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      Die Rückkehr des Systemforums zu "Herr der Ringe"   13.07.2019

      Im Jahre 2016 hatte sich die damalige Zusammensetzung des Moderatorenkollegiums im Zuge von Umstrukturierungen dazu entschlossen, das Systemforum, das sich mit der Tabletop-Variante von Herr der Ringe beschäftigt, zu archivieren. Da das Spielsystem jedoch wieder mehr Beachtung seitens von Games Workshop erhält und die Begeisterung für das Spielsystem auch unter den hiesigen Hobbyisten ungebrochen ist (wie regelmäßige Anmeldungen zum P500/P250 sowie dem "Sommer-Projekt" zeigen), hat sich das Kollegium dazu entschieden, das Systemforum zu reaktivieren.

      Im Laufe des Abends werden - quasi zur "Einweihung" - ein paar Threads mit Neuigkeiten bespielt. Wir hoffen, dass auch Ihr Euch über die Rückkehr des Systemboards freut und auf einen Besuch vorbeikommt.

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Es drängelt sich gerade eher Fantasy dazwischen. Und ich will auch noch was für die Yankees machen. Das Projekt hier bekommt sicher auch noch Liebe, aber wohl nicht 2019. :)

Österreich und Ptolemäer sind sicher vor den Südstaatlern noch dran, besonders letztere. Aber nach zwei abgeschlossenen großen Projekten dieses Jahr, bin ich recht genügsam und lasse alles weitere erst einmal auf mich zukommen. Mal sehen, wie das IT Kind wird. 

 

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Battle of the Last Headquarter Day - 27.12.1863

Kurz vor Jahreswechsel stellt die Army of North Virginia eine höchst abenteuerliche Stoßtruppe zusammen, um nach einigen verlorenen Schlachten noch einmal die Initiative in West Virginia zu übernehmen. Zum Ziel wird das Lager des VIII. Corps erklärt, dass sich durch Bäume gut geschützt auf einer Lichtung niedergelassen hat. Der Plan der Rebellen sieht vor, im Zentrum durch Artillerie starke Feuerkraft aufzubauen, links wir rechts vorzurücken und dabei den Feind hinzuhalten (links), um dann von rechts ins Zentrum zu ziehen und das Lager zu besestzen. Die Nordstaatler erkennen das Ziel der Rebellen schnell, sind sich aber über deren Taktik im Unklaren. 

 

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Der Norden besetzt den Waldrand, konzentriert seine Artillerie vor allem auf seiner Linken, also auf der richtigen Flanke. Eine Batterie steht aber auch rechts und schluckt damit unseren Köder. Die Kavallerie von Nord und Süd steht sich ebenfalls direkt gegenüber, bildet bei den Rebellen die äußerste Rechte, bei den Yankees die äußerste Linke. Neben der massierten Artillerie der Yankees postiert sich ein 10 Kompanien starkes Veteranenregiment. Ein 9 Kompanien starkes Rekrutenregiment steht in Reserve. Im Zentrum der Yankees stehen drei Veteranenregimenter aus je 5 Kompanien und eine Batterie Artillerie. Rechts haben die Blauen ebenfalls vier Veteranenregimenter aus je 5 Kompanien und besagte Batterie.

Der Süden konzentriert 3 Batterien - überwiegend Haubitzen - im Zentrum. Die Florida- und die Texas-Brigade stehen rechts, eine Virginia-Brigade aus Rekruten mit 5 Regimentern links.

 

Die ersten Züge

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Mit einem Paukenschlag weckt die rote Artillerie die Yankees. Das Feuer der Geschütze konzentriert sich auf das zentral stehende Regiment aus New Yorker Veteranen. Das Feuer zeigt erschreckende Wirkung, denn das Regiment wird vollständig aufgerieben und flieht ins Lager zurück. Ein überraschter Nordstaatengeneral stellt eine erschreckend breite Lücke in der zentralen Frontlinie fest. Die Rebellen stürmen mit praktisch allem voran, was sie haben. Die Florida-Brigade geht in Laufschritt über und setzt sich an die Spitze der Sturmkolonne. Die Texasbrigade wird durch einen Sumpf aufgehalten und geht daher etwas langsamer voran. Die Rebellenreiter haben ihre Not, mit den stürmenden Floridianern mitzuhalten. Links rückt die Virginiabrigade in breiter Front ruhigen Schrittes vor.

