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Es ist extrem cool, hat aber folgende Probleme, von denen ich etwas enttäuscht bin:

 

- Jedes Szenario hat ein festes Charakter- und Startausrüstungssetup. Da die Helden, und v.A. verschiedene Kombinationen von Helden, teilweise sehr unterschiedlich stark sind  kann es total in die Hose gehen, diese nach gusto der Spieler auszutauschen -> Ärgerlich, da man 20+ megacoole unterschiedliche Helden vom Kickstarter hat aber nur bedingt einsetzen kann.

 

- Die Szenarien haben feste Spielerzahlen, es gibt für 2,3,4 oder 5 Spieler jeweils ca. 2 im Grundregelwerk. Man hat also am Spieleabend real eigentlich nur die Auswahl aus zwei Szenarien. Als wir zu fünft gespielt haben, haben wir die beiden entsprechenden Szenarien gespielt, hatten aber für die dritte Runde kein Szenario mehr. Und wir spielen fast immer zu viert oder fünft. Ja danke.

Ich glaube zwei, drei Szenarien sind auch mit einem zusätzlichen Spieler spielbar und es ist vorgegeben, welcher Held und welche entsprechenden Boni des Overlords dazukommen. Da die Szenarien aber (s.o.) eben intern, also genau das Overlordsetup gegen die individuelle Heldencombo gebalanced ist, kann man nicht einfach jedes Szenario nach diesem Vorbild erfolgreich hoch- oder runterskalieren.

 

Bei den Stretch Goals ist noch ein Heft mit ein paar zusätzlichen Szenarien, das löst aber das Problem nicht.

 

- Das Fehlen eines Kampagnensystems ist schon extrem schade, das gab es zwar als Zusatzkauf beim KS, ich habe aber keine Ahnung ob es das auch seperat gibt bzw. ob das schon erschiedenen ist.

 

Fazit: Conan erfordert Arbeit vom Spieler. Es muss geschaut werden ob und wie sich die Szenarien auf andere Spielerzahlen skalieren lassen, welche Heldensetups so gehen, und auf kurz oder lang müssen auch entweder neue Szenarien vom Hersteller kommen oder eben welche von der Community geschrieben werden. Sowas gibts auch schon, ich bin da guter Dinge.

Wie stark die oben angesprochenen Probleme wirklich ausgeprägt sind kann ich auch noch nicht einschätzen, vielleicht ist das auch halb so wild, obwohl sie definitiv da(!) sind.

Vor 10 Jahren hätte ich da wenig Probleme mit gehabt  - aktuell habe ich aber nicht die Zeit und daher ist das ein Ärgernis.

 

Insofern bin ich etwas enttäuscht, da der spielerische Umfang dem materiellen der beiden Boxen kaum gerecht zu werden scheint. Ich hoffe aber, dass die Community auf z.B. BGG da genug Eigeninitiative zeigt, diese Defizite zu beseitigen.

bearbeitet von Salanthas

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vor 12 Stunden schrieb Salanthas:

Es ist extrem cool, hat aber folgende Probleme, von denen ich etwas enttäuscht bin:

 

...

 

Ja, davon hatte ich auf BGG auch schon gelesen, das ist echt ein wenig blöd. Gibt ja schon Fan-Initiativen, die Regeln ausprobieren, nach denen man die Helden austauschen kann, aber gerade, dass es nur so wenige Szenarien für viele Helden gibt, ist schon echt ärgerlich.

 

Ich meine mich zu erinnern, dass man für die Kampagne aus dem Buch einiges an Add-Ons braucht, deswegen habe ich mir das damals nicht geholt. Würde dann das Problem der Basisbox also nicht lösen.

Ich hoffe, da legen Monolith noch nach.

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Ein Testspiel konnte ich schon machen und bin davon recht angetan.

Leider scheinen die Regeln an manchen Stellen etwas unsauber geschrieben zu sein, aber mit ein wenig guten Willen geht das schon :)

 

Dass das Artbook auch ein Kampagnenbuch ist, lese ich tatsächlich gerade zum ersten mal...

