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Schatten über Bögenhafen


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"Es fließt der Wein aus Bögenhafen, schwer und blutig rot /
wir werden weiter auf ihn warten, morgen kommt der Tod..."

(Bögenhafener Soldatenlied)

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Willkommen, Reisender. 

Setz' dich zu mir an den Tisch und nimm einen Schluck Wein, dann will ich dir Geschichten erzählen. Von den tapferen Soldaten des Imperators, von den nächtlichen Schrecken in Morrs Gärten oder den bestialischen Kindern der Wälder. Komm, setz' dich und trink. Es gibt viel zu erzählen... 

 

Hier ist es also, mein Sammelprojekt zu Warhammer. Ich muss kurz ausholen, wie ich mir das hier so vorstelle: Ich hatte in den letzten Wochen immer mal wieder Lust auf Sachen, die keinem meiner laufenden Armeeprojekte (Tiermenschen und Chaoskrieger des Tzeentch) zugeordnet werden können. Vielleicht ist es eine Welle der Nostalgie, die mich in den Zeiten des Sigmar zurück in die Länder der Alten Welt (für die Jüngeren: "die Welt die war", und für viele Hobbyisten noch ist und immer sein wird!) schwemmt. Vielleicht Torschlusspanik, lang aufgeschobene Projekte endlich anzugehen, bevor AoS die Minis dafür aus den Regalen gejagt hat. 
Da wäre etwa das Imperium der Menschen, das für mich nachwievor das Zentrum der Warhammerwelt bildet und in dem es viel zu entdecken und erforschen gibt. Oder die Vampirfürsten, die immer mal wieder des Nachts nach mir rufen. Oder eine Grasmatte, die ohne Geländestücke eben auch nur eine Grasmatte ist. 
 

Weil ich meinen Miniaturen mit Freuden Geschichten auf den Leib schneidere oder mich von solchen zu Miniaturen inspirieren lasse, möchte ich hier mit euch eine erzählerische Reise durch die Alte Welt beginnen. Wie der Name bereits verrät, dreht sich im Kern alles um die Soldaten der Kaufmannsstadt Bögenhafen im südlichen Reikland. Die erste Geschichte dieses Projekts dreht sich um die Besatzung eines Wachturmes in Ostland, aber mehr dazugleich. Die Inspiration kam bei der Restauration eines gebraucht erstandenen Wachturms, den ich um eine Wachmannschaft und eine inzwischen längere Geschichte ergänzt habe. Wenn mir der Sinn danach steht, möchte ich der Wachmannschaft nach und nach weitere Soldaten aus Bögenhafen und dem Reikland hinzufügen und wer weiß, vielleicht wird daraus ja eine kleine Streitmacht des Imperiums. Aber nur deshalb möchte ich nicht direkt ein ganzes Armeeprojekt starten, vielleicht verliere ich nach ein paar Minis die Lust und mache stattdessen das Gefolge einer Vampirfürstin, die Handlanger eines Hexenjägers oder ein paar Banditen, vielleicht auch einen Orkboss oder Rattenmenschen. Oder mehr Wälder, oder eine Reikländer Kaserne. Oder diebische Gaukler und fette Bögenhafener Kaufleute. Es wird ein Schmetterlingsprojekt, soviel ist sicher.

 

Ich weiß selbst noch nicht, wohin die Reise geht, aber ihr seid eingeladen, euch an meinen TIsch zu setzen und den Geschichten zu lauschen. 

