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TabletopWelt
  • Ankündigungen

    • Raven17

      AoS auf der ETC   20.02.2019

      Jungs, Mädels, Diverse...   wer schon immer Bock hatte, D auf der ETC zu vertreten - DAS internationale Turnier überhaupt zu erleben und einfach mal etwas "über den Tellerrand" hinaus zu schauen; dem sei Sir Löwenherz´s Initiative dringend ans Herz gelegt!
    • Zaknitsch

      Die "Arcane Power"-Malchallenge März 2019   19.03.2019

      Hallo allerseits,   in diesem Monat geht es kräftig magisch zu. Denn das Motto lautet:   "Arcane Power"   Die konkrete Interpretation des Themas liegt bei euch. Es ist egal aus welchem Genre/Spielsystem die Miniatur stammt oder welchen Maßstab sie hat, Hauptsache sie spiegelt das jeweilige Motto irgendwie wider. Wer mehr als eine Mini bemalen möchte, kann dies gerne tun, allerdings wird aus Gründen der Übersichtlichkeit dann am Ende über die individuelle Gesamtleistung und nicht jede Einzelmini abgestimmt. Basegestaltung ist hierbei nicht verpflichtend, aber gerne gesehen. Ebenso steht es euch frei, ob ihr euren Beitrag mit einer ansprechenden Präsentation und einem Flufftext ergänzt (ist aber ebenso gerne gesehen!). Ihr könnt euch also austoben, wie es Zeit und Motivation zulassen.        
DinoTitanedition

Dinos Tabletop-Blog: Dreadball, Teil 2

Recommended Posts

vor 4 Stunden schrieb DinoTitanedition:

Ich denke, ich mache das so wie Dennis und teile meine Artikel vom Chaosbunker hier auch in ausgeschriebener Fassung.

Das finde ich super!

 

vor 4 Stunden schrieb DinoTitanedition:

Wer mit nem Klick auf den Bunker supporten will, kann das natürlich hier tun:

Dann klicke ich doch gerne.

 

vor 4 Stunden schrieb DinoTitanedition:

Zunächst einmal gibt es da noch eine Bande für Age of Sigmar: Scharmützel, von denen ich zwei Modelle bereits fertig habe und die übrigen drei ebenfalls schon recht weit gekommen sind.

5c2f276eb9fb5_AUSBLICK1.thumb.jpg.67b814245636f1e34402857ed28298e2.jpg

 

Den finde ich ja jetzt schon äußerst gelungen! Ich mag deinen Stil ja sehr gerne.

 

vor 4 Stunden schrieb DinoTitanedition:

denn ich möchte auch gerne an meiner Bolt Action Truppe weitermalen und ein paar aus dem Videospiel Commandos inspirierte Modelle fertigstellen. Je nach dem wie weit ich komme, habe ich vor mit Dennis eine kleine Kampagne zu spielen.

Oh, Commandos. Ein grandioses Spiel! Viele Stunden gezockt. Ich hoffe in der Kampagne auch Elemente aus Commandos zu finden?

 

vor 4 Stunden schrieb DinoTitanedition:

 

Spielen ist ein gutes Stichwort, denn ich habe schon letztes Jahr begonnen den Chef zu triezen und es zu meiner heiligen Mission gemacht ihn zu mehr malerischer Aktivität zu nötigen – warum das Ganze also nicht auf den Spieltisch ausweiten? Richtig, es gibt keinen Grund nicht ein wenig mehr zu spielen! Außerdem sind bei Dennis noch so ein paar schnieke Halblinge für Blood Bowl in Arbeit, dessen Gesichter sich sehnlichst nach den Stiefeln meines Underworld Teams, den Skycastle Titans, sehnen.

...

Langzeiitprojekt, das Orkteam der Mork’s Maulers, voranzutreiben

 

 

Spielen ist immer gut. Freue mich auf eure Berichte und vor allem auf die Orks.

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vor 1 Stunde schrieb Delln:

Oh, Commandos. Ein grandioses Spiel! Viele Stunden gezockt. Ich hoffe in der Kampagne auch Elemente aus Commandos zu finden?

 

Vorausgesetzt ich komme gut voran, ja. Die Idee ist das ganze zu einem Weird War Szenario überleiten zu lassen, da ich schon eine ganze Weile mit K47 liebäugle.

 

vor 1 Stunde schrieb Delln:

Den finde ich ja jetzt schon äußerst gelungen! Ich mag deinen Stil ja sehr gerne.

 

Der ist sogar schon fertig, aber ich habe im ersten Skirmishartikel zu der Bande angekündigt, dass ich zwei Modelle vorstelle. Also muss erst noch der kleine Boss fertig werden, bevor ich da gute Bildchen von knipse.

 

vor 1 Stunde schrieb Delln:

 

Spielen ist immer gut. Freue mich auf eure Berichte und vor allem auf die Orks.

 

Ja ich auch und auch nein - eigentlich will ich die neuen bemalen, aber andererseits tuts einfach gut altem Schund einen ordentlichen Anstrich zu verpassen. Außerdem gehört es einfach zur Story! Hoffentlich bin ich ur nicht zu sehr abgelenkt...ich liebäugel schon wieder mit ner DMH Bande und es gibt noch ne Kampagne die ich da mit nem Kumpel spielen will.

