) mächtig gefährlich dreinschauen und die russische Gruppe (in rötlichem Braun) aus dem Wäldchen in der Mitte scheuchen (in der Mitte hinter den Sowjets ist meine zweite Section. Im Hintergrund: BIer. Es nimmt uns ja keiner ab dass hier ein echtes Spiel stattfindet wenn nicht irgendwo eine halbvolle Flasche Bier rumsteht ;) ).

fofphoto2.jpg

Hier nochmal ca. die selbe Szene, nur mit einem ipad aufgenommen:
fof-cold-war-game-3-10-2013.jpg

Auf diesem Foto könnt ihr sehen wie die russischen Soldaten endlich die Sicherheit des Bauernhauses verlassen und an rauchenden Wracks meiner armen Fahrzeuge (soewie einem Baum der zuvor von einem RPG getroffen worden war) vorbei zurück zu ihren Kameraden laufen.

fofphoto3.jpg

 

...und das war's im Grunde auch schon. Mein dummer Fehler hatte natürlich mächtige Auswirkungen auf's Spiel. Nicht, dass ich's komplett versaut hätte dadurch, aber ich hab meine eigenen Chancen durch die Unachtsamkeit eine komplette Squad wegzulassen doch heftig torpediert. Zusätzlich waren die FV432 natürlich Quatsch. Ein einzelnes MG tut genau nichts während die 30mm-Kanone eines BMP-2 die Belagerten gezwungen hätte Pinning-Tests ohne Ende zu würfeln. Ganz zu schweigen davon, dass es die Chance auf den Versuch gegeben hätte Das Haus einfach einzureißen. :P
 

Aber wie gesagt, zum Wiederreinkommen in die Regeln hat's gereicht. Ansich finde ich Force on Force extrem beeindruckend. Ich glaub es gibt ein grundsätzliches Problem mit größeren Gruppen (und zwar, dass sie einfach so viele Firepower-Dice generieren, dass von einer kleineren Gruppe nach einer Runde nix übrig bleibt. Dann hat man ein Fireteam komplett am Boden, muss sehen dass jemand rüberläuft und nach ihnen sieht und so weiter. Sitzen alle in einem Blob beisammen bringt das finde ich einfach bisschen mehr Vorteile als es Sinn ergibt. ich mein es ergibt alles Sinn in den Regeln, aber irgendwie kommt mir das Verhlältnis etwas seltsam vor. Und natürlich sind die Regeln alles andere als "forgiving".)

Ich gebe zu - nicht der schärfste AAR aller Zeiten, aber he - immerhin gab's Bilder. ;)

bearbeitet von Sigur
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1stday.jpg

Nach dieser Begebenheit war es klar, dass ich mehr Fahrzeuge brauchte ( :P ). Also nochmal zu Britannia models, flink noch einen Chieftain und nochmal zwei Scimitars bestellt. Außerdem hab ich auf ebay einen 1:72 Scorpion von Airfix ergattert. Der allein ist schon sehr, sehr lässig. Ein Hybridbausatz für Scorpion oder Scimitar von 1974, gleich nachdem die beiden ihren Dienst bei den britischen Streitkräften angetreten sind. Alles in Originalverpackung. Demnach ist der Modellbausatz älter als das Fahrzeug das ich damit auf dem Tisch darstelle in einem potenziellen Konflikt der zeitlich später angesetzt ist als der Bausatz, von unserer Warte aus aber in der Vergangenheit. Ich glaube ich finde diesen Umstand viel spannender als 90% der Leute denen ich davon erzähle, aber was soll man machen. :D

Wie immer habe ich etwas Gepäck, Tarnstoffe und so weiter drangebaut; aus Green Stuff und Plasticard. Ich hatte diesmal leider keine passenden Verbandsmull bei der Hand, deswegen musste ich die etwas flauschigere Art nehmen. Im Endeffekt war's aber auch ok. Der Grund weshalb ich zusätzliche leichte Kampffahrzeuge gekauft hatte war natürlich die sehr eingeschränkte Brauchbarkeit (und generelle Sinnhaftigkeit) der FV432. Für Szenarien und so weiter eignen sich die Scorpions/Scimitars natürlich viel besser. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen (einem kompletten Medium Recce Platoon) lässt sich natürlich auch viel flexibler beim Szenarioschreiben vorgehen.