bearbeitet von Devilz_Advocate
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Seit Jahrhunderten bauen die Menschen des Imperiums überall an ihren Grenzen und großen Straßen Wachtürme, deren Besatzung die umliegenden Gebiete frei von Dieben, Goblins, Tiermenschen und schlimmerem halten soll. Die imperialen Wachtürme werden abwechselnd von Soldaten verschiedener Provinzen bemannt, so dass nicht selten bei Wachwechseln alte Wunden aufreißen und teils Jahrzehnte alte Fehden zwischen Provinzen, Städten oder Familien dazu führen, dass sich die kriegsmüden Männer auch noch untereinander in die Haare kriegen. Oder aber die Kreaturen der Wälder haben sich der Besatzungen angenommen, gemordet und geplündert. Von den Orks und Goblins weiß man, dass sie solche Türme dann gerne einnehmen und nach ihren Vorlieben umgestalten - trotz hölzerner Stützbalken, morscher Treppen oder bröckelnden Zinnen sind die imperialen Türme immer noch beständiger als alle bekannten Bauwerke der Grünhäute. Die schlauen und verschlagenen Häuptlinge der Tiermenschen hingegen lassen ihre Herden die Wachmannschaften fressen, die Türme plündern - vor allem alkoholische Getränke sind sehr begehrt, insbesondere bei den Centigors - lassen die Türme selbst aber weitestgehend intakt und relativ unberührt, von Urin, Kot und der Schändung religiöser Symbole abgesehen. Denn sie wissen, dass sie nur zu warten brauchen, bis neues Futter in den Turm einzieht. Denn die Wachtürme des Imperiums, leuchtende Inseln in einem Meer aus Finsternis, sind zu allen Zeiten besetzt.

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Hauptmann Felix Neidhart trat wuchtig gegen die schwere Tür des Wachturms, die krachend gegen eine der Innenwände schlug und den Blick freigab auf Staub und Spinnweben, schmutzige Kleidung und einem übelriechenden Klumpen, der einmal ein Stück Käse gewesen sein mochte, inzwischen aber zu etwas geworden war, das selbst die Ratten um jeden Preis mieden.

„Ein ziemlicher Saustall ist das hier... Wo zum Teufel steckt die Wachmannschaft, damit ich ihnen ein Mindestmaß an Ordnung und Sauberkeit einprügeln kann?†œ „Der Gestank ist ja kaum auszuhalten†œ, zischte einer der Männer und hielt sich den Ärmel vor Mund und Nase. "Und der Turm sieht aus, als würde er jeden Moment zusammenbrechen," sagte ein anderer der Soldaten halblaut.

"Wollt ihr etwa einen neuen bauen? Nein? Na also. Schickt die Jäger auf Partrouille in die nahe Umgebung, und lasst die übrigen Männer kurz ausruhen, bevor ihr diesen Wachturm auf Vordermann bringt. Ihr habt Recht, dieses Ostländer Pack, das hier vor uns gehaust hat, muss in einem Schweinestall aufgewachsen sein. Schafft mir diesen... Geruch hier raus!" Hauptmann Felix Neidhart bellte die Befehle, seine Laune hatte sich nicht gerade gebessert, nachdem sie noch keine Menschenseele gesehen hatten, weder draußen vor dem Turm, noch hier drinnen. Dabei hatten sie mehrere Nachrichten geschickt, um den Wachwechsel anzukündigen. Aber er hatte keine Lust, zu warten, bis der amtierende Kommandant aus seinem Feldlager kroch - bestimmt lag er betrunken in einem der oberen Stockwerke - um dem Protokoll zu entsprechen. "Ihr zwei, geht nach oben und hisst die Flagge des Reiklandes, und ihr, Kämmerer, malt die Schilde über der Tür um. Damit ist der Wachwechsel vollzogen. Es gehört sich zwar nicht, dass der wachhabende Kommandant sich einfach verpisst, aber was soll ich mich jetzt darüber aufregen? Wir finden ihn schon, wo sollte er hin? Und dass der Wein dort draußen auf den Karren eigentlich für ihn bestimmt war, als Abschiedsgeschenk, muss er ja nicht erfahren."