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Ein neuer Artikel vom Bunker. Wer mit einem Klick unterstützen will kann das HIER tun.

 

In seinem Jahresrückblick 2018 erwähnte Dennis, dass er sich wünschte, die Tabletop Community in Deutschland würde wieder näher zusammenrücken. Ich mochte diesen Abschnitt, denn es dreht sich dabei meiner Meinung nach um eine der größten Stärken dieses Hobbys, die oft unbeleuchtet bleibt. Grund genug für mich, um mal einen kleinen Blick in die Vergangenheit zu werfen und eine Geschichte niederzuschreiben, wie sie nur im Hobby entstehen kann.

2011 war ich im deutschsprachigen Tabletopforum Tabletopwelt.de noch recht aktiv, da ich im selben Jahr meine Karriere als aktiver Sportler im American Football beendet hatte und von da an meinem ehemaligen Team als Analyst für Linienspieler zur Verfügung stand. Natürlich hatte ich daheim nun etwas mehr freie Zeit und füllte diese mit dem Hobby, während ich mein Untotenteam, die Golden Vultures, aushob. Im Jahr darauf bemerkte ich, dass einer der Forenteilnehmer meine Blood Bowl Beiträge recht aktiv kommentierte und im Gespräch kam so heraus, dass auch er im Football aktiv war. Nicht nur das, er spielte aktiv für ein Team in Nürnberg, dem meine eigene Mannschaft in dieser Saison begegnen würde.

Da ich für mein Projekt ganz Deutschland bereiste, um insgesamt zehn Spiele mit meinem Blood Bowl Team in Spielberichten zu erfassen, schien das wie eine tolle Gelegenheit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – Blood Bowl zu spielen und am darauffolgenden Tag beim Spiel in Nürnberg zu coachen.

 

Am Abend trat ich gegen das NAFL Legacy Team an…

Blood Bowl - NAFL Legacy Team

 

…und am Morgen gegen den sympathischsten Defensive End Nürnbergs

Daniel & Swarley

 

Wie ich im Laufe der Zeit noch herausfinden sollte, verlief es für Swarleys Verhältnisse üblich chaotisch. An einem Samstagmorgen war ich über eine Mitfahrgelegenheit der Mitfahrerzentrale Frankfurt nach Nürnberg an den Bahnhof gereist und wartete darauf, dass mich Swarley wie besprochen abholen würde. Ähnlich genial wie Swarley, hatte ich natürlich nicht sehr weit vorausgedacht, wenn es um private Aktivitäten ging und hatte kein geladenes Mobiltelefon an der Hand. So musste ich, nachdem etwas Zeit verstrichen war in ein Internetcafe marschieren und ihn dort über Facebook anschreiben. Wie sich herausgestellte, hatte der liebe Swarley verschlafen und gab nun ordentlich Gas um mich abzuholen. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass die Gedanken vor einem Footballspiel woanders sind, machte mir das natürlich nichts aus, aber es ist auch Jahre später immer noch eine tolle Anekdote, um Swarley damit aufzuziehen.

Was sich daraus entwickelte war eine Freundschaft die seitdem anhält und über die Jahre immer weiter gewachsen ist. Da wir nicht unerheblich weit auseinander wohnen, haben wir es uns zur Angewohnheit gemacht, uns öfter mal auf Veranstaltungen zu treffen die uns gemeinsam interessieren. Letztes Jahr waren wir beispielsweise zusammen beim Herzog von Bayern unterwegs und haben ein bisschen Ingolstadt unsicher gemacht.

 

Bauch einziehen!

Daniel & Swarley

 

Außerdem ist es zu einer Tradition geworden jedes Jahr auf der Role Play Convention in Köln (RPC) ein Spielchen gegeneinander auszutragen…oder auch mehrere.

Daniel & Swarley Daniel & Swarley Daniel & Swarley

 

Ab diesem Jahr wird die RPC im Rahmen der Comic Con Experience stattfinden und wir sind noch unentschlossen, ob wir sie besuchen oder nicht. Man weiß ja doch noch nicht so recht, ob das Tabletophobby dort vertreten sein wird. Zudem heiratet Swarley dieses Jahr und wird bald Vater. Damit spielt er bei den Hobbyisten auch endlich in der Königsklasse mit! Noch mehr Pläne, noch weniger Zeit. Doch egal wie turbulent die kommenden Tage werden, eines ist sicher…der Kampf am Schreibtisch hält an, sowie unsere Freundschaft!

 

Viele Grüße aus dem Chaosbunker

Dino

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Auf dem Bunker gibts wieder eine neuen Artikel - diesmal aber nicht direkt von mir, sondern von Finn, meinem Antagonisten in der zukünftigen Dead Man's Hand Kampagne.

 

Dead Man's Hand: Banditos - Part 2

 

Der Jahreswechsel und die üblichen Verpflichtungen als Vater haben zu einer kleinen Pause in unserer Dead Man’s Hand Artikelreihe geführt. Da ich das Projekt aber glücklicherweise nicht alleine angegangen bin, wird der Mittwoch nun gelegentlich wieder wild. Sein erstes Bandenmitglied, Hector Villa, hat Finn schon vor einiger Zeit vorgestellt. Nun geht es mit Tuco weiter. Und damit gebe ich mal an ihn ab…

Bei Tuco griff ich auf die Malerfahrung mit Hectors Jeans zurück und gestaltete den Poncho in Gelb. Ich wollte zunächst eine helle Grundfarbschicht auftragen und diese per Wash abdunkeln, aber durch den Mix mit dem weiß, sah es schön ausgeblichen aus, sodass ich ein helleres als den geplante Wash nahm. Die Hose sollte dann natürlich ähnlich „billig“ wirken und so entschied ich mich diese beige zu halten. Tuco sollte den Eindruck einer ärmlichen Hilfskraft erwecken.

