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Alles im Fluss...

Es passiert ja sehr oft, dass sich Projekte im Laufe der Zeit weiterentwickeln und neue Dinge hinzukommen oder alte Dinge nach hinten rücken. Nun, so ist es auch hier. Wenn ihr wissen möchtet, wie es hier im Jahr 2020 losging, dann findet ihr den ursprünglichen Einleitungstext hier unsichtbar hinterlegt.

Aktuell sieht es aber so aus, dass ich mich etwas breiter aufstelle. Das kommt vor allem daher, dass ich mich ja ziemlich lange mit historischen Projekten befasst habe. Das mag jetzt vielleicht verwundern, denn da ich sehr gerne historische Ereignisse nach wissenschaftlichen Sachstand versuche nachzustellen, klingt das ja erst einmal sehr einschränkend. Das ist es sicher auch, aber mein Punkt ist ein anderer. Im historischen Teil unseres Hobbys habt ihr sehr viel Freiheit bei der Wahl der Regelwerke. Logisch irgendwie, denn die Modelle passen natürlich immer. In jedem Regelwerk für die Antike werdet ihr Römer und Kelten finden. Da seid ihr also sehr frei, nach euren Vorlieben Regeln zu wählen.

So ähnlich handhabe ich das auch schons eit Jahren bei meinem Langzeitprojekt zur Zombieapokalypse. Es geht halt um Zombies und Überlebende. Da kann ich meine Sammlung in jedem Regelwerk nutzen.

Bei den klassischen fiktionalen Bereichen Fantasy und Sci-Fi erlebte ich früher immer sehr oft eine enge Verknüpfung zwischen System und Figuren. Wirtschaftlich macht das ja auch Sinn, aber es schrenkt doch etwas die Freiheit der Kreativität ein.

Ich habe mich inzwischen von dieser Einschränkung weitgehend freigemacht. Das leigt vor allem an den vielen jüngeren Systemen, die dazu einladen, einfach irgendwelche Modelle zu nutzen.

Ich möchte in diesem Projekt mehrerlei Dinge tun und dokumentieren:

 

1. Regelwerke testen

Es ist ja nicht so, als wären nicht schon Modelle da. Aber die wollen ja auch bespielt werden. Daher werde ich hier versuchen, Spielberichte mit verschiedenen Regelwerken zu zeigen.

 

2. Heldenschar

Fantasy-Archetypen haben sich bei mir in den letzen rund 25 Jahren zu Hauf angesammelt und davon sind erschreckend wenig bunt. Ich möchte da auf jeden Fall voran kommen und eine breite Auswahl verrückter Abenteurer, tapferer Ritter, edler Recken und spitzbübischen Gauner zusammentragen und bemalen. Grobe Faustregel ist dabei mit einem Augenzwinkern, dass nur ein Held ins Team darf, der schon seit mindestens 1 Jahr bei mir im Keller wohnt. ;)

 

3. Random Encounter

Das gleiche gilt auch für einige Monster. Die Masse der Kreaturen wird es nur in geringen Zahlen geben, andere werden eine gewisse Bandengröße erreichen, bestimmte Wesen aber sogar in Armeestärke auftreten. Dabei werde ich mich grob an verschiedenen Regelsystemen orientieren, dabei aber sehr auf Schnittmengen achten und durchaus auch Dinge begradigen, damit sie zu mir und meiner Sammlung passen. Auch passendes Gelände wird es geben, in dem meine Helden auf allerlei Kreaturen treffen werden.

 

4. Mächtige Fürsten

Letztlich, das ist aber noch nicht spruchreif, soll es auch Armeen zu sehen geben. Diese werden zu einem Teil aus den Encountern erwachsen, zum anderen aber auch die Staatsgewalt in Form der "guten Jungs" abbilden. Auch hier gilt, dass ich mich nur da einschränke, wo ich das selbst möchte. Gewisse Anleihen aus der Geschichte, der Popkultur und Regelwerken wird es sicher geben, vor allem werde ich aber auch hier vorrangig das nutzen, was ohnehin schon da ist. Die Auferstehung meiner alten Imperiumsarmeen ist durchaus denkbar, ich weiß aber noch nicht, ob ich das nicht besser auslagere. Es könnte den Rahmen sprengen. Aber auch neben dieser Streitmacht liegt hier leider noch viel mehr Material ungenutzt herum...

