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      Die Rückkehr des Systemforums zu "Herr der Ringe"   13.07.2019

      Im Jahre 2016 hatte sich die damalige Zusammensetzung des Moderatorenkollegiums im Zuge von Umstrukturierungen dazu entschlossen, das Systemforum, das sich mit der Tabletop-Variante von Herr der Ringe beschäftigt, zu archivieren. Da das Spielsystem jedoch wieder mehr Beachtung seitens von Games Workshop erhält und die Begeisterung für das Spielsystem auch unter den hiesigen Hobbyisten ungebrochen ist (wie regelmäßige Anmeldungen zum P500/P250 sowie dem "Sommer-Projekt" zeigen), hat sich das Kollegium dazu entschieden, das Systemforum zu reaktivieren.

      Im Laufe des Abends werden - quasi zur "Einweihung" - ein paar Threads mit Neuigkeiten bespielt. Wir hoffen, dass auch Ihr Euch über die Rückkehr des Systemboards freut und auf einen Besuch vorbeikommt.

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Pickett's Charge

Pickett's-Charge.png

 

Der Angriff von General Pickett am 3. Tag der Schlacht von Gettysburg steht sinnbildlich für den ganzen Krieg: Von Beginn an fochten die Südstaatler einen Kampf, den sie effektiv nicht gewinnen konnten, gingen dabei tapfer zur Sache, überraschten ihren Gegner damit, doch als dieser erst einmal wachgerüttelt war, hatten die Rebellen buchstäblich einen schlafenden Riesen geweckt.

Lee hatte am zweiten Tag der Schlacht auf die Flanken der Union eingedroschen und in beiden Fällen war es knapp gewesen - wenn auch nicht so knapp, wie Lee annahm. Da Lee die meiste Zeit der Schlacht ohne Kavallerie und damit praktisch blind da stand, wusste er nicht, dass Meade weitere Verstärkungen heranführen konnte und ferner entgegen Lees Annahme eben nicht sein Zentrum geschwächt hatte. Davon ging Lee aber aus und ließ deshalb 15.000 Mann zusammenziehen, um durch das offene Gelände zwischen Seminary und Cementery Ridge vorzustoßen und die Linien der Union zu durchbrechen. Im Zentrum stand allerdings Hancocks II. Corps. Nach General Reynolds, der am ersten Tag der Schlacht gefallen war, war Hancock der wohl fähigste General, den der Norden am östlichen Kriegsschauplatz aufbieten konnte. Zudem hatte Hancock unter sich auch weitere fähige Divisions- und Brigadekommandeure, die durchaus flexibel waren und Eigeninitiative zeigten, wenn es notwendig war.

 

Anmerkung: Obwohl im Film Gettysburg regelmäßig verschiedene Elemente der CS-Streitkräfte gezeigt werden, sieht man bei den Verteidigern nur Webb's Brigade (2nd Brigade, 2nd Division, II. Corps). Der interessierte Zuschauer könnte allerdings vermuten, er sähe die Irish Brigade (2nd Brigade, 1st Division, II. Corps), die aber kaum vom Angriff betroffen war. Der Irrtum kann leicht daher rühren, dass Webb's California Brigade ein Regiment beinhaltete, dass förmlich zur Verwechslung der beiden Brigaden aufruft: Das 69th Pennsylvania, auch 2nd California Regiment genannt. Das 69th Pennsylvania, war vor dem Krieg bereits eine Milizeinheit der Philadelphia Irish Militia und hatte eine eigene grüne Flagge. Damit kann man es leicht mit dem "Figthin" 69th, dem 69th New York der Irish Brigade verwechseln.

 

Pickett's Charge lässt zudem vermuten, dass Pickett der ranghöchste Offizier und ausführender General des Angriffs war. Das ist insofern nicht korrekt, da zu seiner Linken zwei weitere Divisionen angriffen. Beide stammten aus dem III. Corps unter A. P. Hill. Eine wurde von General Trimble, stellvertretender Corps-Kommandant des II. Corps, geführt. Trimble hatte sich am ersten Tag mit seinem Vorgesetzten General Ewell überworfen und bekam daher die 3rd Division in Hills Corps und ersetzte dort den tötlich verwundeten General Pender. Die andere Division, ebenfalls aus Hills Corps, unter General Pettigrew, der den verwundeten Heath ersetzte, lassen vermuten, dass Hill den Gesamtangriff hätte leiten müssen. Doch General Longstreet war der Befehlshaber des gesamten Angriffs, obwohl nur Pickett's Division aus seinem Corps stammte. Um vorherige Verluste auszugleichen, musste er sich sogar zwei Brigaden vom III. Corps ausleihen, womit auch Andersons 1st Division am Angriff teilnahm. Longstreet, der von Beginn an gegen den Angriff war, hätte es wohl lieber gehabt, wenn A. P. Hill den Angriff geführt hätte, doch Lee vertraute Longstreet mehr.