 

Dead Mans Hand - Banditos Tuco

 

Auch hier wählte ich lederbraun für die Accessoires. Wobei ich mit einem erdigeren Ton als Wash über dem Rotbraun der Grundfarbschicht arbeitete. So wollte ich auch hier etwas Unregelmäßigkeit für den abgenutzten Eindruck erzeugen. Am schwierigsten war der Kopf. Da der einen markanten Teil der Mini ausmachte, musste ich einiges an Ausbesserungen vornehmen bevor ich zufrieden war.

 

Dead Mans Hand - Banditos Tuco

 

Als ich mit der Miniatur fast fertig war erschien sie mir jedoch etwas zu blass, sodass ich mich entschied, die Schrotpatronen in einem knalligen rot zu bemalen und ich so noch einen optischen Ankerpunkt erzeugen konnte. Außerdem gefiel mir der Gedanke an die roten Patronen wie man sie aus Filmen kennt (möglicherweise nicht ganz historisch korrekt, aber mit hohem Wiedererkennungswert).

 

Dead Mans Hand - Banditos Tuco

 

Eins auf den Kiefer

Wieder mal begleitete er El Segundo zu irgend so einem Geschäftstreffen. Er verstand davon nicht viel, aber er war zu stolz es zuzugeben. Tanner mochte ihn, da war er sich sicher, und wenn er sich anstrengte konnte er eines Tages vielleicht El Segundos Platz einnehmen und selbst Vorarbeiter werden.

Sie trafen sich in der Bar mit „El Toro“, McMillers rechter Hand. Er sollte wohl irgendwelches Zeug für Tanner dabeihaben. Hatte er aber gar nicht und El Segundo war offensichtlich sehr unzufrieden darüber.

„Darum soll ich der Botschaft Nachdruck verleihen.“ sollte das Letzte sein was „El Toro“ Ihnen entgegenschleuderte.

Dem Kerl würde er es zeigen, so mit Ihnen zu reden!

Aber El Toro kam ihm zuvor. Sein rechter Haken erwischte ihn so überraschend am Kinn, dass er ins Stolpern geriet und über seinen Stuhl aus dem Fenster stürzte.

Als er wieder zu sich kam war dieser Culero weg. Dafür würde er sich rächen. Er würde sich dafür jedoch erst die richtige Waffe besorgen müssen. Revolver? Nein, die waren nichts für ihn. Aber da hing doch die alte Schrotflinte in Tanners Schuppen um Kojoten und Berglöwen zu jagen. Die war genau richtig. Und…wer verfehlte schon mit einer Schrotflinte…

 

Adios Amigos!

Finn

 

 

Wer den Bunker ein wenig unterstützen möchte, kann das mit einem Klick aufs Blog erledigen, wo man den Artikel auch direkt lesen kann, oder mit einem Like auf der Facebookgruppe :ok:

 

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Finns dritter Artikel ist fertig und es wir nähern uns dem Zustand genug Gelände für eine Kampagne zu haben. Wer ein bisschen supporten will, kann den Artikel wie immer auch direkt auf dem Bunker lesen.

 

Dead Man's Hand: Banditos - Part 3

 

Bei meinem dritten fertigen Bandito handelt es sich um den geplanten Anführer der Bande. Die dynamische Pose und die darin ausgedrückte Aggressivität der Miniatur verlangten schlichtweg danach.

Das Outfit war offensichtlich von Mariachibands inspiriert und so ließ ich mich ebenfalls von den Originalen inspirieren. Leider stellte ich auf meiner Bildersuche schnell fest, dass die Kleidung bei weitem nicht so bunt war, wie ich es in Erinnerung hatte. Ich entschied mich dennoch nahe am Original zu bleiben und zu versuchen dem sauberen Schwarz einen eher abgekämpften Look zu geben, so als wären die Sache schon lange in Verwendung und daher etwas abgetragen. Dazu hielt ich mich wieder mal an den App-Vorschlag von Citadel für „schmutziges Schwarz“ und war mit dem Ergebnis recht zufrieden.

 

 

Dead Mans Hand - Banditos Domingo Ortega

 

Die Ornamente wollte ich in Silber halten, da dies die häufigste Farbe bei meiner Bildersuche war. Das machte das Bemalen zu einer zügigen Sache. Damit das Silber nicht zu sehr glänzte benutzte ich über der Grundschicht zunächst ein schwarzes Wash und akzentuierte die Details dann nur sehr wenig an den oberen Kanten. Schuhe, Gürtel und Holster hielt ich ebenfalls in schwarz um das Farbschema der Figur möglichst einheitlich zu halten.