Ignoriert das Ding links einfach, das ist ein MDF-Karren in 28mm den ich zu der Zeit auch gekauft hatte. ;)

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Hier die Kameraden in Fertig:

newtanks2schrift1.jpg

newtanksschrift1.jpg

Jetzt hab ich eine ordentliche Medium Recce Troop von drei Scimitars und einem Scorpion:

recceplatoonschrift1.jpg

Nicht 100%-ig ordentlich natürlich, weil es laut TO&E entweder 4 Scorpions für Medium oder 4 Scimitars für Close recon oder jeweils zwei wenn sie der Infanterie angeschlossen werden, aber es passt schon so. So leicht sind Scorpions nicht zu finden ohne dass ich Gefahr laufen würde noch viel mehr zu bestellen.

Eine halbe Chieftain Tank Troop:

chieftainsschrift1.jpg

...und hier nochmal alle Fahrzeuge in einer Schachtel. Im regulären Licht sehen sie etwas besser aus als in der Lichtbox. Zum Glück passen sie gut zu den Fahrzeugen die ich vielfrüher bemalt hatte.

allthetanks.jpg

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@kublai: Dankeschön. :) Ich weiß nicht, ich glaub das was Battlefront so an Regeln schreiben sagt mir nicht so recht zu. Außerdem hab ich ja nur skirmishzeugs fürn kalten Krieg und Team Yankee ist ja bestimmt wieder Kompanielevel (plus ein Haufen Support).

@Lurch: Besten Dank!

So, nun ein richtiger AAR!

Battle Report

29.5.1984 - Der Weg nach Haßloch

In diesem fiktiven Szenario brechen Anfang Mai zwischen NATO-Streitkräften und dem Warschauer Pakt Kämpfe aus. US-Spezialeinheiten griffen im Schatten von Able Archer allzu offen in den Krieg in Afghanistan ein, nachdem es zwischen den Machtblöcken ohnehin schon aufgrund der Stationierung von Pershing II Raketen in Europa zu bösem Blut gekommen war. Ein größerer Zwischenfall an der innerdeutschen Grenze führte endgültig zu offenen Auseinandersetzungen und Einheiten des Warschauer Paktes drangen in Westdeutschland ein.

Entgegen der Einschätzungen von Seiten des Pentagons konnte die Offensive am Rhein aufgehalten werden. Dieser Umstand erlaubte NATO-Streitkräften sich zu sammeln und sich Verstärkung aus Übersee zu organisieren.

soviet-attack.jpg

Einleitung

Gepanzerte Speerspitzen haben es über den Fluss geschafft und müssen ausgeschaltet werden. Eine dieser Formationen hat sich scheinbar bis nach Haßloch (Rheinland-Pfalz) durchgeschlagen.

aktuelle-satelitenaufnahme-von-ha_ss_loc

Mehrere Züge des 1st Bn. (The Royal Green Jackets) sollen das Dorf auskundschaften. Stoßen sie dabei auf Widerstand stehen Fahrzeuge des 4. Royal Tank Regiment auf Abruf zur Unterstützung bereit.

