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TabletopWelt

Los, wir bauen eine Platte mit Grabensystem


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Hallo,

für mein "Bolt Action-Erster Weltkrieg-Projekt-in-15mm" (es muss eben immer eine Extrawurst sein) habe ich im Laufe der letzten Jahre einiges an Gelände gebastelt. Natürlich dreht sich dabei die Idee rund um die Schützengräben, die für diesen Krieg zumindest an der Westfront typisch waren. Aber Schützengräben für Tabletop umzusetzen, also Bespielbarkeit UND schönes/realistisches Aussehen miteinander zu kombinieren, ist gar nicht so leicht. Woran liegt das?


1.) Gelände ist in der Regel etwas, das wir AUF die Platte stellen. Gräben sind aber korrekterweise IN der Platte. Man kann da ein bisschen tricksen oder auf spezielle Gelände-Sets zurückgreifen, aber so richtig passend wirkt das alles nicht. Battlefront (Flames of War) bietet zum Beispiel für das hauseigene System "Grear War" Grabengelände an, das mir persönlich überhaupt nicht gefällt. Für die entsprechende Basierung macht das natürlich Sinn, aber diese breiten, aufgesetzten Gräben wirken einfach nicht richtig.

FoW001.jpg.43b3a73d903f30ad08f7293f90d0cd4e.jpg

 

Ich habe also vor einiger Zeit ebenfalls "aufgesetzte" Gräben gebastelt, allerdings nicht als feste Segmente, die dann aneinandergelegt werden, sondern in Form von Vorder- und Rückseiten. Das war flexibel, gut zu verstauen und das Spielfeld wirkte schön zerklüftet, aber irgendwie hat mir das auf Dauer auch nicht gefallen.

 

FoW002.jpeg.33d5ec8173a80ac429694d42a07c5f9c.jpeg

 

2.) Schützengräben sind keine schnurgeraden Gräben - zum Bauen und Zocken wäre das zwar die einfachste Lösung, aber das sieht einfach nicht richtig aus. Schützengräben werden "gezackt" oder "gestuft" angelegt, damit die Druckwelle von Artillerietreffern besser aufgehalten werden kann und um überlappende Feuerbereiche zu gewährleisten.

 

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3.) Ein Schützengraben war im 1. WK ein regelrechter Organismus. Er wuchs zum System aus, um eine tiefe Verteidigung gewährleisten zu können und er musste an den Stellen immer wieder instandgesetzt werden, die durch vorangegangenen Artilleriebeschuss zerstört wurden. Es ist also nicht damit getan ein paar Gräben und Löcher in die Platte zu sägen.

 

Wie kann also eine Grabenplatte aussehen, die sich einerseits gut bespielen lässt und andererseits realistisch aussieht? Auf der Tactica 2010 konnte man eine solche Platte bewundern! Ich habe sie vor einiger Zeit "in natura" gesehen, es ist ein wirklich beeindruckendes Stück. Meine Platte wird viel, viel kleiner werden und wahrscheinlich nicht halb so aufwendig, aber mein Vorbild steht definitiv fest.

Mein "Grabenplatte" ist auch mein erstes Plattenbauprojekt. Fehler werden nicht ausbleiben, aber das ist nicht schlimm. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob ich die Gratwanderung zwischen Bespielbarkeit und Realismus hinbekomme und freue mich auf eure Tipps, Kritik, Kommentare etc.!

 

 

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TEASER

Los gehts mit der Materialbeschaffung. Das Spielfeld in Bolt Action misst meines Wissens nach 3 x 2 Fuß, Badewannen oder was immer man in England so zum messen nutzt. Jedenfalls kann ich gemütlich Zoll in Zentimenter übertragen und komme damit Pi mal Daumen auf 75cm x 50cm. Eine schöne, kompakte Größe, die den Transport und das Verstauen der Platte nicht unmöglich macht.
Also ab in den Baumarkt: Zwei 2-Zentimeter Styrodurplatten und Holzleisten für die Umrahmung besorgen...

 

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Junge, ist das Holz teuer geworden!