Wie man auf der Karte gut sehen kann, machte der Angriff Pickett's nur einen kleinen Teil der Front auf, er kam aber am weitesten - daher auch diese Bezeichnung. Trimble's, Pettigrew's und auch Anderson's Vorstöße wurden bereits aufgerieben, bevor sie die Linien der Union erreichten. Hier zeigte sich, dass Hancocks Corps eine solide Kampfmaschine war. General Doubleday unterstütze ihn dabei mit den Resten des I. Corps. Er ließ zum rechten Zeitpunkt Stannards Vermont-Brigade vorrücken und die Floridabrigade (also meine... :eek:  ) flankieren und aufreiben. Da Stannard gerade dabei war, nahm er sich auch Wilcox's Brigade vor und vertrieb die Rebellen. Pickett's Brigaden, selbst schwer beschäftigt, konnten Andersons Division nicht unterstützen. Pettigrew an der linken Flanke war wohl der Pechvogel des Tages, als sich eine seiner Brigaden von dem gerade einmal 160 Soldaten starken 8th Ohio flankieren und aufreiben ließ, wodurch die ganze Division zum Seminary Ridge zurück floh. Trimble wurde während des Angriffs schwer verwundet und seine Brigaden erlitten bei aufwendigen Schwenks ins Zentrum schwere Verluste durch Artillerie- und Musketenfeuer. Aus Pickett's Division erreichte der auf 200 Soldaten zusammengeschmolzene Rest der 3rd Brigade unter General Armistead schließlich die vorderste Artilleriestellung und wurde hier von Webb's Brigade nach einem kurzen Gefecht "eingesammelt".

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Die ersten 12 Mann sind fertig gebaut und bereit für die Uniformierung. Sind schon etwas anspruchsvoller, als die generischen Modelle. Da musste ja nur der "Deckel" drauf und gut war, hier muss ich auch noch die Arme anbringen, was nerviger ist, als es aussieht. Aber immerhin sind sie dadurch stark individualisiert. :)

 

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So, mal wieder ein Update. Nachdem ich aus Versehen am Freitag 12 Nordstaatler bemalt habe, ging es am Samstag dann mit dem Basteln weiter und da ich gerade noch einiges herumstehen hatte, habe ich heute das einigermaßen brauchbare Wetter genutzt, um noch einmal zu grundieren, bevor es mir draußen zu kalt wird. ;)

 

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Wie ihr seht, sind da deutlich mehr Yankees als Südstaatler, aber was soll ich machen? Ich finde den Norden eben in allen Belangen interessanter und ansprechender. Aber ich verspreche, dass es dann jetzt wirklich mal mit den Jungs aus Florida losgeht. :)

Ganz ehrlich jetzt! ;D

 

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Florida State Uniforms

Im Gegensatz zu den meisten anderen Staaten, erfüllte Florida die Regeln für State Militia Uniforms vor dem Krieg nicht. Milizeinheiten trugen eigene Uniformen, die sie selbst beschafften oder - in der Mehrheit - zivile Kleidung. Der Bundesstaat wäre auch nie dazu in der Lage gewesen, Uniformen in einer so hohen Stückzahl zu produzieren. Wenn der Süden industriell unterentwickelt war, war Florida in dieser Hinsicht ein Entwicklungsland - selbst für südliche Verhältnisse.

Als 1861 der Krieg ausbrach, stellte Florida zunächst 7 Infanterie- und 2 Kavallerieregimenter. Die soldaten trugen überwiegend Zivilkleidung und waren unzureichend bewaffnet mit allerlei alten Musketen, Schrotgewehren und Jagdwaffen. Erst 1862 konnten einige Missstände behoben werden. Der Staat war nicht unvermögend, produzierte aber fast nur Rohstoffe - vornehmlich Rindfleisch und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse. Daher zahlte der Staat ein Handgeld an jeden Soldaten aus, um sich seine eigene Uniform zu kaufen. Die meisten Soldaten des Südens, die bei der Infanterie dienten, kamen aber aus armen Verhältnissen, also verschwand das Geld meistens in den Taschen der Soldaten und wurde nach Hause geschickt, um der Familie zu helfen. Floridas Regierung erkannte, dass das Problem so nicht zu lösen sei und kaufte daher die Uniformen von nun an selbst bei anderen Staaten der CSA. Leider lässt sich nur schwer ermitteln, von wo die Uniformen gekauft wurden, da als Herstellungsort immer der Ausgabeort (in diesem Falle Tallahassee) angegeben wurde, Fotos zeigen aber, dass Uniformen aus zumindest Mississippi, North Carolina und Georgia gekauft wurden. Daraus kann man vermuten, dass für verschiedene Armeen verschiedene Uniformen gekauft wurden. Während die Uniformen aus Georgia und North Carolina wohl eher für die Brigade in der Armee von Nord Virginia und für Truppen in Florida gedacht waren, werden die Uniformen aus Mississippi wohl eher an die Soldaten in der Florida-Brigade of the West der Armee von Tenessee geliefert worden sein. Allerdings ging die Masse der gekauften Uniformen in den Westen. Die östliche Florida-Brigade wurde demnach ab '63 durch das Richmond Depot in Virginia versorgt, wäre demnach sehr gut ausgerüstet gewesen. Die Zentralregierung strebte ja einen Standard an, der aber auch nicht in der Armee von Nord Virginia vollständig realisiert werden konnte.