 

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Die Yankees schließen die Lücke im Wald und lassen sich dort etwas tiefer in die Sicherheit des Waldes zurückfallen, um der Artillerie zu entgehen. Ansonsten werden die Geschütze klar gemacht, das Feuer der Yankees bleibt aber eher verhalten effektiv. Hier und da werden ein paar Kompanien zerschlagen, aber die Nordstaatler bekommen durch ihre breite Aufstellung kein konzentriertes Feuer zustande.

 

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An der rechten Flanke geht aber auch bei den Rebellen nicht alles nach Plan. Schlechte Schlachtfeldaufklärung macht sich bemerkbar, als das 8th Florida sich in einem Sumpf wiederfindet und die ganze Brigade zu einem zwar geplanten, aber nun in der Durchführung sehr eingeschränkten Schwenk ins Zentrum übergehen muss. Da die Floridianer heute aber gut zu Fuß sind, klappt das Manöver aus Sicht der Yankees erschreckend schnell. Die Rebellenreiterei ignoriert ihr Gegenstück aus dem Norden und nimmt sich derweil die feindlichen Batterien zur Brust.

 

Die Schlacht wird intensiv

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Auch an der linken Flanke kommt es zu einem Nahkampf zwischen Infanterie aus Virginia und Artillerie aus New York. Die stohischen Yankees vertreiben die eifrigen Rekruten aus dem Süden, nachdem sie zuvor bereits eine Section durch feindilches Artilleriefeuer verloren haben. Derweil beginnt die blaue Infanterie damit, die Männer aus Virginia zu umfassen.

 

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Im Zentrum sehen sich auf einmal zwei Regimenter der Nordstaatler einer ganzen Brigade Rebellen gegenüber. Es entbrennt ein Feuergefecht, in dem die Rebellen leichte Vorteile für sich verbuchen können und die Yankees tiefer in den Wald zurück treiben. Dabie kommt ihnen allerdings das große Veteranenregiment sehr nah. Durch Fehler in der Befehlsweitergabe kommt es aber hier zu erheblichen Missverständnissen und das besagte Regiment marschiert an der Floridabrigade vorbei direkt auf die Texaner zu. Derweil vertreibt die Rebellenkavallerie die feindliche Artillerie und kann sich nach leichten Verlusten durch die Reiter aus dem Norden in den Wald in Sicherheit bringen.

 

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Die Virginiabrigade lässt sich auf die Umfassung nicht ein und besetzt die Steinmauern am Rande des kleinen Dorfes. Die Presse ist begeistert, die unionstreuen Bürger weniger.

 

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Durch das Vertreiben der Artillerie gewinnen die Rebellen zunehmend an Feuerüberlegenheit. Auf der Seite der Yankees machen sich die erheblichen Verluste langsam bemerkbar.

 

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Während die Rebellenreiterei durch den Wald auf das Missionsziel vorrückt, gerät der Führungsstab der Floridabrigade unter Feindfeuer. Daher stehen hier nur wenige Befehle zur Verfügung. Trotzdem gelingt es den Rebellen, den Druck auf die zentralen Regimenter aufrecht zu erhalten. Inzwischen rückt aber die Verstärkung der Rebellen an. Diese ist zwar stark an Zahl, aber besteht aus mäßig motivierten Rekruten. Das großen Veteranenregiment büßt derweil erste Kompanien ein, da es sich mit der gesamten Texasbrigade herumschlägt.

 

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Die Yankeereiterei beschlißet, dass an der linken Flanke kein Durchkommen ist und wendet sich danach um, um Rebellen im Wald zu jagen.