Anschließend malen wir das Grabensystem auf. Meine Unterstützungswaffen stehen auf den normalen FoW-Bases, 2-Mann-Teams hingegen auf diesen halb so großen Bases. Einzelmodelle habe ich mit Centstücken gebased. Für die Unterstützungswaffen soll es also im Grabensystem Stellungen geben, in denen diese problemlos reingesetzt werden können. Die normalen Gräben hingegen müssen nur so breit sein wie diese halbgroßen FoW-Bases.

 

Platte002.jpeg.58ec3c68ab5d04bfdba647e2af99d12a.jpeg

 

Auf der einen Seite des Spielfelds erstreckt sich das Grabensystem, auf der anderen Seite das Niemandsland.

Platte003.jpeg.ceb6072e8ea277831a92f6fb45399365.jpeg

Es kam zu ein paar gefährlichen Situationen mit dem stumpfen Cutter, aber Blut ist keins geflossen. Ich nehme das mal als gutes Omen...

 

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Und so sieht das ganze schließlich im Rohzustand aus:

Platte005.jpeg.c65df809be6926e0b7d2092088dfdd95.jpeg


Das Niemandsland ist durch den Dauerbeschuss völlig zerwühlt, die erste Grabenlinie hat es ebenfalls stark erwischt. Die Gräben sind breit genug, um bespielt werden zu können, aber immer noch so schmal, dass sie von langen Tanks überwunden werden können.

bearbeitet von Sir Wulf
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Guter Start.

Müssen denn in die Gräben auch diese Elemente oder werde das Einzelminis?

Für diese  Ekemente wirkt es an einigen Stellenbrecht eng, aber ist wohl noch nicht geklebt oder?

 

Dann habe ich diese Quader gesehen, die manche Abschnitte blockieren.

Soll das fix werden oder flexibel?

 

Du sagtest, dass so ein Graben durch Beschuß auch einstürzt. Da wären dann kleine "Marker" praktisch, die man da optisch schick reinpassen kann, sofern möglich. Und natürlich, falls das regeltechnisch relevant wird.

 

Kommen ansonsten in die Tunnelwände auch ab und an Türen? So ein unterirdisches HQ?

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Mit den Elementen meinst Du die Teambases? Ja, die Grabenbreite muss ich entsprechend der Teambases kalkulieren, allerdings habe ich für die größeren Bases entsprechend große Stellungen gebastelt, in der diese dann im Spiel gesetzt werden können. Ich spiele auf der Platte Bolt Action, da gibt es für MG-Teams z.B., vor allem für die des Verteidigers, nicht viele Gründe durch den halben Graben zu laufen.

Die Quader sind fix, damit hat es folgendes auf sich: An der Rändern der Platte laufen die Gräben nicht aus, sondern enden abrupt - ich werde an diesen Stellen Unterstände andeuten. Damit das nicht zu künstlich wirkt, werden auch innerhalb des Grabensystems Unterstände integriert. Diese ermöglichen nebenbei auch kurzen Tanks, wie dem französischen Renault Ft, Gräben zu überqueren.

Ich will, bis auf Stacheldrahtblockaden, ein paar Kisten und ggf. Baumstümpfen, so gut wie kein modulares Gelände auf der Platte haben. Die eingestürzten Gräben werden fest integeriert, haben spielerisch aber keine herausragende Bedeutung. Mein Grabensystem besteht ja aus zwei Linien. Die vordere Linie ist mit den eingestürzten Gräben etwas lädiert und kann in Bolt Action daher als "leichte Deckung" interpretiert werden, die bessere zweite Linie hingegen als "harte Deckung". Jedenfalls werden die Gräben im Spiel selbst nicht zerstört werden können.

Ganz genau! Ich werde da Unterstände andeuten, mit Türen oder eher vorgehangenen Tüchern. Man kann sich bei so einem Projekt mit wirklich vielen Details austoben und wo immer das möglich ist und im Spiel selbst nicht stören wird, will ich das auch machen.