 

Dead Mans Hand - Banditos Domingo Ortega

 

Bei den schwarzen Haaren funktionierte die oben beschriebene Washtechnik leider nicht so wie gewünscht, sodass ich hier in grau trockenbürstete, was die Locken akzeptabel aussehen ließ.

 

Dead Mans Hand - Banditos Domingo Ortega

 

Insgesamt wirkte die Mini, dann aber recht langweilig, sodass ich mich dazu entschied der Gürtelschnalle und den Patronen im Gurt eine bronzene Farbe zu verpassen. Das Halstuch bemalte ich schließlich in Rot.

 

Viva Mexico

 Domingo Ortega beobachtete wie die Sonne hinter dem staubigen Horizont hervorkam. Schon bald würde er den Bürgern von Dead Man’s Hand zeigen wer das Sagen hatte.

 Er erinnerte sich…Mexiko hatte gerade diesen Teil des Landes an die Vereinigten Staaten verkauft. Er war damals noch ein Junge gewesen. Ein Junge mit einem Traum. Er wollte der beste und bekannteste Mariachi werden, den man je gesehen hatte. Er war gut an der Gitarre und seine Stimme war prägnant und wohlklingend. Doch die Siedler hatten sein Talent nicht zu schätzen gewusst. Wie oft wurde er ausgelacht oder fortgejagt, wenn er seinen Lohn einforderte. Und so blieb nur der Anzug seines Traums über.

 In den letzten Jahren hatte er es jedoch in einem anderen Geschäft zu Erfolg gebracht. Es mussten Dinge erledigt werden, die rauere Methoden erforderten und dabei hatte er zahlreiche Handlanger um sich geschart. Er hatte nun einen neuen Traum – den einer eigenen Stadt. Wie praktisch, dass die schon für ihn gebaut worden war. Er brauchte sich Dead Man’s Hand nur noch zu nehmen. Sein neuester Lakai arbeitete verdeckt für einen der reichen Rancher und würde noch mehr Banditen in sein Lager schwemmen. Das Gesetz würde ihn nicht mehr aufhalten können.

 Doch Dead Man’s Hand musste noch bis morgen warten. Heute würde er sich zunächst McMillers Brut vorknöpfen, weil Sie ihn übers Ohr hauen wollten und dieser Beweis der Stärke sollte seinen Ruf festigen. Niemand würde es mehr wagen, sich ihm entgegenzustellen.

 

Adios Amigos!

Finn

bearbeitet von DinoTitanedition

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Spiele mit Einzelspielermodus mag ich ja gern. Auch wenn das im Brettspiel/Tabletopbereich etwas seltsam erscheinen mag, es ist nicht anderes als ein Computerspiel alleine zu spielen. Bei Blood Bowl geht das leider nicht, aber eine Solokampagne ist möglich. Wer ein bisschen supporten will, liest den gleichen Artikel natürlich hier.

 

Blood Bowl: Solo Kampagnen

 

Zunächst einmal muss ich klarstellen, dass man Blood Bowl nicht alleine spielen kann (außer virtuell am Rechner). Auch in einer Solo Kampagne spielt man gegen einen anderen Spieler. Wie soll eine Solokampagne also funktionieren? Ende 2009 hatte ich die fixe Idee Restteile aus meiner Bitzbox zu verwerten, um meinen enormen Stapel an Miniaturen etwas zu verringern. Nach kurzem Wühlen fiel mir auf, dass ich sehr viele Skelette, ein paar Zombieteile, das alte Modell von Ramtut und ein paar Menschenspieler der dritten Edition übrighatte.

Nachdem ich eines der Modelle zusammengezimmert hatte, probierte ich daran das gewünschte Farbschema aus. Da es mir gefiel beschloss ich vor jedem Spiel ein Modell vollständig zu bemalen, so dass ich nach zehn Spielen eine vollständig bemalte Mannschaft aus elf Spielern haben würde, ohne unterwegs die Motivation zu verlieren. Kurz: dies war die Grundidee dessen, was später als die Challenge bekannt werden würde.

Blood-Bowl-Campaign-1-150x150.jpg

 

Damals war ich als Spielertyp noch nicht so narrativ geprägt wie heute, aber Zeit an einer Liga teilzunehmen hatte ich auch nicht und 2009 erfuhr Blood Bowl eine relative Dürreperiode im deutschsprachigen Raum der Tabletopspieler. Also musste ich mir eine Alternative überlegen. Ich fragte mich ob es möglich wäre meinen Teambogen einfach immer weiterzuführen und ob ich Spieler finden würde, die diesen Stil ebenfalls verfolge. Zugegeben, zu Beginn hatte ich meine Zweifel, doch ich wollte nicht immer ein Team in der Grundaufstellung spielen oder in jeder Liga mit einem Teamwert von 1000 beginnen und schon nach dem zweiten Spiel zeigte sich, dass die Idee gut ankam. In meinem ersten Spiel trat ich gegen den Tabletopwelt.de Forennutzer Kako K. an, der damals ein Menschenteam im bretonisch gehaltenen Stil spielte.

Blood-Bowl-Campaign-2-200x74.jpg

 

Mein zweites Spiel hatte ich gegen den einzigen anderen Spieler, der in dieser Zeit ein Blood Bowl Projekt im Forum laufen hatte, Ralf Brockhausen. Als kleines Gimmick nutzten wir die Karten, die er mir als Mitbringsel vom Lutece Cup überlassen hatte. Jeder Spieler bekam zu Beginn des Matches eine freie Karte, wobei sich mein Gast den Stapel aussuchen durfte. Das gefiel mir so gut, dass ich diesen Modus beibehielt, denn es machte das Spiel unvorhersehbarer und damit erzählerischer.

