Jump to content
TabletopWelt

Ich guck Rugby. Wer noch?


Garbosch

Empfohlene Beiträge

Das war ja mal wieder ein spannendes Wochenende. Die USA hatten Uruguay nicht wirklich was entgegenzusetzen, entsprechend ging das Spiel auch mit 15-34 verloren. Die Amis waren aber auch einfach... überfordert wäre zu hart, aber einfach uninspiriert. Zu berechenbar, nichts überaschendes. Wenn tatsächlich mal was versucht wurde, dann über Mika Kruse (der hat dann meist auch Meter gemacht), aber das reicht halt gegen jemanden wie  Uruguay nicht. Entsprechend haben die sich somit auch verdient als Amerika 1 für die WM qualifiziert. Die USA müssen hingegen gegen Chile nachsitzen. Und DAS ist mal eine richtig dicke Überraschung. Angekündigt hat es sich ja schon am letzten Wochenende, als die Chilenen auswärts in Kanada erst in der letzten Minute verloren haben. Im Rückspiel haben die Nordamerikaner dann keine Sonne gesehen und mit 33-24 verloren. Somit wird die WM 2023 die erste sein, die ohne kanadische Beteiligung stattfindet.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die Autumn Internationals haben letztes Wochenende mit zwei interessanten Partien begonnen. Japan musste sich in einem spannenden Spiel 23-32 gegen Australien geschlagen geben, waren aber eigentlich immer in Schlagdistanz. Erst ein Driving Maul in der 78. Minute sicherte den Sieg für die Wallabies. Im zweiten Spiel trafen die All Blacks auf völlig überforderte Amerikaner, entsprechend ging das Spiel 104-14 für die Neuseeländer aus. Es gab auch noch zwei Besonderheit in dem Spiel: zum einen gelang es den Amis zum ersten Mal überhaupt, einen Versuch gegen Neuseeland zu legen, zum Anderen ist es das erste Mal in der Geschichte des professionellen Rugbys, das die All Blacks zweimal in einem Kalenderjahr mehr als 100 Punkte erzielt haben.

 

Nächstes Wochenende spielen dann Schottland gegen Tonga, Spanien gegen Italien A (das ist quasi die 2. Mannschaft der Italiener) und Wales gegen Neuseeland, alle jeweils am Samstag. Generell sind da dieses Jahr einige interesante Partien mit dabei: https://en.wikipedia.org/wiki/2021_end-of-year_rugby_union_internationals . Neben den ganzen Tier 1-Begegnungen haben insbesondere Portugal und Rumäninen Partien auf dem Zettel, die ich sehr gespannt verfolgen werde - mal schauen wie die sich gegen die anderen Tier 2- Nationen schlagen werden. Außerdem dürften die Spiele von Brasilien einen guten Gradmesser bieten, wo die Südamerikaner denn international stehen. So werden doch gerade die Brasilianer immer als die aufstrebende dritte Kraft in Südamerka nach Argentinien und Uruguay gehandelt.

 

Außerdem lohnt es sich im November noch einen Blick auf das Match Chile-Russland zu werfen. Weniger, weil das verspricht ein hochklassiges Spiel zu werden, aber die beiden Teams könnten während der WM-Quali im Repecharge-Turnier aufeinandertreffen. Da könnte man schon mal einen ersten Eindruck bekommen, wer von den beiden das stärkere Team ist...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die erste Runde bei den Autumn-Internationals ist rum und die großen Überraschungen sind ausgeblieben:

  • Schottland 60-14 Tonga
  • Spanien 11-13 Italien A
  • Wales 16-54 Neuseeland

Wales ist im Moment weit von einer guten Form entfernt. Wenn sie es bis zum Februar nicht schaffen sollten, sich wieder zu berappeln dürfte die die Titelverteidigung in weite Ferne rücken. Natürlich ist Neuseeland ein starker Gegner, aber so wie sich die Waliser haben vorführen lassen... sagen wir mal, es liegt noch ein weiter weg vor ihnen!