Damnit, das hätte mich gereizt =D

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Wir haben diese Woche das erste Szenario mit den vorgeschlagenen Charakteren gespielt. Das Spiel lief auf Anhieb sehr schnell und flüssig und wir werden es garantiert noch einige Male auf den Tisch packen.

 

Was die Negativpunkte angeht stimme ich Salanthas aber teilweise zu. Ein Kampagnensystem vermisse ich zwar nicht, da wir zu unregelmäßig und mit zu starker Fluktuation der Teilnehmer spielen, um das wirklich auskosten zu können, kann aber nachvollziehen, dass viele Leute das gerne hätten. Die Skalierung und das Balancing bei wechselnden Charakteren kann aber wirklich zu einem Problem werden. Auf BGG haben ein paar Leute bereits angefangen, eine Art Punktesystem für die einzelnen Charaktere, Ausrüstung, Zauber und Gegner zu erarbeiten. Ich hoffe, dass dieser Mangel sich damit erledigt.

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Hi Leute

 

Habe, um den Spiel-Mechano kennen zu lernen, erst ein paar Runden gegen mich selbst gemacht. :naughty: Erster Eindruck ist sehr gut. Hoffe die Lust bleibt durch Fan-Szenarios und Kampagnensystem langfristig erhalten...

 

Zwei Fragen haben sich dabei aufgetan:

- Zogar Sag kennt keine Zaubersprüche im ersten Szenarion, richtig?

- Mit welchen Markern ist vorgesehen, dass man die Lebenspunkte der Bosse darstellt?

 

Danke und Gruss,

kirby

 

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Hi,

 

wie sieht es denn bei euch generell mit der Qualität der Figuren aus?

Bei mir sind die Meisten ganz in Ordnung, einige sind jedoch auch vergleichsweise miserabel - beispielsweise ist die Mundpartie der Valkyre kaum modelliert und als Mund zu erkennen. Zum vergleich mal eines der besseren Modelle.

 

Gruß

 

 

bsp 01.JPG

bsp 02.JPG

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Kann ich bestätigen. Ich denke, das liegt an den zwei unterschiedlichen Kunststoffen.

 

Da hilft wohl nur eins:

IMG_5725.thumb.JPG.39bb145bc3ec18321bb0aIMG_5727.thumb.JPG.f4a6e712a87f4bab9c561

bearbeitet von Kirby

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Am 11/8/2016 um 16:24 schrieb Kirby:

 

Zwei Fragen haben sich dabei aufgetan:

- Zogar Sag kennt keine Zaubersprüche im ersten Szenarion, richtig?

- Mit welchen Markern ist vorgesehen, dass man die Lebenspunkte der Bosse darstellt?

 

1. Das verwirrt mich auch, sehe aber keinen Hinweis darauf dass er welche hätte, also - ja, es sei denn es wurde erratiert oder falsch übersetzt.

2. Es gibt so kleine runde Pappdinger mit Artwork für jeden Boss - die markieren die Lebenspunkte auf der Leiste des Spielrunden-Tableaus. (Finde ich auch seltsam, hätte man besser 10 rote Steinchen mehr beigelegt und gesagt man soll die als Wunden an die Figur legen, fertig.)

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Danke, Salanthas für deine Antworten.

1. Evtl. liegt's daran, dass das erste Szenario als Einstieg gedacht ist...

2. Im Gameplay Video von Monolith ist es eben nicht ersichtlich.

Aber ja, deine Antwort macht Sinn und ist hilfreich. Noch schöner finde ich den Marker auf den River zu legen anstatt aufs Spielrunden-Kärtchen. Geht natürlich nur bis 8 LPs.

 

Gruss,

kirby.

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Am 13.11.2016 um 22:31 schrieb Kirby:

Kann ich bestätigen. Ich denke, das liegt an den zwei unterschiedlichen Kunststoffen.