 

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Wie bemalt man denn “versehentlich“? :-)

 

Sehr schönes Projekt. Ich lese gerne deine geschichtlichen Infos, und man lernt viel dabei, was in Publikationen für breiteres Publikum ka von Bedeutung ist.

Ich dachte immer, die deutschen Armeen vor der feldgrauen Uniform wäre ein Albtraum, aber die ACW Armeen toppen das ja nochmal...

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Wir wussten alle, nur dir hat keiner was gesagt.. ;D

Nee, im Ernst, der Titel spricht ja wohl für sich! ;)

 

Kleines Handy-Update, mehr ist leider nicht drin.

 

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Ich hab maechtig ueber die Kerle geaergert, aber nach dem Tuschebad bin ich recht zufrieden. Haut und Hellgrau werden noch einmal aufgehellt, ob ich an den Decken noch was mache, weiß ich nicht. Die kamen oft privat von zu Hause, was ich betonen wollte. Habe etwas Sorge, die Muster zu versauen, wenn ich da noch mit Akzenten dran gehe.

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Schaun doch schon jetzt vielversprechend aus! Mehr Fotos! :naughty:

 

Bei den Mustern wäre ich im Nachgang auch vorsichtig - ggf. die Grundfarbe akzenturieren, bevor Du ans Muster selbst gehst? Also fürs nächste Mal ;-)

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Mal davon abgesehen,  dass die Blauen mir ideologisch deutlich mehr zusagen, finde ich die Südstaatler obendrei auch noch nerviger zu bemalen. Liegt vor allem an der grauen Grundierung, denke ich. Was ich da an Fläche gutmache, verliere ich wieder beim Malen der schwarzen Lederriemen. Das erfordert deutlich mehr Konzentration,  als graue Hosen zu malen. 

 

Und ich hassr Austrian Knots...!

 

Evtl. bemale ich als Ausgleich nach dem 2nd Florida erstmal das 44th New York.

 

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Den Pickett Charge fand ich tatsächlich komisch geschnitten. Mich hat auch gestört das man so krass sehen konnte wie der Dolly mit der Kamera über den Boden humpelt :D

 

Die Südstaatler sehen doch schonmal ziemlich gut aus.

bearbeitet von DasBilligeAlien

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Keine Ahnung woran es liegt, ggf. einfach nur an dem helleren Farbschema, aber mir gefallen die Herren aus dem Süden nochmal ne ganze Ecke besser, als die aus dem Norden :naughty:

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Hab mich dann mal gleich an den nächsten Schwung gesetzt, bin aber gerade echt beruflich stark eingespannt. Male 1-4x die Woche mal so ein halbes Stündchen abends, aber mehr geht aktuell einfach nicht.

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Nach meinem Traum mit der grauen Grundierung war es hier ja lange ruhig, aber letzte Nacht habe ich mich an die letzten 6 Mann für das 2nd Florida gesetzt. Zumindest das Regiment muss ja fertigzukriegen sein... ;D

Danach arbeite ich mit schwarzer Grundierung weiter und gut ist. Wie er seht, sieht man noch nicht viel und beim Schwarz, was als nächstes kommt, werde ich wieder wild fluchen, aber es sind ja nur noch 6 Modelle. Evtl. kommt noch ein Verlustmodell dazu. Mal sehen.5ad1cfae698cd_Dieletztenfrdas2ndFlorida.thumb.jpg.356e54c72d8f18fd9302d6d96487e046.jpg

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So, Arbeit ging gut voran, da habe ich mich mit einer halben Stunde Malzeit belohnt. :)

Dummerweise war es ein fragwürdiges Vergnügen... ich hasse diese Schwarzmalerei... aber es sind die letzten grau grundierten Modelle, also freue ich ich, dass ich die Nummer nicht noch einmal durchmachen muss. Stand aktuell:

 

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