 

Ansonsten wurde auch noch in den unteren Divisionen der Europameisterschaft gespielt. Deutschland schlug Litauen mit 46-16 und sind damit Tabellenführer in der Trophy. Allerdings hat das noch nicht viel Aussagekraft, denn sowohl die Schweiz als auch Belgien haben noch nicht ins Geschehen eingegriffen. Erwartungsgemäß dürfen das aber die Teams sein, die es zu schlagen gilt. Die anderen Spiele waren erwartungsgemäß (Malta 24-10 Slovenien, Norwegen 0-47 Dänemark), nur in der Conference 2 gab es eine Überraschung. Aufsteiger Bosnien schlug Andorra mit 19-18. Allerdings dürfte das keine großen Auswirkungen haben, denn die Türken sind dieses Jahr so schwach, dass alles andere als ein Abstieg einer Riesenüberraschung gleichkäme. Somit also ein Ergebnis ohne Wert.

 

Werfen wir noch mal einen Blick auf das kommende Wochenende. Die Internationals warten mit vier hochkarätigen Partien auf: Irland-Japan, Wales-Südafrika, Frankreich-Argentinien sowie Schottland-Australien. England muss gegen Tonga ran (dürfte eine klare Sache werden) und Italien kreuzt mit Neuseeland die Klingen. Bei den Tier 2-Nationen sind dann einige interessante  Partien am Start, nämlich Portugal-Kanada, Spanien-Fidji sowie Rumänien gegen Uruguay. Spanien gegen Fidji wäre sogar eine mögliche Paarung bei der WM, sollten sich die Spanier via Repecharge qualifizierne können. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es ausgeht!

 

Außerdem treffen in der WM-Quali Russland und die Niederlande aufeinander. Dürfte eine klare Sache für die Russen werden, allerdings hab ich dieses Jahr schon so oft daneben gelegen... *lach*

bearbeitet von Hellcat
  • Like 1
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nächstes Wochenende gehen wieder die Six Nations los. Den Anfang machen am Samstag die Partien Irland gegen Wales sowie Schottland gegne England, am Sonntag treffen Frankreich und Italien aufeinander.

 

Mein Favourit für dieses Jahr sind die Franzosen. Letztes Jahr scheiterten sie noch knapp, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass sie ohne die Spielverlegung die 6N gewonnen hätten. Aber dieses Jahr mit drei Heimspielen (darunter England und Irland) sollte der Sieg durchaus machbar sein.

Ansonsten muss man natürlich die Iren ganz oben auf dem Zettel haben. Ihre bestechende Form haben sie ja schon bei den Autumn Internationals gezeigt, als sie unter anderem Neuseeland und Argentinien schlugen.

Wales wird wie immer eine Wundertüte sein, vom ersten bis zum fünften Platz traue ich ihnen alles zu. Gegen Irland und England müssen sie auswärts ran, gegen Frankreich könnte in Wales vielleicht auch ein Sieg gelingen.

England zählt für mich aktuell zu den überbewerteten Mannschaften - sie konnten zwar im Herbst Australien und knapp auch Südafrika schlagen, müssen bei diesen 6N mit Jonny May, Owen Farrell und Curtney Laws aber auf drei Leistungsträger verzichten. Sie haben zwar die nötige Breite im Kader, allerdings sind fehlt beispielsweise den Alternativen Orlando Bailey und Marcus Smith auf der Fly-Half Position noch einiges an Erfahrungen. Für den Titel wird es nicht reichen, allerdings kommt ihnen der Spielplan mit Heimspielen gegen Wales und Irland doch ziemlich entgegen, so dass ich hier auf einen Platz unter den ersten dreien tippen würde.

Schottland... Tja... ich würde es den Bravehearts echt gönnen, dass mal etwas zählbareres als der vierte Platz herausspringt. Aber Wales und Irland auswärts... das wird ein schweres Turnier für die Männer aus dem Norden der Insel. Wobei sie ja durchaus in den letzten Jahren gezeigt haben, dass der Leistungsunterschied zu den anderen Nationen geringer geworden ist, für den großen Wurf wird es dieses Jahr nicht reichen.