 

Da hilft wohl nur eins:

IMG_5725.thumb.JPG.39bb145bc3ec18321bb0aIMG_5727.thumb.JPG.f4a6e712a87f4bab9c561

Ich habe bei "Shut up and sit down" vernommen, dass Monolith diesen Figuren absichtlich einen "troglodyte" Look verpasst haben, weil sie sich ein wenig vor Rassismus-Vorwürfen schützen wollten, und Weltanschauungen der 1930er aus dem Weg gehen... Jetzt sehe ich da aber einfach "Indianer im Neanderthalerlook", mit buckliger Gestalt und hoher Stirn... Ist das irgendwie weniger rassistisch?

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vor 23 Stunden schrieb Bismarck:

... Jetzt sehe ich da aber einfach "Indianer im Neanderthalerlook", mit buckliger Gestalt und hoher Stirn... Ist das irgendwie weniger rassistisch?

 

Der gute alte Bismarck... Das Urgestein treibt also auf TTW immer noch sein Unwesen :naughty:? Freut mich!

 

Aufgrund früherer Erfahrung mit dir, habe ich mir zuerst die Frage gestellt: "Meint der das ernst?" Ich bin mir nicht sicher... mit leichter Tendenz zu Ja. Deshalb folgt jetzt eine ernst gemeinte Antwort.

 

Themenwechsel von "Coole Minis, danke fürs zeigen" zu "Rassismus in Spielen, speziell Fantasy TT oder Card Board Games".

Sicher ein grosses Thema in Computer Games, Beeinflussung von Jugendlichen und so... Gewaltdarstellungen, Frauenbild, etc. 

Aber zurück zu Conan: Obwohl ich Rassismus zu tiefst verabscheue, muss ich doch nicht ständig danach suchen! Okay, sie wollten sich distanzieren und haben jetzt die Pikten (wie kommst du auf Indi... äh First Nation People?) als Höhlenbewohner dargestellt. Schlimm? Ich glaube Nein. Habe gerade beschlossen, dass ich später das Spiel trotzdem mit meinen Kindern spielen werde. ;)

 

Zurück zu "Coole Minis, danke fürs zeigen": Soll ich die Hautfarbe nochmals ändern? :scatter:

bearbeitet von Kirby

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Ich bin deiner Meinung, dass man nicht explizit danach suchen muss. Aber Monolith hat sich das selbst eingebrockt.

 

Meine Aussage basiert alleine auf der "Shut up and sit down" Review:

https://www.shutupandsitdown.com/videos/review-conan/

Da sagen sie irgendwann, Monolith hätte den "Pikten" (die trotz des Namens wohl irgendwie am ehesten amerikanische Ureinwohner sind) einen "troglodyte look" verpasst, weil es wohl heutzutage nicht mehr okay ist, in einem Spiel haufenweise Native Americans umzubringen.

 

Meine (ernstgemeinte) Frage war nun: War das eine sinnvolle Lösung?

Denn ich finde es irgendwie "problematischer", die Natives als zurückgebliebene Halbmenschen darzustellen.

Eine ziemlich abwertende Karikatur.

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Ich habe das Review nicht gesehen, aber ich verstehe nicht, woher irgendeine Verbindung der Pikten zu angeblichen Indianern kommen soll.

 

Howards Pikten haben weder geographisch noch kulturell irgendeine Verbindung zu Amerika oder dessen Ureinwohnern. Sie sind die vorkeltischen Bewohner Britanniens, die auch relativ normal proportioniert waren bis die Kelten sie unter die Erde vertrieben. Sie vermischten sich (bis auf die Häuptlingskaste) mit irgendeiner Riesenrasse und sind zu Conans Lebzeiten zu den Troglodyten degeneriert, wie sie von Monolith (oder auch in Comics, Videospielen etc., in unterschiedlichen Versionen) auch dargestellt werden. "Zurückgeblieben" ist da das falsche Wort, sie sind eher "zurückgebildet".