Blood Bowl Campaign 3

 

Da ich viel Mühe in die Berichterstattung investierte und die Spiele erzählerisch, aber auch nachvollziehbar dokumentierte, nahm die Zahl der interessierten Hobbyisten langsam zu und schon bald kamen die Anfragen für Spiele von selbst.

Blood Bowl Campaign 4 Blood Bowl Campaign 5

 

Über die Jahre habe ich dieses Konzept immer weiter verfolgt und ausgebaut. Zwar hatte ich seit der ersten Challenge häufiger an verschiedenen Ligen teilgenommen, doch merkte ich schnell, dass der deutsche Spielerkreis sehr konservativ und, in Ermangelung eines besseren Begriffs, ein bisschen langweilig geprägt war. Wollte ich also nicht einfach nur spielen und Statistiken wälzen, sondern eine richtige Geschichte erzählen, musste ich mir überlegen wie man als Solospieler einen narrativen Ansatz attraktiver machen konnte und kam so dazu Solokampagnen für das Spiel zu definieren.

Eine Solokampagne erfordert ein wenig Vorplanung und vor allem Spieler, die sich auf diese Spielart einlassen. Seit dem Rerelease von Blood Bowl 2016 gibt es genügend Sonderregeln, um eine eigene Kampagne leichter gestalten zu können und ich verfolge diese Methode für den Neuaufbau von Mork’s Maulers. Folgende Dinge sind dabei zu beachten:

 

Anzahl der Spiele

Eine narrative Kampagne zu spielen ist stark von der Anzahl der Spiele abhängig. Je kürzer eine Kampagne läuft, beispielsweise sechs Spiele, desto leichter wird es auch Gegner zu finden, die bereit sind diesem Spielstil in ihrem eigenen Spielerkreis zu folgen. Das funktioniert ähnlich wie eine gewöhnliche Liga, bloß das man nicht durch das Teilnehmerfeld in einer Liga eingeschränkt ist, sondern sich durchaus auch aussuchen kann gegen wegen man spielt. Es gibt immer mal Hobbyisten gegen die man gerne spielt und welche mit denen man lieber kein Spiel austragen möchte, aus welchen Gründen auch immer. Auf diese Art besteht die Möglichkeit das Spielerfeld für sich selbst so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Auswirkungen auf den Kader

Manche Teams brauchen etwas Hilfe um auf die Beine zu kommen. Beispielsweise kann es Spaß machen mal eine Weile mit einem Starspieler zu spielen, der das Team beim Aufbau unterstützt. Dieser bleibt nach den optionalen Regeln solange im Kader, bis sein Vertrag ausläuft oder er nicht mehr bezahlt werden kann. Trefft Ihr auf einen Gegner der den gleichen Starspieler verwendet, sollten er nicht benutzt werden. Stattdessen verlässt er beide Teams sofort – diese Startypen geben sich einfach nicht lange mit Provinzvereinen ab.

Eine wirklich wichtige Regel ist der Einsatz von „Altern“. Das verhindert, dass das Team nach einer langen Reihe von Spielen zu stark wird und niemand mehr gegen sie antreten möchte. Allgemein sollte man sich mit schwereren Auswirkungen auf die Mannschaft abfinden und einfach weiterspielen. Auch bei realen Vereinen läuft nicht immer alles glatt und manchmal muss man auch durch eine Flaute in der Teamgeschichte. Apropos Geschichte…

 

Hintergrundgeschichten

Um das richtige Maß an Immersion zu erzeugen, lohnt es sich einen Abend in das Schreiben eines Hintergrunds des Teams und der Spieler zu investieren. Blood Bowl ist eine Persiflage auf den realen Sport American Football. Es sind die Geschichten die zur Heroisierung oder Darstellung als Superschurken ein Modell auch als Charakter interessant machen. Auch die Namen können dazu beitragen. An diesem Punkt kann ich bereits eine kleine Hilfestellung anbieten.

 

Spielstil und Kaderaufstellung

Spielt man narrativ, sollte man sich überlegen einen unkonventionellen Kader zu spielen und seine Gegner dazu ermutigen dies ebenfalls zu tun. Standardisierte, ausmaximierte Kader können schnell Langeweile erzeugen und Spieler dazu verführen eine Keine-Späße-Einstellung beim Spielen zu verfolgen. In Turnieren, wo eine Platzierung und Statistik von Bedeutung sind, ist das angebracht, aber in narrativen Solokampagnen kann es die Immersion zerstören.

Auch die Wahl der Fähigkeiten richtet sich im Idealfall nicht nur nach der Nützlichkeit, sondern auch nach dem zuvor verliehenen Charakter des Modells. Manchmal haben Spieler auch phänomenale, unerwartete Aktionen im Verlauf des Spiels zustande gebracht – man kann den Spielstil für das Modell entsprechend anpassen. Wer für seine Jungs Hintergrund verfasst hat, wird ohnehin bald merken, dass der Spielstil sich dahingehend ändern wird.