Bleibt noch Italien, aber die werden auch dieses Jahr als Kanonenfutter herhalten müssen. Die goldenen Jahre sind vorbei, der Nachwuchs besitzt nicht mehr die Qualität wie vor 15 Jahren. Das haben auch die Autumn Internationals gezeigt - deutliche Niederlagen gegen die anderen Tier 1-Nationen und ein knapper Sieg gegen Uruguay. Da ist leider noch viel Luft nach oben...

 

  • Like 1
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das erste 15er-Rugbywochenende (das Asia Rugby Championship wurde ja in den März verschoben) ist rum und es wurde allerhand Action geboten. Drei Spiele in den Six Nations und drei in der Rugby Europe Championship. Von den sechs Spielen habe ich leider nur ein einziges gesehen, von daher kann ich nicht so wirklich ausführlich was zu vielen Matches sagen.

 

Six Nations

 

Irland - Wales 29-7: Von dem Spiel habe ich nur die Highlights gesehen, die waren nicht so wirklich aussagekräftig um die Leistung der Waliser beurteilen zu können. Zumindest bei den Versuchen haben sie es den Iren ziemlich einfach gemacht, oft stimmte die Zuordnung nicht und es gab entsprechend Räume für die Jungs in grün. Dan Biggar gab sich jedenfalls nach dem Spiel sehr selbstkritisch und sprach von zu vielen Fehlern die man gemacht hätte. Schauen wir mal, ob sie das abgestellt bekommen.

Für Wales geht es als nächstes zuhause gegen Schottland, da muss auf alle Fälle ein Sieg her wenn es mit der Titelverteidigung noch was werden soll. Die Iren sind mit ihrem Bonuspunkt-Sieg voll im Plan und nur aufgrund der schlechteren Punktdifferenz zweiter, für mich immer noch einer der beiden Titelfavouriten.

 

Schottland - England 20-17: Das einzige Partie, die ich tatsächlich live verfolgt habe. Das hat sich definitiv geloht, war echt ein Hammer-Krimi! Die Engländer hatten fast das gesamte Spiel über die Initiative und haben Druck gemacht, die Schotten haben allerdings aus sehr clever verteidigt. Die ersten Punkte gab es erst in der 16. Minute, und das mit dem ersten Penaltykick des Spiels überhaupt (!). Wie sehr die Engländer das spiel dominiert haben zeigte eine Statistik in der 50. Minute: zu diesem Zeitpunkt hatte Schottland ganze sieben Sekunden in der gegnerischen 22 verbracht

Allerdings haben sie sich am Ende dann doch selber um den Sieg gebracht. Darcy Graham stand in der 65. Minute beim Stand von 10-17 auf der rechten Feldseite frei und wollte einen Kick erlaufen. Luke Cowan-Dickie war letzter Mann bei den Engländer und pritschte das Ei in bester Vollyball-Manier über Graham hinweg ins Aus. Schiri Ben O'Keeffe belohnte ihn dafür mit gelb und einem Penalty-Try  - absolut dämliche Aktion, mehr muss man dazu nicht sagen.

Wer mich in dem Spiel aber star beeindruckt hat war Marcus Smith. Ich hatte ihm die internationale Reife abgesprochen, aber bis zu seiner Auswechslung hatte er alle Punkte für die Engländer gemacht und auch sonst aus dem Spiel die Schotten immer wieder mit cleveren Kicks unter Druck gesetzt. Hier muss ich also meine Meinung revidieren, da hat Eddie Jones genau die richtige Entscheidung getroffen.

England hat sich unter Wert verkauft, aber zumindest einen Bonunspunkt geholt. Nächstes Wochenende gehts auswärts gegen Italien, da kann man sich von der Niederlage erholen und ein wenig Selbstvertrauen tanken. Insofern sollte hier noch alles für die Engländer drin sein. Und die Schotten? Glücklicher Sieg, aber gegen die anderen Gegner muss in der Offensive einfach mehr kommen. Teams wie Irland und Frankreich werden ihren Gegnern nicht solche Geschenke machen...