 

 

In den ganzen Hintergrundgeschichten der Völker Hyboriens steckt zwar eine ganze Menge fragwürdige 19.Jhdt.-Ethnologie drin, aber ich wüsste nicht wie die Darstellung der Pikten irgendjemanden beleidigen könnte.

Statt was hat man sie denn überhaupt als Troglodyten abgebildet? Sie sind doch mehrheitlich Troglodyten, und die Monolith-Modelle sehen eigentlich exakt aus wie Howards Beschreibungen. Die Darstellungen der frühen Marvel-Comis z.B. sind deutlich weiter von der Vorlage weg.

 

Wie man irgendwie auf Indianer käme wird mir nicht klar, abgesehen vom gemeinsamen "Natives"-Topos, aber die Pikten vor ihrem Niedergang sind bei Howard eigentlich sehr positiv dargestellt (sie sind sogar "Arier") und wurden eben Opfer eines tragischen Krieges. Außerdem sind es auch immernoch erfundene Natives. (Howard beschreibt in einem Essay selbst recht detailliert, wie er "seine" Pikten aus Teilen antiker Überlieferung und eben seiner Phantasie erschuf.)

 

Ich kann mir das eigentlich nur als Missverständnis erklären, vielleicht kannte da manch einer garnicht die literarischen Vorlagen sondern nur z.B. die Marvel-Comics, und hat nur den Schritt vom federtragenden Native zur degenerierten Karikatur gesehen, ohne zu wissen dass diese eigentlich eine Rückbesinnung auf das ursprüngliche Motiv darstellt.

 

 

bearbeitet von Salanthas

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Danke @Salanthas für den Exkurs.

 

Lieber @Bismarck, woher die Assoziation zu den amerikanischen Ureinwohner? Subjektives Gefühl, oder ist sonst noch wer dieser Meinung? Beim Kopfschmuck der Monolith Pikten handelt es sich um einen Knochen, nicht um eine Feder. Sonstiger Schmuck wie Knochenkette und Schädel weichen auch ab. Dann bleiben noch kantige Gesichtszüge, hohe Stirn und Haarpracht, naja... ich seh darin jetzt wirklich auch keinen Bezug zu den First Nations.

 

Und zudem spielt man die Pikten zusammen mit Hyänen! Geographisch also ebenfalls nicht von der selben Ecke. 

Et violà (Arbeitsaufwand für 5 Stück ca. 1.5 Stunden, muss reichen!):

  

Kopie von IMG_0338.JPG

Kopie von IMG_0339.JPG

bearbeitet von Kirby

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Das mit den Indianern ist ja nicht Bismarcks Meinung, sondern scheinbar die des Reviews.

Ich wollte auch niemanden belehren, aber die Erfahrung hat gezeigt dass es meist besser ist, bei so Rassismus-Geschichten direkt weiter auszuholen.

 

Hyänen und Pikten zusammen sind natürlich eigentlich auch völliger Quatsch. Aber das verzeihe ich dem Spiel meinetwegen.

 

Hübsche Figuren btw! Mach mal den Thog und Thaug als nächstes! :)

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http://doctacynthia.tumblr.com/post/153097860054/grab-em-by-the-board-game

Hier nochmal ein Beitrag... Auch hier werden die Pikten mit den indigenen Amerikanern zusammengebracht.

 

Ich bin mit dem Artikel lange nicht einer Meinung (unter anderem liebe ich Barbarenfantasy mit allem, was dazugehört), aber sowas ist schon nicht einfach wegzureden.

 

 

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Das ist einer der Artikel, bei denen man schon nach der zweiten Zeile weiß, dass nur noch populistische Stimmungsmache kommt, bei der die Autorin die Realität auf Biegen und Brechen verzerrt, damit es in ihr schräges Weltbild passt. Mein erster Gedanke beim Anblick der Pikten waren sicher keine Indianer, und selbst wenn Ähnlichkeiten bestehen, wo ist das Problem? Dann sehen sie eben so aus. Ändert das etwas am Spiel? Nein.

