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      Aufräumaktion - Vol. 3   18.01.2019

      Ihr habt ein Projekt, das Ihr nicht mehr fortführen möchtet? Das vielleicht sogar abgeschlossen ist? Dann schreibt mir gerne eine PN mit einem Link und Eurem Wunsch und ich überprüfe den jeweiligen Thread.   Bitte werft in diesem Zusammenhang einen Blick in Euer Postfach, ob vielleicht schon eine Konversation zwischen uns existiert, sodass diese fortgeführt werden kann, anstatt eine neue beginnen zu müssen.

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Bei unserem Hobby haben wir das Glück, das der angehäufte Schatz der Sammelleidenschaft ja nicht verrottet - die Zeiten der Zinnpest sind ja zum Glück vorbei :cool:

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Am ‎13‎.‎12‎.‎2018 um 09:14 schrieb Sir Leon:

Ich habe mir mal meine Sammlung geschnappt und geguckt, was ich ohne Neuanschaffungen noch fertig bekomme. Das war dann doch mehr, als ich erwartet hatte. ;D

 

Bestandsaufnahme

1. Kommandanten

  • Generalmajor Sykes mit Stab
  • Brigadegeneral Weed
  • Brigadegeneral Ayres
  • Brigadegeneral Barnes
  • Colonel Tilton
  • Colonel Vincent
  • Colonel Day
  • Colonel Burbank
  • Colonel McCandless

2. Infanterie

  • 1st Michigan
  • 13th Pennsylvania Reserves (42nd Pennsylvania Infantry / 1st Pennsylvania Rifles / Kane's Rifles or "The Bucktails")
  • 18th Massachusetts
  • 20th Maine
  • 83rd Pennsylvania
  • 3rd US
  • 4th US
  • 6th US
  • 140th New York (1864 Uniform)

3. Kavallerie

  • 5th Michigan
  • 6th Michigan
  • 7th Michigan

4. Artillerie

  • 1st Ohio, Battery L
  • 3rd Battailon, 4th New York Heavy Artillery

5. Sonstiges

  • 2 Scharfschützen-Marker
  • 4 Hero-Marker
  • 1 Limber

6. Gelände und Szenerie

  • Verwundeten-Sammelstelle
  • Feldschmiede
  • Musikkapelle
  • Militär-Geistlicher
  • Schlachtfeldelemente
  • Zäune
  • Farm (Haus, Scheune, Tiere)
  • USS Union (Ironclad)
  • Pontonbrücke
  • Artilleriestellung / Belagerungsring
  • Zivilisten-Camp
  • Versorgungswagen

 

Also, ich denke, so schnell brauche ich keine neuen Sachen mehr bzw. eine Bestellung steht noch aus. :)

 

Das ist echt viel.  Um wie viele Figuren handelt es sich dabei noch? Hunderte? :D  Bin auf jeden Fall auf das Gelände und die Szenerie gespannt!

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vor 2 Minuten schrieb Grischmatsch:

Sehr schönes Commandbase :D .

 

Das von Colonel Sweitzer? 

Muss echt mal irgendeinen General bemalen. So langsam sind es einfach zu viele Regimenter für einen Colonel. :D

 

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Im Eingangspost sind alle fertiggestellten Modelle. In Arbeit waren an Kommandanten bisher nur General Ayres, Colonel Vincent und General Custer zu sehen. Die sind noch nicht vorne. 

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Mal was anderes... Zuletzt habe ich hier ja nicht mehr ganz so viel gemacht. Lag vor allem an meinem Nebenprojekt der Südstaatler. Um hier wieder einzusteigen, plane ich ein kleines Zwischenspiel - sozusagen um wieder ins Union-Blue reinzukommen. Um nicht gleich wieder vom Blau erschlagen zu werden, ergänze ich meine Sammlung um eine kleine Brigade, die im Jahr 1862 unter einem gewissen Colonel G. K. Warren diente. Die Brigade umfasste nur zwei Regimenter aus New York. Diese waren:

- 5th New York Volunteer Infantry

- 10th New York Volunteer Infantry

 

Das 5th New York ging später in Ayres Brigade im V. Corps, kann also auch 1864 noch von mir genutzt werden. Das 10th landete woanders, ist aber für offene Spiele sicher gut nutzbar. 

 

Aber warum hilft mir das, nicht gleich zu viel Blau zu malen? Das wird klar, wenn man die Nicknames der Regimenter kennt. Duryée's Zouaves und National Guard Zouaves. Ich sollte noch genug Modelle für zwei Regimenter haben, um das umzusetzen. Warren muss ich dann auch noch irgendwie abbilden, aber da hab ich schon eine Idee. Sobald die Rebellen fertig sind, geht es los. :)

 

 

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So, noch einmal durchgezählt. Reicht leider nicht für das kleine Zwischenspiel, also werde ich wohl gleich wieder mit dem Standardblau weitermachen. Ist vielleicht auch besser so, denn seit graumer Zeit schlummern das 20th Maine und das 83rd Pennsylvania fertig gebastelt in ihren Kisten und müssen nur noch grundiert und bemalt werden. Dann hätte ich eine weitere Brigade der ersten Division fertig. Sollte ja machbar sein. Die "Blaupause" (... ;D) hebe ich mir dann für eine sinnvollere Zeit auf, denn eigentlich habe ich ja eh schon lange kein Blau mehr gemalt. ;)

 

Da ich noch keine Idee habe, wie viel Zeit unser Filius beanspruchen wird, stapel ich mal recht tief und nehme mir die beiden Regimenter und die passende Kommandobase für das erste Quartal vor. Jetzt erst einmal weiter mit den Grauen...

