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Boro

[Turtorial] Deadpool von Knight Models bemalen

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Turtorial Deadpool

Ein Turtorial zur Bemalung von Deadpool das ich schon vor einer Weile in einem schweizer Table Top Forum gepostet habe.

Vorbereitung und Grundierung

Deadpool von Knightmodels ist aus Zinn und kommt in 4 Teilen. Der Körper, die Arme und die Schwertscheide sind separat.

Der Guss von Knight Models ist leider nicht der Beste. Es kann mühsam zu entfernende Gussgrate oder unschön gegossene Teile geben.
Manchmal sind Details verwischt, Linien (Abtrennungen im Kostüm) fehlen oder es gibt kleine Löcher von Luftblasen.
Es ist mit etwas Arbeit verbunden dies zu bereinigen so gut es geht.
Bei Deadpool hatte ich Glück. Nur der Gussgrat musste mit der Feile/Bastelmesser sehr sorgfältig entfernt werden und war am Bein relativ grob.
Die Passgenauigkeit war ok. Nach dem Kleben mussten die Spalten der nicht ganz passenden Klebstellen an den Armen und der Schwertscheide mit greenstuff und liquid greenstuff
gefüllt werden.
Grundsätzlich würde ich für das Vorbereiten eines Models von Knight Models sicher mit 1h rechnen.
(Mittlerweile ist die Qualität von Knight Models besser geworden. Man merkt dies an den neuern Modellen.)

Das geklebte Modell habe ich in warmem Wasser mit etwas Spülmittel und Hilfe einer alten Zahnbürste gereinigt. Und danach gründlich mit warmem
Wasser abgespült. Nach dem Trocknen wurde Deadpool mit zwei Farben grundiert. Dafür habe ich die Sprays (schwarz und weiss) von GW
verwendet. Ich würde immer zweifarbig grundieren (nebeln). Eine dunklere Schicht als Grundlage und dar¨über eine dünnere, helle Schicht um die Teile hervorzuheben
die am meisten Licht bekommen sollen. Die Details einer Figur werden so viel besser hervorgehoben. Beim Bemalen ist so eine Grundierung äusserst hilfreich.
Die leicht transparenten Acrylfarben bleiben so dort heller, wo sie auch heller sein sollen.
Mit dem Grundierspray ziele ich nicht voll auf die Miniatur, sondern ich ziehe den Sprühnebel über die Miniatur damit die Grundierschicht nicht
zu dick wird. Am ende sollte die Figur mehr grau/weiss aussehen als schwarz. Die Farben wirken später viel besser auf einer hellen Grundierung.
Wer eine Airbrush hat kann hier noch viel gezielter arbeiten und die Farben wählen die am Besten zu seinem Modell passen.
Wem dieses Verfahren zu kompliziert ist würde ich raten einfach nur weiss zu grundieren.
(Mittlerweile habe ich auch eine Airbrush und verwende keine Sprühdosen mehr. Vor allem kann ich es so vermeiden, dass meine Grundierung zu körnig wird und ich bin nicht wetterabhängig. Es gibt aber andere Sachen die man beachten muss)


Bemalung: Grundfarben


25075082th.jpg



Bei der Bemalung habe ich mich sehr eng an die Referenz von Knight Models gehalten.
Jedem Modell liegt ein Bild einer top bemalten Figur bei. Eine hervorragende Referenz die ich beim malen immer wieder zu Hilfe nahm.
Leider ist nur die Vorderseite des Modells abgebildet.

Als erstes habe ich die Grundfarben auf das Modell gemalt. Wichtig ist es die Farben gut mit Wasser zu verdünnen. Mindestens 1:1.
Als Hilfe benutze ich das wet palette von P3. So bleiben meine Farben länger nass. Man kann sich auch selber so eine wet palette basteln.
(Ein flaches tuper ware mit etwas Wasser füllen. Eine der Polster Einlagen von euren Figuren kann als saugfähiger Schwamm dienen. Unbeschichtetes Backpapier oben drauf umd darauf die Farben anzumischen)
Ich mache mir auch ganz wenig Spülmittel in mein Verdünnungswasser. So werden die Farben geschmeidiger und gehen besser in die Ritzen. Wichtig bei solch verdünnten Farben ist, dass man den Pinsel mit Farbe an einem Papiertuch abwischt, um mit der richtigen Menge von Farbe auf die Miniatur zu kommen und sie nicht gleich mit Farbe überflutet. Mehrere dünne
Schichten bringen einen klaren Farbton. Eine dicke Schicht Farbe sieht immer unregelmässig aus wenn sie trocknet. Hier habe ich mindestens 4 Schichten für einen Grundfarbton gemalt.

- Das Rot im Kostüm ist “Bloody Red“ Game Color Vallejo. Ich habe es ziemlich satt bemalt.
- Das Schwarz ist “Black“ von Model Color Vallejo. Ich habe das Schwarz erst etwas mehr verdünnt um nur sehr wenig Farbe auf die Stellen zu bekommen auf die das Licht fällt.
- Die Gurte und Taschen habe ich mit “Mournfang Brown“ von GW bepinselt.
- Die Schwerter habe ich mit “Hohet Blue“ von GW bemalt. Da ich einen Non-Metallic-Metall-Effekt erzielen wollte liess ich gewisse Stellen (Kanten/Spitze) Weiss oder Schwarz.
- Die Base und den Stein habe ich mit einer Mischung aus “Dark Green“ Game Color Vallejo und “Dark Grey“ Model Color Vallejo bemalt und die
- Vertiefungen mit verdünntem Schwarz.