 

Natürlich ist die Wahl der Kampagnenbedingungen jedem Spieler selbst überlassen. Solange sich genug Spieler finden einem Blood Bowl Spiel auch mal eher als Passagier denn als aktiver Trainer beizuwohnen, funktioniert eine narrative Solo Kampagne gut. Wer sich künftig davon überzeugen will, wie das Ganze auch in der Praxis abläuft, wirft einfach einen Blick auf die bereits veröffentlichten und künftigen Artikel der Journey oft the Maulers Reihe.

 

Viele Grüße aus dem Chaosbunker

Dino

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Ich hatte es ja bereits angeteasert und so langsam kommt die Frostgravemalerei in Schwung. Wie üblich gilt, wer ein bisschen supporten mag liest direkt auf dem Chaosbunker oder gibt der Bunkergruppe auf den sozialen Medien ein Like :ok:

 

Frostgrave Nekromantenbande - Teil 1

 

Ein neues Projekt hat immer etwas Magisches an sich und im Fall von Frostgrave ist das wörtlich zu nehmen. Wie Dennis schön in seinem Review zusammengefasst hat, dreht es sich bei Frostgrave um ein ganz simples Setting – zwei rivalisierende Zauberer wollen in der alten Stadt Felstadt Schätze bergen. Das wars. Nach der Flut an komplexen und langatmigen Fantasyspielen auf dem Markt, ist das erfrischend simpel. Die Kreativität steht hierzu in krassem Gegensatz und bietet aufgrund der mannigfaltigen Auswahl an Modellen extrem viel Abwechslung.

Begonnen habe ich dieses Mal nach einem ähnlich unkomplizierten Ansatz. Ich hatte einfach Lust auf Fantasy, wollte aber ein bisschen mehr aus den bekannten Generika schöpfen und nicht in die Welt der ultrahigh Fantasy eines bekannten Herstellers eintauchen. Dafür spiele ich ein anderes Scharmützel Spiel. Ein weiterer Anreiz waren meine Erfahrungen mit Dead Man’s Hand, bei der ich Modelle in klassischem 28mm Maßstab bemalte und wo es einfach Spaß gemacht hat mal ein paar generische Minis zu bemalen, die in mehreren Spielen eingesetzt werden können.

 

Frostgrave - Necromancer Warband

 

Nach einem Blick ins Regelbuch gefiel mir besonders das Modell des Nekromanten. Der Nekromant ist einfach ein klassischer Zauberer im Fantasy Genre und meist einer von den bösen Jungs. Aber gelegentlich läuft man auch einem Nekromanten über den Weg, der eher eine „gute“ Gesinnung hat, so wie beispielsweise der Nekromant aus Diablo 3. Das wollte ich dieses Mal auch probieren.

 

Frostgrave - Necromancer Warband

 

Zugegeben, der Einfall kam mir erst nachdem ich bemerkte, dass sich in meiner Sammlung von Farben kein Lila, dafür aber ein hübsches Türkis befand und ich entschloss mich das Schema am Lehrling zu testen. Insgesamt glaube ich aber den bösen Look nicht entkräftet, sondern nur verändert zu haben. Besonders die blonden Haare machten ihn nicht freundlicher, sondern irgendwie sonderbar.

 

Frostgrave - Necromancer Warband

 

Wie man merkt, habe ich mich noch nicht zu hundert Prozent auf ein Konzept festgelegt, aber das ist in diesem Fall auch gar nicht nötig, denn mit der wachsenden Zahl an generischen Fantasymodellen, werde ich sicherlich auch in anderen Systemen eine Runde drehen. Im Moment plane ich die Bande mit einem Barbaren als Leibwächter und ein paar Soldaten als Schläger auszubauen. Und wie üblich ist keines meiner Projekt ohne ein bisschen Hintergrund komplett…

 

Zitat

 

An Felstads Schwelle

Langsam und knirschend öffnete sich Tür. Es waren noch gute drei Tagesmärsche bis nach Felstad und für einen abgelegenen Ort wie diesen war die Taverne erstaunlich belebt.

„Eeeey, du da – Tür zu!“ rief einer der angetrunkenen Gäste zu Archibald hinüber, als er einen Augenblick zu lange in der Tür stehengeblieben war, um die Szenerie auf sich wirken zu lassen, und eine kalte Brise mit ihm hereinwehte.

„Nun mach schon Archibald.“ erklang eine ruhige Stimme hinter ihm und er trat herein, gefolgt von dem Mann hinter ihm.

Die Stimme war tief und wohlklingend, doch schon seit er sich erinnern konnte, haftete ihrem Klang ein gewisses Alter an. Eine Weisheit und Reife die nur die Jahre mit sich bringen konnten. Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel sprach sie schließlich der Wirt an:

„Wollt ihr über Nacht bleiben? Wir haben nur noch ein Zimmer. Es ist nicht das Beste, aber wenn ihr nach Felstad unterwegs seid werdet ihr auf dem Weg dorthin trotzdem kein besseres finden.“.

Archibalds älterer Begleiter nickte zustimmend.

„Wen soll ich in das Gästebuch eintragen, Herr?“ fragte der Wirt.

„Mein Name ist Balthasar Tenebris. Und das ist mein Schüler, Archibald Helfmann.“ entgegnete Archibalds Meister.