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Ich vermelde hiermit:

 

Für dieses Projekt habe ich 2018 insgesamt 204 Miniaturen bemalt. Das bringt das Projekt insgesamt auf 405 Miniaturen und bedeutet, dass ich entgegen meiner Erwartungen meinen Output im zweiten Jahr des Projektes minimal (um 3 Modelle) habe steigern können. 

 

Ich bin gespannt, was 2019 bringt. Irgendwas um 200 Modelle sollten es schon sein. 

 

P. S.: Meine letzte Zählung ergab übrigens, dass ich im ganzen letzten Jahr 436 Miniaturen bemalt habe. :)

 

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Beeindruckend.

 Ich hatte vor die 400 Minis zu knacken aber habe nicht mal die 200 im 28mm Maßstab geschafft. Aber dafür viele andere Maßstäbe.

 

Gibt es ein Endziel? Oder machst du solange weiter bis die Begeisterung aufhört?

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436 Modelle...soviele habe ich in meinem ganzen Leben nicht angemalt. Bin schon stolz auf meine ca.30 Modelle in diesem Jahr.

 

Wann kommt denn der Nachwuchs? Wünsche euch alles gute! Am Anfang schlafen die kleinen ja recht viel...da könnte was gehen, wobei man meist froh ist, dann den Schlaf aus der Nacht aufzuholen! :lach:

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vor einer Stunde schrieb DasBilligeAlien:

Beeindruckend.

 Ich hatte vor die 400 Minis zu knacken aber habe nicht mal die 200 im 28mm Maßstab geschafft. Aber dafür viele andere Maßstäbe.

 

Gibt es ein Endziel? Oder machst du solange weiter bis die Begeisterung aufhört?

 

Danke. :)

Mein Endziel steht im Eingangspost, was recht gleichbedeutend ist mit "ewig". Aber wenn ich pro ja etwa eine Brigade schaffe, bin ich in ca 8 Jahren fertig. ;D

 

 

vor 32 Minuten schrieb Delln:

436 Modelle...soviele habe ich in meinem ganzen Leben nicht angemalt. Bin schon stolz auf meine ca.30 Modelle in diesem Jahr.

 

Wann kommt denn der Nachwuchs? Wünsche euch alles gute! Am Anfang schlafen die kleinen ja recht viel...da könnte was gehen, wobei man meist froh ist, dann den Schlaf aus der Nacht aufzuholen! :lach:

 

30.1. ist der errechnete Termin. Bis dahin muss aber auch in der Wohnung noch was gemacht werden. Mal sehen, wie gut das dann läuft. Aber die erste Division würde ich ganz gerne im kommenden Jahr schaffen. Da durch Elternzeit dann eh weniger Geld da ist, kann ich auch keine neuen Käufe tätigen, die mich ablenken. ;)

 

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Das Projekt von Sir Leon steht derzeit zur Wahl für das Armeeprojekt des Monats Dezember. Die dazu gehörige Abstimmung wird noch etwas mehr als drei Tage für die Stimmabgabe geöffnet sein. Sofern Ihr Sir Leon noch nicht unterstützt habt, solltet Ihr Euch nicht mehr allzu viel Zeit lassen, um dies nachzuholen.

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vor 53 Minuten schrieb Sir Leon:

Ich glaube, ich war dieses Jahr sooft dabei, dass ich in Summe mehr Stimmen habe, als ich mir selbst vorstellen kann... ;D

 

 

Ist aber auch verdient. :)

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vor 3 Stunden schrieb Sir Leon:

Ich glaube, ich war dieses Jahr sooft dabei, dass ich in Summe mehr Stimmen habe, als ich mir selbst vorstellen kann...

 

Das lässt sich ja leicht herausfinden. Dein Projekt wurde in diesem Jahr in den Monaten Mai, November und Dezember nominiert. Während dieser Wahlen wurden 16, 14 und 10* Stimmen für Dein Projekt abgegeben - das ergibt entsprechend 40 Stimmen (von 29 unterscheidlichen Usern).

 

 

* = Stand 21:30 Uhr

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vor 11 Stunden schrieb Sir Leon:

Vielen Dank, der Herr. Aber ich müsste dann bald auch mal wieder aktiver hier werden, denke ich. Sonst geht das alles irgendwann unter.

 

Und das lässt sich ja auch leicht ändern; ran an den Maltisch! :D

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Waffenwirkung im Amerikanischen Bürgerkrieg

 

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, gingen die Amerikaner mit vollkommen veralteten Vorstellungen in den Krieg. Im Gegensatz zu vorangegangenen Konflikten, war die Waffenwirkung der Fernwaffen deutlich erheblicher, die Wirkung der Blankwaffen fiel dahingegen deutlich zurück. An die 90% aller Verwundungen in Bürgerkrieg wurden durch Handfeuerwaffen verursacht. Den Rest teilen sich Geschütze, Projektilfragmente und Blankwaffen.