Zwei der Männer, die neben dem schmutzigen Weiß des Reiklandes das kostspielige Purpur Bögenhafens trugen, stiegen eilig die hölzernen Treppen hinauf, die sich entlang der Innenwände des Turms wanden. Jeder Schritt ließ Staub nach unten rieseln, der sich im prächtigen Bart des Feldwaibels Wilhelm Bösch fing und ihm die Nase kitzelte, bis er laut niesen musste. Die umstehenden Soldaten schraken zusammen, einige zogen in einer tausendfach geübten Bewegung ihre Schwerter und ließen sie umgehend wieder in den ledernen Scheiden verschwinden, als sie das kratzige Lachen des Hauptmanns vernahmen. „Warum so schreckhaft? Wenn ihr bei jedem kleinen Nasenkitzeln nach euren Waffen greift, wird euch noch vor dem nächsten Frühling der Arm abfallen. Die Winter hier oben sind länger und kälter, als ihr es aus eurer schönen Stadt gewohnt seid." "Ein Glück hat der Magistrat uns gestattet, uns in einem der Weinkeller zu versorgen... Dann wird uns zumindest innen warm, wenn uns schon der Arsch abfriert,†œ sprach einer der Männer das aus, was ihnen allen auf der trockenen Zunge lag. Diese Männer waren milde Winter und lange Sommer gewohnt. Im schönen Reikland war das Klima anders als in Ostland, am anderen Ende des Imperiums, ja, am anderen Ende der Welt. Niemand von ihnen war freiwillig hier oben an den Ausläufern des Schattenwaldes, nahe der Grenzen zu Kislev und den Ländern der Barbarenstämme im Norden.

Auch Hauptmann Neidhart hatte nicht gerade darum gebeten, in diesen Teil des Imperiums versetzt zu werden. Am Arsch der Welt mit einem Regiment voller Diebe und Trunkenbolde, die nur deshalb noch ihre Uniformen trugen, weil irgendwo im Imperium immer Kämpfe tobten, die nach neuen Soldaten verlangten. Oder Grenzfestungen und Wachtürme, die eine Besatzung brauchten.

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Es war in den Ländern des Imperators üblich, dass die zahlreichen Türme, welche die Außengrenzen und großen Straßen absicherten, von wechselnden Wachmannschaften bemannt wurden, die einem überaus komplizierten System folgend nacheinander aus allen Provinzen und freien Städten rekrutiert wurden. So sollten Streitigkeiten zumindest unter den Männern einer Wachmannschaft auf ein Mindestmaß reduziert werden, was, nun ja, meistens funktionierte. Die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen stattfindenden Wachwechsel hingegen waren immer ein Anlass für Streit, denn das Imperium war zwar eine geeinte Nation, die Provinzen untereinander aber hegten zum Teil jahrhundertealte Fehden und Streitigkeiten, die auch der Imperator oder einer seiner Schiedsrichter nur selten zu schlichten vermochten. Averländer Staatstruppen etwa, deren Hüte mit großen Federn geschmückt waren, blickten mit wenig mehr als einem verächtlichen Lächeln auf die verarmten, zwangsrekrutierten Ostländer Soldaten, von denen sich einige nichtmal Schuhe leisten konnten, während der verrückte Kurfürst des Averlandes in Buttermilch badete.

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An den Türmen und Grenzfesten selbst wurde ein vollzogener Wachwechsel sichtbar gemacht, indem die neue Wachmannschaft die Farben ihrer Provinz und/oder Stadt auf hölzerne Wappen über der Eingangstür aufmalte. Wohlhabende Provinzen wie das Reikland statteten die Wachmannschaften überdies häufig mit prächtigen Standarten oder langen Fahnen aus. Eine solche trug einer der Männer bei sich, die den Turm hinaufgestiegen waren und soeben zurückkehrten. „Hier ist keine Menschenseele, mein Kommandant. Der Turm ist verlassen, keine Spur von der Ostländer Brut, die uns hier empfangen sollte.†œ „Habt ihr wenigstens ihre Fahne eingeholt?†œ „Jawohl, Herr Kommandant. Hier.†œ Der Soldat überreichte Neidhart den kleinen, schwarz-weißen Wimpel, der den blutroten Bullen Ostlands zeigte. Er war in einem bemitleidenswerten Zustand, schmutzig und zerschlissen und zeigte Flecken, bei denen es sich um getrocknete Blutspritzer handeln musste.

Was war hier nur passiert?

bearbeitet von Devilz_Advocate
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Da wären wir also, im arschkalten Ostland, wo die Besatzung eines Wachturms auf mysteriöse Weise verschwunden ist. 