Archibald wusste, dass das nicht der echte Name seines Meisters war. In der Zunft der Nekromanten begegnete einem das Volk stets mit Misstrauen, wenn es erfuhr, welchem Studium der Magie sie sich verschrieben hatten. Einen neuen Namen anzunehmen war bereits seit hunderten von Jahren in der Schule der Nekromantie Brauch. Oft wurden Namen aber auch vergeben, um beispielhafte Leistungen anzuerkennen, oder den Rang des Nekromanten unter ihresgleichen zu verdeutlichen. Tenebris. „Die Dunkelheit“ rief sich Archibald in Erinnerung. Sein Meister war dort gewesen und er war zurückgekehrt. Ohne der starken, korrumpierenden Versuchung zu erliegen, die das Studium der Nekromantie mit sich brachte.

Auch er hatte seinen Namen erhalten. Aber nicht, weil er eine Vergangenheit von zurückgelassenen Verwandten zu schützen hatte. Archibald war als Kleinkind vor vielen Jahren in Weißstadt in einem Waisenhaus aufgewachsen. Als er fünf Jahre alt war, begegnete er seinem Meister zum ersten Mal. Irgendwie hatte er sofort gespürt, dass sich an jenem Tag etwas für ihn verändern würde. Nicht zuletzt, weil Balthasar ihn dabei erwischt hatte, wie er ihm seinen Geldbeutel stahl. Er konnte sich noch genau an Balthasars kalten, durchdringenden Blick erinnern, als er in das Waisenhaus gekommen war, um zuerst sein Geld und nach kurzer Überlegung auch ihn einzufordern. Einen richtigen Namen hatte Archibald damals noch nicht. Als das jüngste Kind im Waisenhaus nannte man ihn damals immer nur „Kleiner“. Nun, er musste zugeben, dass er mit „Helfmann“ nicht gerade einen Aufstieg gemacht hatte. Doch er musste zugeben, in der Gesellschaft seines Meisters war es ihm nie schlecht ergangen, auch wenn er sehr streng zu ihm war. Eines Tages würde er selbst die Nekromantie gut genug beherrschen, um einen anderen Namen anzunehmen. Zumindest einen, der nicht verdeutlichte, wer die meiste Zeit über die ungeliebten Arbeiten verrichten musste.

„Träumst du schon wieder, Archibald?“ riss Balthasar ihn mit seiner ruhigen Art aus den Gedanken.

„Ach, nein Meister.“ antwortete er etwas verlegen.

„Ich habe mich nur gefragt, warum wir mehrere Tage hierbleiben. Wollten wir nicht nach Felstad?“.

„Du hast den Eintrag über die Anzahl unserer Übernachtungen also bemerkt?“ fragte Balthasar gleichermaßen überrascht wie zufrieden.

Obwohl Archibald nickte, wusste er, dass die Frage rein rhetorisch war, und er keine Antwort geben musste.

„Dein Blick für die Umgebung hat sich verbessert. Gut, denn wo wir hingehen werden wir stets wachsam bleiben müssen. Doch weil auch wir nur Menschen sind, werden wir ein paar starke Schwerter an unserer Seite benötigen.“ sagte Balthasar.

„Söldner?“ antwortete Archibald, der seine Verwunderung diesmal nicht zu unterdrücken vermochte.

„Meister…“ setzte er mit einigem Zögern an, denn er wollte seinen Lehrer nicht verärgern.

„Du musst nicht versuchen mir zu schmeicheln Archibald.“ sprach Balthasar mit einem wissenden Lächeln.

„Natürlich bin ich in den Wegen der Magie sehr bewandert, aber ich bin auf dieser Welt nun mal nicht der Einzige, der die arkanen Mächte dienen. Wir werden nicht die Einzigen sein, die in Felstad Wissen und auch Schätze zur Finanzierung unserer Studien suchen werden. Einige, denen wir begegnen werden, sind vielleicht freundlich gesinnt, doch was, wenn nicht? Es ist besser sicherzustellen, dass wir mit heiler Haut wieder nach Hause kommen. Es sei denn du bist unsterblich? Und die ganzen Schätze willst du wohl auch nicht alleine tragen wollen.“ schloss er lachend, wobei es Archibald schauderte, denn das Lachen klang heiter, aber gleichermaßen auch bedrohlich.

Ihm wurde klar, dass dies eine gefährliche Reise werden würde und die Söldner ihnen vielleicht mehr als einmal dienen mussten…

„Beruhige dich mein Junge. Heute Nacht ruhen wir uns erst mal aus. Morgen Mittag sehen wir welch hochwertige Klingen dieses Nest zu bieten hat.“ sagte Balthasar, als er den Anflug von Angst in den Augen seines Lehrlings aufblitzen sah. Er würde es niemals zugeben, doch der Junge war ihm über die Jahre ans Herz gewachsen und praktisch sein Sohn. Auf keinen Fall würde er zulassen, dass ihm etwas zustieße. Über die Jahre würde auch er die wahre Kunst der Nekromantie erlernen und ein großartiger Nekromant werden. Nicht wie diese Dummköpfe, die sich auf die andere Seite begaben und niemals wieder zurückkehrten…

 

 

Grüße aus dem Chaosbunker

Dino

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Nicht nur Frostgrave ist bei mir ein neues, laufendes Projekt, auch der schnellste Sport der Zukunft zeigt demnächst hier seine schöneren Seiten :ok: Wer uns ein bisschen supporten will, liest wie üblich den Artikel hier oder lässt uns ein Gruppenlike da. Merci und viel Spaß!