 

Frankreich - Italien 37-10: Nur im Liveticker verfolgt. Italien hat die erste Halbzeit gut mitgespielt, zwischenzeitlich auch lange geführt. Am Ende ist ihnen dann aber die Puste ausgegangen. Solange sie konditionell nicht zulegen werden die Italiener bei den Six Nations weiterhin nur Kanonenfutter sein. Für die Franzosen war es ein lockeres Warmlaufen, bevor es nächste Woche gegen die Iren geht. Da dürfte dann die Vorentscheidung im diesjährigen Turnier fallen.

 

Rugby Europe Championship

 

Rumänien - Russland 34-25: Da hatten die Russen aber mal so gar keine Chance. Ein starkes Maul am Anfang, das zu einem Versuch führte und danach hatten die Rumänen den Daumen auf dem Spiel drauf. Von der grandiosen Verteidigung und dem starken Kickspiel, mit dem die Rumänen im letzten Jahr bezwungen werden konnten war nichts mehr zu sehen. Der Sieg ist also definitiv verdient gewesen.

 

Spanien - Niederlande 43-0: Unseren Nachbarn fehlt einfach die Erfahrung auf diesem Niveau, das hat das Spiel gegen Spanien sehr eindrucksvoll bewiesen. Ich lege mich da auch jetzt schon fest, dass es für die Niederländer am Ende des Turniers wieder eine Etage tiefer gehen wird, sollte Belgien die Trophy gewinnen. Aktuell überzeugen sie halt mal so gar nicht. Die Form der Spanier kann ich schlecht einschätzen, da wird man das Spiel nächste Woche in Russland abwarten müssen.

 

Georgien - Portugal 25-25: Das letzte Spiel konnte mit einer Riesenüberraschung aufwarten, die Portugiesen konnten die Georgier zumindest soweit in die Schranken weisen, dass sie ein Unentschieden retteten. Das letzte Spiel der Georgier in diesem Wettbewerb, das sie nicht gewinnen konnten war am 19.März 2017, seit dem waren sie 20 Spiele hintereinander siegreich. Das zeigt wieder einmal eindrucksvoll, welch gute Arbeit die Portugiesen in den letzten Jahren geleistet haben und ich würde es ihnen wirklich gönnen, wenn sie nicht nur den zweiten Platz belegen würden (wobei, vielleicht reicht es mit dem Unentschieden am Ende sogar für Platz eins) sondern sich auch direkt für die WM qualifizieren könnten.

 

Apropos WM-Qualifikation: die aktuelle Spielzeit zählt ja zusammen mit der letzten als WM-Qualifiaktion. Nach diesem Wochenende liegt Georgien weiter deutlich mit 26 Punkten vorne, Rumänien hat 18, Spanien 17 und Portugal 16 Punkte. Russland ist aus meiner Sicht jetzt endgültig raus, die haben schon 8 Punkte Rückstand und werden in ihrer derzeitigen Verfassung Schwierigkeiten haben gegen die anderen drei zu punkten. Aber der Dreikampf da wird noch richtig spannend werden und ich bin echt gespannt, wie viel das Unentschieden der Portugiesen am Ende wert sein wird...

bearbeitet von Hellcat
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Pfft, da passt mal einmal nicht auf und promt ist der letzte Post über einen Monat her... 😜

 

Die Six Nations sind rum, Zeit ein Fazit zu ziehen und mal zu schauen wie gut ich mit meiner Einschätzung von vorher lag.

 

Frankreich: Verdienter Sieg für Les Bleus, sogar mit Grand Slam. Die beiden schwierigen Spiele gegen Wales und Irland hat man gewonnen, auch wenn es gerade gegen Wales kein attraktives Spiel war. Aber im Gegensatz zu den Vorjahren gewinnt man solche Spiele inzwischen. Außerdem ist die Mannschaft noch jung, da werden wir gerade mit Hinblick auf den World Cup nächstes Jahr noch einiges zu sehen bekommen.