 

Und können wir diese Diskussion an dieser Stelle bitte lassen? Das wäre im Off-Topic-Bereich besser aufgehoben.

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vor 9 Stunden schrieb Bismarck:

 aber sowas ist schon nicht einfach wegzureden.

 

 

 

Wieso sollte es nicht?

 

Die Aussagen über die Pikten sind faktisch falsch.

Die Aussagen über die Frauen in Conans Geschichten sind faktisch falsch, die Aussagen über Conans Frauen- und sein ganzes Selbstbild ebenso.

Die Aussagen über Belit sind faktisch falsch.

 

 

Sie tut nichts ausser mit den oberflächlichsten Aspekten des Conan-Universums zu assoziieren und weiterzuassoziieren. Und zu fordern, dass derartigen Topoi keine Plattform geboten werden solle, weil diese Assoziationen zu Rassismus und Sexismus führen.

Ist auch nicht gänzlich unverständlich. Es kann ja auch kein Mensch verlangen, dass jeder alle Hintergründe kennt.

Aber tatsächlich gibt es da neben der Assoziation auch noch die Reflektion.

 

Und zu fordern, derartige Motive nicht oder nur in abgewandelter (sprich zensierter) Form darzustellen ist nichts als eine grundlegende Entmündigung des Konsumenten -  aus der Annahme heraus, dieser würde stets genauso wild drauf los assoziieren, und Rassismus und/oder Sexismus würden durch diese defizitäre Rezeption gefördert.

 

Und sicher gibt es tatsächlich irgendwelche Assis, in deren Leben Gewalt und Sexismus einen wichtigen Teil darstellen und die sich in irgendwelchen Barbarenfilmen darin bestätigt sehen, wie cool das doch sei. Es gibt auch Rechtsrocksongs mit Samples aus "Troja" und "Gladiator". Europäisches Heldentum und so.

 

Aber es nicht nicht die Aufgabe von Monolith, mangelnder Medienkompetenz vorzubeugen, und genausowenig ist es die von Roy Thomas, John Milius, Fazetta oder sonstwem gewesen, der Conan irgendwie weiterverarbeitet hat.

 

Denken wir die "bessere Welt" der Bloggerin doch einmal konsequent weiter - eine Welt, in der allumfassende mediale Safe Spaces dich dazu zwingen, nur zu konsumieren, was wirklich den letzten Deppen nicht zu vorschnellen Assoziationen hinreissen würde. Ich glaube, flippige Bloggerinnen die sich selbst gerne als "independent journalist" sehen wären mit die allerersten, denen das zu langweilig werden würde.

 

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Also ich habe nur etwa die Hälfte von Howards Conan-Stories gelesen. Kommt mir aber so vor, als habe diese Bloggerin nicht eine davon gelesen.

Amerika kommt z.B. bei Conan nie vor, die Welt, in der Howard das alles ansiedelt, umfasst ein prähistorisches Europa, Vorderasien und Nord- und Mittelfrika. Irgendwelche Irokesen haben da schon rein örtlich nichts verloren, ganz abgesehen davon, das ich mich frage, wie man die ausgerechnet mit den Pikten assoziieren will.

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Es geht ja auch nicht darum, dass Howard die Pikten ausdrücklich mit Indianern gleichsetzt, sondern darum, dass er seine Pikten (a.k.a. barbarische, böse Feinde) bildlich stark an Indianer angelehnt habe, weil er so seine rassistische Grundhaltung in seine Geschichten hineinprojiziere. Das "Gegenargument", das spiele ja gar nicht in Amerika, ist da einfach hinfällig.

 

Machen wir uns nichts vor. Aus moderner, politisch korrekter und emanzipierter Sicht ist das ganze Barbarengenre natürlich ein einziger Albtraum. Mir ist auch völlig bewusst, dass ich Conan niemals in der Spielrunde "Freundinnen meiner Frau" auf den Tisch kriegen werde. Aber dass ich mich deswegen "zwischen Conan und einer besseren Welt entscheiden muss", sehe ich auch nicht so.

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