Der Tisch

table2background-schrift1.jpg

Ich hatte das Vergnügen den 2. Zug zu kommandieren der sich entlang der L532 Haßloch nähren sollte.

baor1.gif

Zugs-HQ:

1x Zugskommandant mit SLR

1x Zugführer mit SLR

1x Funker mit SLR

1x Leichter Mörser

1x Sanitäter with SLR

3 Infantry Sections, jeweils:

Fireteam A

1x Sectionkommandant mit SLR

1x Schütze mit MAW

1x Ladeschütze mit SLR

1x Schütze with SLR

Fireteam B

1x 2.Sectionkommandant

1x Schütze mit GPMG

1x Ladeschütze mit SLR

1x Schütze mit SLR

Der britische Zug soll Haßloch betreten und den Zugang zum Ort sichern. Stoßen sie dabei auf feindliche Streitkräfte stehen eine gepanzerte Recce Troop zur Verfügung sowie zwei Chieftain Panzer.

Mein Gegner (der den sehr lässigen Tisch aufgebaut hatte) kommandierte die Sowjetstreitkräfte:

soviet-army.jpg

Zugs-HQ:

1x Zugskommandant mit AK-74

1x Assistent des Zugskommandant mit AK-74

3 motorisierte Rifle Squads, jeweils:

1x Oberschütze mit AK-74

1x MG-Schütze mit RPK

1x Schütze/Sanitäter mit AK-74

1x Grenadier mit RPG-7V

1x Schütze/Ladeschütze für Granatwerfer mit AK-74

1x Schütze mit AK-74

Die Sowjetstreitkräfte stellen sich versteckt auf. Sie haben ihre drei BMP-2 IFVs zur unmittelbaren Feuerunterstützung und im Notfall einen T-72 Kampfpanzer.

Dieses Szenario haben wir spontan irgendwie zusammengestellt. Es ist nicht perfekt gebalanced oder irgendsowas. Nachdem das letzte Spiel etwa 18 Monate zurück lag mussten wir uns ohnehin erstmal wieder in die Regeln einarbeiten und wollten was wir so gesammelt hatten auf den Tisch stellen.

Das Spiel fand auf einem 6x4-Fuß großen Tisch statt, beide Seiten hatten eine Initiative von W8, wir haben keine Fog of War Karten (= Zufallsereignisse) verwendet.

Das Spiel

table1backgroundschrift1.jpg

Die Sowjets stellen sich zuerst auf. Der Umstand, dass sie versteckt waren bedeutete, dass sie für meine Leuts nicht sichtbar waren bis sie das Feuer eröffneten oder bis ich auf 8" an sie rankommen würde und einen Test aufs Spotten schaffen würde.

sovietshiding2.jpg

Die mittlere sowjetische Rifle Squad sitzt versteckt, gleich hinter ihnen die Zugskommandanten

Im ersten Zug hab ich die Initiative bekommen und bewegte meinen Zug auf den Tisch. Ziemlich dicht beisammen, aber ich wollte um jeden Preis vermeiden direkt auf der Landstraße auf den Ort zuzumarschieren. Nur für den Fall dass da ein Zug Russen sitzt. :P

beginningpatrol1.jpg

Mein Zug nähren sich entlang der Bahnschienen dem Ortseingang

Force on Force ist ein Regelwerk das dort ansetzt wo die Action beginnt. Deswegen sind die meisten Szenarien auf 4'x4' große Tische ausgelegt oder sogar kleinere. Auf unserem Tisch habe ich die ersten 5 Züge damit verbracht auf das Dorf zuzulaufen während die Roten wenig bis nix zu tun hatten. (Ihr squad auf der rechten Seite hat sich etwas rumbewegt)

bunchedup2.jpg

needsmokedeployedschrift1.jpg

...