 

Irland: Keine Six Nations ohne Irland als Favourit. Sie haben getan was sie konnten, aber die Franzosen waren einfach zu stark. Was allerdings auffällig war: obwohl man den Generationswechsel bereits eingeleitet hat, fehlt immer noch ein adequater Ersatz für Jonny Sexton. Wenn er nicht auf dem Feld war taten sich die Iren deutlich schwerer mit ihren Gegnern, in manchen Spielen agierten sie sogar richtig zerfahren ohne seine ordnende Hand. Das könnte zukünftig eine Archillesferse der Iren sein. Dennoch: in der aktuellen Form definitiv eine Mannschaft, mit der man bei der WM wird rechnen müssen.

 

England: Solides Turnier, aber eben auch nichts überragendes. Niederlagen gegen Irland, Frankreich und Schottland, da sind sie mit dem dritten Platz sogar noch gut bedient. Wer mir im Turnier sehr gut gefallen hat war Marcus Smith, der Junge spielt echt großartiges Rugby. Allerdings ist das englische Spiel sehr auf ihn ausgerichtet, außerdem haben die Engländer auf vielen Positionen aktuell keine Weltklassespieler mehr. Wird spannend zu sehen, wie sie sich in den nächsten Jahren entwickeln werden.

 

Schottland: Stark ins Turnier gestartet mit einem Sieg gegen England und einer knappen Niederlage gegen Wales, danach ist ihnen aber die Luft ausgegangen. Sie haben aktuell zwar eine unglaublich starke Verteidigung, aber damit gewinnt man halt keine Spiele. Die Iren haben es am Sammstag ja gezeigt, man muss nur geduldig sein, dann kommen auch die Chancen auf Punkte. Was mir hier tatsächlich Sorgen macht ist, dass bei den Schotten aktuell kein starker Nachwuchs nachkommt. Bei den U20 Six Nations haben sie leider ein Abo auf den Wooden Spoon, selbst Italien hat sie im Nachwuchsbereich inzwischen abgehängt. Nur irgendwann beenden Hogg, Russell und Watson ihre Karrieren und das wird richtig große Lücken hinterlassen....

 

Wales: Definitv das schlechteste Turnier seit langem. Eigentlich haben sie ja Spieler mit Potential und Erfahrung, aber sie kriegen das Potential aktuell nicht abgerufen. Entsprechend bezeichnend war dann auch das Ende der Six Nations - eine Niederlage gegen Italien! Bis zur WM haben die Waliser da noch einiges aufzuholen.

 

Italien: Die Italiener haben mich diesmal tatsächlich positiv überrascht. Lange gegen Frankreich geführt, gegen Irland bis zur roten Karte gut gegengehalten und auch mit 13 Mann die irische Defensive immer wieder vor Probleme gestellt, am Ende dann der glückliche, aber verdiente Sieg gegen Wales. Im Nachwuschberiech sorgt die U20 schon seit ein paar Jahren für Furore, entsprechend dürften da in den nächsten Jahren spannende Spiele mit italienischer Beteiligung auf uns warten. Beim World Cup dürften sie aber mit Frankreich und den All Blacks in der Gruppe keine Sonne sehen...

 

Werfen wir noch mal einen Blick in die unteren Klassen: Georgien hat wieder einmal die Championship gewonnen, auch wenn sie bis zum letzten Spieltag kämpfen mussten. Am Ende waren sie dann aber physisch doch zu dominant für die Spanier, die zumindest eine Halbzeit gut mithalten konnten. Allerdings muss man auch festhalten, dass die Georgier im entscheidenden Spiel gestern sich in den entscheidenden Momenten auf der richtigen Seite einiger 50/50 Entscheidungen wiedergefunden haben. Wenn der Ref da das eine oder andere Mal andersherum pfeift hätte möglicher Weise für einen spanischen Sieg gelangt.