 

Spoiler

 

Wie alles begann...

Ich betreibe unser schönes Hobby jetzt 27 Jahre und in dieser Zeit hat es sich freilich sehr gewandelt. Seit etwa 2013 habe ich so gut wie gar nichts mehr in den klassischen Bereichen "Fantasy" oder "Sci-Fi" getan und mich stattdessen dem historischen Wargaming hingegeben. Es ist also schon sehr ungewöhnlich, dass ich hier ein Thema eröffne. In mehrerlei Hinsicht sogar, aber dazu später mehr. Der Punkt war nie, dass ich Fantasy nicht mehr mochte, es war viel mehr so, dass mir der historische Teil so viel Spaß machte, dass ich einfach keine Zeit mehr fand, ein anderes Feld zu beackern, wie man so schön sagt. Dabei hat sich gerade dieses Genre als besonders dynamisch erwiesen in den letzen Jahren. Mit dem Wegfall von Warhammer Fantasy hat es sich quasi befreit, neu erfunden und bietet durchaus interessante Spielkonzepte. Es gab eine rühmliche Ausnahme in meiner Abstinenz, nämlich das Gruppenprojekt "Blutnebel um Steinbachthal", das ich mit @Balduin, @Herr Sobek und @Dizzyfingerbestritt, aber selbst leider nie zufiredenstellend beenden konnte. Es bleib bei einer etwa 1000 Punkte starken Armee des Imperiums stocken und seitdem war der Ofen wirklich aus.

Eine der vielen innovativen Systeme, die in den letzten Jahren erschienen sind, hatte mich aber doch fast soweit, wieder stärker in die Materie einzusteigen: Frostgrave. Allerdings kam ich nie über das Basteln von Figuren hinaus, bemalt wurde nie etwas. Gespielt erst recht nicht. Während ich also im amerikanischen Bürgerkrieg Rebellen bekämpfte oder vor Worringen die Rechte der Grafen verteidigte, lagerten all meine Fantasy-Figuren in verschiedenen Kisten, Schachteln und Schränken. Ab und zu nahm ich mir ein paar Gussrahmen und bastelte verrücktes Zeugs zusammen, was mir auch viel Spaß machte, aber voran kam ich eben nicht.

Dann kam ein Ableger von Frostgrave auf den Markt, nämlich "Rangers of the Shadow Deep" und das auch noch auf deutsch. Der Gedanke, ein kooperatives Fantasy-Spiel mit wenigen Figuren auf den Tisch zu bringen, war insofern sehr interessant, weil ich mit dem stark rollenspielerischen Teil und dem kooperativen Gedanken durchaus auch den ein oder anderen Nicht-Wargamer mal zu "so etwas" bewegen könnte. Nur wollte mir das Setting nicht so richtig gefallen. Was aber, wenn man mit den Regeln und der groben Idee einfach in der guten Alten Welt von Warhammer spielen würde? Gut, eine generische Bande für Fantasy-Spiele aller Art müsste natürlich trotzdem her. Hat der Autor des Werkes ja irgendwie verdient. Oh, und quer nutzbar für Frostgrave wäre das dann ja auch. Und da wir keine halben Sachen machen, wäre so ein "against all odds"-System ja eine gute Gelegenheit, eine böse Fantasy-Armee aufzustellen. Recht zwanglos, aber schadet ja nichts, sowas im Haus zu haben...

 

Das Projekt

Die Sache nahm Formen an, als letztes Jahr der Kickstarter von Fireforge Games online ging, um eine Fantasy-Range aufzubauen. Ich gönnte mir ein paar Zombies, dann ein paar mehr und erinnerte mich wieder an das Steinthal-Projekt. Die Idee von einer Gruppe verwegener Abenteurer, die das Verschwinden von Bauern nahe des Hungerwaldes untersuchen sollten, war recht schnell gefasst. Unter dem Arbeitstitel "Rangers of the Old World" spann ich den Faden dann weiter. Als @Balduin dann sein Untoten-Projekt vorantrieb, motivierte mich das, auch aus dem Schatten hervorzutreten und mich der Sache auch öffentlich zu stellen. Auf die Gefahr hin, mal wieder krachend zu scheitern, versteht sich.