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Ich habe jetzt glaube ich erstmal genug geschrieben und wen das bisher nicht abgeschreckt oder zu sehr genervt hat, der soll für sein Interesse und seine Geduld mit vielen bunten Bildern belohnt werden. Viele Details wie der am Haken hängende Ostländer Deserteur oder der an den Schild über der Tür genagelte Fisch werde ich in einer späteren Geschichte erklären, außerdem werden irgendwann auch die Jäger zum Turm zurückkehren und vielleicht eine Antwort für das rätselhafte Verschwinden des Ostländer Kommandanten präsentieren können. Oder die Soldaten betrinken sich - sie haben jede Menge Bögenhafener Wein mitgebracht, und die Stadt ist weithin berühmt für ihren Wein - also werden sie das früher oder später ganz sicher tun. Und singen Lieder, wie das eingangs zitierte (und eigens für dieses Projekt erdichtete, derzeit noch unvollständige) Soldatenlied. Und erzählen vielleicht Geschichten aus der Heimat. Wir werden sehen. 

 

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Hier dann noch einer der Protagonisten der ersten Geschichte, der Reikländer Hauptmann Felix Neidhart.

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Neidhart ist ein Hauptmann des Reiklandes und kommandiert als Befehlshaber des Wachturms eine Kompanie aus Reikländern und Soldaten der Stadt Bögenhafen; er trägt daher das schmutzige Weiß des Reiklandes, quer geteilt von einer Schärpe, die mit Bögenhafener Purpur gefärbt wurde - einem seltenen und entsprechend teuren Färbemittel, das beispielhaft für den Reichtum Bögenhafens steht. Die ihm unterstellten Soldaten tragen das cremige Weiß des Reiklandes und manche zudem das Bögenhafener Purpur. Dieser Feldwaibel trägt zusätzlich das Wappen des Reiklandes als kleinen Zierschild, um anzuzeigen, dass sein Regiment einem Reikländer Offizier unterstellt ist.

 

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Was meinst du, Hellebardier Johann? Die Flasche ist nur noch halb zu einem Drittel voll oder so? Sowas aber auch. Die war doch vor einer halben Stunde noch voll. Und hier in Ostland gibt es Erdbeben? Weil der Boden sich bewegt? Und so eine Hellebarde ist fast wie ein drittes Bein, wenn man sich nur fest genug auf sie stützt? Ich glaube, du solltest dich vielleicht langsam aufs Ohr legen und deinen Rausch ausschlafen...

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bearbeitet von Devilz_Advocate
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Wenn das nicht Gesprächsstoff für lange und kalte Winterabende bringen wird, weiß ich auch nicht mehr weiter.

Mach doch mal die Luft aus meinem Bierkrug raus, leg noch zwei bis drei Holzscheite in den Kamin und laß uns mehr hören von deinen Geschichten.

bearbeitet von Gefallener Engel
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Super narrativer Einstieg, freu mich schon darauf das Projekt weiter zu Verfolgen. Toller Titel auch, schöne Anspielung auf das Rollenspiel.

Das mit den abwechselnden Mannschaften ist offiziell oder deine Idee? Auf jeden Fall ein toller Aufhänger.

Mit "im südlichen Reikland" meinst du das Reikland oder die Position von Bögenhafens innerhalb des Kurfürstentums? Weil das wäre eigentlich doch recht mittig gelegen ;).

bearbeitet von obaobaboss
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Da fühlt man sich richtig zurück versetzt in die Zeit der 5. und 6. Edition, als die Armeebücher noch lesenswerte Hintergrundgeschichten boten. :ok:

Als alter Imperiumsspieler muss ich aber (mal so am Rande) darauf hinweisen, dass das Ostland und die Ostmark zwei unterschiedliche Provinzen sind. Nicht, dass du noch mitten in eine interprovinzielle Fehde gerätst. ;) Ich bin gespannt, wie es hier weitergeht.