 

Dem Ende nahe

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Nachdem die Floridabrigade die Reste der Irish Brigade immer weiter in den Wald zurückgedrängt hat und sie gegen das eigene Lager zu drücken droht, schwenken einige Regimenter der rechten Yankeebrigade ab, um das Zentrum zu verstärken. Die Virginiabrigade versucht nun, dies weitgehend zu behindern und geht in die Offensive. Die Rebellenreiter nehmen derweil das Lager der Yankees im Sturm.

 

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Das 2nd Florida reibt im Nahkampf ein weiteres New Yorker Regiment auf. Die Rekruten aus Massachusetts bedrohen die inzwischen allerdings etwas abgenutzten Floridaregimenter. Die Rekruten zeigen aber wenig Begeisterung und rücken weiter nur sehr langsam vor. Sie kommen viel zu spät, als sich zu ihrer Linken eine Tragödie anbahnt.

 

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Nachdem die braven New Yorker Zouaven die ganze Texasbrigade hingehalten hat, gehen sie im massiven Feuer dreier Rebellenregimenter letztlich unter. Mit diesen erheblichen Verlust ist das Schicksal der Division besiegelt. Die Nordstaatler treten den Rückzug an.

 

bearbeitet von Sir Leon

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Ja, hat Spaß gemacht. War auf jeden Fall ein würdiger Jahresabschluss für meine Brigade, dass sie direkt nach Fertigstellung auch in die Schlacht durfte. :)

 

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Toller Bericht. Ich würde fast sagen das der Bericht ne Blaupause sein müsste wie ein guter Bericht auszusehen hat. Glückwunsch zum Sieg. Und das wo doch noch einige deiner Jungs feucht hinter den Ohren waren, oder war die Farbe schon trocken genug? :D

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Echt toller Bericht, kann mich Garbosch nur anschließen, so sollte ein guter Bericht aussehen! Ich fand es sehr spannend zu lesen und ich finde, in dem Bericht kommt das alles sehr "lebendig" rüber. Zusammen mit den Fotos sah ich nicht einfach nur einen Kampf zwischen Miniaturen sondern eine richtige Schlacht mit Höhe- und Wendepunkten!

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Der bericht ist wirklich eine Augenweide und da Geschehen ist kurz und knapp zusammengefasst . Gefällt mir wirklich sehr gut , all die hübsch bemalten Minis ;) da bin ich echt neidisch sowas auf der Platte zu sehen .

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Das ist echt so ein Phänomen. Ich dachte ja, ich gewöhne mich irgendwann daran, aber der Anblick unserer vereinten Armeen ist immer wieder hervorragend. Wird also noch was anhalten, meine Begeisterung für den ACW. :)

 

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Projekte sind ja immer kreativen Prozessen unterworfen und wer mich kennt, der weiß, dass es jetzt auf eine Plan Änderung hinausläuft. Ich hatte letztes WE erstmals mit dieser Truppe eine Demo gegeben und dabei wurde mir klar, dass mein Plan so nicht richtig funktioniert. Was dem unerfahrenen Spieler nämlich fehlt, sind Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen den Regimentern. Solange sie alle die gleichen Werte haben, ist das egal, wird aber schwierig, sobald man mal variieren möchte. 

Das Problem ist jetzt, dass alle Regimenter des Südens 1863 quasi gleich aussahen. Mit der Idee, noch Wilcox' Brigade aufzustellen, löse ich das Problem nicht. 

Daher breche ich ab hier die historische Formation auf. Die Florida Brigade mit Anführer und Batterie ist historisch so stimmig, daß ist für eine Demo mMn ausreichend, um das Konzept zu erklären. Für die angenehme Spielbarkeit müssen aber ein paar Exoten her. Praktischer Nebeneffekt: Die machen beim Bemalen mehr Spaß. :D

Den Anfang macht voraussichtlich das 1st Louisiana Zouave Battailon, da ich hierfür die Modelle habe. Aber ich kann mir auch sowas wie die 1st Cherokee Mounted Rifles oder ein Regiment der Mississippi State Militia vorstellen. Mal sehen... :)

 

bearbeitet von Sir Leon

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