 

In der Trophy liefern sich Deutschland, Belgien und Polen einen heißen Dreikampf um die beiden Aufstiegsplätze (die Championship wird im nächsten Jahr auf acht Mannschaften erweitert). Polen und Belgien müssen noch gegen Litauen ran, da dürften für beide Teams noch mal fünf Punkte dazukommen. Entsprechend wird die Entscheidung wird dann am grünen Tisch fallen, da aktuell noch völlig unklar ist, wie die restlichen (bzw. alle) Spiele der Ukraine gewertet werden. Belgien hat fünf Punkte am grünen Tisch bekommen, Polen hat regulär gegen die Ukraine gespielt (und vier Punkte geholt), das deutsche Spiel steht noch aus.

 

Außdem ist mit der abgelaufenen Championship auch die europäische WM-Quali durch, als Teilnehmer stehen Spanien und Georgien fest, Rumänien darf zum Nachsitzen ins Repecharge (die dortigen Gegner stehen aber noch nicht fest, sicher ist nur dass es der Verlierer aus den Partien Chile gegen USA wird. Sowohl die asiatische (drei Teams) als auch die afrikanische Meisterschaft (acht Mannschaften) werden erst im Juli gespielt). Für die Portugiesen hat es leider trotz einer starken Leistung am Ende nicht gereicht.

  • Like 2
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die Saison neigt sich dem Ende zu, aber ein paar Ergebnisse und Überraschungen standen dann doch noch aus. Zum einen hat Deutschland die Qualifikation für die Championship in der nächsten Saison verpasst und wird weiterhin in der Trophy spielen. Den Polen gelang gegen Litauen ein 43-10 Sieg mit Bonuspunkt, dadurch konnten sie die Schwarzen Adler noch abfangen und steigen zusammen mit Belgien auf. Bleibt für die Deutschen zu hoffen, dass man es im nächsten Jahr schafft, jetzt wo alle starken Mannschaften eine Klasse höher spielen.

 

Außerdem hat World Rugby bekannt gegeben, dass aktuell gegen Spanien eine Untersuchung wegen des illegalen Einsatzes von Spielern läuft. Sollte sich das bewahrheiten, dann sind sie die direkte WM-Quali wieder los, statt dessen wäre Rumänien als zweites Team qualifiziert und Portugal würde zum Repecharge fahren. Schauen wir mal, wie es da weitergeht...

  • Like 2
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@Garbosch Danke dass du mich dran erinnerst, ich wollte hier mal wieder was posten.

 

WM-Quali: Inzwischen ist auch Asien eingestiegen, nach einem hin und her über das Format hat man sich auf zwei Spiele geeinigt. Zunächst trafen Südkorea und Malaysia (Endstand 55-10) aufeinander, Südkorea als Sieger der Partie spielt dann am 9.Juli gegen Honkong. Der Gewinner dieser Partie darf dann im Playoff gegen Tonga ran. Der Gewinner des Play-Offs qualifiziert sich direkt, der Verlierer darf dann im Repecharge nachsitzen.

Ansonsten geht's im Juli auch für Amerika und Afrika weiter. Chile und USA treffen in zwei Spielen am 9. und 16. Juli aufeinander, und ab dem 1. Juli werden im Rahmen des Africa Cups der afrikanische WM- sowie Repecharge-Teilnehmer ermittelt.

Aus Europa gibt's nichts neues. Spanien hat zwar Protest gegen den Punktabzug eingelegt, aber ich hab bisher nichts dazu finden können, ob über den Protest schon entschieden wurde. Ich würde jetzt einfach mal davon ausgehen, dass sich das Thema erledigt hat und somit Rumänien als Europe 2 direkt qualifiziert ist und die Portugiesen zum Repecharge fahren.

 

Außerdem stehen die Summer-Internationals vor der Tür. Abseits der fünf großen Testseries (Japan-Frankreich, Neuseeland-Irland, Australien-England, Südafrika-Wales und Argentinien-Schottland) kommen einige interessante Spiele auf uns zu. Insbesondere die Spiele Italiens gegen Rumänien und Georgien dürften im Fokus stehen. Bei entsprechenden Niederlagen Italiens dürfte die Diskussion um einen Auf-und Abstieg aus den Six Nations wieder Nahrung bekommen, auch wenn die Zeichen derzeit eher darauf hindeuten, dass Südafrika Teil der Six Nations werden dürfte. Eine komplette Übersicht der Partien gibt's bei Wikipedia.