 

Dreadball Teil 2: Quick and Dirty

 

Zitat

 

Ishibashi FoodCo

Jeder muss etwas essen und das Ishibashi Interstellar Lebensmittel Konglomerat, oft einfach nur Ishibashi FoodCo genannt, weiß das. Das Unternehmen hat sich insbesondere auf die Versorgung in den Randgebieten der Co-Prosperity Sphere spezialisiert, da viele der regulären Zulieferer diese Zonen meiden. Nun will Ishibashi auch im galaktischen Kern Fuß fassen und entsprechend auf sich aufmerksam machen. Welchen besseren Weg gäbe es dafür als mit einem firmeneigenen Dreadballteam?

 

 

Und damit herzlich willkommen zur lang angekündigten Serie von Dreadballartikeln. Letztes Jahr habe ich mein Marauder Team vorgestellt und gezeigt, was man mit etwas Mühe alles aus einem Dreadballteam herausholen kann.

 

Dreadball - Ishibashi FoodCo Dreadball - Ishibashi FoodCo

 

Da Dreadball an sich ein klassisches Brettspiel ist, sind die Figuren eher eine Unterstützung für die Atmosphäre und meistens reicht es aus ein einfaches, gut kontrastierendes Farbschema zu haben. Natürlich, mehr Einsatz sieht immer besser aus, aber wer kennt das nicht? Man möchte mit bemalten Minis spielen, hat aber nicht immer die Zeit und Muse für eine aufwendige Bemalung. An dieser Stelle kann man sich auch für eine „Quick and Dirty“ Herangehensweise entscheiden.

 

Dreadball - Ishibashi FoodCo Dreadball - Ishibashi FoodCo

 

Mir war klar, dass ich mal ein „weißes“ Team haben wollte und war daher bereit ein wenig zu experimentieren. Nachdem ich die Minis komplett mit weißer Grundierung besprüht hatte, verdünnte ich etwas graue Farbe stark mit Lahmian Medium. So wird aus der Farbe effektiv ein Wash. Man kann an dieser Stelle einen beliebigen Verdünner benutzen, dieser war lediglich grade zur Hand. Im Anschluss zog ich die tieferen Rillen nochmal mit einem schwarzen Wash grob nach, quasi überall dort wo ich dachte, dass ein starker Schatten sichtbar wäre.

Alle Kanten wurden danach mit reinem Weiß nachgezogen und ich beließ es dabei. Da das ein wenig fahl wirkte, setzte ich noch mit Rot eine starke Zweitfarbe ein. Das brach den schmutzigen Look ein wenig auf, erforderte aber nicht viel mehr Einsatz. Die Grundfarbe war Mephiston Red, ebenfalls von einem schwarzen Wash gefolgt. Danach mischte ich zwei Mal Weiß in die rote Farbe und setzt Akzente.

Die Augen wurden mit dunklem Grün vorgemalt und ebenfalls einmal mit Weiß akzentuiert. Als ich Lust hatte was auszuprobieren, versuchte ich auch einen weißen Punkt in die Ecke zu setzen.

 

Dreadball - Ishibashi FoodCo Dreadball - Ishibashi FoodCo

 

Wie man sieht ist das Ergebnis auf die Entfernung nicht viel schlechter, als wenn man sich eine aufwendig bemalte Miniatur aus der gleichen Distanz anschaut. Tatsächlich hätte ich mir sogar einen Arbeitsschritt sparen können, indem ich die roten Flächen noch vor dem ersten Wash bemale.

TIPPS für Quick and Dirty Bemalung:

  • Auf zwei Hauptfarben beschränken: Mehr als zwei Hauptfarben strecken die Zeit der Bemalung enorm. Am besten wählten man eine Haupt- und eine gut kontrastierende Schmuckfarbe. Wie beim Corporation Team zu sehen, kann man diese mit unterschiedlichen Mustern nochmal verwenden, um etwas mehr Pep reinzubringen.
  • Arbeitsschritte planen: Um schnell voranzukommen lohnt es sich eine Probemini zu bemalen und zu sehen, wie man am besten mehrere Modelle in Reihe bemalen kann. Plant man die Schritte so, dass man Arbeitsschritte spart oder zusammenlegen kann, kürzt dies die Bemalzeit zusätzlich.
  • Sei zufrieden: Es muss nicht immer perfekt sein. Gerade Miniaturen aus einem Haufen den man eigentlich nicht mehr bemalen will, aber wo es einfach zu Schade ist sie wegzugeben, sehen bemalt immer noch besser aus als unbemalt und erzeugen in Probespielen vielleicht dennoch neue Mitspieler.

Das wars erst Mal zu diesem Thema, aber Dreadball wird ab nun hier etwas präsenter sein. Nächste Woche gibt es ein Review zur ersten Iteration des Spiels, da diese noch recht verbreitet zum käuflichen Erwerb greifbar ist, bevor wir uns dann 2.0 und ein paar der neueren Teams widmen.

 

Viele Grüße aus dem Chaosbunker!

Dino

bearbeitet von DinoTitanedition

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