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...

smokesschrift1.jpg

Wie ich in Chain of Command gelernt hatte gibt's für einen Britenspieler nichts Schöneres als mit Hilfe des leichten Mörsers den der Zug rumträgt Rauchgranaten durch die Gegend zu schmeißen. Deswegen blieb meine Kommandogruppe auf halbem Weg sitzen um einige Mörsergranaten zu werfen, und falls nötig Unterstützung anzufordern. Mein Gegner hatte währenddessen nix zu tun, also machte er hübsche Fotos wie ihr sehen könnt. :)

approaching.jpg

Endlich kam mein Zug bei dem besetzten Gebäude an. Mein Plan war es gewesen im Schutz der Bäume so nah wie möglich an das Haus heranzukommen um rausfinden zu können ob sich jemand drin aufhält. Das GPMP-Fireteam blieb hinter dem nicht ganz glücklich gelandeten Rauch sitzen (die Sichtlinie wird nicht komplett blockiert; es werden nur Defensivwürfel dazuaddiert und die Firepower-Würfel werden leicht reduziert wenn man hindurchschießt) und gingen in Overwatch während die restlichen Fireteams in Position gingen um das Haus näher zu inspizieren.

Nachdem drei Fireteams am Rand des kleinen Waldes in Stellung gegangen waren bewegte sich das vierte (scheinbar hatten sie bei einem improvisierten Schere-Stein-Papier-Turnier verloren) hinaus und vorwärts hinter eine Hecke. Dadurch wären sie in Optimum Range (8") des Hauses gekommen und eine gute Chance bekommen die Russen zu entdecken. In dem Moment als das Fireteam sich ins offene Gelände wagte schlugen die Bösewichter im Haus jedoch zu. Zwei der vier Mann des Fireteams gingen zu Boden, der Rest zog sich zurück zu ihrer vorigen Position.

Im folgenden Feuergefecht mähten die Sowjets ein komplettes Fireteam um während ich auch einige Treffer erzielte, aber das Gebäude erwies sich einfach als exzellente Deckung. So eine komplette Squad Sowjettruppen hat außerdem einen Haufen Feuerkraft dabei, besonders durch den RPG-Werfer.

Nach diesem ersten Fuerwechsel telefonierte mein Zugschef sofort nach Hause und bat um Unterstützung. Meine close Recce troop, bestehend aus drei Scimitars und einem Scorpion, alles leichte Panzer. Sie tauchten genau in dem Moment auf als auch die russischen BMP-2s in Position gingen.

bmp2.jpg

Das sind die Dinger mit denen sowjetische motorisierte Infanterie in den Kampf gekarrt wurden und sie sind ganz übel. Im Grunde vergleichbar mit den britischen Aufklärungspanzern (oder besser -fahrzeugen), doch zusätzlich haben sie spezielle Panzerabwehrraketen dabei.

Eine davon traf einen Scimitar der sofort in die Luft flog...

scimitarboom2.jpg

scimitarboom.jpg

...wodurch der rest der Panzertruppe schnell ihren Zugang zur Situation überdachte. Der Scorpion und einer der beiden übriggebliebenen Scimitars bogen sofort links bzw. rechts ab und gingen in Deckung. Der letzte Scimitar erwiderte das Feuer mit seiner 20mm-Kanone, allerdings ohne große Wirkung.

Die BMPs feuerten eine weitere gelenkte Panzerabwehrrakete ab, und trotz der Bemühungen des Scimitar-Fahrers (man kann versuchen durch unglaubliche Fahrertricks einer Rakete auszuweichen) bekamen sie auch einen Volltreffer ab.

recce.jpg

In der Zwischenzeit ging auf der anderen Seite des Hügels der Kampf meines Platoons gegen die Russen im Haus weiter. Diesmal musste die Gegenseite größere Verluste in Kauf nehmen. Nur zwei von ihnen waren noch unversehrt. Sollten diese russischen Schützenpanzer jedoch nicht bald wirksam bekämpft werden würden sie allerdings zu einem großen Problem werden und ich würde zum Rückzug blasen müssen.

...