Aus all dem kann man schließen, dass die Platte für das Spiel selbst eher inflexibel wird, aber das nehme ich in Kauf. Ich spiele (leider) zu selten, als das mich das schnell stören würde und je nach dem wie flüssig der Bau läuft, kann ich mir für die Zukunft auch weitere Projekte vorstellen. Zum Beispiel eine rückwärtige Artilleriestellung, ein Eisenbahnknotenpunkt etc. Außerdem finde ich Bolt Action als rein kompetatives Spiel (mit gleich großen Armeen etc.) sehr langweilig. Stattdessen bietet sich ja gerade bei einer inflexiblen Platte das stetige Modifizieren am Missionsdesign an. Bolt Action ist von der Mechanik her sehr simpel und lässt einem für solche Späße viel Freiraum.

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vor 20 Stunden schrieb Saranor:

Wie planst du die Gräben zu verkleiden?

wenn du dort noch Holzpaneele anbringst, dann sind das gut 2-3mm die von beiden Seiten weggehen. Damit könnte es für die Bases eng werden.

 

Bretter und Sandsäcke. Ganz genau, das nimmt mir wieder einige Millimeter und ich werde während der Grabenverschalung auch immer einer dieser kleinen FoW-Bases als Abstandsmesser bereithalten. Wenn es zu schmal werden droht, dann muss ich halt an der entsprechenden Stelle Styrodur wegnehmen.

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:popcorn:

"Um meine Völker vor der Dummheit ihrer Politiker zu schützen" Kaiser Franz-Joseph auf die Frage wozu man im 20.Jh noch einen Monarchen braucht.

 

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Ich habe das Grabensystem mit Molto gespachtelt und anschließend mit "Billig"-Acrylfarbe (vermischt mit Holzleim) eingefärbt.

 

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IMG_20220411_174942.jpg.6298849335999e660659199dc604638c.jpg

 

Wenn ich mich jetzt an die Verschalung mache, dann sollte in den Ritzen kein Styrodur mehr durchleuchten.

 

Jetzt geht es an die Verschalung...

 

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Die Verschalung ist wahrscheinlich der arbeitsintensivste Schritt und an die Bemalung will ich noch gar nicht denken. Jedenfalls habe ich jetzt fast ein Drittel geschafft und hoffe, bis heute Abend das nächste Drittel abschließen zu können.

 

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@Saranor hatte schon Recht - mit der Verschalung kann es schnell eng für Bases werden. Das habe ich im ersten Drittel etwas unterschätzt und die Stützbalken für die Bretter sind dabei noch gar nicht miteinkalkuliert. Aber okay, learning by doing.

 

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IMG_20220413_074643.jpg.6cddcd4a2b73d80af779cb663eabecc6.jpg

 

Das sieht jetzt alles noch sehr hässlich aus, wird aber natürlich nicht so bleiben. Nachdem die Holzelemente bemalt sind, kommt auf den Grabenboden eine Schicht aus Leim und Sand und darauf die Trittbretter. Die Grabenbrüstung wird mit Sandsäcken gesäumt. Dann folgt die eigentliche Oberfläche der Platte. Molto hat sich als sehr brüchig erwiesen, vielleicht rühre ich Leim in die Spachtelmasse. Alternativ könnte man die Oberfläche auch mit Acrylpaste gestalten - die sollte dann aber optimalerweise eingefärbt sein. Hat da jemand von euch einen Tipp?

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vor 14 Stunden schrieb Sir Wulf:

Nachdem die Holzelemente bemalt sind, kommt auf den Grabenboden eine Schicht aus Leim und Sand und darauf die Trittbretter.

Das scheint mir nicht notwendig zu sein.

Die Bretter würde ich direkt auf den jetzigen Grabenboden (=bemaltes Styrodur) kleben.

Nachträglich dann den Sand in größere Lücken zwischen den Brettern und seitlich. Denn das musst Du sowieso machen.

Der Sand UNTER den Brettern ist mMn ein unnötiger Arbeitsaufwand.

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vor 9 Minuten schrieb Drachenklinge:

Das scheint mir nicht notwendig zu sein.

Die Bretter würde ich direkt auf den jetzigen Grabenboden (=bemaltes Styrodur) kleben.