Bemalung: Schattieren und Blacklining


25211709hy.jpg



Zum Schattieren arbeite ich gerne mit Komplementärfarben. Den roten Anzug habe ich also mit einem verdünnten blauen Ink von Scalecolor getuscht: “Inktense Blue“.
Zum Tuschen sollten die Farben noch stärker verdünnt sein. Sicher 4 zu 1 oder mehr. Dabei habe ich darauf geachtet, dass sich nirgendwo zu viel Farbe ansammelt. (dünne Schichten)
Um die Schatten noch zu verstärken habe ich entsprechende Stellen mit einer etwas weniger verdünnten Mischung des blauen Ink und Schwarz bemalt.
Dabei habe ich immer wieder das Referenzbild zu Rate gezogen. Wo sind die Schatten und wo sind sie am stärksten?

Die braunen Gurte und Taschen habe ich mit einem verdünnten Dunkelbraun getuscht.

Die Schwerter habe ich mit etwas “Calador Sky“ (dunkles Blau von GW) an ausgewählten Stellen abgedunkelt.

An den Schwarzen teilen des Anzuges habe ich die Vertiefungen mit mehr Schwarz verdunkelt.

Blacklining: Sehr wichtig um schöne Abgrenzungen zwischen den verschiedenen Teilen des Anzuges zu erhalten ist das Blacklining.
Ausserdem verstärkt ein starkes Blacklining den Comiceffekt der Miniatur. Dazu habe ich mit leicht verdünntem Schwarz und einem sehr feinen Pinsel alle Grenzkonturen der Miniatur nachgezogen. Zum Beispiel zwischen den braunen Ledergurten und dem roten Anzug. Aber auch die Linien im roten Anzug selbst. Am Kopf und an den Beinschienen.
Und nicht zu vergessen zwischen den Fingern an den Händen und dem Übergang van Hand zur Waffe.


Bemalung: Akzente


25211743fx.jpg



Die Fotos meiner Mini sind alle etwas Überbelichtet. Das Verfälscht zwar etwas die Wirklichkeit ist aber ein gutes Hilfsmittel. Es zeigt mir nämlich an wo ich meine Akzente setzen muss.
Wenn man ohne Referenz arbeitet ist das ein guter Trick.

Nun denn. Die erste Schicht Akzente auf dem roten Anzug habe ich mit dem selben Rot gemalt welches ich für die Grundfarbe verwendet habe.
Ich habe es nur ganz leicht mit einem Elfenbeinweiss aufgehellt. Zum aufhellen warmer Farben würde ich kein reines kaltes weiss empfehlen,
sondern ein offwhite, also Elfenbein oder Cremé. Für das Braun gilt das ebenfalls. (Mittlerweile nutze ich sehr gerne pale sand von vallejo game color zum aufhellen. Ein schönes gelbliches Licht womit man fast alle farben aufhellen kann. Sie werden dadurch aber auch entsättigt)

Um Akzente zu setzen sollte die Farbe ebenfalls verdünnt werden. Aber nicht zu stark. Ich mische meiner Farbe ausserdem ganz wenig mattes Acrylmedium bei.
Das verdünnt nicht nur die Farbe, es führt auch dazu, dass sie besser an den erhöhten Stellen haften bleibt. Fürs Akzentuieren ist das ganz praktisch.

Für die zweite Schicht Akzent habe ich diesen noch ein wenig mit dem offwhite aufgehellt und nur ganz kleine Punkte gesetzt und die Kanten z.B an der Beinschiene nachgezogen.

Die Akzente auf dem Braun habe ich mit einer Mischung von dem selben Braun plus ein wenig “Bone White“ Game Color Vallejo gemalt.

Schwarz zu akzentuieren ist relativ schwierig. Ich habe dazu das “Dark Grey“ Model Color Vallejo genutzt und habe versucht damit nur kleine Stellen zu bemalen, damit das Schwarz nicht plötzlich ganz Grau wirkt. Und dann habe ich die hellsten Stellen mit einem fast reinen Weiss (ganz wenig grau in der Mischung) gemalt. Nur die Kanten und die hellsten Punkte.

Die Akzente auf dem Base habe ich mit der graugrün-Mischung, aufgehellt mit einem hellen Gelb, gesetzt.

Die Schwertkanten und Spitze habe ich mit Weiss nachgezogen. Eventuell hätte hier ein blaues Glaze den NMM-Effekt noch verbessert.
Das Glaze hätte die verschiedenen Farben besser ineinander übergehen lassen. Es vermindert den Kontrast. Ich bin aber mit dem Ergebnis ganz zufrieden.
Einige kleine Korrekturen und voilà: (Siehe nächster Post: unten)

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