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...

bigboys.jpg

Hurra, die Kavallerie ist da!

t55-approaching.jpg

Die Sowjettruppen erhielten ebenfalls gepanzerte Verstärkung.

t55-kaboom.jpg

Der T-72 ging zur allgemeinen Erleichterung nach dem ersten Treffer der 120mm-Kanone des Kommando-Chieftains in Flammen auf. Glück gehabt. Der T-72, wie der Name sagt 1972 in Dienst gestellt, also einige Jährchen nach dem Chieftain, hätte genauso auch zu einem großen Problem für meine Leute werden können. Ein glücklicher Initiativewurf meinerseits gefolgt von einem glücklichen Panzerungsdurchschlagswurf konnte diese Gefahr neutralisieren.

bmp2-kaboom.jpg

Der andere Chieftain eröffnete sofort das Feuer auf das nächste BMP-2 und vernichtete es ebenfalls. Zu diesem Zeitpunkt trat die Sowjetstreitmacht den Rückzug an.

Debriefing

Gutes Spiel, guter Tisch. Ich hoffe, dass es nicht allzu langweilig für meinen Gegner war dessen Hauptaufgabe es war sich erst zu verstecken und dann viele Würfel zu werfen als das Geschieße losging.

Das Nachschlagen der Regeln entwickelte sich zu einer unterhaltsamen Ostereiersuche. Es ist nicht ganz so unübersichtlich wie Tormorrow's War, aber Force on Force ist ein bisschen durcheinander was das Layout angeht. Es gibt zum Glück einen Index, doch selbst der ist keine große Hilfe wenn zu bestimmten Stichwörtern auf fünfzehn verschiedene Seiten verwiesen wird. ;-) Natürlich ist das hauptsächlich ein problem wenn man das Spiel nur alle 1,5 Jahre mal spielt. Die Regeln selbst funktionieren absolut zufriedenstellend. Ich weiß die Detailtreue sehr zu schätzen, während anderes Zeug das weniger interessant ist etwas gestrafft wird.

force-on-force.jpg

Was uns besonders auffiel beim Spielen war was Force on Force für ein tödliches Regelwerk ist. Wahrscheinlich das realistischste Regelwerk das ich kenne. Wenn deine Leuts im Offenen stehen und ein gegnerisches Fireteam schießt auf die werden sie höchstwahrscheinlich scheren Schaden nehmen. Das Schlimmste ist, wenn ein komplettes Fireteam umgeschossen wird ohne dass man eine gescheite Chance hat nach ihnen zu sehen. Das ist eines der tollen Dinge an FoF - wenn dein Mann getroffen wird weißt du erst garnicht was genau mit ihm los ist. Sie liegen herum bis zur nächsten Aktivierung. Erst dann kannst du, wenn du eine unverwundete Figur in Kontakt stehen hat, nach ihm sehen, und erst dann wird die Schwere der Verwundung ermittelt. Was auch bedeuten kann, dass in Wahrheit garnichts Ernsthaftes passiert ist.

beginningsovietshide.jpg

Wenn ich etwas Negatives über FoF zu sagen hätte wäre das dass scheinbar größere Gruppen von Modellen bevorzugt werden, was nicht viel Sinn ergibt. Aber ich muss wohl öfter spielen um richtig dahinter zu kommen.

Wie dem auch sei, ich war besonders von dem Tisch angetan der uns gezaubert wurde. Spiele in solchen modernen Settings sind selten hübsch anzusehen was die Figuren angeht. Aber verschiedene Höhenstufen, ordentliche Hügel, Vegetation und sogar für die Zeit passende Autos haben dieses Spiel zu einem echten Hingucker gemacht.

car.jpg

Ich hoffe, dass euch dieser reich illustrierte After Action Report gefallen hat. :)

enjoying-a-cuppa.jpg

Das wär dieses. Nun ist's Zeit für eine Tasse Tee.

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Sehr sehr schicker Bericht! 

Ich habe noch ein Frage.. nehmt ihr 1:72 also 20mm als Maßstab? Gerade beim vierten Bild wirken die Püppchen etwas groß im Vergleich zu den Panzern. Oder täuscht das?

Der Spieltisch sieht einfach super aus, mit den 80ger Jahre Karren kommt da schon die richtige Stimmung auf.