Nachträglich dann den Sand in größere Lücken zwischen den Brettern und seitlich. Denn das musst Du sowieso machen.

Der Sand UNTER den Brettern ist mMn ein unnötiger Arbeitsaufwand.

Dem würde ich mich anschließen, ggf. kannst du sogar es kombinieren. Leim auf den Boden, Bretter drauf und direkt Sand hinterher, dann brauchst du nur einmal leimen. Du musst aber schnell sein.

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Mein Mortheim/Frostgrave Projekt:  

Abenteuer im Grundeltal 

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vor 7 Stunden schrieb Saranor:

Dem würde ich mich anschließen, ggf. kannst du sogar es kombinieren. Leim auf den Boden, Bretter drauf und direkt Sand hinterher, dann brauchst du nur einmal leimen. Du musst aber schnell sein.

Stimmt.

Mit zB 10 geklebten Brettern anfangen, dann 5 besanden. 5 Bretter dazu, wieder die vorigen 5 besanden, rince and repeat. ^^

Sollten halt Bretter vorgeschnitten sein.

 

In Teilen kannst Du sicher auch vorab mal gleich etliche zusammenkleben.

Die Ecken der Gräben solltest Du allerdings zum Schluß extra machen.

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Das macht erschreckend Sinn, was ihr sagt :D

Ich hatte das deswegen anders geplant, um das tiefe Niveau der Gräben etwas auszugleichen. Auf die Brüstung kommen ja noch Sandsäcke. Aber wenn sie Verschalung fertig ist, dann dann sehe ich mir das nochmal genauer an. 

 

Bezogen auf die Bemalung sollte sich das allerdings nicht viel geben: Wenn ich den Boden erst mit eingefärbtem Leim/Sand-Gemisch bestreiche, würde die ich die Trittbretter im Vorfeld zusammenbauen und ebenfalls bemalen und dann da drauf kleben.

Wenn ich direkt "sande" und "brettere", dann muss ich das anschließend bemalen. 

 

Ich denke da Mal in Ruhe drüber nach, während ich einen Baufehler korrigiere...

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Am 13.4.2022 um 08:01 schrieb Sir Wulf:

Alternativ könnte man die Oberfläche auch mit Acrylpaste gestalten - die sollte dann aber optimalerweise eingefärbt sein. Hat da jemand von euch einen Tipp?

Acrylspachtelmasse kannst du ganz normal mit Acrylfarben mischen für den Farbton den du haben willst.

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Den Graben erhöhen kannst Du auch mit kleinen Styrodurresten ... allerdings hast Du dann Lücken in die der Sand reinrieseln kann. Das könnte nervig sein beim Verkleben.

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Am 14.4.2022 um 08:52 schrieb Kodos der Henker:

Acrylspachtelmasse kannst du ganz normal mit Acrylfarben mischen für den Farbton den du haben willst.

 

Danke für den Hinweis! Kannst Du eine bestimmte Paste empfehlen?

 

Am 14.4.2022 um 12:33 schrieb Drachenklinge:

Den Graben erhöhen kannst Du auch mit kleinen Styrodurresten ... allerdings hast Du dann Lücken in die der Sand reinrieseln kann. Das könnte nervig sein beim Verkleben.


Würde auch gehen, aber so aufwendig ist es eigentlich nicht, den Grabenboden mit einer eingefärbten Schicht aus Leim und Sand zu bedecken. Behaupte ich mal ganz vorsichtig... ^^
 

 

Am 14.4.2022 um 14:05 schrieb Saranor:

Brauchst du True-Line-of-Sight?

ansonsten wäre es besser mit tieferen Gräben, damit Panzer über Truppen drüber fahren können. Einige Bases könnten ja stehende ausladende Posen haben oder Fahnen/Deko das zu hoch ist.