Treffer in das Abdomen waren in 87% der Fälle tödlich, Brustwunden in 65% der Fälle. Das lässt zunächst vermuten, dass eine einzelne Schlacht immer starke Verluste - tödliche Verluste - auslösen müsste. Doch die Treffsicherheit der Waffen war noch längst nicht so hoch, wie man das gerne annimmt. Sie war deutlich höher, als in vorherigen Konflikten, damit war sie aber immer noch nicht gut. Sie war vorher schlicht unterirdisch schlecht. US-General Rosecrans ließ Anfang 1863 nach einer Schlacht eine kleine Feldstudie erstellen und kam zu folgendem Ergebnis: seine Armee hatte ca. 20.000 Artilleriegeschosse verbraucht und damit exakt 728 Feinde getroffen. An Musketenpatronen hatte seine Armee etwa 2 Millionen verbraucht und damit exakt 13.832 Treffer erzielt. Dies bedeutet, dass jeder 145. Musketenschuss und jeder 27. Kanonschuss ein Treffer an einem feindlichen Soldaten verursachte. Ältere Studien mit glattläufigen Musketen waren deutlich ungenauer, kamen aber auf minimal 3.000 Schuss für einen an einem feindlichen Infanteristen. Die Waffen im Bürgerkrieg waren also deutlich effektiver. Dass aber auch die Qualität der Schützen eine Rolle spielt, kann man an einem Vergleich mit dem Krimkrieg erkennen, wo britische und französische Truppen im Idealfall mit 125 Schuss einen Treffer erzielten. Allerdings kamen sie dem Feind auch deutlich näher. Die europäischen Soldaten waren demnach wohl keine besseren Schützen, ihre russischen Gegner waren nur einfach schlechter ausgerüstet und konnten sie nicht effektiv auf Abstand halten.

Wenn man Picketts Charge zu Grunde legt (offenes Gelände, ca. 1400 Yards oder 16 Minuten Wegstrecke), so feuerte in dieser Zeit jeder Unionssoldat im Schnitt 10 Schuss ab, was ca. 100.000 Schuss ergibt, die zu etwa 690 Treffern führen. Die übliche Artillerieüberlegenheit des Nordens stand in dem Falle nicht zur Verfügung. Etwa 80 Geschütze konnten an diesem Frontabschnitt wirken, was 5120 Schuss und rund 190 Wirkungstreffer bedeutet. In Summe hätten die Rebellen auf ihrem Weg also von 12.500 Mann etwa 880 Mann oder gut 7% der Ausgangsstärke verloren.

In der Realität verloren die Rebellen in der Schlacht aber 5.142 Soldaten, also 41% der Ausgangsstärke und das sind die knapp 4.000 Gefangenen nicht einmal mit berücksichtigt, es geht also wirklich nur um die durch Wirkungstreffer verursachten Verluste.

Es waren folglich nicht die neuen Waffen, die die Soldaten töteten, sondern die veralteten Taktiken, die von den Offizieren angewendet wurden. So führten die 9 angreifenden Brigaden mehrere Schwenks durch, um das tatsächliche Angriffsziel nicht zu verraten. Dadurch wurde der Weg deutlich verlängert (auf etwa 1.700 Yards) und ermöglichte den Nordstaatlern effektives Flankenfeuer. Hinzu kam, dass der starre Angriffsplan nur wenig Spielraum für Abweichungen zuließ. Als die 2nd Vermont Brigade gegen die rechte und das 8th Ohio gegen die linke Rebellenflanke vorrückten, seitlich einschwänkten und so deutlich früher und ohne Gegenwehr das Feuer auf die Rebellen eröffnen konnten, war es den vorrückenden Rebellen gar nicht möglich, angemessen darauf zu reagieren. Stannard's 2nd Vermont Brigade gelang es auf diese Weise, drei der 9 angreifenden Brigaden aufzureiben. Das 8th Ohio leistete noch mehr. Mit nur 209 Mann umging das Regiment Brockenbrough's Virginia Brigade, verursachte dort erhebliche Verluste und Unordnung, rieb die Brigade schließlich auf und trieb sie zurück zur Ausgangsposition. Dabei rasten die demoralisierten Soldaten durch Trimble's Division, verursachten dort Panik und setzten die Formation damit deutlich länger dem feindlichen Artilleriefeuer aus. Das 8th Ohio vollführte derweil einen erfolgreichen Flankenangriff gegen Pettigrew's Division. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Division bereits etwa 1.600 Artilleriegranaten abbekommen, was zeigt, dass es auch hier zu erheblichen Verzögerungen gekommen war. Die theoretischen Berechnungen gehen ja stets davon aus, dass das Feuer keine psychologische Wirkung auf den Feind hat und was diese Wirkung wiederum für Formation und Voranschreiten des Angriffs bedeutet.

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