Das Regelwerk liegt hier auch noch rum, bin aber noch nicht dazu gekommen es wirklich intensiv durchzusehen... 

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Daumen Hoch für den schönen Bericht und die schicken Minis. Deine erfahrungen Decken sich auch sehr mit meinen... habe das FoF mal auf der Spielzug ausprobiert und es hatte ein echt gutes feeling... grade wenn man am Ende feststellt das man echt erleichtert ist das man seine G.I.s bis auf einen leicht verletzten alle Gesund nach Haus gebracht hat. Und als kleiner Tipp spielt mal mit den Fog of War Karten. Die machen das Spiel zwar echt noch viel unberechenbarer und können auch das Balancing stören, haben aber nen schönen "Alter was geht den hier grade ab..." Faktor :)

MfG Terrorbär

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@Wrong_da_DONG: Dankeschön. :) Jawoll, 20mm bzw. 1:72 ist die Größe/der Maßstab der Wahl. Ersteres für Infanterie, zweiteres für Fahrzeugmodelle. Es gibt natürlich die üblichen verzerrenden Faktoren wie Bases (die fügen ja allein schon jedem Infanteristen 2-3mm an Größe hinzu), dann noch den Umstand dass Metallfiguren selbst bei 20mm (das ja ansich sehr angenehm resistent ist gegen allzu verdrehte Proportionen so wie mans oft bei 15mm oder 28mm sieht) teilweise etwas groß bzw. breit ausfallen. Also ist die Infanterie vielleicht ein bisschen groß/hoch im Vergleich zu den Fahrzeugen, aber ehrlichgesagt macht mir das nicht viel aus. Ist mir angenehmer als zu große Fahrzeuge. Bei 28mm-Figuren (wo das Verhältnis ja in der Regel schlimmer ist) nehm ich auch 1:56-Fahrzeuge, und nicht das 1:48-Zeugs.

bmp-2-infantry-fighting-vehicle-of-the-f

@Terrorbär: Besten Dank! Ja, das Gefühl bringt FoF echt unheimlich gut rüber. Ein wirklich einzigartiges Regelwerk. Ich bin immer für unberechenbares Zeug. Nicht sicher ob mein Mitspieler so ein großer Fan davon ist, besonders weil grad bei FoF die FoG-Karten teilweise schon extrem reinhauen. :D Aber ich bin ein ziemlicher Fan. Wir haben sie u.a. auch weggelassen weil wir mit den regulären Regeln schon beschäftigt genug waren. :D Nächstes mal vielleicht!

bearbeitet von Sigur
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Grüße! Puh. Erstmal die Spinnweben von den Posts putzen und durchlüften...

Ha, die meisten Bilderlinks sind doud. Schade, schade. Naja. Soll ja jetzt im Momentnicht um meine eigenen Figuren gehen, sondern um welche die ich für wen andern gerade gemalt hab: Ein Zug 15mm-Polen für so ca. 1980 oder so um die Zeit rum:

 

1schrift.jpg.33962baab750e77a28beacf94ed976e4.jpg

 

Basieren wird sie der Herr dem sie gehören selbst. Figuren sind teils Plastik, teils Metall (letztere sind besser und pflegeleichter).Allesamt hübsch und flott zu malen. Farben sind natürlich der Figurengröße entsprechend bisschen heller und evtl einen Hauch "knalliger" geraten. Per Spaß hab ich vorne auf die Helme so ein kleines polnisches Emblem gemalt, das theoretisch in weiß draufgedruckt wurde, aber in der Regel sofort vergilbt und abgerubbelt wurde. Ich habs in einem etwas blasseren graugrün als der Helm aufgemalt. Damit sie halt bisschen "polnischer" aussehen. AKs bemale ich grundsätzlich gern, aber in 15mm geht's nochmal netter. ruckzuck, gibt der Figur einen netten Touch, wunderbar.

 

Hoffe, sie gefallen euch!

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