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Man wie ich die kleinen Geschichten aus der Alten Welt liebe. Das war doch immer das Beste an Warhammer Fantasy. Man konnte so unheimlich stimmige Szenarien entwerfen. Irgendwie hat das immer gepasst.

Ich lass auf jeden fall ein Abo da. Bin mal gespannt, was du so vor hast. Willst du Richtung Mortheim mit keinen Kriegerbanden oder doch bis zu einer Epischen Streitmacht aufbauen?

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Julius Feldman rannte. Er rannte, bis seine Muskeln brannten und seine Beine seinen Körper nur noch aus Gewohnheit weitertrugen. Er stolperte über Würzeln und Felsen, das stolze Schwarzweiß Ostlands war einem abgehetzten Schmutzbraun gewichen. Er hätte die Warnungen seiner Kameraden und vor allem die Befehle seines kommandierenden Offiziers nicht missachten sollen. Und vor allem hätte er die Geschichten ernster nehmen sollen, die man sich über den Schattenwald erzählte. Bestien sammelten sich hier in immer größerer Zahl. Sie waren so dumm gewesen. Er wusste nicht, ob außer ihm noch andere diese dumme Idee überlebt hatten. Hatten sie es etwa tatsächlich gewagt, einen Schamanen der Tiermenschen anzugreifen? Einen heiligen...nun ja, Halbmann? Wenn seine gesellschaftliche Stellung der eines Priesters im Imperium auch nur entfernt ähnelte, dann hatte er zeitlebens wohl keine dümmere Idee gehabt als diese. Die Bestien würden grausame Rache nehmen. Zurück zum Turm. Er musste zurück zum Turm, seine Kameraden warnen! Bloß nicht umdrehen, dachte er. Du schaffst es. Weiterlaufen, einfach weiterlaufen. Raus aus diesem verdammten Wald!

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Als er es tatsächlich lebendig aus dem Wald geschafft hatte, sah er im Nebel verschwommen eine seltsame Konstruktion. Es schien eine Art Baum zu sein, behängt mit... metallenen Käfigen und armen Seelen. An den zentralen Pfahl genagelt sah er einen kleinen roten Schild... diese verdammte Inquisition, dachte er.

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Können diese fanatischen, mordlüsternen Irren nicht auch mal etwas sinnvolles tun? Er würde den nächsten Hexenjäger, den er zu sehen bekam, auffordern, in den Schattenwald zu ziehen und sich dieser Bestien anzune... aaargh... was war das... ein kurzer, stechender Schmerz in seinem Rücken... plötzlich lief Julius Blut aus dem Mund, tropfte von seinem Kinn. Er wollte schreien, rufen, doch aus seiner Kehle kamen nur blubbernde, erstickte Laute. Im Fallen drehte er sich um die eigene Achse, blickte wieder in Richtung des Waldes, und das letzte was er sah, waren rot glühende Augen in der Dunkelheit. Dutzende. Hunderte. Vielleicht tausende.

Hier dann das nächste kleine Geländestück für meine Schattenwald-Themenplatte. Ein...wasauchimmer.

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@all: So viel Zuspruch freut mich sehr!

@Drachenklinge: Bronze war, glaube ich, Warplock Bronze, Balthasar Gold und BG+Silber gebürstet und dann Agray Earthshade. Aber ich mag mich irren, ist schon eine Weile her. Für die Patina hab ich verwässertes Türkis (Hawk Turquoise, VGC Falcon Turquoise, Sotek Green, sowas) als eine Art Tusche aufgetragen und in ein oder zwei Schritten mit Rotting Flesh/VGC Dead Flesh aufgehellt, das ist eine Art Bleached Bone mit leichtem Grünstich. Ich empfehle, sich ruhig vier fünf "Wash"-Durchgänge Zeit zu nehmen, um den Effekt nicht zu schnell zu stark werden zu lassen. Das sollte je nach Verdünnungsgrad und Konsistenz von alleine vermehrt in den Ritzen, Spalten, Ecken hängen bleiben und damit eine natürliche Patina simulieren.