Der Plan sieht folgendes vor:

 

a) Die Guten

Eine Bande von Agenten des Imperiums, ein bunter Haufen, nur für diese Aufgabe zusammengekommen, zu ermitteln, was im Hungerwald los ist. Typische Außenseiter mögen einem da sofort einfallen. Die Sache gibt mir Gelegenheit, ein paar ganze alte Schätze aus meinem Fundus zu suchen und endlich mal zu bemalen. Die Sache könnte einen recht hohen Metall-Anteil haben.

 

b) Die Bösen

Passend zum Setting brauche ich Monster. Möglichst verschiedene. Das klassische Schwertfutter für RPG-Helden ist ja der sich niemals beschwerende Zombie, aber natürlich wäre es etwas langweilig, wenn da nur eben dieser herumtollen würde. Es wird also eine Sammlung an untoten Monstern geben, die am Ende - so Gott will - eine kleine Untoten-Armee ergeben sollen.

 

c) Die Häuslichen

Da "Rangers" sehr rollenspielerisch ist, braucht man natürlich auch Zivilisten und Gelände für die verschiedenen Szenarios. Mal gilt es, ein verlassenens Dorf zu untersuchen, mal muss ein Tempel von bösen Kultisten befreit werden... all die Klassiker eben.

 

 

bearbeitet von Sir Leon
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Ich sollte echt nicht mehr in den Keller gehen...   Ich hatte ja von meinen Imperialen berichtet. Das bewog mich dazu, eine kleinschrittige Inventur zu machen, um zu sehen, was noch so da is

Gestern abends noch was gebastelt. So langsam ist es optisch wirklich ein kleines Dorf.      Der Clou ist ja, den Spaß auch im Winter nutzen zu können. Da wurde auch an einige Deta

Ich denke auch, dass das alles zusammen genommen, optisch schon passt.     

Posted Images

Im Moment komme ich nur dazu, ab und an ein paar Figuren zusammenzukleben, um den Heldenfundus zu erweitern. Außerdem werde ich für die Riege der Bösewichte noch mehr als nur Untote benötigen. Aber dazu später mehr. :)

 

Zunächst habe ich diese Herren gebastelt:

 

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Ein Dieb (logisch, bei Halblingen, oder?) und zwei Schützen. Die Modelle sind von Wargames Atlantic. Hatte bei einer Aktion von WSS einen Probegussrahmen mit fünf Modellen bekommen. Daraus kann man bis zu vier Milizen (2* Pike, 2* Gleve), 2 Bogenschützen, 2 Schleuderer, einen Kerl mit Dolch und einen Hornisten basteln. Mit etwas Umbauarbeit kann man aus einem Pikenier auch einen Kerl mit Hahnenstandarte basteln. Alles in allem ein Gussrahmen mit sehr leichten Schwächen, aber da es eh sonst nichts vergleichbares gibt, ist er natürlich das beste am Markt und gerade für den Bau von Regimentern sehr gelungen. 40 Modelle sind in der Box, also 8* der gleiche Gussrahmen. Gibt viele Kopfoptionen, so dass die Modelle sich nicht zu sehr gleichen. 

 

 

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Ich durchsuche gerade immer mal wieder meinen Fundus an Zinnfigur en, um sie im Projekt zu verwursten. Da ist in all den Jahren einiges angesammelt worden und viele Figuren sind so Solitärs aus verschiedenen Systemen. Da ist ein generisches System natürlich super, um die alle mal auszuführen. 

Er hier z. B.:

 

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Ein Charaktermodel der Bretonen aus der 5. Edition mit ganz starker Anlehnung an Little John. Gibt doch einen prima Tacker für Frostgrave bzw Rangers of the Shadow Deep ab. 

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Da ich ja nur während des Mittagsschlafs meines Sohnes und abends, sofern es sonstige Aufgaben oder andere Freizeitbeschäftigungen es zulassen, dazu komme, etwas am Projekt zu machen, werdet ihr wohl noch länger mit WIP-Bildern vorlieb nehmen müssen. Heute Mittag kam ich immerhin zum Bau dreier Ruinenkerne. Die beiden links werden beidseitig mit Kork verkleidet, die rechts von innen wieder mit Holz. 

 

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Suche Ranger (w/m/d)! 

Das wären dann wohl die fünf Bewerber auf den begehrten Posten des Rangers. Wer wohl das Rennen macht? 

 

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Jetzt mal ohne Flax, ich könnte die mir alle vorstellen, aber irgendwer muss es ja werden... Vorschläge? 

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