 

 

bearbeitet von Hellcat
  • Like 1
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Heute Abend startet übrigens in Marseille die 2022er-Ausgabe des Africa Cups. Um 18 Uhr treffen Namibia und Burkina Faso aufeinander, um 21 Uhr spielt dann Zimbabwe gegen die Elfenbeinküste. Morgen gehts dann weiter mit Uganda gegen Kenia (15 Uhr) und Senegal gegen Algerien (18 Uhr). Bin ja mal sehr gespannt, ob sich die strauchelnden Favouriten dieses Jahr wieder gefangen haben. Mein Tipp für's Halbfinale: Namibia gegen die Elfenbeiküste sowie Senegal gegen Kenia. Allerdings ist das zweite Halbfinale extrem schwer vorher zu sagen, gefühlt könnte jede es der vier Mannschaften schaffen. Die waren zumindest letztes Jahr alle annähernd gleich stark.
      

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das Sommerfenster für die internationalen Spiele ist rum, Zeit mal einen Blick auf die Partien zu werfen. War ja einiges an Überraschungen dabei...

 

Japan-Frankreich: Klares Ding für Le Bleus, die haben in beiden Spielen nichts anbrennen lassen. Die Japaner haben gut gespielt sind aber aktuell noch ein ganzes Stück von den Franzosen weg - die waren am Ende einfach abgezockter.

 

Neuseeland-Irland: Wer außer den Iren ist aktuell noch in der Lage, die All Blacks IN Neuseeland zu schlagen? Vielleicht noch Südafrika, aber dann hört es auch schon auf. In der ersten Partie kamen die Jungs von der grünen Insel noch ziemlich unter die Räder, aber mit zwei grandiosen Spielen haben sie sich zurückgekämpft und am Ende die Serie dann auch verdient gewonnen. Was allerdings wieder auffällig war: ohne Sexton ging nix, da fehlt den Iren echt ein Ersatz. Insofern ist sein Einsatz im zweiten und dritten Spiel auch sehr fragwürdig gewesen, eigentlich hätte er trotz bestandenem HIA im ersten Spiel zwölf Tage pausieren müssen. Da scheint World Rugby ihr "wir müssen die Spieler schützen" nicht sehr ernst zu nehmen, wenn es um große Namen geht...

 

Australien-England: Aus meiner Sicht eine der langweiligeren Serien dieses Sommers. Im ersten Spiel haben die Wallabies noch ganz gut gegengehalten, danach war der Ofen aus. Versteht mich nicht falsch, die Engländer haben verdient gewonnen, aber irgendwie hatte ich von den Aussies mehr erwartet. So haben sie bis zur WM im nächsten ja noch einige offene Hausaufgaben, wenn sie über das Viertelfinale hinauskommen wollen.

 

Südafrika-Wales: Wales hat mich tatsächlich überrascht, nach ihrem desolaten Auftritt bei den 6N hatte ich die Serie als klare Angelegenheit für SA gesehen. Aber die Waliser haben gut gegengehalten und waren eigentlich in allen Spielen auf Augenhöhe. Trotzdem war's für mich die schlechteste Serie dieses Jahr, es waren einfach keine schönen Spiele.

 

Argentinien-Schottland: Die Serie ging trotz einer Auftaktniederlage an die Schotten. Hätte ich, so wie das erste Match gelaufen ist, nicht mehr erwartet, aber am Ende hat sich einfach die größere Routine durchgesetzt. Was mich allerdings immer mehr begeistert: Das Kämpferherz der Argentinier. So wenig ich ihr körperbetontes Spiel mag, so sehr feier ich sie aber immer wieder dafür, dass sie sich nicht aufgeben!