Von Citadel/GW gibt es seit einiger Zeit eine Effekt-Farbe dafür, deren seltsamer Name mir entfallen ist. Die will ich demnächst auch mal testen. Vor allem, um etwas auszuprobieren, das ich im Internet gesehen habe: Nihilakh Oxide in zwei Schichten (so heißt das Zeug) auf eine s/w nebelgrundierte Mini und dann vorsichtig weiß bürsten gibt offenbar einen hübschen Effekt für Geisterwesen und körperloses Kroppzeug. Gut, dass hier eine Banshee auf dem Basteltisch liegt und ich hier im Forum kürzlich eine Box Spirit Hosts geschossen habe :D

Mehr Bilder der inzwischen fertigen Citadel Wälder und des Moorsumpfmatschdingensgebietes in Kürze.

Habt euch lieb und fahrt vorsichtig.

ich bleib dran.

bearbeitet von Devilz_Advocate
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...Natürlich geht es bei schwarz/weißen Uniformen und dem Schattenwald um OstLAND!

Ist mir wieder nicht aufgefallen.. ich mach im Moment zu viel durcheinander... Danke an alle aufmerksamen Leser!

"Meine" Provinz ist übrigens im Zweifelsfall das Reikland, weil Bögenhafen. Da bin ich absolut sicher. :D

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@oba: Südliches Reikland meint "Reikland, südliches Imperium" im Gegensatz zu "OstLAND, nördliches Imperium" ;)

Das mit den wechselnden Wachmannschaften ist glaube ich auf meinem Mist gewachsen, als ich mich während der Bemalung des Wachturms gefragt hab, was diese drei Schilde über der Tür wohl sollen. Finde das alles recht stimmig und plausibel.

@Botticelli: Wurde korrigiert wo immer ich es bemerkt habe, danke für die Hinweise. Ich hab die Grundgeschichte glaube ich ungefähr seit Jahresanfang immer mal wieder ergänzt und umgeschrieben und manches Mal ist mir das dann offenbar nicht aufgefallen. An sich weiß ich das aber natürlich, lese gerade wieder in alten ABs und WDs. Die Fehden zwischen den Provinzen (und die Gründe dafür) sind teilweise super witzig! Und nicht nur die: Dass ein Bretonischer Herzog gegen die Grenzfestung Helmgart zieht, weil der Kurfürst von Averland dessen Frau fett genannt hat, macht einfach Spaß zu lesen. Und ja, falls meine Bögenhafener und Reikländer Einzelminis mal Armeegröße erreichen sollten, und seien es nur legale 500 Punkte nach 8. Edition, wird mir der Lomenius bestimmt sofort den interprovinziellen Fehdehandschuh hindonnern. Ich hab sogar nen älteren WD mit Bürgerkriegsregeln für das Imperium. Das wäre ein Riesenspaß, gerade für mehrere kleine Spiele, quasi Streit zwischen einzelnen Einheiten/Verbänden.

@burnz: Ich hab ehrlich gesagt kein Ahnung. Aber natürlich juckt es mich irgendwie schon in den Fingern, aus den ganzen Minis hier kleine 250er oder 500er Armeen zu machen, aber vor allem sind die Minis hier Anreiz, das passende Gelände endlich mal bunt zu machen. Die Wachmannschaft zum Turm (da kommen noch ein paar Jäger, Hellebardiere, Hauptleute), ein paar Tiermenschen zu den Wäldern (kommen noch), die Banshee und Spirit Hosts zum Garten des Morr (kommt noch). Und dann? Mal sehen. Worauf ich gerade so Lust habe, das ist zZt sehr unbeständig.

 

Hier die versprochenen Aufnahmen von den Wäldern. Die Bases waren in einer Stunde oder so gemacht, aber die Bäume... besonders die Blätter.... viele Stunden habe ich Blätter bemalt. Viele. Aber ich wollte ja unbedingt herbstliche Wälder - selbst schuld.
Eine Geschichte gab es heute ja schon zu dem anderen kleinen Geländestück. Also lassen wir Bilder sprechen:

 

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Mehr, wenn es mehr gibt.
Ich bleib dran.

bearbeitet von Devilz_Advocate
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