Ich muss da nicht päpstlicher sein als der Papst, die Brüstung kann die Figuren schon noch überragen. Der Graben sollte allerdings nicht zu tief sein. IdR waren Schützengräben mit einer Trittstufe versehen, auf die sich die Schützen stellen konnten, um dann die Schießscharten nutzen zu können. Man sieht das an diesem Diorama sehr schön:

diorama-trench.jpg.4b157feb9fcb1987e69c2b6da42800ae.jpg



Im Maßstab 1:100 und unter der Bedingung einer guten Bespielbarkeit habe ich darauf verzichtet. Im nachhinein denke ich, dass man das hätte vielleicht irgendwie umsetzen können.  Die kleinen FoW-Teambases (ich habe die Maße nicht im Kopf) könnte man auch etwas kappen, um die Grabenwände realistisch enger zu setzen. Aber das sind letztendlich so Spielereien... Wenn ich mir das Diorama und historische Aufnahmen so ansehe, dann könnte ich bei der Verschalung auch mehr mit "Wellblech" arbeiten. Würde jedenfalls gegenüber dem zurechtschnitzen der Holzplangen einiges an Zeit sparen und die Grabengestaltung etwas auflockern. Ich schau mal, ob und wie ich das hinbekomme.

Übrigens: Für die Sandsäcke habe ich eine tolle Lösung gefunden, dazu dann aber in einem späteren Post mehr.

Viele Grüße und ein schönes Osterwochenende Euch allen!



 

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vor einer Stunde schrieb Sir Wulf:

Danke für den Hinweis! Kannst Du eine bestimmte Paste empfehlen?

Ich verwende die Boesner Eigenmarke, aber die Künstler/Hobby Sachen sind da alle ähnlich, am besten ist etwas das die Läden um die Ecke haben

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Wegen des sich ansammelnden Grund- und Regenwassers in den Gräben und der daraus resultierenden Probleme einschließlich des "Grabenfußes" der Soldaten entwickelten die Briten den "A-Frame". Eine A-förmige Holzsütze, die mit der Spitze nach unten eingebaut wurde, mit ihren Seitenbalken die Grabenwandverschalung hielt und auf deren Quersterbe dann ebenfalls vorgefertigte Laufbretter - "Duckboards" - gelegt wurden. Damit blieben die Soldaten dann trocken, zumindest von unten.

 

Ich habe mir übrigens gerade noch mal die Geschichte des Stacheldrahtes angesehen. Der wurde ja in Unmengen verbaut im 1. WK, allein auf allierter Seite so viel, daß man den etwa 40x um den Äquator hätte legen können. Der wurde auch laufend verbessert, mehr und dichtere Stacheln, rostfreies Material, Härtung gegen Durchschneiden und Schrapnell, der "stille" Pfosten zum Einschrauben, und dann hat ein deutscher auch noch aus Blech gestanzte Stacheldrahtbänder erfunden, also den Sägedraht, den die NATO heute noch verwendet. Der war viel billiger und einfacher in der Herstellung als traditioneller Stacheldraht und dabei auch noch resistenter gegen Schneidversuche.

Als Gegenmittel entwickelte man dann Laufstege, gestreckte Ladungen (aka Bangalore-Torpedos) und am Ende - den Panzer :ok:

 

Gruß NogegoN

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2+2=5 (für große Werte von 2) **** Titan of Ether
Bei deinem P500 wird min 1 NSA Computer drüber drehen. Aufbau einer neuen iranische Streitmacht, innerhalb von 6 Monaten auf Brigadestärke, mit deutschen know how. Dazu wird noch versucht vor US-Geheimdiensten zu vertuschen und ein eventueller Angriff auf die Türkei geplant.
Herz der Finsternis Cold War Commander

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Die Ökonomie dahinter ist wirklich - das meine ich wertneutral - faszinierend. In irgendeinem Buch hatte ich Mal einen Absatz gelesen, in dem es über den Materialverbrauch beim Bau der Auffangstellung für Unternehmen Alberich ging. Wahnsinn, was da an Zeug verbaut wurde... und seit hundert Jahren vor sich hinmodert. 

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Noch sieht es aus wie so kleine Mozarella-Partyhappen. 

Jetzt habe ich Hunger. ;D

 

Das wird aber sehr schick, denke ich! Kann mir das Endergebnis schon gut vorstellen. Und mir gefällt es. ;)

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