 

Italien: Meine Große Enttäuschung des Sommers. Hatten sie im Winter noch starke 6N gespielt, so war ihre Sommertour ein ziemlicher Reinfall. Ok, sie haben alle Spiele auswärts bestritten, aber für ein Team was nicht müde wird sich gegen eine Auf- und Abstiegsregelung bei den 6N zu wehren (mit Verweis auf die unterschiedlichen Spielstärken) war das echt unterirdisch. Alle drei Teams, gegen die man antrat wären mögliche Aufstiegskandidaten in die 6N, aber nur gegen Rumänien hat man wirklich überzeugen können. Gegen Portugal hat's erst in der 79. Minute für den Sieg gelangt und im Hexenkessel von Batumi ist man dann doch ziemlich deutlich gegen Georgien untergegangen.

 

Georgien: Die Georgier hatten sich für diesen Sommer eine interessante Tour zusammengestrickt. Drei Spiele, alle gegen Gegner die Ungefähr auf Augenhöhe liegen. Entsprechend knapp und spannend waren die Spiele auch. Los gings mit einer 24-30 Niederlage gegen die B-Mannschaft der Argentinier, Gefolgt von dem angesprochenen 28-19 Sieg über Italien sowie einem 23-14 Sieg gegen Portugal. Auch wenn das Spiel gegen die Portugiesen am Ende deutlich war, man hat im Spiel schon gemerkt, dass die Georgier da ziemlich Respekt hatten. Ich glaube ja auch felsenfest daran, dass die Portugisen mit zwei, drei mehr Jahren Erfahrung um die Krone in der Rugby Europe Championship mitreden werden. Die haben über die letzten Jahre so eine gute Nachwuchsarbeit geleistet wie kaum eine andere Nation!

 

Pacific Nations Cup: Nach einigen Jahren Pause endlich mal wieder ausgetragen, und am Ende gab es einen überraschenden Sieger: Samoa, gefolgt von Australien A, Fiji und Tonga. Wie repräsentativ die Ergebnisse tatsächlich sind kann ich nicht genau sagen, wenn ich das richtig mitgeschnitten habe gibt's da unten derzeit noch eine Menge Reisebeschränkungen. Kann also durchaus sein, dass nicht alle Teams immer in Bestbesetzung angetreten sind.

 

WM-Quali Afrika: In Afrika gab es wenig Überraschungen, Namibia hat sich als Afrika1 qualifiziert, Kenia muss im Repecharge nachsitzen. Tatsächlich scheinen sich die Kräfteverhältnisse in Afrika wieder normalisiert zu haben, nachdem es ja im letzten Jahr eine Überraschung nach der nächsten hagelte. Was mir allerdings beim Finale des Afrika-Cups aufgefallen ist: Namibia hat mit seinem Sturm das komplette Match dominiert, da hatte Kenia nichts entgegenzusetzen. Generell waren sie auch ehr zögerlich, was den Körperkontakt angeht, das kenne ich so von den Simbas nicht. Wenn das jedoch ihre neue Spielweise sein sollte, dann sehe ich für das Repecharge schwarz.

 

WM-Quali Amerika: Hier gab es eine Riesenüberraschung: Chile fährt zur WM, die Amis müssen darum bangen, überhaupt dabei zu sein! Nachdem Chile ja schon Kanada aus der Quali geworfen haben, wiederholten sie das Kunststück gleich nochmal. Das Hinspiel zuhause ging mit 21-22 verloren, aber wer dachte dass das knappe Ergebnis nur den Wetterbedingungen geschuldet war, der wurde letztes Wochenende bei fast idealen Rugby-Bedingungen eines besseren belehrt. Chile gewann auswärts mit 29-31 und qualifizierte sich mit dem knappestmöglichem Ergebnis. Für die USA geht es jetzt ins Repecharge, wo sie wahrscheinlich mit Portugal das letzte Ticket unter sich ausmachen werden. Weder Kenia noch Honkong (die dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit der vierte im Bunde sein) dürften aktuell in der Lage sein die beiden zu schlagen.

 

7er-Rugby: Deutschland hat sich zum ersten Mal für die WM qualifiziert. Nach Siegen über Georgien, Rumänien, Wales und Italien hat es tatsächlich gereicht und wir dürfen sie im September  in Kapstadt bei der 7er-WM anfeuern!

 

  • Like 1
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind.